Dienstag, 1. November 2016

Musiktipps der Woche #7: The darkness and the ghost, they dance so sweet and slow

Nach vier wundervollen Tagen beim Freund in Belgien bin ich wieder zurück in Leipzig. Schließlich lassen sich Uni und andere Verpflichtungen nicht allzu lange ignorieren. Kaum bin ich jedoch wieder da, hat mich eine fette Erkältung erwischt. Kann doch nicht wahr sein. Während viele Leute zu Halloween also unterwegs auf Partys waren, habe ich den Tag im Bett verbracht. Auf dass dieses Schniefen bald vorbei ist. Wenigstens konnten wir bereits am Wochenende ein paar Halloweensachen abhaken. Unmengen an Süßigkeiten essen, Halloween-Filme schauen (habe endlich mal Beetlejuice gesehen) und mein Halloween-Mixtape anhören. Immerhin etwas.



Citizen Of Glass von Agnes Obel
Die Dänin Agnes Obel hat ein neues Album herausgebracht. Zuvor kannte ich nur ihre Platte Philharmonics, die einige starke Lieder barg, mich insgesamt aber nicht komplett überzeugen konnte. Anders sieht das bei Citizen Of Glass aus. Auf diesem gesellen sich zu dem Piano nämlich auch Streicher und so ungewöhnliche Instrumente wie Glasharfe oder Trautonium, einem Vorläufer der heutigen Synthesizer. Das macht ihre Musik für mich viel runder, hat mehr Tiefe. Das Thema des Albums ist der gläserne Bürger, ein Ausdruck, der in der englischen Sprache als solcher gar nicht existiert. Der Verlust der Privatsphäre, Menschen, die ihr Leben zunehmend im Internet ausbreiten, darum geht es in dem Album. Gläsern - ja, so klingt die Lieder irgendwie. Aber auch bedrückend und warm und absolut schön!

Lieblingslieder: Red Virgin Soil // Stretch Your Eyes



Ticket To Ride von Cathy Berberian
Manchmal muss ich diesem Internet schon dankbar sein, weil es so viel Schätze versteckt hat. Vor ein paar Tagen habe ich nämlich diesen ausgegraben. Die US-amerikanische Sängerin covert einen Song der Beatles, im Stile klassischer Musik. Ich habe noch nie zuvor von Cathy Berberian gehört, was dem Fakt geschuldet sein könnte, dass sie leider bereits vor über dreißig Jahren verstarb. Ich finde die Version jedenfalls großartig. Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich mich wirklich mehr mit klassischer Musik beschäftigen sollte. Natürlich geschah das früher in der Schule im Musikunterricht, doch konnte man sich dort selten die Musik aussuchen, die einem selbst gefiel. Da habe ich noch ein weites Feld vor mir, das zu erforschen gilt.



Christmas Party von She & Him
Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass diese Platte erscheinen soll. Dafür ein umso überraschteres Yay über das neue Weihnachtsalbum von She & Him. Ihr erstes A Very She & Him Christmas gehört definitiv zu meinen liebsten Album für die Weihnachtszeit. Es gibt leider Menschen in meinem Umfeld, die strikt dagegen sind, Weihnachtslieder vor Weihnachten zu hören oder zu singen. Das bringe Pech. Aber wenn mich sie doch fröhlich machen, warum nicht? Deshalb lasse ich mich nicht davon abbringen. Ha! Auch auf diesem Album befinden sich wieder Cover bekannter Klassiker. Ich mag dabei ihre Umsetzung, die statt eines großen Ensembles ein wenig ruhiger und schlichter ist. Auch singen Zooey Deschanel und M. Ward nicht allzu ausgefallen oder kompliziert, sodass man super mitsingen kann. Was mehr will man von einem Weihnachtsalbum? Leider gibt es noch kein Musikvideo zu einem der neuen Songs, deshalb nehme ich eines von vor fünf Jahren.

Lieblingslieder: Christmas Memories // Christmas Don't Be Late // The Coldest Night Of The Year

1 Kommentar:

  1. Das neue Agnes Obel Album habe ich noch nicht durchgehört, aber das letzte gehört zu meinen absoluten Favoriten für den Herbst. Es vermittelt so eine tolle Stimmung von Herbstlaub und Blätterrascheln.
    Und tasuend Dank für den Tipp mit She & Him. Wie bei sir ist das andere Weihnachtsalbum hier hoch im Kurs und ich freue mich sehr über Nachschub :D
    Und gute Besserung für deine Erkältung!

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