Dienstag, 24. Januar 2017

Musiktipps der Woche #8: Remember when we used to speak between the stars

Die Musiktipps sind zurück! Hoffentlich, denn wie viele andere Mitstudenten stecke ich momentan in der Vorbereitungsphase für die Prüfungen. Musikalisch gesehen ist in der Zwischenzeit nicht allzu viel passiert. Ende Dezember war ich bei Coppelius' vorerst letztem Konzert. Wie auch die zwei Male davor war es wieder großartig. Die Band überspitzt und übertreibt, wo sie nur kann und es ist jedes Mal ein Fest.
Auch habe ich ein paar musikalische Vorsätze für das Jahr 2017 - die zwei Drittel überhaupt all meiner Vorsätze ausmachen. Zum einen möchte ich mich mehr mit klassischer Musik beschäftigen. Das klappt momentan schon ganz gut. Der zweite Vorsatz ist, ein Mal im Monat ein Konzert oder Theaterstück oder Ähnliches zu besuchen. Weil ich 2016 einige Monate im Ausland war, schaffte ich es nicht zu vielen Konzerten und misste es schmerzlich. Gleichzeitig breche ich damit schon wieder, weil ich es im Januar nicht auf die Reihe kriegen werde bei dem ganzen Trubel momentan. Doch für Februar habe ich schon zwei Konzertkarten. Das gleicht das Ganze wieder aus. Genug Geschwafel an dieser Stelle. Starten wir mit den Musiktipps der Woche.



Hang von Foxygen
Am vergangenen Freitag kam endlich das neue Album von Foxygen heraus, eine Band, die ich bereits seit einigen Jahren schätze. Ein wenig skeptisch war ich schon, denn ihre letzte Veröffentlichung ...And Star Power hielt zwar mein Lieblingslied von ihnen bereit, war aber insgesamt eher unterdurchschnittlich. Ich konnte mich gerade einmal mit der Hälfte der Lieder anfreunden. Jedoch wusste ich schon nach dem ersten Durchhören von Hang, dass der Band wieder ein Meisterwerk gelungen ist. Leute, das macht mich gerade so glücklich. Diesmal haben sie für das Album ein Orchester hinzugeholt, was mich sehr begeistert. Manchmal fühlt man sich wie mitten in einem Musical oder Varieté - wie toll ist das denn, bitte? Sam France und Jonathan Rado haben auf jeden Fall was drauf, wenn es um das Inszenieren von Musik geht. Und natürlich immer mit der nötigen Portion Ironie (ich sag' nur and we woke up in the coconut wind). Zum Glück habe ich mir schon ein Ticket für ihre kommende Tour geholt, bei der sie auch in Berlin Halt machen. Zwar war das letzte Konzert vor ein paar Jahren sehr chaotisch, trotzdem bin ich sehr gespannt, zu sehen, wie sie dieses Album auf die Bühne bringen.
Fazit: Hang ergänzt die ohnehin schon beeindruckende Diskographie von Foxygen wunderbar und ich kann das Album nur wärmstens empfehlen. Meine einzige Kritik wäre, dass es mit einer halben Stunden Laufzeit leider viel zu kurz ist.

Lieblingslieder: America // Avalon // Upon A Hill // Rise Up



Feel Your Feelings Fool! von The Regrettes
Die zweite Empfehlung ist ebenfalls eine Neuveröffentlichung. Nachdem die US-amerikanische Band im vergangenen Jahr bereits einige überzeugende Singles herausgehauen hat, gab es Mitte Januar schließlich das vollständige Album. The Regrettes - das sind drei Frauen plus ein Kerl am Schlagzeug - veröffentlichen damit ihr Debüt. Die Musik bewegt sich zwischen Punk und Garage Rock. Über die Texte lässt sich wohl streiten. Manchmal klingen mir diese etwas zu sehr nach wütenden Teenagern. Tunes kann die Gruppe jedoch und insgesamt möchte ich ein paar Songs von ihnen nicht mehr missen. Ich bin gespannt darauf, was wir von der Band noch erwarten dürfen.

Lieblingslieder: Seashore // A Living Human Girl // Pale Skin // Picture Perfect

Kommentare:

  1. Sali, Karo.
    Ich denke jede neue Generation darf sich als wütende Teenager artikulieren - egal welche Form von künstlerischem Ausdruck folgend. The Regrettes kommen da sehr handgemacht rüber, woraus sich Authentizität ja nährt. Ist mir auch lieber als Musik aus der Retorte, wie sie austauschbare Radiosender abzunudeln pflegen.

    Was bin ich froh nichts mit Prüfungen mehr zu tun zu haben; sie pflegen einem zentral den Alltag zu bestimmen. ��
    Solide Vorsätze!

    In Richtung klassischer Musik hegst Du also auch Deine Blicke; vielleicht, dass Dir folgendes dahingehend gefällt (ich gestehe, meine Lieblingsgruppe seit längerem):

    https://www.youtube.com/watch?v=dlGjgIk3ha4

    Und um den Bogen zu The Regrettes wieder zu schließen, ein Hinweis auf den coming of age Film 'Sing Street'. Make music express yourself. Fein. Treffend. Irisch. Sehr mögbar - auch wenn man/frau nicht in den Achtzigern erwachsen geworden ist.

    bonté

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    1. Also ob ich Dakh Daughters als klassische Musik bezeichnen würde, weiß ich ja nicht. Stimmt schon, klassische Instrumente benutzen sie, aber ansonsten geht es doch in einer sehr experimentelle Richtung. Trotzdem habe ich mir gerade ihr neuestes Album 'If' abgespeichert und werde es mir in nächster Zeit ausführlich anhören. :)

      Uh, Irland und 80er Jahre und Musik? Der Film klingt wie für mich gemacht. Den Titel muss ich mir merken.

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    2. ...ausgehend jetzt von The Regrettes geht die Musik (Performance) der Ukrainerinnen annähernd grob in die Klassik-Ecke. ;-)
      Selbstironisch firmieren die toughen Mädels unter "Freak Cabaret", was die Mischung zwischen Punk, Pantomime & musikalischer Furiosität annähernd umfasst.(*)
      Freut mich, dass Du Dich mit Ihrem ersten Album befassen willst. :-D

      bonté


      (*)meine Empfehlung für eines Ihrer Live-Videos

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  2. Danke für den The Regrettes - Tipp! Habe nun das Album hier und muss sagen: Die gefallen mir wirklich gut.

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