Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mein 2015-Mixtape & ein kleiner Jahresrückblick

Ein letztes Mixtape für dieses Jahr. Ich weiß, diese Rubrik ist nicht die Beliebteste. Trotzdem gibt es für mich manchmal nichts Schöneres, als Lieder nach Stimmung oder Thema zusammenzustellen, dabei neue zu entdecken, alte wieder auszugraben und zu merken, was sie mit mir machen. Deshalb wird es auch weiterhin Playlisten von mir geben.


Hier gibt es wieder die Youtube-Playlist.


The Dead Weather - Impossible Winner
The Cure - Lovesong
Lucy Rose - Shiver
Prag - Dieser Himmel
Stromae - Formidable
Lana Del Rey - Honeymoon
She & Him - Stay Awhile
Ezra Furman - Lousy Connection
Karen O - The Moon Song
Jamie N Commons - Lead Me Home
Hedwig And The Angry Inch - The Origin Of Love
Ohrbooten - Schwerelos


Das Jahr 2015 war kein schlechtes.
Nur gut, dass man Leiden in Retrospektive nicht mehr genauso fühlen kann. Es ging mir nicht immer mental und seelisch gut. Auch was meine körperliche Gesundheit anging, hatte ich so viele Wehwehchen wie noch nie zuvor, von Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu Tagen, wo ich mich vor Schmerzen kaum bewegen konnte. Im Vergleich zu anderen Menschen insgesamt vielleicht Lappalien. Ich war jedoch bislang ein relativ gesunder Mensch und ich hoffe, das verlässt mich nicht dauerhaft.

Doch kommen wir zu den wunderbaren Dingen. Zum einen natürlich die vielen Reisen, die ich unternehmen durfte. Nach Budapest, Schweden, auf die niederländische Insel Texel, die Paddeltour in den Spreewald und der Trip nach Amsterdam.
Zweimal fand man mich auch in Freizeitparks wieder, mit Freunden im Heidepark und zu Halloween mit Familie im Belantis. Weitere Highlights sind zudem die Leipziger Buchmesse, die Game of Thrones-Ausstellung und ganz besonders auf jeden Fall die Hochzeit meiner langjährigsten Freundin, bei der ich Trauzeugin war.

Obwohl ich oft behaupte, generell mit deutscher Musik nicht viel anfangen zu könne, war ich dafür auf einigen Konzerten deutschsprachiger Interpreten. Bodo Wartke, Max Raabe und Palast Orchester, Prag und die Ohrbooten. Abseits davon tummelte ich mich bei Marilyn Manson und zum bereits dritten Mal bei Bonaparte.


Was die Uni anging, herrschten bei mir gemischte Gefühle. Das vierte Semester war das stressigste soweit und bei dem ganzen Gegenwind, der mir entgegenschlug, dachte ich schon teilweise daran, einfach abzubrechen. Doch im fünften Semester, in dem ich gerade stecke, ging es wieder bergauf. Es gab mir die Freude am Studieren zurück, trotzdem es weiterhin stressig bleibt.
Einige Erfahrungen sammelte ich dieses Jahr im Studentenradio. Das war sehr toll, obwohl ich aus zeitlichen Gründen bei weitem nicht so viel gemacht habe wie gewünscht.

Nicht zu vergessen ist das Projekt Sonntagspostkarte, das ich startete. Ich scheiterte an dem Vorsatz, jede Woche eine Postkarte zu schreiben, aus den gleichen Gründen wie so oft: Ich besitze keine Ausdauer, Disziplin und nehme mir ständig zu viel auf einmal vor. Mit einem Endspurt zu Weihnachten verschickte ich dieses Jahr immerhin 40 Postkarten und bekam selbst zahlreiche von euch, dass es mich sehr rührt. Vielen Dank! Nächstes Jahr soll es mit den Postkarten definitiv weitergehen, wahrscheinlich im kleineren Ausmaße.

Nun heißt es Abschied nehmen von dem Jahr, das für mich ereignis- und abwechslungsreich ausfiel. Besonders in den letzten Wochen lebte ich schon in sehr in Vorbereitung auf das nächste Jahr, was mir so auch noch nie untergekommen ist. Doch ich freue mich darauf, all die Pläne umzusetzen und das Beste daraus zu machen.

Alben des Jahres
She & Him - Classics
Prag - Kein Abschied
Lana Del Rey - Honeymoon
Ezra Furman - Perpetual Motion People

Filme des Jahres
(2015 das erste Mal gesehen)
Hedwig And The Angry Inch
Frank
Filth
Her

Serienentdeckungen des Jahres
Game of Thrones
American Horror Story
Misfits
Garfunkel and Oates

Bücher des Jahres
(2015 zum ersten Mal gelesen)
"Ready Player One" von Ernest Cline
"Scott Pilgrim"-Comics von Bryan Lee O'Malley
"The Tempest" von William Shakespeare

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Meine Wunschlistenbücher 2015

Vor einem Jahr habe ich zum ersten Mal eine Liste dieser Art geschrieben. Dabei ist es nicht so, dass ich überhaupt alle Bücher von damals mittlerweile besitzen würde, geschweige denn gelesen habe. In der Tat kann ich gerade einmal den Murakami abhaken, alle anderen Bücher fehlen mir immer noch. Es kann doch sehr frustrierend sein, wenn man seit über einem halben Jahr ein selbst auferlegtes Buchkaufverbot hat und auch andere Menschen so büchergeschenkefaul sind! Deshalb bloß als Erweiterung meiner alten Liste notiere ich wieder meine momentan dringendsten Bücherwünsche. Hoffentlich kann ich nächstes Jahr mehr abarbeiten.


"How To Talk About Books You Haven't Read" von Pierre Bayard
Dieses Buch hat ein Professor einmal im Literaturseminar empfohlen und seitdem will ich es unbedingt haben. Da ich sowieso nie dazu kommen werde, alle Bücher zu lesen, die auf meiner Liste stehen, wäre es zumindest schon einmal praktisch, wenigstens darüber reden zu können. Natürlich könnte ich an dieser Stelle mehr über "How To Talk About Books You Haven't Read" sagen, wenn ich es bereits gelesen hätte, obwohl ich es ja dann gelesen hätte und es gar nicht mehr bräuchte, um darüber zu reden, während ich es noch nicht gelesen habe. Verwirrend.


"The Pun Also Rises" von John Pollack
Ich scheine in meinem Studienfach Anglistik eine der wenigen zu sein, die den Bereich Linguistik mögen. Woran das liegt, vermag ich nicht genau erklären können. Natürlich ist nicht alles interessant und manches sehr abstrakt, aber es ist nie in jedem Fach alles interessant. An Linguistik reizt mich vor allem Sprachgeschichte, -erwerb und Sprachgebrauch. Daher ist dieses Buch so schon mal mein Ding. Wenn man dann noch bedenkt, dass Wortspiele zu meinen liebste Arten von Humor gehören, wird das Buch, in dem es um Wortspiele, ihre Geschichte und Anwendung geht, regelrecht perfekt. Gimme!


"Eats, Shoots and Leaves" von Lynne Truss
Bonuspunkte an alle, die den genialen Titel durchschaut haben. Dieses Buch hat wieder mit Sprache zu tun, nur dass es diesmal um Zeichensetzung und die Wichtigkeit ihrer korrekten Anwendung geht. Es kann sicherlich einige brauchbare Einblicke in die englische Sprache gewähren. Mich über falsche Apostrophe aufzuregen, gehört außerdem meinen Königsdisziplinen, also schlägt mein Geek-Alarm gerade ein wenig aus.


"The Martian" von Andy Weir
So lange höre ich jetzt schon Gutes über diesen Roman, dass es langsam traurig wird, ihn immer noch nicht gelesen zu haben. Mittlerweile kam auch schon die Verfilmung heraus, die ich sicherlich nicht schauen werden, bevor ich das Buch gelesen habe. Das mache ich dauernd und schaue deshalb erfolgreiche Filme oft erst Jahre später oder sogar nie, weil ich nicht dazu komme, die Buchvorlagen zu lesen. Siehe "Life of Pi", "Die Bestimmung" oder *hust* "Der Herr der Ringe". Bei diesem soll es jedoch bitte klappen.


"Sterntagebücher" von Stanislaw Lem
Bei diesem Punkt geht es eigentlich mehr um den Autor an sich, als dieses bestimmte Werk. Stanislaw Lem soll ein großartiger Sci-Fi-Autor gewesen sein. Oft wird er in einem Zug mit Isaac Asimov erwähnt, was ganz und gar kein schlechtes Zeichen ist, denn von seinen Werken und Ideen war ich vor einigen Jahren regelrecht besessen. Zudem mag ich das Genre natürlich gern, möchte daher bei seinen Klassikern ein bisschen auf dem Laufenden sein. Bei meiner Suche hat mich dieser Titel, in dem es um Weltraumfahrt geht, dann spontan am meisten angesprochen.


Habt ihr bereits eines der Bücher gelesen und wie fandet ihr es? Was steht momentan auf eurem Wunschzettel?

Sonntag, 8. November 2015

Konsumauszeit nach einer Woche: Ich bin nicht perfekt

Für den Monat November haben Apfelmädchen und sadfsh eine Konsumauszeit ins Leben gerufen, die auf großen Anklang stößt. Auch ich habe mich letzte Woche eher spontan dazu entschlossen mitzumachen. Eigentlich bloß auf Twitter, aber ich habe gerade doch mehr zu sagen, als es in 140 Zeichen passen würde. Wer von der Aktion noch nichts gehört und mehr darüber wissen will, schaut sich am besten den bereits verlinkten Beitrag an. An dieser Stelle möchte ich lediglich kurz die Vorgaben und meine Anpassungen umreißen, bevor ich zu meinen Erfahrungen und Gedanken nach der ersten Woche komme. Denn wie bei jedem guten Experiment gibt es auch Regeln, die man natürlich auf eigene Lebensumstände abstimmen kann.

  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen
  • Ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Weitere Ausnahmen bei mir sind Geschenke für drei Geburtstagskinder. Absolute Notwendigkeiten für die Uni sind ebenfalls erlaubt, wobei sich das nach momentaner Erwartung nur auf ein Buch bezieht.

Obwohl in der Auflistung Lebensmittel erlaubt sind, rücke ich gerade diese bei mir in den Fokus. Denn ich bin seit Semesterbeginn ein wenig in die Gewohnheit gefallen, mir unterwegs Snacks zu kaufen. Stattdessen möchte ich wieder ausreichend Essen von zu Hause aus mitnehmen.


A Few Inches Later

Eine Woche der Konsumauszeit ist vergangen. Das allgemeine Nicht-Kaufen fällt mir zum Großteil eher leicht. Auch weil meine größte Schwäche wohl Bücher sind und ich mir diese aufgrund des Project 10 Books gerade sowieso nicht zulegen "darf". Wofür habe ich mein Geld also ausgegeben? Lebensmittel. Und ja, ich habe es geschafft, unterwegs keine Snacks zu holen. Strike! Das erste von drei Geburtstagsgeschenken. Sowie ein Monatsabo des Online-Magazins Fernsehkritik TV. Mein kleines Problemchen der vergangenen Woche. Weil ich für ein Referat an der Uni einen Clip aus einer bestimmten Folge brauchte, mein Abonnement gerade ausgelaufen war und man diese nur als Abonnent herunterladen kann, verlängerte ich es kurzerhand. Natürlich hätte ich es anders lösen können, beispielsweise zu der bestimmten Stelle im Stream zu springen statt die Stelle herauszuschneiden. Doch das fiel mir erst danach auf. Also in der Hinsicht schon ein unsinniger Kauf, der sich hätte vermeiden lassen können. Andererseits bereue ich es auch nicht, da ich das Magazin wirklich mag und gerne unterstütze. Insgesamt habe ich in der ersten Woche neben festen Kosten ungefähr zwanzig Euro ausgegeben.


Sind Minimalisten perfekt?

Abgesehen davon, dass niemand perfekt ist selbstverständlich - aber lasst mich erklären. Worauf ich im letzten Abschnitt eingehen möchte, ist angeregt vom Beitrag der lieben materialfehler. Zunächst freut es mich, dass es für sie so gut läuft und die Konsumauszeit keine Herausforderung darstellt. Trotzdem störe ich mich ein wenig an folgender Aussage.

"Es ist eigentlich absurd, wieso brauchen Minimalisten eine Konsumauszeit? [...] Ich brauch die eigentlich nicht und sicher die anderen im Grunde auch nicht wirklich. Aber es ist ein Projekt, das weite Kreise ziehen kann und Nichtminimalisten zum Nachdenken und Experimentieren anregt."

Dazu meine Perspektive, die das Ganze ein wenig überspitzen wird. Das soll nicht gegen materialfehler gehen, im Gegenteil. Die Sätze haben mich zum Nachdenken angeregt, dafür bin ich dankbar und will einfach meinen Senf abgeben. Dass Minimalisten eigentlich über dieser Konsumauszeit stünden und vielmehr glänzende Pioniere für andere Unwissende verkörperten, hielte ich für eine überhebliche Sichtweise. Mag sein, dass es Menschen da draußen gibt, die sich zu jeglicher Zeit hundertprozentig unter Kontrolle haben, all ihren Konsum genauestens abwägen und unter die Lupe nehmen. Ich gehöre definitiv nicht dazu. Dann wiederum bin vielleicht gar kein Minimalist.

Konsum beginnt für mich nicht erst mit greifbaren Gegenständen. In den letzten Jahren bin ich dazu übergegangen, mein Geld zunehmend nur noch für Dinge auszugeben, die sich aufbrauchen lassen (wie Lebensmittel oder Pflegeartikel), digital sind oder Erlebnisse. Das macht mich persönlich glücklicher als irgendwelcher Krimskrams, um den ich mich den Rest seines Vorhandenseins kümmern muss. Ich muss mich außerdem nicht mit der Entsorgung herumplagen, wenn ich keine Lust mehr darauf habe. Aber wer sagt denn, dass diese Art Konsum kein Konsum ist? Auch innerhalb dieser Grenzen können sich schlechte Gewohnheiten einschleichen, siehe meine Snacksituation zu Beginn des Semesters. Oder fortlaufende Abos im Internet, die man nicht zwingend jeden Monat hinterfragt. Oder Ausgehen am Abend, das zur Tradition geworden ist, seinen Reiz aber schon lange verloren hat. Oder oder oder. Bloß weil wir zum "weißen" Konsum (wie in white lie) übergegangen sind und keine Sammlungen mehr anhäufen, heißt das nicht, dass wir diese Konsumauszeit nicht nutzen können, um einige unserer Gepflogenheiten in Frage zu stellen. Neben Geld ist ein weiterer wichtiger Faktor in dieser ganzen Angelegenheit nämlich auch Zeit. Um da ich jetzt nicht noch ein weiteres Fass aufmachen möchte, verlinke ich euch den wunderbaren Beitrag von Fieberherz und verkrümel mich.

Sonntag, 25. Oktober 2015

15 inspirierende Zitate für Schreiberlinge

Ich stecke momentan in einer riesigen Bloggerkrise. Mehrere weinerliche Blogeinträge über meine fehlende Motivation und Disziplin wurden angefangen und doch wieder verworfen. Überhaupt habe ich sehr viele Entwürfe begonnen und wieder liegen gelassen. Dann habe angefangen, darüber zu grübeln, ob ich es an meiner fehlenden Leidenschaft fürs Schreiben liegt. Beziehungsweise ob ich es wirklich so gern mache, wie ich es mir all die Jahre einredete. Dann fing ich an, mir Zitate von Autoren durchzulesen, die über das Schreiben schrieben. Wie dem auch sei, einige haben mir ziemlich gut gefallen, weshalb ich sie teilen möchte. Vielleicht werden sie mir wirklich auf die Sprünge helfen, vielleicht heule ich im nächsten Beitrag doch noch herum, vielleicht kommt wieder für längere Zeit nichts. Jedenfalls wisst ihr jetzt, was los ist und das nimmt mir ein bisschen den Druck, den ich mir selbst mache.


Either write something worth reading or do something worth writing.
- Ben Franklin - 


I believe that you either love the work or the rewards. Life is lot easier if you love the work.
- Jane Smiley - 


The only way you'll find out if you "have it in you" is to get to work and see if you do.
- Cheryl Strayed -


This is how you do it: you sit down at the keyboard and you put one word after another until it's done. It's that easy, and that hard.
- Neil Gaiman -


Writing is a job, a talent, but it's also the place to go in your head. It is the imaginary friend you drink your tea with in the afternoon.
- Ann Patchett - 


The more restrictions you have, the easier anything is to write.
- Stephen Sondheim -


I have found that sometimes it helps to pick out one person - a real person you know, or an imagined person - and write to that one. 
- John Steinbeck - 


To live a creative life we must first lose the fear of being wrong.
- Joseph Chilton Pearce -


Nothing will stop you being creative so effectively as the fear of making a mistake.
- John Cleese -


Writers live twice.
- Natalie Goldberg -


If I waited for perfection I would never write a word.
- Margaret Atwood - 


I don't think writers should write about answers, I think writers should write about questions.
- Paul Haggis -


Write what you know. Write what you want to know more about. Write what you're afraid to write about.
- Cec Murphey -


Planning to write is not writing. Outlining, researching, talking to people about what you're doing, none of that is writing. Writing is writing.
- E. L. Doctorow -


When in doubt, have a man come through a door with a gun in his hand.
- Raymond Chandler -

Montag, 12. Oktober 2015

Meine Top 5 Musikvideos

MTV hat sich aus dem deutschen Free TV verabschiedet und auf Youtube wird Musik weiträumig gesperrt aufgrund eines seit bereits Jahren andauernden Zwists mit der uneinsichtigen Gema - damit habt ihr zwei Gründe, warum ich kaum Musikvideos schaue und eigenes Erachtens auch nur wenige kenne. Was nicht heißt, dass ich sie nicht mögen würde. Solange die Künstler nicht nur vor unterschiedlichsten Kulissen stupide den Mund bewegen, finde ich sie sogar unterhaltend. Daher möchte ich meine liebsten Musikvideos vorstellen, mögen sie diesen Platz wegen der grandiosen Idee, Kreativität oder allgemeinem Gefallen meinerseits innehaben.


"Carmensita" von Devendra Banhart
Devendra Banhart, als er noch bärtiger Hippie statt kurzhaariger Hipster war, Natalie Portman als Prinzessin Carmensita, ein in Indien spielendes Märchen und ein Refrain, den man schon ab der zweiten Zeile mühelos mitsingen kann. Was gibt's nicht zu mögen? Lalala! Ich liebe dieses Musikvideo. Es ist so bunt, übertrieben und schafft es mit seinen trashigen Spezialeffekten und schwachsinnigen Untertiteln jedes Mal aufs Neue, mir gute Laune zu verpassen.
Fun Fact: Natalie Portman und Devendra Banhart waren einmal ein Paar (ungefähr zu der Zeit des Musikvideos, duh). Jetzt aber leider nicht mehr. Und nein, trotz seines Namens war er schon immer ein Mann.



"Free (The Editorial Me)" von Darwin Deez
Über dieses Video bin ich vor einigen Jahren auf dem Knarzwerk-Blog gestoßen und zähle es seither zu meinen Favoriten. Die Idee mit den Wiederholungen mag vielleicht so ähnlich in anderen Musikvideos vorkommen (denke da spontan an "Islands" von The xx), aber keine Umsetzung schafft es, mich so sehr zu begeistern wie diese. Let's do the time warp again! Ich möchte jedoch nicht zu viel vorwegnehmen, da ich glaube, besonders das erste Mal schauen ist am interessantesten.
Fun Fact: Darwin Smith, der Sänger der Band und Protagonist des Videos, scheint mit dieser Frise tatsächlich herumzulaufen.



"Blue Orchid" von The White Stripes
Die Band hat bei mir sowieso einen Stein im Brett. Dieses Musikvideo fängt den Look der beiden ein, macht ihn fantastischer, macht ihn gruseliger. Generell fragt man sich, auf welchen Drogen alle Beteiligten wohl waren. Ein staubiges Haus, ein Pferd, die wohl unpraktischsten Schuhe der Welt und Jack White als düsterer Willy Wonka, mehr brauchte es einfach nicht.
Fun Fact: Die genialste Szene in einer Dokumentation über Musik ist übrigens die, in der Jack White in "It Might Get Loud" eine Gitarre baut.



"Stay Awhile" von She & Him
Ich frage mich immer noch, wie sie einige Effekte hingekriegt haben. Andererseits will ich es gar nicht wissen, denn vielleicht macht meine Ahnungslosigkeit den Zauber aus. Doch auch sonst bietet das Video eine wunderbar altmodische Atmosphäre, die gut zum Song passt. Zooey Deschanel mit einem Unsichtbaren im hübschesten Kleid überhaupt tanzend und schwebend, M. Ward ist die coole Socke, wie eigentlich immer. Auf den ersten Blick mag das Video nicht unglaublich spektakulär wirken, aber irgendwie ist es dann doch was Besonderes.
Fun Fact: Ähm...verdammt, warum habe ich bloß mit diesen Fun Facts angefangen? Also. Achtung, das Lied hat Ohrwurmpotenzial. Außerdem war ich noch nie auf einem She & Him-Konzert. Schlimm.



"On Melancholy Hill" von Gorillaz
Wenn ich euch bislang nicht überzeugen konnte, dann aber spätestens jetzt. Denn die Videos der Gorillaz sind so unglaublich genial. Ich liebe die meisten abgöttisch, allein wegen der Lässigkeit der Charaktere, der Farben und der Animationen. Am liebsten würde ich mir mit tausenden Screenshots die Wände tapezieren. Hier besonders schön die Unterwasserwelt. Und Noodles Frauenpower am Anfang.
Fun Fact: Ich war schon einmal auf einem Gorillaz-Konzert. Leider waren Noodle, 2D, Murdoc und Russel gar nicht da, dafür dieser eine Typ von Blur. Schlimm. Nein, im Ernst: Mir war es damals einfach viel zu voll und der Veranstaltungsort so groß, dass man schon zum Rand hin stehend nicht mehr viel gesehen hat. Naja, nun weiß ich einfach, dass ich mich bei der Band mehr an die Musikvideos halten sollte.



Welche Musikvideos mögt ihr am liebsten? Gibt es außergewöhnliche, die ihr empfehlen könnt?

Sonntag, 20. September 2015

Mein Roadtrip-Mixtape

Noch nie zuvor bin ich in einem solch kurzen Zeitraum derart viel gereist wie in den momentanen Semesterferien. Es macht unglaublichen Spaß mit den unterschiedlichsten Menschen die verschiedensten Orte erkunden. Nur mit der Nachlese komme ich nicht so ganz hinterher. Während ich also dieses Mixtape zusammenstelle, feile ich außerdem an zwei weiteren Beiträgen über Schweden, veröffentliche ich auf Instagram die Bilder meiner mehrtägigen Paddeltour im Spreewald und plane ich die Amsterdam-Reise, die nächste Woche ansteht. Diese Playliste ist übrigens ein Best Of meiner Roadtrip-Mix-CD ist, die ich für die Reise zur niederländischen Insel Texel gebrannt habe. Aber bevor das nächste Semester anfängt, bleiben hoffentlich noch ein paar Tage zum Entspannen und Aufholen der Berichte.

Welche Lieder könnt ihr euch gut für einen Roadtrip vorstellen? Eher langsam zum Entspannen, eher rockig, um wach zu bleiben oder Klassiker, sodass man ordentlich mitgrölen kann? Lasst gerne Tipps da!


Hier geht es zur Youtube-Playlist.


Creedence Clearwater Revival - Bad Moon Rising
Electric Guest - Wave
Booker T. & The M.G.'s - Green Onions
Bonaparte - Equinox
Chad & Jeremy - A Summer Song
Sam Phillips - I Don't Know How To Say Goodbye To You
Canned Heat - On The Road Again
And The Wiremen - Send Me Low
The Modern Lovers - Roadrunners
Violent Femmes - Waiting For The Bus

Donnerstag, 17. September 2015

Die Sache mit dem Beenden

Reden wir doch mal Klartext! Ich habe keine Geduld und Ausdauer. Ich bin schnell gelangweilt und brauche stetig Abwechslung. Das hat Vorteile. So bin ich schnell für neue Ideen und Projekte zu begeistern. Bei verrückten Vorschlägen bin sofort mit dabei. Außerdem probiere ich viel aus und lerne die unterschiedlichsten Dinge. Leider gibt jedoch auch Nachteile. Derjenige, der mich momentan am meisten nervt: Ich kriege unzählige Projekte nicht fertig. Weil ich beim Bearbeiten gedanklich schon bei der nächsten Sache bin, für die ich in dem Moment mehr brenne, bleibt vieles auf der Strecke und liegt anscheinend für immer und ewig unvollständig herum. Nun gut, dass das bei mir nun mal so ist, das wusste ich ja. Letztens fing ich jedoch an, alle angefangenen Projekte aufzuschreiben - und mir klappte die Kinnlade herunter. Einerseits angesichts der Zeit, die seit Beginn vergangen ist, andererseits wegen der Menge. Beispiele gefällig?


Es liegt noch Rohmaterial für drei Reisevideos auf meiner Festplatte, die ich noch schneiden müsste. Das erste für Hamburg 2012 (!), die anderen für London 2013 und Budapest 2015.

In meinem Entwürfe-Ordner für den Blog befinden sich über 50 Ideen und angefangene Beiträge.

Bevor ich Musik auf meine externe Festplatte ziehe, beschrifte ich sie sorgfältig. Wenn das nicht passiert, sammeln sich Lieder und Alben eben unbeschriftet in verschiedensten Ordnern auf meinem Desktop an. Momentan sind das über 1000 Dateien.

Als ich in meine jetzige WG einzog, begann ich an einem Streifen meiner Zimmerwand, eine Fotocollage zu kleben. Ein Jahr später ist immer noch nur ein Viertel geschafft.

Auf meinem SuB stapeln sich ungefähr 30 Bücher. Die Zahl stagniert.

Von meinen Spielen für den Nintendo DS habe ich in all den Jahren genau zwei Spiele durchgespielt. Dabei besitze ich insgesamt gerade einmal sechs.

Auf meiner Liste stehen über 20 angefangene Serien. Serien, die ich abgebrochen oder soweit geschaut habe, wie die Staffeln bislang veröffentlicht wurden, sind nicht einmal mit hineingezählt. Natürlich sehe ich sie nicht alle gleichzeitig. Doch ich möchte alle davon irgendwann weiterschauen.

Wenn ich stricke, sind das am liebsten kleine Beutelchen. Oft fehlt mir leider die Lust, sie am Ende zusammenzunähen. Daher liegen bei mir um die 10 bis 15 gestrickte Lappen herum, die irgendwann mal was werden sollen, wenn sie groß sind.

Dieses Problem wollte ich eigentlich in einem Video aufgreifen. Dass es zum Dreh nie kam, muss ich wohl nicht erwähnen.


Ich überlege, ob ich bald eine neues Projekt starte, in dem ich gestartete Projekte beende. Wie genau das aussehen kann, weiß ich noch nicht. Ich bräuchte definitiv eine Auflistung all meiner angefangenen Dinge, dies ist schließlich nur ein klitzekleiner Bruchteil. Also könnt ihr euch vorstellen, was für ein Problem ich eigentlich habe.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch notorische Nicht-Beender? Wie schafft ihr es, Projekte abzuschließen? Muss man das überhaupt bei allen? Mache ich mich umsonst verrückt?

Samstag, 12. September 2015

Mein Schweden-Tagebuch: Sörmlandsleden


Nachdem wir beinahe seit vierundzwanzig Stunden unterwegs waren und eine hellbeleuchtete sowie lautbeschnarchte Nacht in ungemütlichen Zugsitzen verbringen durften, kamen eine gute Freundin und ich morgens gegen sechs Uhr in Stockholm an. Doch von Verschnaufpause kann kaum die Rede sein, denn nur ein kurzes Frühstück, Besorgen von Schwedischen Kronen und dem Kauf von Fahrkarten später saßen wir bereits wieder im Zug. Ziel diesmal ist Läggesta, von wo aus wir einige Tage auf dem Sörmlandsleden wanderten.


Der Weg
Der Sörmlandsleden ist ein Wildnispfad in der Nähe Stockholms, der über 1000 Kilometer durchs Grüne führt. Er besteht aus insgesamt 92 Etappen, denn alles würde man wohl kaum in einer Tour schaffen. Wir suchten uns die Strecke zwischen Läggesta und Gnesta aus, deren 38 Kilometer in ursprünglich drei Tagen zu schaffen waren. Ich sage ursprünglich, da wir noch einen halben Tag heranhängten. Man sollte den Weg wirklich nicht unterschätzen. Besonders unsere vollgepackten Rucksäcke, in denen wir alles von Kleidung über Essen bis hin zum Zelt hatten, machten die Wanderung umso anstrengender. Nur allzu selten findet man einen angelegten Wanderweg vor, meistens geht es über Stock und Stein, über Wurzeln, durch modriges Gebiet und den Wald, an Seen vorbei und über sehr viele Hügel und Berge. Es ist definitiv machbar, aber anstrengend.


Die orangefarbene Kennzeichnung entlang des Weges könnte nicht besser gemacht sein. Man müsste sich regelrecht anstrengen, um sich zu verlaufen. Dass ich einmal nicht aufgepasst habe und wir ungefähr eine Minute falsch liefen, bevor es meiner Begleitung letztendlich auffiel, erwähne ich an dieser Stelle lieber nicht. Außerdem finden Wanderer, die länger als ein Tag unterwegs sein möchten, Schützhütten zum Übernachten, Lagerfeuerstellen und Quellen, mit dem wundervollsten frischen Wasser überhaupt, vor. Auf der offiziellen Seite des Sörmlandsleden kann man sich zwar die einzelnen Etappen heraussuchen, die Karten gibt es aber nur für Mitglieder. Doch keine Sorge, vor und nach jeder Etappe sind Karten auf dem Weg ausgestellt, die man einfach abfotografieren kann.


Natur
Die Natur Schwedens ist reich an Postkartenmotiven, vor allem bot der Pfad die verschiedensten Kulissen. Man läuft an zahlreichen Seen vorbei, in denen man jedoch nicht immer baden gehen darf, weil viele unter Naturschutz stehen. Man klettert Berge hoch, von denen man die grandiosesten Blick überhaupt auf die Landschaft hat. Man kann unterwegs ein paar Beeren von Blaubeersträuchern pflücken. Es gab einfach so viel zu entdecken. Das ewig zu beschreiben, wäre wohl langweilig. Aber schon allein dafür hat es sich gelohnt. Nur wilde Tiere sahen wir leider keine, wenn man von Mücken und anderem Insektengetier absieht. Dafür einige deftige Kackhaufen!



Menschen
Am ersten Tag trafen wir sehr viele Menschen, die selbst den Weg entlangliefen oder zum Blaubeerpflücken herausgekommen waren. Zwar war mir bewusst, dass in Skandinavien generell besser Englisch gesprochen wird als in unseren Breitengraden, doch dass die Schweden die Sprache derart gut beherrschen, vor allem auch ältere Leute, damit habe ich nicht gerechnet. Wir hatten daher viele freundliche und interessante Begegnungen. Am Tag darauf wanderten wir anscheinend vollends in der Wildnis herum, da wir keiner einzigen Menschenseele über den Weg liefen. Ein bisschen seltsam, aber auch ganz gut irgendwie. Wenn man also darauf steht, Einheimische zu treffen, vielleicht sogar ein Schwätzchen zu halten, ist man außerhalb Stockholms definitiv besser dran. In der Hauptstadt später war alles wieder viel hektischer und die meisten Leute auf den Straßen sind selbst Touristen, vorrangig sogar Deutsche, zumindest wie ich das erlebt habe.


Übernachtung
Einer der Gründe, warum wir uns Schweden überhaupt als Ziel aussuchten, war, dass man dort wildcampen darf. Also im Prinzip ist es erlaubt, sein Zelt überall hinzustellen, insofern es sich um den Platz nicht um ein Naturreservat, Privatgrundstück, bevölkertes oder landwirtschaftlich genutztes Gebiet handelt. Wie grandios ist das eigentlich? Warum gibt es das nicht in Deutschland?
Jedenfalls machten wir uns das natürlich zunutze und zelteten den Hauptteil der Zeit. Am Sörmlandsleden direkt muss man ein wenig aufpassen, dass man einen geeigneten Platz dafür findet. Es gibt viele Gebiete mit Sträuchern, Steinen und Felsen, im Vergleich weniger Rasenfläche, um sein Zelt aufzustellen. Also wenn die Sonne sich schon langsam verabschiedet, die nächste Möglichkeit am besten auch gleich nutzen. Vom zweiten zum dritten Wandertag schliefen wir sogar in einer Schutzhütte. Vorteil ist natürlich, dass man das Zelt nicht ewig auf- und wieder abbauen muss. Hier hat man drei Wände aus Holz und vor den Ausgang rollt man nachts eine Plastikplane hinunter. Insgesamt kann man die also wirklich gut nutzen. Nur der Holzboden ist ein wenig härter als erdiger Untergrund.



Essen
Beim Wandern versorgten wir uns selbst. So aßen wir in den Tagen selbstverständlich keine besonders traditionell schwedischen Speisen. Dafür gab es aus dem eigenen Campingkocher Reis, Tütensuppen, Brot mit Aufstrich, Müsli- und Obstriegel. Eigentlich nichts Besonderes, doch irgendwie hat es doch schon was, sich selbst abends provisorisch etwas Warmes zu kochen. Am Vormittag des vierten Tages kamen wir mit der Ortschaft Gnesta endlich wieder in der Zivilisation an und ließen es uns bei einem Italiener schmecken. Das Coolste: Zum eigentlichen Gericht gab es ein Getränk und eine All You Can Eat-Salatbar gratis dazu.


Umplanung
Wie angedeutet war die Tour anstrengend. Am dritten Tag herrschte bei mir daher absolute Kraft- und teilweise auch Lustlosigkeit. Bis dahin liefen wir täglich mindestens elf Kilometer, an diesem mussten wir also den ganzen Rest bis Gnesta schaffen. Ich konnte jedoch einfach nicht mehr und war komplett am Ende, so planten wir ganz um. Wir ließen uns bereits verfrüht in der Kommune Gnesta in der Nähe eines Badestrands nieder, wuschen uns in dem See zum ersten Mal seit einigen Tagen wieder vollständig, konnten auf eine richtige Toilette gehen, holten uns ein paar Snacks am Kiosk und waren nach Tagen voller Dreck, Schweiß, Sonne und Anstrengung glücklich und wieder sauber. Die restlichen Kilometer bis Gnesta hoben wir uns für den nächsten Tag auf. Den Nationalpark Tyresta, durch den wir eigentlich die kommenden drei Tage laufen wollten, schoben wir beiseite (wahrscheinlich wäre es von der Landschaft auch nicht viel anders gewesen als bis zu diesem Zeitpunkt), setzten uns am vierten gleich in den Zug nach Stockholm, um dann mit der Fähre zu den Schäreninseln zu reisen. Dazu im kommenden Teil meines Schweden-Tagebuchs. Soviel jedoch schon einmal: Das war die beste Entscheidung überhaupt!

Mittwoch, 2. September 2015

#pmdd19

Gestern war wieder der berühmt-berüchtigte Picture My Day-Day, an dem zahlreiche Internetmenschen ihre Kameras und Handys zücken, um ihren Tag zu dokumentieren. Diesmal wurde er auf neontrauma.de ausgerichtet. Hier ist die Teilnehmerliste.
Wie auch schon der letzte ist dieser #pmdd bei mir eher langweilig ausgefallen. Da ich erst einen Tag vorher nach längerem Reisen wieder zu Hause ankam, war ich noch ziemlich geschafft und zu nicht viel in der Lage. Also stand hauptsächlich Gammelei auf dem Plan.



Aufwachen.



Lesen.



Hit it!...



...und Morgenwäsche.



Lieblingskleid.



Frühstück.



Derweil dem Känguru-Manifest lauschen.



Wieder Musik an.



Aufräumen (vorher).



Aufräumen (nachher).



Auspacken (mittendrin).



Auspacken (nachher).



Da Internetz.



Da Internetz II. Momentan bin ich besessen von Wohnungs- und Zimmertouren.



Mit Vaddern telefonieren.



Mittag.



Den kommenden Monat planen.



Weiterlesen (und dabei einschlafen).



Kleines Abendbrot.



Dazu Gilmore Girls.



Später Chips herausgeholt...



...und einen gemütlichen Serienabend veranstaltet.



Okay bye!

Sonntag, 30. August 2015

#BloggerFuerFluechtlinge

Nein, ich hätte es wissen müssen. Dass ich mich einfach ein paar Tage in den Urlaub verkrümeln, dabei die Welt ignorieren kann und alle Probleme plötzlich geregelt sind, wenn ich zurückkomme. In den Medien wird man förmlich erschlagen von Berichten über Vorfälle in Flüchtlingsheimen. Brandanschläge, Demonstrationen, Drohungen. Und es macht mich fertig, wie stark Angst und Hass sein kann. Langsam habe ich das Gefühl, wer nichts dagegen tut, sich nicht für die Flüchtlinge einsetzt, hilft diesem beschissenem Rassistenpack indirekt sogar. Das möchte ich auf keinen Fall.

Ich kann mir nicht vorstellen, wie grausam es sein muss, aus seiner Heimat flüchten zu müssen. Wenn man alles verliert, Todesangst fürchten muss und dann keine Zuflucht findet. Mit Hass und Gewalt empfangen wird. In schlimmsten Verhältnissen leben muss. Wie wenig menschlich kann es eigentlich noch werden?

Daher werde ich, muss ich, jetzt anpacken. Es ist schlimm, dass die Kacke oft erst richtig am Dampfen sein muss, bevor viele sich aufraffen, mich nicht ausgeschlossen. Die Initiative Blogger Für Flüchtlinge, die von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing ins Leben gerufen wurde, ist immerhin ein guter Anfang. Ich möchte, dass ihr das ebenfalls etwas für Flüchtlinge tut, auf welche Weise auch immer.

Verbreitet die Botschaft! Spendet, was ihr übrig habt, ganz gleich ob Sachen oder Geld! Helft! Schaut nicht weg! Zeigt den Flüchtlingen, dass sie willkommen sind! Seid lauter als der pöbelnde Mob, der schon Fackeln und Mistgabeln herausgeholt hat!


Mir rauscht gerade so viel durch den Kopf, ich kann meine Gedanken gar nicht geordnet niederschreiben. Deshalb verlinke ich an dieser Stelle noch ein paar wunderbar verfasste Beiträge zu dem Thema:

Sonntag, 16. August 2015

HOW WONDERFUL LIFE IS SINCE MUSICALS ARE IN THE WORLD

Mit diesem Eintrag endet meine Reihe für die Musicalwoche schon wieder. Tausend Dank für euer zahlreiches Feedback. Ohne die vielen Worte, Anregungen und Meinungen wäre die Aktion sicher nicht halb so spaßig geworden und ich bin freudig überrascht, wie viele etwas mit dem Thema anfangen konnten! Vergesst jedoch nicht, dass ihr nach wie vor eingeladen seid, selbst Beiträge über Musicals zu veröffentlichen. 

Vielleicht mit diesem Stöckchen, das ich zusammengestellt habe. Manche Fragen sind speziell für Musicaltheater, manche zielen auf Filme ab, die restlichen können natürlich je nach Gusto für eins der zwei oder gar beides beantwortet werden.


1. Warum magst du Musicals?
Musik spielt für mich in Filmen generell eine wichtige Rolle. In Musicals liegt der Fokus exakt darauf und es wird sich mehr Mühe damit gegeben, darüber hinaus sogar in die Handlung mit hinein geflochten. Natürlich gefallen mir auch nicht alle Lieder und Musicals, doch generell bewundere ich es sehr, wenn Tanz, Schauspiel und Gesang miteinander vereint sind.


2. Was findest du an Musicals nicht gut?
Es nervt mich, wenn Schauspieler in Filmen vorrangig aufgrund ihres Bekanntheitsgrads eingesetzt werden und nicht, weil sie ein Gesangstalent sind. Das geht manchmal ziemlich daneben und ist eigentlich für alle Beteiligten nur frustrierend.


3. Welche Musicals hast du bereits live gesehen? Gibt es andere, die du noch unbedingt besuchen möchtest?
Bei der Frage verweise ich auch zwei vorangegangene Beiträge. Meine Musicaltheater-Erlebnisse und meine Musical-Bucket List.


4. Was ist dein liebstes Musical?
Von den Filmen momentan Hedwig and the Angry Inch. Wobei sich das in einiger Zeit schon wieder ändern könnte. Von den live gesehenen mit Abstand Der König der Löwen.


5. Wenn du jeglicher weiblicher oder männlicher Charakter in irgendeinem Musical sein könntest, wer wärst du und warum?
Es ereilen vielen Charakteren verdammt schwere Schicksalsschläge, die ich nicht unbedingt durchmachen wollen würde. Daher würde ich als Frau wahrscheinlich Mary Poppins nehmen. Zwar müsste ich auf Kackbratzen aufpassen, aber ich könnte schließlich jederzeit einfach mit meinem Schirm wegfliegen, wenn ich keine Lust mehr haben sollte. Was den männlichen Charakter angeht, suche ich mich Seaweed aus Hairspray aus. Der Typ ist einfach cool und für ihn gibt es wenigstens ein Happy End.




6. Welches ist dein liebstes Musicalpaar?
Ich mag Tzeitel und Motel aus Fiddler On The Roof total. Die beiden passen einfach zusammen. 


7. Was ist das beste Lied, um unter der Dusche gesungen zu werden?

"Tomorrow" aus Annie und "If I Were A Rich Man" aus Fiddler On The Roof eignen sich perfekt, lautstark herausgeschmettert zu werden.


8. Wo wir schon bei Songs sind. Was ist dein liebstes Duett? Darüberhinaus: Welches ist dein Lieblingslied eines weiblichen und welches eines männlichen Charakters?
Mein liebstes Duett ist "Chim Chim Cher-ee" aus Mary Poppins. Bei den anderen ist das gar nicht so einfach zu sagen. "One Day I'll Fly Away" aus Moulin Rouge begleitet mich bereits seit Jahren und bedeutet mir dementsprechend viel. Auch "My Favorite Things" aus The Sound of Music ist grandios. Zum männlichen Charakter kommend geht doch nichts über den Rum Tum Tugger aus Cats.


9. Hast du einen liebsten Musical-Bösewicht? Wer ist es und warum?
In Sweeney Todd wimmelt es quasi ja nur so von Bösewichten: Sweeney selbst, Mrs. Lovett, Judge Turpin, selbst Pirelli. Und ich liebe sie alle irgendwie.


10. Welches Musical hat dich zum Lachen gebracht? Welches zum Weinen?
Ein letztes Mal muss ich noch Hedwig and the Angry Inch erwähnen. Der Film hat beides, sowohl witzige als auch traurige Momente. Ansonsten ist Hairspray so übertrieben kitschig - da kann ich nicht anders als an manchen Stellen zu lachen. 
Bei "I Dreamed A Dream" aus Les Misérables hingegen kann ich mit den Tränen kaum an mich halten. Ach, Fantine.




11. Welche Musicals magst du nicht? Gibt es eines, das du dir nie anschauen würdest?
Mit Hair konnte ich nicht allzu viel anfangen. Der Film zog sich, die Lieder waren nicht mein Ding. Das Einzige, was mir gefällt ist das Setting, der Twist am Schluss und natürlich der Klassiker "Let The Sunshine In". Einen Film, den ich gar nicht erst über die ersten paar Minuten hinaus ansehen konnte, ist Rent. Wie nervig so ein Song sein kann, beweist nämlich "525,600 Minutes".

Ein Musical, das ich mir wahrscheinlich nie anschauen werde, ist Mamma Mia. Das liegt jedoch lediglich an meiner Abneigung gegenüber der Musik von ABBA, mit der ich nichts anfangen kann. Sie nervt mich sogar regelrecht, da sie dauernd irgendwo dudelt. Deshalb lasse ich lieber die Finger davon.

Samstag, 15. August 2015

Meine Top 5 Musicalfilme

Musicalfilme habe ich diese Woche noch nicht ausreichend abgedeckt. Daher hole ich das nach. Es war wirklich nicht einfach, sich auf ein paar zu beschränken, weil es viele schöne Filme gibt. Und so viele Klassiker, bei denen ich manchmal das Gefühl habe, sie irgendwie erwähnen zu müssen. Doch nein, ich nehme wirklich nur meine liebsten Lieblinge, auch wenn es nicht unbedingt die krassen Kultmusicals sind. Ich liebe sie, weil sie so gut inszeniert sind, mich die Lieder packen und die Geschichten überzeugen. Also legen wir los!


Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street
Ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, dass der Soundtrack von Sweeney Todd mein meistgespielter Soundtrack eines Musicalfilms ist. Die Melodien bleiben ewig im Kopf, wenn man sie einmal gehört hat. Tagelang singe ich dann noch "I feeeel you, Johanna" oder werfe ein "Poor Thing" in die Unterhaltung mit hinein. Die Texte sind lieblich-tragisch, die Kompositionen mitreißend. Überhaupt ist der Film so wunderbar düster, makaber und tragisch - genau nach meinem Geschmack. Nicht zu erwähnen, dass die gute Helena Bonham Carter, Alan Rickman und Johnny Depp in einer seiner besseren Rollen mit von der Partie sind. Der Film um den mörderischen Barbier aus der Fleet Street ist einfach einer meiner Herzensfilme aus dem Genre, den ich mir immer wieder anschauen kann.



The Rocky Horror Picture Show
Diesen Film habe ich noch nicht ganz so oft gesehen, trotzdem liebe ich ihn. Er ist einfach so durchgeknallt und bunt und durchgeknallt. Erwähnte ich schon durchgeknallt? Er macht einfach gute Laune. Und mal ganz ehrlich, niemand ist so heiß in Strapsen wie Tim Curry. Die Lieder sind etwas rockiger, worauf ich in Musicalfilmen generell stehe. Selbst meine Mitbewohnerin, die absolut gegen Musicals ist, mag den Film. Darüber hinaus ist, sie schaut ihn jedes Jahr traditionell am Silvesterabend. Wenn das nicht für The Rocky Horror Picture Show spricht, dann weiß ich auch nicht.



Tenacious D in The Pick of Destiny
Weder clever, noch tiefgründig, sondern eine ziemlich dämliche Komödie. Sie handelt vom jungen JB, der in jungem Alter von seinem konservativen Elternhaus ausbricht, um nach Hollywood zu gehen und dort alles über Rockmusik herauszufinden. Dort trifft er KG, mit dem er die Band Tenacious D gründet. Zusammen machen sie sich auf sie Suche nach dem Pick of Destiny, das wohl alle legendären Künstler zum Ruhm verholfen hat.
Der Streifen trifft genau meinen Humor. Das mag durchaus daran liegen, dass ich ihn mir etliche Male zu Gemüte führte, ich eigentlich schon mitsprechen kann und man manchmal Dinge nur übertrieben lustig findet, weil man sie bereits auswendig kennt. Andererseits ist Tenacious D als Band Kult, daher ist der Soundtrack großartig. Allein die ersten Takte von Tribute reichen, um mir Gänsehaut zu verpassen. Über die Texte kann man sich streiten, meinetwegen auch über einige Szenen (ich sage nur Pilze und Big Foot) - Tenacious D in The Pickof Destiny bleibt unter meinen Top-Musicalfilmen. Übrigens der zweite Film in dieser Liste, in der Meat Loaf einen Part spielt.



The Producers
Eigentlich mag ich die Musical-Verfilmung von 1968 mit Gene Wilder zwar ein klitzekleines bisschen lieber, aber mit nur zwei Liedern ist das irgendwie kein Musicalfilm. Mit der Version von 2005 sieht das anders aus. Und die finde ich ebenfalls super. Sie ist sehr albern, darauf muss man sich einlassen. Doch mag ich, dass sie sich selbst nicht zu ernst nimmt.
Das Musical erzählt die Geschichte von dem Musicalproduzenten Max Bialystock und seinem Buchhalter Leo Bloom, die eines Tages feststellen, dass eine Show viel lukrativer sein kann, wenn es ein großer Flop wird. Also führen sie das Musical Springtime für Hitler auf, welches den Führer förmlich anbetet, damit die Leute sich angewidert abwenden. Doch wird ihr so fein geschmiedeter Plan aufgehen?
Der Film ist für mich allein so besonders, weil wohl einer der herzlichsten Schauspieler überhaupt, Nathan Lane mitspielt. Zusammen mit Matthew Broderick sind die Synchronstimmen von Timon und Simba wiedervereint. So schließt sich der Kreis.



Hedwig and the Angry Inch
Diesen Film von 2001 sah ich erst vor einigen Wochen und ich hatte keine allzu großen Erwartungen, da ich zuvor nie davon gehört hatte. Nun muss ich mich aber fragen: Wie zur Hölle konnte es passieren, dass der in unseren Breitengraden nicht bekannter ist? Es gab lange keinen Film mehr, der mich derart berührt und mitgerissen hat. Ich war ein weinendes Wrack an diesem Abend.
In Hedwig and the Angry Inch geht es um Hedwig, Sängerin einer Rockband, die eher unerfolgreich dem berühmten Tommy Gnosis hinterhertourt. Denn mit diesem war sie einmal zusammen, bevor er mit ihren Liedern davon zog und erfolgreich wurde. Hedwig wurde eigentlich als Hansel im Osten des damals noch geteilten Berlins geboren wurde. Eine Geschlechtsumwandlung lief gewaltig schief, sodass nur noch ein wütender Inch zurückblieb.
Mit John Cameron Mitchell als Regisseur und Hauptrolle wurde alles richtig gemacht. Seine Stimme ist der Wahnsinn, passen mehr als perfekt sowohl zu den rockigen Liedern als auch den ruhigen Balladen. Sie laufen bei mir in Dauerschleife, weil ich einfach nicht genug bekommen kann. Ich hoffe wirklich, wenigstens einige dazu anzuregen, sich das Musical anzuschauen. Es lohnt sich.



Wie immer lasst mich eure Meinung wissen. Was sind eure Favoriten unter den Musicalfilmen?

Meine Musical-Bucket List

Noch vor einigen Wochen hatte ich zwei bis drei Live-Musicals im Hinterkopf, die ich sehen wollte. Ich war zufrieden und lebte ein einfaches Leben. Durch die Vorbereitungen zur Musicalwoche ist die Liste dann komplett explodiert. Schönes Ding. Jetzt muss ich mir einen Sponsor suchen, der mir die ganzen Tickets finanziert. Hinzu kommen die Flüge zum Broadway und dem West End, weil mir deutsche Übersetzungen nicht in die Tüte kommen. So ein Stress!


Matilda & Charlie and the Chocolate Factory
Beides wird gerade am West End aufgeführt. Ein wenig hoffe ich, wenigstens eines davon in meinem Auslandssemester nächstes Jahr ansehen zu können. Denn ich liebe Roald Dahl so sehr und besonders diese beiden Geschichte haben es mir angetan. Mit dem Matilda-Film bin ich aufgewachsen und Charlies Geschichte las und schaute ich ebenfalls schon häufig. Ich kann es kaum erwarten!


Hedwig and the Angry Inch
Im Jahre 2014 kam es an den Broadway mit Neil Patrick Harris als Hedwig. Wie gern hätte ich das gesehen. Damals kannte ich die Geschichte jedoch leider noch gar nicht. Schlimm. Momentan spielt der mir unbekannte Taye Diggs die Hauptrolle in New York. Obwohl ich mir nicht sicher bin, inwiefern mir eine andere Stimme als die fabelhafte von John Cameron Mitchell aus der Verfilmung gefallen wird, möchte ich es trotzdem auf jeden Fall live sehen.


Les Misérables
Bislang kenne ich nur die Verfilmung von 2012. Zwar mag ich sie insgesamt recht gern, mir gefallen nur einige Rollen aufgrund der Stimme überhaupt nicht. Unter anderem deshalb, und natürlich um die Umsetzung mit der aufwendigen Bühnentechnik und Kulisse unter Augenschein zu nehmen, würde ich dafür liebend gern zum Londoner West End.


Wicked: The Untold Story of the Witches of Oz
Mir ist bewusst, dass ich eine heftige Wissenslücke habe, da ich diese Geschichte noch nicht kenne. Also natürlich weiß ich, worum es geht und ich habe mir schon einige Songs angehört, doch ich habe Videomaterial weitestgehend ignoriert. Irgendwie sträubt es sich in mir, schon Ausschnitte einer Show anzuschauen, denn ich möchte das erste Erlebnis mit Wicked, wenn es denn irgendwann so weit ist, gleich live, vollständig und in guter Qualität.


The Rocky Horror Show
Richard O'Briens Klassiker ist wohl ein Muss, wenn es um's Musicaltheater geht. Obwohl es nächstes Jahr eine UK-Tour gibt, bezweifle ich, dass ich es dahin schaffen werde. Können nicht mehr englische Musicalproduktionen einen Abstecher nach Leipzig machen, bitte? Bleibt trotzdem auf der Liste, da ich es früher oder später einfach zu diesem Musical schaffen muss.


Beauty and the Beast & Aladdin
I want all the Disney! Die beiden Filme kenne ich auch schon seit meiner Kindheit. Insoweit sie gut umgesetzt sind, kann ich mir ein genauso schönes Erlebnis, wie bei Der König der Löwen vorstellen. An dieser Stelle suche ich wohl lieber nicht gezielt nach weiteren Disney-Musicals, sonst würde die Liste nur noch länger und länger.


Honorable Mentions: Gigi, The Producers, Fiddler On The Roof, Chicago, Dames At Sea, Elf, Wonder.Land


Wie ihr merkt, gibt es noch einiges zu tun. Welche Musicals wollt ihr euch noch anschauen und warum?

Donnerstag, 13. August 2015

Der ultimative Musical-Episodenguide

Jede Serie, die etwas auf sich hält, hat eine Musicalfolge. Schön wär's. Zudem gibt es leider viele sehr schlechte Umsetzungen. Trotzdem wollte ich sie alle zusammentragen, einige sind nämlich wirklich gut. Meine Favoriten wären die der Serien Xena: Warrior Princess, Buffy The Vampire Slayer und Scrubs. Auch die humorvolle Mockumentary über das von Coldplay inszenierte Musical zu der Serie Game Of Thrones ist der Hammer. Das Video habe ich euch ganz unten eingebettet.

Übrigens sind die Episoden, die ich in Klammern gesetzt habe, meines Erachtens nicht wirklich Musicalepisoden, da dort nur ein Mal gesungen wird. Doch immerhin besser als nichts. Falls ihr weitere Musicalfolgen kennt (in Nicht-Musicalserien - sowas wie Glee zählt nicht), gern her damit. Die ergänze ich dann unter eurem Namen.


123

7th Heaven
9x15 Red Socks

A

Ally McBeal
3x21 Ally McBeal: The Musical, Almost

American Horror Story
(2x10 The Name Game)

B

Batman: The Brave And The Bold
1x24 Mayhem Of The Music Meister!

Buffy The Vampire Slayer
6x7 Once More, With Feeling

C

Community
3x10 Regional Holiday Music
4x9 Intro to Felt Surrogacy

D

Darie
3x1 Daria!

F
Fringe
2x20 Brown Betty

Futurama
5x16 The Devil's Hands Are Idle Playthings

G

Grey's Anatomy
7x18 Song Beneath The Song

H

House
(7x15 Bombshells)

How I Met Your Mother
(5x12 Girls vs. Suits)

N

The Nanny
(4x4 The Rosie Show)
6x18 Yetta's Letters

Northern Exposure
4x25 Old Tree

O

Oz
5x6 Variety

P

Psych
7x15 Psych: The Musical
7x16 Psych: The Musical (2)

S

Scrubs
(1x20 My Way or the Highway)
(2x13 My Philosophy)
6x6 My Musical

The Simpsons
8x13 Simpsoncalifragilisticexpiala(Annoyed Grunt)cious
21x4 Treehouse Of Horror XX
22x1 Elementary School Musical

South Park
12x13 Elementary School Musical

T

That '70s Show
4x24 That 70s Musical

X

Xena: Warrior Princess
3x12 The Bitter Suite
5x10 Lyre, Lyre, Hearts On Fire



Mittwoch, 12. August 2015

Meine Musicaltheater-Erlebnisse

Cats
Zu meinem zehnten Geburtstag bekam von meinem Vater eine Karte zu dem Musical Cats geschenkt. Abgesehen von den Disney-Filmen, die mich zu diesem Zeitpunkt selbstverständlich schon begleitet hatten, war dies mein erster Berührungspunkt mit Musicals. Die CD mit den deutschen Originalaufnahmen bekam ich zum Gutschein direkt dazu. Als ein paar Monate später schließlich der große Tag kam, konnte ich bereits alle Lieder auswendig, von Gus, dem Theaterkater, bis hin zu Skimble von der Eisenbahn. Vielleicht sollte ich noch hinzufügen, dass ich damals absolut besessen von Katzen war - unsere Hauskatze hatte damals gerade vier Kitten bekommen - so war das Konzept von Andre Lloyd Webber natürlich genau mein Ding.


Mit aufwendig geflochtenem Haar und einem schicken Kleid ging also im Jahre 2003 zum Potsdamer Platz. Und ich war hin und weg von der Aufführung, meinem ersten Live-Musical. Tolle Kostüme, eine überdimensionale Kulisse des Schrottplatzes, auf dem sich die Jellicle-Cats trafen, Stimmgewalten und beeindruckende Tänze. Kaum ein paar Jahre später sah ich mir die Show erneut an, diesmal mit meiner Mutter, die ich solange nervte, bis sie mir endlich den überteuerten Bildband kaufte. Verwöhntes Gör! Aber ich besitze ihn heute noch und blättere immer wieder gern durch. In der sechsten Klasse schrieb ich schließlich sogar eine Kurzgeschichte über Katzen, selbstverständlich vom englischen Charme des Musicals inspiriert. Manchmal überrascht es mich, wie gut ich die Songs immer noch mitsingen kann. Dass Cats mich nachhaltig beeinflusst, das kann man schon so sagen und ich bin froh, dass das meine Einstiegsdroge in die Musicalwelt war.



Dirty Dancing
Kommen wir zum zweiten Musical, das ich bisher live miterlebt habe. Leider war Dirty Dancing eine ziemliche Enttäuschung für mich, weshalb ich ihm an dieser Stelle nicht allzu viel Platz einräumen will. Schaut euch lieber den kultigen Tanzfilm an, als für diesen Schmarrn Geld auszugeben. Was mich am meisten störte, war dass zwei Tänzer die Hauptcharaktere mimten, während zusätzlich an der Seite zwei Sänger standen und die Songs sangen. Nein! Einfach nein! Wenn ich in einer Live-Show sitze, will ich beides zusammen. Klar, ist es anstrengender, gleichzeitig zu singen und zu tanzen, doch genau das will ich bewundern wollen. So weiß man nicht so recht, wo man eigentlich hinschauen soll. Außerdem wird man komplett aus der Story gerissen beziehungsweise kommt gar nicht erst so richtig hinein. Überhaupt war die gesamte Inszenierung ein wenig lieblos gestaltet.


Der König der Löwen
Leider ist das dritte Musical auch schon das letzte, das ich bislang besuchte. Wieder hat es mit Katzen zu tun, wenn sie auch minimal größer sind. Für Der König der Löwen fuhr ich 2012 sogar zum ersten Mal selbstständig ohne meine Eltern in eine fremde Stadt, nach Hamburg. Der Musicalbesuch stand dabei selbstverständlich im Mittelpunkt, war doch der Disney-Film immer einer meiner Favoriten als Kind.
Zwar stellten wir uns bei der Anfahrt ein wenig dämlich an, als wir an der falschen Ablegerstelle standen und ewig warteten, aber irgendwann bekamen wir das zum Glück mit, rannten zum richtigen Ort und erwischten gerade noch so die letzte Fähre herüber zum Stage Theater. Und was soll ich sagen? Es war so verdammt gut. Wohl das am besten inszenierte Musical, das ich je bestaunen durfte. Ich saß direkt am Gang, sodass die ganzen Steppentiere direkt an mir vorbeizogen. Überhaupt die Kostüme und Requisiten, die Kulisse mit dem atmosphärischen Licht, die fabelhaften Sänger und Sängerinnen waren einfach phänomenal. Und habe ich schon die Kostüme erwähnt? Die mir so vertrauten Lieder haben mich gleich gepackt und mir eine ordentliche Gänsehaut verpasst. Insgesamt war ich in den paar Stunden sehr emotional. Ich glaube, ich bin eine der ersten gewesen, die am Ende für die Standing Ovation in die Höhe sprang, so begeistert war und bin ich von dem Musical. Also definitiv eine dicke Empfehlung. Am liebsten würde ich dieses Spektakel so bald wie möglich wieder sehen. Doch ich fürchte, das muss leider noch warten.



Welche Musicals habt ihr schon live gesehen? Wart ihr begeistert oder enttäuscht davon? Erzählt mir alles!

Dienstag, 11. August 2015

Mein Musical-Mixtape

Was darf in einem Musical nicht fehlen? Richtig, Musik! Stimmen wir uns also heute musikalisch ein. In dieses Mixtape habe ich alle meine Lieblinge gepackt. Lieder, die ich so oft gehört habe und die mich derart packen, dass ich quasi mitsingen muss, wenn sie laufen. Die mich danach noch tagelang als Ohrwurm begleiten und nicht wieder verschwinden wollen. Es fehlen definitiv einige große Klassiker der Musicalgeschichte, einige davon werde ich zumindest in den kommenden Beiträgen noch erwähnen. Ansonsten ergänzt gern:

Was sind eure Lieblingslieder aus Musicals? Welche Klassiker müssten in eurem Mixtape dabei sein?


Hier ist die Youtube-Playlist.


Cabaret - Willkommen
The Rocky Horror Picture Show - Sweet Transvestite
A Chorus Line - One
Moulin Rouge - One Day I'll Fly Away
Fiddler On The Roof - Do You Love Me
Sweeney Todd - Epiphany
Les Misérables - I Dreamed A Dream
The Lion King - They Live In You
Hedwig And The Angry Inch - Wig In A Box
Chicago - Cell Block Tango

Montag, 10. August 2015

Willkommen zur kafkaesken Musicalwoche!

Willkommen! Bienvenue! Welcome! Singt euch ein, wärmt euch auf, übt die Tanzschritte auf ein Letztes, denn die Musicalwoche ist da. Sieben Tage, sieben Beiträge, Zelebration nach Zelebration eines wundervollen Genres. Wie man mit Musicals nichts anfangen kann, ist mir unbegreiflich. Es gibt sie in allen Formen und Farben. Als Live-Shows, als Verfilmungen, schrullig, überdreht und bunt, tieftraurig, düster und tragisch. Tausende Geschichten und Lieder, Tänze, Kostüme, Musikrichtungen von Rock über Pop bis hin zu Klassik. Die Aussage "Ich mag Musicals nicht" gilt hier also nicht, denn für jeden ist etwas mit dabei.

Ich werde mich in den kommenden Tagen natürlich meinen Lieblingen widmen. Wichtig: animierte
(Disney-)Filme sind trotz Gesangseinlagen zumindest von mir ausgeschlossen, insofern sie nicht auch als Musicals aufgeführt wurden oder werden. Es würde mich riesig freuen, wenn sich jemand von euch dazu entschließen sollte, ebenfalls auf irgendeine Art und Weise über Musicals zu schreiben, natürlich auch über diese Woche hinaus. Ihr könnt euch an einer meiner Ideen orientieren oder euer eigenes Ding durchziehen. Lasst mir den Link in den Kommentaren da. Dies wird der Sammelpost, in dem ich nicht nur meine eigenen Blogbeiträge, sondern gern auch eure verlinken werde. Also lasst mich nicht im Stich!


Eure Beiträge



Meine Beiträge

Freitag, 31. Juli 2015

Lesemonate Mai, Juni & Juli + Update Project 10 Books

Diesmal ein Rundumschlag, denn die letzten Monate bin ich bei weitem nicht so viel zum vergnüglichen Lesen gekommen wie ich wollte. Einzelne Beiträge zu den jeweiligen Monaten hätten sich nicht gelohnt. Ein bisschen scheint mir dieses Hobby zu entgleiten, da ich oft einfach nicht den Kopf dafür habe. Wenn Gedanken rasen, man sich nicht auf die Worte konzentrieren kann, man den Satz immer und immer wieder liest, doch nichts hängenbleibt, bringt das wenig. Ich hoffe, mit den bevorstehenden Semesterferien finde ich mehr Zeit und Ruhe.


Mai


"Scott Pilgrim Vol. 5: Scott Pilgrim vs. The Universe" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 168 Seiten; Oni Press; 2009; Englische Originalausgabe

Diesen Band fand ich ein klitzekleines bisschen schwächer als die anderen. Das ist Meckern auf hohem Niveau, doch ich bin kein Freund davon, wenn künstlich Konflikte aus dem Nichts heraus geschaffen werden. Klar, kurz vor dem Ende soll die Spannung gehalten werden und es muss etwas geben, was später aufgelöst werden kann. Manchmal wirkt es aber sehr gezwungen und unnötig. Mein einziger Kritikpunkt, deshalb nichtsdestotrotz wieder ein großes Lesevergnügen.

"Scott Pilgrim Vol. 6: Scott Pilgrim's Finest Hour" von Bryan Lee O'Malley
Comic; 234 Seiten; Oni Press; 2010; Englische Originalausgabe

La grande finale. Ein wenig wehmütig bin ich schon, dass es vorbei ist. Obwohl ich mir die Bände über Monate gut eingeteilt habe. Nach dem Abschluss bin ich immer noch so begeistert wie am Anfang. Scott Pilgrim ist definitiv meine neue Lieblingscomicbuchreihe. Nicht, dass ich vorher eine gehabt hätte. Ich lese wirklich zu selten Comics und Graphic Novels, stelle ich gerade fest.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 402
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 13


Juni


"State Of Fear" von Michael Crichton
Thriller; Wissenschaftsroman; 675 Seiten; HarperCollins; 2005; Englische Originalausgabe

Vom Autor des Klassikers Jurassic Park ein weiterer Roman, der sich mit fiktionaler Wissenschaft auseinandersetzt. In diesem geht um die Globalisierung, die darin nämlich nicht stattfindet und nur Propaganda ist. Das Buch ist spannend und liest sich gut weg. Auch regt es zum Nachdenken an, besonders was die Beziehungen zwischen Wissenschaft, Medien und Politik angeht. Teilweise hat es leider einige Längen, da viel erklärt, argumentiert und mit Statistiken gearbeitet wird. Dabei kommt es von der Geschichte ab und wirkt zu belehrend. Insgesamt eine nette Lektüre.

Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Juli


"Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón
Roman; 563 Seiten; Suhrkamp Taschenbuch Verlag; 2005; "La sombra del viento"

Zu diesem Buch schrieb ich eine Rezension, wer sich für meine genaue Meinung interessiert.

"The Tempest" von William Shakespeare
Drama; 109 Seiten; Oxford University Press; 2008; Englische Originalausgabe

Und wieder einmal Shakespeare im Zuge meines Studiums. Früher habe ich genervt die Augen verdreht, wenn jemand sagte, er liebe Shakespeare. "Was für ein Snob, das sagt er doch bloß, um intelligent zu wirken!" Aber nein, Shakespeare ist einfach wirklich gut, auch heute noch. The Tempest ist in meiner Rangliste definitiv oben mit dabei (sonst hätte ich es mir nicht für meine Hausarbeit ausgesucht).


Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 672
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 22


Project 10 Books

Vor knapp vier Monaten schon startete ich dieses Projekt. Wie in der Einleitung schon angedeutet, war ich bislang noch nicht so erfolgreich. Mit Zafóns Der Schatten des Windes habe ich an dieser Stelle ein Buch gelesen und rezensiert. Das heißt, neun Bücher habe ich noch zu lesen und vier Rezensionen zu schreiben. Zumindest ein kleiner Schritt ist geschafft. Mit dem Buchkaufverbot läuft es ansonsten gut. Tatsächlich kaufte ich seitdem keinen Schmöker. Einen habe ich geschenkt bekommen, was jedoch gestattet ist.
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