Samstag, 31. Januar 2015

Lesemonat Januar

"About A Boy" von Nick Hornby
Roman; 307 Seiten; Penguin Books; 2000; Englische Originalausgabe

Dieses Buch über die ungewöhnliche Freundschaft zwischen dem 12-jährigen Schüler Marcus und dem 36-jährigen Will zeigte mir, warum Nick Hornby in den letzten Monaten zu einem meiner Lieblingsautoren wurde. Es gibt wieder einmal tolle Charaktere, Situationskomik vom Feinsten, ein Stück weit Tragik und auch Musik spielt erneut eine zentrale Rolle. Nur die Verfilmung aus dem Jahre 2002 ist absolut grottig, da sie sich irgendwie so gar nicht an die Geschichte hält. Doch davon werde ich mir "About A Boy" nicht vermiesen lassen.


"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami
Roman; 318 Seiten; Dumont Verlag; 2014; "Shikisai wo motanai Tazaki Tsukuru to, kare no junrei no toshi"

Die ersten Kapitel haben mich sofort wieder begeistert. Murakamis Schreibstil ist und bleibt einfach grandios. Leider flachte die Geschichte für mich gen Ende etwas ab. Mein Lieblingsbuch von ihm wird "Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki" jedenfalls nicht. Woran das liegt, vermag ich nicht einmal so genau zu sagen. Für einen Murakami war mir die Geschichte ein wenig zu geradlinig, einfach und kurz. In den letzten hundert Seiten fiel mir auch zunehmend auf, dass der japanische Autor statt den gewissen Gegenstand zu benennen, Produktnamen verwendete. War das schon immer so in seinen Romanen? Ist das neu? Warum man TAG Heuer statt Armbanduhr und iPod statt MP3-Player benutzen muss, bleibt mir schleierhaft. Trotzdem ist dies, wohlgemerkt, Meckern auf sehr hohem Niveau. Insgesamt ist das Buch trotzdem wunderbar.


"Scott Pilgrim Vol. 1: Scott Pilgrim's Precious Little Life" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 168 Seiten; Oni Press; 2004; Englische Originalausgabe

Nachdem ich vor kurzem den Film "Scott Pilgrim vs. the World" anschaute, fiel mir plötzlich ein, dass ich ja noch den ersten Band der Comic-Reihe besitze. Der lag schon seit Ewigkeiten bei mir herum. Also habe ich ihn endlich gelesen und bin ganz hin und weg. Beim Erzählstil merkt man erst, wie gut der Film daraus adaptiert werden konnte, teilweise sogar Szenen so geblieben sind. Leider sah ich zu spät, dass es die Reihe auch in Farbe gibt, mittlerweile habe ich die ersten Teile schon in Schwarz-Weiß da. Aber vielleicht ist das auch besser so, da ich sowieso momentan sparen möchte und die farbigen Bücher um einiges teurer sind. Von Scott Pilgrim bin ich ansonsten - nun auch auf Papier - sehr angetan.


Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 793
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 26

Kommentare:

  1. Oh ehrlich? Ich find die About A Boy Verfilmung ja recht gelungen, besonders Hugh Grant hat es ganz toll gespiellt.

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    1. Als Film an sich mag "About A Boy" ja gut sein, aber als Verfilmung des Buches ist enttäuschend. Besonders weil ich mich eben schon so in die Geschichte und Charaktere verliebt habe und der Film alles umändern musste.

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  2. Salut, Karo.
    In dieser Hinsicht hatte ich es wohl "leichter", weil mir zuerst der Film unterkam - danach erst Hornbys Roman. Rein musikalisch hätte mir der Grunge der Vorlage aber auch mehr zusagt.
    Bei der Adaption von 'Fever Pitch' schrieb Hornby das Skript ja noch selbst. Sehenswert. Ähnlich wie seine reine Drehbucharbeit bei 'An Education'. Sehr mögbar.

    'Scott Pilgrim vs. The World' ist Kult. Der Film funktioniert auf jeder nur denkbaren Ebene als anarchisches Kino. Abgesehen davon, daß die toughen Mädels die eigentlichen Akteure sind. Strike!
    Bereits der Vorspann sprengt einem die Staubschichten aller Fahrstuhlmusik aus dem Gehörgang.

    bonté

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