Samstag, 15. Oktober 2016

Musiktipps #5: Fog and fears and a mouth full of hot tears

Die Uni hat bei mir vergangene Woche wieder begonnen. Jippieh, oder so. Nach langem Trubel bin ich auch endlich in allen Modulen, die ich wollte. Bloß dass die Uni beim Umzug von einem System ins nächste ein Modul von mir komplett verschludert hat, wie ich jetzt mitbekam. Zack, Bumm, einfach weg. Unfuckingbelievable. Bin gespannt, ob ich das noch geregelt bekomme oder noch einmal ein extra Modul belegen darf, während ich im Sommersemester an meiner Bachelor-Arbeit schreibe. Auch sonst hielt die Woche eine volle Ladung Chaos für mich bereit, deshalb wird es Zeit, dass wir uns schöneren Dingen widmen. Der Musik!



They Can't If You Don't Let Them von A Fine Frenzy
Kennt ihr das, wenn ihr ein Album eigentlich vor längerer Zeit angehört habt, dann eines Tages darauf zurückkommt und plötzlich ein Lied ganz neu für euch entdeckt, dem ihr vorher keine große Beachtung geschenkt habt? So ging es mir bereits vor einem Jahr mit diesem Song und jetzt habe ich ihn erneut für mich entdeckt. Ich liebe den Songtext, den Anstieg der Intensivität, den Wechsel der Stimmung innerhalb des Liedes und die Dringlichkeit, mit der Alison Sudol es singt. Es bereitet mir besonders Freude, ihn selbst auf Gitarre zu spielen. Klingt sicherlich nicht so gut wie das Original, aber darum geht es ja nicht. They Can't If You Don't Let Them ist für mich jedes Mal wieder eine Reise und ich hoffe, ihn eines Tages live erleben zu können.

Fog and fears and a mouth full of hot tears
Can drown that voice sent to guide you
And wicked tongues with their hooks and their ice blood
Can wake the demons inside you



Marked For Death von Emma Ruth Rundle
Das zweite Album der Künstlerin ist Ende September erschienen und hat die perfekte Herbstmusik für mich in petto. Langsamer, dunkler Ambient-Rock, der bedrückt und gleichzeitig tröstet. Atmosphärisches Gitarrenspiel gesellt sich zu Texten, die von Hoffnungslosigkeit und Sterblichkeit handeln. Nicht, dass man gleich niedergeschlagen von den Songs wird. Sie passen nur gut zu der momentan sehr grauen Jahreszeit. Marked For Death gibt eine gewisse Ruhe, die man im hektischen Alltag ab und zu ganz gut gebrauchen kann. Zumindest kann ich von dem Album gerade gar nicht genug kriegen.

Lieblingslieder: Marked For Death // Protection



I Forget Where We Were von Ben Howard
Wer momentan fröhliche Lieder in seinem Leben braucht, ist bei den Musiktipps dieser Woche scheinbar an der falschen Adresse. Auch Ben Howards I Forget Where We Were ist eher ruhig und melancholisch. Trotzdem hält es schöne Erinnerungen aus meinem Semester in England für mich bereit. Zum Beispiel die Rückfahrt nach einem Tagesausflug nach Nottingham, bei der ich neben diesem Typen saß, den ich sehr mochte. Er hatte mir zuvor einmal erzählt, dass er Metal höre. Als ich mich jedoch im Bus schließlich neben ihn setzte und fragte, ob ich seine Musik mit anhören kann, gab er mir einen Ohrstöpsel und es lief dieses Album. Draußen war es schon dunkel und die vorbeiziehenden Straßenlaternen und Leuchtreklamen waren die einzige Lichtquelle. Es ist nichts passiert, außer dass wir dasaßen, zusammen lauschten und es einfach schön und gut so war. Ben Howard kannte ich natürlich, bis dato jedoch nur das Debüt. So lernte ich diese Songs also dank des Kerls kennen, den ich mittlerweile Boyfriend nennen darf. Auch danach haben wir es oft zusammen angehört. Nun sind wir beide wieder aus dem Auslandssemester zurück, er in Belgien, ich in Deutschland, und immer wenn das Vermissen Überhand gewinnt, muss I Forget Where We Were her. Das liebe ich so an Musik - sie verbindet. Und sie schafft es, Erinnerungen und Gefühle für uns abzuspeichern und bei Bedarf wieder hervorzuholen.

Lieblingslieder: Small Things // Rivers In Your Mouth // In Dreams // End Of The Affair // All Is Now Harmed

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