Samstag, 4. April 2015

Lesemonate Februar & März

Februar


"Fight Club" von Chuck Palahniuk
Roman; 254 Seiten; Goldmann Verlag; 2004; "Fight Club"

Vor einigen Jahren muss ich das Buch bereits gelesen haben, doch konnte ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern. Deshalb ging ich davon aus, dass es mich nicht sonderlich beeindruckt hatte. Bei dieser Lektüre erging es mir jedoch komplett anders. Ich hatte großen Spaß, mir die Geschichte, die ich schon gefühlt dutzende Male in Form meines Lieblingsfilms sah, nun auch in wieder in schriftlicher Form zu geben. Die Gewichtung der einzelnen Teile ist beispielsweise anders als im Film, was ganz spannend war. Also bestimmte Dinge sind kürzer gefasst, andere hingegen länger ausgeführt. Nach wie vor bin ich hin und weg von "Fight Club". Es ist eine dieser Geschichten, bei denen man sich wünscht, sie selbst geschrieben zu haben. Ich weiß zumindest, dass ich mich danach am liebsten nie wieder in ein Auto setzen würde oder Essen zu mir nehmen möchte, welches ich nicht selbst zubereitet habe. Nun ja, ich werde es trotzdem tun. Leben am Limit und so.

"Scott Pilgrim Vol.2: Scott Pilgrim vs. The World" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 200 Seiten; Oni Press; 2005; Englische Originalausgabe

Der zweite Teil der Comic-Reihe macht genau da weiter, wo der erste aufgehört hat. Nicht nur inhaltlich, sondern auch was die Genialität angeht. Besonders hervorzuheben ist das Brechen der vierten Wand, was in diesem Teil verstärkt auftrat. Sowas liebe ich abgöttisch und ist hier sehr clever eingesetzt.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 454
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 16


März


"Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra" von Robin Sloan
Roman; 351 Seiten; Büchergilde Gutenberg; 2014; "Mr. Penumbra's 24-Hour Bookstore"

So sehr mich auch die Themen, Bücher in Verbindung und gleichzeitig in Kontrast mit Technik, reizten, am Ende hat das Buch nur wenig bei mir hinterlassen. Die Charaktere sind langweilig und oberflächlich, es gibt in der gesamten Geschichte viel Hin und Her, wovon ich kein großer Freund bin, und als Parodie, wie es überall angepriesen wurde, kann ich es ebenfalls nicht sehen. Zumindest liest es sich schnell weg. Insgesamt ganz nett, mehr aber auch nicht.

"Homo faber: Ein Bericht" von Max Frisch
Roman; 151 Seiten; Rowohlt Verlag; 1970; Deutsche Originalausgabe

Da habe ich mich an einen Klassiker gewagt, der schon Ewigkeiten bei mir ungelesen sein Dasein fristen musste. Den Schreibstil fand ich ganz angenehm und überhaupt ist "Homo faber" einer kurzes Buch, das man schnell durchgelesen hat. So richtig packen oder berühren konnte mich es jedoch nicht. Ich weiß auch nicht recht, warum es bereits so viele Jahre so beliebt ist. Irgendwie erschien mir die Geschichte belanglos.

"Scott Pilgrim Vol. 3: Scott Pilgrim & The Infinite Sadness" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 192 Seiten; Oni Press; 2006; Englische Originalausgabe

Langsam gehen mir die Komplimente aus, ohne mich ständig zu wiederholen. Lest das Comic am besten, lest sie alle!

"Sense & Sensibility" von Jane Austen
Roman; 359 Seiten; Collins Classics; 2010; Englische Originalausgabe

Es hat mich tatsächlich eineinhalb Jahre gebraucht, dieses Buch zu beenden. Im dritten Anlauf. Das spiegelt gut wieder, wie ich zu dem Buch stehe. Irgendwann wollte ich es bloß noch besiegen und diese Geschichte hinter mich bringen. Ich erkenne durchaus die ironischen Untertöne, mit denen Austen die gesellschaftlichen Interaktionen und Gepflogenheiten beschreibt. Trotzdem kann mir dies einfach nicht darüber hinweghelfen, dass ich es stinklangweilig finde. Die Ausführungen sind mir einfach viel zu lang, hinzu kommt die Schnulzigkeit und das viele Drama. Nicht meins. Immerhin kann ich jetzt behaupten, etwas von Jane Austen gelesen zu haben.

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 1053
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 34

Kommentare:

  1. Jetzt hast du mich neugierig auf die Scott Pilgrim-Comics gemacht :)
    Ich kenne nur den großartigen Film, aber offenbar sind die Comics auch sehr großartig ... Die werden mal auf die Liste gesetzt ;)

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    1. Gute Entscheidung. Hoffentlich wird es dir genauso gut gefallen. :)

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  2. Servus, Karo.
    Ich denke bei "Homo Faber" hilft eindeutig die seelentiefe Verfilmung von Volker Schlöndorff. :-)

    bonté

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    1. Eigentlich wollte ich mich nicht weiter damit beschäftigen, aber wenn du wirklich empfiehlst,werde ich mal hineinschauen. Bin ja gespannt, inwieweit aus der Geschichte noch etwas herausgeholt werden kann. ;)

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    2. ...das Spiel zwischen Julie Delpy & Sam Shepard hat mich damals schwer beeindruckt. Seither verfolge ich mit Genuß die Arbeit von Madame Delpy als Schauspielerin, Drehbuchautorin, Regiesseurin, Sängerin... :-)

      Et merci pour votre carte postale!!!

      bonté

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