Freitag, 22. September 2017

Musiktipps #15: You need someone who's with you, even when you're weird

Wie zehntausende andere Menschen tummelte ich mich vor zwei Wochen auf dem Lollapalooza Festival in Berlin. Erst noch nie auf einem Festival gewesen und dann 2017 gleich zwei besucht. Ha! Manche Probleme wurden schon viel kritisiert, wie etwa die mangelnden Maßnahmen, um die ganzen Menschenmassen abends per ÖPNV gleichzeitig abreisen zu lassen. Essen und Trinken waren überteuert, Schlangen manchmal elendig lang, aber das scheint bei solchen Veranstaltungen gang und gäbe zu sein. Schön, dass es wenigstens eine kostenlose Trinkwasserstation gab, so mussten wir in den zwei Tagen nur vier Euro für eine Flasche Wasser ausgeben und konnten die immer wieder auffüllen. Das Wichtigste bei einem Festival sind (für mich) die Auftritte. Unter meinen Highlights waren Bonaparte, die ich zum vierten Mal live sah, die trotzdem immer wieder gute Laune und Lust zum Tanzen machen. Oder Bomba Estéro, die mit einem fetzigen Mix aus kolumbianischen Einflüssen, Hip Hop, Reggae und Elektro überraschten. Die Beatsteaks wussten die Leute zu unterhalten und Alice Merton macht unglaublich gute Musik, die ich mir noch viel häufiger anhören muss. Insgesamt ein anstrengendes, doch schönes Wochenende.



Es war nicht so gemeint von Prag
Meine aktuell liebste deutsche Band hat wieder ein Album herausgebracht. Erfreulich, dass Erik Lautenschläger und Tom Krimi den Zwei-Jahres-Takt beibehalten haben. Lange habe ich auf Es war nicht so gemeint hingefiebert und dieser Streich ist Prag auf jeden Fall wieder gelungen. Es gibt kaum was Schöneres in kälter werdenden Herbsttagen als melancholische Texte und Orchesterinstrumente in eingängigen Chansons auf den Ohren zu haben. Die Konzertkarten für die Tour sind bereits besorgt. In Interviews hatten Prag verlauten lassen, selbst nach Nora Tschirners Austritt weiterhin Duette machen zu wollen. Das haben sie mit Sängerin Josephin Busch gelöst, deren Stimme der ihrer Vorgängerin stellenweise erstaunlich ähnelt. Sicherlich angenehm, da der gewohnte Sound auf diese Weise bestehen bleibt. Ich hätte mir vielleicht eine etwas andere Stimmfarbe gewünscht, weil es mir zu sehr nach Ersatz statt Neuerung klingt. Trotzdem bin ich außerordentlich begeistert von den Liedern. Mein Prag-Hype wird vorerst nicht abklingen!

Lieblingslieder: Was können die Blumen dafür // Es wird anders sein // Abgemacht




Someone Like Me von KUMMER
KUMMER ist ein deutsches Projekt, bestehend aus vier Künstlerinnen und Künstlern. Someone Like Me ist dabei von der gleichnamigen Debüt-EP, die sie kürzlich veröffentlichen. Die restlichen Lieder können sich ebenfalls hören lassen, aber dieses ist eindeutig mein Favorit. Es erinnert mich ein wenig an die Gruppe Nouvelle Vague. Sowohl die weibliche Stimme, der Chanson-Einschlag als auch der leichte Bossa Nova-Rhythmus (den ich mir vielleicht auch nur einbilde) tragen dazu bei. Und doch ist es etwas ganz Eigenes, denn es ist eben kein Cover eines New Wave-Hits aus den 80er Jahren. Ich höre den Song gerade unglaublich gern und bin gespannt, ob KUMMER irgendwann ihr größtes Ziel erreichen werden: auf einem Soundtrack eines schönen Spielfilms zu sein. Wünschen würde ich es ihnen jedenfalls.

Freitag, 15. September 2017

Meine Top 5 Metal-Neuentdeckungen

Eine meiner größten Leidenschaften ist und bleibt die Musik. Ich kann stundenlang dasitzen, Musik anhören, Artikel über Künstler oder Alben lesen und dabei höchst erquickt sein, wenn ich eine herausragende Neuentdeckung für mich gemacht habe. Ein Grundsatz von mir ist auch, dass es in jedem Genre etwas für jede Person gibt. Man muss sich nur die Zeit nehmen und Mühe machen, es zu finden. Mit dem Metal-Genre habe ich mich nie intensiv auseiandergesetzt. Bis vor einigen Monaten. Mit Rammstein-Liedern aufgewachsen, die konstant aus dem Zimmer meines Bruders nebenan dröhnten, stieß ich später auch auf Künstler wie Marilyn Manson, System of the Down, Sumo Cyco, dank Apfelkernchen auf Knorkator und dank meines Freunds auf Volbeat. Wie man sieht, kam der Einfluss oft von anderen. Warum ich mich also plötzlich mit Metal beschäftige? Ganz einfach. Als die Planung stand, auf das Graspop Metal Meeting zu gehen, wollte ich vorbereitet sein. Dabei habe ich tatsächlich Künstler gefunden, die ich sehr gern höre und die ich nun präsentieren möchte.


Avatar
Dank des auffälligen Make Ups und dem großen Babadook-Grinsen von Sänger Johannes Eckerström ist mir die Band beim Scrollen durch das Graspoper Line-Up sofort aufgefallen. Die Jungs kommen aus Schweden und bezeichnen ihre Musik als Melodic Death Metal. Beim Hineinhören hat mir genau das spontan gefallen, deshalb schaute ich sie mir auf dem Festival an. Es sollte einer meiner Lieblingsauftritte werden. Irgendwie ist das ganze Konzept genau mein Ding. Neben der Musik bin ich auch sehr von den Kostümen und dem visuellen Freakshow-Aspekt angetan. Gleichzeitig merkt man, dass Avatar dieses Image nicht zu ernst nehmen und Spaß damit haben. Auch ohne Bildmaterial läuft bei mir das Album Feathers and Flesh häufig, ein Konzeptalbum mit übergeordneter Geschichte. Obwohl ich die Erzählungen zwischen den Liedern zugegebenermaßen gelöscht habe. Mit Kommentaren mittendrin shufflet es sich so schlecht.



Skindred
Diese Band ist vielleicht keine reine Entdeckung von mir, sondern war zugegebenermaßen eine Empfehlung. Mittlerweile ist es wohl bekannt, dass ich ungewöhnliche Musik liebe, die außerhalb der Norm spielt. So zum Beispiel der Fall bei der walisischen Gruppe Skindred. Die folgt nämlich nicht nur den Regeln des Metals. Stattdessen vereinen sie in ihrer Musik Komponenten aus Reggae, Metal, Punk und Hip Hop. So abgefahren es auch scheinen mag, es klingt großartig. Sie selbst bezeichnen ihren Stil kurz als Reggae Metal. Das verlinkte Lied könnte manchen geläufig sein, da es Teil des Videospiels Need For Speed 2 war. Hoffentlich kann ich Skindred eines Tages live erwischen, denn in diesem Bereich sollen Benji Webbe und Co. punkten und gut Stimmung machen können. Sogar Preise als beste Live-Band haben sie schon erhalten. Darauf bleibe ich also gespannt und höre mir bis dahin noch ein paar Mal die Platten an.



Alestorm
Piraten-Metal ist wahrscheinlich der Schlager unter dem Metal. Dieser Gedanke kam mir gerade spontan und einige würde mich dafür sicher gern schlage(r)n. Haha! Schlechte Witze ahoi! Wobei an der Aussage sicher ein bisschen was dran ist. Die Schotten von Alestorm widmen sich dem besagten Genre. Obwohl ebenfalls der Begriff Power Metal verwendet wird, doch die Texte mit dem Piratenthema (und mit Titeln wie Fucked With An Anchor, Shipwrecked oder Wooden Leg!) machen es letztendlich zum Pirate Metal. Sehr bezeichnend in ihren Liedern ist das Keyboard, das eingängige Melodien spielt und sie damit zu fantastischen Partyhits macht. Leider schaffte ich es auf dem Graspop Festival nicht, ihren Auftritt zu sehen. Doch sollen sie dort nicht zum ersten Mal gewesen sein und daher sicherlich auch nicht zum letzten Mal. Insgesamt also keine Band, die sich tiefgründigen Gefühlen widmet, dafür aber was Spaßiges und Eingängiges für zwischendurch parat hat.



Rob Zombie
Den guten Herren habe ich auch beim Graspop erlebt. Im Vorfeld hatte ich gar nicht in die Musik hineingehört, mit der Live Show hat Rob Zombie mich dafür umso mehr überzeugt. Der hat den Dreh einfach raus, wie man das Publikum unterhält. Als ich später über ihn recherchierte, war ich überrascht, dass er erst 52 Jahre alt. Auf der Bühne habe ich ihn glatt gute zehn bis fünfzehn Jahre älter geschätzt. Upsi! Sorry, Rob, die Zombie-Maskerade hat funktioniert. Macht wohl wirklich das Make Up und die Dreadlocks. Zurück zum Inhalt. Der US-Amerikaner macht Industrial Metal und sollte ein geläufiger Name sein. Selbst ich habe schon von ihm gehört, bloß vorher nie die Musik selbst. Was ihn wie andere Größen in dem Genre interessant macht, sind die visuellen Schockelemente wie Blut, Totenköpfe, Dämonen und Monster. Neben der Musik arbeitet Rob Zombie übrigens als Regisseur und Comicautor, ebenfalls im Horrorbereich.



Gwar
Durch den Original-Netflixfilm Little Sister habe ich diese Band kennengelernt. Der Streifen hat mich nicht umgehauen, aber das Lied Have You Seen Me? von Gwar höre ich seitdem unglaublich gern. Hätte ich vorher gewusst, wie kontrovers sie sind, hätte ich vielleicht eine andere Meinung zu dem Song. Ihr Musik wird als Thrash Metal oder Heavy Metal beschrieben, manche Subgenres sind für mich zugegeben noch bloße Begriffe. In ihren Texten brechen sie so gut wie alle Tabus. Und auch auf Konzerten kann die Erfahrung für manchen Zuschauer überraschend enden. Denn obwohl die Kostüme noch kreativ aus Schaumstoff und Gummi selbst gebastelt werden, spritzen die Amerikaner gerne künstliches Blut, Urin oder Eiter in die Menge. Danke, ich passe. Ich selbst finde sie ein wenig grenzwertig und würde nicht alles grundlos befürworten, was sie machen. Letztlich gilt das wiederum für jeden Künstler. Gwar sind eine absolut abgefahrene Band, deren Texte man eher satirisch verstehen sollte, die mich vor allem musikalisch überzeugen können und deshalb trotzdem Erwähnung finden sollen.



Nun ist des Lesers Chance, mich mit weiteren Empfehlungen des Metal-Genres zu bombardieren!

Donnerstag, 3. August 2017

Musiktipps #14: Lass uns Feinde sein, ich hab so viele falsche Freunde

Eine Sache, die ich langsam wirklich zu begreifen beginne, ist, dass es im Leben immer auf und ab geht. Vielleicht ein offensichtlicher Gedanke für manche. Mich haben für lange Zeit die schlechten Momente jedes Mal aus der Bahn geworfen und ich dachte, das war es jetzt. Das ist verdammt anstrengend, und emotional sowie mental noch belastender als die Situationen ohnehin schon. Aber es geht immer, immer, wieder bergauf. Und dann wird es irgendwann wieder schlechter, so ist das nun einmal. Sich dem bewusst zu werden, dankbar zu bleiben für das, was man hat und sich an den kleinen Dingen zu erfreuen, ist ein guter Plan für die Zwischenzeit inmitten der Verluste, Krisen, Abenteuer und Erfolge. Mein Wort zum Donnerstag. Zurück zur Musik!



Helgen
Helgen, das sind drei Jungs aus Hamburg, die bereits diesen Freitag ihr erstes Album Halb oder gar nicht herausbringen. Zwei Jahre lang haben sie daran gewerkelt und ich freue mich bereits seit acht Stunden total darauf. Aber hallo! Genau genommen seit ich in ihren Song Fernsehturm hineingehört habe, der einen ersten Vorgeschmack auf das Album liefert. Ich bin dem leicht zugänglichen deutschen Indie-Pop entgegen meiner bisherigen Hörgewohnheiten (also was den "deutsch"-Teil betrifft) spontan zugeneigt, in diesem Fall besonders wegen der Texte. Diese wirken poetisch bis ein wenig zu gewollt poetisch an manchen Stellen, insgesamt kommt trotzdem durchaus Gefühl und Witz durch, sodass ich das verzeihen kann. Helgen erfinden das Rad nicht neu, liefern dafür gekonnt gut geschriebene Lieder. Bald sind Helgen übrigens auf ausgiebiger Tour. Wer die Burschen live sehen möchte, sollte ausreichend Gelegenheit dazu finden.

Lieblingslieder: Lass uns Feinde sein // Fernsehturm // Rauch



Theatre Is Evil von Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestra
Fünf Jahre nachdem das Album Theatre Is Evil veröffentlicht wurde, erschien vor Kurzem überraschenderweise ein neues Musikvideo zu einem Song davon: Grown Man Cry. Eigentlich wollte ich dies zum Anlass nehmen, Palmer generell zu empfehlen. Doch ich habe zu viele Lieblingslieder in ihrer Diskographie, als dass es gescheit in den Rahmen dieses Beitrags gepasst hätte. Obwohl ich wenigstens noch erwähnen möchte, dass ich Amanda Palmer großartig finde. Ihre mutige Art, der Drang zu schaffen und kreieren, das Talent, Gefühle und Gedanken in treffende, rührende Worte zu packen - das ist sehr inspirierend. Nicht umsonst habe ich sie in meine Top 5 der inspirierenden Frauen gepackt. Zeitgleich mit dem Musikvideo kam auch eine neue Version der Platte unter dem Namen Piano Is Evil heraus, auf der sie die Songs nur mit Piano und Gesang noch einmal aufgenommen hat. Als Ergänzung ganz nett, jedoch bleibe ich grundsätzlich beim Original. Ich fühle gerade schon wieder, wie ich in eine Amanda Palmer-Spirale gesogen werde. Powerfrau - ein irgendwie schrecklich abgedroschener Begriff, der in diesem Fall trotzdem zutrifft.

Lieblingslieder: Grown Man Cry // Bottomfeeder // The Bed Song // The Killing Type // Do It With A Rockstar

Sonntag, 23. Juli 2017

Chronic Sunshine: Lieblingslieder der vergangenen Monate

In meinen Entwürfen sind viele fantastische Songs liegen geblieben, weil ich es nicht auf die Reihe bekommen habe, meine Musiktipps zu schreiben. Und weil ich auch gar nicht mehr hinterherkommen würde, habe ich sie nun kurzerhand in eine Playlist gepackt. Einfach, um meine Lieblinge der letzten Zeit erwähnt zu haben. Es wäre doch schade drum. Viel Spaß beim Hören des sehr kunterbunten Mixes, auf dem Pop, Elektro, Rock, Folk und Alternative-Zeugs vertreten sind!



Sonntag, 2. Juli 2017

Mein erstes Festival: Graspop Metal Meeting 2017

Mein erstes Festival? Ich weiß, ich weiß. Ich kann es selbst kaum glauben, dass es mich Musiknerd vierundzwanzig Jahre gebraucht hat, um ein Festival zu besuchen. Bisher kam immer etwas dazwischen. Entweder hatte ich keine Zeit oder nicht das nötige Geld, konnte nicht das richtige Festival oder die geeignete Begleitung finden. Das Graspop Metal Meeting im belgischen Dessel ist eine jährliche Tradition meines Freundes. Um endlich diese Erfahrung zu machen, nötigte ihn quasi dazu, mich dieses Mal mitzunehmen.


Freitag
Abends gegen halb neun Uhr machten wir uns mit großen Reiserucksäcken aufgeschnallt auf den Weg. Zum Festival fuhren wir mit dem Fahrrad, da Freund K. ortsnah wohnt. So erreichten wir nach guten dreißig bis vierzig Minuten das Gelände. Unsere Armbänder hatten wir bereits tagsüber geholt und auch das Zelt hatten Freunde bereits am Vortag für uns aufgeploppt. Deshalb konnten wir bei der Ankunft auf dem Campingplatz gleich alles für die Nacht vorbereiten und danach zum Festivalgelände stiefeln. Erster Eindruck: Verdammt viele Flaschen und Becher auf dem Boden zerstreut (Pfand gibt es in Belgien nicht, damit auch keine Flaschensammler), ein beleuchtetes Riesenrad, das in den Himmel ragt und Musik aus allen Richtungen. Auf ins Getümmel!

Am Freitag waren wir eigentlich nur für Rammstein angereist, wie so viele, denn an dem Tag waren alle Tickets restlos ausverkauft, und platzierten uns eine gute Stunde vor Beginn vor der entsprechenden Bühne. Selbst zu dieser Zeit war es dort schon rappelvoll. Während wir warteten, spielte noch die norwegische Black Metal-Band Emperor. Begeistern konnte sie mich nicht, deshalb zähle ich auch Rammstein als meine erste Festivalband. Ich mache mir die Welt, wide wide wie sie mir gefällt. Es ist schon ein Erlebnis, Rammstein live zu sehen. Viele Lieder konnte ich auch noch mitsingen, nachdem die Musik für einen Großteil meiner Kindheit aus dem Nachbarzimmer meines Bruders schallte. Mehr Flammenwerfer, Funken und Feuerwerk lässt sich in so eine Show kaum packen. Dazu kommen Sänger Till Lindemann, der sich bei ausufernden Bewegungen die Stirn am Mikrofonständer blutig schlug, aber trotzdem unbeirrt weitermachte, und der wunderschöne Glitzeranzug von Keyboarder Christan Lorenz. Ein rundum gelungener Auftritt.


Samstag
Am nächsten Morgen machten wir uns bereits um elf Uhr fertig, um zu einer Band zu gehen, die ich mir im Voraus herausgesucht habe. Avatar heißt diese, ist aus Schweden und gewinnt mich nicht nur mit guter Musik, sondern auch ausgefallener Schminke und Kostümen. Insgesamt soll das eine meiner liebsten Shows des Wochenendes werden. Zurück im Zelt schaute ich auf mein Handy und mich befiel plötzlich Heimweh. Denn es war mein Geburtstag und ich bekam liebe Nachrichten von Freunde und Familie. Für ein paar Stunden hatte ich das Gefühl, vielleicht einen Fehler gemacht zu haben, sitze ich hier in der heißen Pampa Belgiens herum, statt zu Hause zu sein. Zum Glück fing ich mich letztendlich wieder und vermieste mir nicht den ganzen Tag mit dem Gedanken.

Im Laufe des Tages schauten wir uns noch Danko Jones an, von dem mir zwei Lieder gut gefallen haben, sonst waren mir die Lieder zu eintönig, sowie Clutch, zu denen in meinen Notizen ein 'in Ordnung' steht, an deren Auftritt ich mich nicht allzu sehr erinnern kann. Zwischendurch lauschten wir zufällig Alter Bridge, die ich ziemlich angenehm fand. Bei Five Finger Death Punch beeindruckte mich vor allem der Dreadlock-Tentakel-Bart von Bassist Chris Kael. So wurde es Abend und Deep Purple kamen auf die Bühne. Wir schauten uns aus irgendeinem Grund sogar den gesamten Aufritt an, obwohl die Herren einige sehr verwirrende und peinliche Aktionen veranstalteten. Zudem ist die Musik nicht gut gealtert und wohl nur aus nostalgischen Gründen zu ertragen. Als letzten Act des Abends gab es In Flames. Doch auch hier war uns nach einigen Liedern klar, dass es nicht unsere Musik ist. Also ab ins Bett!


Sonntag
Für den Sonntag waren dreißig Grad mit knallendem Sonnenschein angesagt. Das versprach eine Steigerung des Vortags, an dem es bereits unglaublich staubig und trocken war. Unglücklicherweise hatte Freund K. seine Mütze und Sonnenbrille vergessen und es dürstete uns beide nach einer Dusche. So war die Idee geboren, am Sonntag schnell mit dem Fahrrad nach Hause zu huschen. Was für ein Segen, nicht so einen weiten Weg zu haben. Wir sprangen unter die Dusche und in den Pool, cremten uns fett mit Sonnencreme ein (obwohl ich trotzdem einen fetten Sonnenbrand auf dem Rücken kriegen sollte) und fuhren erfrischt mit gehobener Laune zurück zum Festival. Dort gab es zunächst Mittagessen. Da die Gaskartusche spontan abkratzte, mussten wir auf andere Lebensmittel ausweichen und so kam es zu meiner Erfindung des Erdnuss-Sandwiches. Man braucht Brötchen, (ungesalzene) Erdnüsse und nach Belieben Ketchup und Mayonnaise. Zack fertig!

Zurück auf dem Festivalgelände sahen wir uns die Glam-Metal-Band Steel Panther an, die ich rein musikalisch eigentlich schätze. Nur deren sexistische Attitüde war ab einem bestimmten Punkt einfach nicht mehr witzig. Aber wir hatten sowieso nicht geplant, bis zum Ende zu bleiben. Ich wollte nämlich zu Graveyard, die Bluesrock vom Feinsten machen. Den Gig genoss ich total und höre das Album seitdem häufig. Auch eine Fahrt mit dem Riesenrad musste drin sein. Wir hatten sogar das Glück, dass die Leute vor uns noch einen Gutschein übrig hatten, den sie uns überreichten. Ha!

Headliner Evanescence war mehr aus nostalgischen Gründen hörenswert, sonst ist die Band in den letzten Jahre nicht mehr weit gekommen. Eine umso größere Überraschung war für mich an dem Abend Rob Zombie, der eine geniale Show lieferte und von dem ich mir in Zukunft vermehrt Musik anhören möchte. Während der Freund Sum 41 auscheckte, die mich null interessierten, holte ich mir aus dem Zelt meine Jacke, weil es doch langsam kühl wurde. Auf dem Rückweg bei meinem gemütlichen Spaziergang vom Campingplatz schallte es von der Hauptbühne gerade Wind of Change von den Scorpions. Ein sehr schöner, kleiner Moment, bei dem viele Menschen unterwegs mitsangen, und dass obwohl ich schon total kaputt und erledigt war. Doch eine Band gab es auf den Wunsch von K. noch anzusehen. Sabaton, deren Texte eine einzige Glorifizierung von Krieg und Töten darstellen, war aus dem Grund das Schlechteste, das ich mir je live ansehen muss. Ich dachte, ich bin im falschen Film, als die Menschen um mich herum eifrig mitgrölten. Yeah, Töten ist cool. Wir sind mutig, wenn wir in den Krieg ziehen und ausgedachte Konzepte wie Nationalität und Grenzen verteidigen und dafür andere Lebewesen massenweise abschlachten! Grauenvoll. Dazu wurde mir auch noch schwindlig, als ich mich gerade vor Erschöpfung hinsetzen wollte. So fuhren wir ein wenig früher nach Hause, wo erneut eine Dusche und ein weiches Bett auf uns wartete.



Abschließende Gedanken

  • Konzertohrstöpsel sind ziemlich toll. Unnötiger Lärm wird ausgeblendet und man hört die Musik aus dem Lärm viel besser heraus. I never knew!
  • Nach einigen Horrorgeschichten von anderen waren die Toiletten überraschend akzeptabel. Ich hätte viel Schlimmeres erwartet. Man konnte spülen, sie wurden regelmäßig gereinigt - besser als auf so manchem Campingplatz.
  • Was ist eigentlich der Sinn dahinter, dass Idioten ihre nicht ganz leeren Bierbecher durch die Menge schmeißen? Ich ging mit nicht einem Kleidungsstück nach Hause, das nicht nach Alkohol stank, obwohl ich keinen Tropfen angerührt habe.
  • Es kann sehr anstrengend werden, stetig zwischen betrunkenen und/oder übermütigen Leuten zu sein und die Eskapaden mitzubekommen. Festivals scheinen teilweise das Schlechteste aus den Menschen herauszubringen.
  • Trotzdem macht es irre Spaß, so viele verschiedene Live-Acts zu sehen. Die Musik war also wieder einmal, die mich nicht hat durchdrehen lassen. Wir haben uns zusammengerechnet 14 Bands teilweise oder ganz angeschaut.
  • Ich möchte definitiv auf weitere Festivals gehen!

Freitag, 26. Mai 2017

Musiktipps #13: At least I try to keep my cool when I'm thrown into a fire

Musikalisch ging es in den letzten Wochen richtig ab. Überzeugen konnten mich nicht nur zahlreiche Neuveröffentlichungen, auch entdecke ich allerhand ältere Musik für mich. Ich muss in den nächsten Wochen wieder vermehrt Musiktipps schreiben, sonst kriege ich das in meinen Empfehlungen gar nicht unter. Fangen wir diesmal mit ein paar sommerlichen Tunes an!



The Answer von Joss Stone
Bereits vor knapp zwei Jahren hat Joss Stone ihr siebtes Album Water For You Soul herausgebracht. Leider konnte ich mich nicht damit anfreunden. So war es das erste Album der englischen Sängerin, das ich mir nicht zulegte (was zugegeben auch minimalistische Gründe hatte). Die Reggae-geprägte Musik klingt im Verlauf des Albums eintönig. Der einzige Song, der für mich positiv herausstach, war The Answer. Er stellt quasi eine Explosion aus unterschiedlichen, kulturellen Einflüssen dar - afrikanische Trommelbeats, ein keltisches Geigenspiel und ein Gospelchor. Zusammen mit dem Video macht diese Single so gute Laune und vermittelt einfach Lebensfreude, was ich in letzter Zeit sehr gebraucht habe. Überhaupt bin ich ich momentan wieder im Joss Stone-Vibe und verfolge sehr gern ihre nach drei Jahren immer noch andauernde Total World Tour, auf der sie mit lokalen Künstlern verschiedenster Länder kollaboriert und musiziert.

find your strength, fight for peace
there's a light in your release
let love win, just give in
goodness is bright
so you can see the answer



Malibu von Miley Cyrus
Die alte Miley ist zurück, tönt es von vielen Fans. Das ist natürlich Quatsch. Selbst wenn sie Twerking, Drogen und die ewig herausgestreckte Zunge (vorerst) hinter sich lässt, wird sie jene Phase stark geprägt haben. Nun nimmt sie selbst Abstand davon, wie sie im Interview erzählt. Sie wolle bei ihrer Beerdigung nicht nur als Diejenige erinnert werden, die nackt auf einer Abrissbirne ritt. So schließt sich ein Kapitel und ein neues beginnt, mit dem ich mich soweit wieder besser identifizieren kann. Ihre neue Single Malibu ist sicher keine musikalische Erleuchtung, aber ich finde sie durchaus eingängig und hörenswert. Ich mag besonders, wie Dankbarkeit und Liebe darin zum Ausdruck kommen. Und wer sich einen Live-Version anhören möchte, dem sei Cyrus' Auftritt bei den Billboard Music Awards ans Herz gelegt, der sich mehr Richtung Country wagt.



After Laughter von Paramore
Auch die US-amerikanische Band Paramore haben ein neues Album herausgebracht. Bei den ganzen Wechseln der Mitglieder kommen die meisten sicher gar nicht mehr hinterher. Momentan sind es wieder drei, zwei aus der Originalbesetzung, so viel ist sicher. Mit After Laughter rücken Paramore dabei noch weiter vom Punk-Pop-Rock der ersten Veröffentlichungen weg und widmen sich einem eher synthigen Pop-Sound, der an manchen Stellen an die Talking Heads erinnert. Ich musste mich einige Male durch die Lieder hören, um mich daran zu gewöhnen. Insgesamt mag ich jedoch immer noch die Energie in der Musik und die persönlichen Texte, wenn ich mir auch einen größeren Wow-Effekt von den Songs gewünscht hätte. Im Juli werde ich trotzdem bei einem Termin der Tour dabei sein, das letzte Konzert von Paramore besuchte ich schließlich 2009, also vor acht Jahren. Es wird mal wieder Zeit.

Lieblingslieder: Told You So // Fake Happy // Forgiveness

Dienstag, 9. Mai 2017

Meine Top 5 der Beiträge zum ESC 2017

Eigentlich bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den Eurovision Song Contest 2017 werde schauen können. Grund dafür ist eine Geburtstagsfeier einer Freundin am dem Tag, von der ich es vielleicht nicht rechtzeitig zurückschaffe. Nichtsdestotrotz habe ich mich vorbereitet, nur für den Fall der Fälle. Ein wenig würde mir die zur Tradition gewordene Kommerz-Musikveranstaltung schon fehlen. Nein, es geht nicht um musikalische Qualität, schließlich gewinnt meist der Song mit dem geringsten Mainstream-Widerstand. Und ja, die Wertung dürfte auch nicht immer ganz fair ausfallen. Irgendwie hat es aber was, wenn Millionen Menschen aus Europa, mitunter sogar der ganzen Welt, zusammenkommen und die Musik feiern. Deshalb veröffentliche ich auch dieses Jahr wieder meine Top 5. Wie ich aus Erfahrung weiß, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich einer meiner Favoriten gewinnt, sehr gering. Also gleichzeitig hiermit auch mein Beileid an die folgenden Songs, die meiner Meinung nach besten Beiträge des diesjährigen ESCs.


Mazedonien: Dance Alone von Jane Burčeska
Mazedonien liefert einen simplen, eingängigen Elektro-Popsong ab. Er erinnert mich vom Sound her an das Dignity-Album von Hilary Duff, das ich früher ziemlich mochte und aus Nostalgiegründen immer noch gern höre. Auch die Stimme von der ehemaligen Castingshow-Teilnehmerin passt in der Hinsicht. Keine aufregende Nummer, aber ich kann mir vorstellen, dass Dance Alone für gute Stimmung an dem Abend machen könnte und zum Tanzen einlädt. 




Armenien: Fly With Me von Artsvik
Ein wenig experimenteller geht es in dem Song der armenischen Sängerin zu. Also Elektro-Ethno-Popsong wird Fly With Me bezeichnet. Ich bin selbst ja ein großer Freund von etwas ausgefallenerer Musik, daher passt der Song genau in mein Beuteschema.



Portugal: Amar Pelos Dois von Salvador Sobral
Mein erster eindruck: Ach Gottchen! Wie kitschig dieser Auftritt doch wirkt mit den Streichern und dem lieb lächelnden Milchbubi. Insgesamt muss ich jedoch sagen, gefällt mir das Orchester und seine helle Stimme doch gut. Besonders im Vergleich mit dem anderen ewig gleichen Popgedudel sticht Amar Pelos Dois sehr heraus. Auch dass er in seiner Muttersprache Portugiesisch singt, macht den Beitrag für mich noch besser. Nein, dem Schmalz kann ich mich nicht enziehen. Im Gegensatz, ich bin darin ausgerutscht und mache nun selig Schmalzengel hinein.



Bulgarien: Beautiful Mess von Kristian Kostov
Kostov ist mit seinen siebzehn Jahren der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr. Die Information ist für den Beitrag nicht wirklich relevant. Aber wenn jemand 2000, in Worten zweitausend, geboren wurde und trotzdem alt genug ist, beim ESC anzutreten, fühle ich mich echt alt. Ansonsten ist der Song eigentlich nach dem typischen Balladenschema aufgebaut. Aber besonders die Instrumentalisierung mit den zahlreichen, gleichzeitig nicht überladenden Tonspuren macht den Song interessant.



Finnland: Blackbird von Norma John
Ich tat mich schwer damit, einen fünften Song zu finden. Die ersten vier sind mir beim spontanen Durchhören gleich positiv aufgefallen. Viele weitere Lieder waren für mich furchtbar bis semi-gut, oder einfach nicht besonders genug. Rein musikalisch gesehen mag ich diese Ballade, weshalb ich mich für sie entschieden habe. Das Pochen im Hintergrund, das Düstere, Schwere spricht mich an. Wahrscheinlich wird Blackbird jedoch in dem großen Gewimmel und Tumult der Show ziemlich untergehen.

Montag, 17. April 2017

#pmdd22

Gestern stand wieder einmal der Picture My Day-Day an. Die Aktion findet jetzt schon seit einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig statt. Dabei geht es darum, dass Leute mit Blog, Twitter, Instagram oder einer anderen Plattform ihrer Wahl, einen Tag lang Bilder von ihrem Leben einfangen und sie anschließend hochladen. Endlich kann unsere Neugier bezüglich anderer Leute Privatleben ein wenig gestillt werden! Dieses Mal wurde der Picture My Day-Day von Guddy und Marcus von Fried Phoenix ausgerichet. Die Beiträge anderer Teilnehmer könnt ihr in diesem Überblick finden.

Meinen Tag habe ich nicht etwa umgeben von Familie verbracht. Irgendwie wird Ostern bei uns nicht strikt gefeiert. Stattdessen war ich in meiner Studentenbude in Leipzig mit meinem Freund aus Belgien, der mich momentan für eine Woche besucht. Zusammen haben wir die meiste Zeit gefaulenzt, was mir jedoch gar nichts ausgemacht hat. MAZ ab!



Moin!



Beschäftigen, während ich darauf warte, dass der Freund aufwacht.



Nach dem Aufstehen gleich eine Wäsche anstellen, um was von den unlieben Aufgaben des Tages hinter mich zu bringen.



Frühstück!



Osterpost lesen, die von meinem Papa im Briefkasten lag.



Mich nach vielem Bummeln endlich mal frisch machen.



Ein bisschen in Musikalben der letzten Zeit hineinhören. Ausgerechnet das abgebildete von Father John Misty hat mir nicht so gefallen, obwohl das ja momentan so gefeiert wird. Finde es klanglich zu langweilig.



Ein paar Videos laufen lassen. Hier eine meiner Lieblingsyoutuberinnen der letzten Monate Kathryn Morgan.



Fensterbrettkatze.



Lesen. Momentan ist das der Scheibenwelt-Roman Wachen! Wachen!, jedoch bin ich dabei ein wenig eingenickt.



Süßigkeiten füreinander verstecken, suchen, finden und verspeisen.



Simon and Martina-Videos anschauen.



Abwasch.



Zusammen Spaghetti mit Tomatensoße kochen. Wir sind beide nicht so die erfahrensten Köche, trotzdem hat es ziemlich gut geschmeckt.



Den Abend entspannt mit dem Film Robin Hood: Men In Tights, Süßigkeiten und Cider ausklingen lassen.



Bettzeit.

Freitag, 31. März 2017

Musiktipps #12: All I ever wanted was some love and peace and harmony

Wie die Zeit rast. In einem der letzten Beiträge hatte ich gerade das letzte Semester hinter mir, schon fängt in der kommenden Woche das neue an. Dabei habe ich in den vergangenen Wochen nicht so viel auf die Reihe bekommen, wie ich wollte. Auch nach drei Jahren als Studentin habe ich immer noch die größten Schwierigkeiten, mir meine Aufgaben und Zeit einzuteilen. Was ich jedoch angefangen habe, sind Ballettstunden. Im Januar hatte ich eine Phase, in der ich einfach nicht aufhören konnte, in jeder freien Minute Ballettvideos zu schauen und irgendwann wurde der Drang groß, das selbst auszuprobieren. Nachher geht es also schon zu meiner dritten Stunde. Ich habe nicht die Intention, unglaublich gut zu werden. Dafür beginne ich wohl auch gute zwanzig Jahre zu spät. Doch bereitet es mir Freude und schaden kann es meinem bislang kaum vorhanden Fitnesslevel und meiner Haltung nicht. Welche für euch neuen Dinge habt ihr zuletzt ausprobiert?
Reden wir aber nun über Musik.



Macy Gray
I'm feelin' da Macy Gray vibe again! Als Jugendliche bin ich eine Weile sehr auf die Sängerin mit der kratzigen Stimme abgefahren. Mir kommt gerade sogar eine ganz bestimmte Erinnerung mit ihr in den Sinn. An einem Morgen, noch vor der Schule, saß ich wie üblicherweise während des Frühstücks vor dem Fernseher. Plötzlich lief eine Übertragung des Macy Gray-Konzert in Las Vegas von 2005. Ich weiß noch, wie ich hin und weg war. Dieses rote Glitzerkleid, ihr riesiger Afro und eine Stimmung im Saal, die mich bannte. Sie ging total in ihren Liedern auf und sowohl die Musiker, Background-Sängerinnen als auch das Publikum strahlten so viel Wonne aus. Jedenfalls konnte und wollte ich mich nicht vom Bildschirm lösen und schaute das Konzert bis zum Ende an. Dadurch verpasste ich die erste Schulstunde. Jep, ganz richtig. Das einzige Mal, das ich je schwänzte, und ich mache Macy Gray dafür verantwortlich. Für mich gehört sie bis heute zu den ganz Großen und jeder sollte zumindest mal von ihr gehört haben.

Lieblingslieder: I Try // The Letter // Sweet Baby // Bang Bang // I've Commited Murder // Hands



Toothpaste Kisses von The Maccabees
Dieses Lied hat mir Spotify in die Abspielliste gespült. Ein wunderschönes Liebeslied mit einem sehr herzerwärmenden Songtext. Am Anfang erinnert es noch ein wenig an den typischen Gitarren-Strand-Sound von Jack Johnson, doch nach und nach baut es sich immer weiter auf und macht sein ganz eigenes Ding. Von The Maccabees habe ich bislang gar nichts gehört. Und überhaupt ist die Neuentdeckung wahrscheinlich einen Ticken zu spät, denn die Indie Rock-Band befindet sich momentan auf ihrer Abschiedstour und hören somit bald auf. Schade eigentlich.

Lay with me, I'll lay with you
We'll do the things that lovers do
Put the stars in our eyes
And with heart shaped bruises
And late night kisses, divine

Sonntag, 12. März 2017

Musiktipps #11: You're burning brightly and I need you to light me up

Das Bild stammt noch von meinem Besuch in Flandern bei meinem Freund. Ein kleines Schloss in einem kleinen Städtchen bei Sonnenuntergang. Eine sehr schöne Erinnerung. Mittlerweile bin ich wieder zurück und das Leben plätschert so vor sich hin. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.



Flyte
Die vier Burschen der Londoner Band machen bereits seit über drei Jahren Musik, haben jedoch noch immer kein Album herausgebracht. Es gibt immerhin schon einige Singles und EPs feinsten Indie-Pops. Die neueste Single Echoes hat mich wieder daran erinnert, wie sehr ich schon vorige Lieder von Flyte gemocht habe. Also - zack bumm - wieder hineingehört und seitdem laufen sie bei mir fast täglich. Besonders mein persönlicher Favorit Light Me Up konnte sein Dauerschleifen-Potenzial schon bestätigen.

Lieblingslieder: Light Me Up // Echoes // Please Eloise



La La Land Soundtrack
Zu La La Land muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Bei dem Hype und natürlich spätestens nach dem Oscars-Fauxpas dürfte das Musical jedem ein Begriff sein. Ich habe den Film erst vor zwei Wochen, und damit relativ spät, gesehen und finde ihn ganz ausgezeichnet. Aber ist auch genau mein Genre. Besonders das Ende der Geschichte hat mich berührt und mich noch lange darüber grübeln lassen. Dem Soundtrack lauschte ich seither ständig, sodass ich die Melodien kaum mehr aus meinem Kopf bekomme. Einen Oscar hätte ich La La Land vielleicht auch nicht gegeben, trotzdem bleibt er auf mehreren Ebenen herausragend.

Lieblingslieder: A Lovely Night // Audition (The Fools Who Dream) // Planetarium

Dienstag, 28. Februar 2017

EVERYBODY WONDERS, VERY FEW SHALL KNOW - Foxygen im Columbia Theater Berlin Feb 2017

Foxygens kürzlich veröffentlichtes Album Hang habe ich vor ein paar Wochen in meinen Musiktipps hoch angepriesen. Aus dem Grund konnte und wollte ich mir nicht ihren Berlin-Termin am 23. Februar im Columbia Theater Berlin entgehen lassen. Dabei probierte ich, mir nicht allzu große Hoffnungen zu machen, denn dies sollte mein bereits zweites Konzert bei dem US-amerikanischen Zweiergespann sein. Vor guten zwei Jahren musste ich durchaus Kritik äußern. Trotzdem war ich neugierig, ob sich in der Zwischenzeit live was verändert hat und vor allem, wie die neuen orchestrierten Songs auf der Bühne umgesetzt werden würden. Doch gehen wir chronologisch vor.

Das Columbia Theater finde ich immer angenehm, weil es nicht allzu groß ist. Es ist gerade richtig, um sich nicht eingeengt zu fühlen. Trotzdem kann man alles gut mitbekommen und sehen. Ich selbst verkrümelte mich an diesem Abend ein wenig an die Seite, weil ich einen eher entspannten Abend haben wollte. Pünktlich um 21 Uhr kam die Londoner Vorgruppe The Big Moon auf die Bühne. Die vier Frauen machen eingängigen, tanzbaren Alternative Rock und konnten mich sofort überzeugen. Definitiv einer der besseren Bands, die ich durch ein Konzert entdeckt habe. Seitdem habe ich mir ihre Lieder mehrmals angehört und hoffe, sie irgendwann wieder live erwischen zu können. Im April kommt jedoch erst einmal ihr Debütalbum heraus, auf das ich mich schon freue. Soweit also ein Erfolg.


Eine Stunde später ging es mit der eigentlichen Show los. Nach der anfänglichen Euphorie in den ersten Liedern, musste ich leider einsehen, dass sich seit meinem letzten Besuch nicht viel getan hat. Die Musiker selbst sind wieder super und geben ihr Bestes. Die Band wurde außerdem um zwei Bläser erweitert. Das ist im Angesicht des Orchesters auf dem Studioalbum ausbaufähig, aber insgesamt in Ordnung. Der instrumentelle Part war insgesamt großartig. Sängerin Gabriella Cohen und Bandmitglied Jonathan Rado selbst übernahmen den Hintergrundgesang und retteten, was zu retten war. Denn der Gesang war leider wieder der Punkt, an dem es scheiterte.

Ich verstehe das nicht, denn Leadsänger Sam France kann eigentlich gut singen. Doch wirkte er an dem Abend neben der Spur und absolut verwirrt. Er hampelte und sprang unkontrolliert herum. Statt zu singen, schrie oder sprach er bei 90 Prozent der Lieder bloß ins Mikrofon. Manchmal vergaß er den Songtext oder hörte einfach ganz auf zu singen. Zwischen den Liedern wiederholte er jedes Mal die gleichen Worte. ThankyouforcomingandlisteningtoournewmusicwealwayslovetobeinBerlin.Wenigstens musste ich mir das Chaos nicht erneut aus der Nähe geben, weil ich brav am Rand des Publikums geblieben bin. So probierte ich mich so gut wie möglich auf die Musiker und Sängerin Cohen zu konzentrieren, die sich arg Mühe gaben, eine gute Show abzuliefern. Doch durch Sam Frances Egotrip litt nicht nur die musikalische Qualität, sondern die ganze Stimmung kippte oft von Ausgelassenheit zur allgemeinen Ratlosigkeit ob der Verrücktheit auf der Bühne.


Kommen wir noch zu einem positiven Punkt des Abends: die Setlist. Obwohl mein absolutes Lieblingslied How Can You Really von Foxygen bei diesem Tourtermin leider nicht gespielt wurde (in Paris zum Beispiel schon), hat es die Musikgruppe ja echt nicht schwer bei der Auswahl an guten Liedern. So dürften sie so ziemlich alles vom neuen Album gespielt haben. Aber auch die Hits San Francisco, No Destruction oder Shuggie gab es auf die Ohren. Mein persönlicher Höhepunkt war die Performance von Trauma, einem der neuen Stücke. Hier stimmte der Gesang nämlich mal und ich bekam einen kleinen Einblick, wie gut ein Konzert von ihnen sein könnte. Die Stimmung während dieses dramatischen Songs empfand ich als regelrecht bedrückend und es war sehr ergreifend. Ein wunderschöner Moment.

Nach fünfzig Minuten Spielzeit befanden wir uns auch schon in der ersten und letzten Zugabe des Abends. Nach einer Stunde war das Konzert auch schon wieder vorüber. Autsch! Zu kurz und chaotisch für meinen Geschmack. Wenigstens hat das Ticket nur gute 20 Euro gekostet, sonst würde ich mich sicherlich mehr darüber ärgern. So hat nämlich wieder nicht zu einem Erlebnis gereicht, das ich als großartig bezeichnen kann. Mal sehen, ob ich mich in Zukunft an meinen eigenen Rat halte und die Konzerte meide. Ich liebe die Musik von Foxygen, aber als Live-Band kann ich sie beim besten Willen nicht empfehlen.

Freitag, 17. Februar 2017

Musiktipps #10: It's all gonna be magnificent

Endlich ist für mich die Prüfungszeit vorbei. Mir ist wieder aufgefallen, dass es als Student wirklich nicht viel Sinn macht, sich großartig Neujahrsvorsätze zu überlegen. Denn mindestens der Januar ist so durchs Lernen verplant, dass man kaum Kopf für etwas anderes hat. Doch nun stehen mir knapp zwei Monate offen. Mit der Recherche für meine Bachelor-Arbeit, Üben für ein Sprachzertifikat in Esperanto und Bewerbungen, die geschrieben werden wollen, habe ich immer noch Einiges zu tun. Die Zeit kann ich aber selbst einteilen und mir auch mal freinehmen. Außerdem stehen erfreuliche Ereignisse an, wie ein Besuch beim Freund in Belgien, einige Konzerte und die Leipziger Buchmesse. Und natürlich so viel Musik hören, wie ich nur möchte. Apropos... (I'm the Queen of Übergänge)



The Witcher 3: Wild Hunt Soundtrack
Ich habe das Videospiel nie selbst gespielt. Aber vor einer ganzen Weile las ich einmal, dass es beim Lernen, und konzentrierter Arbeit im Allgemeinen, hilfreich sein kann, Soundtracks von Videospielen zu hören. Denn die seien schließlich dafür geschaffen, sich auf etwas zu fokussieren, sich nicht ablenken zu lassen und möglichst lange dranzubleiben. Inwieweit das bei mir zutrifft oder ob ich einfach generell gut mit instrumentaler Musik zurecht komme, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls finde ich die Musik von The Witcher 3 großartig und habe ihn kürzlich besonders beim Lernen zum Einsatz kommen lassen. Ich habe auch in andere Videospiel-Soundtracks hineingehört, aber bislang reichte noch keiner an diesen heran. Zwar ist ab und zu Gesang dabei, aber soweit ich das recherchiert habe, ist der Text in Bulgarisch. Was ist nicht verstehe, lenkt mich auch nicht ab. Das Video beinhaltet diesmal übrigens keinen ausgewählten Song, sondern eine kurze Dokumentation darüber, wie die Geräusche und die Musik des Videospiels produziert und aufgenommen wurden. Es war nicht nur ein Orchester am Werk: An vielen Stellen wurden außerdem traditionelle Musikinstrumente, wie Laute oder das russische Saiteninstrument Gusli, benutzt. Sehr interessant!

Lieblingslieder: Go For It // The Tree When We Sat Once // Drink Up, There's More! // Eyes Of The Wolf



Little Fictions von Elbow
Ein wunderschönes Cover allein ist kein guter Grund, ein Album zu mögen. Aber ein wunderschönes Cover ist ein verdammt guter Grund, überhaupt erst neugierig auf ein Album zu werden. Dies war der Fall bei Elbows kürzlich veröffentlichten Album Little Fictions. In diesem Fall ein echter Glücksgriff, denn die Lieder der britischen Band aus Manchester gefielen mir auf Anhieb. Sie strahlen eine gewisse Ruhe und Wärme aus, ohne langweilig zu sein. Was sie für mich jedoch besonders hervorhebt, sind die Songtexte. Mit einer sehr bilderreichen, poetischen Sprache erzählen sie kleine Geschichten, die sich sofort im Kopf des Lauschenden entfalten. Absolut hörenswert!

This is where the echoes swell to nothing on the tide
And where a tiny pair of hands
Finds a sea-worn piece of glass
And sets it as a sapphire in her mind

Lieblingslieder: Magnificent (She Says) // Trust The Sun // All Disco



Alan Cumming Sings Sappy Songs: Live at the Cafe Carlyle von Alan Cumming
Im Jahre 2015 führte Alan Cumming die Premiere seiner Cabaret Show auf, mit der er seither durch die Welt tourt. Für all diejenigen, die sie leider noch nicht live genießen konnten, wurde der Abend aufgezeichnet und als Album veröffentlicht. Schande über mich, denn Alan Cumming war mir bis zur kürzlichen Entdeckung dieser Platte nur vage, wenn überhaupt, ein Begriff. Dabei kommt er mir sehr bekannt vor, trotzdem kann ich beim besten Willen nicht einordnen, warum oder woher. Soweit ich nun gelernt habe, ist er als Film- und TV-Schauspieler unterwegs, hat aber auch schon viel Varieté, Theater und Musicals gemacht. Da möchte ich mir gern noch einiges ansehen, weil Cumming einfach so verdammt sympathisch ist. Allein seinem schottischen Akzent könnte ich stundenlang zuhören. Zum Glück gibt es zwischen den sappy, also kitschigen, Liedern mit zahlreichen Anekdoten die Gelegenheit dazu. Das Programm hält alles parat, von brüllend komisch bis berührend. Und ich behaupte an dieser Stelle, man kann am Ende gar nicht anders, als Alan Cumming absolut großartig zu finden.

Lieblingslieder: Goodnight Saigon // Mother Glasgow // How Do Humans Live // And So It Goes

Sonntag, 5. Februar 2017

Musiktipps #9: God only knows what I'd be without you

Es ist momentan eine seltsame Zeit in meinem Leben. Mein Studium neigt sich mit dem Abschließen letzter Module und dem Beginn meiner Bachelor-Arbeit endlich dem Ende. Trotzdem stehen immer noch so viele Sachen offen. Was werde ich danach machen? Wohin wird es mich verschlagen? Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sich gern einen Plan machen und immer ungefähr wissen, wohin die Reise geht. Leider kann ich das gerade gar nicht. Die Ungewissheit plagt mich. Aber hey, keine Zukunftsangst zu haben, wäre sicher auch ungewöhnlich in einer solchen Phase des Lebens. Also mache ich das Beste daraus und lenke mich so gut wie eben möglich mit dem Studium, meinen Liebsten und kulturellen Veranstaltungen ab. Und mit Musik natürlich.



Secretions von Garfunkel and Oates
Die beiden Frauen der Band, Kate Micucci und Riki Lindhome, kannte ich bis vor zwei Jahren nur aus kleinen Nebenrollen in Fernsehserien. Doch dann schaute ich die gleichnamige Serie der beiden (die mit einer Staffel leider viel zu kurz war) und war von ihrem unverblümten Humor positiv überrascht. Kürzlich nahm Netflix eine Bühnenshow Trying To Be Special von Garfunkel und Oates ins Programm, das mich wieder auf den Geschmack gebracht hat. Die Lieder des Comedy-Duos sind musikalisch gesehen sicher nicht allzu anspruchsvoll, aber die Texte amüsant und kurzweilig. Eignet sich super beim Abwasch oder anderer lästiger Hausarbeit. Für euch getestet. Ich finde die beiden total sympathisch und freue mich schon auf weitere Projekte.

Lieblingslieder: Such A Loser // Rainbow Connections // Sports Go Sports



God Only Knows
Ich bin nicht sicher, warum, doch plötzlich bekam ich den Song God Only Knows letzte Woche einfach nicht mehr aus dem Kopf. Der Klassiker von The Beach Boys dürfte den meisten sicher bekannt sein. Allein schon, weil er so häufig gecovert wurde. Genau aus dem Grund lernte ich dieses wunderschöne Liebeslied ursprünglich auch gar nicht in seiner originalen Version kennen. Als Joss Stone-Fan kamen ihr Cover und das von Claudine Longet (vom Soundtrack meiner Lieblingsserie Gilmore Girls) bei mir chronologisch an erster Stelle. Doch irgendwann beschäftigte ich mich näher mit The Beach Boys und muss mittlerweile sagen, dass das Original in diesem Fall immer noch unübertroffen ist. Die unverkennbaren Harmonien und ein berührender Text machen God Only Knows zu einem Meisterwerk. Im Anschluss habe ich Cover aufgelistet, die sich meiner Meinung nach aber auch hören lassen können. Welche ist eure liebste Version?

Coverversionen: The London Symphony Orchestra // Joss Stone // Claudine Longet // Jamie Cullum // Joe Grass

I may not always love you
But long as there are stars above you
You never need to doubt it
I'll make you so sure about it
God only knows what I'd be without you

Dienstag, 24. Januar 2017

Musiktipps #8: Remember when we used to speak between the stars

Die Musiktipps sind zurück! Hoffentlich, denn wie viele andere Mitstudenten stecke ich momentan in der Vorbereitungsphase für die Prüfungen. Musikalisch gesehen ist in der Zwischenzeit nicht allzu viel passiert. Ende Dezember war ich bei Coppelius' vorerst letztem Konzert. Wie auch die zwei Male davor war es wieder großartig. Die Band überspitzt und übertreibt, wo sie nur kann und es ist jedes Mal ein Fest.
Auch habe ich ein paar musikalische Vorsätze für das Jahr 2017 - die zwei Drittel überhaupt all meiner Vorsätze ausmachen. Zum einen möchte ich mich mehr mit klassischer Musik beschäftigen. Das klappt momentan schon ganz gut. Der zweite Vorsatz ist, ein Mal im Monat ein Konzert oder Theaterstück oder Ähnliches zu besuchen. Weil ich 2016 einige Monate im Ausland war, schaffte ich es nicht zu vielen Konzerten und misste es schmerzlich. Gleichzeitig breche ich damit schon wieder, weil ich es im Januar nicht auf die Reihe kriegen werde bei dem ganzen Trubel momentan. Doch für Februar habe ich schon zwei Konzertkarten. Das gleicht das Ganze wieder aus. Genug Geschwafel an dieser Stelle. Starten wir mit den Musiktipps.



Hang von Foxygen
Am vergangenen Freitag kam endlich das neue Album von Foxygen heraus, eine Band, die ich bereits seit einigen Jahren schätze. Ein wenig skeptisch war ich schon, denn ihre letzte Veröffentlichung ...And Star Power hielt zwar mein Lieblingslied von ihnen bereit, war aber insgesamt eher unterdurchschnittlich. Ich konnte mich gerade einmal mit der Hälfte der Lieder anfreunden. Jedoch wusste ich schon nach dem ersten Durchhören von Hang, dass der Band wieder ein Meisterwerk gelungen ist. Leute, das macht mich gerade so glücklich. Diesmal haben sie für das Album ein Orchester hinzugeholt, was mich sehr begeistert. Manchmal fühlt man sich wie mitten in einem Musical oder Varieté - wie toll ist das denn, bitte? Sam France und Jonathan Rado haben auf jeden Fall was drauf, wenn es um das Inszenieren von Musik geht. Und natürlich immer mit der nötigen Portion Ironie (ich sag' nur and we woke up in the coconut wind). Zum Glück habe ich mir schon ein Ticket für ihre kommende Tour geholt, bei der sie auch in Berlin Halt machen. Zwar war das letzte Konzert vor ein paar Jahren sehr chaotisch, trotzdem bin ich sehr gespannt, zu sehen, wie sie dieses Album auf die Bühne bringen.
Fazit: Hang ergänzt die ohnehin schon beeindruckende Diskographie von Foxygen wunderbar und ich kann das Album nur wärmstens empfehlen. Meine einzige Kritik wäre, dass es mit einer halben Stunden Laufzeit leider viel zu kurz ist.

Lieblingslieder: America // Avalon // Upon A Hill // Rise Up



Feel Your Feelings Fool! von The Regrettes
Die zweite Empfehlung ist ebenfalls eine Neuveröffentlichung. Nachdem die US-amerikanische Band im vergangenen Jahr bereits einige überzeugende Singles herausgehauen hat, gab es Mitte Januar schließlich das vollständige Album. The Regrettes - das sind drei Frauen plus ein Kerl am Schlagzeug - veröffentlichen damit ihr Debüt. Die Musik bewegt sich zwischen Punk und Garage Rock. Über die Texte lässt sich wohl streiten. Manchmal klingen mir diese etwas zu sehr nach wütenden Teenagern. Tunes kann die Gruppe jedoch und insgesamt möchte ich ein paar Songs von ihnen nicht mehr missen. Ich bin gespannt darauf, was wir von der Band noch erwarten dürfen.

Lieblingslieder: Seashore // A Living Human Girl // Pale Skin // Picture Perfect

Montag, 9. Januar 2017

Mein Kopf hoch-Mixtape

Erst habe ich probiert, klischeegeladenen Weisheiten niederzuschreiben, um eine schöne und inspirierende Einleitung für dieses Mixtape zu haben. Fakt ist jedoch, ich kämpfe momentan ziemlich Motivations- und Energielosigkeit. Besonders wenn noch Menschen im Umfeld mit gleichen Problemen hinzukommen, kann es schon manchmal darin ausarten, dass man sich gegenseitig noch weiter herunterzieht. Irgendwie möchte ich dem jedoch langsam ein Ende setzen und probieren, mit diesen Liedern einen Funken Hoffnung zu wecken. Auch in mir. Manchmal läuft das Leben nun mal nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Aber irgendwie muss man da frontal durch, ob kriechend oder zumindest erhobenen Hauptes. Ach, da sind die Weisheiten ja doch. Schluss damit: hit it!




Es gibt natürlich auch wieder eine Youtube-Playlist.


Ben Howard - Keep Your Head Up
The Tallest Man On Earth - Troubles Will Be Gone
Paramore - Last Hope
Tom Petty and The Heartbreakers - I Won't Back Down
Jim Sturgess & Joe Anderson - With A Little Help From My Friends
Noah and The Whale - 5 Years Time
Rusted Root - Send Me On My Way
Frank Sinatra - Pick Yourself Up
Mama Cass Elliot - Make Your Own Kind Of Music
Nat King Cole - Smile
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...