Freitag, 31. Juli 2015

Lesemonate Mai, Juni & Juli + Update Project 10 Books

Diesmal ein Rundumschlag, denn die letzten Monate bin ich bei weitem nicht so viel zum vergnüglichen Lesen gekommen wie ich wollte. Einzelne Beiträge zu den jeweiligen Monaten hätten sich nicht gelohnt. Ein bisschen scheint mir dieses Hobby zu entgleiten, da ich oft einfach nicht den Kopf dafür habe. Wenn Gedanken rasen, man sich nicht auf die Worte konzentrieren kann, man den Satz immer und immer wieder liest, doch nichts hängenbleibt, bringt das wenig. Ich hoffe, mit den bevorstehenden Semesterferien finde ich mehr Zeit und Ruhe.


Mai


"Scott Pilgrim Vol. 5: Scott Pilgrim vs. The Universe" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 168 Seiten; Oni Press; 2009; Englische Originalausgabe

Diesen Band fand ich ein klitzekleines bisschen schwächer als die anderen. Das ist Meckern auf hohem Niveau, doch ich bin kein Freund davon, wenn künstlich Konflikte aus dem Nichts heraus geschaffen werden. Klar, kurz vor dem Ende soll die Spannung gehalten werden und es muss etwas geben, was später aufgelöst werden kann. Manchmal wirkt es aber sehr gezwungen und unnötig. Mein einziger Kritikpunkt, deshalb nichtsdestotrotz wieder ein großes Lesevergnügen.

"Scott Pilgrim Vol. 6: Scott Pilgrim's Finest Hour" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 234 Seiten; Oni Press; 2010; Englische Originalausgabe

La grande finale. Ein wenig wehmütig bin ich schon, dass es vorbei ist. Obwohl ich mir die Bände über Monate gut eingeteilt habe. Nach dem Abschluss bin ich immer noch so begeistert wie am Anfang. Scott Pilgrim ist definitiv meine neue Lieblingscomicbuchreihe. Nicht, dass ich vorher eine gehabt hätte. Ich lese wirklich zu selten Comics und Graphic Novels, stelle ich gerade fest.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 402
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 13


Juni


"State Of Fear" von Michael Crichton
Thriller; Wissenschaftsroman; 675 Seiten; HarperCollins; 2005; Englische Originalausgabe

Vom Autor des Klassikers Jurassic Park ein weiterer Roman, der sich mit fiktionaler Wissenschaft auseinandersetzt. In diesem geht um die Globalisierung, die darin nämlich nicht stattfindet und nur Propaganda ist. Das Buch ist spannend und liest sich gut weg. Auch regt es zum Nachdenken an, besonders was die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Medien und Politik angeht. Teilweise hat es leider einige Längen, da viel erklärt, argumentiert und mit Statistiken gearbeitet wird. Dabei kommt es von der Geschichte ab und wirkt zu belehrend. Insgesamt eine nette Lektüre.

Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Juli


"Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón
Roman; 563 Seiten; Suhrkamp Taschenbuch Verlag; 2005; "La sombra del viento"

Zu diesem Buch schrieb ich eine Rezension, wer sich für meine genaue Meinung interessiert.

"The Tempest" von William Shakespeare
Drama; 109 Seiten; Oxford University Press; 2008; Englische Originalausgabe

Und wieder einmal Shakespeare im Zuge meines Studiums. Früher habe ich genervt die Augen verdreht, wenn jemand sagte, er liebe Shakespeare. "Was für ein Snob, das sagt er doch bloß, um intelligent zu wirken!" Aber nein, Shakespeare ist einfach wirklich gut, auch heute noch. The Tempest ist in meiner Rangliste definitiv oben mit dabei (sonst hätte ich es mir nicht für meine Hausarbeit ausgesucht).


Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 672
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Project 10 Books

Vor knapp vier Monaten schon startete ich dieses Projekt. Wie in der Einleitung schon angedeutet, war ich bislang noch nicht so erfolgreich. Mit Zafóns Der Schatten des Windes habe ich an dieser Stelle ein Buch gelesen und rezensiert. Das heißt, neun Bücher habe ich noch zu lesen und vier Rezensionen zu schreiben. Zumindest ein kleiner Schritt ist geschafft. Mit dem Buchkaufverbot läuft es ansonsten gut. Tatsächlich kaufte ich seitdem keinen Schmöker. Einen habe ich geschenkt bekommen, was jedoch gestattet ist.

Montag, 27. Juli 2015

Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafón

AUTOR l Carlos Ruiz Zafón
TITEL l Der Schatten des Windes
ORIGINALTITEL l La sombra del viento
GENRE l Roman
VERLAG l Suhrkamp Taschenbuch Verlag (2005)
SEITEN l 563
AUSZUG l "Fast eine halbe Stunde spazierte ich durch dieses Labyrinth, das nach altem Papier, Staub und Magie roch. Sachte fuhr ich mit der Hand über die Rücken der ausgestellten Bücher, während ich meine Wahl prüfte. Auf den verwaschenen Bänden las ich Titel in Sprachen, die ich erkannte, und viele andere, die ich nicht einzuordnen vermochte. Ich lief durch gewundene Gänge und Galerien mit Hunderten, Tausenden von Bänden, die mehr über mich zu wissen schienen als ich über sie. Bald befiel mich der Gedanke, hinter dem Einband jedes einzelnen dieser Bücher tue sich ein unendliches, noch zu erforschendes Universum auf und jenseits dieser Mauern verschwendeten die Menschen ihr Leben an Fußballnachmittage und Radioserien, zufrieden damit, kaum über ihren Nabel hinauszusehen."

Hier entlang zu einer LESEPROBE.

INHALT l Barcelona, 1945. Als sein Vater den zehnjährigen Daniel Sempere zum geheimen Friedhof der vergessenen Bücher führt, darf dieser sich ein Buch aussuchen und greift nach einem verstaubten Exemplar von Der Schatten des Windes. Einzige Bedingung ist, er muss gut darauf aufpassen und dafür sorgen, dass es nie verschwindet. Daniel ist fasziniert von dem Buch und macht sich auf die Suche nach seinem geheimnisvollen Autor Julián Carax, von dem keiner zu wissen scheint, ob er noch lebt oder was ihm widerfahren ist. Bei seiner Nachforschung stößt Daniel auf bedrohliche Gestalten und Geheimnisse, die nie an die Oberfläche gelangen sollten.

REZENSION l So viel wurde von diesem Buch schon geschwärmt, so viele Leute bezeichnen es als ihr absolutes Lieblingsbuch. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Der Schreibstil ist tatsächlich ein Traum und war für mich immer das Hauptargument weiterzulesen. Nur hin und wieder bin ich über eine Formulierung gestolpert. Doch ich denke, das kann auch der Übersetzung geschuldet sein.

Mein größtes Problem bei der Lektüre war, dass ich sie ständig wegen anderer Werke für die Uni abbrechen musste. Es gibt verschiedene Zeitebenen und unzählige Charaktere und Namen, weshalb ich mich immer wieder neu hineinfinden musste und manches so für mich ein wenig unübersichtlich wurde. Das kreide ich dem Buch jedoch nicht an, da ich trotzdem eine gute Einsicht in die Figuren erhalten habe und ich den wenigsten von ihnen neutral gegenüberstehe. Manche habe ich geliebt, manche gehasst, bei manchen wechselte es im Laufe der Handlung von einem ins andere Extrem.

Was die Geschichte angeht, habe ich gemischte Gefühle. Einerseits fand ich es toll inszeniert, wie man über die Jahre mit Daniel mitwächst und gleichzeitig mit ihm zusammen die Puzzleteile der Vergangenheit nach und nach zusammensetzt. Trotzdem wurde es mir vor allem gen Ende sehr überdramatisch. Teilweise konnte mich das Geschehene gar nicht mehr berühren, weil es so übertrieben wirkte. Überhaupt fehlte mir ein Berührungspunkt, da mich mit nichts wirklich identifizieren konnte und mir die Geschichte zudem nichts mit auf den Weg gibt.

Was mir neben dem Schreibstil hingegen am besten gefallen hat, war definitiv das Setting. Nicht nur die damalige Zeit und die düstere Stimmung unter der Bevölkerung, auch Barcelona als Handlungsort hat mir die Stadt zum ersten Mal schmackhaft gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, wenn man dort bereits gewesen ist, noch mehr Spaß bei der Lektüre zu haben, da viele Orte, Straßen und Plätze genannt werden.
Das Buch hat übrigens mehrere Fortsetzungen. Da ich nicht wirklich der Reihen-Leser bin, bietet jedoch glücklicherweise allein dieses Werk eine in sich abgeschlossene Handlung.

FAZIT l Zafóns Der Schatten des Windes wartet mit einem grandiosen Schreibstil, vielen eindrucksvollen Charakteren und einer wunderbaren Kulisse auf. Ein Hang zu einer etwas realistischeren Handlung und eine tiefer greifende Botschaft hätten dem Buch jedoch gut getan. Nach den Lobeshymnen wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, nichtsdestotrotz eine empfehlenswerte Lektüre.


Freitag, 24. Juli 2015

Aktion Sonntagspostkarte

Im Januar kam mir die Idee, jeden Sonntag dieses Jahres eine Postkarte an einen Menschen aus meinem Umfeld zu schreiben. Auf Instagram begann ich, die Motive unter #sonntagspostkarte zu dokumentieren. Zugegeben habe ich es nicht immer sonntags geschafft, schrieb die Postkarte manchmal doch erst Anfang der darauffolgenden Woche und die letzten Monate habe ich es dann ganz schleifen lassen. Doch seit zwei Wochen geht es wieder munter weiter und schon längst weitete ich die Empfänger auch auf liebe Internetmenschen, andere Blogger und Twitterer, aus. Nun möchte ich insgesamt 56 Postkarten schreiben, ganz gleich wie lange das dauert. Danach sehe ich weiter.


Ew! Was soll das?
Das Ziel der Aktion ist es, mehr Briefpost in diese Welt zu setzen. Sehr nobel, ich weiß. Man bekommt heutzutage einfach verhältnismäßig wenig handgeschriebene Briefe oder Postkarten, der Großteil sind Rechnungen oder Werbung. Das ist doch traurig! Umso mehr freut man sich doch, wenn dann tatsächlich ein paar liebe handgeschriebene Worte im Briefkasten auf einen warten. Also einerseits möchte ich den Menschen eine Freude machen, andererseits vielleicht sogar jemanden dazu anregen, selbst wieder mehr Post zu verschicken. Einige haben mir auf meine Karten sogar geantwortet. Kein Muss, aber eine tolle Überraschung.


Warum sonntags?
Sonntag ist erfahrungsgemäß der Tag bei mir, an dem ich am ehesten Zeit habe, mich hinzusetzen und in Ruhe zu schreiben. Ein kleines Zeitfenster bleibt eigentlich immer (wenn ich es nicht gerade verschwitze). Außerdem ist es das Ende der Woche, also finde ich definitiv ein Thema, über das ich schreiben kann. Spätestens nämlich wenn ich die Woche Revue passieren lasse.


Weshalb Postkarten?
Für die Aktion habe ich mir Postkarten ausgesucht, weil es schnell geht. Ich glaube, es wäre eine ziemliche Überwindung, müsste ich jedes Mal einen ganzen Brief schreiben. So dauert es nur ungefähr fünfzehn Minuten. Außerdem gibt so wunderschöne Motive, die mir das Schreiben selbst noch versüßen.

Bislang habe ich Postkarten von den verschiedensten Firmen, Verlagen und Magazinen verschickt. Teilweise geschenkt bekommen, teilweise gewonnen und natürlich auch selbst gekauft. Meine Lieblingsmotive stammen von den ebenfalls in Leipzig ansässigen Superfreunden. Und nein, das ist nicht gesponsert. Schön wär's. Ich kann mich an ihren Bildern bloß nicht satt sehen. Falls also jemand zufällig wieder Postkarten braucht, ist das mein heißer Tipp.


Bisher habe ich 22 Postkarten an 16 verschiedene Leute geschickt. Ein paar Auserkorene stehen noch auf meiner Liste. Trotzdem würde ich das Ganze noch weiter ausbauen. Falls also jemand von euch Lust hat, irgendwann eine Sonntagspostkarte zu bekommen, schreibt mir gern eure Adresse per Mail an karo.kafka@gmail.com. Natürlich werde ich damit kein Schindluder treiben und sie nur zu diesem Zweck einsetzen.

Genauso würde ich mich freuen, solltet ihr selbst mal eine Sonntagspostkarte an jemanden verschicken. Wenn ihr sie fotografiert und auf Instagram den entsprechenden Hashtag #sonntagspostkarte verwendet, finde ich sie auch. Lasst uns persönliche Briefpost wieder populärer machen! Wouldn't it be nice?


Wegen ein paar Anfragen in den Kommentaren, womit ich nicht wirklich gerechnet habe, deshalb hier nun auch ein herpderp-Nachtrag: Ja klar, könnt ihr auch mir eine Postkarte schicken! Wie supermegagenial wäre das denn? Meine Adresse aber hier direkt hinzuschreiben, ist mir irgendwie nichts (auch wenn sie natürlich dort zu finden ist, wo Adressen auf Blogs nun einmal zu finden sind). Also wem ich sie geben soll, lässt mir am besten einfach seine E-Mail-Adresse mit Anfrage da oder schreibt mich an und ich antworte dann dementsprechend. Ui!

Sonntag, 19. Juli 2015

Mein American-60s-Summer-Mixtape

Einmal nur im Sommer mit dem Fahrrad durch die amerikanischen Vororte der 60er Jahre brausen. Es gibt noch keine Handys oder Computer, also sind die Kinder gezwungen, draußen Ball zu spielen, Springseil zu springen oder selbstgemachte Zitronenlimonade zu verkaufen. Man fährt durch Alleen mit hohen Bäumen. Danach entlang an weißen Zäunen vor bunten Häusern, auf deren Veranden Bänke und Schaukelstühle stehen. Aus den Gärten dringt BBQ-Geruch. Der Himmel ist blau.
Mehr Klischee geht wohl nicht. Trotzdem gefällt mir die Idee und dies waren meine Assoziationen, als ich das Mixtape mit R'n'B, Soul sowie Doo-Wop-Liedern zusammenstellte.


Hier entlang zur Youtube-Playlist.


The Temptations - My Girl
Solomon Burke - Cry To Me
The Marvelettes - Please Mr. Postman
Frankie Valli And The Four Seasons - Big Girls Don't Cry
The Shirelles - Mama Said
Martha Reeves & The Vandellas - (Love Is Like A) Heat Wave
The Four Tops - I Can't Help Myself (Sugar Pie, Honey Bunch)
The Miracles - You've Really Got A Hold On Me
Maurice Williams And The Zodiacs - Stay
Ben E. King - Stand By Me

Dienstag, 14. Juli 2015

101 Dinge in 1001 Tagen - Update

Angesichts meiner sowieso nicht vorhandenen Ausdauer ist es schon ein Wunder, dass ich dieses langfristige Projekt überhaupt zwei Jahre durchgehalten habe. Wie bereits erwähnt, ist aber seit ein paar Monaten einfach die Luft raus. Dies wird daher einer der letzten Beiträge dazu sein, in dem ich auf einige erfüllte oder abgebrochene Aufgaben zu sprechen komme.


13. Briefe und Postkarten schreiben
Sechzig war die angepeilte Zahl, sechzig Briefe und Postkarten habe ich geschrieben. Seit April schieße ich schon darüber hinaus. Ich liebe Briefpost und es macht nicht nur Freude, selbst Briefe zu verschicken, sondern vor allem welche zu empfangen. Für mehr analoge Nachrichten!

16. Bewusst auf Menschen zugehen und kennenlernen
Zeitweise habe ich mich damit ganz schön schwer getan, manchmal lief es besser. Insgesamt bin ich zufrieden und hake hiermit die Aufgabe als erfolgreich ab.

28. Ein französisches Buch lesen
Check! "Le Petit Nicolas" von René Goscinny. Zuckersüß!

37. Einen Song schreiben
Also so richtig geschrieben nicht. Eher spontan Blödsinn mit einer Freundin gedichtet, gesungen und aufgenommen, was sowieso viel mehr Spaß macht. Daher für mich erfüllt.

50. Spieleabende veranstalten
Wäre meine Mitbewohnerin momentan nicht abwesend, würde es damit sicherlich munter weitergehen. Doch habe ich mit ihr auch schon davor viel gespielt sowie mit Freunden und Familie. Done!

58. Weniger Materialismus, weniger Kram kaufen
Ich glaube, man sieht gut an dem gleich folgenden Abschnitt, dass ich vieles nicht gekauft habe, obwohl es sogar auf meiner Liste stand. Auf wie viel Schnulli ich also erst verzichtet haben muss. Von Materialismus kann ich mich natürlich nicht vollständig freisprechen, weil ich mich schon an manchen Dingen erfreue. Hoffentlich bin ich wenigstens auf einem guten Weg, daher sehe ich auch diese Aufgabe als erfüllt an.

67. Ukulele spielen lernen
Ich kann einige Akkorde, einige Spieltechniken, einige Lieder. Ich bin kein Meister, für mich jedoch gut genug. Abgehakt!

70. Mein Französisch aufbessern
Dank meines Französischkurses bin ich viel besser, als ich es jemals war. Und trotzdem noch nicht gut genug. Der Status "Aufbessern" wurde allemal erreicht.


Jetzt folgen Aufgaben, die ich abbreche, weil sich die Umstände oder meine Ziele verändert haben oder sie sowieso nicht mehr in dem restlichen Zeitraum zu schaffen sind:

  • 03. Eine eigene Gitarre kaufen: Finanziell ging immer was anderes vor, also scheinbar nicht wichtig genug.
  • 05. Blutplasma spenden (02/20): Habe ein bisschen Schiss davor, seit ich einmal nach dem Blutspenden umgekippt bin.
  • 14. & 15.: Mindestens einmal pro Woche/einmal im Monat den Kontakt zu meinem Vater/Opa pflegen
  • 22. Auf die Frankfurter Buchmesse gehen
  • 26. 15 mir unbekannte Bücher der beliebtesten Bücher der Deutschen lesen (4/15)
  • 30. Videos machen (8/70): So werde ich nie the next DagiundBibisBeautyCastle!
  • 33. Schwimmen gehen (1/15)
  • 38. Den Sonnenaufgang nach einer durchgemachten Nacht beobachten: Ich schaffe nicht einmal bis nach drei Uhr aufzubleiben, wie soll das gehen?
  • 43. Wieder einmal Inline Skates fahren: Sie bleiben unauffindbar. Ein Fall für Akte X.
  • 54. Die perfekte Armbanduhr für mich finden: Gleichzeitig habe ich eine zu genaue Vorstellung davon und komme auch ohne Armbanduhr klar, als dass dieser Punkt demnächst noch etwas wird.
  • 63. Ein Bild zeichnen/malen (01/03): So sehr ich das Können anderer bewundere, mir selbst fehlt komplett die Leidenschaft dafür.
  • 64. 100 Tage internetfrei leben (33/100): Internetsuchti!
  • 66. Mindestens 3x pro Woche Gitarre üben (300/426)
  • 74. Jonglieren lernen: Bin komplett unfähig, was das angeht, und ich sehe nicht ein, mehr Lebenszeit damit zu verschwenden.
  • 81. Einmal pro Woche Sportübungen machen (50/142): *räusper*
  • 82. Neue Frisuren ausprobieren (0/10): Haha....ha.


Das war es mit der Übersicht für heute. Es ist in manchen Dingen ein Armutszeugnis, was ich alles nicht zu schaffen in der Lage war. Daran werde ich mich trotzdem nicht aufhängen, sondern eher glücklich über die Dinge sein, die ich erledigen konnte. Einige der noch offenen Punkte sind auch noch geplant, doch dazu an anderer Stelle mehr.

Samstag, 11. Juli 2015

Internettipps zum Französisch lernen

Momentan befinde ich mich in der letzten Vorbereitungsphase, bevor ich meine erste von drei Prüfungen in Französisch für dieses Semester ablege. Was kommt an dieser Stelle also besser, als sich erstmal mit dem Schreiben eines Blogbeitrags abzulenken? Eben. Immerhin geht es um Französisch, denn wenn ich mich schon viel damit beschäftige, kann ich mein Wissen auch weitergeben. Es folgen also Internetseiten, auf denen ihr euch mit dem Französischen beschäftigen und eure Sprachskills verbessern könnt.


Duolingo: Kein Geheimtipp, trotzdem möchte ich die Seite erwähnen. Sie bietet nicht nur zahlreiche Sprachen an, sondern ist auch noch kostenlos. Was die Grammatik angeht, bietet sie leider nicht viel Hilfe. Da sollte man das eher als wiederholende Übung betrachten, anstatt sich als Anfänger daran aufzuhängen. Trotzdem ist Duolingo immer gut, um ein Gefühl für die Sprache und die Aussprache zu kriegen sowie Grundvokabular zu lernen.

TV5 Monde: Vor allem unter dem Reiter Langue Française finden sich sehr viele Artikel, Videos mit Transkriptionen und Übungen - von A1 bis B2 sortiert nach Sprachniveau - und sogar ein Test de Conaissance du Français, mit dem man prüfen kann, auf welchem Stand man gerade ist.

Arte: Nur weil wir die Sendungen immer auf Deutsch vorgesetzt bekommen, heißt das natürlich nicht, dass man im Internet nicht auch auf die französische Version zugreifen kann, um damit zu üben.

Easy French: Ein kleine, feine Videoreihe mit Umfragen auf französischen Straßen zu den verschiedensten Themen, von Sport über Weihnachten bis hin zu Essen. Besonders mit französischem und englischem Untertitel super, um das eigene Hörverstehen zu verbessern. Es gibt übrigens auch andere Sprachen auf dem Kanal.

PONS: Wörterbücher findet man im Internet in Hülle und Fülle. Ich persönlich mag diese Seite sehr gern, aber wie viel sich dann im Endeffekt bei den einzelnen nimmt, weiß ich nicht.

Free Rice: Auf der Seite kann man verschiedene Dinge lernen und üben, Geographie, Mathematik, Literatur, aber eben auch Sprachen auf verschiedenen Levels. Das Konzept ist, dass pro richtig beantwortete Quizfrage Reis an Hungrige gespendet wird.

Netflix: Einige benutzen sicherlich schon einen Proxy, um auf das amerikanische Angebot zuzugreifen. Doch auch mal einen Blick ins französische lohnt sich, da dort natürlich viel mehr Filme auf Französisch mit entsprechenden Untertiteln angeboten werden. Letzteres finde zumindest ich besser als englische oder deutsche, da man sonst sowieso nicht auf das Gesprochene achtet.

Twitter: Ich folge bei sozialen Netzwerken gerne Sprachseiten. So hat man immer kleine Mini-Lektionen, die zwischendurch in den Feed gestreut werden. Gut zum Wiederholen oder um Wissenswertes zu erfahren. Bei Twitter folge ich zum Beispiel @FrancaisToday, einem Kanal mit Vokabeln und Sprichwörtern, sowie @frenchToday, wo es zudem häufig Links zu ausführlicheren Artikeln über Umgangsfloskeln und kulturelle Eigenheiten in Frankreich gibt.

Tandempartners: Ehrlicherweise habe ich die Seite noch nicht benutzt, doch ich habe von Freunden und Bekannten viel Gutes darüber gehört. Im Prinzip sucht man damit Leute aus der Umgebung, mit denen man sich in der Wunschsprache unterhalten kann, um sie zu trainieren.


Sonstiges

Musik: Kann man selbstverständlich im Internet hören, geht aber auch außerhalb, sogar unterwegs. Von Édith Piaf über Carla Bruni bis hin zu Stromae gibt es viele tolle französischsprachige Künstler, in deren Musik es sich lohnt hineinzuhören. Songtexte bringen einfach eine gute Abwechslung ins manchmal dröge werdende Lernen. Wer nicht weiß, wo er anfangen soll, hier habe ich mal ein Mixtape mit eher älteren Klassikern zusammengestellt.

Reclam: Der Verlag bietet in der roten Reihe zahlreiche Romane auf Französisch an. Das sind nicht nur irgendwelche extra fürs Lernen ausgedachte Geschichten, sondern wirkliche Bestseller und Klassiker. Zum Beispiel Le Petit Nicolas, Le Voyage d'Hector ou la recherche du bonheur oder Le Petit Prince. Die Vokabelhilfen auf den jeweiligen Seiten sind insbesondere für Anfänger praktisch. Und das alles nur für ein paar Euro pro Buch.


Falls ihr auch Französisch lernt, welche von den Seiten benutzt ihr und wie ist eure Erfahrung damit? Was habt ihr sonst noch so für Tipps?

Montag, 6. Juli 2015

Mein Leben als introvertierter Mensch

Dass es so, wie ich bin, nicht falsch oder schlimm ist, habe ich erst vor einigen Jahren herausgefunden. Bis dahin fühlte ich mich oft fehl am Platze und überfordert mit der Welt. Nun, das ist heute manchmal immer noch so, aber ich weiß zumindest mittlerweile, ich bin ein introvertierter Mensch und damit überhaupt nicht allein. Inwiefern ist mein Leben also anders als das eines extrovertierten Menschen?


1. Sozialer Kontakt laugt mich extrem aus. Egal, wie sehr ich die Person mag, mit der ich etwas unternehme, und ganz gleich, wie viel Spaß ich dabei habe, meine Batterien kann ich nur dann aufladen, wenn ich allein bin und meine Ruhe habe.

2. Wenn ich neue Menschen kennenlerne, bin ich sehr schüchtern. Fremde Situationen sind immer eine Herausforderung für mich. Oft wirke ich ruhig, rede nur, wenn ich wirklich das Gefühl habe, etwas beitragen zu können. Ich mag keinen Small Talk und stehe nicht gern im Mittelpunkt. Je besser ich Personen jedoch kenne, desto mehr komme ich aus mir heraus, bin mitunter ziemlich aufgedreht und laut, singe gern und mache Quatsch. Generell halte ich mich jedoch lieber in kleinen als in großen Gruppen auf.

3. Vor vielen Menschen zu sprechen, zum Beispiel bei Präsentationen, fällt mir unglaublich schwer. Meist bin ich am Tag davor schon aufgeregt und kann kaum an etwas anderes denken.

4. Ich bin nicht wirklich spontan, sondern plane die Dinge lieber schon einige Zeit im Voraus, damit ich mich ausreichend darauf vorbereiten kann. Auch Ungewissheit macht mich wahnsinnig, deshalb plane ich nur früh, sondern auch genau.

5. Ich schreibe lieber als zu reden. Ich kann mich schriftlich einfach besser ausdrücken, länger an meinen Worten feilen und sie mir besser zurechtlegen. Damit zusammenhängend schreibe ich auch lieber E-Mails und Nachrichten als zu telefonieren. Besonders mit fremden Menschen ist letzteres ein Horror für mich.

6. Wenn die Ruhephase zwischen einzelnen sozialen Interaktionen zu kurz ist, dieser trotzdem unvermeidlich, werde ich todmüde, bekomme Kopfschmerzen und reagiere in aller Regel sehr gereizt auf all die Sinneseindrücke von außen.

7. Ich kann mich ziemlich gut allein beschäftigen und mir ist selten langweilig. Dadurch haben sich schon so einige Hobbys angesammelt. Auch brauche ich nicht viele Freunde, mir reichen dafür wenige gute. Mir würde schlussendlich auch die Energie fehlen, viele Freundschaften regelmäßig zu pflegen.

Das waren spontan einige Punkte, die mir eingefallen sind und die ich einfach mal niedertippen wollte. Vielleicht könnt ihr das nachvollziehen, vielleicht dient es wenigstens als Einblick in ein anderes Leben. Es ist definitiv nicht immer einfach, introvertiert zu sein. Besonders in einer Gesellschaft, die nicht darauf ausgelegt ist, in der man besser voran kommt, wenn man sein Maul aufreißt und sich gut präsentieren kann. Ich habe jedenfalls aufgehört, dagegen anzukämpfen, weil es sowieso unmöglich ist. Ich bin, wie ich bin. Also muss ich das Beste daraus machen, zumal es nicht nur negative Dinge mit sich bringt.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr eher introvertiert oder extrovertiert? Habt ihr auch das Gefühl, das legt euch manchmal Steine in den Weg oder sind das alles Probleme, mit denen ihr euch noch nie auseinandersetzen musstet?

Donnerstag, 2. Juli 2015

Zurück aus der Sommerpause

Dritter Anlauf in zwei Tagen - man, bin ich aus der Übung. Daher mache ich es in diesem kurz: Ich bin zurück aus der mehr oder weniger freiwilligen Sommerpause. Dieses Semester hat mich ziemlich beansprucht. Mein Kopf war überall, nur leider nicht beim Blog. Momentan liegen noch einige Prüfungen und ein Essay vor mir, nichtsdestotrotz möchte ich mit jetzt wieder mit dem Schreiben und Austüfteln von Beiträgen beginnen. Denn es fehlt mir. Ihr fehlt mir. Vielen Dank übrigens, dass trotz der Stille in den letzten Wochen weiter ab und zu ein Kommentar kam! Das hat mir das mit dem Vermissen nicht erleichtert.

Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden, dass ich mein Studium insgesamt zwar mag, es jedoch einige Dinge gibt, die mir gar nicht gefallen. Andere liebe ich dafür umso mehr. Den Master, so ist es jetzt beschlossene Sache, werde ich nicht machen. Ich habe einen anderen Plan. Doch bis dahin zu kommen, war nicht leicht und bereitete mir einiges Kopfzerbrechen. Manchmal habe ich das Gefühl, seit dem Abschluss der zehnten Klasse suche ich immer nach Ausweichmöglichkeiten, die mir noch ein bisschen Zeit geben, weil ich mich einfach nicht entscheiden will, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Erst Abitur, dann das Brücken-Praktikums-Führerscheinmach-Jahr, jetzt das Studium. Was das große Ziel sein soll, weiß ich immer noch nicht genau, doch ich will nach dem Studium nicht mehr aufschieben, sondern ausprobieren. Dazu dann mehr, wenn es soweit ist. Bis dahin genieße ich Dinge, die ich an meinem Studium liebe, während ich die anderen so gut wie möglich hinter mich bringe.

Was war noch so los? Vor ein paar Wochen hatte ich Geburtstag, was ich erstaunlich gut verkraftete. Die letzten Jahre war ich immer in schwereren Lebenskrisen. Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Ein paar Nervenzusammenbrüche hier und da. Ewiges Vergleichen mit anderen, das Gefühl im Leben nichts erreicht zu haben. Vieles zu verpassen, auf der Stelle zu treten. Nicht aus meiner Haut zu können. Same old, same old. Hat das noch jemand? Dieses Jahr war ich dann einfach zu beschäftigt, um dem zu erliegen. Vielleicht auch gar nicht so schlecht.


Nun habe ich doch so viel geschrieben. Diesmal lasse und veröffentliche ich es einfach so. Da müsst ihr durch. Jedenfalls sind für die nächsten Tage und Wochen schon einige Beiträge geplant und ich hoffe inständig, dass mir nichts mehr dazwischenfunkt. Das Bild oben stammt übrigens von einer Paddeltour, die ich vor ein paar Wochen durch Leipzig gemacht habe. Die war sehr schön. Genießt den Sommer, Leute! Geht paddeln! Esst Wassermelone! Trinkt selbstgemachte Limonade! Erkundet die Welt, auch die direkt vor der Haustür. Okay, gerade liste ich nur Dinge auf, die ich selbst gern im Sommer mache. Ich höre an dieser Stelle auf zu sabbeln. Bis bald.
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