Dienstag, 27. März 2018

Meine Top 5 der schönsten Albumcover

Natürlich stehen die Melodien und Texte beim Machen, Hören und Bewerten von Musik an allererster Stelle. Doch muss ich zugeben, dass ich es sehr liebe, wenn Alben ein ansprechendes, künstlerisches und kreatives Design haben, das sich durch Cover, Booklet sowie Promo-Bildern zieht. Im besten Fall steht es außerdem im Einklang mit der Musik darauf. Es mag nämlich besonders bei mir unbekannten Künstlern dazu führen, überhaupt in ein Album hineinzuhören, wenn das Cover entsprechend hübsch ist. Bei meiner Recherche habe ich über mich selbst gelernt, wie sehr ich auf bestimmte Farben anspringe. Albumcover auf der Liste und andere, die es nur knapp nicht in diesen Beitrag schaffen, besitzen oft die Farben Rosa und Hellblau. Erwähnt wären da zum Beispiel das rosafarbene Theatre is Evil von Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestra oder das hellblaue Cover vom Eddie Vedder-Album zum Film Into The Wild. Falls ihr also bei Gelegenheit ein Albumcover erstellen wollt, nehmt eine der beiden Farben. Macht damit eine hübsche Illustration, photoshoppt ein wenig herum, sucht euch ein ungewöhnliches Setting oder findet eine ausgefallene Perspektive für euer Foto. So seid ihr gewiss, dass ich in eure Musik hineinhören werde. Habe ich jetzt schon alle Tricks der Liste verraten oder liest trotzdem noch jemand weiter?


Feel Your Feelings Fool! von The Regrettes
Aktuell ist die Punk-Rock-Band aus Los Angeles wieder im Gespräch, da sie kürzlich ihre neue Single Come Through sowie ihre EP mit dem Titel Attention Seeker veröffentlichten. Eigentlich ziemlich flott, da sie 2017 gerade erst ihr Debüt Feel Your Feelings Fool! herausbrachten, um das es an dieser Stelle gehen soll. Das Albumcover hat nämlich alle nötigen Zutaten, um mich zu überzeugen. Eier, Zucker, Mehl...kleiner Scherz am Rande! Es gibt durchaus Pluspunkte dafür, dass die drei Mädels und der eine Kerl der Band auf einer verhältnismäßig riesigen Sahnetorte drapiert wurden. Drumherum schmücken kleine Details das Bild, wie die Schrift des Albumtitels, die wie Zuckerguss aussieht, bunte Zuckerstreusel, ein Luftballon oder eine kleine Geschenkschleife. Dann wären wir wieder bei den knalligen Farben Rosa und Hellblau, die mich sofort ansprechen, hier sogar im Zusammenspiel. Was ich außerdem toll finde, ist, wie alles trashig auf den Hintergrund gephotoshoppt wurde. Es hat Ähnlichkeit mit den Resultaten meiner Bildbearbeitungen manchmal, daher ist die Ästhetik genau meins.

Foto: WMG


The Magic Whip von Blur
Die Britpop-Gruppe um Damon Albarn ist sicherlich bis heute am ehesten für ihren Hit Song 2 bekannt. Besonders mit der Auflösung im Jahre 2004 und Neugründung einige Jahre später, gab es ein ziemliches Hin und Her und Albarn scheint sich außerdem lieber mit den Gorillaz und Solo-Projekten zu beschäftigen. Trotzdem brachte uns diese Platte von 2015 einige musikalische Perlen und ein sehr hübsches Albumcover. Es ist natürlich die Schrift und das Eiscreme-Bild im Stil einer Leuchtreklame auf dem dunklen Grund, die das Design ebenso schlicht wie effektiv sein lassen. Zudem spiegelt es die Musik wieder, die für mich durchaus nach Großstadtfeeling klingt. Die Schrift ist übrigens auf Chinesisch, da The Magic Whip in Hong Kong aufgenommen wurde, und zeigt Bandname sowie Albumtitel. Künstler Tony Hung verriet in einem Interview mit dem Magazin Creative Review, warum er sich gerade für die Eiskugel in der Waffel entschied: "The album title The Magic Whip was multifaceted. An ice cream in the UK, a firework in China and a 'whip' in a political sense. These extremes would reflect the different textures, breadth and depth of the album."

Foto: WMG


A Kiss Before You Go von Katzenjammer
In den letzten Jahren ist es leider still um die norwegische Musikkapelle geworden. Es ist fraglich, ob wir irgendwann wieder von ihnen hören werden, da sie in ihrer ursprünglichen Konstellation leider schon nicht mehr existieren. Bei mir persönlich feiern jedoch besonders die ersten beiden Alben momentan ein Revival. Und es ist das Cover des zweiten Albums A Kiss Before You Go (2011), das die Band perfekt widerspiegelt. Katzenjammer bestand bis vor kurzem aus vier hochtalentierten Musikerinnen, die allesamt singen und verschiedene Instrumente spielen konnten. In ihren Liedern erzählten sie Geschichten und der Stil reichte von Country über Folk und Rock bis hin zu Balkan-Klängen. Ein bunter Mix, verrückte Kleidungsstücke und Accessoires: ein Leben für die Show. Auf dem Bild sieht man dieses Gefühl von Theater. Die Mitglieder sitzen alle in ausgefallenen Klamotten in einem Boot, vielleicht auf der Suche nach einem Abenteuer. Darüber die Schrift, die an Leuchtschrift am Eingang eines Konzerthauses hängen könnte. Ich finde ich das Cover sowohl ästhetisch gelungen als auch überaus bedeutungsvoll für die Musik, Persönlichkeiten und Konzerte von Katzenjammer.

Foto: Universal Music


Little Fiction von Elbow
Das siebte Album stellt einen dieser Fälle da, in denen ich die Musik nur aufgrund des Covers entdeckte. Die Farben sprangen mir sofort ins Auge, jaja, ich komme schon wieder damit. Doch bilden sie einfach einen herrlichen Kontrast in dieser Illustration von Robert Frank Hunter. Darauf zu sehen ist eine fantastische Landschaft und eine Frau, die diese gerade auszukundschaften scheint. Der Name des Album fügt sich außerdem perfekt in das Bild ein. Mir fehlen sicherlich all die fachlichen Begrifflichkeiten, um Illustrationen und Designs angemessen zu beschreiben. Doch dieses Cover ist gut, richtig gut. Es tat mir zudem den Gefallen, ein Album anzuhören, das ich großartig finden würde und das deswegen vor einem Jahr sogar in meinen Musiktipps landete. Erfolg auf ganzer Linie für die Briten von Elbow, würde ich behaupten.

Foto: Universal Music


The First Days of Spring von Noah and The Whale
Eigentlich ist es unüblich für mich, dass ich Cover in dem Sinne schön finde, auf denen man "einfach nur" den Künstler sieht. Meist muss da schon mehr kommen. Dieses Albumcover von The First Days of Spring, ein musikalisches Meisterwerk übrigens, bildet jedoch eine Ausnahme. Es repräsentiert in einer wunderschönen Fotografie den Titel des Albums: Frühling. Die Mitglieder von Noah and The Whale sitzen im Gras vor dem hellblauen, wolkenlosen Himmel. Sie halten ihre Gesichter in die Sonne, als würden sie tatsächlich die erste Frühlingsbrise des Jahres genießen. Nur Lead-Sänger Charlie Fink hält die Linse seiner Kamera direkt auf den Betrachter. Oh, 'cause blue skies are coming. Die hervorguckenden Grashalme, die geschnörkelte Schriftart und der leicht retro-anmutende Filter machen das Bild vollständig und dies zu einem meiner liebsten Albumcover.

Foto: Universal Music

Springt ihr auch so auf hübsche Designs an? Welche Albumcover gefallen euch besonders?

Mittwoch, 21. März 2018

Mein Besuch bei der Leipziger Buchmesse 2018

Wie Hunderttausende andere Buchfreunde besuchte ich am letzten Wochenende für zwei Tage die Leipziger Buchmesse. Was für ein Pech, dass Leipzig genau zu der Zeit eingeschneit wurde. Der Verkehr wurde zur Farce, Gäste kamen nicht mal mehr bis zum Messegelände durch und Termine konnten nicht wie angekündigt eingehalten werden. Trotz dieser Ärgerlichkeiten am Rande erlebte ich wieder wunderbare Momente zwischen Worten, Büchern und Lesewütigen.

Freitag
Zum ersten Mal sind nicht nur ich und meine Mutter zusammen unterwegs. Mein älterer Bruder schloss sich uns dieses Mal an und machte uns zum Dreiergespann. Die Hallen sind zwar gut besucht, jedoch nicht zu knüppelvoll. Angenehm. Zwischen den Programmpunkten tingeln wir an Ständen entlang, trinken ab und an ein Käffchen. Als erstes auf der Liste steht ein Gespräch über Science Fiction und literarische Utopien im 3sat, unter anderem mit Literaturkritiker Denis Scheck. Der hat eine unglaublich eloquente und amüsante Art, über Bücher und Geschichten zu reden. Eine LBM ohne Denis Scheck geht für mich gar nicht. Zudem mag ich Science Fiction. So richtig bewusst ist mir eigentlich nie geworden, wie verschmäht Science Fiction-Literatur in der generellen Literaturkritik ist. Schade eigentlich. Ich liebe es nämlich, mit neuartigen Ideen konfrontiert zu werden und mit dem Gedanken zu spielen "Was wäre, wenn...?". Wer den Talk noch gern selbst sehen möchte, der folge diesem Link zur Mediathek.

Eher zufällig, weil wir vom vielen Laufen ein bisschen sitzen wollen, stolpern wir später in die Lesung von Tobias Ginsburg. Der begab sich ein halbes Jahr lang undercover unter Reichsbürger, worüber er in Die Reise ins Reich unter Reichsbürgern schrieb. Das Buch nimmt meine Mutter daraufhin gleich mit. Ich lese es gerade, bin aber noch ziemlich am Anfang. Obwohl es kurzweilig ist, sich die abstrusen Verschwörungstheorien zu geben, bin ich insgesamt doch ein wenig gespalten. Sollte man diesen Leuten eine Stimme geben? Obwohl Ginsburg wiederum alles kommentiert und ins Lächerliche zieht, es also keineswegs einfach so stehen lässt, was ich gut finde. Aber warum dann überhaupt darüber schreiben? Damit man sich über diese Leute lustig machen kann? Damit man sich vor der eventuellen Gefahr schützen kann? Ich hoffe, ich finde im Laufe der Lektüre Antworten auf diese Gedanken.

Am Abend zieht es uns in die Südvorstadt ins UT Connewitz, einen Veranstaltungsort, den ich sehr mag. Aber auch mein Linguistik-Herz blüht voll auf. Denn vor Ort ist Peter Graf, der seine Auswahl des Grimm'schen Wörterbuch vorstellt. Die Gebrüder Grimm machten nämlich viel mehr, als nur Märchen aufzuschreiben. Sie fingen außerdem an, ein Wörterbuch zusammenzustellen. Zeit ihres Lebens kamen sie jedoch nur bis zum Buchstaben F. Es wurde jedoch stetig daran weitergearbeitet und schließlich 1961 beendet. Es enthält über 34.000 Einträge. Graf sammelte in diesem Buch ein Prozent mit den ausgefallensten und schönsten Begriffen. Dieses soll das einzige Buch während der Messe sein, das ich mir persönlich zulege und ich finde ich hätte meine Wahl nicht besser treffen können. So kann ich nämlich jederzeit herausfinden, was die Wörter Beinhase, Deuterling, mopsnäsicht oder Zwiebelland bedeuten. Ein perfektes Werk zum Schmökern!


Samstag
Und es pisst. Naja, nicht ganz. Draußen tobt noch immer das große Schneegestöber, in der Glashalle der LBM wird es derweil immer schwüler und allerorts tropft es von der Decke. Wir sind in einem riesigen Gewächshaus. Am Samstag dackeln wir zunächst zu Denis Scheck, noch einmal, denn in der Live-Version seiner Sendung druckfrisch stellt er die wichtigsten Bücher der diesjährigen LBM sowie die deutsche Bestseller-Liste vor. Schade eigentlich nur, dass er nicht die misslungenen Exemplare, wie im Fernsehen, durch die Gegend wirft. Direkt im Anschluss lauschen wir im Hörbuch-Form bei den lustigsten Hörproben Deutschlands hinein. Wenn man Radio-Pannen oder Hörbuch-Outtakes bei YouTube eingibt, kriegt man sicherlich Ähnliches zu hören, aber es war eine ganz witzige Auflockerung zwischendurch.

Danach trennen sich die Wege meiner Familie und mir. Während sie die Lesung von Dominique Horwitz besuchen, interessiere ich mich für eine Veranstaltung meiner Alma Mater, der Universität Leipzig. Das Institut der Buchwissenschaft, bei dem ich selbst drei Semester lang studierte, wollte über Umschlagkunst in der DDR sprechen. Leider erscheint bloß der verantwortliche Professor nicht und die Studenten können spontan nicht allzu aufschlussreiche Einblicke bieten. Ein kleiner Reinfall. Die nächsten eineinhalb Stunden muss ich mich also zwischen den Ausstellern selbst beschäftigen, denn auf meiner Liste steht danach noch die Lesung von Tommy Krappweis, der das fünfte Band seiner Kinderbuch-Reihe Ghostsitter vorstellt. Den Mann finde ich einfach beeindruckend, da er so viele Talente hat und sich in unterschiedlichsten Bereichen austobt. So erfand er Bernd das Brot, schrieb die Fantasy-Trilogie Mara und der Feuerbringer und machte auch gleich selbst den Film dazu, er singt, spielt Gitarre und er kann hallsprechen. Er erfreut sich auf der LBM auch allgemeiner Beliebtheit bei Jung und Alt. Seine Lesung ist so was von charmant und urkomisch. Er schäkert hier und da mit dem Publikum, plappert spontan und liest mit viel Intonation. Fette Empfehlung und ich habe mir definitiv vorgenommen, endlich bald eines seiner Bücher zu lesen.

Die diesjährige Buchmesse hat mir in einer Hinsicht auch die Augen geöffnet: Ich bin nicht mehr so gespannt auf fiktive Literatur wie früher. Da ich sowieso in den letzten Jahren zusehends weniger Bücher im Jahr schaffe und kaum mehr die Ruhe zum Lesen finde, fällt es mir immer schwerer, mich für Geschichten zu begeistern. Es gab zwar Bücher, die mich auf der LBM einigermaßen angesprochen habe, die ich jedoch jedesmal wieder zurücklegte. Dauernd hingen meine Gedanken an die investierte Zeit und dass ich diese stattdessen vielleicht doch in Biographien, Erfahrungsberichten oder andere erklärende Sachliteratur stecken sollte, bei der man definitiv etwas lernt - über die reale Welt, in der ich lebe und die mich umgibt. Doch konnte ich auf meinen Interessensgebieten kein großes Angebot finden. Gern würde ich mich immer noch genau mit Filmen, Literatur und Musik und und und beschäftigen. Mit dem fortschreitenden Alter und diesem Erwachsensein scheint man aber immer weniger Freizeit zu haben und dann muss man manche Dinge zugunsten anderer vernachlässigen oder weglassen. Dazu gehören in meinem Fall eben leider die Bücher. Wahrscheinlich ist dies nicht das Thema, mit dem man einen Bericht zu der Buchmesse beenden sollte, doch so ist es nun mal. Gern würde ich wieder zur Leipziger Buchmesse gehen, andererseits sollte ich mich vielleicht mal nach einer Musikmesse umsehen. Gibt es so etwas? Wahrscheinlich nennt man das Festival...

Samstag, 17. März 2018

Mein irisches Mixtape zum St. Patrick's Day


Dia dhuit! Das ist leider auch so gut wie alles, was ich noch auf Irisch sagen kann. Vor drei Jahren begann ich, diese hochfaszinierende Sprache zu lernen. Doch ist sie nicht nur verdammt kompliziert, ich kam außerdem nie dazu sie einzusetzen, deshalb weiß ich eigentlich nichts mehr. Immerhin lernte ich in dem Modul an der Uni auch ein bisschen etwas über die Kultur des Landes. Manche Lieder, die wir im zum Beispiel Unterricht sangen, begleiten mich bis immer noch. Während meines Auslandssemesters einige Monate nach dem Kurs reiste ich endlich selbst für zwei Wochen auf die grüne Insel. Es war eine der fantastischsten Reisen, die ich bislang erleben durfte. Die Momente bei den Cliffs of Moher, in der Hauptstadt Dublin, in der aus jeder Ecke Live-Musik tönt, in den Irish Pubs, oder einfach nur Pubs, wie sie dort genannt werden, im Schloss Limericks und der wunderschönen Natur rund um Killarney konnten mich in jeder Sekunde begeistern. Deshalb möchte ich den St. Patrick's Day an dieser Stelle als Anlass nutzen, um meine Liebe zu Irland in Form eines Mixtapes mit euch zu teilen.

Seid ihr schon einmal in Irland gewesen? Zelebriert ihr den St. Patrick's Day auf irgendeine Art und Weise? Und welches irisches Lied mögt ihr besonders?








Clannad - Siúil A Rún
Sweeney's Men - Tom Dooley
The Dubliners - Molly Malone
Derek Warfield & The Young Wolfe Tones - Óró Sé Do Bheatha Bhaile
Kevin Burke and Mícheál O'Domhnaill - Maudabawn Chapel/The Wild Irishman/The Moher Reel
The Irish Descendants - Rocky Road To Dublin
The Pogues - Dirty Old Town
Gaelic Storm - Tell Me Ma
Celtic Woman - Bean Pháidín
The Bothy Band - The Salamanca/The Banshee/The Sailor's Bonnet
Young Dubliners - Bodhran
The Dubliners - Seven Drunken Nights
The Irish Rovers - Whiskey in the Jar
The Tossers - Siobhan
The Rumjacks - An Irish Pub Song
Shane MacGowan and The Popes - The Rising Of The Moon
Paddy and The Rats - Bully in the Alley
Fiddler's Green - The Night Pat Murphy Died
Flogging Molly - Devil's Dance Floor

Donnerstag, 15. März 2018

Musiktipps #19: How Wild We Dream

Die Leipziger Buchmesse ist dieser Tage schon in vollem Gange und auch ich werde in diesem Jahr wieder für zwei Tage anwesend sein. Es wird die letzte Buchmesse für mich, während ich noch in Leipzig wohne. Denn ich packe bereits fleißig meine Kisten, bald geht es wieder zurück in Richtung Berlin. Wie angenehm die Messebesuche doch die vergangenen Jahre waren. Meine Wohnung ist schon auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Messegelände, niemand muss teure Hotels buchen, die Mitte März ihre höchsten Preise präsentieren. Trotz des Stresses, den so ein Umzug mit sich bringt, hoffe ich also, dass ich meine Tage inmitten Literatur, Büchern und lesebegeisterten Menschen ausreichend genießen kann. Zuvor hören wir aber noch in meine aktuellen Musiktipps hinein.



Over and Over and Over von Jack White
Endlich kriegen wir von Jack White wieder einen Song, der ein bisschen Power und Bums dahinter hat. Ich muss zugeben, dass mir mein Solo-Zeug selten gefiel. White braucht für mich eine Gitarre statt eines Klaviers. Er macht außerdem die beste Musik, wenn er in Bands ist, wie bei The White Stripes oder The Dead Weather. Selbst der James Bond-Nummer Another Way To Die mit Alicia Keys kann ich mehr abgewinnen. Doch das Lied Over and Over and Over finde ich überraschenderweise richtig gut. Es gibt mir Motivation, überhaupt in sein neues Album hineinzuhören. Das trägt den Titel Boarding House Reach und war zwar schon für Januar angekündigt, soll jedoch nun am 23. März erscheinen. Ich bin gespannt.




An Ocean von The Tallest Man On Earth
Der schwedische Musiker Kristian Matsson, auch als der größte Mann der Welt bekannt, ist mit seinem neuen Projekt When The Bird Sees The Solid Ground am Start. Was es ganz genau darstellt, ist mir noch nicht klar. Jedenfalls hat er es selbst produziert, geschrieben, aufgenommen sowie geschnitten. Ich schätze, es wird eine Dokumentation der Hintergründe und Aufnahme seiner neuen Platte, die in Episoden auf seinem YouTube-Kanal herauskommt. Jede Woche im Frühling soll ein neues Video mit einem neuen Lied erscheinen. An Ocean ist das erste der Reihe. Es ist mit den Hörnern im Hintergrund, der Vogel-Thematik und der rauen Stimme Matssons genau nach meinem Geschmack. Ich freue mich nicht nur auf sein neues Material, sondern auch auf die Tour-Termine im Herbst, die für Deutschland angekündigt worden sind. Hoffentlich kann ich in Berlin dabei sein und diesen großartigen Musiker nach sechs Jahren endlich wieder live sehen.




Extraordinary Rendition von Sons of an Illustrious Father
Entdeckt habe ich Sons of an Illustrious Father einmal, als ich den charismatischen Schauspieler Ezra Miller suchmaschinisierte, der Teil der Band ist. Manche dürften ihn aus The Perks of Being A Wallflower oder Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind bekannt sein. Und obwohl ich die Musik damals ganz gut fand, habe ich mich nie genauer mit ihnen beschäftigt. Nun komme ich jedoch nicht mehr daran vorbei, denn ihre neue Single Extraordinary Rendition sowie das Musikvideo dazu hauen mich komplett aus den Socken. Es ist ein sehr nachdrückliches Lied, das sich im Verlauf immer weiter steigert. Millers Stimme ist einfach nur fantastisch. Hinzu kommt das Video, welches nicht nur mit dem Schnitt komplett visuell im Einklang mit der Musik steht. Die kreative Choreographie und die ausgefallenen Kostüme machen es für mich außerdem zum besten Musikvideo, das mir 2018 bislang untergekommen ist.

Samstag, 10. März 2018

I'M A PHOTOGRAPH THAT YOU FORGOT YOU TOOK: First Aid Kit in der Columbiahalle Berlin, März 2018

Im Januar brachten die beiden schwedischen Schwestern Klara und Johanna Söderberg, die zusammen die Band First Aid Kit ausmachen, ihr viertes Album Ruins heraus. Momentan sind sie deshalb auf Tour und ich durfte bei ihrem Berlin-Termin dabei sein. Denn was könnte man Besseres tun, als am Weltfrauentag talentierte Frauen zu bewundern?


Da ich schon seit Wochen auf den Abend hinfieberte und bereits gehört hatte, dass die Konzerte gut sein sollen, waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Also stapfte ich am Donnerstag vorfreudig und beschwingt zum Veranstaltungsort. Obwohl wir rechtzeitig vor Beginn des Show ankamen, dauerte es ewig, überhaupt in die Halle zu kommen. Denn Taschen, die größer als ein Din A4-Blatt waren, durften leider nicht mit hinein. Die Schlange an der Abgabe draußen war nicht nur kostenpflichtig sondern auch elendig lang. Als wir schließlich in der Columbiahalle standen, beendete der Opening Act auch schon sein Programm. Deshalb kann ich keine Meinung zum Auftritt von Van Williams abgeben. Der Musiker kam im Laufe des Abends noch für ein Lied mit First Aid Kit auf die Bühne und das konnte sich durchaus hören lassen.

Trotz des kleinen Ärgernisses mussten wir wenigstens nicht mehr lang warten bis das eigentliche Konzert begann. Mit dem Song Rebel Heart eröffneten First Aid Kit die Show und schon wurden rosarote Herzen auf dem Bildschirm im Hintergrund projiziert. Überhaupt gefiel es mir, wie das Licht und Videos die Lieder untermalten. Bei Wolf zum Beispiel wurden die animierten Wölfe aus dem Musikvideo gezeigt, an anderer Stelle sah man ein Zusammenschnitt von Tourclips der Band. Andererseits gab es die Filmchen auch nicht zu oft und lenkten nicht von den Künstlerinnen ab.


Ein wenig schade fand ich schon, dass ich die ersten drei Lieder Schwierigkeiten hatte, überhaupt etwas zu sehen, da allein direkt vor mir permanent um die sechs Smartphones hochgehalten wurde. Mir ist bewusst, dass dies schon seit Jahren kritisiert wird. Doch so extrem ist mir das noch nie untergekommen. Ich kann verstehen, wenn man ab und zu ein Bild macht oder beim eigenen Lieblingslied ein wenig filmt. Aber wenn man die gesamte Zeit nur auf sein Handy starrt, verpasst man erstens, selbst Teil des Live-Abends zu sein und zweitens nervt man die anderen Zuschauer damit gewaltig. Später wurde es zum Glück ein wenig besser, vielleicht machten letztendlich die Arme schlapp. Nun höre ich auf, mich aufzuregen und komme zurück zu den schönen Aspekten.

Was mich am meisten gefreut hat, war die grandiose Auswahl der Lieder. Ich mache mir vorher immer Gedanken, welche Lieder ich gern hören wurde und es scheint, als hätten First Aid Kit meine Wünsche genau erhört. Sie spielten selbstverständlich fast alles vom neuen Album. Aber auch meine langjährigen Lieblingslieder Wolf, The Lion's Roar und Emmylou waren Teil der Setlist. Außerdem brachten sie am Donnerstag vor genau einem Jahr das Lied You Are The Problem Here heraus. Es rückt den Fokus bei sexuellen Übergriffen auf den Täter zurück. Denn die Schuld liegt eben nicht bei der Kleidung oder dem Verhalten der betroffenen Frau oder dem Alkohol, der getrunken wurde. Das Problem in solchen Fällen ist immer noch der Mann. Im krassen Gegensatz zum sonst eher akustischen Sound, setzen die Schwestern bei dem Lied auf elektrische Gitarren und einen sehr lauten Gesang, in dem man die Wut förmlich spürt. Jedesmal wenn ich den Song höre, bekomme ich Gänsehaut. Daher bin ich überglücklich, dass ihn zum einjährigen Jubiläum ebenfalls spielten. Die jüngere Schwester Klara (rechts auf den Fotos) hielt zu dem Thema auch eine kurze Ansprache, die stark und eindrucksvoll war. Insgesamt gab es einfach die perfekte Abwechslung von langsamen und schnelleren, von traurigen und beschwingten Liedern.


Der Gesang der beiden war ebenfalls fantastisch. Die Schwestern haben es absolut drauf, genauso wenn nicht sogar besser als auf den Alben zu klingen. Die vielen Harmonien, die sich durch ihre Lieder ziehen, setzten sie auch live perfekt um. Manchmal ist mir der Gedanke gekommen, wie zeitlos der Auftritt war. In meiner Vorstellung hätte das Konzert, also wie ihre Lieder klingen, wie sie sich geben, vor sechzig Jahren ebenso gut stattfinden können. Es ist schwer, diesen Eindruck zu beschreiben. Aber der Fokus lag auf der Musik mit den akustischen Instrumenten und den zeitlosen Texten, ohne großen Show-Firlefanz drumherum. Zwar machten sie schon einige Ansagen, doch waren diese sehr ruhig und zurückhaltend, obwohl sie trotzdem professionell ihr Ding durchzogen. Noch sind mir nicht die perfekten Worte gekommen, zu beschreiben, was ich genau meine. Es war so oder so ganz bezaubernd, solch ein Konzert mitzuerleben.

Einer der schönsten Momente für mich war die Performance von Hem Of Her Dress, das mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. "Stellt euch vor, euer Herz wurde gerade gebrochen, ihr seid betrunken und irgendwie ist trotzdem alles in Ordnung, denn ihr seid mit euren Freunden zusammen" - das war die Ansage, dann kamen alle Bandmitglieder zu den beiden nach vorn und beim Refrain sangen alle im Saal zusammen.

Insgesamt hätte der Abend fast nicht besser laufen können. Zwar gab es zwei Dinge, die mich gestört haben, doch gingen diese vom Veranstaltungsort oder dem Publikum aus, die Gruppe konnte nichts dafür. Sicherlich muss man sich auf manche Dinge in diesen Tagen einfach einstellen. Letztendlich kann ich sogar zwei Tage später nicht aufhören zu schwärmen und möchte in Zukunft definitiv wieder zu einem Konzert der Gruppe gehen. First Aid Kit kann ich live nur empfehlen.

Mittwoch, 7. März 2018

Warum ich 10 Monate auf Twitter inaktiv war und nun doch zurückkehre

Im April des letzten Jahres wachte ich eines Morgens auf und griff, wie üblich, nach meinem Handy. Üblicherweise das Erste, das ich damals machte, war durch Twitter zu scrollen. Selbst als es mich schon anfing zu nerven. Es war wie ein Zwang für mich, ständig mein Handy in die Hand zu nehmen und zehn bis dreißig Minuten in meiner Timeline zu lesen. Wie eine Bekloppte, obwohl ich am Ende keine Freude mehr dabei hatte. Irgendwie hatte die Plattform ihren Reiz für mich verloren. Es war keine erfreuende Aktivität, sondern eher eine lästige Angewohnheit. Kurzerhand fasste ich an jenem Morgen den Entschluss, die App zu löschen und es war eine Befreiung. Doch warum nervte mich Twitter so sehr und wieso bin ich nun doch zurück?



Zeit
Wie gesagt, verbrachte ich viel Zeit damit. Neben Twitter war es auch Instagram, dem ich von diesem Tag an den Rücken kehrte. Zusammengerechnet verlor ich mehrere Stunden täglich an diese Apps. Wenn man bedenkt, dass ich irgendwann keine Freude mehr daran hat, ließe sich diese Zeit doch anderweitig um einiges besser investieren.

Vergleich
Besonders wenn es mir schlecht ging oder ich mit meinem Leben unzufrieden war, halfen die sozialen Netzwerke nicht. Sich dauernd tolle Partys und Reisen anzusehen, verbesserte meine Laune nicht gerade und machte mich nur noch unzufriedener. Natürlich ist mir bekannt, dass sich jeder bloß gut darstellen will und Leute nicht jeden Tag die Zeit ihres Leben haben. Doch macht es das besser? Irgendwie vergleichte ich mich trotzdem mit dem Lifestyle anderer und verlor aus den Augen, meinen zu genießen. Sicher bin ich nicht ständig in Paris oder New York unterwegs, trotzdem ist es wichtig, sich an den kleinen Dingen erfreuen zu können - meine Hobbys auszuüben, eine gutes Gespräch oder ein Stück Kuchen. Bei den Vergleichen nach oben fiel es mir manchmal schwer, mich nicht minderwertig zu fühlen.

Sozial
Obwohl Twitter und Instagram soziale Plattformen sind, machten sie mich nicht unbedingt sozialer. Ich bin introvertiert und jede soziale Interaktion kostet mich Energie, die wieder aufgefüllt werden kann, wenn ich allein bin. Das gilt in meinem Fall auch für Interaktion auf Twitter mit anderen Usern. Da ich vielen privaten Accounts folgte, die über Geschehnisse in ihrem Alltag schreiben, tauschte ich mich häufiger darüber aus. Und am Ende des Tages fühlte ich mich sozial, denn die Energie war ja verschwunden. Bloß dass ich die meisten Leute hinter den Profilen eigentlich gar nicht richtig kenne und sie wahrscheinlich auch nie treffen werde. Anstatt mich bei meinen Freunden und meiner Familie zu melden oder auf ihre Nachrichten zu antworten, redete ich mit Fremden. Als mir das auffiel, war ich ziemlich schockiert. Es sind schließlich die Leute in meinem realen Leben, die für mich da sind, wenn es mir schlecht geht oder ich Hilfe brauche. Ich sollte den Großteil meiner Aufmerksamkeit ihnen widmen und nicht Twitter.

Aufgabe
In den letzten Monaten, bevor ich aufhörte, wurde Twitter schon zur Aufgabe für mich. Ich hörte langsam auf, mich mit anderen auszutauschen, auf Tweets zu antworten oder selbst zu posten. Ich hatte keine richtige Lust mehr. Doch da ich schon so lange dabei war und es einfach das war, was man machte, kam mir nicht der Gedanke, damit aufzuhören. So wurde es ein regelmäßiger Punkt auf meinen To Do-Listen, etwas auf Twitter zu schreiben. Dass so die Tweets nicht wirklich inspirierend wurden, kann man sich denken.

Blog
Zurückblickend ärgert mich außerdem, dass ich mit Twitter-Beiträgen oft Blogthemen nichtig machte. Wenn ich zum Beispiel auf ein Konzert ging und eigentlich einen Blogbeitrag darüber schreiben wollte, sprudelte ich direkt danach schon über und schrieb meine Meinung auf Twitter. Das gleiche erneut im Blogformat niederzuschreiben, war damit nicht nur überflüssig, sondern irgendwie auch lästig geworden. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf Konzerte, sondern jegliche Themen.

Privatsphäre
Der letzte Grund war, dass es mich anfing zu stören, mein Privatleben regelmäßig ins Internet zu stellen. Vor allem wenn ich auf alte Tweets zurückblickte, war es mir im Nachhinein unglaublich peinlich, was für wehleidige, dramatische oder persönliche Sachen ich da veröffentlicht haben. Deshalb löschte ich tausende Tweets, bevor ich wieder zurückkehrte. Das war nicht nur für einen Neuanfang, sondern um von nun an sorgfältiger auszuwählen, was wirklich von mir für die ganze Welt zugängig sein soll.

Die Monate danach
Als ich die Apps löschte, war mein Gedanke eigentlich nicht, so lange wegzubleiben. In diesem Moment hatte ich bloß einfach genug und zog die Reißleine. Es hätte doch genauso kommen können, dass ich lediglich eine kleine Auszeit von ein paar Tagen oder einer Woche brauche. Aber irgendwie war die Erleichterung dafür zu groß. Es bereitete mir Freude, Sachen einfach nur zu machen, weil ich sie machen wolle - ohne den ewigen Hintergedanken, das irgendwie für Social Media zu verwursten. Ich habe in der Zwischenzeit meine Leidenschaft für den Blog wiedergefunden. Auch bin ich in meinem Real Life sozialer geworden. Ich melde mich häufiger von mir aus und antworte im Regelfall schneller, als ich es früher tat. Kurz: Ich habe eigentlich nichts vermisst.

Warum bin ich zurück?
Momentan taste ich mich wieder langsam an Twitter heran. Vorerst soll es nur eine Plattform sein, Instagram lasse ich weiterhin links liegen. Vielleicht kommt das später hinzu, vielleicht reicht mir Twitter allein auch aus. Ich möchte nicht wieder so viel Zeit daran verlieren und es als mein soziales Umfeld ersetzen. Es soll eher im Einklang mit meinem Blog sein. Statt Persönliches preiszugeben, für das ich mich später schämen muss, soll es auch da vermehrt Musik geben, ob Neuigkeiten oder Empfehlungen. Twitter ist eine gute Möglichkeit, diesem Blog zu folgen. Deshalb werde ich die neuen Blogbeiträge jedes Mal vorstellen und ab und zu verlinke ich auch zu Beiträgen aus dem Archiv. Vielleicht mag es viele mit der Veränderung nicht mehr interessieren. Doch anders lässt sich das soziale Netzwerk momentan nicht mit meinem Leben vereinbaren. Wer sich jedoch dafür interessiert, findet meinen Account unter @karokafka.

Freitag, 2. März 2018

#pmdd26

Gestern fand zum 26. Mal der Picture My Day-Day statt. An diesem schicksalhaften Tag machen Blogger, Twitterer, Instagramaner und allerlei weitere Internetmenschen Fotos von ihrem Tag und stellen diese ins Internet, damit ihnen andere stalken können. Was schön! Ich war zum zwölften Mal mit am Start, diesmal mit einem eher entspannten Gammeltag.

Hinter diesem Link findet man die Teilnehmerliste mit den Beiträgen der anderen. Danke diesmal an Mia von House of Animanga fürs Organisieren! Wer beim nächsten Mal dabei sein möchte, folgt am besten dem offiziellen Facebook- oder Twitter-Account, auf denen immer die kommenden Termine angekündigt werden.



Kurz nach null Uhr befand ich mich im Fernbus auf dem Weg von Leipzig nach Belgien, um meinen Freund zu besuchen. Zu diesem Zeitpunkt sitze ich bereits seit zehn Stunden auf diesem Sitzplatz. Weitere eineinhalb Stunden liegen vor mir.



Von der Haltestelle abgeholt werden.



Angekommen. Gegen drei Uhr morgens kann es endlich ins Bett gehen.



Dementsprechend spät stehen wir auf.



Frühstück.



Am Computer ein wenig für die kommenden Tage planen. Am Montag zum Beispiel soll es ins Kino für Jumanji gehen.



Ein paar Runden mit dem Bürostuhl drehen. Weeeeee!



Mich frisch machen.



In meine kuscheligen Hausschuhe hier schlüpfen. Selbst hätte ich sie mir nie geholt, aber nun bin ich froh, dass sie so schön warm halten.



Eine Runde Animal Crossing Pocket Camp auf dem Handy spielen.



Kater 1 ein wenig ärgern, indem ich seine beim Streicheln herausgekämmten Haare als Frisur herrichte.



Rennen fahren.



Videos schauen.



Kater 2.



Abendessen.



Nachtisch ist ein riesiger, schokoladenumzogener Windbeutel.



Noch einmal meinen Campingplatz checken.



Das Buzz!-Musikquiz spielen.



Fernsehen. Erst Bar Rescue...



...dann Ghost Adventures.



Ab ins Bett, als der Picture My Day-Day eigentlich schon vorbei ist.

Sonntag, 25. Februar 2018

Meine Top 5 Tiny Desk Concerts

Nachdem ich diese Woche einen Bericht zu dem Alice Merton-Auftritt in Leipzig tippte, bleiben wir doch gleich bei dem Thema Konzerte. Ich möchte über die Videoreihe Tiny Desk Concerts des US-amerikanischen Radiosenders NPR sprechen, die es seit 2008 gibt. Das Prinzip: Bands werden mit ihren Instrumenten und Gerätschaften in eine winzige Büroecke des Senders gestopft und geben ein Konzert von ungefähr drei Liedern. Sowohl große Künstler als auch Newcomer sind am Start und auch verschiedenste Genres sind vertreten, von Pop über Klassik und Jazz bis hin zu Weltmusik, Hip Hop und Country. Über 500 Konzerte sind bislang entstanden. Ich liebe die Videoreihe, denn ich entdecke ständig neue Künstler für mich. In diesem Beitrag präsentiere ich natürlich nur meine Crème de la Crème, die Krim de la Krim, das Chrom de la Chrom.



Edward Sharpe & The Magnetic Zeros
Im Falle der Folk-Hippie-Band musste wirklich gequetscht werden, damit alle anwesenden zehn Mitglieder mit ihren Instrumenten in die Ecke passten. Dieses Video wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Nicht nur entdeckte ich dadurch vor knapp sieben Jahren die Tiny Desk Concert-Reihe, auch lernte ich Edward Sharpe & The Magnetic Zeros kennen. Die haben sich nämlich in den Monaten danach zu einer meiner Lieblingsgruppen entwickelt, ich war bei Live-Auftritten und verbinde so viele wunderschöne Erinnerungen mit ihren Liedern. Mich beeindruckte in dem Mini-Konzert vor allem das Gefühl von Zusammengehörigkeit sowie die Ausgelassenheit, mit der die Musiker spielen und singen. Besonders bei Sängerin Jade kommt schon die Frage auf, ob das Lebensfreude oder ein Aufputschmittel ist, das sie so tanzen lassen. Mittlerweile ist es leider etwas ruhiger um Edward Sharpe geworden - Mitglieder sind ausgestiegen, andere widmeten sich Solo-Projekten. Umso schöner, mit diesem Video ein wenig zu schwelgen und sich der alten Zeiten zu erinnern.




The Music Tapes
Es kommt selten vor, dass ich nicht nebenbei etwas mache, wenn Musik oder ein Video läuft. Der magische Auftritt von The Music Tapes schaffte es hingegen schon nach einer knappen Minute, mich zu fesseln, sodass ich das Strickzeug zur Seite legen musste. Sänger Julian Koster, manchen vielleicht bekannt aus der Gruppe Neutral Milk Hotel, ist herrlich verschroben. Banjos, singende Sägen, Gesang vom Bandgerät und hier und da ein Schwank aus seinem Leben, machen dies zum wohl ungewöhnlichsten Weihnachtskonzert überhaupt. Schräg und gleichzeitig herzerwärmend. Der Satz von NPR passt perfekt: "Somewhere inside Julian Koster lives a 13-year-old boy filled with wonder and imagination."
Dieser Auftritt ist für mich das, was ein Süßigkeitenladen für Kinder (und auch mich) ist, und es wird eine fabelhafte Tradition sein, ihn immer an den Feiertagen zu schauen. Frohe Weihnachten allerseits!




Monika
Das Konzert von Monika beginnt mit einem langsamen Chanson, das mich durch ihre besondere, fast schon altmodische, Gesangsweise begeisterte. Besonders mit ihrer Präsenz, mit Mimiken und Gestiken weiß die Sängerin den Zuschauer einzunehmen. Und plötzlich ist die Ballade vorbei und man kriegt gut gelaunte Funk-Nummern aufs Ohr. Der Auftritt zeichnet damit auch die Musikentwicklung ihrer Karriere nach. Zunächst widmete sich die Griechin traurigen Liedern. Doch nachdem sie fast bei einem Bootsunglück ums Leben kam und acht Stunden im Dunklen zu ihrer Rettung schwimmen musste, beschloss sie, von nun an mit ihrer Musik das Leben zu zelebrieren. Wer trotz meiner Schwärmerei verpasst, wie Monika auf dem Tisch tanzt, ist selbst Schuld.




Perfume Genius
Perfume Genius entdeckte ich im vergangenen Jahr dank seiner Single Slip Away, von der er eine wunderschöne Version in diesem Tiny Desk Concert parat hat. Sein Konzert ist sehr ruhig und zurückhaltend. Selbst ein eigentlich kraftvolles Lied wird auf das Wesentliche zurückgeschraubt. Genau damit schafft der Künstler es, zu berühren. Wenn man manchmal seine gequälten Gesichtsausdrücke sieht und hört, wie seine Stimme bei emotionalen Parts zu zittern anfängt, will man ihn am liebsten in den Arm nehmen. Es muss unglaublich schwer sein, in einem derart kleinen Rahmen so persönlich zu werden. Man kann jeden Gesichtsausdruck der Zuschauer ablesen, sie stehen auf gleicher Höhe - deshalb Chapeau und danke für diesen ergreifenden Moment!




Genevieve
Fröhlich und bunt - so ist der erste Eindruck der amerikanischen Popsängerin. Ihre ausgeflippten Haare tragen dazu bei und auch dass der lebensbejahende Song vom Anfang der Setlist Colors heißt. Man bekommt direkt gute Laune, tanzt sogar mit und ertappt sich vielleicht bei dem Gedanken, dass ihre Stimme manchmal an die von Alanis Morissette erinnert. Dann plötzlich wird das Schreibtisch-Konzert überraschend nachdenklich und still. Genevieve kann nicht nur beweisen, wie einzigartig ihre Stimme dann doch ist, zudem gibt sie einige tolle Botschaften mit auf den Weg. Aus dem Grund hat sie sich definitiv einen Platz auf dieser Liste verdient, die damit leider schon am Ende angekommen ist.



Kanntet ihr die Videoreihe bereits? Wenn ja, was sind eure Favoriten? Wenn nicht, wie ist euer spontaner Eindruck davon?

Donnerstag, 22. Februar 2018

IT'S A ONE WAY STREET WITH AN OPEN END: Alice Merton im Werk 2 Leipzig, Feb 2018

Die gut geschriebenen Popsongs von Sängerin Alice Merton durfte ich bereits im vergangenen Jahr auf dem Lollapalooza Festival in Berlin erleben. Seitdem lief ihre EP No Roots bei mir ständig, weshalb ich in meinen Musiktipps #16 ausgiebig davon schwärmte. Als ich kürzlich Plakate in der Stadt erspähte, die ein Konzert in Leipzig im Rahmen ihrer Europa-Tour ankündigten, holte ich mir spontan ein Ticket. Es war das erste Live-Event für mich in diesem Jahr und ich sollte nicht enttäuscht werden.


Zunächst war das Konzert für das Haus Auensee in Leipzig angekündigt, wurde dann jedoch in die Halle D vom Werk 2 verlegt. Zwar ist es für die Künstlerin schade, dass sich der relativ große Veranstaltungsort scheinbar nicht füllen ließ, trotzdem bin ich froh drum. Zum einen weil mir das Haus Auensee nicht besonders zusagt und ich mit Sicherheit dann nicht hingegangen wäre. Zum anderen da kleinere Klubs einfach viel gemütlicher sind und, meiner Erfahrung nach, die schönsten Konzerterinnerungen schaffen.

Den Abend leitete der Singer-Songwriter Sion Hill aus Irland ein. Er lud viel zum Mitsingen ein, bot sowohl eigene Lieder als auch Cover und erzählte amüsante Anekdoten über das Leben als Musiker und im Allgemeinen. Nichts Spektakuläres, aber ein unterhaltsamer Auftakt.


Dann endlich gegen neun Uhr stürmten Alice Merton und ihre Band mit dem kraftvollen Song Hit The Ground Running die Bühne. Besonders auf die Setlist war ich im Voraus gespannt, hat die Musikerin doch erst vier Songs veröffentlicht. Auf unbekannte Lieder tanzt es sich manchmal schwieriger. Den Rest des Abends spielte sie tatsächlich ausschließlich eigenes Material. Doch fand Merton eine wunderbare Lösung, in dem sie die vier Lieder der EP auf den ganzen Abend verstreute und zu so gut wie jedem Lied die Geschichte und Bedeutung dahinter erzählte. Nicht nur wusste man so, worauf man sich einstellen kann, sondern zeigte Alice Merton mehrere Facetten ihres wirklich sympathischen Wesens. Es ist wirklich besonders, wenn Künstler es schaffen, den Abend persönlich zu gestalten und einem ein paar subtile Weisheiten mit auf den Weg geben können.


Mein einziger Kritikpunkt ist die Wahl, die Ansagen zwischen den Songs auf Englisch zu machen. Ob der Grund ist, weil sie sich als Kosmopolitin fühlt oder privat auch eher Englisch spricht - wo es beim internationalen Publikum des Lollapalooza Festivals noch Sinn ergab, hätte ich mich besonders in Leipzig an ihrer Stelle für Deutsch entschieden. Zwar war das Publikum zu großen Teilen in den Zwanzigern, trotzdem sollte man nicht davon ausgehen, dass jeder des Englischen mächtig ist. Ich denke, die Wahrscheinlich ist hier einfach höher, dass jemand kein Englisch als kein Deutsch versteht. Besonders, da sie manche Dinge letzten Endes sowieso übersetzt hat. Sicherlich kann man sich bei dem Punkt streiten, aber das ist meine Meinung dazu. Der Stimmung tat das alles jedoch keinen Abbruch. Das Publikum wollte die Beine nicht still halten und auch die Band schien ihren Spaß gehabt zu haben.


Neben den ausgelassenen gab es jedoch auf ganz gefühlvolle Momente, bei denen Merton allein am Klavier saß, sang und zu berühren wusste. Natürlich war die insgesamt gebotene Show mit ihrem ausgefallenen Outfit, den Lichtern und dem Rauch großartig, doch schafften die stillen Lieder den perfekten Ausgleich dazu. Rundum gelungen. Eine besondere Überraschung gab es ansonsten durch bunte Luftschlangen, die bei No Roots mit einem lauten Knall von der Decke losgingen. Zur Entzückung aller war es Alice Merton, die sich am meisten darüber erschreckte und der Schlagzeuger, der daraufhin kaum aufhören konnte zu lachen. Wie sie später kommentierte, hätte der Effekt eigentlich erst bei der Zugabe passieren sollte.

Insgesamt vergingen die eineinhalb Stunden des Auftritts leider viel zu schnell. Zum Glück können wir uns auf ihr Album freuen, welches im Herbst erscheinen soll. Die Popnummern sind ausgefallen und klingen vielversprechend. Ich meine, ein bisschen Disco und Elektro hier und ein bisschen Rock da als Einflüsse gehört zu haben. Und dann wird es mit der Veröffentlichung hoffentlich wieder eine Tour geben, zu der man definitiv hingehen sollte. Ich bin verdammt gespannt, was wir in den kommenden Jahren noch alles von Alice Merton zu hören bekommen.

Montag, 12. Februar 2018

Mein Valentinstag-Mixtape

Ein Mixtape zum bevorstehenden Tag der Liebenden. Selbst habe ich den Valentinstag eigentlich nie gefeiert. Zwar ist der Umstand erfreulich, dass ich meinen Freund während unserer Beziehung zufällig immer am auch am Valentinstag sehe, doch machen wir eigentlich das, was wir sonst auch gern machen: Abends nett essen (gehen) und Filme/Reality-Mist schauen. Geschenke gibt es nicht, diesmal dafür aber ein Mixtape, das ich gemacht habe und mit euch teilen möchte. Es enthält meine liebsten Liebeslieder, von kitschig bis beschwingt. Feiert den Tag schön auf eure Weise, ob mit dem Partner -  oder allein, mit Familie oder Freunden. Der Tag muss, meiner Meinung nach, nämlich nicht nur für die Liebe für den festen Partner reserviert werden!

Statt der bisherigen zehn Lieder, werde ich für meine Mixtape ab sofort übrigens eine Stunde an Musik zusammenstellen. Ich denke, so ist die Chance höher, dass man auch wirklich neue Lieder entdecken kann. Und der Hörgenuss wird länger.








First Aid Kit - Emmylou
She & Him - Stay Awhile
Sam Phillips - Reflecting Light
A Fine Frenzy - What I Wouldn't Do
Barry Louis Polisar - All I Want Is You
Benedict Cumberbatch - Can't Keep It Inside
Eddie Vedder - Tonight You Belong To Me
The Maccabees - Toothpaste Kisses
John Lennon - Oh My Love
The xx - Angels
The Cure - Lovesong
Hedwig & The Angry Inch - Origin of Love
Randy Newman - She Chose Me
Salvador Sobral - Amar pelos Dois
Louis Armstrong - A Kiss To Build A Dream On
Frank Sinatra - The Way You Look Tonight
Charles Aznavour - For Me Formidable
The Andrews Sisters - Bei Mir Bist Du Schön
Frankie Vallie - Can't Take My Eyes Off You
Captain & Tennille - Love Will Keep Us Together




Welches ist euer liebstes Liebeslied? Feiert ihr Valentinstag?

Freitag, 9. Februar 2018

Musiktipps #18: The future's breathing down the neck of the past

Diesmal bei den Musiktipps: Etwas Neues, etwas Altes (naja, ein wenig älter als brandneu), etwas Blaues (also im Sinne vom Englischen blue, das trübselig meint), nichts Geborgtes und ganz viel Hype! Und weil die Einleitung sowieso schon nicht allzu viel Sinn ergibt, gehen wir doch gleich zu den eigentlichen Empfehlungen über.



Transangelic Exodus von Ezra Furman
Seit ich vor ein paar Monaten davon erfuhr, dass Furman ein neues Album herausbringen würde, habe ich mir selbst einen riesigen Hype darum gemacht. Zum Beispiel hörte ich ständig seine letzte Platte Perpetual Motion People, die mich vor drei Jahren zu ihm führte. Es war also ein wenig wie am Weihnachtsmorgen, als ich mich heute früh aus dem Bett schwang, um sofort in das Album hineinzuhören. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wie kann ich das Album also im Vergleich zum vorherigen beschreiben? Es ist treibender, intensiver, ernster. Die souligen Elemente wie Bläser sind verschwunden, an deren Stelle teilweise tragende Streicher, dominantere Drums. Wie bisher scheut sich der US-Amerikaner nicht, schwere Themen anzusprechen: Liebe, Gender-Fragen, Sexualität und Religion, immer in Solidarität mit den Unterdrückten. Furman sagt selbst über sein neues Album:

"Not a concept record, but almost a novel, or a cluster of stories on a theme, a combination of fiction and a half-true memoir."

Lieblingslieder: Driving Down To L.A. // No Place // Peel My Orange Every Morning




Enough Honey von Alison Sudol
Schon Ende des letzten Jahres wurde diese Single veröffentlicht. Doch da es seitdem keine Musiktipps gab, muss ich es noch schnell nachholen. Ich bin so froh, neue Musik von der Künstlerin hören zu dürfen, die sie nicht mehr unter ihrem Pseudonym A Fine Frenzy veröffentlicht, sondern unter ihrem richtigen Namen. Dementsprechend anders klingt der Stil. Weniger dieser folkige Singer-Songwriter-Pop, dafür mehr Klang-Experimente. Die glasklare Stimme bleibt jedoch. Das Lied ist ein Vorbote eines Album, das für den Frühling angekündigt wurde. Ich kann es kaum erwarten. In den letzten Jahren widmete Sudol sich eher ihrer Schauspielkarriere, Stichwort Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. So bezaubernd ich sie als Queenie auch fand, ihre Rückkehr zur Musik ist ganz fantastisch. Denn mit einem Album kommt hoffentlich eine Tour einher und ich würde Alison Sudols Charme unglaublich gern wieder live sehen.




In Pursuit of a Dream von Emma Blackery
Die Engländerin Emma Blackery dürften manche evenuell als Youtuberin bekannt sein. Obwohl sie diesen Beruf weiterhin ausübt, veröffentlicht sie seit Beginn des Jahres wöchentlich Videos in der Reihe In Pursuit of a Dream, kurz IPOAD. Der Traum: Ein eigenes Album, eine Tour und sich mit vollen Kräften in ihre Musikkarriere zu hängen. Die Videos sind aufgebaut wie die typischen Vlogs, in denen gezeigt wird, was der- oder diejenige den lieben, langen Tag so anstellt. Doch sind es vor allem die Einblicke in die Studioaufnahmen für ihr Album sowie die Momente, in denen sie Lieder schreibt und die Tour vorbereitet, die mich besonders interessieren und die ich sehr empfehlen kann.
Ich bin gespannt, was für Musik am Ende herauskommen wird. Zugegeben war ich bislang nicht wirklich ein großer Freund ihrer Lieder, die häufig ganz nach Vorbild Paramore ein wenig pop-punkig daherkamen. In den kleinen Ausschnitten merkt man jedoch, dass sie einen Schritt Richtung Pop à la Taylor Swift macht.


Montag, 5. Februar 2018

Kurzes Lebens- und Blog-Update

In letzter Zeit sind so viele Dinge passiert und ich fällte einige drastische Entscheidungen, von denen ich gern ein paar mit euch teilen möchte. Denn mein Studium ist so gut wie geschafft! Zwar überschritt ich die Regelstudiendauer, doch endlich sind alle Module im Sack und auch die Bachelor-Arbeit ist bestanden. Momentan warte ich eigentlich nur noch auf mein Zeugnis, damit ich dieses Kapitel abschließen kann. Obwohl ich manchmal Zweifel hatte, bin ich im Endeffekt doch froh drum, wie alles gelaufen ist. Im Hauptfach Anglistik durfte ich mich mit der englischen Sprache sowie der Kultur und Literatur Großbritanniens auseinandersetzen. Im Wahlbereich studierte ich mich durch Französisch, Niederländisch, Esperanto, Irisch und Module über Kommunikations- und Medienwissenschaft. Ich durfte für ein Semester nach England, wo ich meinen Freund kennen lernte, den ich über alles liebe. Ich wohnte zum ersten Mal allein und später in WGs. Ich lernte diese wunderschöne Stadt Leipzig kennen. Ich lief so vielen tollen Menschen über den Weg. Ich entwickelte mich weiter und lernte so viel dazu, in etlichen Bereichen des Lebens. Und ich habe meinen Bachelor of Arts!

Gleichzeitig bin ich fertig mit dem Studieren an sich. Vor allem die letzten Semester habe ich mich bereits ein wenig damit gequält. Deshalb entschied ich mich gegen ein Master-Studium. Ich möchte endlich Geld verdienen und mir damit mein eigenes Leben aufbauen. Ich möchte nicht mehr ewig auf meine Eltern angewiesen sein müssen, obwohl ich ihnen natürlich unendlich dankbar für ihre Unterstützung bin. Deshalb ist mein momentaner Schritt die Arbeitssuche. Da das wer-weiß-wie-lang dauern kann, bis ich etwas finde, ich ohne festes Gehalt noch nicht so finanziell aufgestellt wäre und weil ich sowieso wieder näher bei Familie und Freunden in Berlin sein möchte, werde ich in den nächsten Monaten wieder zu meiner Mutter ziehen. Also heißt es bald: Tschüß, Leipzig! Danke für die viereinhalb Jahre. Hallo Berlin, ich komme!


Auch was den Blog angeht, befinde ich mich momentan in einer Findungsphase. Ich möchte noch mehr über Musik, dem Thema meiner Leidenschaft, schreiben. Mehr Musiktipps, Konzertberichte, Mixtapes und auch endlich Künstlervorstellungen sowie Albenrezensionen. Dafür habe ich mir Presse-Zugänge bei drei großen Musiklabels verschafft, um Bilder und Informationen dafür einholen zu können. Natürlich wird drumherum auch ein wenig vom bunten Mix kommen, den es immer gab. Ich plane Artikel über Reisen und Erlebnisse, Popkultur, vielleicht wieder mehr über Minimalismus und Zero Waste, einige Videos und eventuell sogar einen Podcast. Falls ihr spontan Wünsche oder Anregungen hat, könnt ihr mir das gern schreiben.

Aus reiner Neugier habe ich außerdem AdSense auf dem Blog eingerichtet. Rechts in der Leiste und zwischen Blogbeiträgen sieht seit einer guten Woche also Werbebanner. Ich wollte einfach mal wissen, wie das funktioniert und ob sich das ansatzweise bei einem Blog meiner Größe lohnen kann. Soweit eher nicht. Ich werde es vorerst beibehalten und im Laufe des Jahres sehen, ob ich es lasse oder wieder ausschalte. Wen es total stört, kann ja einen Adblocker installieren. Ich bin noch nicht hundertprozentig sicher, ob sich alles durchsetzen wird, was ich mir überlege. Ich nehme alles, wie es kommt und probiere, die Zeit so gut wie möglich zu nutzen.

Freitag, 26. Januar 2018

Meine Konzert-Wunschliste für 2018 & Tour-Tipps

Nun sind fast vier Wochen des neuen Jahres vorbei und ich war auf noch keinem Konzert. Das ist eigentlich nicht weiter schlimm, da sich bislang noch nicht viel Gelegenheit bot. Doch mein ewig währender Wunsch gilt auch in diesem Jahr: Ich möchte wunderschöne Live-Momente bei tollen Künstlern genießen dürfen. Ich habe einige Termine gefunden, an denen ich durchaus Interesse hätte. Diese habe ich in eine Liste zusammengefasst, mit der ich euch hoffentlich ein paar gute Tipps liefern kann. Ich selbst werde sicherlich nur auf einem verschwindend geringen Prozentsatz all dieser Konzerte dabei sein. So viel Geld habe ich dann doch nicht. Man wird aber wohl noch träumen dürfen.

Ezra Furman
Lippenstift, Perlenkette und Blut im Gesicht. Das erste Bild von Ezra Furman, das ich damals sah, war ein wenig außergewöhnlich. Doch als mir sein letztes Album Perpetual Motion People angehört habe, war ich restlos begeistert. Schon während meines Auslandssemesters 2016 in Birmingham hatte ich überlegt, zu einem Konzert von ihm zu gehen. Es wurde letztendlich nichts daraus, da es gleich in der ersten Woche war und ich mich in der Stadt noch nicht sicher genug fühlte, allein abends eine Stunde mit dem Bus durch die Gegend zu fahren. Diesen Februar bringt Furman ein neues Album heraus und vielleicht muss ich mir die Gelegenheit nicht wieder entgehen lassen.

Wann? 15. Februar
Wo? Festsaal Kreuzberg Berlin
Ticketpreis: ~ 20 Euro
Weitere Termine: 17. Februar @ Arena Wien



Glen Hansard
Der Ire dürfte sicherlich ein bekannter Name in der Folk-Szene sein. Er veröffentlichte kürzlich sein Album Between Two Shores und kommt deswegen gleich für zwei Abende nach Berlin.

Wann? 20. & 21. Februar
Wo? Admiralspalast Berlin
Ticketpreis: ~ 43 - 50 Euro
Weitere Termine: 16. Februar @ Volkshaus Zürich // 18. Februar @ Planet.tt Bank Austria Halle Gasometer Wien

James Vincent McMorrow
Noch mehr Folk aus Irland - wenn auch ein gutes Jahrzehnt jünger und mit höherem Gesang. Singer-Songwriter-Zeug kommt im UT Connewitz in Leipzig aus Erfahrung immer gut. Die Atmosphäre da drin ist einfach schön.

Wann? 23. Februar
Wo? UT Connewitz e. V. Leipzig
Ticketpreis: 28 - 31 Euro
Weitere Termine: 20. & 21. Februar @ FFT Düsseldorf // 22. Februar @ Kulturzentrum Schlachthof Bremen // 25. Februar @ Filmtheater Schauburg Dresden // 27. Februar @ Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main // 28. Februar @ E-Werk Erlangen

Lady Gaga
Die Pop-Queen habe ich nach ihrem ersten Album schon einmal live gesehen. Zwischenzeitlich konnte ich mit ihrer Musik weniger anfangen. Mit ihrer letzten Veröffentlichung Joanne bin ich da schon wieder eher dabei. Da sie nun viel bekannter ist, sind die Preise dementsprechend angestiegen. Vor neun Jahren bezahlte ich knapp dreißig Euro, würde ich schätzen. Abgesehen davon, würde ich sie mir schon noch einmal live ansehen. Wird sicher wieder ein großartiger Show mit viel Tanz und Kostümen.

Wann? 23. Februar
Wo? Mercedes-Benz-Arena Berlin
Ticketpreis: 53 - 104 Euro
Weitere Termine: 24. Januar @ Barclaycard Arena Hamburg // 13. Februar @ Lanxess Arena Köln

Foto: Andrea Gelardin & Ruth Hogben

Franz Ferdinand
When I woke up tonight, I said I'm gonna make somebody love me. Seit diesem Song begleiten mich Franz Ferdinand schon. Nun haben sie ein neues Album in petto und ich denke schon, das ist eine Band, die man mal live gesehen haben sollte.

Wann? 07. März
Wo? Tempodrom Berlin
Ticketpreis: ~ 44 Euro
Weitere Termine: 01. März @ Mehr! Theater am Großmarkt Hamburg // 05. März @ Palladium Köln // 12. März @ TonHalle München

First Aid Kit
Seit Monaten rede ich schon, dass ich auf dieses Konzert gehen möchte, es ist das dringendste der Liste. Nur ist meine Jahresplanung nach wie vor ungewiss. Trotzdem werde ich mir wahrscheinlich bald einfach Karten holen und es darauf ankommen lassen. Denn das neue Album der beiden Schwestern aus Schweden ist genauso großartig wie ihre bisherige Musik.

Wann? 08. März
Wo? Columbiahalle Berlin
Ticketpreis: ~ 35 Euro
Weitere Termine: 10. März @ Grosse Freiheit 36 Hamburg

Foto: Sony Music

Bowie Experience
Ich bedauere sehr, nie die Gelegenheit gehabt zu haben, ein David Bowie-Konzert zu besuchen. Ein wenig wieder gut machen könnte eventuell diese Show, mit den größten Hits und zahlreichen Kostümen. Ein Hommage an diesen wunderbaren Künstler, der viel zu früh von uns gegangen ist.

Wann? 19. März
Wo? Tempodrom Berlin
Ticketpreis: ~ 55 Euro
Weitere Termine: 15. März @ Haus Auensee Leipzig // 16. März @ Alter Schlachthof Dresden // 17. März @ Stadthalle Chemnitz // 20. März @ Lichtburg Essen

Avatar
Bei der Band war ich bereits auf dem Graspop Metal Meeting. Weil ich sie dort unglaublich gut fand, würde ich mir auch noch eine Live-Show geben, die diesmal sogar etwas länger ausfallen dürfte.

Wann? 03. April
Wo? Bi Nuu Berlin
Ticketpreis: ~ 30 Euro
Weitere Termine: 18. März @ Luxor Köln // 01. April @ Technikum München // 04. April @ Gruenspan Hamburg

Lana Del Rey
Für ein einziges Konzert kommt die Gute nach Deutschland. Das Ticket ist schon etwas teuer. Normalerweise bezahle ich nicht so viel. Trotzdem würde mich interessieren, wie Lana Del Rey live ist und ob sie es schafft, auf der Bühne eine richtige Präsenz zu haben.

Wann? 16. April
Wo? Mercedes-Benz-Arena Berlin
Ticketpreis: ~ 67 Euro



Awolnation
Sail ist mit Abstand die bekannteste Single der US-amerikanischen Band. Doch auch sonst machen die Jungs tolle Musik. Nun sind die mit ihrem dritten Album Passion am Start.

Wann? 18. April
Wo? Kesselhaus in der Kulturbrauerei Berlin
Ticketpreis: 29 - 40 Euro
Weitere Termine: 07. April @ Gibson Frankfurt // 12. April @ Backstage Werk München // 14. April @ Wuk Wien // 19. April @ Uebel & Gefährlich Hamburg

Lucy Rose
Ich liebe Lucy Rose. Besonders ihr Song Shiver gehört zu meinen Top-Gänsehaut-Songs. Die Musik der Britin mit dem schönen Namen und der berührend hellen Stimme geht in Richtung Singer-Songwriter.

Wann? 26. April
Wo? Neues Schauspiel Leipzig
Ticketpreis: 19 - 22 Euro
Weitere Termine: 21. April @ Arena Wien // 27. April @ Jugendkulturhaus Cairo Würzburg

Foto: Daniel Alexander Harris

Skinny Lister
Ich habe leider noch keinen Auftritt von Skinny Lister abpassen dürfen. Aber ich kann mir vorstellen, wenn jemand ordentlich Party machen kann, dann sind es diese Punk-Folkler aus dem Reich der Angelsachsen.

Wann? 19. Mai
Wo? Conne Island Leipzig
Ticketpreis: ~ 22 Euro
Weitere Termine: 17. Mai @ zakk Halle Düsseldorf // 18. Mai @ Bei Chez Heinz Hannover // 20. Mai @ Schlachthof Wiesbaden // 22. Mai @ E-Werk Erlangen // 23. Mai @ Substage Karlsruhe

Car Seat Headrest
Die Indie-Rocker hauen schon seit Jahren ein Album nach dem nächsten raus. Ich entdeckte sie erst 2016 durch ihre Scheibe Teens of Denial. Besser später als nie.

Wann? 31. Mai
Wo? Festsaal Kreuzberg Berlin
Ticketpreis: ~ 24 Euro
Weitere Termine: 29. Mai @ Die Kantine Köln // 30. Mai @ Uebel & Gefährlich Hamburg



Nick Cave & The Bad Seeds
Bislang ist ein Termin in Deutschland für dieses Jahr angekündigt. Obwohl ich die Band seit Jahren gern höre, sind sie so große Show-Acts, dass ich die happigen Ticketpreise irgendwie nicht zahlen will. Dafür könnte ich auf dreieinhalb Konzerte "kleinerer" Künstler gehen! Falls ich zufällig Geld auf der Straße finden sollte, wird es sofort in eine Karte für das Konzert investiert.

Wann? 14. Juli
Wo? Parkbühne Wuhlheide Berlin
Ticketpreis: ab 70 Euro

Rufus Wainwright
Eigentlich kenne ich gar nicht allzu von ihm, was ich ändern sollte. Aber gerade das Setting in der Kirche klingt spannend und nach einem besonderen Erlebnis.

Wann? 19. Mai
Wo? Apostel Paulus Kirche Berlin
Ticketpreis: 44 - 53 Euro
Weitere Termine: 05. April @ Porgy & Bess Wien // 16. Juli @ Lichtburg Essen // 24. Juli @ Palmengarten Frankfurt

Milky Chance
Zwar gefiel mir das neueste Album Blossom nicht ganz so gut wie Sadnecessary. Die Musik der deutschen Gruppe ist und bleibt jedoch gut hörbar und sicherlich würden sie nicht nur die neuen Lieder spielen. Im Frühjahr ist die Band für die Blossom-Tour unterwegs, später im Sommer kommen einige Open Air-Termine hinzu, von denen einer am ehesten in meine geographischen und zeitlichen Möglichkeiten passen sollte.

Wann? 18. August
Wo? Zitadelle Spandau Berlin
Ticketpreis: ab 38 Euro
Weitere Termine: 19. Februar @ Liederhalle Beethovensaal Stuttgart // 20. Februar @ Alter Schlachthof Dresden // 21. Februar @ Phoenixhalle Dortmund // 22. Februar @ Mehr! Theater am Großmarkt Hamburg // 24. Februar @ Salle des Fêtes de Thônex // 25. Februar @ Zenith München // 01. März @ Posthof Linz // 17. August @ Schlosshotel Bad Wilhelmshöhe Kassel

Foto: Jeff Hahn

They Might Be Giants
They Might Be Giants ist ein Band für mich, die richtig bekannte Lieder hat, die dauernd in Fernsehserien als Soundtrack laufen und die ich auch mag - und trotzdem habe ich kaum ein Bild von den Musikern dahinter. Ein Konzert wäre ein günstiger Zeitpunkt, das zu ändern.

Wann? 28. September
Wo? Columbia Theater Berlin
Ticketpreis: 37 Euro
Weitere Termine: 25. September @ Ampere/Muffatwerk München // 29. September @ Knust Hamburg // 01. Oktober @ Luxor Köln
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