Mittwoch, 17. Februar 2016

The Krise must go on

Alle paar Tage öffne ich mein Blogger-Dashboard, starte einen neuen Entwurf oder bearbeite einen bereits existierenden. Schreibe einige Sätze, schließe alles wieder. Wie zum Teufel beginnt man einen Beitrag, nachdem man seit über zwei Monaten keinen Ton von sich gegeben hat? Ich weiß nicht so recht, was ich mit mir anfangen soll. Ich liebe es zu schreiben. Nur das Bloggen ist mir irgendwie abhanden gekommen. Ich sehe bei vielen Dingen nicht mehr denn Sinn dahinter, es in alle Welt hinauszuposaunen. Und doch fehlt es mir. Oder fehlt es mir bloß, mich Blogger nennen zu können? Es ist bereits eine verdammt lange Zeit vergangen, seit ich das letzte Mal regelmäßig Beiträge veröffentlicht habe. Das macht mir Angst. Was, wenn meine Muße dafür nie wiederkehrt? Nicht, dass die Welt untergehen würde. Aber man würde Leute, die Ähnliches machen, aus den Augen verlieren. Ein Hobby, ein Stück Persönlichkeit, ist weg, einfach ausradiert. Die ganzen Ideen, die ich immer noch habe und die sich langsam häufen, schwirren weiter durch die Gegend und werden nicht umgesetzt. Mache ich mir einfach zu viel Druck und habe zu hohe Erwartungen an meine eigenen Beiträge? Wahrscheinlich. Ja, wenn schon, dann möchte ich großartige Inhalte bringen, die es auch wert sind gelesen zu werden. Dass das mit meinem Leben, meiner Zeit, Energie und Lust nicht vereinbar ist, zeigt sich jedoch zu Genüge. Muss das Motto jedoch "ganz oder gar nicht" sein? Ich finde keinen Ausweg aus dem Dilemma. Ich drehe mich seit einer Weile im Kreis und bin es langsam leid, um ehrlich zu sein. Dies ist mein dritter Blogpost, den ich dazu schreibe. Der erste, den ich veröffentlichen werde. Einfach, weil ich es loswerden muss. Vielleicht sollte ich mich mehr zum Schreiben zwingen. Vielleicht sollte ich mich wieder mehr ausprobieren oder gar eine ganz neue Richtung einschlagen. Vielleicht sollte ich es auch einfach gut sein lassen.

Es ist nicht einfach. Aber: Hallo, ich lebe noch. Ich hoffe, es geht euch gut. Sorry, wegen der Kopfgrütze.

Kommentare:

  1. Hach ja, das kenne ich nur zu gut. Ich habe, bevor ich meinen jetzigen Blog wieder gestartet habe, zwei Jahre lang kein einziges Wort - blogtechnisch zumindest - geschrieben, danach war es auch schwierig, wieder reinzukommen ins Bloggen. Ich habe leider keine richtig guten Ratschläge - mir hilft momentan das täglichbloggen sehr, wieder ein bisschen Routine zu entwickeln und auch, mir zu überlegen,w as ich mit dem Blog eigentlich will.

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  2. Ohje, ohje.. Ich glaube so eine Flaute / Durchhänger ist irgendwann wohl mal normal. Das wichtigste ist denke ich, dass du für dich selbst einen akzeptablen Weg findest, wie du damit verfahren willst, einen Weg den du dir fürs Bloggen und für dich vorstellen kannst. Möglicherweise kann es ein neuer Blog, ein neues Design, neue Themenfelder sein. Und wenn ich davon nichts anspricht, muss es vielleicht auch einfach mal pausieren.
    Allerdings glaube ich, dass Druck überhaupt nichts bringt. Denn wenn du dich zum Bloggen zwingst wird die Lust sicher nicht wieder kommen.

    TOTAL DOOF. Ich wünsche dir alles Gute - Gib dir Zeit und Raum um darüber nachzudenken, wie es weiter gehen soll. <3

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  3. Mir gehts ganz ähnlich. Und zusätzlich denk ich mir bei manchen Beiträgen, v.a. denen wo ich wirklich viel Recherchearbeit reinstecke, eigentlich möcht ich gern für meine Arbeit bezahlt werden. Weil ich aber den Geldfaktor bei Blogs blöd finde, hab ich halt jetzt schon lange nix mehr gebloggt, obwohl ein paar angefangene Sachen in den Entwürfen hängen.
    Meine persönliche Lösung wird vermutlich sein, dass ich das Bloggen aufgebe und hoffe, es merkt keiner...

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  4. Hallo!

    Klingt nach ganz schön viel Druck statt ganz schön viel Freude. Wenn man sich ein Stück weit verändert, so verändert sich auch das, was man zu sagen hat.

    Vielleicht hat gerade etwas anderes Priorität in Deinem Leben?

    lg
    Maria

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  5. Aloha, Karo.
    Ich würde Kommunikation mehr universel betrachten, wobei das Posten nur eine Variante von vielen bleibt. Einzig, daß wir aus der Ferne in besonderer Weise an Deinen Gedanken teilnehmen können. Fernkommunikation einfach!
    "Regelmäßig" ist ein eher frei definierbarer Begriff, denke ich; bedeutet auch ab & an. Nicht zu vergessen, daß den Musen die Spontanität liebstes Kind ist, während jedes Gefühl von Zwang sie in die Ferne verängstigt.

    Weder das Sich-selbst-zwingen, noch die totale Aufgabe könnte oder würde mich freuen. Ich lese Dich gerne - selbst wenn es "nur" einmal im Monat ist. :-)

    "Do not flee your joys."
    (Samaire O'Boinor)

    bonté

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  6. Deine Gedanken kann ich nur zu gut verstehen. Man hat Ansprüche an sich und die Inhalte, die man produziert. Man möchte regelmäßig posten, kommentieren und alle Kommentare beantworten - und dann hat man nebenbei noch ein Leben, was all diese Pläne durcheinander bringt.
    Meine Erfahrung ist, dass man Kreativität nicht erzwingen kann. Ich plane äußerst selten Blogposts sondern schreibe einfach über Dinge, die mich so stark bewegen, dass ich meine Gedanken dazu teilen möchte. Manchmal passiert das jede Woche, manchmal alle drei Wochen oder auch zwei Monate lang gar nicht.
    Da wir finanziell vom Blog nicht abhängig sind, können wir es uns in meinen Augen leisten, zu bloggen, wann immer uns die Muse küsst.

    Mach dir keinen Druck und genieße dein Auslandssemester.
    Außerdem: dafür, dass wir so schlecht darin sind, unser Essen zu fotografieren und eigentlich nie Blogger sein könnten, schlägst du dich großartig!

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  7. Ach, alles gut. Ich würde natürlich trotzdem gerne mehr von dir lesen, aber was nicht ist, ist eben nicht.
    Werde deinen Blog erst aus meinem Reader löschen, wenn der Link ins Nirvana führt! Bis dahin halte ich dir trotz Artikelflaute ergebenst die Treue! :D

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  8. Manchmal braucht man solche Pausen einfach. Und manchmal braucht man einfach auch mal eine Veränderung. Wenn Du darüber nachdenkst, etwas Neues auszuprobieren, dann versuch es doch einfach mal und schau, was passiert :)

    Ich kenne allerdings auch sehr gut diesen Wunsch, etwas "großartiges" abliefern zu wollen. Das ist der miese Schweinehund, der mich vom Zeichnen abhält :/ Jetzt, wo ich doch schon so alt bin, müsste ich doch entsprechend besser zeichnen können ;) Aber wie soll das gehen, wenn man nicht mal übt? Und ich weiß zwar, dass es wirklich die Übung ist und das Einfach-mal-machen, das mir fehlt. Aber seh ich dann mein Ergebnis, bin ich irgendwie enttäuscht und höre dann für eine ganze Weile wieder auf. Ich glaube nicht, dass das der richtige Weg ist :/ Und ich hoffe, die Zeit wird mir zeigen, wie ich da wieder raus komme ^_^

    Also lass Dir ruhig einfach noch etwas Zeit ;)
    Ich werde heimlich auf das lauern, was Du hier demnächst dann wieder präsentierst :)

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  9. Mach so lange Pause, wie es dir guttut. Erzwingen funktioniert ja meistens nicht. Und wenn du dann wieder Lust bekommst: einfach machen. Ein bisschen weg vom Perfektionismus!

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  10. Danke an euch alle für eure wunderbaren, lieben Kommentare! <3

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  11. Hallo Karo,

    so ging es mir vor einiger Zeit auch. Ich hatte so tolle Pläne, sogar einen eigenen Redaktionsplan für den Blog und trotzdem kam einfach nichts raus. Ich schrieb nicht mehr, ich öffnete das Dashboard auch nur sehr selten.

    Doch irgendwann kam die Erkenntnis. Wer bestimmt eigentlich wie viel, wann und was ich schreibe? Es hat lange gedauert bis mir die richtige Antwort einfiel.

    Das klingt vielleicht lustig, auch ein bisschen traurig, auf jeden Fall schwachsinnig, aber so war es nun mal. Seitdem ich weiß, dass nur ich bestimmen kann wann, wie viel und was ich blogge flutscht es wieder. Der Druck ist weg und es schreibt sich auch viel lockerer von der Seele.

    Vielleicht hat jeder Mal so einen Moment. Ich hoffe du findest deinen Weg, ganz besonders da dir das Schreiben ja so gut gefällt und gut tut.

    Liebe Grüße,
    Bibi von http://happyandcity.blogspot.de/

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