Montag, 29. August 2011

52 Songs: #9 Luftgitarre

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Das Thema Selbstbeschreibung beim Projekt 52 war für mich eine ziemlich harte Nuss. Im Nachhinein betrachtet, bin ich auch nicht so zufrieden mit meinem Lied, aber mir kam auch noch kein anderes unter, das perfekt zu mir passen würde, also was soll's.


Favoriten Thema Selbstbeschreibung
Chaosmacherin: Radiohead - Creep
weil es mehr als nur eine zahl ist: Joint Venture - Faust
Haascore: The Dresden Dolls - Girl Anachronism
Tages(b)log: Eloy - Up And Down
margaritari: Björk - It's Oh So Quiet

Und diese Woche lautet das Thema Luftgitarre. Das freut mich sehr, denn die Gitarre ist mein absolutes Lieblingsinstrument und ich bin schon richtig auf eure ganzen Einträge gespannt, höhö!

Meine Auswahl war im Endeffekt dann doch gar nicht so schwierig. Hatte erst ein paar verschiedene Bands im Visier, aber die waren im Endeffekt nicht das Wahre. Dann fiel es mir jedoch wie Schuppen von den Augen. Where Is My Mind von den Pixies. Natürlich!




Der Song glänzt nun vielleicht nicht mit den außergewöhnlichsten Gitarrenriffs, aber ich persönlich kann meine Hände dabei nur schwer still halten, um nicht kräftig in die Luftsaiten zu hauen. Geht einfach nur ab!

Sonntag, 28. August 2011

WE WANT TO FEEL YA: Edward Sharpe & The Magnetic Zeros im Festsaal Kreuzberg Berlin, Aug 2011

Hier kommt nun endlich ein Bericht über das beste Konzert meines Lebens bei "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros". Doch zunächst ein bisschen zur Vorgeschichte.
Ich bin quasi über die Band gestolpert und habe dieses Video, wo die Band bei NPR Music ein "Tiny Desk Concert" gegeben hat, direkt zu meinen Favoriten hinzugefügt. Je öfter ich es dann abspielte, umso mehr war ich der Musik und den Menschen dahinter zugetan. Besonders das Lied "Home" entwickelte sich schnell zu einem Lieblingslied, weil es einfach ein Gefühl von Unbeschwertheit und Freiheit und Glück mit sich bringt, dass es mich umhaute.

Ich hörte mir mehr und mehr Lieder bei Youtube an und irgendwann stand fest: "Ich brauche dieses Album!". Und so ergatterte ich meine eigene, in Form gepresste Scheibe von "Up From Below". Eine sehr weise Investition, kann ich nur sagen. Ich entdeckte jedes einzelne Lied früher oder später für mich und schwebte im siebten Hippiehimmel. Ich könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich vor Freude ausgerastet bin, als ich mitbekam, dass "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros" ein Konzert in Berlin veranstalten sollten. Bei mir! (Fast) gleich um die Ecke!
Ich hüpfte, ich sang, ich erzählte allen die frohe Kunde und bekam auch prompt vier Karten zum Geburtstag geschenkt. Strike!

Und irgendwann war es dann soweit. Dienstag, der 16. August, im Festsaal Kreuzberg machte ich eine Erfahrung, die ich so schnell nicht vergessen sollte.
Ich packte meine Begleiterinnen ein (unter anderem Apfelkernchen, die mir auch Karten geschenkt hatte und deshalb natürlich nicht fehlen durfte) und los ging's. Dort angekommen war ich schon mal positiv überrascht, weil der Festsaal Kreuzberg eine eher kleinere Räumlichkeit war, wie ich es mir erhofft hatte. Und noch besser war es natürlich, dass sich die meisten Leute bei unserer Ankunft noch vor dem Gebäude aufgehalten haben, um zu rauchen oder zu trinken, und ich dadurch doch tatsächlich die Möglichkeit hatte, in der ersten Reihe zu stehen. Direkt vor der Bühne, ganz vorne, zum ersten Mal überhaupt! Waah!
Damit ich an diesem Abend nicht erneut einen Schwächeanfall bekomme, habe ich Dienstag sorgfältig darauf geachtet, genügend zu essen und zu trinken und vor Ort habe ich mir Jacke und Strumphose ausgezogen, damit es nicht zu warm wird. Um auf Nummer sicher zu gehen. Und es hat funktioniert. Nicht eine Minute lang, war mir schummrig oder zu warm und mir ging es blendend. Schon mal ein Erfolg, aber das eigentlich nur am Rande.


Die Vorband hieß "My Jerusalem" und war zwar gut, hat mich aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Aber zum warm werden und mitwippen reichte es allemal.


Amüsant war allerdings, dass der Posaunist direkt vor mir auf der Bühne stand und da diese relativ niedrig war, bekam ich mehrere Male fast den Zug ins Gesicht, was mich ab und an doch zurückzucken ließ. Haha. (^_^)

Als dann jedoch "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros" auf die Bühne kamen, war es, als würden alte Freunde auf die Bühne kommen. Irgendwie total vertraut. Und mein Herz schlug vielleicht ein ganz klitzekleines bisschen höher, weil ich mich eventuell minimal *hust* in den Frontmann Alexander Ebert verschaut habe. Nehmt ihr mir diese Untertreibung ab? Gut.
Ich habe nicht alle Mitglieder hinter den ganzen Instrumenten gesehen, aber es waren ungefähr zehn bis elf Leute, die sich da auf der Bühne versammelt hatten und als die Musik einsetzte, konnte ich nicht mehr an mich halten und ich sang, johlte, tanzte, hüpfte, quietschte, lachte und klatschte. Es war einfach so gut. Man merkte den Musikern an, dass sie ihre Musik leben und wie sie beim Spielen richtig aufgingen.


Etwas ganz Besonderes, was ich vorher noch nie so erlebt habe, war aber die Nähe zum Publikum. Besonders Alexander kam zwischenzeitlich einfach mal ins Publikum herunter und sang da weiter. Oder er beugte sich über die Leute oder plauderte mit ihnen, reichte ein Tamburin ins Publikum oder ließ einen Luftballon durch den Festsaal kreisen.


Hier stand er dann einmal vor mir (Ich bin die rechts mit dem Zopf) und auf einmal drehte er sich dann um und sang mich an. Hach...
Ähem!


Jedenfalls war es der Hammer. Es war weniger, als ob "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros" für, sondern eher als ob sie mit uns musizierten. Ich fühlte mich wieder so frei und unbeschwert. Pures Glück, als ob es nichts Schlechtes auf dieser Welt gäbe und alle meine Sorgen und der ganze Scheiß heutzutage waren einfach vergessen. Es gab nur das Hier und Jetzt. Jeder Ton, jedes Wort, jede Note waren perfekt. Ich war selig.


Ganz zum Schluss bat er dann alle, sich hinzusetzen und er ging dann in die Mitte des Publikums und ließ sich da nieder, um "Brother" zu singen. Der Song berührte mich schon immer, aber an dem Abend konnte ich mir das eine oder andere Tränchen nicht verkneifen. Überwältigend!

Leider habe ich nicht mehr Fotos. Jade, zum Beispiel, ist nirgends drauf. Aber ich habe alles im Kopf und es wird sich hoffentlich für immer einbrennen, wie sich ihre etwas verträumte Miene einmal aufhellte, als ich sie anlächelte, anstatt, wie die meisten, zu Alex zu starren und sie daraufhin zurücklächelte. Oder wie der Gitarrist vor mir überrascht geschaut hat, als ich bei einem Lied vielleicht ein kleines bisschen zu laut gesungen habe. Oder wie der andere Gitarrist verzweifelt versucht hat, den Herzchenluftballon über den Mikrofonständer zu stülpen, es aber nicht schaffte, und der Luftballon schließlich traurig zu Boden fiel, als er wieder in das Lied einsetzen musste und keine Hand mehr frei hatte. Oder als der Pianist gerufen hat "We'll be back.", bevor er von der Bühne ging. Oder wie Alex so geschwitzt hat, dass er sogar auf Apfelkernchens Brille tropfte, die das Ganze gar nicht lustig fand. Oder wie der Trompeter die erste Reihe abklatschte, bevor er auch hinter die Bühne musste. Das werde ich hoffentlich nie vergessen.

Am liebsten möchte ich zurück und das alles noch einmal erleben. Dafür würde ich auch wieder ein bisschen Taubheit und das Piepen im meinem Ohr die Tage danach in Kauf nehmen. Aber eins weiß ich. Sobald ich mitbekommen sollte, dass "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros" wieder nach Berlin kommen, bin ich sofort mit dabei.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: "Wow!" und "Wer möchte mit mir eine Hippieband gründen?"

we want to feel ya!
we don't mean to kill ya!
we come back to heal ya - janglin soul!
EDWARD AND THE MAGNETIC ZEROS

Dienstag, 23. August 2011

52 Songs: #8 Selbstbeschreibung

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Und schon ist wieder eine Woche um beim Projekt 52 Songs. Zum Thema Tanzen habt ihr euch anscheinend viel Mühe gegeben, denn meine Favoriten bei der Auswahl an guten Liedern herauszupicken, gestaltete sich als sehr schwierig. Von typischer Diskomucke über ironische Tanzlieder bis hin zur klassischen Musik war alles vertreten und es hat mir viel Freude bereitet, mich da durchzuhören.


Favoriten Thema Tanzen
Momente des Lebens: Bosse - Tanz Mit Mir
Das Leben ist kein Frotteeschlafanzug: Luna Luna - Wenn Ich Tot Bin
caroonas welt: Rogue Steady Orchestra - Revolte Tanzparkett
I'm Mrs. Brightside: Gorillaz - DARE
wortrauschen: Robert Skoro - In Line

Das neue Thema Selbstbeschreibung hat mir echt Schwierigkeiten bereitet. Es gibt einen Haufen Lieder, die mir sehr wichtig sind, denen ich bestimmte Momente und Gefühle zuordne, aber Songs, die mich richtig beschreiben, gibt es eher weniger. Zusätzlich wollte ich nicht schon wieder ein langsames Lied nehmen und dann war alles vorbei. Zwischenzeitlich hatte ich mir überlegt, euch rotzfrech 2NE1's I Am The Best vor den Latz zu knallen, jedoch derart eingebildet selbstbewusst bin ich dann nun doch nicht, als dass mich das Lied beschreiben würde.

Also bin ich erneut meine Musiksammlung durchgegangen und letztendlich bei Just A Girl von No Doubt hängen geblieben. Schließlich bin ich auch nur ein Mädchen.


Freitag, 19. August 2011

The IKEA Experience

"Wie kann man noch nie bei Ikea gewesen sein?" lautete häufiger mal die entsetzte Antwort, als ich keinerlei Erfahrung mit dem schwedischen Konzern vorzuweisen hatte. Aber warum war das so abwegig? Wenn ich keine Möbel brauche, gehe ich nicht in ein Möbelhaus. Oder doch?
Und so geschah es, dass sich Klein-Karo doch eines schönen Tages auf den Weg in das besagte Einrichtungsgeschäft machte...

Fazit: Es ist sehr groß, mit vielen Nützlichkeiten und noch mehr Unnützlichkeiten. (Ein paar Dinge habe ich auch gekauft. Entscheidet selbst, zu welcher Kategorie sie gehören.) Die manchmal niedlich klingenden Namen für die ganzen Sachen haben einen gewissen Charme, aber wie bereits erwartet, brauch' man da eigentlich nicht hinfahren, wenn man keine Möbel benötigt. Zwar kann man ebenfalls anderweitige Einrichtungsgegenstände erwerben, jedoch bekommt man diese auch in jedem beliebigen Krims-Krams-Geschäft.

Trotzdem habe ich nun meine Ikea-Jungfräulichkeit hinter mich gelassen und ich muss mir nie wieder die einleitende Frage anhören, zu der mich meist weit aufgerissene Augen ungläubig anstarrten. Und jetzt zeige ich euch die Sachen, derer ich mich nicht entziehen konnte und die ich schlussendlich mitgenommen habe.


Das ist Moppe. Moppe ist ein kleines Schränkchen aus unbearbeitetem Holz, hat vier Schubladen und sollte mir dabei behilflich sein, mein Mädchenfach (mit Kosmetik, Pflegeprodukten, Schmuck etc.) wieder ein bisschen übersichtlicher zu gestalten.


Und ich würde behaupten, die Mission ist geglückt (links vorher, rechts nachher). Auch nach einer Woche hat sich das Fach nicht wieder in eine Rumpelkammer verwandelt, da das endlose Suchen nun endlich vorbei ist. Danke, Moppe.


Weiterhin erhält nun Dokument Kost und Logis. Dafür muss er mir aber meinen Schreibtisch ordentlich halten und aufpassen, dass nicht wieder das große Chaos ausbricht.


Das sieht doch ganz ordentlich aus (wieder links vorher & rechts nachher). Mach nur immer weiter so und mein Dank gilt auch dir, Dokument.

Zu guter Letzt habe ich noch ein 40x40 cm-Kissen mit dem wundervollen Namen Martorp mitgenommen, für welches ich selbst ein Bezug nähen oder stricken möchte. Aber wie ein Kissen aussieht, wisst ihr wohl alle, daher kein Foto an dieser Stelle.
Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit den Sachen, aber wie gesagt, werde ich mich trotzdem nicht andauernd bei Ikea aufhalten, wenn ich nicht wirklich an einem Möbeldefizit leide.

Montag, 15. August 2011

52 Songs: #7 Tanzen

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Beim letzten Thema des 52 Songs-Projekts haben nicht mehr alle so fleißig mitgemacht wie zuvor, aber hoffen wir, dass dies nur an der derzeitigen Urlaubssaison liegt. Nichtsdestotrotz gibt es aber Lieblingslieder.

Favoriten Thema Neubeginn
Himbeerbels Dingsblog: Nirvana - Lithium
Gedankendeponie: Three Days Grace - Life Starts Now
I'm Mrs. Brightside: Beck - The Golden Age
Apfelkerne: Noah And The Whale - The First Days Of Spring
MAJOWA: Obél - Riverside

Wir sind bei Thema 7 angelangt und es gilt, einen Song zum Begriff Tanzen auszuwählen. Meine erste Überlegung ging wieder in Richtung Partymusik, zu der man ausgelassen tanzen kann, aber das hatten wir ja nun schon bei Partyeinstimmung und deshalb wollte ich mich ein bisschen umorientieren. Dann kam ich zu dem Tanz an sich. Und obwohl ich den Tanz Walzer überhaupt nicht beherrsche, liebe ich Walzermusik bzw. Lieder im 3/4-Takt. Wundervoll, beschwingt und tänzerisch. Das ist wirklich meins und falls ich jemals ein eigenes Lied schreiben sollte, dann weiß ich jetzt schon, dass es im 3/4-Takt stehen würde.
Nun bin ich ein paar meiner liebsten Walzer durchgegangen und heraus kam dabei das Lied La Foule von Édith Piaf.




Wird wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack treffen, aber seit ich vor vier Jahren den Kinofilm La Vie En Rose über das Leben von Édith Piaf gesehen habe, bin ich ganz beeindruckt von dieser fantastischen Frau und höre ihre Lieder sehr, sehr gern. La Foule ist zudem auch noch eines meiner Lieblingsstücke von ihr und durch den Walzertakt bot sich das bei meiner Überlegung am besten an.

Mittwoch, 10. August 2011

SOMEONE CALL THE AMBULANCE

Es ist nun drei Schokoriegel und einen halben Liter Wasser her, seit ich vom Placebo-Konzert wieder zurück bin. Insgesamt war es doch recht schön. Die Band und das Publikum waren mehr oder minder gut drauf und auch die gespielten Lieder waren gut ausgewählt. Es gibt ja immer Songs, die einem persönlich noch gefehlt haben und Songs, die eine totale Überraschung waren. Also eigentlich ein gelungener Abend.
Wenn ich nicht wieder so geschwächelt hätte. Das ist mir vor dem heutigen Tag schon zwei Mal passiert, aber nie wirklich schlimm. Beim ersten Mal wurde mir ein bisschen schummrig, ich bin zur Bar, habe etwas getrunken und alles war wieder im grünen Bereich. Beim zweiten Mal ging es mir von Anfang an nicht so gut, aber die damalige Übelkeit hab' ich ebenfalls mit regelmäßiger Flüssigkeitseinnahme gut im Griff gehabt. Doch heute wurde beides unschön getoppt.
Beim vorletzten Lied (übrigens Infra-Red: "someone call the ambulance" lautet da eine Zeile) wurde mir plötzlich heiß. Ich kann in solchen Momenten keine Berührungen ertragen, weil ich sonst glaube, zu verdunsten oder zu verbrennen oder sonst was, aber auf Konzerten lässt sich so etwas nun mal nicht vermeiden. Also wollte ich wieder zur Lösung "Trinken" greifen, bin zu meiner Freundin gelaufen, um mir etwas Geld zu holen, das sie verstaut hatte (durch das ganze Gedrängel wurden wir getrennt) und bin dann zur Bar mittlerweile leider schon getorkelt. Mir war so schummrig im Kopf, sodass ich schon tanzende, bunte Punkte vor Augen hatte.
Die Dame hinter der Theke hatte dann relativ schnell gemerkt, dass es mir nicht gut geht und hat mir sofort eiskaltes Wasser eingeschenkt, bevor sie schließlich noch einen Sanitäter holen musste, weil ich fast zusammengebrochen bin. Der hat mich dann durch den Backstage-Bereich geleitet, um mich draußen auf die Feuertreppe zu setzen. Es war wunderbar kühl dort und durch den leichten Nieselregen ging es mir auch bald schon wieder besser. Der Puls wurde mir nach einigen Minuten erneut gemessen und als ich mich wieder etwas gefangen hatte, durfte ich (nachdem Placebo nach dem letzten Song den Backstage-Bereich verlassen hatten) wieder in die Halle.
Da war das Konzert aber bereits gelaufen. Zum Glück hatte ich nur an die zwei Lieder verpasst, aber bei einer Band, die einem schon wichtig ist, reicht das schon, um verstimmt zu sein.

Ich weiß nicht genau, was da heute genau los war. Ich vermute, ich hab' den Tag über zu wenig getrunken oder war zu dick angezogen oder so was. Aber es ist ein schreckliches Gefühl, keine Kontrolle über den eigenen Körper zu haben und da so wegzutreten. In genau einer Woche steht schon das nächste Konzert an und ich hab' Schiss, dass das wieder passieren könnte. Einen Moment nicht aufgepasst und weg bist du.
Nicht mehr zu Konzerten zu gehen, wäre für mich, ehrlich gesagt, keine Alternative. Also meine Fragen an euch: Ist euch so ein Zusammenbruch schon mal auf einem Konzert passiert? Und habt ihr herausgefunden, wie man das verhindern kann? Ich wäre sehr dankbar, wenn mir ein paar Leute da weiterhelfen könnten.

leave me bleeding on the bed
see you right back here tomorrow for the next round
keep this scene inside your head
as the bruises turn to yellow
the swelling goes down

Montag, 8. August 2011

Feuer und Wasser: Asiatisches Kulturfest in Potsdam

Am Wochenende fuhr ich nach Potsdam, um meinen Vater zu besuchen. Und nachdem wir im Veranstaltungsmagazin unseres Vertrauens nachgeschlagen haben, um zu sehen, was man vielleicht unternehmen könnte, entschieden wir uns dafür, am Samstag zum Asiatischen Kulturfest auf der Freundschaftsinsel zu gehen, welches unter dem Motto Feuer und Wasser stand.
Wir hatten keine Ahnung, was uns erwarten würde und radelten einfach an besagtem Tag los. Dort angekommen, war ich zunächst ein wenig enttäuscht, denn über den Wiesen und Wegen waren einfach ein paar wenige "Stationen" verteilt, die recht mager aussahen für ein Kulturfest (oder zumindest für ein Kulturfest in meiner Vorstellung).
Aber als wir dann über das Gelände stiefelten, entdeckten wir immer mehr Dinge. Insgesamt gab' es letztendlich fünf verschiedene Ecken, auf denen unter anderem Chinesische Instrumentalmusik, Gesang, Tänze, Taiji-Vorführungen, Kampfkünste, Teezeremonien und Chinesische Kalligrafie präsentiert wurden. Es gab' einen Markt, ein kostenloses Buffet und abschließend eine Feuershow. Außerdem war der gesamte Park mit Lampignons, Papierschirmen und Teelichtern geschmückt und besonders abends war alles wundervoll anzusehen, als auch noch kleine Lagerfeuer hier und dort entfacht wurden.


Meisterin Li Yu Hua führte uns etwas von der Chinesischen Kampfkunst vor. Ich konnte aber keinen großen Unterschied zu den Taiji-Bewegungen, die auch gezeigt wurden, feststellen, wenn auch nun erfahrene Leute laut aufschreien mögen. Nichtsdestotrotz war es sehr interessant.




Auf dem Mini-Markt gab es allerlei zu erstehen. Stoffe, Tee, Schmuck, Porzellan, Fächer, Glückskekse... Habe jedoch nichts gekauft. An einem Stand wurden kleine buntbedruckte Flugdrachen-Ketten angeboten und bei dem "Atomkraft - Nein, danke!"-Aufdruck wurde ich sogar schon ein bisschen schwach, aber wenn man es genau nimmt, wird das Ding ein- bis zweimal benutzt und liegt danach für immer im Schrank. Also kam auch dieser nicht mit.





Überall Lichter und Kerzen und selbst die kleinen Wasserfontänen wurden angeleuchtet. Ich hätte noch Stunden durch den Park laufen können, um alles zu betrachten.


Zum Abschluss wurde ein Feuershow veranstaltet. Es war ganz schön anzusehen, wenn es auch nicht die spektakulärste Aufführung war, die ich jemals gesehen habe. Letzten Sommer an der Ostsee gab es auf einem kleinen Mittelalterfest eine tolle Show. Aber damals flogen auch brennende Fackeln mal gerne ins Publikum. Am Samstag lief aber alles sicher und ruhig ab.

War also ein sehr schöner Nachmittag bzw. Abend. Das Fest fand' wohl auch nicht zum ersten Mal statt und wenn es in ein paar Jahren noch ein bisschen bekannter und größer geworden ist und es noch andere Dinge zu entdecken gibt, würde ich mir sogar überlegen, wieder vorbeizuschauen.

52 Songs: #6 Neubeginn

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Wie ich schon erwartet hatte, war es beim Thema Lagerfeuer außerordentlich schwierig, meine Favoriten herauszusuchen. Ich steh' einfach auf Gitarrengeschrammel und viele Teilnehmer konnten genau damit bei mir punkten. Um die Auswahl aber dann doch einzuschränken, habe ich mir vorgenommen, nur Lieder auszuwählen, die ich vorher noch nicht kannte und die mehr in die ruhigere Richtung gehen. War dann schon etwas weniger schwer, wenn auch nur ganz minimal.

Favoriten Thema Lagerfeuer
Ussels Funzel: Blaze Foley - Clay Pigeons
FM014: The Church - Under The Milky Way
Zeitzeugin: Bad Religion - Sorrow
Abraxandria: Neil Young - Pocahontas
Hippiemanie: Matt Nathanson - Bulletproof Weeks

Das Thema dieser Woche ist Neubeginn und damit kann ich, ehrlich gesagt, nicht so viel anfangen. Es gibt keinen Song, der für mich für einen Neubeginn steht und es gibt keine drastische Veränderung in meinem Leben, zu der ein ganz gewisses Lied gehört oder zumindest möchte mir da momentan leider überhaupt nichts einfallen.
Darum habe ich nun nach einem Song gesucht, der einfach nur thematisch ganz gut passt. Und auch auf die Gefahr hin, dass der Song schon sehr abgenutzt & eingestaubt ist und andere Teilnehmer ihn sicherlich ebenfalls nehmen werden, habe ich mich für First Day Of My Life von Bright Eyes entschieden. Weil ich ihn immer noch wunderschön finde.


Dienstag, 2. August 2011

52 Songs: #5 Lagerfeuer

Das Projekt 52 Songs wurde von Konna auf seinem Blog Gedankendeponie ins Leben gerufen. Jede Woche gibt er ein neues Thema vor, zu dem andere Blogger ein Lied ihrer Wahl aussuchen und vorstellen können.

Diese Woche kommt ein sehr schönes Thema im Projekt 52 Songs. Denn ich vermute, dass da ziemlich viel Musik dabei sein könnte, die mir wirklich gut gefällt. Aber ich lass' mich überraschen. Apropos gefallen, hier meine Lieblinge des letzten Themas.


Favoriten Thema Sex
haascore: Devil Doll - The Way You Do
casyra: Jace Everett - Bad Things
Halliway: Tito & Tarantula - After Dark
Apfelkerne: Knorkator - GV
Hippiemanie: Ewan McGregor, Jose Feliciano & Jacek Koman - El Tango De Roxanne

Der erste Song, der mir zum dieswöchigen Thema einfiel, ist Friede, Freude, Lagerfeuer von Wir Sind Helden. Aber beim Anhören desselbigen kam bei mir nicht wirklich Lagerfeuerstimmung auf. Also versuchte ich mir die Atmosphäre vorzustellen. 
Freunde, die im Kreis sitzen und Marshmallows in die Flammen halten und sich unterhalten und lachen bis einer die Gitarre auspackt und alle gemeinsam singen. Natürlich bieten sich da Lieder an, die jeder kennt, am besten sogar noch auf deutsch. Aber genau solche "Schlager" sind es gar nicht so wirklich, die bei uns gesungen werden.
Dann fiel mir ein Song ein, der mich nun schon seit einiger Zeit sehr fasziniert und von dessen Schönheit ich noch immer eine unglaubliche Gänsehaut bekomme. Und damit war meine Wahl dann wohl getroffen. Es geht um Brother von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros (eine fantastische Band übrigens).




Das Gitarrenspiel ist wundervoll und ich kann mir den Song perfekt vorstellen, wenn nach den großen, bekannten Liedern am Feuer alle ein bisschen ruhiger werden und dann durch dieses Lied ein nachdenkliche, tiefgründigere Stimmung aufkommt. Melancholisch, aber trotzdem heimisch und warm.