Donnerstag, 2. Juli 2015

Zurück aus der Sommerpause

Dritter Anlauf in zwei Tagen - man, bin ich aus der Übung. Daher mache ich es in diesem kurz: Ich bin zurück aus der mehr oder weniger freiwilligen Sommerpause. Dieses Semester hat mich ziemlich beansprucht. Mein Kopf war überall, nur leider nicht beim Blog. Momentan liegen noch einige Prüfungen und ein Essay vor mir, nichtsdestotrotz möchte ich mit jetzt wieder mit dem Schreiben und Austüfteln von Beiträgen beginnen. Denn es fehlt mir. Ihr fehlt mir. Vielen Dank übrigens, dass trotz der Stille in den letzten Wochen weiter ab und zu ein Kommentar kam! Das hat mir das mit dem Vermissen nicht erleichtert.

Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden, dass ich mein Studium insgesamt zwar mag, es jedoch einige Dinge gibt, die mir gar nicht gefallen. Andere liebe ich dafür umso mehr. Den Master, so ist es jetzt beschlossene Sache, werde ich nicht machen. Ich habe einen anderen Plan. Doch bis dahin zu kommen, war nicht leicht und bereitete mir einiges Kopfzerbrechen. Manchmal habe ich das Gefühl, seit dem Abschluss der zehnten Klasse suche ich immer nach Ausweichmöglichkeiten, die mir noch ein bisschen Zeit geben, weil ich mich einfach nicht entscheiden will, was ich mit meinem Leben anfangen möchte. Erst Abitur, dann das Brücken-Praktikums-Führerscheinmach-Jahr, jetzt das Studium. Was das große Ziel sein soll, weiß ich immer noch nicht genau, doch ich will nach dem Studium nicht mehr aufschieben, sondern ausprobieren. Dazu dann mehr, wenn es soweit ist. Bis dahin genieße ich Dinge, die ich an meinem Studium liebe, während ich die anderen so gut wie möglich hinter mich bringe.

Was war noch so los? Vor ein paar Wochen hatte ich Geburtstag, was ich erstaunlich gut verkraftete. Die letzten Jahre war ich immer in schwereren Lebenskrisen. Das klingt jetzt schlimmer als es ist. Ein paar Nervenzusammenbrüche hier und da. Ewiges Vergleichen mit anderen, das Gefühl im Leben nichts erreicht zu haben. Vieles zu verpassen, auf der Stelle zu treten. Nicht aus meiner Haut zu können. Same old, same old. Hat das noch jemand? Dieses Jahr war ich dann einfach zu beschäftigt, um dem zu erliegen. Vielleicht auch gar nicht so schlecht.


Nun habe ich doch so viel geschrieben. Diesmal lasse und veröffentliche ich es einfach so. Da müsst ihr durch. Jedenfalls sind für die nächsten Tage und Wochen schon einige Beiträge geplant und ich hoffe inständig, dass mir nichts mehr dazwischenfunkt. Das Bild oben stammt übrigens von einer Paddeltour, die ich vor ein paar Wochen durch Leipzig gemacht habe. Die war sehr schön. Genießt den Sommer, Leute! Geht paddeln! Esst Wassermelone! Trinkt selbstgemachte Limonade! Erkundet die Welt, auch die direkt vor der Haustür. Okay, gerade liste ich nur Dinge auf, die ich selbst gern im Sommer mache. Ich höre an dieser Stelle auf zu sabbeln. Bis bald.

Kommentare:

  1. Alles Gute nachträglich :)
    Die Geburtstagskriesen kenne ich (hab ich auch gerne mal zwischendurch ganz ohne Geburtstag), aber an den guten Tagen besinne ich mich auf das Positive im Leben. Immer mehr schneller und besser bringt eigentlich auch nichts. Jeder kommt an sein Ziel und in 20 Jahren ist es egal in welchem Alter wir den Abschluss gemacht haben.
    Freut mich, dass du wieder schreibst,
    liebe Grüße.

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    1. Dankeschön! :)
      Habe letztens auch erst das Zitat gelesen: "Comparison is the thief of joy." - So wahr. Jeder kommt an sein Ziel. Wenn es einem manchmal auch nicht schnell genug geht.

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  2. Grüß Dich, Karo.
    Die Priorität "Semester" ist natürlich eine vorrangige, die gebührend zu achten ist - wie jede Ausbildung. Fokus und durch, sozusagen. Mich selbst hat zuletzt die Arbeit gut eingespannt, weswegen ich nicht die übliche Menge an Blogs besuchen & Posts kommentieren konnte. Kein Beinbruch in Sicht deshalb... ;-)

    Das mit den guten und weniger guten Dingen eines Studiums - oder all der anderen Herausvorderungen - ist Teil des Lebens. Nirgendwo haust das Optimum auf immer und ewig. Entscheidungen sind da immer lohnenswert, denke ich.

    Dein Leben findet sich immer im jetzt; abgesehen davon, daß Du für die Midlife-Krise entschieden zu jung bist. Sich die Gedanken um das Ich zu machen ist eine Triebfeder menschlicher Kultur - solange daraus nicht die Spirale abwärts wird. Sagt jetzt zumindest mal so ein alter Sack wie ich. :-)

    bonté

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    1. Salut RoM,
      schlimm, wenn man zu beschäftigt ist, um sein Internetleben noch ordentlich zu pflegen, nicht wahr? :P
      Bei mir hast du dafür wirklich nichts verpasst.
      In "meiner" Generation ist die Midlife-Crisis auch bei weitem nicht mehr so angesagt. Wir sind jetzt in der Sinnkrise der Mittzwanziger, "Quarterlife-Crisis". Wobei ich, genau gesehen, auch dafür noch zu jung bin.
      Danke für deinen weisen Worte! :D
      Grüßle

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    2. ...you're welcome. :-)

      bonté

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