Montag, 27. November 2017

Die wirklich 11 besten Songs der Arctic Monkeys

Niemand will hier Beef, doch ich muss etwas richtig stellen! Als ich kürzlich auf einer meiner liebsten Musikplattformen Tonspion stöberte, stieß mir ein Artikel über die besten Arctic Monkeys-Songs ins Auge. Ich mag ja nicht bei vielen Künstlern mit der Diskographie vertraut sein, aber bei dieser britischen Band zufällig schon. Als bekennender Hörer und Freund ihrer Musik weiß ich demnach, dass ihr Album Humbug das beste ist. Umso entrüsteter war ich festzustellen, dass nicht ein Lied von der Platte in dem Beitrag genannt wurde. Nicht eins! Da es keine Kommentarfunktion gibt, konnte ich meinem Ärger auf der Seite selbst keine Luft machen. Stattdessen schreibe ich den Artikel einfach neu – so, wie er sein sollte. Natürlich sollte die Empörung an dieser Stelle überaus ernst genommen werden. Schließlich sind Musikgeschmäcker sowas von nicht subjektiv und nur meiner stimmt. Zumindest können wir uns alle darüber freuen, dass die arktischen Affen an neuer Musik feilen. Es war eine kleine Herausforderung, die Songs in eine Reihenfolge zu bringen, da ich sonst meine Favoriten ungefähr gleichwertig aufliste. Für die Wahrheit opfere ich mich aber. Kommen wir also zu den wirklich elf besten Songs der Arctic Monkeys!


11. R U Mine?
Ganz knapp kommt bei mir noch ein Song vom fünften Studioalbum AM auf die Liste. Im Tonspion-Ranking wurde das Lied ebenfalls aufgezählt, sogar auf dem zweiten Platz. Generell ist das Album mehrfach vertreten, da mag wohl jemand den neuen Sound ganz besonders. Ich finde es auch nicht schlecht. Es kann für mich nur nicht mit den vorherigen Veröffentlichungen mithalten.

I go crazy 'cause here isn't where I want to be




10. 505
Der Song beginnt ruhig und steigert sich dann sowohl mit der Anzahl der Instrumente als auch der Intensität des Gesangs. Pure Gänsehaut! Sänger Alex Turner schrieb das Lied über seine Freundin, die er im Hotelzimmer 505 besucht. Laut der Band ist es ihr erstes richtiges Liebeslied. Miles Kane, mit dem Turner später die Gruppe The Last Shadow Puppets gründet, spielt übrigens Gitarre auf dem Track.

But I crumble completely when you cry




9. Brick by Brick
Dieser Song vom vierten Album Suck It and See hat einen etwas wortärmeren, weniger poetischen Text, als man es von der Gruppe gewohnt ist. Sonst neigt sie ja dazu, sehr ausufernde Geschichten zu erzählen. Dafür ist ein umso besserer Ohrwurm, bei dem man schnell mitsingen kann. Besonders die fast schon bluesige Bridge kann mich überzeugen.

I wanna brick by brick




8. Cornerstone
In dieser Ballade versucht jemand eine verflossene oder unerwiderte Liebe zu vergessen. Doch alle Mädchen, die er trifft, erinnern ihn an sie. So kann man doch nicht über jemand hinwegkommen. Also fragt er sie alle kurzerhand, ob er sie einfach beim Namen seiner Angebeteten nennen darf.

She was close, close enough to be your ghost
But my chances turned to toast when I asked her if I could call her your name




7. Don't Sit Down 'Cause I've Moved Your Chair
Das Lied listet viele gefährliche Dinge auf, die man besser nicht machen soll. Der Höhepunkt des Risikos wird erreicht, wenn gesagt wird: Setz dich nicht hin, denn ich habe deinen Stuhl verrückt. Schlimm! Das war immer so peinlich in der Schule, wenn man sich aus Versehen auf den Boden pflanzte. Aber im Ernst, ich liebe den Sarkasmus des Textes und den Garage Rock-Stil.
Es ist eines von lediglich zwei Liedern, die auf dieser und der Tonspion-Liste genannt werden. Interessant, wie unterschiedlich die gleiche Diskographie aufgenommen werden kann.

Go into business with a grizzly bear
But just don't sit down 'cause I've moved your chair



6. Crying Lightning
Dieses Lied war die erste Single, die dem Album Humbug vorausging. Ich mag, dass es genauso draufgängerisch und riskant klingt, wie die Zeilen interpretieren lassen. Außerdem werden allerlei Süßigkeiten erwähnt (strawberry lace, gobstopper, pick'n'mix), was generell ein Pluspunkt ist. Können wir außerdem kurz erwähnen, wie schön Alex Turners Locken damals noch waren, bevor er sie abschnitt und nach hinten gelte? Ähem, professionell bleiben! Fahren wir fort.

The next time that I caught my own reflection
It was on its way to meet you thinking of excuses to postpone



5. I Bet You Look Good On The Dancefloor
Mein Platz 5 ist die allererste Single der Band überhaupt, vom Album Whatever People Say I Am, That's What I'm Not. Sicherlich haben sie sich seither gesteigert und entwickelt. Trotzdem macht es einfach gute Laune, hat ein fetziges Gitarrenriff und ein super Schlagzeugspiel.


I said I bet that you look good on the dance floor
Dancing to electro-pop like a robot from 1984



4. Mardy Bum
Ein Klassiker der Arctic Monkeys, der überhaupt nicht fehlen darf. Die ersten Töne reichen schon aus, um ihn zu erkennen. Obwohl Mardy Bum relativ fröhlich klingt, geht es darin jedoch um eine Beziehung, die langsam anfängt zu nerven. Wenn man sich nur noch streitet, ist es schwer, sich noch an die schönen Momente zu erinnern.

And I can't be arsed to carry on in this debate that reoccurs



3. Suck It and See
Fun Fact: Dies ist das einzige Lied in der ganzen Diskographie, bei dem der Titel mit dem des Albums übereinstimmt. Ich finde es sehr poetisch und sprachlich wundervoll geschrieben. Übrigens wollte ich durch die Erwähnung im Text unbedingt die englische Limonade Dandelion and Burdock probieren, als ich für ein Semester in England war und habe es im Supermarkt doch immer wieder vergessen. Bei der nächsten Reise ins Vereinigte Königreich dann!

I poured my aching heart into a pop song
I couldn't get the hang of poetry




2. Pretty Visitors
Ich kann gar nicht genau sagen, warum ich Pretty Visitors so genial finde. Aber ich kann es versuchen. Zum einen wäre der Taktwechsel, die Strophen sind schnell und typisch rockig, der Refrain wird langsam und klingt fast schon unheimlich sowie karnival-esque. Besonders der dunkle Hintergrundgesang unterstützt diesen Eindruck. Insgesamt alles sehr verwirrend und schauerlich, aber ich liebe es.

What came first, the chicken or the dickhead?

All the pretty visitors came and waved their arms
and cast the shadow of a snake pit on the wall




1. Only Ones Who Know
Dass diese Ballade von Favourite Worst Nightmare nicht bei jedem unbedingt einen hohen Stellenwert hat, sehe ich ein. Ich kann jedoch nicht umhin, Only Ones Who Know unendlich schön zu finden. Schon die ersten Akkorde lassen mir einen Schauer über den Rücken fahren. Der wehmütige Text tut seinen Teil und ich schwelge in Gedanken, Gefühlen und bin hin und weg.

They made it far too easy to believe
That true romance can't be achieved these days




Mit welcher Liste stimmt ihr mehr überein? Oder besser noch, welche wäre eure Version?

Freitag, 10. November 2017

Musiktipps #17: It's a jungle out there

Nach langer Zeit habe ich wieder einige Musiktipps für euch. Diese häufen sich in letzter Zeit schon wieder, deshalb kommen nicht unbedingt die neuesten, aber dafür die dringendsten Musikfunde meinerseits.

Zunächst möchte ich jedoch von einem besonderen Erlebnis berichten. Kürzlich war ich mit dem Freund für einen kleinen Ausflug in Brügge. Das belgische Städtchen wollte ich schon seit Ewigkeiten sehen. Obwohl dort wegen der Herbstferien viel zu viele Menschen unterwegs waren, hat mich der Charme bezaubert. Und nein, wir sind nicht gestorben. Am zweiten Tag gingen wir zu einem kostenlosen Harfenkonzert, von dem wir online gelesen hatten. Ich war erst nicht allzu begeistert, da ich mir die Harfe schon häufiger gegeben habe, es mich jedoch nie umgehauen hat. Dann gleich eine Stunde des Tages dafür draufgehen lassen? Doch der Freund hat sich durchgesetzt und er hatte recht.
Das Konzert von Harfenist Luc Vanlaere war unglaublich. Neben der gemeinen Konzertharfe, spielte er eine keltische, chinesische, indische und japanische Variante davon, eine steel harp, ein Psalterium, einen Gong und Klangschalen. Sogar ein selbstgebautes Instrument hatte er im Repertoire. Er spielte eigene Kompositionen. Logisch, andere haben einfach keine Stücke für diese Zusammenstellung an Instrumenten komponiert. Nicht nur die Musik war schön, auch die Klangwellen, die einen umspülten und das irgendwie zu einer physischen Erfahrung machten, hatte ich so nie zuvor erlebt. Wie Vanlaere an einem Punkt von einem Instrument zum nächsten hastete und sie am Ende alle spielte - absolut großartig! Bloß bleibt das intensive Klangerlebnis natürlich mit der CD, die wir uns geholt hatten, aus. Wer einen kurzen Eindruck haben möchte, kann sich dieses Video anschauen. Ansonsten empfehle ich jedoch wärmstens, sich beim nächsten Trip nach Brügge die Harfen anzuhören.



Randy Newman's Tiny Desk Concert bei NPR Music
Wer diese Quelle guter Musik nicht kennt, sollte NPR Music spätestens jetzt auschecken. Der Radiosender lädt regelmäßig Künstler ein, um Lieder in der kleinen, schnuckeligen Büroecke zu spielen. Vor zwei Wochen war Randy Newman da und mir ging gleich das Herz auf. Viele werden ihn wohl durch seine Lieder für Disney-Filme wie Toy Story, Das große Krabbeln oder Monster AG kennen. Ich wurde damals zum ersten Mal durch das Monk-Intro It's a Jungle Out There auf ihn aufmerksam, welches er ebenfalls spielte. Der Auftritt ist humorvoll, sarkastisch, aber mit Liedern wie She Chose Me ebenfalls berührend. Er hat eine unverkennbare Stimme, ist eine großartiger Pianist und Liedermacher - kurz eine lebende Legende.



Far From Any Road von The Handsome Family
Ich habe die Krimiserie True Detective nie gesehen, bei der dieses Lied im Opening zu hören ist. Genau kann ich mich nicht erinnern, wie ich trotzdem darauf gestoßen bin. Jedenfalls höre ich es so gern und oft, dass ich es einfach erwähnen muss. Far From Any Road ist ein eindringliches, fast schon unheimliches Duett. Die Musik geht in Richtung Alternative-Country und der Songtext hat, wie bei der Band üblich, surreale Züge. Gesungen wird das Lied von The Handsome Family, Ehepaar Brett und Rennie Sparks, deren Stimmen herrlich zusammenpassen.



Dark Days + Canapés von Ghostpoet
Der britische Sänger hat das Album bereits vor einigen Monaten veröffentlicht. Ich blieb zunächst an der Musik hängen, weil es mich ein wenig an Nick Cave und seine Murderballads erinnert. Es ist sehr düster und dunkel, wie man nach dem Albumtitel schon vermuten kann. Obwohl ich in zahlreichen Beschreibungen sehe, dass seine Musik als Hip Hop bezeichnet wird. Das wäre nicht meine erste Assoziation gewesen. Man hört zwar Beats, doch auch zum Großteil eine Untermalung mit Gitarre. Ghostpoet legt zwar mehr einen Sprechgesang an den Tag, doch als typischen Rap klingt es auch wieder nicht. Zumindest kann man sich darauf einigen dass Ghostpoet alias Obaro Ejimiwe viele musikalische Einflüsse geschickt vereint.

Lieblingslieder: (We're) Dominoes // Trouble + Me // Woe Is Meee

Mittwoch, 1. November 2017

#pmdd24

Eine schöne Tradition ist doch immer wieder der Picture My Day-Day. Dabei halten Internetmenschen aller Art an einem gemeinsamen Tag bildlich fest, was sie alles unternommen und veranstaltet haben. Gestern war es wieder so weit und ich habe ihn zum Glück nicht verschwitzt wie beim letzten Mal. Diese Woche bin ich zu Besuch bei meinem Freund in Belgien. Es war das erste Halloween, das wir zusammen verbracht haben, doch um Grusel haben wir uns fast gar nicht gekümmert. Trotzdem war der Tag ziemlich großartig!

Hier geht es zur Teilnehmerliste des 24. Picture My Day-Days, falls mein Beitrag eure voyeuristischen Bedürfnisse nicht stillen kann. Auch die Facebook-Seite sei verlinkt, damit ihr den nächsten #pmdd nicht verpasst.



Für einen freien Tag relativ früh aufwachen.



Schnell wachduschen.



Fast vergessen, das Frühstück zu fotografieren. Aber nur fast. Bagels kommen in Belgien noch am nächsten an "deutsches" Brot heran und sind nicht so übertrieben weich.



Den nehmen wir.



In Turnhout angekommen, um...



...ins Schwimmbad zu gehen. Schwimmen, rutschen und im Whirlpool liegen. Die Rutsche hat sogar wählbare Programme, bei denen Discolichter blinken und Musik gespielt wird. Haha!



Laufen, laufen, laufen.



Mittagszeit!



Ich habe ein Smoske mit Käsekroketten (panierter und frittierter Weichkäse). Dazu Blutorangenlimonade. Yummy!



Ein wenig durch die Straßen tingeln.



Mit dem Bus geht's wieder zurück nach Hause.



Nach einem kurzen Lebensmitteleinkauf (Foto vergessen) machen wir ein Kaffeepäuschen. Kater Diezel leistet uns Gesellschaft.



Mit dem Kätzchen schmusen und dabei ein sehr seltsames Gesicht machen.



Irgendwas mit Code auf dem Energydrink und ein Bonus im Spiel freischalten. Der Freund ist jedenfalls begeistert.



Eine Folge Kitchen Nightmares schauen.



Halloween-Playlist an...



...denn nun wird der Kürbis ausgehöhlt und geschnitzt. Vorher.



Nachher. Sogar mit Ziegenbärtchen. Wir nennen ihn Count Penny Pim Pumpkin und in unserer Welt ergibt das Sinn.



Uhhhh, schaurig!
Das war auch schon unsere Halloween-Aktivität, da dies nicht allzu sehr in Belgien zelebriert wird. Es hat den ganzen Abend nicht einmal jemand geklingelt, um nach Süßem zu fragen.



Abendbrot!



Kartenversion von Cluedo spielen. Konnte mich nicht überzeugen. Ich finde das Original besser.



Kerzen anzünden, Süßigkeiten auspacken und den Cider mit Litschi-Geschmack öffnen: der Filmabend kann beginnen!



Weil es Hocus Pocus beim belgischen Netflix nicht gibt und wir uns auf keinen anderen Halloween-Film einigen konnten, entschieden wir uns letztendlich für Vaiana. Ich mochte ihn.



Eine Folge Kitchen Nightmares geht noch. Dieses Bild repräsentiert die Sendung perfekt. Gordon Ramsay, wie er flucht.



Gute Nacht!
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