Freitag, 17. April 2015

Meine Top 5 Disney-Filme

Disney-Filme werden gern zum gewagten Thema in Konversationen. Selbst wenn man sich unter Leuten befindet, die sich alle zu einer von Disney verzauberten Kindheit bekennen, kriegt man sich in die Wolle über die neuen computeranimierten Filme, Realverfilmungen der alten Klassiker, Fortsetzungen, Spin-offs, dazugehörige Super-RTL-Serien, verschiedene Synchronfassungen und so weiter und so fort ... Die Liste ließe sich ewig fortsetzen.

Eine Grundsatzdiskussion darüber, welche abendfüllende Filme zur Disney-Elite gehören und welche kompletter Schrott sind, will ich an dieser Stelle nicht auslösen. Lieber möchte ich von meinen persönlichen Favoriten aus der Meisterwerke-Reihe schwärmen, die mich in meiner Kindheit und Jugend geprägt haben. Da nun die Gesamtheit aller Filme aus dem Hause Disney ein wirklich zu weites Feld wären, hebe ich die für ein andermal auf.


Pocahontas

Bei einem Film wird es für mich nie Diskussionen geben, denn dieser ist und bleibt mein absoluter Liebling: Pocahontas. Schon wenn ich an die Lieder, die Geschichte und die Dialoge denke, bekomme ich Gänsehaut. If I Never Knew You bringt mich innerhalb von zehn Sekunden zum Weinen, Das Farbenspiel des Winds kann nicht gespielt werden, ohne dass ich mitsinge.

Häuptlingstochter Pocahontas weiß genau, was sie möchte und setzt sich unerschrocken dafür ein. Die Geschichte so unendlich schön und berührend. Mein Bruder kann den Film übrigens überhaupt nicht ab, da ich diesen als Kind auf VHS-Kassette besaß und für eine ziemlich lange Zeit jeden Tag darauf bestand, ihn anzusehen. Sorry, I'm not sorry.

"Wenn du ihn tötest, dann musst du mich auch töten."



Der Glöckner von Notre Dame

Bei Der Glöckner von Notre Dame handelt es sich um einen Film, den ich erst relativ spät kennenlernen sollte. Erst als Jugendliche schaute ich ich den Disney-Klassiker zum ersten Mal. Trotzdem ist er mir seither sehr ans Herz gewachsen.

Die Geschichte besitzt so viele Ebenen, von Oberflächlichkeit und Rassismus über Unterdrückung und Armut bis hin zu Glaube, Freiheit und Liebe.

Besonders die Musik, bei der Alan Menken seine Finger im Spiel hatte, wie übrigens bei den meisten hier vertretenen Filmen, macht den Streifen zu dem Glanzstück, das er meiner Meinung nach ist.

"Einmal siehst du's ein, du bist ein Monstrum." "Ich bin ein Monstrum."
"Einmal reicht allein, sie sind brutal." "Entstelltes Monstrum."



Arielle, die Meerjungfrau

An sich muss ich sagen, dass ich den Verlauf der Geschichte von der kleinen Meerjungfrau zwar im originalen Märchen lieber mag als in der verweichlichten Disney-Version, aber allein die Lieder und die Charaktere reißen das Ruder hier wieder herum.

Ich bin außerdem ein großer Freund der Darstellung der Unterwasserwelt, insbesondere - so verrückt es auch klingen mag - die gemalten Licht- und Geräuscheffekte. Ist nicht ebenfalls ihr Kleid, das sich Arielle an Land aus Segel und Seil zusammenschnürt, absolut genial? Und fangen wir erst gar nicht mit der Meereshexe Ursula an, dem mit Abstand genialsten weiblichen Bösewicht überhaupt.

"Doch für mich reicht es nicht. Ich will mehr."



Der König der Löwen

Kommen wir zu dem Disney-Klassiker schlechthin. Und zu Recht. Die vielen Stunden meines Lebens, die ich damit verbracht habe, diesen Film zu schauen, bereue ich kein Stück.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, Der König der Löwen zu loben. Bei der Musik, der epischen Geschichte, Scars deutscher Stimme, Timon und Pumba? Ich mag sogar die Fortsetzungen. Möglichst objektiv gesehen würde ich diesen Film zum besten Disney-Film erklären.

Subjektiv gesehen - naja, ihr habt es oben gelesen: Pocahontas rules! Trotzdem sind es doch genau Meisterwerke wie dieser, die uns Disney vergöttern lassen.

"Lauf' weg, Simba. Lauf'! Lauf' weit weg und komm' nie mehr zurück!"



Aristocats

Aristocats ist die erste Walt-Disney-Verfilmung, die ich nicht auf Videokassette, sondern auf DVD besessen habe. Eines Ostermorgens fischte ich sie aus der Waschmaschine. Es war also auch Ostern, als meine Begeisterung für die fransöhsieschöhn Katsen erblühte.

Der skizzenhaft wirkende und dadurch unglaublich charmante Zeichenstil mit der Musik mit all that Jazz bilden eine fantastische Kombination. Die rosa Schleife spielt natürlich auf den Fellschmuck der felinen verwöhnten Göre Marie an. Doch eigentlich erst abseits der Kätzchen aus feinem Hause sprudelt es von saucoolen Charakteren: Straßenkater Thomas O'Malley, die Gänseschwestern Abigail und Amelia sowie die ermittelnde Maus Roquefort, die für ihre Kätzchen sogar den Käse links liegen lässt, kommen da spontan in den Sinn.

"Katzen brauchen furchtbar viel Musik,
Musik und ein ganz kleines Stück
vom ganz großen Glück"