Freitag, 9. Februar 2018

Musiktipps #18: The future's breathing down the neck of the past

Diesmal bei den Musiktipps: Etwas Neues, etwas Altes (naja, ein wenig älter als brandneu), etwas Blaues (also im Sinne vom Englischen blue, das trübselig meint), nichts Geborgtes und ganz viel Hype! Und weil die Einleitung sowieso schon nicht allzu viel Sinn ergibt, gehen wir doch gleich zu den eigentlichen Empfehlungen über.



Transangelic Exodus von Ezra Furman
Seit ich vor ein paar Monaten davon erfuhr, dass Furman ein neues Album herausbringen würde, habe ich mir selbst einen riesigen Hype darum gemacht. Zum Beispiel hörte ich ständig seine letzte Platte Perpetual Motion People, die mich vor drei Jahren zu ihm führte. Es war also ein wenig wie am Weihnachtsmorgen, als ich mich heute früh aus dem Bett schwang, um sofort in das Album hineinzuhören. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wie kann ich das Album also im Vergleich zum vorherigen beschreiben? Es ist treibender, intensiver, ernster. Die souligen Elemente wie Bläser sind verschwunden, an deren Stelle teilweise tragende Streicher, dominantere Drums. Wie bisher scheut sich der US-Amerikaner nicht, schwere Themen anzusprechen: Liebe, Gender-Fragen, Sexualität und Religion, immer in Solidarität mit den Unterdrückten. Furman sagt selbst über sein neues Album:

"Not a concept record, but almost a novel, or a cluster of stories on a theme, a combination of fiction and a half-true memoir."

Lieblingslieder: Driving Down To L.A. // No Place // Peel My Orange Every Morning


Enough Honey von Alison Sudol
Schon Ende des letzten Jahres wurde diese Single veröffentlicht. Doch da es seitdem keine Musiktipps gab, muss ich es noch schnell nachholen. Ich bin so froh, neue Musik von der Künstlerin hören zu dürfen, die sie nicht mehr unter ihrem Pseudonym A Fine Frenzy veröffentlicht, sondern unter ihrem richtigen Namen. Dementsprechend anders klingt der Stil. Weniger dieser folkige Singer-Songwriter-Pop, dafür mehr Klang-Experimente. Die glasklare Stimme bleibt jedoch. Das Lied ist ein Vorbote eines Album, das für den Frühling angekündigt wurde. Ich kann es kaum erwarten. In den letzten Jahren widmete Sudol sich eher ihrer Schauspielkarriere, Stichwort Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. So bezaubernd ich sie als Queenie auch fand, ihre Rückkehr zur Musik ist ganz fantastisch. Denn mit einem Album kommt hoffentlich eine Tour einher und ich würde Alison Sudols Charme unglaublich gern wieder live sehen.



In Pursuit of a Dream von Emma Blackery
Die Engländerin Emma Blackery dürften manche evenuell als Youtuberin bekannt sein. Obwohl sie diesen Beruf weiterhin ausübt, veröffentlicht sie seit Beginn des Jahres wöchentlich Videos in der Reihe In Pursuit of a Dream, kurz IPOAD. Der Traum: Ein eigenes Album, eine Tour und sich mit vollen Kräften in ihre Musikkarriere zu hängen. Die Videos sind aufgebaut wie die typischen Vlogs, in denen gezeigt wird, was der- oder diejenige den lieben, langen Tag so anstellt. Doch sind es vor allem die Einblicke in die Studioaufnahmen für ihr Album sowie die Momente, in denen sie Lieder schreibt und die Tour vorbereitet, die mich besonders interessieren und die ich sehr empfehlen kann.
Ich bin gespannt, was für Musik am Ende herauskommen wird. Zugegeben war ich bislang nicht wirklich ein großer Freund ihrer Lieder, die häufig ganz nach Vorbild Paramore ein wenig pop-punkig daherkamen. In den kleinen Ausschnitten merkt man jedoch, dass sie einen Schritt Richtung Pop à la Taylor Swift macht.

1 Kommentar:

  1. Fine Sunday morning, Karo.
    Hier blinkt noch ein wenig die Leere in der Kommentarfunktion; also würde ich gern etwas "Geborgtes" zu Deinem Post beitragen.
    Bin eher beiläufig gestern über diese Cover-Version von "Mardy Blum" gestolpert...

    https://www.youtube.com/watch?v=9fP0Xo0rPfw

    for your consideration

    Claudia Boleyn kenne ich von Ihrem U2B-Channel, in dem sie sich sehr eloquent über Ihre Lebensthemen, Rassismus, politischen Backclash oder BPD äußert.
    Star Wars oder Doctor Who, nicht zu vergessen... :-)

    Feel free, feel fine!


    bonté

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