Dienstag, 17. März 2015

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke Januar & Februar

Fast könnte ich schon warten, bis der März vorbei ist, so fortgeschritten ist der aktuelle Monat. Doch drei Rückblicke zusammenzuwerfen wird ein wenig viel auf einmal. Seit einigen Wochen beginne ich mental schon, mit diesem Projekt abzuschließen. Die Luft ist raus, die übrigen Aufgaben nicht mehr so verlockend. Aus diesem Grund werde ich mit diesem Beitrag anfangen, Punkte, die ich nicht mehr schaffen kann oder möchte, zu streichen.

13. Briefe und Postkarten schreiben
Wahrscheinlich bekamen es die meisten über Twitter und Instagram mit, deshalb will ich mit meiner Aktion Sonntagspostkarte gar nicht weiter nerven. Jedenfalls schreibe ich dieses Jahr jeden Sonntag eine Postkarte. Dadurch kamen im Januar und Februar ganze neun Postkarten zusammen. Dazu schrieb ich aus Budapest vier Stück an meine Familie. Bei diesem Punkt bin ich sehr optimistisch, dass ich das noch erledigen kann.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Der Auftakt in mein Lesejahr war nicht allzu erfolgreich. Immerhin fünf Bücher habe ich geschafft. Welche das im Januar waren, könnt ihr hier nachlesen. Den Lesemonat Februar reiche ich nach. Drei Bücher davon waren auf Englisch, womit mein Punkt 27 "Mehr englische Bücher lesen", zwanzig an der Zahl waren mein Ziel, erfüllt und sogar übertroffen ist. Mittlerweile lese ich viel mehr auf Englisch als früher, als das eher eine Ausnahme war. Das ist zum großen Teil meinem Studium geschuldet. Außerdem haben sich meine Sprachkenntnisse verbessert, sodass ich viel schneller vorankomme und es damit natürlich auch mehr Spaß macht. Englische Bücher sind awesome!


46. Mal wieder auf eine Demonstration gehen
"Mal wieder" ist der Wortlaut dieser Aufgabe, weil ich vor einigen Jahren für eine Zeit lang im Monatsabstand zu Demonstrationen ging. Gegen Atomkraft und Massentierhaltung vorrangig. Dann waren lange einfach keine Demos, bei denen es mir wirklich eine Herzensangelegenheit gewesen wäre, dafür oder dagegen zu demonstrieren. Wahllos ergibt das schließlich keinen Sinn. Bis im Januar die Legida in Leipzig aufmarschiert ist, gegen diese bin ich wieder auf die Straße gegangen. Damit kann ich das ebenfalls abhaken.

04. Den Nachnamen meines Vaters annehmen
Mein Familienname ist ein leidiges Thema. Ich mag ihn nicht. Er ist ungewöhnlich, hat einen albernen Klang und Leute machen sich gern darüber lustig. Besonders damit aufzuwachsen, war nicht sonderlich toll. Ihr wisst alle, wie grausam Kinder sein können. Mit ungefähr 16 Jahren setzte ich mir in den Kopf, den Nachnamen meines Vaters anzunehmen. Doch schob ich es immer vor mich her, hauptsächlich weil ich Angst hätte, man würde es ablehnen. Solange ich mich nicht darum kümmerte, gab es immerhin noch die Option. Meine Damen und Herren, willkommen in meinem Gehirn. Über die letzten Jahre gebe ich mir im Internet den Namen Karo Kafka und es fühlt sich so nach mir an, dass dies auf eine Art und Weise mein Name geworden ist. Bei offiziellen Dingen muss ich natürlich meinen eigentlichen Namen nehmen, aber irgendwie hat mir Kafka darüber hinweg geholfen, meinen Nachnamen zu hassen. Deshalb lasse ich das jetzt vorerst so wie es ist (auch wenn ich den meines Vaters noch immer gern hätte) und streiche diesen Punkt von der Liste.

35. An jeder Straßenbahnstation in Leipzig (Zone 110) aussteigen 
Was war das eigentlich für eine wahnwitzige Idee!? Wieso hat mich niemand davon abgehalten, mir das vorzunehmen? Es konnte quasi nur in die Hose gehen. Ich bin kläglich gescheitert. Nicht, dass ich nirgendwo ausgestiegen wäre oder nichts von Leipzig gesehen hätte, jedoch tat ich das nicht extra für dieses Projekt, habe es demnach auch oft nicht notiert. Zudem ist mir schleierhaft, warum ich in den äußersten Bezirken in Wohngebieten aussteigen und mir das anschauen sollte. Natürlich hätte man vielleicht interessante Gegenden und Ecken finden können, aber der Aufwand war mir schnell zu groß. Damit streiche ich das jetzt und lerne mein Leipzig in meinem Tempo nach und nach weiter kennen.


84. Regelmäßiger Nagellack benutzen
Für eine Weile lief das Projekt ganz gut. Ich fing wieder an, Nagellack zu benutzen und war glücklich damit. Dann zog ich aus, nahm nur die drei Nagellacke mit, die mir wirklich gefielen und ließ sie lange unbeachtet. Bei einem merkte ich bald, dass die Farbe Taupe gar nicht meins ist, sodass ich ihn entsorgte. Überhaupt ist Nagellack im Allgemeinen ziemlich unpraktisch. Ich mag meine natürlichen Nägel wie sie sind. Den einen übrig gebliebenen Lack brauchte ich auf, indem ich Griffe mancher Möbelstücke knallrot anpinselte. Damit bleibt mir noch einer. Was ich damit mache, weiß ich noch nicht. Das mit dem Konzept Nagellack gebe ich ansonsten auf.

99. Für jeden nicht erfüllten Punkt fünf Euro beiseite legen
Damit starte ich lieber ebenfalls schon. Mit weiteren neun beiseite gelegten Euro für die letzten erfüllten Aufgaben (98) und den drei gestrichenen Aufgaben heute, kommt mein Sparschwein für dieses Projekt auf immerhin 57 Euro. Was ich damit am Ende mache, kann ich gar nicht so genau sagen. Sparen kann ja trotzdem nicht schaden.

Ansonsten habe ich 22 Mal Gitarre geübt (66), schrieb zwölf Blogbeiträge (92), pflegte den Kontakt zu meinem Vater fünf (14) und zu meinem Opa zwei Mal (15).