Samstag, 29. September 2018

BASS HAZE | Mixtape

In der letzten Zeit bin ich jenen Liedern verfallen, die man nicht nur hört, sondern durch ihre tiefen Effekte und Bässe auch förmlich spüren kann. Inspiriert zu diesem Mixtape hat mich letztlich das Titellied von Tessa Violet, das ich neu entdeckt habe. Obwohl es weder für meinen Tinnitus (den ich vermutlicherweise vom letzten Paramore-Konzert im Juli 2017 davongetragen habe - vergesst nicht eure Konzertohrstöpsel, Kinners) noch für mein gefühlt abnehmendes Gehör so berauschend sein dürfte, drehe ich gern auf dem Fußweg abends nach Hause basslastige Songs auf und lasse mich so für ein paar Minuten von meinem trümmerhaften Leben ablenken. Also, den Subwoofer aufgedreht und auf Play gedrückt!




Tessa Violet - Haze
Christina Aguilera feat. Demi Lovato - Fall In Line
Trentemøller - Vamp
Two Feet - Quick Musical Doodles
The Notwist - Solitaire
Black Math - Heat Stroke
Beyoncé - Partition
Jóhann Jóhannsson - Dive-Bomb Blues
Adolescent - About Love
Halsey - Control
aYia - Ruins
weird inside - Slow Hours
Ratatat - Gettysburg
Fleurie - Soldier
Tor - Glass & Stone
Lorde - Everybody Wants To Rule The World
Nothing But Thieves - Holding Out For A Hero
AWOLNATION - Sail

Samstag, 22. September 2018

THEY TOLD US OUR DREAMS WOULD OUTLIVE US, BUT THEY LIED


Das ist Agathe; besser gesagt, das war Agathe. Nachdem dieser Hibiskus jahrelang die einzige Pflanze war, die es unter meiner Pflege durchgehalten hat, musste ich doch über Wochen ansehen, wie sie letztendlich dahinsiechte. Ihren Anblick finde ich sehr repräsentativ für das, was die letzten Monate im großen Rahmen in meinem Leben los war.

Dabei fing 2018 gar nicht so übel an. Nach vielen Monaten voller Panikattacken und Nervenzusammenbrüchen, unter denen ich mein Bachelor-Arbeit abwechselnd prokrastinierte und hinschluderte, konnte ich mein Studium im März endlich abschließen.
Bereit für die Arbeitswelt landete ich dann tatsächlich auch eine Stelle in der deutschen Hauptstadt, in die ich übergangsweise wieder zurückzog. Zwar ins Elternhaus, aber es sollte ja nur vorübergehend sein.

Eigentlich war ich bereit, nach zwei Jahren harter Fernbeziehung endlich mit dem Freund aus Belgien den nächsten Schritt zu planen. Denn ich verwöhntes Gör muss leider zugeben, dass ich Berlin nicht mag. Die zahlreichen Eindrücke aus widerlichen Gerüchen, Dreck, der Masse an Menschen, der Lautstärke und einigen unberechenbar kaputten Individuen überfordern mich tagtäglich. Doch wie das manchmal mit zwei Menschen so ist, waren wir beide nicht auf dem gleichen Stand. Für mich machte sich das in monatelangem Frust und Aussichtslosigkeit bemerkbar. Um dem irgendwie ein Schlussstrich zu setzen, läutete ich in einer Art Kurzschlussreaktion die Trennung ein, bereute es sofort und seitdem geht es stetig bergab. Denn der Schmerz explodierte - denn Überraschung, ich liebe den Kerl weiterhin - und seitdem laufe ich mit einem schweren Herzen herum.

Zwei Monate später, im August, starb dann auch noch mein Opa. Seit einer Weile musste unsere Familie schon dabei zusehen, wie sich sein Zustand verschlechterte, sich ein Krankenhausaufenthalt an den nächsten reihte. Bis es mit einem permanenten Lungenschaden irgendwann von den Ärzten hieß: "Sie sind auskuriert, wir können nichts mehr für Sie tun." Aus dem großen, geselligen Mann ist ein Sterbender geworden, der keine Luft bekam, nur noch vierzig Kilogramm wog und nicht mehr selbstständig die Wohnung verlassen konnte. Bis er von seinem Elend befreit wurde.

Daraufhin entwickelte ich meine neue Superkraft: Ich kann innerhalb von einer Minute in einen Heulkrampf verfallen. Denn nicht nur muss ich mit dem Schmerz von zwei riesigen Verlusten fertig werden - auch gibt es so wunderbare Nebenwirkungen wie tiefen Selbsthass, weil ich einen großen Teil meines Lebens schließlich selbst ruiniert habe, Angst vor dem Tod, Angst vor dem Leben und meiner Zukunft, praktisch keinem vorhandenen Nervenkostüm, sodass ich ständig überwältigt bin, aggressiv, frustriert oder tieftraurig werde. Keine Sorge, die Therapie ist bereits in vollem Gange. Ich funktioniere momentan irgendwie, lenke mich oft ab, lache sogar und habe einige schöne Momente. Doch in Wellen bricht die Dunkelheit weiterhin über mich herein.

Wenn das nicht mal verdammt gute Ausreden sind, warum ich so lange nichts auf dem Blog veröffentlicht habe, dann weiß ich auch nicht. Ich beginne zu akzeptieren, dass das in meinem Fall immer so sein wird: Sobald mich etwas einnimmt, ob es zeitlich ist oder etwas an meinen Kräften zehrt, vernachlässige ich meinen Blog.

Momentan habe ich alle eigentlichen Pläne und Vorhaben für 2018 gestrichen. Vorerst hänge ich mich weiterhin in die Arbeit und suche (immer noch) nach meinen eigenen vier Wänden, in denen ich meine Wunden heilen kann. Neues Ziel: irgendwie überleben.

Danke übrigens an die Leute, die sich nach mir erkundigt haben. Ich hatte keine Kraft zu antworten, aber ich weiß die Geste sehr zu schätzen. Keine Ahnung, wann hier das nächste Mal etwas kommen wird und was genau das außerdem sein wird, deshalb lasse ich jegliche sinnlosen Versprechungen bleiben.

Dienstag, 29. Mai 2018

#pmdd27: Fazit und Nachlese

Nach zehn Tagen habe ich endlich noch ein kleines Fazit zum 27. Picture my Day-Day, der am 19. Mai 2018 stattfand. Ich bedanke mich herzlich für Eure Teilnahme und hoffe, die Aktion hat Euch Freude bereitet - sowohl aus das Hochladen als auch Anschauen der Fotos.


Statistiken
Ich hatte jedenfalls viel Spaß beim Organisieren. Aus dem Grund bin ich natürlich durch alle Beiträge gegangen und konnte einige Trends in den Fotos Eures Samstags erkennen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Ich kann leider keine Garantie auf Vollständigkeit oder Richtigkeit geben. Es war nicht leicht, mich durch den Dschungel aus Social Media-Beiträgen zu wühlen und Bilder nicht zu übersehen oder vielleicht doppelt zu zählen, wenn sie auf mehreren Kanälen gepostet wurden. Falls Ihr Fehler entdeckt, dürft Ihr mich gern berichtigen. Ansonsten folgt ein kurzer Abriss unseres #pmdd27:

1) Am #pmdd27 haben mindestens 56 Menschen teilgenommen.

2) Die meistgenutzten Plattformen waren Instagram, Twitter und eigene Blogs. Auf Facebook wurde ein Beitrag veröffentlicht.

3) Es wurden 88 Fotos von Essen gemacht, darunter viel Kuchen und Eis. Das macht im Schnitt eins bis zwei Bilder pro Person und ich habe die leise Ahnung, dass die meisten von Euch tatsächlich jeden Tag Nahrung zu sich nehmen.

4) Ihr habt insgesamt 47 Selfies gemacht. Von vielen hat man jedoch auch nicht die Person hinter der Kamera gesehen.

5) Rund 5 von 6 Teilnehmern haben ihr erstes Foto am Morgen nach dem Aufwachen aufgenommen. Den Rest machen die Nachteulen unter euch aus, die nach Mitternacht noch wach waren.

6) Der 19. Mai war reich an Veranstaltungen und Ereignissen, die ich vorher gar nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. Ihr wart trotzdem dabei: 

Drei Teilnehmer machten beim Pokemon Community Day mit und vier waren auf der DoKomi, einer Anime- und Japan-Expo in Düsseldorf.

Jeweils eine Person war auf der Manga-Convention HaruCon in Kärnten und auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig.

Sogar sieben Teilnehmer haben sich die royale Hochzeit in England von Harry und Hermine...ich meine Harry und Meghan im Fernsehen angeschaut.

7) Zwei von Euch sind an diesem Tag umgezogen.

8) Zwei waren krank und/oder verletzt. Auf dass es Euch wieder gut geht.

9) Auch Musik wurde viel gehört. Dabei waren zwei Teilnehmer, die das Radio dudeln ließen, zwei Leute hörten Revolverheld und wiederum zwei, die Soundtracks zu Videospielen und Filmen laufen ließen. Eine Person blieb bei Straßenmusikern stehen.

10) Und das Wichtigste zum Schluss: Das Battle zwischen den Katzen- und Hundebildern geht an *Trommelwirbel* die Katzen, mit 40 zu 29 Fotos. Glückwunsch an alle felinen Besitzer und Fans!


Und jetzt?
Nun liegt diese schöne Aktion wieder hinter uns. Wer das Ganze Revue passieren lassen oder den Link zu seinem Beitrag posten möchte, findet hier erneut die Teilnehmerliste sowie den Hashtag #pmdd27 auf Twitter und Instagram. Die Veranstaltung auf Facebook darf ebenfalls nicht vergessen werden.

An dieser Stelle bleibt mir nichts mehr übrig, als das Zepter weiterzureichen. Die liebe Angeltearz aka Steffi wird sich nämlich um den #pmdd28 kümmern. Hurrah!