Donnerstag, 6. Oktober 2016

Musiktipps der Woche #4: I'm so sweet I could eat myselfie

Meine Musikquellen platzen zwar aus allen Nähten, trotzdem scheinen sie mir noch nicht genug gewesen zu sein. Neben Musikblogs und Online-Magazinen, höre ich mir meine Empfehlungen auf last.fm und Spotify an und frage zudem die Leute in meinem Umfeld regelmäßig, was sie denn so gerade hören. Was ist das bei euch übrigens im Moment? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Künstlern und Liedern. Oder zumindest neu für mich, sie kann auch gern Jahrzehnte alt sein. Hinzu kommt nun meine neue Bibel: The Mojo Collection - eine Sammlung mit den beliebtesten Alben der Autoren seit den 1950er Jahren, chronologisch aufgelistet. Nach langem Zögern ob meines eigentlich immer noch anhaltenden Buchkaufverbots, habe ich es jetzt doch geholt. Denn es ist schließlich mehr ein Nachschlagewerk. Gute Ausrede! Ich habe auch schon angefangen, die ersten Alben anzuhören und kann es kaum erwarten, noch mehr Perlen zu finden. Die werde ich dann natürlich auch in den Musiktipps vorstellen.



Tim Fite
Den US-Amerikaner sah ich vor einigen Jahren bereits live als Auftakt eines Bonaparte-Konzerts. Tim Fite hat damals auch bei deren neuestem Album Hand angelegt, siehe Video. Mein erster Eindruck bei seinem Auftritt war nicht so positiv. Er kam mir vor wie ein Möchtegern-Rapper mit großem Hang zum Machogehabe. Aber die anfängliche Antipathie habe ich hinter mir gelassen, als ich checkte, dass viele seiner Aktionen parodieren und man sie deshalb mit einer Schippe Humor nehmen sollte. Nach dem Auftritt hatte ich in sein Album iBeenHACKED hineingehört, das Richtung HipHop geht. Mit Liedern wie Pussies nimmt er die typischen Klischees von Gangsterrappern auf den Arm. Irgendwann habe ich zu meiner großen Überraschung festgestellt, dass der Gute in den Jahren zuvor ganz andere Musik gemacht hat. Mit Folk fing Tim Fite nämlich an. Ich bin begeistert angesichts der Vielseitigkeit dieses Künstlers.
Lieblingslieder: Big Mistake // Rats And Rags // Heaven Is War



Squirrel Nut Zippers
Der Name ist zwar ungewöhnlich, die Musik kann sich aber richtig gut hören lassen. Irgendwas zwischen Klezmer, Gypsy-Jazz und Swing im Stil der 1930er Jahre ist es, was die Damen und Herren der Squirrel Nut Zippers produzieren. Die Band gibt es mit wechselnden Mitgliedern seit 23 Jahren und ich bin schockiert, dass sie in Deutschland nicht bekannter ist. Ich verstehe es ja, ich bin auch immer vorsichtig mit Jazz. Klassische Swingmusik geht noch gut ab. Sobald es dann in den sehr experimentellen und improvisieren Jazz geht, wo Melodien quasi verpönt sind, bin ich auch raus. Bei den Squirrel Nut Zippers gibt es die Melodien jedoch auf jeden Fall. Zu ihrer Musik kann man fabelhaft tanzen, mitsingen und gute Laune haben und deshalb empfehle ich eine große Dosis. Mein Wort zu diesem grauen, trostlosten Donnerstag.
Lieblingslieder: Hell // Ghost of Stephen Foster

1 Kommentar:

  1. Ja, die Zippers sind absolut großartig. Die beiden Songs sind auch meine Favoriten, dicht gefolgt von "The Kraken" und zu Weihnachten unbedingt "Santa Claus is smoking reefer". Übrigens hat Andrew Bird auch lang mit der Band gespielt und seine ersten Alben haben einen ganz ähnlichen Stil.

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