Freitag, 13. Mai 2016

Meine Top 5 Beiträge zum ESC 2016

Wie im vergangenen Jahr gebe ich auch zum diesjährigen Eurovision Songcontest wieder meinen Senf ab. Kann man das beim zweiten Mal in Folge schon Tradition nennen? Egal, ich mache es jetzt einfach zur Tradition. Für Deutschland tritt, oh Wunder, wieder einmal eine brünette Pop-Sängerin an. Irgendwie setzen wir immer aufs gleiche Pferd. Ich bezweifle stark, dass sich Deutschland nach der Punktevergabe auch nur auf der linken Tafel wiederfinden wird. Aber auch sonst ist wieder ausgiebig viel Schrott und Blödsinn im Potpourri der diesjährigen Beiträgen zu finden. Es fiel um einiges schwerer, auf fünf zu kommen. Aber hey, die schlechte Musik macht schließlich einen großen Teil des Spaßes beim Grand Prix Eurovision de la Chanson aus. Kommen wir an dieser Stelle jedoch zu den annehmbaren Liedern.


Estland: "Play" von Jüri Pootsmann
Leute, mein Herz wimmert. Dieses Lied ist mit Abstand mein Favorit in der Auswahl und dann schafft es Pootsmann nicht ins Finale. Was soll das? Ich liebe das Gitarrenspiel in der zweiten Strophe, die Bläser im Refrain und seine tiefe Stimme, die mir eine fette Gänsehaut bereitet. Dazu sein intensiver Gesichtsausdruck á la Eiskalte Engel und ich bin überzeugt. Im Vergleich dazu sind so viele Totalausfälle weitergekommen. Ich vermute, dass es dem gemeinen Publikum jedoch an Show gefehlt hat, um diese Lied genauso zu würdigen wie ich. Estlands Ausschied ist für mich bereits der größte Skandal dieses Jahres. Und obwohl ich am Samstag nicht mehr dafür anfeuern kann, kommt "Play" trotzdem in meine Liste. Aus Prinzip. Aus Trotz.



Lettland: "Heartbeat" von Justs
Bereits 2015 war Lettland in meinen Favoriten mit dabei. Auch wenn mich "Heartbeat" nicht mehr genauso umzuhauen weiß, ist es trotzdem ein solides Lied mit nettem Bass, das zum Mitwippen anregt und sich hören lassen kann. Bravo, Lettland! Vielleicht sollte ich mich generell mal ein wenig mehr mit der lettischen Musikszene beschäftigen, fällt mir gerade auf. Auch wenn ich nicht wirklich glaube, dass der Song allzu weit vorn mit dabei sein wird, hoffe ich es trotzdem. Ich juble am Samstag jedenfalls für Justs.



Schweden: "If I Were Sorry" von Frans
Schade Marmelade, dass das Intro vom Musikvideo beim Live-Auftritt nicht mehr dabei sein wird. Es ist wundervoll und hat mich eigentlich erst dazu angehalten, bei dem Song dranzubleiben. Im Rest des Liedes gefallen mir die Strophen um einiges besser als der Refrain. Dieser hätte durchaus ein wenig reißerischer sein können, um das Lied weniger monoton zu machen. Nichtsdestotrotz hat es seinen Platz in dieser Auflistung verdient.



Italien: "No Degree of Separation" von Francesca Michielin
Hipp hipp, ein Beitrag in Originalsprache! Klingt Italienisch gut, oder was? Ja, schon allein dafür gibt's Pluspunkte von mir. Trauen sich ja leider nicht mehr allzu viele Künstler des ESC's. Ob es abgesehen davon am Samstag herausstechen kann, wird man sehen. Es ist vielleicht doch ein bisschen zu unaufgeregt. Das scheint irgendwie das gesamte Problem der diesjährigen Einsendungen zu sein. Entweder sind sie ausgefallen und schlecht oder gut gemacht, dafür aber ein wenig langweilig. Da das Musikvideo zu "No Degree of Separation" jedoch bezaubernd ist, hoffe ich auf eine nette Live-Show am Samstag.



Belgien: "What's The Pressure" by Laura Tesoro
In diesem Fall ist der Song nicht in meinen Favoriten gelandet, weil ich es so überragend finde. Eher weil es im Vergleich zu dem restlichen Kram das kleinere Übel ist. Sorry, Belgien. Eine funky Gute-Laune-Nummer, die so klingt, als wäre sie so oder so ähnlich schon einmal da gewesen. Tesoros Stimme ist jedoch zugegebenermaßen ziemlich gut, erinnert an Demi Lovato. Da man zu "What's The Pressure" fantastisch mittanzen kann, ist mein Tipp, dass es beim Finale recht weit vorn mit dabei sein wird. Ich bleibe gespannt.



Welche sind eure Favoriten? Schaut ihr den Eurovision Songcontest dieses Jahr? Weint ihr auch über den Ausschied Estlands?

Kommentare:

  1. Ich hab mir das zweite Halbfinale angeguckt - viele songs klingen pathetisch, aber monoton. "catchy" popsongs sind beim grand prix vermutlich untersagt, boygroups aber erlaubt :-) ich finds nich doll.

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  2. Ich hab den ESC das erste und bisher auch einzige Mal 2010 in Irland gesehen, als wir auf Studienstufenfahrt waren und die ganze Truppe (außer mir) unbedingt Lena sehen wollte. Anscheinend kann ich mich für diese Veranstalung in keinster Weise begeistern und wenn ich mir Deine Favos so anhöre, bleibt das auch so :/ Mich haut keines wirklich von den Socken oder berührt mich irgendwie… Italiens Beitrag ist ganz nett, aber da ist es auch die Sprache, die das etwas herausstechen lässt.
    Was ist eigentlich aus Deutschlands kleiner Lolita mit ihrem "Ghost" geworden? Das hab ich auch nur mitbekommen, weil ich eine einzige Person in meiner FB-Liste habe, die den ESC zu gucken scheint. Sonst wüsste ich gar nicht, dass es dieses Mädchen gibt XD ^^" und auch die fand ich irgendwie weder berauschend noch interessant sondern eher nur merkwürdig … Man sieht, das ganze Spektakel ist nichts für mich ._."

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  3. Hyvää päivää, Karo.
    Hmm...Tradition?! Ich würde eher Wiederholungstäterin meinen. ;-)

    Die "schlechte Musik" im Contest ist jetzt auch eine anmerkenswerte Motivation fürs Betrachten. Was Wunder, daß ich mit ESC die Escape-Taste assoziere. :-)

    Wenn der litauische Beitrag Dir auch gefallen hätte, wären die Baltischen Staaten in Deiner Liste komplet vertreten gewesen.

    Musikalisch könnte man/frau bei der Veranstaltung in toto von einer Präferenz zu Fahrstuhlmusik ausgehen - zumal wenn ich Deine kritischen Anmerkungen zu Entscheidungen lese. Kleine gemeinsame Nenner also.

    Was die "Präferenz zur Show" angeht, so dürfte Dich das Durchreichen des russischen Beitrags auf den dritten Platz ja ein wenig versöhnt haben. Effekthascherei funktioniert nicht wirklich immer.

    bonté

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  4. eine sehr gute tradition! yeah, bitte bleib am ball! es macht so spaß mit dir zu diskutieren! :)
    und, ich ertrage für den esc auch gern mal schlechte musik. ;) hauptsache spaß haben an diesem abend.
    sorry, mit estonia konnte ich leider gar nihcts anfangen.
    dafür mit lettland, schweden und italien! :) tolle beiträge, vor allem schweden! :)
    aber belgien halte ich für den letzten schrott.
    dafür möchte ich noch isreal, der ja auch nicht weit gekommen ist.
    aber egal, war nen super abend und eine gigantische show! ich war begeistert.

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