Dienstag, 14. Juli 2015

101 Dinge in 1001 Tagen - Update

Angesichts meiner sowieso nicht vorhandenen Ausdauer ist es schon ein Wunder, dass ich dieses langfristige Projekt überhaupt zwei Jahre durchgehalten habe. Wie bereits erwähnt, ist aber seit ein paar Monaten einfach die Luft raus. Dies wird daher einer der letzten Beiträge dazu sein, in dem ich auf einige erfüllte oder abgebrochene Aufgaben zu sprechen komme.


13. Briefe und Postkarten schreiben
Sechzig war die angepeilte Zahl, sechzig Briefe und Postkarten habe ich geschrieben. Seit April schieße ich schon darüber hinaus. Ich liebe Briefpost und es macht nicht nur Freude, selbst Briefe zu verschicken, sondern vor allem welche zu empfangen. Für mehr analoge Nachrichten!

16. Bewusst auf Menschen zugehen und kennenlernen
Zeitweise habe ich mich damit ganz schön schwer getan, manchmal lief es besser. Insgesamt bin ich zufrieden und hake hiermit die Aufgabe als erfolgreich ab.

28. Ein französisches Buch lesen
Check! "Le Petit Nicolas" von René Goscinny. Zuckersüß!

37. Einen Song schreiben
Also so richtig geschrieben nicht. Eher spontan Blödsinn mit einer Freundin gedichtet, gesungen und aufgenommen, was sowieso viel mehr Spaß macht. Daher für mich erfüllt.

50. Spieleabende veranstalten
Wäre meine Mitbewohnerin momentan nicht abwesend, würde es damit sicherlich munter weitergehen. Doch habe ich mit ihr auch schon davor viel gespielt sowie mit Freunden und Familie. Done!

58. Weniger Materialismus, weniger Kram kaufen
Ich glaube, man sieht gut an dem gleich folgenden Abschnitt, dass ich vieles nicht gekauft habe, obwohl es sogar auf meiner Liste stand. Auf wie viel Schnulli ich also erst verzichtet haben muss. Von Materialismus kann ich mich natürlich nicht vollständig freisprechen, weil ich mich schon an manchen Dingen erfreue. Hoffentlich bin ich wenigstens auf einem guten Weg, daher sehe ich auch diese Aufgabe als erfüllt an.

67. Ukulele spielen lernen
Ich kann einige Akkorde, einige Spieltechniken, einige Lieder. Ich bin kein Meister, für mich jedoch gut genug. Abgehakt!

70. Mein Französisch aufbessern
Dank meines Französischkurses bin ich viel besser, als ich es jemals war. Und trotzdem noch nicht gut genug. Der Status "Aufbessern" wurde allemal erreicht.


Jetzt folgen Aufgaben, die ich abbreche, weil sich die Umstände oder meine Ziele verändert haben oder sie sowieso nicht mehr in dem restlichen Zeitraum zu schaffen sind:

  • 03. Eine eigene Gitarre kaufen: Finanziell ging immer was anderes vor, also scheinbar nicht wichtig genug.
  • 05. Blutplasma spenden (02/20): Habe ein bisschen Schiss davor, seit ich einmal nach dem Blutspenden umgekippt bin.
  • 14. & 15.: Mindestens einmal pro Woche/einmal im Monat den Kontakt zu meinem Vater/Opa pflegen
  • 22. Auf die Frankfurter Buchmesse gehen
  • 26. 15 mir unbekannte Bücher der beliebtesten Bücher der Deutschen lesen (4/15)
  • 30. Videos machen (8/70): So werde ich nie the next DagiundBibisBeautyCastle!
  • 33. Schwimmen gehen (1/15)
  • 38. Den Sonnenaufgang nach einer durchgemachten Nacht beobachten: Ich schaffe nicht einmal bis nach drei Uhr aufzubleiben, wie soll das gehen?
  • 43. Wieder einmal Inline Skates fahren: Sie bleiben unauffindbar. Ein Fall für Akte X.
  • 54. Die perfekte Armbanduhr für mich finden: Gleichzeitig habe ich eine zu genaue Vorstellung davon und komme auch ohne Armbanduhr klar, als dass dieser Punkt demnächst noch etwas wird.
  • 63. Ein Bild zeichnen/malen (01/03): So sehr ich das Können anderer bewundere, mir selbst fehlt komplett die Leidenschaft dafür.
  • 64. 100 Tage internetfrei leben (33/100): Internetsuchti!
  • 66. Mindestens 3x pro Woche Gitarre üben (300/426)
  • 74. Jonglieren lernen: Bin komplett unfähig, was das angeht, und ich sehe nicht ein, mehr Lebenszeit damit zu verschwenden.
  • 81. Einmal pro Woche Sportübungen machen (50/142): *räusper*
  • 82. Neue Frisuren ausprobieren (0/10): Haha....ha.


Das war es mit der Übersicht für heute. Es ist in manchen Dingen ein Armutszeugnis, was ich alles nicht zu schaffen in der Lage war. Daran werde ich mich trotzdem nicht aufhängen, sondern eher glücklich über die Dinge sein, die ich erledigen konnte. Einige der noch offenen Punkte sind auch noch geplant, doch dazu an anderer Stelle mehr.

Kommentare:

  1. Hach ja, Analogpost! In letzter Zeit habe ich sehr viel Freude daran, welche zu Verschicken nur beim Bekommen hapert es noch. Aber wenn ich jemanden mit einem Brief überraschen kann, ist es auch schon ein tolles Gefühl.

    Was das skaten angeht: wir haben noch alte Schuhe von meiner Schwester Größe 39 im Keller. Komm vorbei und wir erledigen das. Und das die Nacht durchmachen wird im Anschluss abgearbeitet. Ich weiß schon wo und wie. Es muss nur das Wetter mitspielen. Uuuh ja, das wird gut!

    Nur mit den Frisuren - da kann ich dir auch beim besten Willen nicht helfen.

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    1. Schön, jetzt, wenn ich die Punkte schon abgehakt habe, willst du sie doch noch machen. Dann doch wirklich lieber Dinge, die noch draufstehen. Wie auf ein Festival gehen, ein Picknick oder einen Filmmarathon veranstalten. Na, NA!?

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  2. Ich lasse mir ja momentan auch von diversen youtube-Tutorialmenschen Ukulele spielen beibringen (und bekomme seitdem dieses up-shuffle shuffle-down-up-shuffle shuffle... nicht mehr aus dem Kopf).
    Wie bist du denn diesbezüglich vorgegangen?

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    1. Haha, das kenne ich nur zu gut. :D
      Da ich vorher schon Gitarre gespielt habe, war mir das ganze mit den Akkorden und Spieltechniken nicht allzu fremd. Ansonsten benutze ich auch viele Anleitungen und Videos, die sich im Internet tummeln. Irgendwann hat man das ja auch raus, muss ab und zu nur noch einen neuen Akkord lernen und der Rest kommt intuitiv. Vielleicht mache ich irgendwann mal einen Beitrag mit Ukulele-Tipps.

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  3. Ich schreibe doch fast regelmäßig Postkarten. Die letzte schrieb ich aus deiner Unistadt. :D Eine Akustikgitarre will ich mir auch noch besorgen. Vorerst reicht aber meine nicht angeschlossene E-Gitarre aus.
    Das mit dem Nacht durchmachen war auch nie mein Ding. Zu sehr bin ich dann doch dem Schlaf verfallen. Bin momentan auch auf der Suche nach einer neuen Armbanduhr. Gar nicht so leicht, wenn man ein schickes Design, Wasserfestigkeit usw. möchte... und man, mein Armgelenk ist einfach winzig.
    Habe das Buch "Ohne Netz" von Alex Rühle..(?) gelesen, in dem er ein halbes Jahr offline lebt. War sehr interessant.

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  4. Ich finds absolut okay, Ziele anzupassen oder Punkte wegzulassen, wenn sie nicht mehr zu dir passen. So läuft es eben! Und irgendwas nur zu tun, damit man es eben getan hat... ist ja auch nicht Sinn der Sache!

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  5. Hoi, Karo san.
    Wenn Ausdauer zur Verbissenheit wird verliert alles seine jeweilige Schönheit, denke ich.

    Ich habe mir erst letzten Monat wieder neue Post- & Grußkarten von Gaelle Boissonnard geordert, um mir die Freude zu gönnen Schönes in analoger Form zu verschicken. :-)

    "Materialismus" ist inzwischen zum Sensenschnitt in der Argumentation geworden. Nur weil man/frau etwas erwirbt, das über dem gezogenen Level "lebensnotwendig" zu liegen kommt, bricht nicht die moralische "Hölle" über einem zusammen. Siehe, als Beispiel,die oben erwähnten Karten...

    Anzunehmenderweise ist Dein Französisch um Welten besser als die paar Brocken, die ich mir so angeeignet haben! ;-)

    Durchdiskutierte Nächte hatte ich in meiner Jugend ein paar; mit der Zeit macht sich allerdings auch das Ruhebedürfnis des Alters bemerkbar. Übrigens hatten wir (6 SF-Fans) es einmal bei einem verlängerten Wochenende geschaft, den Tag/Nacht-Rythmus um 180° zu drehen.

    Eine Uhr empfinde ich inzwischen als Fremdobjekt am Arm; lediglich wenn ich fein zum Essen ausgehe ziehe ich noch eine meiner zwei Erbstücke auf & an.

    bonté

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