Sonntag, 26. Februar 2012

52 Songs: #34 Gewitter

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Irgendwie war die Science Fiction-Runde im 52 Songs-Projekt wieder nicht ganz so meins. Zwischen den ganzen Themes und Soundtracks diverser Science Fiction-Filme gab es zwar auch ein paar Lieder, mit denen ich etwas anfangen konnte, jedoch reichen diese nicht für meine Favoriten aus und so fallen sie diesmal wieder weg.


Diese Runde gibt es musikalische Beiträge zum Thema Gewitter auf die Ohren. Irgendwie passt diese Vorlage auch ganz gut zu meiner momentanen Verfassung. Gewitter sind aufbrausend, tobend und laut - so wie ich bei Zoff und Streitigkeiten, die sich in der letzten Woche leider gehäuft haben. Es passt in beiden Fällen also ein Lied, welches gewaltig und wütend ist. Dabei kann ich mir kein besseres Lied vorstellen als Army Of Me von Björk. Jedoch entscheide ich mich an dieser Stelle für den Remix, der im Film Sucker Punch zu hören ist, da diese Version einfach noch mehr ausrastet. Es geht doch nichts über eine schreiende Björk!



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Dienstag, 21. Februar 2012

In die Wildnis von Jon Krakauer

AUTOR l Jon Krakauer
TITEL l In die Wildnis - Allein nach Alaska
ORIGINALTITEL l Into the Wild
GENRE l Biographie; Reise & Abenteuer
VERLAG l Piper Verlag (Oktober 2010)
SEITEN l 318
AUSZUG l "27. April 1992
Grüße aus Fairbanks! Dies wird meine letzte Nachricht an Dich sein, Wayne. Bin vor zwei Tagen hier angekommen. Das Trampen in der Gegend um den Yukon lief nicht so gut. Aber jetzt bin ich endlich hier. Schicke bitte all meine Post an den Absender zurück. Es kann noch lange dauern, bis ich wieder im Süden bin. Dieses Abenteuer geht vielleicht tödlich aus, und es kann sein, daß Du nie wieder von mir hören wirst. Ich möchte aber, daß du weißt, wie sehr ich Dich bewundere. Ich breche nun in die Wildnis auf. Alex."

INHALT l Im August 1992 wurde die Leiche von Chris McCandless im Eis von Alaska gefunden.
Nach seinem Universitätsabschluss hatte er zwei Jahre zuvor seine gesamten Ersparnisse der Wohlfahrt gespendet, den Namen "Alexander Supertramp" angenommen und sich daran gemacht, das Leben für sich neu zu erfinden. Auf der Suche nach ungefilterten Erfahrungen ist er quer durch Nordamerika gereist, bis er sich schließlich dazu entschloss, die Zivilisation hinter sich zu lassen und in der Landschaft Alaskas in die wilde und einsame Schönheit der Natur einzutauchen.

REZENSION l Was für Jon Krakauer mit der obligatorischen Recherche für einen Zeitungsartikel begann, entwickelte sich schnell zur Faszination für die Geschichte des jungen Aussteigers. Nach dem Fund seiner Leiche in Alaska hielten viele Leute McCandless für einen naiven Volltrottel oder jemanden, der in die Wildnis gezogen war, um sich dort das Leben zu nehmen. Doch weitere Recherchen Krakauers, Gespräche mit McCandless' Familie, Freunden und allerlei Personen, mit denen er während seines Abenteuers Bekanntschaft gemacht hat, Postkarten, die er von unterwegs schrieb und vor allem die von ihm auf der Reise gefertigten Tagebucheinträge verschaffen ein Bild des intelligenten und freiheitsliebenden jungen Mannes und rekonstruieren sein Leben, seine Charakterzüge und Ansichten. Weiterhin bekommt man die Möglichkeit, von Chris angestrichene Textpassagen in den Büchern seiner Idole, wie Jack London und Leo Tolstoi, zu lesen und zu verstehen, inwieweit sie seine Vorstellungen von Moral beeinflussten.
Die verschiedenen Landkarten, die über das ganze Buch verteilt sind, helfen einem bei den vielen Ortsnamen, seine Route mitzuverfolgen und besonders die vielen Landschaftsbeschreibungen Krakauers geben einem das Gefühl, die Reise selbst noch einmal zu tätigen. Auch ergreift dieser die Chance, seine persönlichen Erfahrungen mit der Wildnis als junger Bergsteiger miteinfließen zu lassen und er erzählt von der Unberechenbarkeit der Natur, die auch Chris McCandless schließlich das Leben kosten sollten. Welche das waren, müsst ihr jedoch wohl oder übel selbst herausfinden.

Ich bin überaus angetan von dem Buch und habe es nun bereits zum zweiten Mal gelesen. Ich würde es sogar zu meinen Lieblingsbüchern zählen, denn es ist nicht nur gut geschrieben und erzählt die aufrüttelnde Geschichte eines faszinierenden Menschen, es ist obendrein eines dieser Bücher, die etwas in mir verändert haben. Ich sehe viele Dinge seither kritischer und andere weiß ich dafür umso mehr zu schätzen. Außerdem hat mich das Fernweh und die Lust nach einem persönlichen Abenteuer gepackt, wenn es höchstwahrscheinlich auch nicht derart radikal aussehen würde.

ANMERKUNG ZUR AUSGABE l Als ich das Buch das erste Mal las, war es aus der Bibliothek ausgeliehen, jedoch wird die damalige Ausgabe nicht mehr verkauft. Weil ich aber wusste, ich würde "In die Wildnis" sicherlich noch mehrmals lesen, wollte ich es unbedingt im Bücherregal stehen haben und so sah ich mich nach einer anderen Ausgabe um. Zunächst war ich von dieser "Taschenbuchsonderausgabe" mit dem mit Stoff überzogenden Einband, die ich mir bestellte, auch ganz angetan, doch was mein Lesevergnügen sehr stark beeinträchtigte, waren die vielen Rechtschreibfehler. Irgendwann habe ich angefangen mitzuzählen und ich kam letztendlich auf vierzehn! Ich persönlich kann darüber nicht hinweg lesen und besonders bei einem Buch, das ich so mag, ärgert es mich doch sehr. Zumal ich schon nicht oft Bücher kaufe und dann so etwas. Ich kann mich nicht erinnern, dass es bei der damaligen Ausgabe der Fall gewesen wäre und auch sonst waren die Bücher vom Piper Verlag immer einwandfrei, aber hier haben sie echt Mist gebaut. Jetzt muss ich mich irgendwie nach einer neuen Ausgabe umsehen, die keinerlei auffällige Rechtschreibfehler enthält, die ich beruhigt wieder und wieder lesen kann.

FAZIT l Ein absolut wundervolles, empfehlenswertes Buch für alle, die Roadtrips mögen und von dem Aussteigerleben mitgerissen sind. Wer auf die Rechtschreibung großen Wert legt, sollte jedoch zu einer anderen Ausgabe greifen, ansonsten wünsche ich ein fröhliches Lesevergnügen mit Jon Krakauers "In die Wildnis - Allein nach Alaska".

Freitag, 17. Februar 2012

52 Songs: #33 Science Fiction

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Die Woche war ziemlich vollgepackt mit Test und schriftlichen Analysen und es noch lange nicht alles ausgestanden. Nächste Woche warten schließlich weitere Arbeiten, Klausuren und Vorträge auf mich. Leider leidet mein Blog immer als Erstes darunter, wenn mal die Zeit knapp wird. Vielleicht kriege ich das zukünftig mit Beiträgen aus der Konserve besser hin, aber versprechen kann ich natürlich nichts. Nun arbeite ich meinen Beitrag für das 52 Songs-Projekt ab und fange dabei mit meinen liebsten Liedern der letzten Runde an.

Favoriten Thema Nacht
Wortmagie: Tom Petty & The Heartbreaker - Angel Dream
bi0logical: Lamb - Gabriel
Chaosmacherin: Beirut - Elephant Gun
Ussels Funzel: Comet Gain - After Midnight, After It's All Gone Wrong
Apfelkerne: Eddie Vedder - Long Nights

Beim dieswöchigen Thema wird sich mit Science Fiction beschäftigt und ich muss sagen, dass, obwohl ich ab und an doch ganz gern Filme dieses Genres schaue, mir auf Anhieb leider überhaupt nichts dazu einfallen möchte. Jedoch ist meine erste Assoziation elektronische Musik, die vielleicht sogar ein bisschen disharmonisch ist. Da ich in dieser Musikrichtung nicht oft unterwegs bin, finden sich auf meiner Platte unglücklicherweise gar nicht viele passende Lieder, deshalb muss ich eben unter den wenigen auswählen und von denen ist Stripped von den Shiny Toy Guns noch eindeutig am besten.

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Dienstag, 7. Februar 2012

52 Songs: #32 Nacht

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Und meine Voraussage der letzten Woche sollte sich als richtig erweisen und es wurden viele gute Songs zum Thema Autofahrt in der vorigen Runde des 52 Songs-Projekts gewählt. Selten hatte ich eine derart große Anzahl von Beiträgen in meinen Lesezeichen, aus denen ich meine Favoriten herauspicken musste.

Favoriten Thema Autofahrt
Sir Donnerbolds Bagatellen: Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich - Hold Tight
Danielas Gedanken: The Beatles - Here Comes The Sun
Abraxandria: Placebo - Slave To The Wage
Apfelkerne: The xx - Crystalised
Lordys Weblog: Lana Del Rey - Video Games

Nacht ist das Stichwort für diese Woche. Es gibt viele Lieder, die man dafür heraussuchen könnte. Schnelle, laute Lieder mit viel Beat, die für durchzechte Partynächte oder eher ruhige Lieder, die für die geheimnisvolle Stille der Nacht stehen. Da ich es nicht wirklich mit Partys habe, entscheide ich mich für letzteres. Der Song, den ich ausgewählt habe, hat nicht nur den passenden Titel, denn Werwölfe tummeln sich nunmal nachts, sondern wirkt er auch ruhig und gleichzeitig ein wenig bedrohlich und ist somit perfekt für dieses Thema geeignet. Gemeint ist Werewolf von Cat Power.

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Freitag, 3. Februar 2012

SOUS LE CIEL DE PARIS

Heute habe ich mir den Film An Education angeschaut. Weiß Gott, diesen Film muss man auf keinen Fall kaufen oder an einem gemeinsamen DVD-Abend anschauen, so spannend ist die Geschichte wirklich nicht. Aber die Atmosphäre in diesem Film hat mich ziemlich fasziniert. Er spielt in den 60er Jahren und alle tragen diese dafür typischen Kleider, außerdem hat er diesen wunderbaren englischen Charme, den ich in Filmen so liebe. Die Protagonistin ist frankophil, wie man so schön sagt, und verwendet in ihren Aussagen häufig französische Worte und hört französische Musik. Überhaupt hat mir dieses Zusammenspiel zwischen englischer Strenge und französischer Freiheit sehr gut gefallen, auch wenn es natürlich übertrieben und ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist.
Mit Frankreich verbindet man zunächst wohl Wein, Baskenmützen und Chansons. Ich habe weiterhin noch diese Vorstellung von der Seine, auf die man einfach nur blickt und sich den Wind durch das Haar wehen lässt, bevor man auf dem Rasen vor dem Eiffelturm ein Picknick mit Croissants und Macarons veranstaltet. Und nachts sind überall kleine Lichter und man tappt barfuß durch die Gassen in einer leisen, schwülen Sommernacht. Wie man merkt, habe ich nicht viel Ahnung. Ich war bis jetzt nur zweimal in meinem Leben in Frankreich. Zunächst als Kleinkind in Paris, doch an diesen Aufenthalt kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern und später wieder, als ich 16 Jahre alt war, für einen kurzen Nachmittag in Straßburg, wo kleine französische Pâtisserien und Bistros wie aus dem Bilderbuch mein Herz eroberten und ich diese Klischees wohl weiter in meinem Kopf gesponnen habe.
Jedenfalls kann ich im Augenblick nicht aufhören, französische Chansons zu hören und mich nach Paris zu sehnen (auch wenn es dort momentan viel zu kalt ist, um barfuß durch die Nacht zu laufen). Ich war Frankreich schon immer angetan. Als wir uns damals in der Schule aussuchen konnten, welche zweite Fremdsprache wir lernen möchten, wusste ich, dass es Französisch sein musste. Russisch oder gar Spanisch kamen überhaupt nicht in Frage. Leider ist mein Französisch bis heute alles andere als gut und es fällt mir äußerst schwer, mich zu verständigen. Das Verstehen des Gegenübers stellt für mich ein noch größeres Problem dar. Warum muss mir diese wundervolle Sprache nur derart schwer fallen?
Ich nehme mir hier nun offiziell vor, mein Französisch zukünftig auszubauen und zu verbessern, dann kann ich wie die Protagonistin aus An Education irgendwann ebenfalls französische Worte in meine Sätze miteinfließen lassen. Das wäre doch très chic, n'est-ce pas?