Sonntag, 31. Mai 2015

Eine Ode ans Sparen

Seit ich denken kann, spare ich schon. Manchmal mit Ziel, manchmal ohne, manchmal mit einem Sparschwein, manchmal auf einem Sparkonto, manchmal sogar beides zusammen. Ich mag es, in meinem Alltag hier und da ein wenig Geld abzuzwacken, um dann bei größeren Dingen, wie Reisen oder teureren technischen Anschaffungen, gewappnet zu sein.


Mein großes Ziel

Momentan gibt es durchaus eine Sache, für die ich so viel Geld wie möglich beiseite lege: mein Auslandssemester, das ich Anfang des nächsten Jahres entgegen treten werde. Da eine gewisse Summe schon vorhanden sein sollte, um gut über die Runden zu kommen, besonders im nicht ganz günstigen England, nehme ich das Sparen ernster als je zuvor. Zudem gibt es einige Dinge, die ich dort unbedingt mitnehmen möchte, Orte, die ich besuchen will, das alles wird ordentlich ins Geld gehen. Und ich möchte nicht plötzlich in einem fremden Land blank dastehen müssen. Momentan bin ich auf einem ganz guten Weg und ich hoffe, der Sommer mit seinen ganzen Reisen und Aktivitäten wird nicht allzu sehr reinhauen.


Stolpersteine und Hindernisse

Um mit dem Sparen ordentlich voran zu kommen, müssen ab und zu Einbußen gemacht werden. Eine Sache, die ich bei mir einführen musste, war mein Buchkaufverbot oder meine Nichtbuchkaufchallenge 'Project 10 Books'. Das bewahrt mich momentan sehr gut davor, unnötig neue Lektüre ins Haus zu schleppen, obwohl ich noch so viele ungelesene Bücher am Start habe.
Diesmal ist es ansonsten wirklich schwierig, weil ich einige Dinge, die man eigentlich von mir erwartet, nicht mitmachen kann oder überhaupt will. Das reicht von meinem bevorstehenden Geburtstag, den man gemeinhin in meinem Alter wohl noch feiern soll, was ordentlich kosten kann, bis hin zu Reisen, die ich schon letztes Jahr, bevor ich die Zusage für das Auslandssemester erhielt oder sogar die Bewerbung einreichte, großzügig geplant habe, bei denen ich jetzt irgendwie eine Lösung finden muss. Denn oberste Priorität hat momentan mein bevorstehendes Semester in Birmingham, so schwer es auch ist, das manchen Leuten nahe zu bringen. Obwohl ich auf der anderen Seite natürlich nicht mein jetziges Leben auf Eis legen will. Verzwickte Lage.
Eine Sache, die mir bislang schon das ein oder andere Mal ein ordentliches Loch in meine angesparte Summe riss, waren Dinge, die sich spontan dazu entschlossen, den Geist aufzugeben. Das ist bislang glücklicherweise (noch) nicht passiert und das kann meinetwegen auch so bleiben, toi, toi, toi!


Tipps und Tricks

Nach meinen Jahren an Erfahrungen mit dem Sparen fühle ich mich an dieser Stelle in der Lage, einige Kniffe zu präsentieren. Vielleicht helfen sie sogar dem einen oder anderen.

  • Kleingeld: Hin und wieder einige Münzen aus der Geldbörse zu nehmen, tut im Alltag kaum weh und kann nach einiger Zeit eine schöne Summe zusammenbringen. Ob man dabei ausländische Euros, alle Ein- oder Zwei-Euro-Münzen oder Sonstiges herausfischt, bleibt einem selbst überlassen. Ausschließlich bronzefarbenes Geld wird jedoch nicht zu großem Erfolg führen, ich spreche aus Erfahrung.
  • Sparkonto: Monatlich eine feste Summe auf sein Sparkonto zu überweisen, kann einen gut voranbringe. Am besten gleich nachdem das Gehalt drauf ist, damit man gar nicht erst darauf zugreifen kann.
  • Mehr Geld: Eine Möglichkeit, um mehr sparen zu können, ist selbstverständlich mehr Geld zu verdienen. Ob mittels eines Nebenjobs, der guten alten Blutspende oder dem Verkauf von Dingen, die man nicht mehr benötigt - ein wenig extra Taschengeld macht sich, Achtung Wortspiel, durchaus bezahlt.
  • Verzicht: Vor Neuanschaffungen immer wieder die Frage stellen, ob man diese Sache tatsächlich braucht oder ob das Ziel, auf das man hinspart, vorgeht. Zur Not auf jeden Fall berücksichtigen, inwiefern man sie gebraucht kaufen oder sich sogar bei anderen kurzfristig ausleihen kann.
  • Ausgaben kürzen: Bestehende Ausgaben zu kürzen, kann manchmal schwierig sein, da sie so häufig mit Angewohnheiten verbunden sind. Und die sind nur mit Mühe wieder herauszubekommen. Trotzdem ist es definitiv ein Versuch wert, beispielsweise seltener unterwegs Snacks zu kaufen und sich lieber etwas mitzunehmen oder gleich zu Hause was Schönes zu kochen. Nebenkosten sparen, indem man seinen Wasser- und Stromverbrauch reduziert und bewusster handelt. Unnötige Abos kündigen! Du gehst nicht mehr ins Fitnessstudio? Dann kündige den Vertrag zum nächstmöglichen Termin. Dinge auch einmal erst wirklich aufbrauchen, bevor man Neues kauft. Ihr wisst, worauf ich hinaus will.
  • Kaufverbote: Besonders wenn man eine bestimmte Schwäche hat, bei der man irrationalerweise immer wieder zuschlagen muss, seien es Kleidung oder Bücher - setzt dem ein Ende mit einem Kaufverbot. Wichtig ist dabei, sich eine zeitliche Frist zu setzen oder es mit einer Herausforderung zu verbinden (für jedes neue Teil zwei alte aussortieren und so weiter), um Licht am Ende des Tunnels zu sehen und nicht komplett durchzudrehen. Es außerdem offiziell machen, indem man es aufschreibt und so vielen Menschen wie möglich davon erzählt, hilft ungemein. Keine Ausreden mehr!
  • Bargeldlos: Bei mir klappt es recht gut, einfach kein Bargeld mitzunehmen. Denn wer kein Geld hat, kann unterwegs auch keines für unnötige Spontankäufe ausgeben. Für den Notfall kann man eventuell höchstens eine Geldkarte dabeihaben. Bei mir ist zumindest die Hemmschwelle höher, diese zu zücken, weil da das Geld so abstrakt wirkt und man nicht wirklich vor Augen geführt bekommt, wie viel man da gerade ausgibt.
  • Regelmäßige Motivation: Zu guter Letzt möchte ich euch an dieser Stelle noch den Blog "And Then We Saved" ans Herz legen. Darauf berichten ganz verschiedene Menschen, warum und wie sie sparen, geben regelmäßige Updates und persönliche Erfolgserlebnisse. Zusammen mit den inspirierenden Zitaten und Tipps von Hauptautorin Anna schafft es die Seite immer wieder, mich zu motivieren und am Ball bleiben zu lassen. Es ist immer gut zu wissen, dass man mit seinen Schwierigkeiten und Zielen nicht allein ist. 

Fazit

Insgesamt mag ich es einfach zu sparen. Es ist nicht immer leicht und bei ganz wichtigen Zielen gerät man auch schon mal an seine Grenzen, doch am Ende des Tages hat es sich für mich immer bewährt gemacht. Man lernt sein Geld mehr zu schätzen und natürlich auch die Dinge, die man sich damit zulegt. Es ist außerdem schön, sich dadurch etwas leisten zu können, das sonst im normalen Alltag nicht so leicht aus dem Ärmel zu schütteln gewesen wäre. Ohne Sparen wär das Leben öde, also sing ich müde meine kleine Ode!


Wie sieht es bei euch aus? Spart ihr auch so gern wie ich? Und worauf? Habt ihr vielleicht noch andere Tipp und Tricks?

Freitag, 29. Mai 2015

Mein deutsches Unsinnsmixtape

Kommen wir nach meinem französischen Mixtape zu einer weiteren Sprache, die zu einem eher geringen Prozentsatz in meiner Musiksammlung vertreten ist: Deutsch. Tatsächlich höre ich nicht viel deutsche Musik, denn besonders in der eigenen Muttersprache müssen Lieder etwas Besonderes mitbringen, um nicht langweilig, platt oder kitschig zu wirken. Eine Möglichkeit sind lustige, alberne und absurde Liedtexte - um Songs mit genau solchen soll es gehen. Es gibt doch kaum praktischere Fähigkeiten, als zu jedem Anlass ein passendes Lied anstimmen zu können. Wer in nächster Zeit also vorhat, zu einem Eisbärengehege zu gehen, Reis zu essen oder bei schönem Wetter im Park den Tauben einen Besuch abzustatten, sollte mit dem folgenden Mixtape bestens bedient sein.




In neuester Tradition hier die Youtube-Playlist. Viel Spaß beim Anhören!

Wer mir übrigens sagen kann, wo man die Ente auf dem Bild bestaunen kann, darf auf diesen Link klicken, um sich noch ein Bonuslied anzuhören. (Na gut, alle anderen auch. Aber nur, wenn ihr vorher auch wirklich ein paar Sekunden hart darüber nachgedacht habt!)


France Gall - Zwei Apfelsinen im Haar
Wir Sind Helden - Meine Beste Freundin
Die Ärzte - Vollmilch
Foyer Des Arts - Schimmliges Brot
Georg Kreisler - Frühlingslied (Tauben Vergiften)
Die Doofen - Dackel
Helge Schneider - Es Gibt Reis, Baby
Grauzone - Eisbär
Max Raabe & Palast Orchester - Moritat von Mackie Messer
Ohrbooten - Das Lied von der Krummen Lanke

Dienstag, 19. Mai 2015

Meine Top 5 Beiträge zum ESC 2015

Ich muss leider gestehen, ich bin eine von denen. Eine von der Art Mensch, die doch ernsthaft den Eurovision Song Contest anschauen, dieses kommerzialisierte, mainstreamige Musikarmutszeugnis. Ich bin einfach damit aufgewachsen. Bei uns ist es mittlerweile Tradition, sich das jährlich zu geben. Und wie der alte Fritz schon sagte: "Eurovision Song Contest? So what, why not?!"
Genug Albernheiten. Die Idee zu diesem Blogbeitrag erschien mir zunächst gut, bis ich anfing, mich durch die diesjährigen Lieder zu hören. Dabei musste ich nämlich feststellen, dass die Ausbeute eher mager sein würde. Zum Glück machte das Durchhören dank des Meinungsaustausches bei und mit Abraxandria trotzdem Spaß. Ich bin gespannt, wer am kommenden Samstag letztendlich antreten wird und - natürlich - wer den Sieg mit nach Hause tragen darf. Trotz vieler mittelmäßiger und enttäuschender Songs gibt es einige, die mir eine Unze besser gefallen haben und denen ich daher die Daumen drücken werde.


Österreich: "I Am Yours" von The Makemakes
Ach kommt, Leute. Der Typ hat lange Haare und einen Bart. Wie könnte ich das nicht mögen? Neben dem vielen schlechten Popgedudel ist es jedoch wirklich angenehm, ein etwas ruhigeres, nicht allzu aufregenderes Lied mit dabei zu haben. Am liebsten mag ich wohl die Stelle, in dem der Sänger mit der schönen Stimme vom Piano aufsteht und es danach trotzdem weiterspielt.



Lettland: "Love Injected" von Aminata
Irgendwie hat die Nummer was. Schon beim ersten Hineinhören erinnerte mich der sehr minimalistische, elektronisch-experimentale und düstere Sound ein wenig an Björk oder Fever Ray. Zwei Künstlerinnen, die ich sehr schätze, weshalb dieser Vergleich schon ein fettes Kompliment ist. Der Song sticht auf jeden Fall aus dem ganzen Einheitsbrei heraus, deshalb wünsche ich der lettischen Sängerin viel Erfolg im Wettbewerb.



Deutschland: "Black Smoke" von Ann Sophie
Uh, sie nimmt Deutschland mit hinein. Patriotisches Stück! Ich finde das Lied tatsächlich nicht so schlimm. Ann Sophie hat eine außergewöhnliche Stimme und vor allem der erste Teil des Refrains gefällt mir richtig gut. Ich hege keine Erwartungen, dass "wir" auch nur ansatzweise gewinnen werden, aber im Gegensatz zu einigen deutschen Beiträgen der letzten Jahre ist dies einer, für den man sich nicht schämen muss.



Australien: "Tonight Again" von Guy Sebastian
Als einmaliger Gast nimmt Australien dieses Jahr am Eurovision Song Contest teil. Ich finde die Aktion super, denn prompt liefert der Kontinent der Kängurus und Koalas eine wunderbar tanzbare Gute-Laune-Hymne ab. Da könnten sich andere alte Hasen des ESC wirklich eine Scheibe von abschneiden und wieder mehr auf echte Instrumente (die Bläser, ey!) und soulige Stimmen setzen.



Dänemark: "The Way You Are" von Anti Social Media
Yeah, yeah,yeah! Bapbapbap! Textsicher bin ich also fast schon. Eine leichte Pop-Rock-Nummer, die ganz harmlos ist und niemandem schadet. Besonders meinen Gehörgängen nicht. Das ist bereits ein guter Grund für mich, dieses Lied mit in meine Top 5 zu nehmen. Mit "The Way You Are" auf den Ohren brauche ich eigentlich nur noch jemanden, der mich an einen warmen Strand unter einen Sonnenschirm legt und mir Glas um Glas selbstgemachte Limonade einschenkt.



Seht ihr euch den Grand Prix Eurovision de la Chanson an? Welche sind eure liebsten Beiträge dieses Jahr?

Donnerstag, 14. Mai 2015

Zehn Filme, die jeder außer mir kennt

Sagen wir, wie es ist. Ich habe sehr böse Wissenslücken, wenn es um wertvolle Werke der Filmgeschichte geht. Immerhin hole ich langsam aber sicher auf, zuletzt so mit den ersten Teilen der "Herr der Ringe"- und "Zurück in die Zukunft"-Trilogien. Die Tatsache, dass ich mir dafür den Streifen "Teuflisch" bereits dutzende Male zu Gemüte geführt habe, macht es nicht unbedingt besser. Doch anstatt mir weiter Druck zu machen, zelebriere ich meine Unwissenheit einfach. Schon allein die ungläubigen Blicke, die ich ernte, wenn es bei einem der folgenden Filme herauskommt, dass ich ihn noch nicht gesehen habe, lässt mich nur ahnen, wie es um eure Reaktionen stehen wird. Um das alles noch auf die Spitze zu treiben: Manche von ihnen will ich nicht einmal sehen. Da müsste man mir schon die Augen auftackern und mich gefesselt vor die Flimmerkiste mit dem entsprechenden Film manövrieren. Für andere wiederum dürftet ihr mich gern zum Filmabend einladen, da würde ich durchaus nicht Nein sagen.


1. James Bond
Ich kenne keinen einzigen der Filme. Und ich bin an dem berühmten britischen Geheimagenten null interessiert. Keiner der Schauspieler, die ihm bisher ihr Gesicht geliehen haben, besitzt irgendeinen Reiz oder Charme für mich. Vielleicht lese ich jedoch eines Tages einen der Romane, das ist immerhin etwas.

2. Der Pate
Ich weiß! Steht auf der Liste. Mafia-Filme sind eigentlich überhaupt nicht mein Ding, deshalb schiebe ich diesen Klassiker immer noch vor mir her. Doch habe ich vor, ihn noch zu sehen. Irgendwann, irgendwann.

3. Terminator
Science-Fiction? Perfekt! Cyborgs? Gut! James Cameron? Achso, mmh. Arnold Schwarzenegger? Och nö. Ladies und Gentlemen, meine Assoziationskette und gleichzeitige Begründung, warum ich mich einfach nicht aufraffen kann, diesen Kultfilm zu schauen. Ob das in diesem Leben auch freiwillig noch etwas wird, ist fraglich.

4. Schindlers Liste
Zu meiner Verteidigung, den habe ich bereits einmal angefangen. Doch hatte ich an dem Tag einfach keinen Nerv für diesen doch recht langen, schweren Film, deshalb musste ich ihn wieder abbrechen. Ich möchte diese Lücke in meinem Allgemeinwissen jedoch beizeiten füllen.

5. Rocky
Wieder ein Film, auf den ich keine Lust habe, weil ich den Hauptdarsteller nicht mag. Punkt.

6. Sissi
Ey, ich kenne aus meiner Kindheit immerhin noch die französische Animationsserie, in der alle Charaktere so geile gesträhnte Haare haben! Zählt das? Autsch, hört auf zu hauen, ich verstehe ja, es zählt also nicht. Dann haben wir ein Problem, da mich die Historienfilm nicht die Bohne interessieren. Außer natürlich, ihr verratet mir jetzt, dass sie nicht absolut übertrieben kitschig sind.

7. E.T. - Der Außerirdische
Bei diesem Spielfilm bin ich noch unsicher. Ist er auch Jahrzehnte später tatsächlich noch unterhaltsam? Oder aufgrund der veralteten Spezialeffekte eher lächerlich? Ich weiß nicht. Ich könnte mir schon vorstellen, ihn mir früher oder später anzusehen, aber es eilt an dieser Stelle auch nicht so sehr.

8. Psycho
Dass man sich die Neuverfilmung mit Vince Vaughn nicht anzusehen braucht, meine ich, mitbekommen zu haben. Die Original-Version von Alfred Hitchcock ist zudem derart bekannt, die berühmtesten Szenen kenne selbst ich. Und ich weiß auch, worum es geht. Trotzdem habe ich das Gefühl, nicht darum herumkommen zu können, diesen Klassiker auch noch im Ganzen zu sehen. Und irgendwie ist auch durchaus Lust dazu da.

9. Indiana Jones
Ausschnitte hier und da von einigen Teilen schaute ich bereits. Aber die konnten mich nicht überzeugen. Bei "Indiana Jones" ist da auch wieder das Problem mit der fehlenden Sympathie zum Hauptdarsteller. Und kennt ihr das Gespräch, das sie bei "The Big Bang Theory" über das Franchise führen? Danach ist meine Neugierde darauf quasi überhaupt nicht mehr vorhanden.

10. Star Wars
Definitiv eine Reihe, die ich noch sehen möchte. Bloß lieber nicht allein, aber auch nicht unbedingt mit jemanden, die sie über alles liebt, bei jeder Szene mitspricht und mich danach fragt, wie episch dieser Moment doch gerade wohl gewesen war. Immerhin muss man sich da auch erstmal durch sechs Filme ackern und dann noch weiteres Zeug wie Nebenfilme und Fernsehserien. Es ist einfach ein ganzes Universum, vor dem ich mich ein wenig scheue, überhaupt noch damit anzufangen, weil ich schon zu viel verpasst habe.


Das waren sie also. Ich höre jetzt wohl auch besser auf, sonst mache ich mich noch unbeliebter. Natürlich würde ich nur zu gern wissen, ob die Überschrift hält, was sie verspricht und ihr wirklich alle Filme von der Liste kennt. Und wenn nicht, welche das sind, damit zumindest wir im gleichen unwissenden Boot sitzen.

Sonntag, 10. Mai 2015

Der April in Bildern

Und da zieht auch schon der nächste Monat dahin. Ich kann kaum glauben, dass schon wieder Mai ist.Wo bleibt die Zeit?


1. Veganer Kaiserschmarrn zum Frühstück. Das war das dritte Mal in meinem Leben, dass ich Kaiserschmarrn gefuttert habe und das Zeug ist und bleibt einfach nur großartig. Und ja, es ist für mich so besonders, ich zähle immer noch mit.

2. Zu Ostern besuchte mich meine Familie in Leipzig. Wir spazierten durch Leipzigs Parks, gingen in einem Chinesischen Restaurant essen und ich bekam diese wunderschöne Emaille-Tasse mit den Mumins drauf geschenkt. Ist das nicht einfach das beste Geschenk überhaupt?

3. Eigentlich besitze ich mittlerweile ausreichend Qwertee-Shirts mit Motiven von Harry Potter über Batman bis hin zu König der Löwen. Auch ein Prinzessin Mononoke-Shirt hatte ich schon, doch trotzdem konnte ich ich diesem Motiv aus dem gleichen Film nicht widerstehen. Die Waldgeister sind so herzallerliebst.

4. Auch ging ich im April nach langem wieder ins Kino. Irgendwie sollte ich das viel öfter machen, weil ich es, abgesehen von den übertriebenen Klimaanlagen, wirklich genieße. Diesmal ging es zur neuen Realverfilmung von Disney, "Cinderella". Der Film war nicht überragend, aber der Kinogang hat nichtsdestotrotz Spaß gemacht. Diese Karte schrieb ich meinem Vater aus gegebenem Anlass zum Geburtstag.

5. Die Uni hat im vergangen Monat erneut angefangen. Mit meinen Kursen bin ich dieses Semester recht zufrieden. Nur trauere ich dem Irisch-Kurs ein wenig nach, den ich aufgrund von zeitlichen Überschneidungen leider wieder abwählen musste. Aber mit Englisch im Hauptfach und Französisch habe ich eigentlich auch erstmal genug Sprachen an der Backe.

6. Eine dritte Sache, die bei mir eingezogen ist. Man, hier geht's ja kommerziell zu. Zu meiner Verteidigung träumte ich jedoch schon seit bestimmt zwei Jahren von einem eigenen Ohrensesssel. Innerhalb dieser paar Wochen, seit er in mein Leben trat, ist Oskar Schlomo, so wurde er nämlich getauft, zu meinem am meisten genutzten Möbelstück. Es ist Liebe!

7. Das obligatorische Sonntagspostkartenbild!

8. Um mein Französisch aufzupolieren und nicht allzu schlecht im Unterricht dazustehen, habe ich Duolingo wieder aktiviert, wo ich momentan oft herumhänge.

9. Auch ein paar Smoothies waren mit von der Partie. Angestiftet oder eher inspiriert von der Romy aka Zombiekatze, die einen Wassermelonen-Minze-Limetten-Saft empfahl, musste bei uns auch gleich Wassermelone her. Nun gut, wir mixten einen Smoothie, weil wir keinen Entsafter haben. Auch Minze und Limette waren nicht im Haus. Aber es war trotzdem verdammt gut und beim nächsten Mal kommen dann auch wirklich alle Zutaten hinein.

Donnerstag, 7. Mai 2015

Wie auch du Karo Kafka werden kannst!

Trendsetterin Guddy, in hiesigen Kreisen auch bekannt als Zeitzeugin, stellte vor einigen Tagen ein Video online, in dem sie Geheimnisse über den begehrten und mythenumwobenen Studiengang Guddy preisgibt. Ich denke, es ist wirklich an der Zeit, dass ich auch mal etwas an die Menschheit zurückgebe, deshalb klaue ich diese Idee und verrate euch, wie auch ihr Karo Kafka werden könnt.


Allgemeines

Vorab gibt es den Studiengang Karo Kafka an nicht allzu vielen Hochschulen. Auch wird der Abschluss in Deutschland nicht offiziell anerkannt. Aber hey, wie bei allen Geisteswissenschaften studiert man das aus Überzeugung und Leidenschaft, nicht fürs Geld. Meine Empfehlungen für die beste Wissensvermittlung rund um das Thema wären übrigens Hogwarts sowie die Unsichtbare Universität in Ankh-Morpork. Das Studium umfasst eine Regelstudienzeit von 17 Semestern. Studienvoraussetzungen gibt es absolut keine, das solltet ihr durch euer letztes Schulzeugnis definitiv nachweisen können.


Ausbildungsinhalt

Kommen wir nun zum sicherlich wichtigsten Teil, dem Inhalt des Studiums. Einen großen Bereich wird eine professionelle Gesangsausbildung ausmachen, bei der man lernt, unprofessionell zu singen. Denn als Karo Kafka muss man wirklich extrem viel singen, aber auch summen und pfeifen, mindestens einige Stunden pro Tag. Man darf sich vor allem nicht davon beirren lassen, die Songtexte nicht hundertprozentig zu kennen, denn Übung macht schließlich den Meister. Es gibt außerdem zwei Gesangsarten, die man sich antrainieren muss. Zum einen diejenige, von der man glaubt, dass sie wirklich gut klingt. Die darf nur zum Einsatz kommen, wenn man absolut allein ist. Sobald andere Menschen in der Nähe sind, hält man sich an die zweite, bei der man absichtlich schlecht singt, um sich nicht die Blöße zu geben. Zusätzliche Leistungspunkte gibt es, wenn man außerdem noch halbherzig ein oder zwei Instrumente lernt, um den Gesang zur Not auch bei Stromausfall noch selbst untermalen zu können und nicht aus der Übung zu kommen.

Weiterhin wird euer Gehirn mit unnützem Wissen gefüllt. Möglichst willkürliche, unzusammenhängende Fakten sind da an der Tagesordnung. Wann Napoleon lebte, wie die drei Asimov'schen Gesetze für androide Roboter lauten, was Godwin's und Murphy's Law sind, welche Schauspieler in welchen Filmen mitspielen, obwohl ihr sie noch nie gesehen habt, was der Unterschied zwischen "vintage" und "retro" ist - das alles und noch viel mehr wird euch nach dem Studium ein Begriff sein. Wirklich wichtige Dinge müssen hingegen unmittelbar wieder vergessen werden. Dafür ist kein Platz.

Wie beim Guddy-Studiengang gibt es auf dem Weg zur Karo Kafka genauso eine bestimmte Persönlichkeit, die man sich stetig aneignen sollte, um die Prüfungen am Ende erfolgreich zu meistern. Dazu gehört große Albernheit, die Unfähigkeit, über Gefühle zu sprechen, in gewissen sozialen Situationen eine übertriebene Schüchternheit, eine außerordentliche Zuneigung zu Vögeln und Süßigkeiten sowie einen Humor, bei dem Wortspiele, Versprecher und Schreibfehler das Witzigste überhaupt sind und zweideutige Anspielungen gar nicht erst bemerkt werden.


Uniform

Auch das Aussehen soll dementsprechend an das einer Karo Kafka angepasst werden. Die Uniform, die einem an der Hochschule zu Verfügung gestellt wird, richtet sich bereits danach. Wichtig sind eher gedeckte Farben und auf keinen Fall zu enge Schnitte. Lange Hosen sind quasi nicht vorhanden, dafür massig Strumpfhosen, die mit Kleidern oder Shorts kombiniert werden. Karierte Hemden werden ebenfalls immer gern gesehen (Karomuster...get it?). Die Haare werden entweder offen getragen oder zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Komplizierte Frisuren sind strengstens untersagt, davon bekommt man nur Muskelkater in den Armen. Ein weiteres bedeutendes Accessoire ist Lippenpflege, die stets mitzuführen und in regelmäßigen Abständen aufzutragen ist.


Fazit

Es ist nicht immer einfach, eine Karo Kafka zu sein, das kann ich nach meinem erfolgreich abgeschlossenen Studium verraten. Aber was ich schaffe, packt ihr mit ein bisschen Faulheit ebenfalls. Manchmal habe ich selbst mit mir gehadert, ob das auf lange Sicht etwas für mich ist oder ob ich nicht doch wieder abbrechen soll. Bisher habe ich jedoch keine gescheite Alternative gefunden, deshalb bleibe ich vorerst dabei. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg, wenn ihr euch für das Karo Kafka-Studium entscheiden solltet!


Es würde mich riesig freuen, wenn wir daraus ein Stöckchen machen würden und ihr ebenfalls erzählt, wie wir alle so sein können wie ihr. Ich bewerfe an dieser Stelle die Chaosmacherin, das Regenmonster, Johanna von The Happy Vegan, Sailor Strawberry und genau dich, ja dich, dessen oder deren Namen ich selbstverständlich nicht verrate, damit es für alle eine Überraschung wird, wenn du mir deinen Beitrag in den Kommentaren verlinkst.

Montag, 4. Mai 2015

Lesemonat April

"The War Of The Worlds" von H. G. Wells
Science-Fiction; 164 Seiten; Bantam Books; 1988; Englische Ausgabe

Marsianer landen auf der Erde und beginnen, sie zu unterwerfen und die Menschheit auszurotten. Die Idee ist im Hinblick für die damalige Zeit natürlich bahnbrechend und auch der Ansatz ist an sich gut. Leider stellt das gesamte Buch einen ziemlich trockenen Bericht dar, der die Geschehnisse zu großen Teilen eher neutral erzählt. Das ist natürlich in der Hinsicht positiv, dass es umso realistischer wirkt, weil es nicht extra für einen Spannungsbogen aufgebauscht wurde. Andererseits machte es diesen Klassiker für mich zu einer sehr zähen Lektüre.

"Frankenstein" von Mary Shelley
Horror; 161 Seiten; W. W. Norton & Company; 2012; Englische Ausgabe

Von diesem Klassiker wurde ich überaus positiv überrascht. Durch verfälschende Filme war es doch ziemlich spannend zu lesen, wie die Geschichte von Frankenstein und seinem Monster eigentlich geschrieben wurde. Der Schreibstil und die Entwicklung waren so super, dass ich das Buch innerhalb eines Abends und des darauffolgenden Morgens durchsuchten musste. Es gibt Wissenschaft, Konflikte, Monster - was will man mehr?

"Scott Pilgrim Vol. 4: Scott Pilgrim Gets It Together" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 195 Seiten; Oni Press; 2007; Englische Ausgabe

Meine Begeisterung für die Comic-Reihe hält nach wie vor an. Ich kann mich kaum daran erinnern, welche Bücher mich davor zuletzt haben laut auflachen lassen. O'Malley schafft es jedoch wieder und wieder. In dieser Ausgabe gab es sogar ein paar kolorierte Seiten am Anfang. Whoop whoop! Genau was für mich, da ich sowieso immer noch ein bisschen traurig bin, mir momentan nicht die kolorierten Scott Pilgrim-Ausgaben leisten zu können. Definitiv tolle Comics mit großartigen Sprüchen und Charakteren. Ich kann es kaum erwarten, die nächsten Bände zu lesen.

"Le Petit Nicolas" von René Goscinny & Jean-Jacques Sempé
Kinderbuch; Kurzgeschichten; 64 Seiten; Reclam; 2014; Französische Ausgabe

In letzter Zeit bin ich von allem, was mit dem kleinen Nick zu tun hat, absolut besessen. Den ersten Spielfilm, der vor einigen Jahren herauskam, schaute ich mehrere Male innerhalb weniger Wochen. Zudem sehe ich mir regelmäßig animierte Folgen an, die es auf Youtube gibt, und nun wagte ich mich an dieses Buch mit ausgewählten Texten. Die Geschichten aus der Sicht des kleinen Nicks sind einfach absolut herrlich und die ganzen Charaktere wirklich zu niedlich. Für Anfänger des Französischen ist diese Reclam-Ausgabe gut geeignet. Die Kapitel sind kurz gehalten und auch einige Illustrationen tragen dazu bei, dass man gut vorankommt und nicht frustriert aufgeben muss. Auf jeder Seite sind außerdem noch einige Vokabelhilfen, die einem das Verständnis erleichtern. Absolut top! Möchte mir irgendwann noch weitere französische Bücher von Reclam zulegen, da die eher dünnen Heftchen gut zur Übung und nicht teuer sind.

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 584
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 19

Mit meinen Büchern vom Projekt 10 Books konnte ich bislang leider nicht anfangen, da sich noch einige Exemplare für die Uni gestapelt haben, die vorher gelesen werden mussten und noch müssen. Doch ich hoffe, das ändert sich im Laufe der kommenden Wochen, denn natürlich soll sich das nicht ewig hinziehen und ich habe schließlich einige Rezensionen versprochen.

Samstag, 2. Mai 2015

Was es heißt, wenn man statt Anker einen eigenen Hafen hat

Prag. Das ist die tschechische Hauptstadt. Das ist auch eine Band aus Berlin. Und zu einem Konzert dieser ging ich Ende März. Auch wenn er verzögert kommt, möchte ich den Bericht dennoch niedertippen, um die Kunde über diese wunderbare Gruppe weiterzutragen und den Abend für mich Revue passieren zu lassen. Wie ich damals auf die Musik gestoßen bin, kann ich gar nicht mehr genau sagen. Nur, dass mich die melancholisch-leichten Chansons mit nostalgischen Texten, zarten Stimmen und der oftmals orchestralen Instrumentalbegleitung sofort in den Bann zogen.


Aus dem Grund war es eine Selbstverständlichkeit, dem Heimspiel in Berlin und gleichzeitigem Abschluss ihrer Kein Abschied-Tour beizuwohnen. Und was soll ich sagen? Prag haben mein Herz gepackt, die ganze Show über fest im Griff gehabt und es erst danach wieder losgelassen, mich mit überschäumender Begeisterung zurückgelassen. Für mich persönlich war die Musik bis dato eher ruhig und ließ einen für eine Weile in sich kehren, nachdenken, sehnen, sinnen. Umso überraschter war ich, als ich sah, wie viel Gas Prag auf der Bühne gaben und zeigten, dass ihre Lieder auch mehr als gut tanzbar sind. Die Stimmung war freundschaftlich, das Publikum gab sich bester Laune, welches die Gruppe gleich herzlich begrüßte. Der nonchalante Austausch zwischen Musikern und Zuhörern war äußerst unterhaltsam. Wo Nora Tschirner auf den Alben eher zurückhaltend wirkt, ist sie bei der Live-Show umso präsenter, scheint mit ihren frechen spontanen Ansagen voll in ihrem Element zu sein.


Zunächst war ich überrascht, wie viele Musiker auf die eher klein aussehende Bühne im eher kleinen und gemütlichen C-Club gepasst haben. Neben den drei festen Bandmitgliedern Erik Lautenschläger, Tom Krimi und die eben bereits erwähnte Nora Tschirner waren zudem Streicher, ein Keyboarder sowie ein Bläser, Bass und Schlagzeug mit von der Partie. Was mich den Abend über besonders faszinierte, waren die Klangflächen, die dank der vielen unterschiedlichen Instrumente und Tonlagen über einen hinwegfegten. Ich bin mir nicht sicher, ob man das musikwissenschaftlich wirklich so nennt. Aber in der Musik verschmolz alles miteinander und komplementierte sich gegenseitig, dass es mir vor allem live eine unglaubliche Gänsehaut verpasste. Für Leute, die sich wirklich mit Musiktheorie auskennen, kam das wahrscheinlich gerade folgendermaßen herüber und das tut mir sehr leid: "Ey, die machen richtig die schönen Töne so. Boah, das klang einfach so geil in meinem Ohr, nä!?" Aber es ist nun einmal so und nicht anders. Musikalisch haben Prag richtig was auf dem Kasten.


Im Vorfeld des Konzerts gab es fünf Lieder meinerseits, die ich unbedingt hören wollte. Solch eine kleine Liste mache ich mir meistens vor Konzerten und ob diese gespielt werden oder nicht, beeinflusst meine Meinung zur Setlist. Prag haben überhaupt sehr viel in ihrer Setlist untergebracht. Erst wurde eine Menge vom neuen Album gespielt, später gesellten sich jedoch auch einige Klassiker vom Debütalbum dazu. Meine Lieblingslieder waren zu meiner Freude allesamt dabei, von "Dieser Himmel" und "Nur die Seele" über "Sophie Marceau" bis hin zu "Einfach (ist gar nichts)" und "Zeit". Das hat mich schon mal zu einem sehr glücklichen Konzertbesucherkind gemacht. Besonders schön waren jedoch ebenfalls die Momente, in denen man Lieder, die man nicht besonders beachtete, auf einem Konzert plötzlich für sich entdeckt. Seither kriege beispielsweise von "Sieh da nicht hin" nicht mehr genug.


Insgesamt war es ein rundum gelungener, berührender und auch witziger Abend. Prag ist definitiv eine charismatische Band, die man live wirklich mal gesehen haben sollte. Ich kann nur hoffen, der neueste Albumtitel "Kein Abschied" ist ein Versprechen und wir kommen noch in den Genuss von massenhaft weiteren Liedern.
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