Freitag, 31. Juli 2015

Lesemonate Mai, Juni & Juli + Update Project 10 Books

Diesmal ein Rundumschlag, denn die letzten Monate bin ich bei weitem nicht so viel zum vergnüglichen Lesen gekommen wie ich wollte. Einzelne Beiträge zu den jeweiligen Monaten hätten sich nicht gelohnt. Ein bisschen scheint mir dieses Hobby zu entgleiten, da ich oft einfach nicht den Kopf dafür habe. Wenn Gedanken rasen, man sich nicht auf die Worte konzentrieren kann, man den Satz immer und immer wieder liest, doch nichts hängenbleibt, bringt das wenig. Ich hoffe, mit den bevorstehenden Semesterferien finde ich mehr Zeit und Ruhe.


Mai


"Scott Pilgrim Vol. 5: Scott Pilgrim vs. The Universe" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 168 Seiten; Oni Press; 2009; Englische Originalausgabe

Diesen Band fand ich ein klitzekleines bisschen schwächer als die anderen. Das ist Meckern auf hohem Niveau, doch ich bin kein Freund davon, wenn künstlich Konflikte aus dem Nichts heraus geschaffen werden. Klar, kurz vor dem Ende soll die Spannung gehalten werden und es muss etwas geben, was später aufgelöst werden kann. Manchmal wirkt es aber sehr gezwungen und unnötig. Mein einziger Kritikpunkt, deshalb nichtsdestotrotz wieder ein großes Lesevergnügen.

"Scott Pilgrim Vol. 6: Scott Pilgrim's Finest Hour" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 234 Seiten; Oni Press; 2010; Englische Originalausgabe

La grande finale. Ein wenig wehmütig bin ich schon, dass es vorbei ist. Obwohl ich mir die Bände über Monate gut eingeteilt habe. Nach dem Abschluss bin ich immer noch so begeistert wie am Anfang. Scott Pilgrim ist definitiv meine neue Lieblingscomicbuchreihe. Nicht, dass ich vorher eine gehabt hätte. Ich lese wirklich zu selten Comics und Graphic Novels, stelle ich gerade fest.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 402
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 13


Juni


"State Of Fear" von Michael Crichton
Thriller; Wissenschaftsroman; 675 Seiten; HarperCollins; 2005; Englische Originalausgabe

Vom Autor des Klassikers Jurassic Park ein weiterer Roman, der sich mit fiktionaler Wissenschaft auseinandersetzt. In diesem geht um die Globalisierung, die darin nämlich nicht stattfindet und nur Propaganda ist. Das Buch ist spannend und liest sich gut weg. Auch regt es zum Nachdenken an, besonders was die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Medien und Politik angeht. Teilweise hat es leider einige Längen, da viel erklärt, argumentiert und mit Statistiken gearbeitet wird. Dabei kommt es von der Geschichte ab und wirkt zu belehrend. Insgesamt eine nette Lektüre.

Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Juli


"Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón
Roman; 563 Seiten; Suhrkamp Taschenbuch Verlag; 2005; "La sombra del viento"

Zu diesem Buch schrieb ich eine Rezension, wer sich für meine genaue Meinung interessiert.

"The Tempest" von William Shakespeare
Drama; 109 Seiten; Oxford University Press; 2008; Englische Originalausgabe

Und wieder einmal Shakespeare im Zuge meines Studiums. Früher habe ich genervt die Augen verdreht, wenn jemand sagte, er liebe Shakespeare. "Was für ein Snob, das sagt er doch bloß, um intelligent zu wirken!" Aber nein, Shakespeare ist einfach wirklich gut, auch heute noch. The Tempest ist in meiner Rangliste definitiv oben mit dabei (sonst hätte ich es mir nicht für meine Hausarbeit ausgesucht).


Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 672
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Project 10 Books

Vor knapp vier Monaten schon startete ich dieses Projekt. Wie in der Einleitung schon angedeutet, war ich bislang noch nicht so erfolgreich. Mit Zafóns Der Schatten des Windes habe ich an dieser Stelle ein Buch gelesen und rezensiert. Das heißt, neun Bücher habe ich noch zu lesen und vier Rezensionen zu schreiben. Zumindest ein kleiner Schritt ist geschafft. Mit dem Buchkaufverbot läuft es ansonsten gut. Tatsächlich kaufte ich seitdem keinen Schmöker. Einen habe ich geschenkt bekommen, was jedoch gestattet ist.

Kommentare:

  1. Graphic Novels kannst du ruhig ne Chance geben. "Vertraute Fremde" von Jiro Taniguchi hat mich so berührt. Vielleicht findest du das ja mal in einer Bibliothek.

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    1. Ich habe schon einige Graphic Novels gelesen, unter anderem "Blankets" und "Persepolis". Fand ich beide grandios. Dein Tipp werde ich mir aufschreiben! Danke. :)

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    2. Hast du auch meine Postkarte bekommen? :D

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  2. Hoi, Karo.
    Ich denke solche Phasen der Nichtvergnüglichkeit bei der Entpsannungsleküre kennt jeder, der nicht das Privileg hat Privatier zu sein. Arbeit überrollt einen gelegentlich gern und mit diebischer Freude. Nicht verzagen; ich zum Beispiel lese auch noch in meinem fünften Lebensjahrzehnt.
    Ist wie Radfahren - verlernt man/frau nicht. :-)

    Zu Chrichtons Roman: Die gern im Schilde geführte Verquickung von Wissenschaft/Forschung & Industrie als "Lösung aller Probleme" erscheint auch mir mehr als nur problematisch. Abgesehen von der Notwendigkeit einer Unabhängigkeit wissensschaftlicher Arbeit & Lehre, zeigt die Einflußnahme großer Konzerne in der Politik (indirekt via Spende, direkt via Bestechung) das no go auf.

    Shakespeare war schon immer Theaterkunst für jederman - Wagner dagegen ist Snobismus pur! Für Möchtegerns und alle die "zu denen da oben" gehören wollen.

    "Die Not bringt einen zu seltsamen Schlafgesellen."

    bonté

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    1. Hallo RoM,
      ja, es ist schon eine Schande, dass man nie genug Zeit für ALL die Dinge hat, die man gerne machen möchte. Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich die Zeit anhalten wollen. Dann könnte ich immer, wenn ich noch Zeit brauche, einfach alles anhalten, Zeugs tun, länger schlafen, essen - aber nur ohne selbst dabei in der zusätzlichen Zeit zu altern, versteht sich von selbst.

      Puh, da bin ich ja beruhigt, dass ich jetzt kein Snob bin! ;)

      Grüße

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