Samstag, 31. Januar 2015

Lesemonat Januar

"About A Boy" von Nick Hornby
Roman; 307 Seiten; Penguin Books; 2000; Englische Originalausgabe

Dieses Buch über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem 12-jährigen Schüler Marcus und dem 36-jährigen Will zeigte mir, warum Nick Hornby in den letzten Monaten zu einem meiner Lieblingsautoren wurde. Es gibt wieder einmal tolle Charaktere, Situationskomik vom Feinsten, ein Stück weit Tragik und auch Musik spielt erneut eine zentrale Rolle. Nur die Verfilmung aus dem Jahre 2002 ist absolut grottig, da sie sich irgendwie so gar nicht an die Geschichte hält. Doch davon werde ich mir "About A Boy" nicht vermiesen lassen.


"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami
Roman; 318 Seiten; Dumont Verlag; 2014; "Shikisai wo motanai Tazaki Tsukuru to, kare no junrei no toshi"

Die ersten Kapitel haben mich sofort wieder begeistert. Murakamis Schreibstil ist und bleibt einfach grandios. Leider flachte die Geschichte für mich gen Ende etwas ab. Mein Lieblingsbuch von ihm wird "Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki" jedenfalls nicht. Woran das liegt, vermag ich nicht einmal so genau zu sagen. Für einen Murakami war mir die Geschichte ein wenig zu geradlinig, einfach und kurz. In den letzten hundert Seiten fiel mir auch zunehmend auf, dass der japanische Autor statt den gewissen Gegenstand zu benennen, Produktnamen verwendete. War das schon immer so in seinen Romanen? Ist das neu? Warum man TAG Heuer statt Armbanduhr und iPod statt MP3-Player benutzen muss, bleibt mir schleierhaft. Trotzdem ist dies, wohlgemerkt, Meckern auf sehr hohem Niveau. Insgesamt ist das Buch trotzdem wunderbar.


"Scott Pilgrim Vol. 1: Scott Pilgrim's Precious Little Life" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 168 Seiten; Oni Press; 2004; Englische Originalausgabe

Nachdem ich vor kurzem den Film "Scott Pilgrim vs. the World" anschaute, fiel mir plötzlich ein, dass ich ja noch den ersten Band der Comic-Reihe besitze. Der lag schon seit Ewigkeiten bei mir herum. Also habe ich ihn endlich gelesen und bin ganz hin und weg. Beim Erzählstil merkt man erst, wie gut der Film daraus adaptiert werden konnte, teilweise sogar Szenen so geblieben sind. Leider sah ich zu spät, dass es die Reihe auch in Farbe gibt, mittlerweile habe ich die ersten Teile schon in Schwarz-Weiß da. Aber vielleicht ist das auch besser so, da ich sowieso momentan sparen möchte und die farbigen Bücher um einiges teurer sind. Von Scott Pilgrim bin ich ansonsten - nun auch auf Papier - sehr angetan.


Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 793
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 26

Dienstag, 27. Januar 2015

Asynchron

Nachdem ich vor einigen Tagen hier schon meine Top 5 Synchronsprecher behandelte, bleiben wir doch gleich beim Thema. Denn für die Leute, die sich ebenfalls für Synchronisation interessieren, habe ich jetzt einen Geheimtipp. Bei dem Magazin-Portal Massengeschmack TV, über das übrigens auch das vielleicht dem einen oder anderen bekannte Fernsehkritik TV veröffentlicht wird, gibt es das überaus empfehlenswerte Online-Magazin Asynchron. Von Tom Knoll ins Leben gerufen sowie produziert, von Evgenij Cernov moderiert, existiert die Sendung seit nunmehr elf Monaten oder neunzehn Folgen.

In den gezeigten Beiträgen dreht sich alles rund um die deutsche Synchronisation. Zumeist wird ein bestimmter Film oder eine bestimmte Serie unter die Lupe genommen, die Stimmen im Original sowie in der Synchronisation verglichen und analysiert, inwieweit sie zu den Charakteren passen. Zudem geht "Asynchron" darauf ein, wie gut oder ob die Übersetzung gelungen ist und inwiefern der Sinn der Dialoge im Deutschen erhalten bleibt. Beispielsweise ob die Witze übertragen werden oder überhaupt übertragen werden können. Von "Alf", "Willkommen bei den Sch'tis" über "Breaking Bad" und den "Duck Tales" bishin zu "Monthy Python" und "Lost in Translation" wurden bisher schon eine Menge Filme beziehungsweise Serien behandelt, sodass für jeden etwas dabei sein dürfte. Dann gibt es noch einige Sonderbeiträge, die mit der Geschichte der Synchronisation, einem Interview mit dem Synchronregisseur Erik Paulsen und einem Einblick in die Synchronsprecher-Ausbildung aufwarten.

Die Folgen sind professionell gemacht und bieten eindeutig Mehrwert. Was mir besonders gut gefällt, ist der Fakt, dass eben nicht jedes Mal dabei herumkommt "Tja, das Original ist sowieso besser. Einfach das anschauen". Hier wird differenziert, sich wirklich mit den Problemen, die bei der Übersetzung aufkommen, auseinandergesetzt und auch deutlich gesagt, wenn eine Synchro etwas gut macht oder sogar insgesamt gelungen ist.

Der Haken mag für manche Leute sein, dass die Folgen von "Asynchron" nicht frei zur Verfügung stehen, sondern Geld kosten. Doch denjenigen, denen das Thema wirklich zusagt, rate ich, sich nicht davon abschrecken zu lassen. Digitale Inhalte, insbesondere die von derart guter Qualität, dürfen ruhig finanziell unterstützt werden. Und das ist in diesem Fall nicht einmal viel. Bei Massengeschmack funktioniert alles über das Abonnieren entsprechender Formate. Je mehr Folgen und Formate ihr auf einmal abonniert, desto weniger kosten die einzelnen Folgen. Ich für meinen Teil verlängerte vor kurzem erst mein Abonnement für "Fernsehkritik TV" und "Asynchron" für jeweils zwölf Folgen, sodass mich jede einzelne am Ende nur noch 79 Cent kostet. Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Seite von Massengeschmack.

Die Länge von "Asynchron" liegt immer zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde. Alle zwei Wochen erscheint jeweils eine neue Folge, die nächste kommt am 5. Februar. Wer sich nicht sicher ist, kann ja vorerst nur zwei Folgen kaufen und rückwirkend alle bereits veröffentlichten Sendungen schauen, um sich davon zu überzeugen. Oder der guckt sich die für alle zur Verfügung stehende Testfolge an, die ich am Ende einbette. Diese ist aber wohlgemerkt direkt aus der Anfangszeit, da hat sich mittlerweile einiges getan, vor allem was die Aufmachung angeht.

Mehr als auf das Ganze lobend hinzuweisen, kann ich an dieser Stelle nicht. Und ja, die Werbung ist gleich wieder vorbei. Und nein, ich kriege nichts dafür. Schön wär's. Bei mir gehört "Asynchron" jedoch zu meinen liebsten Formaten im Netz, sodass ich das einfach mal zur Sprache bringen wollte.

Samstag, 24. Januar 2015

Meine Top 5 Synchronsprecher

Obwohl ich in den letzten Jahren dazu übergegangen bin, englische Filme und Serien vorrangig im Original zu schauen, bin ich seit jeher von der Synchronisation fasziniert. Dabei interessiert mich sowohl der Prozess der Übersetzung und welche Fragestellungen währenddessen aufkommen, als auch die Stimmen an sich, die so viel Emotionen transportieren müssen ohne die Chance der Mimik oder Gestik. Oftmals sind sie sogar schon eher mit einem entsprechenden Schauspieler verknüpft als die Stimme des Schauspielers selbst. Heute möchte ich euch meine liebsten Synchronsprecher und Synchronsprecherinnen vorstellen.


Peer Augustinski
Der zu meinem Bedauern letztes Jahr verstorbene Schauspieler, Hörbuch- und Synchronsprecher war wohl am bekanntesten dafür, die deutsche Stimme von Robin Williams zu sein, der leider ebenfalls im vergangenen Jahr von uns ging. Seine Stimme umfasste dabei eine unglaubliche Bandbreite, die der des US-amerikanischen Komikers in Nichts nachstand und darüberhinaus noch einen ganz eigenen Charakter mit einbrachte. Meine früheste Erinnerung an Peer Augustinskis Stimme entstammt seiner einmaligen Darbietung des Dschinni aus Disney's "Aladdin".



Regina Lemnitz
Ihre Stimme ist wortwörtlich eine Wucht. Als deutsche Feststimme von Kathy Bates, Whoopi Goldberg und Roseanne Barr dürfte sie vielen vertraut sein. Besonders wegen ihrer Performance in "Roseanne" lohnt es sich für mich immer wieder, die US-Serie auf Deutsch zu schauen. Normalerweise stehe ich nicht unbedingt darauf, wenn jemand laut wird, doch Lemnitz könnte ruhig den ganzen in meiner Gegenwart schreien. Ich liebe einfach ihre Power!



Andreas Fröhlich
Als Hörspieler, wie Fröhlich sich selbst nennt, ist er vor allem hoch geschätzt durch seine Rolle des dritten Detektivs Bob Andrews aus "Die drei ???". Ans Herz gewachsen ist er mir hingegen als fester Synchronsprecher zwei meiner Lieblingsschauspieler, Edward Norton und John Cusack. Zudem sprach er Gollum in "Der Herr der Ringe" und Onkel Jesse in "Full House". Seine Stimme ist so unverkennbar, einzigartig und gibt mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut. Wenn das nicht Argumente genug sind, warum Andreas Fröhlich großartig ist, dann weiß ich auch nicht.



Alexandra Wilcke 
Allein die Liste der Animationsfilme, an denen Wilcke als Synchronsprecherin beteiligt war, ist ellenlang. Am wichtigsten selbstverständlich die Verkörperung von Pocahontas und Schneewittchen aus den gleichnamigen Filmen, sowie Nala aus "Der König der Löwen". Ihre Stimme verzaubert mich einfach sowohl bei Sprache als auch Gesang. Obwohl sie bereits mehrere bekannte Schauspielerinnen, wie Sarah Michelle Gellar oder Kate Winslet, sprach, scheint sie bei keiner so wirklich die Feststimme zu sein. Umso schöner ist es jedoch, wenn man wieder einmal von ihrem Auftritt überrascht wird. Wie heute zum Beispiel, als ich sie urplötzlich als die deutsche Stimme von Eva Green in "Sin City 2: A Dame To Kill For" erkannte.



Thomas Fritsch
Ich sag's, wie es ist: Es gibt keine tiefe Männerstimme, die wunderbarer ist als die von Thomas Fritsch. Punkt. Fast schäme ich mich ein bisschen, dass dies Off-Sprecher Nummer drei in der Auflistung ist, den ich aus Disneyfilmen kenne. Aber nur fast, denn zum Schämen sind sie alle einfach zu gut. Der Synchronsprecher, Schauspieler und Schlagersänger dürfte sicherlich als Scar aus "Der König der Löwen" ein Begriff sein. Für mich gilt er außerdem als die perfekte Besetzung des Mr Ollivander in der "Harry Potter"-Filmreihe oder des Maxwell Sheffields in der Serie "Die Nanny". Doch auch bei ihm ist die Liste viel zu lang, um auch nur annähernd seine ganzen grandiosen Rollen aufzuzählen.



Welche Synchronsprecher sind eure Favoriten und warum? Mögt ihr die gleichen oder fallen euch zudem vielleicht noch ganz andere ein, die ich aus Mangel an Plätzen nicht mit in die Top 5 aufnehmen konnte?

Samstag, 17. Januar 2015

Vom Internetüberfluss

Ehrliche Frage: Bei wie vielen Sozialen Netzwerken, Foren und sonstigen Internetseiten seid ihr eigentlich so angemeldet? Zehn? Zwanzig? Dreißig? Sogar noch mehr?

Besonders wenn bei der Anmeldung schon über sieben Passwörter in Frage kommen könnten, da man zur größeren Sicherheit nicht überall dasselbe verwendet, wird mir das Ausmaß bewusst. Wenn ich sie so im Kopf durchgehe - von drei Googlemail-Konten und Blogger über Pinterest und Lovelybooks bis hin zu Twitter und Rebuy, komme ich schon auf gute zwanzig Internetkonten. Und wahrscheinlich habe ich sogar welche vergessen. Das ist doch Wahnsinn!
Langsam aber sicher wird mir einfach der Aufwand zu hoch, alle meine bereits bestehenden Accounts auf den verschiedensten Plattformen aufrecht zu erhalten, zu pflegen und zu bestücken. Beziehungsweise komme ich damit jetzt schon gar nicht mehr hinterher. Daher möchte ich ausmisten. Bloß wo anfangen, wie beginnen?

Erster Schritt: Die fünf meistgenutzten und sinnigsten Plattformen herauspicken, die auf jeden Fall behalten werden.
  • Am wichtigsten sind wohl meine E-Mail-Adressen. Zwar könnte ich diejenige für Persönliches und die für den Blog fusionieren, doch eher würde ich die persönliche aufgeben, mit der ich jedoch schlichtweg überall angemeldet bin, sodass dieser Zug wohl abgefahren ist.
  • Ebenfalls mehrmals täglich benutze ich Last.fm. Bekannte Musik hören, neue Künstler entdecken, herausfinden, welche Konzerte bald in meiner Nähe stattfinden - das alles möchte ich nicht mehr missen.
  • Dann wäre da noch Twitter. Ich schreibe sicherlich nicht die brillantesten, eloquentesten, witzigsten oder wichtigsten Tweets der Welt, doch über Twitter bleibe ich in Kontakt mit anderen Internetmenschen, die mir irgendwie ans Herz gewachsen sind, bekomme aktuelle Nachrichten mit und werde selbst kurze Gedanken los. Es ist schwer zu beschreiben, was den Reiz dieser Seite ausmacht, doch wenn man erst einmal drinsteckt, gibt es kein Entrinnen.
  • Zum Glück muss man bei Netflix nicht viel Mühe investieren. Höchstens Zeit, damit sich das Abonnement lohnt. Dank des guten Angebots kriege ich das immerhin ganz gut hin. Und ja, ich bin mir bewusst, dass ich hier gerade versuche, das positiver klingen zu lassen, als es eigentlich ist. Ich verschwende viel Zeit mit Netflix! Wie geil ist das denn!
  • Unter einem Punkt fasse ich an dieser Stelle Blogger und Bloglovin' zusammen. Obwohl ich nicht annähernd so viel Zeit auf diesen Plattformen verbringe, wie ich es mir eigentlich wünschte, ist mir das Bloggen unglaublich wichtig. Dazu gehört auch die Blogeinträge anderer zu lesen, was ich ausschließlich mit Bloglovin' betreibe.

Dies ist also der harte Kern. Die Seiten, die ich in absehbarer Zukunft nicht aufgeben werde. Kommen wir zum zweiten Schritt: Die am wenigsten genutzten oder sinnlosesten Plattformen ausfindig zu machen und gegebenenfalls zu kicken.

  • Kleiderkreisel: Schon ewig nichts mehr darauf gemacht und spätestens seit der dortigen Änderungen der Richtlinien entspricht die Seite nicht mehr meinem Geschmack. Hiermit ist der Account gelöscht.
  • So sehr ich die Idee der Seiten auch mag, von mir wirklich genutzt werden die Plattformen Goodreads und Lovelybooks nicht. Zumindest bei letzterem fing ich an, meine gelesenen Bücher zu katalogisieren und zu bewerten, doch mittlerweile vergesse ich es sowieso meistens, ein gelesenes Buch einzutragen. Ich stöbere nicht auf den Seiten, beteilige mich nicht an Diskussionen und klicke mich nur allzu selten durch meine eigenen virtuellen Buchbestände. Somit sind auch diese beiden Profile dem Erdboden gleichgemacht.
  • Bei Dawanda meldete ich mich vor Urzeiten an, um Bastelzeug zu bestellen, bei Etsy machte ich einen Illustrator ausfindig, der eine Zeichnung für mich anfertigte. Beides ist schon ewig her und wird sich in den nächsten Monaten wohl nicht wiederholen. Also können auch diese beiden Konten auf Eis gelegt werden.
  • Warum ich mich damals auf Vimeo anmeldete, weiß ich bis heute nicht. Dort lud ich in den letzten vier Jahren nichts hoch, kommentierte nichts, bin dort eigentlich nicht einmal unterwegs. Und tschüß!
  • Als nächstes geht es noch Momox und Rebuy an den Kragen. Beides habe ich bereits verwendet, um große Mengen an Büchern loszuwerden. Doch mittlerweile wird nur ab und zu mal ein einzelnes Buch aussortiert, da lohnen sich die sie Seiten nicht mehr.
  • Mit Spotify bin ich nach einer kurzen Testphase relativ unzufrieden. Die Playlisten sind mir zu unflexibel, irgendwie ist es mir dort zu unübersichtlich und oftmals gibt es nicht die Versionen der Liedern, die ich kenne. Damit verabschiede ich mich von der Seite.

Nun gut, der Anfang ist getan. Der Rest der Seiten befinden sich in einer Grauzone. Nicht wirklich wichtig, aber auch nicht komplett überflüssig. Nun gut, der Sinn Pinterests ist bis heute umstritten, doch die Bilder online zu pinnen, statt sie alle herunterladen, ist schon praktisch. Und manchmal braucht man einfach ein Schub Inspiration. Duolingo benutze ich tatsächlich mehr oder weniger regelmäßig, um Französisch oder Niederländisch zu üben. Auf Youtube hat sich das mittlerweile so eingependelt, dass ich alle paar Tage bei meiner Handvoll an Lieblingskanälen vorbeischaue, außerdem gibt es da ja noch von mir selbst hochgeladene Videos, daher bleibt auch dieses Konto. Facebook benutze ich vorrangig für Angelegenheiten, die das Studium betreffen, wie der Austausch mit Kommilitonen oder Neuigkeiten aus der Uni lesen.
8tracks benutze ich selten, um andere Playlisten zu hören, doch meine eigene Mixtapes mache ich aus Mangel an Alternativen weiterhin da. Bei Instagram schnuppere ich gerade noch hinein. Tauschothek, Ebay, Amazon und Medimops werde ich ebenfalls vorerst behalten.

Einen Teil der Last habe ich hiermit beseitigt. Der dritte Schritt meinerseits wird sein, in den nächsten Monaten zu beobachten, wie wichtig diese restlichen Seiten für mich sind. Benutze ich meinen Konten überhaupt, lohnt sich die investierte Zeit, bekomme ich genug zurück? Wenn nicht, müssen auch sie gehen. Wie sich das genau entwickeln wird, weiß ich noch nicht. Doch ich muss einfach nicht mehr bei jeder beliebigen Seite angemeldet sein. Auch hier ist weniger mehr. Lieber weniger Konten gut führen, als jedes nur gehetzt nebenbei, herzlos oder sogar überhaupt nicht.

Von welchen Seiten könntet ihr euch nicht mehr trennen? Welche bieten euch hingegen überhaupt keinen Nutzen? Habt ihr auch schon mal darüber nachgedacht, eure Internetkonten "aufzuräumen"?

Donnerstag, 15. Januar 2015

Alles neu macht der...Januar

Aufgrund einer spontanen Laune direkt nach dem Aufwachen habe ich heute in einem mehrstündigen Anfall mein Blogdesign verändert. Es musste einfach wieder etwas Neues her. "Mehrstündig?", fragt ihr jetzt. Ja, als kompletter HTML-Versager dauert es eben, selbst die kleinsten Kleinigkeiten herauszufinden. Wie man die Farbe des markierten Texts ändert zum Beispiel. Die typischen Grundfarben Schwarz, Weiß und Akzente dunklen Grüns, die man bei mir gewohnt ist, sind geblieben. Hinzu kam jedoch wieder ein schlichter Header. Auch bei den Seiten oben hat sich etwas getan, nur muss ich diese an sich noch ordentlich bestücken und aktualisieren. Das Impressum findet ihr jetzt am unteren Ende des Blogs. Leider muss ich mich jetzt auf den Weg zur Uni machen, doch später werde ich mich noch meinen Social Media-Buttons widmen. Überflüssige entfernen, sie neu anordnen und einen für Instagram hinzufügen, da ich dort seit einer kleinen Weile mehr oder minder aktiv bin. Ich hoffe, es gefällt soweit. Mit einem richtigen Beitrag werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen wieder aufwarten. Bis dahin.

Samstag, 10. Januar 2015

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblick Dezember


Die letzten Monate für dieses Projekt sind angebrochen. Mir geht es genauso wie Frau Shmooples, die ihren Unmut darüber in diesem Beitrag niedertippte: Ich bin verdammt froh, wenn es vorbei ist. Natürlich bleibt der Vorteil, endlich einmal Dinge durchgezogen zu haben, die man sonst ewig vor sich hergeschoben hätte. Durch die mehr als zweieinhalb Jahre kann man die Punkte auch schön planen und einteilen. Auf der anderen Seite zieht es sich ziemlich hin und viele Aufgaben sind irgendwann nicht mehr so spannend und reizvoll, wie zu Beginn noch vermutet. Nichtsdestotrotz habe ich damit angefangen und möchte es auch beenden - so gut wie möglich. Ich bin mir bewusst, dass ich keineswegs mehr alle, oder annähernd alle, Punkte werde abhaken können, doch das ist in Ordnung.

41. Ein Mixtape für jemanden erstellen
Dafür, dass ich eigentlich dauernd Mixtapes (genauer genommen CDs) zusammenstelle, hat dieser Punkt lange darauf warten müssen, erfüllt zu werden. Dabei liebe ich es. Ein bestimmtes Gefühl, eine bestimmte Atmosphäre soll festgehalten werden, wofür ich dann sowohl in meiner Musiksammlung stöbere, als auch im Internet nach neuen Songs forste. Bis alles passt und die fertig gebrannte CD wieder aus dem Laufwerk ploppt, können schon einige Stunden bis Tage bis Wochen vergehen. Ach ja, das Mixtape, das ich für diese Aufgabe erstellte, war ein Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Ein Doppelalbum mit alten Akustikblues-Liedern und meinen liebsten Bluesrock-Songs.

69. Häkeln lernen
Abgehakt. Früher habe ich sehr viel gehäkelt, meistens Klamotten für meine Haustiere. Zwischenzeitlich vergaß ich es jedoch wieder, doch ob des ehemaligen Könnens ging das erneute Lernen recht flott. Luft- und feste Maschen kann ich also wieder. Für Muster oder außergewöhnlichere Formen bedürfte es wahrscheinlich schon noch einer Anleitung. Das reicht mir aber soweit.

11. Mich regelmäßig mit Freunden treffen
Die einhundert Mal, die ich das machen wollte, sind hiermit vollständig. Der Grund, warum ich diesen Punkt aufstellte, ist, dass ich mich damals, kurz nach dem Abitur, ziemlich einigelte. Ich bin auf keinen meiner Freunde zugegangen, schottete mich komplett ab und wurde mit der Situation immer unglücklicher, sah mich jedoch außerstande, etwas daran zu ändern. Das sollte nicht wieder passieren, vor allem da Freundschaften keine Einbahnstraße sind und gepflegt werden müssen. Seitdem gab es wieder zahlreiche Filmabende, Konzertbesuche und gemeinsames Kochen.

75. Zwei Stunden im Monat Niederländisch lernen
Ihr merkt schon, im Dezember konnte ich einiges beenden. So auch diesen Punkt. Durch meinen Kurs und ein wenig selbstständiges Üben zu Hause, wurden 42 Stunden Niederländisch gelernt. Natürlich hört der Spracherwerb an dieser Stelle nicht auf. Ich werde zum Beispiel mit meinem Kurs, sofern es in meinen Stundenplan passt, auch nächstes Semester weitermachen.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Im Dezember las ich vier Bücher. Welche genau, kann man in meinem letzten Lesemonat nachlesen. Drei davon waren außerdem auf Englisch, somit zählen sie auch für Punkt 27 "Mehr englische Bücher lesen". Das Buch "10 Billion" von Stephen Emmott rezensierte ich hier, was für Punkt 94 "Mindestens monatlich eine Buchrezension schreiben" gilt.

Ansonsten schrieb ich acht Blogartikel (92), sprach sechsmal mit meinem Vater (14), sah meinen Opa zweimal (15) und spielte neunmal Gitarre (66).

Dienstag, 6. Januar 2015

#pmdd17

Gestern fand der bereits siebzehnte "Picture My Day"-Day statt. An diesem vorab festgelegten Tag dokumentieren alle Teilnehmer, was sie unternommen, erlebt und gemacht haben. Organisiert wurde das Ganze diesmal von Karina. Auch von mir bekommt ihr jetzt zu sehen, was gestern so los war. Falls ihr danach jedoch noch nicht genug habt, findet ihr hier eine Teilnehmerliste mit den Beiträgen der anderen.



Am 5. Januar geht bei mir nach der kurzen Weihnachtspause die Uni wieder los und der Alltag holt mich ein. Deshalb klingelt auch schon um kurz nach sieben Uhr mein Wecker. // Eine kurze Runde Twitter, bevor ich aufstehe.



Fertig machen. Inklusive duschen und Zähne putzen (auch wenn ich letzteres vergaß zu fotografieren).



Beim Schminken eine Folge "Don't Trust The B---- In Apartment 23" sehen.



Schnell noch frühstücken, bevor es dank des ganzen Fotografierens erstmal eine Viertelstunde verspätet zur Uni geht. Bin jedoch gerade so pünktlich.



Seminar "Einführung in die Typografie". Diesmal geht es um Papier. Außerdem weiß ich jetzt, wie 3D-Drucker funktionieren. // Vorlesung Kulturstudien bei einem meiner Lieblingsdozenten. Thema sind die Nordirlandkonflikte.



Ein kurzer Abstecher in die Campusbibliothek. // Nach Hause.



Ich-habe-keine-Lust-auf-irgendwas-Selfie. // Erstmal eine Kanne Tee kochen.



Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne vom Abend zuvor aufwärmen und zu Mittag essen. // Einen der so umschwärmten true fruits-Smoothies probieren. Ist in Ordnung, kann man trinken.



Mit einer Tasse Tee und einer weiteren Folge "Don't Trust The B---- In Apartment 23" prokrastinieren. // Dann geht's aber los. Musik anschmeißen...



...und mich dabei auch Niederländisch vorbereiten. // Blogbeitrag über meinen Lesemonat Dezember schreiben und veröffentlichen.



Ein bisschen Haushalt. // Noch einmal Schuhe an und wieder los zu meinem montagabendlichen Niederländischkurs.



Auf die Straßenbahn warten. Stellt euch an dieser Stelle vor, wie ich Niederländisch lerne. Davon habe ich nämlich kein Foto gemacht. War mir in der kleinen Runde zu unangenehm. // Wieder zu Hause warte ich auf meine Mitbewohnerin und überbrücke die Zeit mit ein paar Youtube-Videos.



Denn sie bringt die Zutaten für Pizza mit, die wir uns zum Abendbrot machen. Nomnomnom! // An meinem Essay weiterarbeiten. 



Nachdem ich mich nicht mehr konzentrieren kann, lese ich einige eurer Blogbeiträge. // Zeit für's Bettchen. Hiermit gibt es letztendlich doch ein Zahnbürstenbild. Und jetzt raus aus meiner Crib!

Montag, 5. Januar 2015

Lesemonat Dezember

"10 Billion" von Stephen Emmott
Sachbuch; Überbevölkerung; 198 Seiten; Penguin Books; 2013; Englische Originalausgabe

Von dem Buch war ich alles andere als begeistert. Meine genaue Meinung kann man in dieser Rezension nachlesen.

"Gone Girl - Das perfekte Opfer" von Gillian Flynn
Thriller; 571 Seiten; Fischer Scherz Verlag; 2013; "Gone Girl"

Eigentlich gehören Thriller nicht zu den typischen Genres, die ich bevorzugend lese. Nachdem jedoch gefühlt alle von der Verfilmung schwärmten und meine Mutter dieses Buch zufällig geschenkt bekommen hatte, schnappte ich es mir kurzerhand. Insgesamt war es nun nicht sonderlich gut, aber auch nicht schlecht. Die Twists fand ich persönlich nicht allzu überraschend, die Charaktere nervten teilweise echt übel und zum Ende hin wurde es mir ein wenig zu unrealistisch. Man kann es also lesen, sollte man einen kurzweiligen Zeitvertreib brauchen. Alles was darüber hinausgeht, kann es jedenfalls nicht bieten. Den Film habe ich bislang noch nicht geschaut, aber wahrscheinlich werde ich das noch nachholen, weil ich gespannt bin, wie sie das umsetzten.

"Acts of Union and Disunion" von Linda Colley
Sachbuch; Großbritannien; Geschichte; 156 Seiten; Profile Books Ltd; 2014; Englische Originalausgabe

Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich ein Sachbuch für die Universität komplett durchgelesen habe. Doch das kann man mit Colleys Buch auch wirklich prima tun. Nicht nur die Seitenzahl ist überschaubar, auch ihr Schreibstil ist relativ einfach geschrieben, sie gibt einen guten Überblick über die Stellung, Geschichte und Vereinigung der vier Nationen Großbritanniens und schmückt diese mit netten Anekdoten aus. Sicherlich ist das Thema sehr speziell, doch sollte sich jemand von euch trotzdem dafür interessieren, kann ich das Buch als Einstieg sehr empfehlen.

"Julio's Day" von Gilbert Hernandez
Graphic Novel; Familiengeschichte; 100 Seiten; Fantagraphics Books; 2013; Englische Originalausgabe

Auf genau einhundert Seiten werden die einhundert Lebensjahre des Mexikaners Julio Reyes in der Zeit von 1900 bis 2000 porträtiert, zudem verfolgen wir die Geschichten seiner Familienmitglieder und Freunde. Die Zeichnungen in diesem Graphic Novel gefallen mir gut, die Geschichte ist nett, vor allem aber besticht sie durch ihre authentischen Charaktere. Ein runde Sache. Das einzige Problem besteht für mich nur darin, dass, wenn man ein Leben so stark zusammenfasst, alle paar Seiten jemand stirbt. So wichtig die Todesfälle ja auch sind, sie nehmen mir proportional dann doch zu viel Platz im Buch ein.
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