Sonntag, 31. August 2014

Ein paar Worte zum Bloggertreffen Köln 2014

Lange hibbelte ich schon beim Gedanken an das bevorstehende Bloggertreffen Köln in regelmäßigen Zeitabständen aufgeregt durch die Wohnung, gestern war es endlich so weit. Und es war überhaupt nicht schlimm! Trotz meiner Schüchternheit und Introvertiertheit hatte ich viele wunderbare Gespräche und kenne jetzt Personen hinter Blogs, die ich schon seit Ewigkeiten verfolge. Auch viele (für mich) neue Gesichter ließen sich blicken. Es waren alle so furchtbar freundlich und nett, hoffentlich ist das nicht ansteckend.


Zunächst gilt mein Dank dem Organisationsteam. Es war sicherlich unfassbar viel Arbeit und Aufwand, das auf die Beine zu stellen. Aber es scheint gestern, zumindest von außen betrachtet, alles reibungslos geklappt zu haben.
Die Kritik mit den Live-Bands wurde bereits zu Genüge geäußert. Schlussendlich war die Idee sowie die gespielte Musik alles andere als schlecht, doch passte es einfach nicht ins Konzept. Zu lang und zu laut, sodass man sogar zurück ins Freie flüchtete, um Gespräche mit den anderen Bloggern führen zu können. Nichtsdestotrotz war ein schöner Abend mit einem super Veranstaltungsort sowie einem ausreichenden Angebot an Getränken und Essen.

Jetzt fangirle ich eine Runde und erwähne die Leute, die ich gestern getroffen habe. Ich verlinke euch von allen die Twitterkanäle. Auf die jeweiligen Blogs und Youtube-Kanäle findet ihr von dort aus sicherlich auch allein.


Zunächst war da KWiNK, ja, genau, der KWiNK. Den entdeckte ich damals, als er in einigen Videos von Coldmirror auftauchte. Dann verfolgte ich lange seinen eigenen Youtube-Kanal und mochte seine Videos verdammt gern, bis ich ihn vor einer Weile aus den Augen verlor. Ich weiß nicht ganz genau, warum das passierte. Doch ich werde jetzt definitiv vieles nachholen müssen. Ich hatte jedenfalls ein sehr nettes Gespräch mit ihm und der Youtuberin Mauerunkraut und das war schon ziemlich toll.

Dann waren da noch:

Guddy, der wohl aufgeweckteste Mensch der Welt.
Sumi, der wohl süßeste Mensch der Welt.
Marco, der wohl tanzendste Mensch der Welt.
Kathi, der wohl kleinste Mensch der Welt. Ähem.
Verena, der wohl printen...igste Mensch der Welt.
Sebastian, das wohl durstigste Kegelclub-Ehrenmitglied der Welt.
Apfelkern, der mich wohl dorthin begleitendste Mensch der Welt. Kannte ich zwar schon vorher privat, aber trotzdem.

Sowie @Sonnenhexer, @JuliaBlogt, @Neontrauma, @fuckyeahdoeg, @der_kleine_Keks und
@YuyusMoments.


Habe ich auf die Schnelle jemanden vergessen, den ich verbal gedätscht habe? Einfach losschreien!
Viele Bilder habe ich leider nicht gemacht. Irgendwie ist das komplett in der Aufregung untergegangen. Dauernd vergesse ich das mit den Fotos, besonders beim Essen - ich könnte echt nie Blogger werden. Genug jetzt von mir. Vielen lieben Dank an alle. Ich hoffe, man sieht sich spätestens beim nächsten Bloggertreffen wieder!

Donnerstag, 28. August 2014

Meine Top 5 inspirierende Frauen

Schon allein in dieser Einleitung könnte ich dutzende Frauen aufzählen, die mich aus dem einen oder anderen Grund inspirieren. Ob aus dem privaten Umfeld, berühmte Persönlichkeiten oder fiktive Charaktere - sie alle treiben mich an, bestimmte Bereiche meiner Tätigkeiten und meines Seins zu verbessern und auszubauen. Dinge auszuprobieren, zu wagen und durchzuziehen. Ich halte nicht viel von dem Prinzips eines Vorbilds, wenn ich mir doch genauso gut die besten Eigenschaften von vielen Menschen auf mich abgestimmt zusammenklauben kann. Natürlich muss ich die Zahl herunterbrechen, da ich sonst in zwei Wochen noch hier sitze und vor mich hin schreibe. Deshalb präsentiere ich euch meine Top 5 der Frauen, die mich inspirieren.


Carrie Hope Fletcher
Sie ist der Grund, warum ich diesen Beitrag überhaupt verfasse. Denn in letzter Zeit habe ich schon so etwas wie eine Obsession mit ihr. Zwar kenne ich sie durch ihren Youtube-Kanal schon seit Jahren, doch erst kürzlich lernte ich Carrie wahrlich zu bewundern. Und eigentlich kann ich gar nicht fassen, wie lange mich das gebraucht hat.

Carrie Hope Fletcher ist Schauspielerin und Musikerin. Momentan performt sie die Rolle der Éponine in "Les Miserables" im Londoner Westend (wofür sie auch schon eine Auszeichnung erhielt), auf Youtube befindet sie sich mit ItsWayPastMyBedTime unter den großen, britischen Kanälen und jetzt hat sie zudem noch ein Buch geschrieben, das im Mai 2015 veröffentlicht wird. Und das Krasseste daran ist, dass sie im gleichen Alter ist wie ich! Einerseits fühle ich mich daneben ein wenig klein, andererseits, und das ist mir viel wichtiger, inspiriert sie mich aber dazu, produktiv und kreativ zu sein. Sie ist einfach eine so liebenswürdige, im Herzen kindgebliebene, talentierte und fleißige Person, dass es mich komplett aus den Socken haut! Dank ihr habe ich gesehen, dass Träume vielleicht wirklich wahr werden können. Und endlich fing ich an, bewusst an meinen zu arbeiten, statt vor ihnen verängstigt in der Ecke zu hocken.

Links: Youtube-Kanal l Twitter l Tumblr



Lorelai Gilmore
Ich habe keinen blassen Schimmer, ob es verrückt oder normal ist, dass mich auch fiktive Menschen inspirieren können. Doch Lorelai Gilmore aus der Serie "Gilmore Girls" gehört für mich definitiv ganz weit oben auf die Liste. Angemerkt sei, dass ich mich mit Rory zwar besser identifizieren kann, wir uns in einigen Bereichen jedoch derart ähnlich sind, dass sie mich in dem Sinne nicht aus meine Komfortzone zu reißen vermag. Deshalb nenne ich an dieser Stelle Lorelai. Diese strotzt vor Energie, ist ehrgeizig, zielstrebig und mutig. Sie kennt gefühlt ungefähr alle Serien, Filme und Bands, die es gibt. Sie ist offen, schlagfertig und witzig. Ach, wo soll ich anfangen, wo aufhören? Die Serie begleitet mich nun seit zehn Jahren und es vergeht kein Jahr, in dem ich mich nicht wieder durch die gesamten Staffeln wühle.

Ich werde dieser Powerfrau sicherlich in einigen Punkten nie das Wasser reichen können, doch zumindest lässt Lorelai Gilmore es mich dann und wann versuchen.



Amanda Palmer
Wem Amanda Palmer noch kein Begriff ist, dem rate ich dringendst, daran etwas zu ändern. Ich lernte sie damals zunächst durch die Band The Dresden Dolls kennen. Später kamen noch Evelyn Evelyn, Amanda Palmer & The Grand Theft Orchestra und schließlich ihr Solo-Zeugs dazu. Also wenn jemand viele Projekte gleichzeitig am Laufen hält, dann sie. Amanda Palmer verbreitet ihre Botschaften oft provokant, doch immer perfekt inszeniert. Diese Frau ist Kreativität pur. Eine Aussage von ihr begleitet mich schon lange und ich versuche stets, sie zu verinnerlichen: Kunst ist nicht schwer. Natürlich kann man sich darüber streiten, was nun Kunst ist und was nicht. Doch im Prinzip stimmt es. Kunst muss nicht immer schwer sein, nicht immer weise oder kompliziert. Manchmal muss man einfach machen und nicht denken.

Und auch Amanda Palmer hat übrigens gerade ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel "The Art of Asking" und ich weiß jetzt schon, dass ich es vorbestellen werde, sobald es signierte Exemplare gibt. Ich kann euch wirklich, wirklich, wirklich nur ans Herz legen, euch mit dieser intelligenten, mutigen und genialen Frau zu beschäftigen.

Links: Blog l Youtube-Kanal l Twitter l Tumblr



Pocahontas
Ja, auch meine liebste Disneyprinzessin findet ihren Platz in dieser Auflistung. Und ich werde mich mit niemandem darüber streiten, ob sie wirklich zu den Prinzessinnen gehört oder nicht. Ihr Vater ist schließlich der Stammeshäuptling, sie ist die Tochter und damit ist die Sache für mich klar.

Warum ist sie meine Lieblingsdisneyprinzessin? Im Gegensatz zu anderen stellt sie sich und ihren Weg selbst noch in Frage, womit ich mich besser identifizieren kann, als mit Prinzessinnen, die während des Filmes keine persönliche Entwicklung durchmachen. Pocahontas wartet nicht auf jemanden, der sie rettet oder leitet, sondern sie gestaltet aktiv ihr Schicksal selbst. Sie definiert sich nicht durch die Beziehung zu einem anderen, sondern ist eine selbstständige, für sich denkende Person. So ordnet sie sich John Smith nicht unter, sondern zeigt ihm, wo der Hammer hängt, als er sie und ihr Volk "Wilde" nennt. Auch rennt sie ihm am Ende nicht hinterher, wenn sie weiß, dass sie zu Hause gebraucht wird. Sie ist loyal und tritt für ihre Werte und Prinzipien ein, auch wenn das heißt, sich gegen ihr Volk richten zu müssen. Dabei riskiert sie sogar ihr Leben. Sie ist neugierig, offen, mutig, friedensbedürftig und naturverbunden. Ich glaube, ihr versteht einigermaßen, worauf ich hinaus möchte, ohne dass ich hier einen ganzen Aufsatz verfasse (was ich wahrscheinlich locker schaffen würde).




A Fine Frenzy
Wenn mir eine gute Fee den Wunsch ermöglichen würde, so auszusehen, wie ich wollte, würde ich definitiv auf Alison Sudol zeigen und "So!" rufen. Möget ihr mir widersprechen, doch für mich ist sie die hübscheste Frau, die ich je gesehen habe. Natürlich hat dies nichts damit zu tun, warum sie mich inspiriert, denn das ist abseits der Realität. Doch wann sonst hätte ich das loswerden können, wenn nicht jetzt? Eben.

Im Gegensatz zu anderen aufgelisteten Frauen ist Alison Sudol, die sich mit hinter dem Namen A Fine Frenzy verbirgt, sehr ruhig, natürlich, bescheiden und in sich gekehrt. Sie erregt kein großes Aufsehen um sich und ihre Person, sondern stellt ihre Werke in den Vordergrund. Umso überraschender ist es dann jedes Mal, wenn sie wieder mit einer neuen, großartigen Platte um die Ecke kommt. Aus ihrem letztem Album "Pines" machte sie gleich ein Großprojekt, indem sie dazu noch ein Kinderbuch schrieb und einen Kurzfilm veröffentlichte, an dem sie ebenfalls mitgearbeitet hatte. Bei ihr ist alles immer wunderbar stimmig und mit ihrer Musik gibt sie mir einen Einblick, wie sie die Welt sieht. Mit dem Fokus auf Details und Natur und die kleinen Dinge im Leben, die trotzdem so viel auslösen können. Sie inspiriert mich dazu, manchmal innezuhalten und mich auf den Moment zu konzentrieren, ihn in mich aufzunehmen und erst dann mit einer Sache nach der anderen weiterzumachen.

Links: Webseite l Youtube-Kanal l Twitter l Tumblr



Jetzt seid ihr an der Reihe. Wie steht ihr zu den genannten Frauen? Kanntet ihr sie schon vorher? Wie ist euer Eindruck? Und vor allem welche Frauen inspirieren euch besonders?

Montag, 25. August 2014

10 Bücher, die ich nicht weggeben würde

Lieblinge ändern sich bei mir stetig. Deshalb könnte es durchaus sein, dass diese Liste in einigen Wochen oder Monaten schon wieder ein wenig anders aussehen würde. Doch als ich vor einigen Tagen den Blogbeitrag von sadfsh las, fand ich die Fragestellung so interessant, dass ich ebenfalls meinen Senf zu dem Thema abgegeben muss.

Insgesamt ist es mir schon wichtig, meine Bücher um mich zu haben. Sie aufgeben zu müssen, fiele mir unglaublich schwer (auch wenn Umzüge um einiges einfacher wären, wie mir momentan nur allzu bewusst wird). Deshalb heute glücklicherweise rein theoretisch: Welche zehn Bücher würde ich behalten, wenn ich mich denn entscheiden müsste?

Die meisten der gleich genannten Bücher sind emotional belastet. Das heißt, sie stehen für mehr als nur die darin erzählte Geschichte, nämlich außerdem für all das, was ich damit verbinde und was sie in mir hervorrufen. Manche mögen objektiv betrachtet vielleicht nicht einmal sonderlich literarisch wertvoll sein, trotzdem würde ich sie nicht mehr missen wollen.


"Harry Potter"-Reihe von Joanne K. Rowling
Ich weiß, das fängt ja gut an. Gleich eine gesamte Reihe. Aber Harry Potter ist für ein vollständiges Bücherregal einfach unerlässlich, zumindest meiner Meinung nach. Aber wenn ihr jetzt pampig werdet, weil ich sieben Bücher nicht als eines verkaufen darf, dann würde ich mich wohl für den vierten Band "Harry Potter und der Feuerkelch" entscheiden.


"In die Wildnis" von Jon Krakauer
Ich höre schon ein genervtes Aufstöhnen in den hinteren Leserreihen. Wie oft will sie denn noch über diese Geschichte reden? Deshalb halte ich mich kurz, verlinke euch meine Rezension dazu (mittlerweile besitze ich übrigens eine andere Ausgabe als damals) und erwähne nur noch kurz, dass "In die Wildnis" das Buch ist, das mich am meisten geprägt hat und der Anfang für eine ganze Reihe an Veränderungen in mir war. Allein wegen dieses hohen sentimentalen Wertes würde ich es nicht hergeben.


"Kafka am Strand" von Haruki Murakami
Dies war der erste Roman vom japanischen Schriftsteller Murakami, den ich jemals gelesen habe. Der konnte mich dann direkt so begeistern, dass ich mir den Namen "Kafka" schnappte, um mir darunter eine Identität zu erschaffen. Tut mir leid an alle, die dachten, der Name bezöge sich auf Franz Kafka. Denn, auch wenn ich den Herren ebenfalls schätze, mit ihm hat das ursprünglich nichts zu tun.


"Vincent" von Joey Goebel
Sollte ich dann und wann nach meinem Lieblingsbuch gefragt werden, kommt diese Geschichte immer wie aus der Pistole geschossen. Gesellschafts- und Medienkritik - was braucht es manchmal mehr, um mein Herz zu erobern? Nun gut, hier gesellen sich noch eine fantastische Schreibweise und Charaktere, mit denen ich mich auf die eine oder andere Art identifizieren kann, dazu.


"It's Kind Of A Funny Story" von Ned Vizzini
Dieses Buch hat mir durch eine schwere Zeit geholfen und wieder neuen Antrieb gegeben. Und auch heute hole ich es aus dem Regal, um Passagen daraus zu lesen, wenn es mir schlecht geht. Die Geschichte um den depressiven Teenager Craig, der sich selbst vom Suizid abhalten kann, indem er sich in eine psychiatrische Anstalt einweist, wo er allerlei schräge Personen kennenlernen soll, geht mir immer wieder ans Herz. Auch hierzu gibt es übrigens eine Rezension von mir.


"Die Prinzessinen von Bamar" von Gail Carson Levine
An den Tag meiner frühen Jugend, an dem ich dieses Buch zum Geburtstag auspackte, kann ich mich noch genau erinnern. Ich war maßlos darüber als Geschenk enttäuscht, denn ich wollte keine langweilige Fantasy-Liebesgeschichte lesen. Mittlerweile ist es mein meistgelesenes Buch, denn eigentlich geht es darin um Mut, Zusammenhalt und wie stark man sein kann, wenn man nur will - und eine Prise davon kann man schließlich immer gut gebrauchen.


"Charlie and the Chocolate Factory" von Roald Dahl
Den Klassiker kaufte ich mir letzes Jahr bei meinem ersten Trip nach London. Neben dem Wert als Mitbringsel steht er ebenfalls stellvertretend für meine Liebe und Faszination zu den britischen Inseln, der englischen Sprache und Kultur. Was sich wiederum in meinem Studium der Anglistik widerspiegelt, das einen großen Teil meiner Zeit und meines Lebens einnimmt. Braucht's noch mehr Begründungen? Ach ja, dazu lassen mir die Beschreibungen der Süßigkeiten absolut das Wasser im Mund zusammenlaufen. GIVE. ME. THAT.


"Wir Sind Helden - Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen"
Die deutsche Musikgruppe Wir Sind Helden gehört zu meiner Jugend. Punkt. Geniale Lieder, geniale Texte, geniale Menschen dahinter. Bei ihnen war ich damals sogar zu meinem ersten Konzert. Dieses Buch vereint den typischen Wir Sind Helden-Humor mit Einblicken hinter die Kulissen des Bandalltags, und war (und ist) daher genau mein Ding. Zwischenzeitlich bezeichnete ich es sogar als meine heilige Musikbibel. Wenn du mal 'ne Band hast, so musst du's machen. Aus dem Traum wird wohl nichts mehr, doch wahrscheinlich sollte man Projekte im Allgemeinen ähnlich angehen. Hart arbeiten, offen für Neues sein und sich selbst nicht immer so verdammt ernst nehmen.


"Persepolis" von Marjane Satrapi
Um ein wenig Abwechslung hineinzubringen, darf ein Graphic Novel nicht fehlen. Manchmal hat man nun einmal keine Lust auf reine Textbücher. Dieser Comicroman hat mich bisher mit großem Abstand am meisten beeindruckt, daher bleibt er schön, wo er ist.


"Das Vampirhandbuch" von Paul van Loon
Einer der wichtigsten Autoren meiner Kindheit mit einem Sachbuch über Vampire, als sie noch cool waren. Damals, als sie noch als gefährlich angesehen wurden und nicht glitzerten. Die Zeiten sind vorbei, aber mit dem Vampirhandbuch, das allerlei Vampirarten, deren richtige Bekämpfung sowie Vampire in Literatur und Film bespricht, ist für mich eine kleine Reise in die Vergangenheit drin.


Das waren auch schon meine Bücher, die ich nicht weggeben würde. Während ich bete, dass ich nie wirklich dazu gezwungen bin, mich auf zehn zu beschränken, könnt ihr mir gern verraten, von welchen eurer Bücher ihr euch nicht mehr trennen wollt.

Montag, 18. August 2014

Sind Minimalisten grausam?

In den letzten Wochen war ich, und bin es weiterhin, erneut im Ausmistfieber. Es ist kaum zu glauben, wie viele Gegenstände jetzt noch aussortiert werden können, obwohl ich das Ganze bereits zwei Mal hinter mir habe. Aber wie es nun mal so ist, man kann sich mit der Zeit von stetig mehr Dingen trennen, weil sich die emotionale Bindung gelöst hat oder man endlich bereit ist, in diesem Punkt rational zu denken und sich damit endlich von dieser Sache zu trennen.

Bei meinen letzten Schritten scheine ich dabei in den Augen mancher Menschen aus meinem Umfeld ziemlich kalt und grausam vorgegangen zu sein. Einer Freundin erzählte ich, was weggekommen ist und besonders bei Bilderrahmen und einigen Fotos, die ich entsorgt hatte, reagierte sie eher schockiert. Aus den Bilderrahmen könne man doch noch etwas machen! Fotos dürften doch nicht einfach weggeworfen werden! Nun, doch, es geht. Die Bilderrahmen verwende ich nicht in naher Zukunft und ich werde nicht darauf warten, ob ich sie eines Tages doch irgendwie verbasteln könnte. Und die paar ausgedruckten Fotos lagere ich sowieso auf meiner externen Festplatte, was mir ausreicht. Andere, die sich nicht auf der Festplatte befinden, weil sie damals noch mit einem Film entstanden sind, behalte ich selbstverständlich auch weiterhin.

Eine andere Sache, der mit der ich begonn, war das Auflösen meiner CD- und DVD-Sammlungen. Wo ich mir vor einem Jahr auf keinen Fall hätte ausmalen können, mich davon zu trennen, bin ich heute mit dem Umstieg auf eine digitale Musiksammlung und dem Online-Streamen von Filmen und Serien komplett zufrieden. Hier liegt zugegebenerweise nach wie vor ein wenig Arbeit vor mir. Teilweise weil ich einige CDs und DVDS noch nicht losgeworden bin, teilweise weil ich eben doch noch nicht bereit bin, mich davon zu trennen (vor allem meine "Gilmore Girls"-Staffeln und meine DVD von "Into The Wild"). Doch ich weiß, der Tag wird kommen.
Als sie zu Besuch kamen, zeigte ich meinem Vater und meinem kleinen Bruder die Kiste, in der all die CDs, DVDs und ein paar Bücher waren, die ich aussortiert hatte - mit dem Angebot, dass sie sich nehmen könnten, was sie wollen. Sie bedienten sich ordentlich, wobei ich glaube, dass sie mehr eingesackt haben, als sie es getan hätten, wenn sie nicht wüssten, dass das Zeug im schlimmsten Fall weggeworfen werden würde. Ich werde mich darüber nicht beklagen, schließlich habe ich mich dem Kram auf leichteste Weise entledigt. Ein wenig seltsam fanden sie es letztendlich aber wahrscheinlich schon, dass ich beide Sammlungen aufgeben wollte und es zudem so radikal tue.

Der letzte Fall, der mich zu der Fragestellung bringt, ereignete sich erst vor wenigen Tagen. Ich berichtete, dass ich bald meinen Schmuck aussortieren werde, woraufhin meine Mutter etwas bestürzt zu sein schien. Fakt ist jedoch, dass ich keinen Schmuck trage. Ich machte sogar den Versuch: Wenn ich es schaffe, einen Monat lang jeden Tag Ohrringe und Armbänder zu tragen, darf ich alles behalten. Ratet mal, wie lange ich durchhielt. Einen Tag! Nicht einmal, denn bereits am späten Nachmittag machten mich die Ohrstecker und das Armband halb wahnsinnig, sodass ich sie ablegen musste. Und das war es dann. Selbst zu besonderen Anlässen hänge ich mir nie Schmuck um, also werde ich ihn ausmisten.

All die Reakionen zu meinem kürzlichen materiellen Minimalismus bringen mich zum Nachdenken. Sind Minimalisten wirklich grausam? Wir trennen uns von Dingen, die man doch irgendwann einmal irgendwie noch verwenden könnte. Die vielleicht noch jemand gebrauchen könnte. Die gar nicht kaputt oder abgenutzt und somit voll funktionsfähig sind. Uns geht es doch wohl zu gut, die ganzen Sachen (mitunter) einfach entsorgen zu wollen!
Manchmal ist es nun aber schon schwierig, Leute zu finden, die den Kram haben wollen. Weil er vielleicht neu schon billiger ist, als wenn ich ihn zuschicken würde. Weil es neuwertig generell begehrenswerter ist. Weil es sich nicht lohnen würde, für diesen Gegenstand überhaupt einen Nachfolger ausfindig machen zu wollen. Warum auch immer, es klappt einfach nicht jedes Mal.

Natürlich denke ich nicht, dass Minimalisten wirklich kaltherzig und gefühlslos sind. Das sieht man allein daran, dass wir selbst eine Weile brauchen, um uns von manchen Dinge zu verabschieden. Ich versuche bloß die Perspektive von außen zu beleuchten und zu verstehen. Es ist schon seltsam: Andere Menschen rechnen den Dingen einen Wert an, den diese für uns haben müssten und sind dann bestürzt oder entgeistert, wenn sie ihn für uns eben nicht besitzen. Dabei versuchen wir nur, unser Leben ein Stück weit simpler zu machen. Und ja, schwierigere Entscheidungen gehören mit dazu. Und nur weil wir den Gegenstand, das materielle Objekt, weggeben oder wegwerfen, heißt es nicht, dass wir die Erinnerung oder das sentimentale Gefühl dahinter verlieren. Das muss ich definitiv probieren, diesen Leuten verständlich zu machen. Es sind nicht die Dinge, die ihnen in dem Moment leid tun, sondern die Bedeutung oder Möglichkeit dahinter und die muss ich nicht zwangsweise immer mit der Sache fortgehen.

Freitag, 15. August 2014

Mörderische Dinnerparty: Die Stimme aus dem Jenseits

Für meine diesjährige Geburtstagsfeier wollte ich etwas Außergewöhnlicheres ausprobieren. So fiel meine Wahl letztendlich auf eine Mörderische Dinnerparty, nachdem ich schon sehr oft davon auf diversen Blogs gelesen habe und meine Neugier darauf ins Unermessliche gestiegen war.


Spieltitel l Die Stimme aus dem Jenseits
Alter l Empfohlen ab 16 Jahren
Personenanzahl l 6 bis 8
Preis l 34,90 Euro (+ Versand) 
Im Spiel enthalten l 1 Party-Planer (Spielablauf, Tipps für die Gestaltung des Abends, Menü- und Musikvorschläge), 8 Rollenbücher (Charaktergeheimnis, Dialoge, Indizien), 8 Einladungen, 8 geheime Hinweise, 8 Tischkarten, 1 Hörspiel-CD (Hinweise für die Mörderjagd, Lösung des Mordfalls)
Spieldauer l Ungefähr 4 Stunden
Internetseite l www.moerderische-dinnerparty.de

Geschichte l Wir befinden uns im London des Jahres 1951. Vor einer Woche verstarb Edward, 13. Lord von Facelift, unter mysteriösen Umständen im Alter von 52 Jahren. Seine Lordschaft stammte aus einer verarmten Adelsfamilie, hatte jedoch zu Lebzeiten mit Schönheitsoperationen ein Vermögen verdient. Vor allem sein Ruf, äußerst diskret zu sein, hat ihm viele reiche Kunden der britischen Upper Class beschert.

Derzeit steht die Familie Facelift offenbar unter keinem guten Stern. Denn wie der Lord, so haben auch seine Erben einiges zu verbergen. Zur Testamentseröffnung geladen sind Verwandte, Bedienstete und Bekannte des Lords. Sie alle befanden sich auf Castle Facelift, als der Lord ums Leben kam...

Vorbereitungen

Schritt eins, um eine Mörderische Dinnerparty zu veranstalten, ist natürlich das Besorgen des Spieles. Sicherlich könnte man sich auch selbst eine Geschichte ausdenken, doch fehlt uns dafür ein Raj im Freundeskreis doch mit dem bestellten Spiel verläuft die Planung um einiges leichter und zusätzlich bleibt so selbst für den Gastgeber die Spannung erhalten. Es stehen insgesamt sechs Geschichten auf der Seite Mörderische Dinnerparty zur Auswahl, unsere Wahl fiel jedenfalls auf "Die Stimme aus dem Jenseits". In diesem Fall übernahm ich die Kosten, sollte man solch ein Krimidinner jedoch gemeinsam veranstalten, kann man sie selbstverständlich auf die sechs bis acht Personen aufteilen und dann ist das preislich wirklich ein guter Deal.

Schritt zwei: Einladungen verschicken. Die waren praktischerweise auch gleich im Spiel enthalten, sodass ich sie nur noch ausfüllen, in einen Umschlag stecken und abschicken musste.


Schritt drei ist die Vorbereitung des Abends. Wie soll die Dekoration aussehen, welche Musik soll gespielt werden, was werden wir essen und trinken, wie gestalte ich das eigene Kostüm und wie zum Teufel bekomme ich das alles Richtung alte Heimat? Zur Musik komme ich später noch. Beim Essen hielten wir uns nicht an den Menüvorschlag des Spiels. Unglaublich dankbar bin ich Apfelkernchen, die mich tatkräftig dabei unterstützte. Allein hätte ich das mit meinen spärlichen Kochkünsten nicht stemmen können. Zunächst gab es eine Runde Teatime mit schwarzem Tee, kleinen Küchlein und Powerriegeln. Zum Hauptgang verspeisten wir eine Lasagne und zum Nachtisch tischten wir mit selbstgemachte Kokospralinen auf, nur um den Abend mit Nachos ausklingen zu lassen, zu denen Kidneybohnen, Dips und Guacamole gereicht wurden. Wie es das Gesetz scheinbar möchte, war es selbstverständlich wieder viel zu viel. Aber alles vegan und alles schmackhaft!

Bezüglich der Dekoration könnt ihr auf den Fotos Eindrücke erhaschen. Ich habe probiert, es möglichst authentisch aussehen zu lassen, immerhin befanden wir uns im Jahre 1951. Moderne technische Geräte wurden entfernt und dafür alte Kerzenständer, Bücher und Gemälde hinzugefügt. In einer Ecke drapierte ich altmodische Fotoapparate und im Fernseher lief ein behagliches Kaminfeuer. Zum Glück waren bei meiner Mutter viele dieser Gegenstände vorhanden, sodass ich sie nicht extra kaufen musste.
Der gute Edward Facelift bekam sogar noch einen kleinen Schrein mit seiner Urne, einem Bild von ihm (das eigentlich irgendeinen britischen Politiker von vor Jahrzehnten zeigt), seiner Lieblingskrawatte und einem Testament.

Besonders gut kamen ansonsten Bilder an, die ich an die vier Wände klebte. Im Voraus hatte ich alte Schwarzweiß- oder Werbebilder aus dem Internet herausgesucht und unserer aller Köpfe hineinmoniert. Am Ende durften dann natürlich die Fotos mitgenommen werden, auf denen man selbst zu sehen war. Zwar eine Heidenarbeit, aber eine schöne Überraschung für die Gäste. Da ich deren Gesichter hier nicht unerlaubt zeigen werde, nur Ausschnitte als Beispiel, auf denen ich zu sehen bin.


Der Abend

Meine Gäste waren zu 16 Uhr geladen, da ich mich vor dem Spiel während des Nachmittagstee erst ein wenig mit ihnen austauschen wollte. Schließlich hatten wir uns schon so lange nicht gesehen, da kann ich nicht gleich mit dem fiktiven Fall loslegen, ohne auf den neuesten Stand gebracht worden zu sein. Sehr überrascht war ich davon, wie viel Mühe sich alle mit ihren Kostümen gegeben haben. So richtig hatte ich nicht damit gerechnet, war daher positiv überrascht und äußerst angetan.

Nun zum Spiel. Am Anfang weiß noch niemand, wer verantwortlich für den Tod des Opfers ist, auch der Mörder selbst nicht. Das macht es für alle Beteiligten natürlich besonders spannend. Jeder bekommt zunächst sein Rollenheft, indem das das persönliche Charaktergeheimnis steht. Denn zusätzlich ist niemand wirklich derjenige, der er zu sein scheint. Der Gastgeber, in diesem Fall ich, nimmt den Spielplan an sich, in dem angegeben ist, in welcher Reihenfolge alles abläuft. Aufgeteilt ist das Spiel insgesamt in eine Vorstellungsrunde und drei Akte, denen sich die Auflösung anschließt. Jeder Charakter bekam in seinem Rollenbuch pro Runde eine Aufgabe, der er sich widmen soll. Eingestreut in die Handlung und die Ermittlungen sind vorgegebene Dialoge, aufzudeckende Hinweise und Kommentare der Audio-CD, auf der Verstorbene selbst zu Wort kommt.


Mit all diesem Material war das Spiel einerseits sehr abwechslungsreich und wurde nicht langweilig, andererseits habe ich im Nachhinein das Gefühl, dass es manchmal sogar ein bisschen zu viel auf einmal war. Vor allem kam dies zum Tragen, als später fast alle das Detail überhört hatten, welches schließlich den Hinweis auf den Täter gab. Nur eine von uns sollte schließlich die richtige Person verdächtigen. Ansonsten war ich besonders als Moderatorin häufiger vom Geschehen abgelenkt, um nachzuschauen, was als nächstes auf dem Spielplan steht. Aber die ermittelnden Gespräche zwischen den einzelnen Punkten länger zu halten, ist ebenfalls ungünstig, da sie sich so schon oft im Kreis drehten. Im Endeffekt benötigten wir gute drei Stunden statt der angegebenen vier. Ich kann gar nicht sagen, woran das lag. Möglich ist, dass wir einfach nicht so ausufernde, fantasievolle Schauspieler sind, um dem Abend noch mehr Tiefe zu geben und stellenweise einfach zu improvisieren.

Es amüsierte schon ziemlich, versteht mich nicht falsch. Doch wenn ich solch eine Mörderische Dinnerparty wieder veranstaltete, würde ich einiges anders machen. Zum einen versuchen, am Anfang besser in die richtige Stimmung zu kommen und alle Teilnehmer besser aufzulockern angesichts der bevorstehenden, doch ungewohnten Schauspielerei. Dafür könnte man beispielsweise bereits eine Weile in den Rollen stecken, bevor es richtig losgeht oder die Vorstellungsrunde länger halten. Probieren sich nicht zu strikt an den Plan zu klammern, sondern vermehrt improvisieren, könnte ebenfalls von Vorteil sein. Zum anderen würde ich definitiv auf jede klitzekleine Einzelheit achten und jedes Wort dreimal herumdrehen und nachprüfen. Hätte ich vorher gewusst, dass am Ende ein so nebenbei erwähntes Detail ausschlaggebend ist, hätte ich meine Ohren mehr gespitzt.

Hier ist sie, die Bande. Wie gesagt, zeige ich keine Gesichter ohne Erlaubnis, deshalb ist es ein bisschen gruselig, aber die Kostüme sind immerhin zu sehen.

Kritik am Fall selbst kann ich nicht wirklich äußern. Das war, wie gesagt, mein erstes Krimidinner und mir fehlt einfach der Vergleich. Verwirrend war zu Beginn nur, dass in der Beschreibung zwei Todesfälle erwähnt wurden und wir zunächst nicht wussten, welcher eigentlich aufzudecken war. Zwar wurden im Verlauf beide aufgelöst, doch der Fokus lag auf dem Todesfall von Edward Facelift, wie wir jetzt zumindest wissen.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen (auch wenn ich nicht unbedingt mochte, in welche Richtung sich meiner entwickelte, doch das nur nebenbei). Sechs sind obligatorisch und müssen besetzt werden, zwei weitere optional. Wir waren sieben Personen und ließen kurzerhand den Butler James Gardener weg. Was mich freute, war, dass sich die Rollen relativ leicht zu meinen Freundinnen zuordnen ließen, weil es immer bestimmte Übereinstimmungen gab. So war jeder zufrieden mit seiner Rolle - besser geht's nicht.


Fazit

Die Mörderische Dinnerparty war auf jeden Fall für eine Erfahrung gut, erheiternd und definitiv wiederholenswert. Wenn ich auch beim nächsten Mal, wie gesagt, manche Dinge ein bisschen anders gestalten würde, um möglichst mehr aus dem vorgegebenen Fall herauszuholen.


Zum Abschluss ein Mixtape mit einer Auswahl an Musik, die ich an diesem Abend auflegte.


Benny Goodman - Sing, Sing, Sing
Jack Cooper - I Can Wiggle My Ears
The Andrews Sisters - Boogie Woogie Bugle Boy
Flanagan & Allen - Underneath The Arches
Elsie Carlisle - You've Got Me Crying Again
Ray Noble & His Orchestra - Blue Moon
Cab Calloway - The Scat Song
Hal Swain - Singing In The Bathtub
Bing Crosby & The Andrews Sisters - Pistol Packin' Mama
Fred Astaire - Puttin' On The Ritz

Dienstag, 12. August 2014

O Captain! My Captain!

Eigentlich sollte es heute einen anderen Blogbeitrag geben, aber ich kann hier nicht dran vorbei. Auch wenn es einige nervt, ich muss das loswerden, sonst kann ich mit dem Tag nicht einfach weitermachen.

Sicherlich dürften die meisten, wenn nicht alle, mitbekommen haben, dass Komiker und Schauspieler Robin Williams gestern gestorben ist.

Ich las davon heute morgen direkt nach dem Aufwachen in meiner Twitter-Timeline und verfiel sofort in einen Heulkrampf. Nie zuvor hat mich der Tod einer berühmten Persönlichkeit so mitgenommen, getroffen und erschüttert.

Noch letzte Woche schaute ich wieder einmal "Jumanji", einen Film meiner Kindheit. Noch vor einigen Tagen unterhielt ich mich darüber, warum Williams einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler ist und darüber hinaus überhaupt einer der brillantesten Schauspieler aller Zeiten. Und noch gestern Abend hörte ich The Deadly Syndrome's "I Hope I Become Ghost", ein Lied, das ich durch den Film "World's Greatest Dad" kennenlernte, den ich damals selbstverständlich nur wegen Robin Willams angeschaut hatte. I hope I become a ghost - welch deprimierende Ironie. Es scheint, dass er bei mir immer irgendwie allgegenwärtig war und mich stetig durch seine Werke begleitet hat.

Ich könnte ihn jetzt loben oder meine Lieblingsfilme mit ihm aufzählen oder die schönsten Filmmomente beschreiben, doch das alles scheint mir belanglos angesichts eines so talentierten, außergewöhnlichen Mannes. Ich weiß nur, dass er mich nicht ein Mal ich an seiner Genialität zweifeln ließ. Es ist tragisch, welch ein Ende das alles nun genommen hat.

Ruhe in Frieden, Robin Williams, alter Kumpel, den ich nie persönlich kannte, doch zu kennen gefühlt habe. Ich werde dich vermissen.

Freitag, 8. August 2014

Eine Portion Blogliebe


Olé olé, es ist der internationale FeierTag der Blogliebe - der Aktion, die die Chaosmacherin ins Leben gerufen hat. Ziel ist es, dass alle Teilnehmer ihre Lieblingsblogs vorstellen. Der Wunsch ist mir Befehl. Ich rate jedoch, ebenfalls einen Blick in meine Pflichtlektüre zu werfen, da dort weitere grandiose Seiten aufgelistet sind. Denn wenn ich jetzt all meine liebsten Blogs zur Sprache bringen würde, säßen wir morgen noch hier. Daher beschränke ich mich auf sieben Blogs, die mich in letzter Zeit besonders begeistert haben, oder die ich schon seit langem verfolge und vor deren Schreiberlingen ich mich hiermit virtuell verbeugen möchte.

"Sieben? Wieso nicht acht?" - "Wieso nicht sechs? Ich weiß nicht, sieben klingt einfach gut."
(Ich habe den Film "Teuflisch" definitiv zu oft gesehen, wenn ich selbst solch ein unspektakuläres Zitat im Kopf behalte.)


Apparently unaffected


Auf ihrem Blog erzählt Sabrina von Reisen und Ausflügen, persönlichen Projekten und Abenteuern sowie von Dingen, die sie erlebt und begeistern. Mit bilderreichen Berichten über die vielen Ecken unserer Erde kippt sie regelmäßig eine Ladung Fernweh über mich aus. Das kann ihr jedoch nicht allzu übel nehmen, da sie ein ziemlich sympathischer Mensch zu sein scheint.

Stichworte: Irland, Keywest, Städtetrips, Persönliches, Filme
Blog: www.regenbogenlicht.blogspot.de


The Happy Vegan


Vor kurzem hieß ihr Blog noch "The Nerdy Vegan", jetzt hat sich Johanna eher auf Glückseligkeit spezialisiert. Die Themen sind jedoch geblieben. Rund um veganes Essen - von Rezepten bis hin zu Produktvorstellungen - ist alles dabei, was das Herz begehrt. Ihre Fotos lassen sich dabei bestens unter dem Begriff "Food Porn" zusammenfassen. Doch auch der Popkultur widmet sie beim "Nerdy Sunday" noch ihre Aufmerksamkeit. Und der neue Blogname funktioniert übrigens prima. Mich zumindest macht es jedes Mal glücklich, wenn ich einen neuen Beitrag von ihr in meinem Feedreader sehe.

Stichworte: Veganes Essen, Rezepte, Nerdiges, Persönliches
Blog: www.thehappyvegan.de


von allem zu viel.


Auf diesem Blog geht es um Minimalismus, Konsumverzicht und der Reise zu einem einfacheren Leben. Besonders die Reihe "Best things are free" hat es mir angetan, in denen Anna daran erinnert, dass es kein Geld braucht, um schöne Momente zu erleben. Im Gegenteil, die oftmals im Alltag übersehenen Kleinigkeiten können pures Glück bedeuten. Auch darüber hinaus werden viele Beiträge geboten, die das eigene Gedankenkarussell in Schwung bringen und das schätze ich sehr.

Stichworte: Minimalismus, Konsumverzicht, Persönliches
Blog: www.vonallemzuviel.wordpress.com


BI RD KI N


Auf Birdkin verfolgt man die spannende Reise von Steffi, neben Studium, Job und Privatleben, einen Roman zu schreiben. Woher kommt die Inspiration für fiktive Geschichten? Wie findet man Zeit und Muße zum Schreiben? Und wie erschafft man authentische Figuren und Charaktere? Diese und noch weitere Fragen werden hier aufgegriffen. Ich kann schon kaum erwarten, von den nächsten Fortschritten zu lesen und weitere Einblicke hinter die Kulissen zu bekommen.

Stichworte: Romanprojekt, Schreiben, Bücher
Blog: www.birdkin.blogspot.de


Lettersalad


Vor kurzem feierte Lettersalad vierjähriges Jubiläum. Deshalb zunächst an dieser Stelle noch meinen Glückwunsch! Sandras Buchblog wartet mit Rezensionen, Neuzugängen und Ausblicken auf Neuerscheinungen auf. Doch was ist so besonders daran? Nun, zum einen selbstverständlich die Auswahl der Lektüre, die für mich interessant getroffen ist. Zum anderen kann man aus den Rezensionen hervorragend herauslesen, ob das Buch wirklich etwas für einen ist oder eher nicht. Auch optisch ist der Blog, meiner Meinung nach, eine Perle.

Stichworte: Bücher, Rezensionen, Neuerscheinungen, Montagsfrage
Blog: www.lettersalad.de


Frau Shmooples


Frau Shmooples verbrachte ein Auslandsjahr in Irland. Mit den Berichten zu ihren Erfahrungen vor Ort hatte sie mich damals sofort herumgekriegt. Zudem schreibt sie über ihr Leben, Gedanken, Hobbys, nimmt an verschiedenen Mitmachprojekten teil und lässt sich kreativ bei DIY-Beiträgen aus. Und auch hier gibt es wieder zahlreiche Sympathiepunkte.

Stichworte: Irland, Persönliches, Hobbys, DIY
Blog: www.fraushmooples.bplaced.net


Frau.Plauscher


Der Blog von Frau.Plauscher befindet sich zwar erst seit einigen Monaten in meinem Feedreader, trotzdem hatte ich ihn ziemlich schnell ziemlich gern. Hier findet sich ein bisschen von allem, von Reisen über veganes Essen bis hin zu guter (da mit meinem Geschmack übereinstimmender) Musik. Alles ist rund und stimmig und so verdammt schön, ohne auch nur ansatzweise langweilig zu werden.

Stichworte: Reisen, Veganes Essen, Musik, Bücher
Blog:www.frauplauscher.wordpress.com



Das war es nun auch schon mit meinen Blogvorstellungen für heute. Ich hoffe, es fühlt sich niemand auf den Schlips getreten, weil er nicht erwähnt wurde. Falls ihr ansonsten glaubt, euer Blog könnte ebenfalls in mein Beutescheme passen, dann verlinkt ihn gerne mit einer kurzen Beschreibung in die Kommentare. Oder empfehlt mir euren Lieblingsblog. Heute geht es schließlich um Neuentdeckungen, also haut in die Tasten!

Mittwoch, 6. August 2014

Kalter Entzug: Mein Monat ohne YouTube

Einen gesamten Monat kein Video schauen. Für viele Menschen mag nichts weiter dabei sein, mich jedoch stellte dieses Vorhaben im Juli tatsächlich vor eine Herausforderung.


Die Vorgeschichte

Schon seit Beginn des Jahres gab es von meiner Seite mehrere Versuche, meinen YouTube-Konsum drastisch herunterzuschrauben. Mir fiel auf, dass ich nach langem, regelmäßigen Benutzen der Seite oft schon ganz unterbewusst auf den Button in meiner Lesezeichenleiste klickte und ein Video aus meinem Abonnements anschaltete. Mehrere Stunden gingen dahin, während mitunter wichtigere Dinge unerledigt blieben. Der Sog hatte mich fest im Griff.

Natürlich könnte man sagen, wenn ich schon keine Fernsehsendungen schaue und mir Videos anzuschauen Spaß macht, ist doch gar nichts dabei. Doch erreichte ich hin und wieder einen Punkt, an dem ich mich selbst nicht bremsen konnte, meine Abonnements durchklickte, um wieder auf den neuesten Stand zu kommen. Neuentdeckte Kanäle mit hunderten Videos wurden mal eben in zwei Tagen durchgeschaut, weil ich einfach nicht umhin konnte, weil ich sonst an nichts anderes denken wollte, weil ich es "abarbeiten" musste. Ob man das bereits als Sucht bezeichnen möchte oder nicht, fest steht, dass ich mir mit diesem über Jahre zur Gewohnheit gemachtem Verhalten selbst im Weg stand. Ich wollte keine Zeit mehr mit diesem Unsinn vertrödeln, bei dem man im im Großteil der Fälle sowieso nichts Wichtiges für sich mitnimmt. Also wurden erste Maßnahmen eingeleitet.


Bisherige Versuche

Zunächst schraubte ich die Zahl meiner Abonnements von knapp 200 auf genau 100 herunter. Viele der herausgeworfenden Kanäle waren von Musikern, die sowieso nur alle paar Monate etwas hochladen, sodass ich danach nicht viel weniger Zeit auf YouTube verbrachte.

Deshalb fing ich danach für eine Weile an, mir aufzuschreiben, wie viele Minuten lang ich Videos schaute. Das klappte sogar ganz gut. Ich wählte, um die Zeit möglichst niedrig zu halten, bewusst nur Videos, die mich wirklich interessierten und schaltete auch schon mal eines aus, wenn es doch nicht meinen Erwartungen entsprach oder spulte es zur Not vor, um zu sehen, ob es noch besser wird. Doch scheiterte dieses Vorhaben für mich, als ich den Zettel verlegte, und aus Frust die Videos durchschaute, die ich zuvor in meine Später Ansehen-Playlist geschoben hatte, nur um in jenem Moment die Minutenanzahl zu ersparen. Der Jojo-Effekt war gekommen und ich steckte wieder im alten Verhaltensmuster.

Der nächste Schritt fand eine Weile später statt. Wieder ging es einigen Abonnements an den Kragen. Dieses Mal blieben 44 Kanäle übrig - diejenigen, die ich zu dieses Zeit auf keinen Fall missen wollte. Wieder ging die verplemperte Zeit zurück, doch es gab noch immer einen Faktor, der mich störte: Ich klickte weiterhin regelmäßig, ohne darüber nachzudenken, auf den YouTube-Button, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt. Und weiterhin hangelte ich mich durch unbekannte Kanäle und schaute "fremde" Videos. Seit mittlerweile sechs Monaten versuchte ich, etwas daran zu ändern, scheiterte aber kläglich an meiner eingefleischten Gewohnheit. Der Moment für einen radikaleren Schritt war gekommen.


Ein Monat ohne YouTube

Eigentlich kam mir dieses Projekt relativ spontan in den Sinn. Aufgrund von Unistress und den Vorbereitungen zu meiner Geburtstagsfeier war ich Ende Juni sowieso schon zwei Tage lang nicht zum Schauen gekommen, also entschloss ich mich kurzerhand, das für den gesamten Juli durchzuziehen.

Schritt 1:
Ausnahmslos ALLE Abos löschen, auch wenn es seltsamerweise in dem Moment ziemliche Überwindung gekostet hat.

Schritt 2:
Den Link zu Youtube aus meiner Lesezeichenliste entfernen, um nicht dauernd unterbewusst draufzuklicken.

Verboten waren sämtliche Videos auf YouTube! Außerdem hielt ich mich auch von den Videos aller anderen Plattformen fern. Also auch wenn ich sage "ohne YouTube", umfasst dies im Prinzip jegliche Videos.

Ausnahmen gab es trotzdem. Da ich monatlich dafür Geld bleche, waren Filme und Serien auf Watchever weiterhin erlaubt. Das schaue ich auch irgendwie kontrollierter und diese Medien haben einen anderen Nährwert für mich. Außerdem befand ich mich zu jener Zeit kurz vor meinen Prüfungen, weshalb ich mir vorbehielt, zu Prüfungsthemen Dokumentationen oder (im Falle eines Buches zum Mitlesen) Hörbücher auf YouTube zu benutzen. Die Bildung sollte schließlich nicht leiden. Im Endeffekt kam dies aber nur dreimal vor.


Notizen während dieser Zeit

Woche 1 l Ich befinde mich momentan in der Phase vor den Prüfungen und auch eine Präsentation muss demnächst noch gehalten werden, daher habe ich sowieso Wichtigeres und Dringenderes zu tun als YouTube. Damit halte ich mich beschäftigt und kann mich einigermaßen von dem Wunsch ablenken, Videos zu schauen.

Doch durch Twitter bekomme ich natürlich immer noch mit, wenn manche YouTuber, denen ich auch auf dieser Plattform folge, ein Video hochgeladen haben. Besonders fehlen mir folgende zwei Kanäle:
  • Michael Buchinger, ein Österreicher, der mich im Moment mit seinen urkomischen und sympathischen Videos gut von dem Stress ablenken würde. 
  • Eat Your Kimchi von meinen Lieblingsyoutubern Simon und Martina. Die beiden Kanadier sind vor einigen Jahren nach Südkorea ausgewandert und machen seither spannende, informationsgeladene und/oder witzige Videos zu ihren Erfahrungen vor Ort. Zu meiner großen Verzweiflung kündigten sie an, bald ein Café zu eröffnen und ich kann nicht auf dieser Reise mit dabei sein. Wer hat sich diesen Mist hier eigentlich ausgedacht?

Woche 2 l Meine To-Do-Listen-App erinnert mich weiterhin regelmäßig mit "NO FUCKING YT" an oberster Stelle daran, dass ich keine Videos schauen darf. Langsam habe ich keine Angst mehr, das Vorhaben aus Vergesslichkeit unabsichtlich abzubrechen. Es ist mir immer noch zu genau bewusst, dass ich nicht darf, also ist die Abstinenz noch nicht natürlich oder normal geworden. Dabei erhoffe ich mir, wenn ich es bloß lange genug nicht mehr gemacht habe, auch nicht mehr den Drang danach zu verspüren.

Wenn ich momentan keinen Kopf für irgendwas habe oder eine kurze Pause brauche, surfe ich auf Pinterest herum und pinne hübsche Bildchen an meine Boards. Eine nutzlose Angewohnheit durch die nächste nutzlose Angewohnheit ersetzen? Nicht sehr schlau, aber ich bin vorerst abgelenkt.

Mein Entzug wird außerdem gerade sehr erschwert, da meine Lieblingsband Edward Sharpe & The Magnetic Zeros ein neues Musikvideo hochgeladen haben. Ausgerechnet auch noch zu einem meiner Lieblingslieder vom letzten Album. Muss. Stark. Bleiben.


Woche 3 l Projekt gescheitert oder bloß eine weitere Ausnahme eingeführt? Ich habe mir zwei Liederplaylisten auf YouTube angehört. Wohlgemerkt bloß angehört und nebenbei etwas anderes gemacht. Ich brauchte einfach meine Dosis Disney. Ich gedenke, dies noch durchgehen zu lassen.

Ansonsten wird es momentan ein bisschen lächerlich, wie viele Videos ich in den letzten Tagen in meine Später ansehen-Playlist packe. Immer wenn ein irgendwo verlinktes Video oder eines, über das ich während meiner Recherche stolpere, interessant klingt, kommt es da hinein. Am Ende dann erst einmal Dutzende Videos zu schauen, ist nicht Sinn der Sache. Deshalb werde ich jetzt damit aufhören. Falls ich ein Video unbedingt sehen muss, werde ich mich auch nächsten Monat noch daran erinnern. Wenn nicht, kann es so wichtig nicht gewesen sein.


Wochen 4 & 5 l Mittlerweile ist sehr viel einfacher geworden, der Versuchung nicht zu nahe zu kommen. Wie heißt es so schön: Aus den Augen, aus dem Sinn. Trotzdem spiele ich mit dem Gedanken, mir danach wieder eine gewisse Anzahl an Abonnements zu genehmigen. Fünf oder doch zehn? Vielleicht mit dem Ziel, dass für jeden neuen Kanal ein anderer wieder weichen muss.

In der Zeit, die ich jetzt gewinne, widme ich mich tatsächlich produktiveren Dingen. Ich lerne für die Uni (zumindest bis zur letzten Prüfung in der vierten Woche), ich lese, spiele Ukulele, ich frische ein bisschen mein Französisch auf und lerne weiter Niederländisch. Ich habe wieder zahlreiche Ideen für den Blog und kann es kaum erwarten, bald mit dem Schreiben anzufangen. Wenn ich wirklich keinen Kopf für all den Kram habe, schaue ich gerne Serien. Ob das besser ist, als Videos zu schauen, ist mir noch nicht so ganz klar.


Fazit

Bis auf die beiden Liederplaylists und den Ausnahmen, die ich mir erlaubte (zwei Dokumentationen und Ausschnitte eines Hörbuches), hielt ich den Monat gnadenlos ohne Videos und YouTube durch. Man muss nur wollen. Im Nachhinein finde ich es schon ein bisschen erschreckend, wie schwer es mir am Anfang fiel, mich zurückzuhalten. Auch wenn einiges in diesem Beitrag für manche überdramatisch oder lächerlich klingen mag, glaube ich doch, dass man häufig schon unterschätzt, wie sehr einem Gewohnheiten ins Blut übergegangen sind. Und erst wenn man etwas ändern möchte, aber es einfach nicht auf die Reihe kriegt, dies auch zu tun, wird es unangenehm.

Mittlerweile darf ich seit sechs Tagen wieder offiziell Videos anschauen. Oder sollte ich lieber sagen "dürfte"? Ich habe YouTube durchaus benutzt, das muss ich gestehen. Über last.fm spiele ich gern direkt auf der Seite Musikstationen ab, die über YouTube laufen. Doch höre ich die Musik der Videos an und schaue diese nicht.

Ansonsten habe ich nur ein Video angeschaut. Nur eines. Nicht schlecht, wenn ich darüber nachdenke. Der Grund liegt darin, dass ich mit dieser ganzen Sache gerade nicht allzu warm werden möchte. Momentan verspüre ich keine Lust, Videos zu sehen und ich traue diesem Gefühl noch nicht so ganz. Nur die Ruhe vor dem Sturm? Mein Ziel ist es jedenfalls, dass, wenn ich wirklich das Verlangen danach haben sollte, ich die YouTube-Adresse eintippe (den direkten Button in meiner Lesezeichenliste werde ich von nun an weglassen), mir ganz bewusst ein paar Videos anschaue und dann ist es gut. So tat ich es mit dem einen Video, welches, wie konnte es anders sein, von meinem Lieblingskanal Eat Your Kimchi war. Ich genoss diese vier Minuten Albernheit, habe mich gefreut, die beiden mal "wiederzusehen" und dann reichte das auch und es war gut. Ich kann nur hoffen, das funktioniert in Zukunft, so wie ich es geplant habe. Wünscht mir Glück!


Wie sieht es bei euch aus? Wie gestaltet sich euer YouTube- bis Internetverhalten? Welche schlechten Angewohnheiten habt ihr in Bezug darauf? Würdet ihr sie loswerden wollen?

Dienstag, 5. August 2014

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke Mai, Juni & Juli


10. Zwei alte Freundschaften wieder auferleben lassen
Diesen Punkt kann ich an dieser Stelle abhaken. Nachdem ich mit einer Freundin wieder Kontakt habe, die ich davor schon seit dem Abitur nicht mehr gesehen hatte, waren wir mittlerweile sogar zusammen im Schwarzwald wandern und gibt es jetzt schon weitere Reisepläne mit ihr. Leider wohnt sie am anderen Ende Deutschlands, sodass wir uns nicht allzu oft zu Gesicht bekommen werden, doch wir probieren unser bestes.
Eine andere Freundin aus Abiturzeiten habe ich im Mai in ihrer momentanen Studienstadt Halle besucht, also quasi gleich hier um die Ecke. Jetzt heißt es, den Kontakt halten.

57. Auf ein Mittelalterfest gehen
Jährlich findet in meiner alten Heimatstadt ein Mittelfest statt, auf das ich die letzten Jahre aus diversen Gründen nicht gegangen bin. Dieses Jahr jedoch endlich wieder und es war wie immer ganz schön. Es hat sich auch nicht viel verändert, außer dass es jetzt einen Mokkastand mit fabelhaftem Pistaziengebäck gab. Sehr mittelalterlich, ich weiß. Ansonsten ein paar Stunden über die Spielwiesen an zahlreichen Ständen entlangflanieren, mittelalterlicher Musik lauschen, das Rittertunier beobachten und wunderbar kostümierte Menschen betrachten, war die Wiederholung einer bereits liebgewonnenen Tradition.

19. Eine Repertoire-Liste für die Gitarre anlegen
Davon, dass ich sie angelegt habe, erzählte ich bereits. In den letzten Monaten hat sich die Repertoire-Liste hervorragend in mein Gitarrenüben integriert, sodass ich diesen Punkt guten Gewissens abhaken kann. Nur bin ich im Juli überhaupt sehr wenig zum Gitarrenspielen gekommen, was ich im August wieder zu ändern versuche.

59. Bei einem Lesemarathon mitmachen
Ebenfalls erledigt! Dabei durftet ihr zu Pfingsten live dabei sein (hier & hier). Es hat schon ziemlichen Spaß gemacht und ich kann mir durchaus vorstellen, das beizeiten zu wiederholen.

32. Eine mörderische Dinnerparty veranstalten
Zu meiner Geburtstagsfeier Ende Juni veranstaltete ich ein Krimidinner mit Freunden. Mir zumindest hat es gut gefallen und ich es wirklich mal was anderes. Ich denke, dazu wird es noch einen gesonderten Beitrag geben. Gleichzeitig kann ich übrigens Punkt 25 "Mich verkleiden" streichen und habe zudem zwei von drei Geburtstagen gefeiert (17). 

36. Einhundert Gegenstände aussortieren
Kurz vor dem Umzug im September möchte ich gern noch so viel Zeug loswerden wie möglich, um später weniger durch die Gegend schleppen zu müssen. Weg mussten unter anderem CDs, DVDs und Bücher sowie Schminkkram und Klamotten, sodass ich jetzt um weitere 42 Dinge leichter bin.

47. Endlich folgende Filme schauen: Matrix-Trilogie, From Dusk Till Dawn, Memento, Reservoir Dogs, Donnie Darko, Pans Labyrinth, Melancholia, Das Leben des Brian, Herr der Ringe-Trilogie & die ersten zwei Hobbit-Teile
Diesmal kann ich "Reservoir Dogs", "From Dusk Till Dawn" und "Memento" von der Liste streichen, die ich alle gut fand, wobei mich "Memento" am meisten begeistern konnte. Was für ein genialer Streifen!
Den ersten Teil von "Der Hobbit" habe ich begonnen, bin jedoch selbst nach mehreren Sitzungen nicht durchgekommen. Ob der einfach nicht mein Ding ist oder ob mir zu diesem Zeitpunkt bloß nicht der Sinn danach stand, wird sich beim nächsten Versuch herausstellen - dann hoffentlich in einem Rutsch.


29. Mehr als 100 Bücher lesen
Durch neun Bücher habe ich mich in den letzten Monaten wühlen können. Welche das im Detail waren, kann man in meinem Lesemonat nachlesen. Vier davon kann ich außerdem für Punkt 27 "Mehr englische Bücher lesen" eintragen.

75. Zwei Stunden im Monat Niederländisch lernen
Dank des Kurses, den ich während des vergangenen Semesters belegte, komme ich mit dieser Aufgabe gut voran. In den letzten drei Monaten waren es daher insgesamt 20 Stunden, in denen ich mich auf irgendeine Art und Weise mit der Sprache befasste. Nun ist das Semester vorbei und auch die Sprachschule macht Pause, doch möchte ich trotzdem über den Sommer ein bisschen Niederländisch lernen, bevor ich nächstes Semester definitiv mit dem Sprachkurs weitermache.

Ansonsten habe ich 35 Mal Gitarre geübt (66), zwei Briefe oder Postkarten geschrieben (13), sechs Mal Sport getrieben (81) und zwei Tage ohne Internet verlebt (64). Ich probierte ein neues Rezept aus, als ich grandios schmeckende Kokosbällchen zubereitete (76), stieg bei zwei weiteren Straßenbahnstationen Leipzigs aus (35), schrieb 15 Blogbeiträge (92), traf mich 12 Mal mit Freunden (11), pflegte den Kontakt zu meinem Opa drei Mal (15) und zu meinem Vater sechs Mal (14).

Sonntag, 3. August 2014

Lesemonate Mai, Juni & Juli

Mai


"635 Tage im Eis - Die Shackleton-Expedition" von Alfred Lansing
Tatsachenbericht; Abenteuer; Expedition; 320 Seiten; Goldmann Verlag; 1999; "Endurance - Shakleton's Incredible Voyage"

Am Anfang steht der Plan von der erstmaligen Durchquerung des weißen Kontinents. Doch das gewaltige Naturwunder Antarktis wird im Jahr 1915 für die Crew der 'Endurance' zur Hölle aus Eis. Beharrlich verfolgt Expeditionsleiter Sir Ernest Shackleton bald nur noch ein Ziel: 28 Männer lebend wieder in die Zivilisation zurückzubringen.
Spannend und packend erzählt war dieses Buch ein überraschendes Lesehighlight, das mich komplett aus den Socken gehauen hat. Mehr als großartig!

"Spinner" von Benedict Wells
Roman; 307 Seiten; Diogenes Verlag; 2009; Deutsche Originalausgabe

Der Selbstfindungsroman über den 20-jährigen Jesper Lier, der eine rasante Woche in Berlin inmitten durchgeknallter Geschehnisse verlebt. Mein dritter Roman von Wells und leider auch derjenige, der mich bisher am wenigsten begeistern konnte. Irgendwie wirkten viele Dinge in dieser Geschichte sehr gewollt und aufgesetzt. Da bin ich von "Becks letzter Sommer" und "Fast genial" mehr angetan.

"How To Be A Woman" von Caitlin Moran
Feminismus; 309 Seiten; Ebury Press; 2011; Englische Originalausgabe

Wir Frauen leben eigentlich in einer guten Zeit: Wir dürfen wählen und die Pille nehmen, und wir wurden seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr als Hexen verbrannt. Trotzdem bleiben noch einige Fragen bestehen, denen sich Caitlin Moran in diesem Buch widmet, das eine Mischung aus Wuttirade und Anekdoten darstellt.

Mit der vulgären Sprache und der sehr direkten Art der Autorin musste ich zu Beginn erst warm werden, doch insgesamt war "How To Be A Woman" wirklich unterhaltsam und aufschlussreich.

Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 936
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 30


Juni


"Luka and the Fire of Life" von Salman Rushdie
Kinderbuch; Abenteuer; Fantasy; 218 Seiten; Random House; 2010; Englische Originalausgabe

Alles beginnt mit einem Zirkusbesuch: Aus Tierliebe verflucht der zwölfjährige Luka den grausamen Zirkusdirektor Captain Aag. In derselben Nacht bricht im Zirkus ein Brand aus, und die Tiere wagen den Aufstand. Aag schwört daraufhin Rache. Bald nach dem Brand fällt Lukas Vater Rashid in einen tiefen Schlaf, aus dem er nicht wieder aufwacht. Nur wenn Luka in die magische Welt reist, um das Lebensfeuer zu holen und es seinem zu Vater verabreichen, kann er ihn retten.

Eine schöne, humorvolle Geschichte für Kinder, die man sich als Erwachsener auch noch gut geben kann. Besonderer Pluspunkt sind die vielen Anspielungen auf Filme und Bücher der britischen Popkultur.

"Sputnik Sweetheart" von Haruki Murakami
Roman; 222 Seiten; btb Verlag; 2004; "Supuutoniku no koibito"

Ein Lehrer, Ende zwanzig, schwärmt für eine ehemalige Kommilitonin. Sumire ist nicht wirklich schön, sie raucht zu viel und isst zu wenig - und sie träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Geld, Karriere und Heirat interessieren sie nicht. Doch dann verliebt Sumire sich zum ersten Mal in ihrem Leben: in Miu, eine Geschäftsfrau, 17 Jahre älter und verheiratet. Als Sumire einige Zeit später plötzlich spurlos verschwindet, ruft Miu den abgewiesenen Verehrer zu Hilfe und zusammen machen sie sich auf die Suche...

Eine Mischung aus Liebesgeschichte und Krimi mit dem typischen Schreibstil eines meiner Lieblingsautoren und es fühlt sich beim Lesen an, als käme ich nach Hause. "Sputnik Sweetheart" gehört für mich definitiv zu Murakamis überzeugenden Werken.

"Vakuum" von Lukas Jüliger
Graphic Novel; Jugendbuch; 112 Seiten; Reprodukt Verlag; 2012; Deutsche Originalausgabe

Es sind die ersten warmen Tage des Sommers. Ein Junge langweilt sich. Erst als ein Mädchen seine Nähe sucht und ihn anspricht, scheint das Leben interessant zu werden. Sie verbringen Zeit miteinander – die Welt wird verwirrend, beginnt zugleich aber mehr und mehr zu blühen. Bis die Stadt von einer Tragödie erschüttert wird: Ein junger Mensch stirbt. Als die beiden sich auf seine Spuren begeben, ahnen sie schon bald, dass es womöglich nicht nur ihre Schulzeit ist, die nun zu Ende geht.

So sehr mir die Zeichnungen und die von den gewählten Farben erzeugte Stimmung in diesem Graphic Novel auch gefiel, die Geschichte konnte mich nicht wirklich packen. Sie versucht, besonders geheimnisvoll zu sein, scheitert daran jedoch ziemlich und zirkelt am Ende eigentlich nur um viel Belanglosigkeit. Kann man ruhig an einem freien Nachmittag zur Hand nehmen und in einem Rutsch durchlesen, denn die Bilder sind wirklich schön, doch mir persönlich fehlte leider die Aussage und der Sinn dieser Erzählung.

"Charlie and the Chocolate Factory" von Roald Dahl
Kinderbuch; 190 Seiten; Puffin Books; 2013; Englische Originalausgabe

Charlie Bucket lebt mit seinen Eltern und seinen vier Großeltern in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt. Einzig der Duft von Wonkas Schokoladenfabrik lässt Charlie ab und zu seinen Hunger vergessen. Eines Tages lässt Willy Wonka, der geheimnisvolle Besitzer der Fabrik, verlauten, dass er in fünf Tafeln der Wonkaschokolade goldene Tickets versteckt hat. Wer sie findet, soll die einmalige Chance erhalten, die sagenumwobene Fabrik von innen zu besichtigen.

Vor einer Weile hatte ich dieses Buch schon einmal in einem Lesemonat besprochen und nach dem zweiten Lesen gefällt es mir immer noch genauso gut - wahrscheinlich sogar besser, denn ich muss die Punktzahl jetzt nach oben korrigieren: von vier auf fünf. Durchgeknallt, kunterbunt und witzig ist "Charlie and the Chocolate Factory", so dass ich das Buch schon richtig ins Herz geschlossen habe.

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 742
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 25


Juli


"Jip en Janneke - Er is er een jarig" von Annie M.G. Schmidt & Fiep Westendorp
Kinderbuch; 30 Seiten; Querido Kinderboek Verlag; 2011; Niederländische Originalausgabe

Mein erstes niederländisches Buch! Und obwohl ich im Niederländischen gerade erst auf dem Sprachniveau A1-A angekommen bin, verstand ich trotzdem recht gut, worum es in den Geschichten rund um die beiden Geschwisterkinder ging. Nun gut, es ist auch ein Kinderbuch und dementsprechend leicht geschrieben und mit vielen farbigen Bildern, doch trotzdem. Mein erstes niederländisches Buch! Eine Bewertung werde ich in diesem Fall nicht abgeben, da ich zum Schreibstil nichts sagen kann.

"Dr Jekyll and Mr Hyde" von Robert Louis Stevenson
Schauerroman; 88 Seiten; Penguin Popular Classics; 1994; Englische Originalausgabe

Als Mr Utterson, ein Londoner Anwalt, den letzten Willen seines langjährigen Freundes Henry Jekyll in die Hände bekommt, erregt sich bei ihm Verdacht. Wer ist der zwielichtige Edward Hyde, dem der aufrichtige Dr Jekyll alles vermacht? In welcher Beziehung stehen die beiden zueinander und wer ist schuld an dem Mord an dem angesehen Parlamentsmitglied Sir Danvers Carew. Utterson beginnt, dem Fall auf den Grund zu gehen.

Nicht umsonst ist "Dr Jekyll and Mr Hyde" ein Klassiker. Er ist genial geschrieben, weiß eine perfekte dunkle Atmosphäre zu schaffen und gibt sich durchgehend spannend - selbst wenn man am Anfang bereits wissen sollte, was passieren wird.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 118
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 4

Freitag, 1. August 2014

Kopfgrütze #6 - Blog Award, Aktion Blogliebe, Bloggertreffen Köln

In letzter Zeit kribbelte es bereits kräftig in meine Fingerspitzen, so sehr verzehrte ich mich danach, zu schreiben. Nun sind die stressigen Prüfungen endlich vorbei und ich kann dem Blog wieder meine Zeit und Aufmerksamkeit widmen. Ich bin wieder da mit meinem Zauberstab...

Während meiner einmonatigen Pause, überreichte mir Abraxandria liebenswürdigerweise einen Blog Award. Vielen Dank dafür! Das gibt mir doch gleich Schwung, hier wieder hineinzustarten. Doch bevor ich ihn offiziell für mich beanspruchen darf, muss ich vorher noch zehn Fragen beantworten. Challenge accepted!

Was sind deine Lieblings-TV-Serien?
Dauerfavorit ist und bleibt "Gilmore Girls", dicht gefolgt von "Friends". Eine Serie, die ich ihn den letzten Monaten abgöttisch zu lieben gelernt habe, ist "Community". Unbedingt anschauen! Momentan wühle ich mich ansonsten durch "Dexter".

Welches ist dein Lieblingsgenre bei Büchern, Filmen und/oder TV-Serien?
Road Trips, Science-Fiction und auch Action darf es gern sein. Gut gemachter (schwarzer) Humor ist ebenfalls immer willkommen. Es darf bei keinem Medium zu schnulzig, kitschig oder oberflächlich werden.

Hörst du Musik zum Lesen? Wenn ja, welche?
In Bus und Bahn immer, da mich die Gespräche der anderen nur noch mehr ablenken würden als die Musik. Da kann es alles sein, was aktuell auf dem Handy ist. Zu Hause höre ich keine Musik beim Lesen, zumindest nicht beim Bücherlesen.

Wie sieht der perfekte Sommertag für dich aus?
Ich glaube nicht an den perfekten Tag. Doch gute Tage im Sommer sind durchaus jene, bei denen Wasser involviert ist. Im Meer oder See schwimmen gehen oder eine Paddeltour veranstalten, ist schon schön. Letzteres müsste ich wirklich unbedingt bald wieder machen.

Wo verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Aus Geld- und Zeitgründen stehe ich momentan am ehesten auf Städtetrips, bei denen man neue Orte entdeckt und erkundet. Reine Strandurlaube können auch nett sein, doch dafür reicht mir dann die Ostsee, da muss ich nichts an andere Ende der Welt fliegen. Geographisch gesehen bin ich leider noch nicht über Europa hinausgekommen (beziehungsweise war ich bei manchen Reisen noch so jung, dass ich mich heute leider nicht mehr daran erinnern kann).

Welche Sportart sagt dir am meisten zu?
Schwimmen und Fahrradfahren, falls das gilt.

Was für einen Einrichtungsstil verfolgst du? Alles klar und übersichtlich oder lieber Höhlenbau?
Momentan wohne ich noch im Studentenwohnheim. Hier sind neunzig Prozent der Möbel nicht einmal meine. Und sobald ich im September umziehe, klaube ich mir hauptsächlich gebrauchte Möbel zusammen, damit ich überhaupt etwas habe. Also von Einrichtungsstil kann keine Rede sein. Insgesamt mag ich es jedoch schon ohne viele Dekoquatsch, also mit Tendenz zur Übersichtlichkeit. Andererseits wenn ich bedenke, wie chaotisch ich bin, gleicht das manchmal schon alles eher einer Höhle...ähm, also, hehe, nächste Frage, bitte!

Bist du eher ein Morgen- oder Abendmuffel? Lieber früh aufstehen oder lange aufbleiben?
Was ist früh? Was ist spät? Bevor ich anfange zu philosophieren: Ich bleibe nicht gern allzu lange auf. Wenn ich frei habe, wird es gegen null Uhr langsam höchste Zeit, ins Bett zu gehen. Erst nach neun Uhr aufstehen finde ich jedoch auch nicht so gut. Also schätze ich, ist es bei mir irgendetwas dazwischen. Nicht allzu lange aufbleiben und auch nicht allzu früh aufstehen. Vor sieben Uhr geht bei mir sowieso gar nichts.

Wenn du selbst ein Buch schreiben würdest, worüber wäre es?
Da mir das nicht liegt, wäre es sicherlich kein fiktionales Buch. Vielleicht ein populärwissenschaftliches Buch Richtung Selbstexperiment, oder eine Biographie (nicht Autobiographie). Etwas in der Art.

Was sind deine Lieblingstiere?
Vögel.

Und weil ich so krass bin, schnappe ich mir auch noch eine Frage aus dem Fragebogen, den Abraxandria ausgefüllt hat. Einfach weil ich es kann. Und die Frage gut fand. Und darüber reden möchte.

Wenn du in der Zeit reisen könntest - Zukunft und Vergangenheit - was würdest du dir anschauen oder erleben wollen?
Seit ich mich für meine Prüfung in Britische Kulturgeschichte besonders mit dem viktorianischen Zeitalter auseinandergesetzt habe, träume ich davon, mir die große Ausstellung (Great Exhibition) im Crystal Palace anzusehen. Mitten in London wurde 1851 dieses riesige Gewächshaus eröffnet, in dem es zwar auch einige Bäume, Pflanzen und Brunnen gab, wo jedoch der eigentlich Fokus auf dieser exorbitanten Ausstellung lag. Da würde ich gern hin und mir die ganzen industriellen Erfindungen und Güter, Gemälde, Skulpturen, Einrichtungsgegenstände und und und anschauen. Und vor allem die Besucher und wie sie reden und wie sie gekleidet sind und wie sie sich verhalten, um ein Gefühl für das Zeitalter zu kriegen. Schade, dass dies nur ein Traum bleiben wird. Hach hach... *schnell nach links und rechts schau falls plötzlich die Tardis im Zimmer auftaucht*


Entgegen der eigentlichen Spielregeln gebe ich den Blog Award an dieser Stelle nicht weiter, denn schon bald, genauer gesagt am 8. August 2014, stelle ich sowieso ein paar meiner liebsten Blogs vor. Denn die Chaosmacherin aka Sumi ruft an diesem Tag zur Aktion Blogliebe auf, an der auch ich teilnehmen werde. Und ihr solltet das im Übrigen auch so machen. Genaueres erfahrt ihr, wenn ihr auf den eingefügten Link klickt. Nicht nur eine schöne Möglichkeit, seine liebsten Blogger zu ehren, sondern generell vielleicht ein bisschen mehr Gemeinschaft in die Sache zu bringen. Ich habe leider zu oft das Gefühl, dass es für viele beim Bloggen darum geht, ihr eigenes Ding durchzuziehen, wobei gerade solche Aktionen zusammenbringen und Freude machen.

Und wenn ich schon beim Thema bin, kann ich hier ja auch endlich offiziell ankündigen, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal zum Bloggertreffen in Köln fahre. Insofern ich vorher nicht vor Aufregung einen Herzinfarkt erleide. Ihr könnt ja mal ein Mucks von euch angeben, wenn ihr ebenfalls am 30. August dort anzutreffen seid. Tickets gibt es noch zu erstehen und beim regulären ist für zehn Euro sogar schon Eintritt und Essen und Getränke und Musik und überhaupt alles enthalten. Also ran da!

Ich glaube, ich habe schon wieder zu viel geschrieben. Der Text sieht ganz schön lang aus. Ich bin euch nicht böse, wenn ihr es nicht bis hier geschafft habt. Na gut, bin ich doch, aber ich würde es nie zugeben.
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