Sonntag, 23. Oktober 2016

Musiktipps der Woche #6: This Human Mess

Am vergangenen Dienstag durfte ich die Kultband The Cure live in Berlin erleben. Für meinen persönlichen Geschmack ist die Mercedes-Benz Arena viel zu groß. Auch wenn sich das bei diesem Kaliber natürlich nicht ändern lässt. Als meine Mutter damals jedoch die Tickets ergatterte, waren die für die Stehplätze bereits ausverkauft. Deshalb stand beim Erreichen unserer Sitze in den nicht einmal ganz hinteren Rängen die Frage auf: "Haste mal ein Fernglas?" Eigentlich ironisch gemeint, sah ich später tatsächlich einige Besucher mit Fernglas. Trotz dieses Umstands war das Konzert großartig. The Cure standen knapp drei Stunden auf der Bühne und spielten alle Lieder, die man sich nur wünschen kann. Natürlich auch Klassiker wie Lovesong, Close To Me oder Friday I'm In Love. Letzterer war es auch, der die Leute in den Rängen endgültig von ihren Sitzen holte und zum Tanzen brachte. Insgesamt eine entspannte Atmosphäre und ein Robert Smith, der nach all den Jahren trotzdem noch nicht die Schnauze voll hat von den Songs, sondern Freude daran zu haben scheint. Ich bin sehr froh, bei einem Konzert dieser lebenden Legende dabei gewesen zu sein. Daher natürlich auch ganz wichtig zu erwähnen für diese Musikwoche.



I Don't Love Anyone (But You're Not Just Anyone) von Peter Doherty
Neben dem Fakt, dass es in der Vergangenheit viele Skandale um den Briten gab, weiß ich eigentlich gar nicht viel über Peter Doherty. Oder Pete, wie ihn die meisten noch zu nennen scheinen. Auch von seinen Bands Babyshambles oder The Libertines habe ich bislang nicht viel mitbekommen. Trotzdem hörte ich in den neu veröffentlichten Song hinein und bin spontan ganz begeistert. Das ist ja richtig gut - und ein verdammter Ohrwurm. Nun kann ich sein Album Hamburg Demonstrations, das am 2. Dezember erscheinen soll, kaum erwarten. Bis dahin höre ich mir das Lied noch ein wenig in Dauerschleife an und schaue dieses schön gemachte Musikvideo.




Linda von Devendra Banhart
Eigentlich hatte es mit diesem Song keinen guten Start. Denn er erinnert mich extrem an einen anderen. Das ist kein guter Grund, sich ein Lied immer wieder anzuhören. Das Ding ist aber, dass ich immer noch nicht herausgefunden habe, woran mich Linda erinnert. Ihr dürft mir bei der Suche gern weiterhelfen. Jedenfalls habe ich ihn mittlerweile so oft gehört, dass ich ihn richtig gern mag. Ansonsten bin ich nicht so angetan von Devendra Banharts neuestem Album Ape In Pink Marble. Seine Extravaganz ist etwas, das ich sonst an ihm schätzte und die gibt es auf dieser LP irgendwie gar nicht mehr, leider. Das Album ist mir zu langsam und zu eintönig. Sehr schade, da Banhart zu meinen absoluten Lieblingskünstlern zählt. Aber da er sich sowieso gern ausprobiert, wird mich das nächste Projekt vielleicht wieder mehr ansprechen.




Come All Sufferers von Gabriel Bruce
Dieses Album ist eine kunterbunte Überraschungstüte mit vielen sehr grundverschiedenen Songs und Stilen und ich liebe es. An manchen Stellen erinnert Bruce dabei an Nick Cave, an anderen an Marilyn Manson, oft auch an gar nichts, was ja nicht schaden kann. Trotzdem ist Come All Sufferers nie nur ein schlechter Abklatsch, sondern ziemlich genial. Die tiefe Stimme des Künstlers ist wunderbar. Die Text sind manchmal provokant und kritisch, manchmal witzig und manchmal sehr einfühlsam. Sie gehen Hand in Hand mit den Stimmungen der Lieder, mit denen man zusammen durch alle möglichen Emotionen geht. Ich muss mir unbedingt noch Gabriel Bruces Album von 2013 anhören. Bin sehr froh über diese Neuentdeckung.

Lieblingslieder: Jesus Drag Queen // This Human Mess

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