Samstag, 26. April 2014

Das Huhn, das vom Fliegen träumte von Sun-Mi Hwang

AUTOR l Sun-Mi Hwang
TITEL l Das Huhn, das vom Fliegen träumte
ORIGINALTITEL l Madangeul naon amtak
GENRE l Fabel
VERLAG l Kein & Aber
SEITEN l 157
AUSGABE l Broschiert
AUSZUG l "Sprosse schaute gern in den Scheunenhof hinaus. Sie schaute sogar lieber zu, wie die Enten vor dem Hund flüchteten, als nach Futter zu picken. Sie schloss die Augen, stellte sich vor, frei durch die Gegend zu streifen und gab sich Tagträumen hin, in denen sie auf einem Nest ein Ei ausbrütete, sich mit dem Hahn auf die Felder hinauswagte oder den Enten folgte. Sie seufzte. Es war sinnlos, Träumen nachzuhängen, die sich doch nie erfüllen würden."

Mit einem Klick auf diesen Link kommt man zur LESEPROBE.

ANMERKUNG l Das Buch wurde mir im Rahmen der Internetseite "Blogg dein Buch" vom Verlag Kein & Aber zur Verfügung gestellt. Einzige Bedingung für den Erhalt ist eine schriftliche Rezension auf meinem Blog.

INHALT l Die Legehenne Sprosse hat den großen Wunsch, selbst ein Ei auszubrüten. Doch dieses Glück bleibt ihr in ihrem Käfig verwehrt, da ihr die Eier Tag für Tag vom Bauern weggenommen werden. Deprimiert und vor lauter Kummer hört sie bald auf, Nahrung zu sich zu nehmen und Eier zu legen.
Auf wundersame Weise gelingt Sprosse eines Tages der Ausbruch aus ihrem Gehege und sie soll erfahren, dass das Leben in Freiheit viel gefährlicher und unbarmherziger ist als vermutet.

REZENSION l Fange ich mit dem positiven Aspekt an. Die Aufmachung überzeugt mit einem hochwertig wirkenden Papiereinband und vielen wunderschönen Zeichnungen, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Hier sieht man wirklich die Liebe zum Detail, die es rein optisch schon zu einem kleinen Schmuckstück machen. Leider ist das, meiner Meinung nach, auch schon das Beste, was "Das Huhn, das vom Fliegen träumte" zu bieten hat.

Ich glaube dabei nicht, dass die Geschichte per se schlecht ist, da auch die ganzen Bewertungen und Rezensionen, die ich bisher überflogen habe, regelrechte Lobhymnen verkünden. Doch mich konnte sie absolut nicht packen. Sei es der Fakt, dass ich eine philosophischere, tiefgründigere Geschichte erwartet habe, ernsthafte gemeinte Geschichten für Erwachsene mit sprechenden Tieren immer schwierig finde oder ich mich nicht wirklich mit dem Wunsch, ein Ei auszubrüten (oder im übertragenen Sinne ein Kind zu bekommen) identifizieren kann. Mich ließ die Geschichte um das Huhn Sprosse ziemlich kalt. Teilweise nervte mich ihre Dummheit und Naivität sogar ein bisschen, muss ich zugeben. Ich weiß, ich weiß, es ist schließlich ein Henne. Doch es betonen alle, wie gut sich diese Geschichte auf die Welt der Menschen projizieren ließe, sodass man in dem Fall die ganze Zeit von einem nicht allzu hellen Menschen lesen würde.

Das einzig Praktische war daher für mich, dass das Buch ziemlich dünn ist und sich gut in einem Rutsch durchlesen ließ. Wenn jemand jedoch an dieser Stelle aufgeregt die Hände in die Luft reißen und schreien sollte "Was hat sie bloß für ein Problem? Sprechende und denkende Tiere, die Eier ausbrüten wollen, sind doch genial! Ich möchte gern den gesellschaftlichen Spiegel vorgehalten bekommen, indem ich eine Geschichte über eine freiheitsuchende Henne lese!", dann sollte derjenige wirklich dieses Buch zur Hand nehmen, weil er seine wahre Freude daran haben wird. Für mich ist es eine Geschichte, die einfach irgendwie irgendwann mal so da war, aber nichts wirklich hinterlassen konnte.

FAZIT l Eine nette, kleine Geschichte, die man sich für Zwischendurch antun kann, aber nicht unbedingt muss. An mir zumindest ging das Schicksal des Huhns emotional komplett vorbei.

Mittwoch, 23. April 2014

Hipphipp Hurra: Der Welttag des Buches!

Allen Bücherfreunden da draußen und solchen, die es werden wollen, wünsche ich heute einen wundervollen Welttag des Buches! Dem Alltag entfliehen, Langeweile vertreiben, in andere Welten reisen und neue Erkenntnisse erlangen - ohne Bücher wäre es einfach nicht dasselbe. Nicht umsonst ist Lesen eine meiner Lieblingstätigkeiten, weshalb ich es gern mit euch zelebrieren möchte.


Im Rahmen des Projektes "Blogger schenken Lesefreude", das dieses Jahr bereits zum zweiten Mal stattfindet, werden einige hundert lesebegeisterte Blogger unglaubliche Mengen an Büchern und anderweitige Preise rund um die Lesewelt verschenken. Welche das genau sind, kann dieser Teilnehmerliste entnommen werden.

Und auch bei mir hat einer von euch die einmalige Gelegenheit, ein Buch abzustauben. Dabei handelt es sich um ein ganz eigenes, neues Exemplar des großartigen Werkes "Der unsichtbare Apfel" von Robert Gwisdek, von dem ich schon meiner Rezension ausführlich geschwärmt habe. Es konnte mich nicht nur ziemlich begeistern, sondern ist zudem noch relativ jung - da erst dieses Jahr erschienen - sodass ich davon ausgehen kann, dass es die meisten von euch noch nicht gelesen haben. Wobei ich stark hoffe, ihr ändert das schleunigst!

Inhalt: "Igor ist ein merkwürdiges Kind. Er berührt Dinge, um sie zu verstehen, malt Kreise auf Hauswände und sortiert Schachteln in Schachteln ein. Während er älter wird, übt er das Schmelzen, entdeckt das Nichts und bezweifelt die Endlichkeit. Er verliebt sich und trägt eine Last, die zu schwer ist, er trifft auf den Tod und versucht schließlich, hundert Tage ohne Licht und Geräusche zu verbringen. Seine Reise führt ihn an die Grenzen der Vernunft und verändert seine Wahrnehmung der Welt für immer."


Wer darf teilnehmen?
Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt. Es ist keine Voraussetzung, regelmäßiger Leser dieses Blogs zu sein.

Was muss getan werden?
Schreibt unter diesem Beitrag einen Kommentar, in dem ihr mir ein Buch empfehlt, das euch am meisten bewegt, verändert oder gefallen hat. Ob überhaupt in eurem Leben oder bloß in der letzten Zeit, spielt absolut keine Rolle. Aber Buchempfehlungen kann ich immer gebrauchen, so viel Egoismus meinerseits muss hier drin sein dürfen. Sagt bitte dazu, was euch daran so begeistert hat.

Schickt euren Kommentar gleichzeitig an "xonemorecupoftea@googlemail.com" oder lasst wahlweise eure E-Mail-Adresse im Kommentarfeld da. So kann ich den Gewinner sofort anschreiben und es gibt kein ewiges Hin und Her. Achtung: Wer keines der beiden eben erwähnten Dinge tut, nimmt nicht an der Verlosung teil.

Am Ende wird per Zufallsprinzip ausgelost.

Wie lang geht die Aktion?
Die Verlosung startet heute am 23. April und geht bis zum 30. April 2014 um 23:59 Uhr. Danach veröffentlichte Kommentare und gesendete Nachrichten kann ich nicht mehr berücksichtigen. Spätestens am 2. Mai 2014 werde ich den Gewinner ebenfalls hier auf dem Blog bekanntgeben und anschreiben.

Sonstiges
Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen. Sollte das Buch auf dem Versandweg verloren gehen, kann ich nicht dafür haften. Auch wenn ich wirklich hoffe, dass dies nicht geschieht. Die persönlichen Daten dienen ausschließlich dieser Aktion und die E-Mails werden anschließend wieder von mir gelöscht.


Ich wünsche euch noch frohes Lesen, umarmt euer Bücherregal von mir und viel Glück bei den ganzen Gewinnspielen!

Dienstag, 15. April 2014

Mein Ich-bin-so-wütend-geh-mir-besser-aus-dem-Weg-oder-ich-garantiere-für-nichts-Mixtape

Über die letzten Monate hinweg bin ich viel ausgeglichener geworden. Früher, als ich noch zu Hause wohnte, gab es häufiger Kabbeleien und nicht selten flogen danach, allein in meinem Zimmer, die Gegenstände heftig durch die Gegend, weil ich mich irgendwie abreagieren musste. Heute sprudeln die Hormone in diese Richtung äußerst selten über, es gibt kaum Aufreger, die im schäumenden Zorn enden - eigentlich kann ich mich gerade nur an einen wirklichen Wutausbruch in meiner eigenen Wohnung erinnern.

Nichtsdestotrotz gab es diese Momente und es wird sie sicherlich auch in Zukunft wieder geben und mir hilft es immer dabei, Musik zu hören, die mich in dem Moment ein wenig aufputscht und in meiner Wut bekräftigt, damit ich danach wieder herunterkommen kann. Genau solche Lieder habe ich in diesem Mixtape zusammengefasst.


Nico Vega - Beast
Sumo Cyco - Interceptor
Paramore - Ignorance
Placebo - Fuck U
AWOLNATION - Sail
Marilyn Manson - Heart-Shaped Glasses (When The Heart Guides The Hand)
Danny Elfman - The Little Things
Beastie Boys - Sabotage
The Dead Weather - Hang You From The Heavens
Björk - Army Of Me (Sucker Punch Remix)

Sonntag, 13. April 2014

Meine Top 5 der noch zu unbekannten Musiker

Ich gebe zu, der Ausdruck "unbekannte Musiker" klingt vielleicht ein bisschen harsch. Im Prinzip soll es um Musiker oder Bands gehen, die probieren, Bekanntheit zu einem großen Teil durch das Internet zu erlangen. Manche haben das genau dort auch schon erreicht, andere starten gerade erst durch. Würde man die Namen der Künstler jedoch im persönlichen Gespräch fallen lassen, würde sicherlich niemand wissen, wovon man überhaupt spricht. Auch haben sie es, nach meinem Kenntnisstand, noch nie geschafft, bis nach Deutschland zu kommen, um hier zu touren. Dabei sind sie wirklich großartig, sodass ich ihnen nur (weiterhin) viel Erfolg mit der Musikerkarriere wünschen kann. Also lasst sie uns auch in unseren Gefilden bekannter machen!


David Shurr
Mit wunderbaren Gitarrenklängen, eingängigen Melodien und einer warmen Stimme hat sich der aus England stammende David Shurr in den letzten Jahren in meine Liste der Lieblingsmusiker gespielt. Mit wenig Geld und viel Talent kommen bei Shurr unglaublich intensive, professionelle Lieder heraus. Um ihn zu unterstützen habe ich sogar mittlerweile all seine Veröffentlichungen gekauft, denen man ansieht, dass er sie noch selbst gebrannt, gedruckt und beschriftet hat. So cool! Wer auf gute Folk- und Akustikmusik steht, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Meine Anspieltipps: Fear & Dread l Ready l Top To Bottom l Hope l Außerdem kann man seine neueste EP "Basement #46" auf seiner Seite kostenlos herunterladen.

Youtube-Kanal: davidshurrmusic
Website: www.davidshurr.com



Box of Light
Die Band hinter Youtuberin und Leadsängerin Helen Anderson gibt es gerade einmal seit knapp über einem Jahr. Deshalb kann man die Mitglieder gerade wunderbar dabei beobachten, wie sie sich zusammen tun, erste Gigs spielen, zusammen üben und nach und nach Lieder im Studio aufnehmen. Ein Album von Box of Light gibt es jedoch leider noch nicht. Irgendwo zwischen Pop, Rock und Indie gefallen mir die ersten, noch nicht ganz ausgefeilten Lieder ziemlich gut und ich bin gespannt auf die weiteren Abenteuer der britischen Musikgruppe.

Meine Anspieltipps: Falling l The Island l A Song For You l Den Song "Only Just Begun" kann man sich zudem diesem Link folgend kostenlos herunterladen.

Youtube-Kanal: boxoflightband
Tumblr: www.boxoflightband.tumblr.com



Sumo Cyco
Laut, hart und blutig gibt sich die amerikanische Metalband, die seit drei Jahren ihr Glück im Musikgeschäft versucht. Mit lauten Elektrogitarrenriffen, einem unbarmherzigen Schlagzeug und Stimmeinlagen, die immer eine Mischung aus Singen und Schreien sind (man kann's meinetwegen auch Growling oder Grunting nennen), haben die Mitglieder ihren Stil eindeutig gefunden. Eine Menge Ideen beweisen sie zudem beim Produzieren ihrer schaurigen, abgedrehten und mitunter sogar blutigen Musikvideos. Hier passt irgendwie alles zusammen und immer wenn ich Lust auf härtere Musik verspüre, wird Sumo Cyco aufgedreht.

Meine Anspieltipps: Who Do You Want To Be? l The Ugly l Where Do We Go? l Mercy

Youtube-Kanal: sumocyco
Website: www.sumocyco.com



Sophie Madeleine
Die Singer-Songwriterin aus Großbritannien, die sich oft einfach mit Ukulele vor die Kamera setzt und ihre Lieder trällert, hat inzwischen schon ganze drei Alben herausgebracht. Besonders ihre außergewöhnliche Stimme sticht als wiedererkennendes Merkmal heraus und vervollständigt die Musik, die sich wohl am ehesten mit den Richtungen Pop und Folk beschreiben lässt.

Meine Anspieltipps: Aviator l Oil & Gold l Let's Never Let Love l The Rhythm You Started

Youtube-Kanal: misssophiemadeleine
Website: www.sophiemadeleine.com



Pomplamoose
Mit mehreren Millionen Klicks und fast fünf Jahren Youtube auf dem Buckel gehört das Paar Jack Conte und Nataly Dawn fast schon zum alten Eisen im Internet und sind von den hier aufgelisteten Musikern allgemein hin wohl die bekanntesten. Ich selbst kenne sie schon seit gefühlten Ewigkeiten und ein bisschen frustriert es mich, dass sie es immer noch nicht so wirklich über den großen Ozean hierher geschafft haben. Ihre Musikrichtung zu beschreiben, fällt mir schwer. Last.fm spuckt Begriffe wie "Indie Pop", "Experimental" und "Alternative" aus, die irgendwie auch alles und nichts aussagen. Einfach hineinhören, ist dann wohl das Motto. Momentan steht sogar ein neues Pomplamoose-Album vor der Tür, auf das ich schon sehr gespannt bin!

Meine Anspieltipps: Bust Your Knee Caps l River Shiver l Hail Mary l Like A Million 

Youtube-Kanal: pomplamoosemusic
Website: www.pomplamoose.com

Freitag, 11. April 2014

Der unsichtbare Apfel von Robert Gwisdek

AUTOR l Robert Gwisdek
TITEL l Der unsichtbare Apfel
GENRE l Roman, Gegenwartsliteratur
VERLAG l Kiepenheuer & Witsch (2014)
SEITEN l 358
AUSGABE l Gebunden
AUSZUG l "Es war, als würde das Leben hinter jedes Ereignis, jede Begegnung und jeden Gedanken ein Fragezeichen setzen. Nichts schien mehr mit einem Punkt zu enden oder gar einem Ausrufezeichen. Alles war ein Hinweis auf ein unsichtbares Rätsel, welches ihn wie ein Zyklon spiralenförmig immer näher zu einer unsichtbaren Mitte zog. Weshalb gab es das Leben, woraus entwickelte es sich und warum starb es wieder, was stand hinter all seinen Formenspielen und grotesken Gebilden, worin lag die Begründung für seine Existenz und wo wollte es hin? Ein normales Leben zu führen schien ihm immer bizarrer und verschwenderisch. Man hatte nicht genug Zeit für all die verqueren Verpflichtungen, die die Menschen erfanden."

Hier entlang zur LESEPROBE.

INHALT l  Igor ist ein merkwürdiges Kind. Er berührt Dinge, um sie zu verstehen, malt Kreise auf Hauswände und sortiert Schachteln in Schachteln ein. Während er älter wird, übt er das Schmelzen, entdeckt das Nichts und bezweifelt die Endlichkeit. Er verliebt sich und trägt eine Last, die zu schwer ist, er trifft auf den Tod und versucht schließlich, hundert Tage ohne Licht und Geräusche zu verbringen. Seine Reise führt ihn an die Grenzen der Vernunft und verändert seine Wahrnehmung der Welt für immer.

REZENSION l Wer Robert Gwisdek bereits als Texter der Musikgruppe Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi kennt, der weiß von dessen Vorliebe mit Worten zu spielen, zu experimentieren und mithilfe von Reimen die Logik außer Kraft zu setzen. Genau dies tut er in dem Buch "Der unsichtbare Apfel" - nur in Romanform selbstverständlich. Sein Schreibstil ist schräg, aber wortgewandt, seine Wortwahl machtvoll. Er spielt darin mit der Welt und baut sie sich so, wie sie ihm gefällt. Mit seinen Beschreibungen pflanzte er zumindest bei mir sofort eindringliche Bilder in meinem Kopf, die noch eine Weile nachhallen sollten.

Vorranging in der ersten Hälfte des Buches wird beschrieben, wie Igor schon von Kindesbeinen an bishin zu seinen frühen Zwanzigern mit der Welt hadert, sie nicht richtig versteht und sich irgendwie immer ein wenig fehl am Platze fühlt. So beginnt er sein Experiment, abgekapselt, in Stille und Dunkelheit. Dabei werden eher weniger Handlungen geschildert als vielmehr Eindrücke. Die Gedankengänge sind dabei immer ein bisschen konfus und verwirrend. Ich ertappte mich dabei, wie ich dieses Buch so unbedingt verstehen wollte, dass ich jeden Satz, jedes Wort, ja jeden Buchstaben auseinandernahm, einzeln abwog und versuchte zu interpretieren. Man findet beispielsweise mitten im Buch einige Seiten, die mit lauter "K"s gefüllt sind. Wie sollte ich dahinter kommen? Sie abzählen, Unterschiede zwischen Groß- und Kleinschreibung machen, die ab und zu auftauchenden anderen Buchstaben herausfiltern, absatzweise abzählen, die Zahlen in Buchstaben umwandeln, sie addieren?

Ich war mir so sicher, dass Gwisdek alles mit einer gewissen Intention geschrieben hat und ich wollte dahinter kommen. Nicht nur die Geschichte für mich umwandeln, sie nicht bloß mit meinem soziokulturellen Hintergrund interpretieren und sie somit zu meiner Geschichte machen, wie man es nunmal immer bei Büchern tut, sondern stattdessen mehr als alles andere wissen, was der Autor sich dabei dachte. Ich kam an einen Punkt, an dem es mich schon fast wahnsinnig machte. "Der will damit gar nichts sagen, der hat das nur geschrieben, weil es schön klingt, weil es einen guten Flow ergibt!" Doch dann wendete sich plötzlich das Blatt und immer mehr Licht kam ins Dunkeln, sodass sich sogar Spannung breitmachte und ich unbedingt weiterlesen musste, um herauszufinden, was nun eigentlich passiert, was Realität und was Traum ist.

Das klingt jetzt wahrscheinlich alles sehr wirr und vage, aber eigentlich möchte ich nur vermitteln, dass ich seit langem nicht mehr lediglich ein Buch las, sondern ein regelrechtes Leseerlebnis hatte. Eine Geschichte, die mich zum Nachdenken anregte, mich nicht losließ und irgendwie immer noch an meinem Ärmel hängt. Wenn man mal die ganzen Interpretationsansätze weglässt und sowohl Geschichte als auch Geschehnisse auf sich wirken lässt, findet man sich in einer durchgeknallten, abstrusen Welt wieder. Ich hätte beim Lesen so viele Sätze gern für mich herausgeschrieben, doch wollte ich partout nicht meinen Lesefluss stören, meine Eindrücke nicht unterbrechen. Deshalb schlummern diese Zitate alle noch zwischen den beiden Buchdeckeln, was wohl heißt, dass ich es irgendwann noch einmal lesen werde.

FAZIT l Ich gebe zu, es handelt sich bei "Der unsichtbare Apfel" um keine leichte Lektüre und sie lässt sich zu weiten Teilen zunächst nur schwer greifen, doch die Geduld und investierte Zeit lohnt sich allemal. Denn die Geschichte ist intelligent, wunderschön und packend und bekommt von mir sowas von die volle Punktzahl, dass ich sie euch nur ans Herz legen kann.

Sonntag, 6. April 2014

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke Februar & März

Es ist wieder so weit. Ein kleiner Rückblick auf die letzten zwei Monate in Hinsicht auf meine "101 Dinge in 1001 Tagen"-Liste ist fällig. So sonderlich viel habe ich nicht geschafft, aber mühsam ernährt sich schließlich das Eichhörnchen. Oder so ähnlich.


Februar

88. Nach Prag oder Paris fahren
Einen langgehegten Wunsch habe ich mir erfüllt, als ich vom 27. Februar bis zum 02. März mit einer Freundin nach Prag reiste, der goldenen Stadt der Liebe. Die Zeit dort war super und ich würde mich nicht wehren, erneut hinzufahren. Definitiv eine Reise wert. Oder zwei. Oder drei. Man kann sich gern hier mein Video über den Trip anschauen oder man liest sich diesen Artikel zu fünf sehenswürdigen Orten in Prag durch. Diese Bloggerin muss ungefähr zur gleichen Zeit da gewesen sein. Zufälle gibt's.

80. Neue Gemüse bzw. Obstsorten zum ersten Mal zubereiten oder probieren
Schon häufig gegessen, doch noch nie zuvor selbst gekocht und angerichtet: Brokkoli. Ich weiß gar nicht, wie das passieren konnte, doch mittlerweile ist es zu einem meiner Lieblingsgemüsesorten geworden und kam mehrmals auf den Tisch. Damit ist dieser Punkt übrigens endgültig abgearbeitet.

12. Zehn Menschen ohne bestimmten Anlass etwas Gutes tun
Diese Aufgabe muss ich bisher irgendwie komplett übersehen haben. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, ist es ja nicht so, als ob ich meiner Familie und Freunden überhaupt nicht zwischendurch kleine Aufmerksamkeiten habe zukommen lassen. Ich habe es bloß irgendwie für selbstverständlich genommen und nicht aufgeschrieben. Spontan fällt mir jetzt zum Beispiel ein, als ich meinem kleinen Bruder zwei Folgen von "Die drei ???" schenkte, eine Runde Lippenbalsam für alle ausgab, meinem Vater ab und zu CDs mitbrachte oder einer Freundin ein Buch schenkte, welches, wie ich fand, gut in ihre Situation passte und ihr vielleicht weiterhelfen würde. Ich habe es einfach immer gemacht und nicht aufgeschrieben, deshalb kann ich nicht sagen, ob das alles war. Was diesen Punkt betrifft, werde ich mir also einfach fünf Sachen eintragen und von nun an aufmerksamer sein.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Im Februar sind es drei Bücher geworden. Hier im Lesemonat gibt es den genauen Überblick. Außerdem war ein Buch dabei, das auf Englisch war und demzufolge ebenfalls für Aufgabe 27 "Mehr englische Bücher lesen" angerechnet wird.

13. Briefe und Postkarten schreiben
Aus Prag habe ich sieben Postkarten geschrieben. Und obwohl ich von unterwegs mehr Geschriebenes als je zuvor verschicke, reicht das wahrscheinlich nicht aus, um den Punkt ordentlich abzuarbeiten. Also habe ich vor, ein kleines Ritual einzuführen, bei dem ich jeden Sonntag eine kurze Postkarte (habe gerade wundervolle Exemplare von der Büchergilde) an einen geliebten Menschen schreibe. Bin gespannt, wie das klappen wird.

47. Endlich folgende Filme schauen: Matrix-Trilogie, From Dusk Till Dawn, Memento, Reservoir Dogs, Donnie Darko, Pans Labyrinth, Melancholia, Das Leben des Brian, Herr der Ringe-Trilogie & die ersten zwei Hobbit-Teil
Ich kann endlich eine fiese Wissenslücke schließen (das könnte ich echt bei fast jedem der gelisteten Filme sagen), denn ich habe mir endlich "Matrix" angeschaut. Allerdings vorerst nur den ersten Teil. Es wird.

36. Einhundert Gegenstände aussortieren
Weitere acht Gegenstände haben mich verlassen. Vorrangig dabei Pflegeprodukte und ein bisschen Schreibkram. Da geht also noch was!

Ansonsten habe ich vier Blogbeiträge geschrieben (92), vier Mal Gitarre geübt (66), mich sechs Mal mit Freunden getroffen (11), zwei Mal Sport getrieben (81), zwei internetfreie Tage eingelegt (64), den Kontakt zu meinem Vater vier Mal (14) und zu meinem Opa immerhin ein Mal (15) gepflegt.



März

19. Eine Repertoire-Liste für die Gitarre anlegen
Der Sinn dieser Liste ist es, sich zu notieren, welche Lieder man für die Gitarre bereits (auswendig) kann, gerade lernt und noch lernen möchte, um somit einen Überblick über sein Repertoire zu wahren. Bisher gab es in meinem Leben schon einige Anläufe und nie habe ich es ganz durchgezogen. Daher blieb auch immer das Problem, dass ich kaum Lieder so richtig auswendig spielen konnte. Nun ein neuer Versuch, der soweit wirklich gut verläuft. Den Punkt streiche ich jedoch absichtlich noch nicht durch, da ich mich damit ein wenig motivieren möchte, diesmal wirklich dranzubleiben.

35. An jeder Straßenbahnstation in Leipzig (Zone 110) aussteigen
Zwei weitere sind dazu gekommen, womit es insgesamt sieben wären. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich lohnt, genauer auf die Stationen einzugehen und was es da in der Nähe Schönes gibt beziehungsweise was ich dort gemacht habe. Das würde allerdings in einem gesonderten Beitrag kommen, falls es irgendjemanden interessieren sollte.

30. Videos machen
Wie gesagt, habe ich über die Pragreise ein Video zusammengeschnitten. Es war verdammt viel Arbeit und ich weiß wieder, warum ich mit regelmäßigen Videobeiträgen aufgehört habe. Zu viele Programmabstürze, nicht funktionierende Technik und Nervenzusammenbrüche. Diesen Punkt werde ich im Leben nicht schaffen. Aber spätestens, wenn ich wieder vergessen habe, warum ich eigentlich keine Videos mache, kommt wieder eines. Versprochen!

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Im März legte ich einen Zahn zu und las sogar fünf Bücher (leider ist das schon viel für mich). Hier gibt es den Überblick im Lesemonat.

Ansonsten veröffentlichte ich acht Blogposts (92), spielte zwölf Mal Gitarre (66), trieb sieben Mal Sport (81), traf mich vier Mal mit Freunden (11), tat meiner Mutter etwas Gutes, indem ich ihr einen Strauß Blumen mitbrachte (12), ging ich für einen Tag nicht ins Internet (64), sortierte ich einen Gegenstand aus (36) und pflegte ich den Kontakt zu meinem Barbapapa fünf Mal (14).

Donnerstag, 3. April 2014

Lesemonat März

"Skinny Bitch" von Rory Freedman und Kim Barnouin
Ratgeber, Abnehmen, Veganismus; 225 Seiten; Goldmann Verlag; 2008; "Skinny Bitch"

Ein Ratgeber, in dem die beiden Autorinnen Freedman und Barnouin offen zur Sprache bringen, welches Essen schlichtweg Schrott ist und was man stattdessen zu sich nehmen sollte, um richtig abzunehmen, sich gesund und fit zu fühlen. Dabei empfehlen sie die rein pflanzliche Ernährung, informieren über Hintergründe zur Fleisch-, Ei- und Milchproduktion und zeigen, wie man sich ausgewogen ernährt. Das alles soll dabei keine Diät, sondern ein neuer Lifestyle sein.

Ich hatte schon vorher viel von dem Buch gehört und wusste, dass es darin um Veganismus geht. Ich las es also letztendlich nicht, um abzunehmen. Daher fand es ziemlich nervig, dauernd als fettes Wesen bezeichnet zu werden, das ja nur darauf abziele eine "Skinny Bitch" zu werden. Der Ansatz mag gut sein, aber dauernd beleidigend zu werden, hätte man sich sparen können. Nichtsdestotrotz waren viele Sachen zur pflanzlichen Ernährung schön zusammengefasst und ich werde es als gutes Nachschlagewerk, sollte meinem Siebhirn wieder etwas Spezifisches zu dem Thema entfallen sein, im Bücherregal behalten.

"Die Teerose" von Jennifer Donnelly
Roman; 686 Seiten; Kabel Verlag; 2003; "The Tea Rose"

London, 1888, eine Stadt im Aufbruch: Während nachts in den Gassen von Whitechapel ein Mörder sein Unwesen treibt, träumt die 17-jährige Teepackerin Fiona tagsüber mit ihrem Freund Joe Bristow von einer besseren, gemeinsamen Zukunft. Als ihr Vater, ein Dockarbeiter und Gewerkschafter, ums Leben kommt und ihre Familie zerbricht, hat Fiona keine andere Wahl: Sie muss England und Joe hinter sich lassen.

London, Jack The Ripper und Tee - kann mir jemand verraten, warum ich dieses Buch seit Jahren ungelesen auf dem Nachttisch zu liegen hatte, obwohl das doch irgendwie genau mein Ding zu sein scheint? Abgesehen von manchem zu kitschigen Liebesgeplänkel, konnte mich nämlich das Buch über die junge, starke Frau Fiona Finnegan ziemlich begeistern. Ich weiß, es gibt bereits mehrere Fortsetzungen, doch reicht mir das vorerst als ein in sich abgeschlossenes Buch aus.

"Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling
Kurzgeschichten, Humor; 265 Seiten; Ullstein Taschenbuch; 2012; deutsche Originalausgabe

Marc-Uwe lebt mit einem Känguru zusammen. Das Känguru ist Kommunist und steht total auf Nirvana. Marc-Uwe ist ein Kleinkünstler, der nicht Kleinkünstler genannt werden möchte. Ein klassische Kreuzberger Wohngemeinschaft, in der die großen Fragen ausdiskutiert werden: Ist das Liegen in der Hängematte schon passiver Widerstand? Könnte man die Essenz des Hegel'schen Gesamtwerkes in eine SMS packen? War das Känguru wirklich beim Vietcong? Wieso ist es schnapspralinensüchtig? Und wer ist besser - Bud Spencer oder Terence Hill?

Schämen sollte ich mich, dass ich das Buch noch nicht gelesen hatte. Das wurde mir immer wieder gesagt. Jetzt ist Schluss damit! Jetzt kann ich nämlich schön den lieben, langen Tag über diejenigen wettern, die das Känguru noch nicht kennen! Haha! Insgesamt eine durchaus gewitzte, sympathische Lektüre für zwischendurch.

"Liverfool - Die wahre Geschichte des ersten Managers der Beatles" von Gihef und Damien Vanders
Graphic Novel, Musik; 112 Seiten; Edition 52; 2013; "Liverfool - l'Histoire du premier manager des Beatles"

Die Erfolgsstory der vier Jungs aus Liverpool kann beginnen. Im Schatten dieses Erfolgs steht ein einsamer Mann: Allan Williams. Dieser verhalf den Beatles zu ihren ersten Auftritten in den Kellern von Liverpool und den hippen Clubs von Hamburg. Dies ist die Geschichte des vergessenen Managers, der zu Legende der größten Gruppe aller Zeiten beigetragen hat.

Das, was mir in der Leipziger Stadtbibliothek am besten gefällt, ist die relativ große Auswahl an Graphic Novels, durch die ich mich so nach und nach durchwühle. Die Zeichnungen in "Liverfool" haben mir gut gefallen, doch sonst gibt es für mich in dem Buch einige Ungereimtheiten, weshalb es nun nicht zu meinem Lieblingsbuch werden wird. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Managers Allan Williams, der am Anfang nicht viel von dem Können der Beatles hält und sie am liebsten gar nicht hätte auftreten lassen, der später aber beleidigt ist, als sie ihn nicht mehr als Manager haben möchten. Demnach kommt die vierköpfige hier Musikgruppe alles anderes als gut weg. Natürlich ist das alles nur ausgedacht und weniges wirklich faktisch richtig, doch unsympathisch bleibt mir die Hauptfigur trotzdem. Außerdem fand ich recht viele Rechtschreibfehler in dem Buch, was bei knapp über einhundert Seiten schon schade ist.

"Chromosom XY ungelöst" von Christoph Koch
Selbstversuch, Männlichkeit; 311 Seiten; Blanvalet Verlag; 2013; deutsche Originalausgabe

Wann ist ein Mann ein Mann? Immer noch: wenn er außen hart ist und innen ganz weich? Oder haben Emanzipation, Kinderwagen durch Szenekieze schiebende Väter und der Trend zur Metrosexualität den "traditionellen" Mann für alle Zeiten ins Abseits verbannt? Christoph Koch hat sich seinem Rollenbild gestellt. Er ist in den Boxring gestiegen, hat Hugh Hefner um Rat gefragt, Rinder über die Prärie getrieben und ist bei Eiseskälte durch Schlamm gerobbt. Ob er sich danach irgendwie...männlicher fühlte?

Hiermit bekenne ich mich mal als großer Freund der Christoph Koch-Bücher, in denen er immer spannende Selbstversuche startet. Daher war es für mich klar wie Kloßbrühe, dass ich auch dieses lesen würde, auch wenn mir das Thema nun selbst nicht so viel mitgibt wie bei den Werken davor. Wie man es vom Autor und Journalist schon gewohnt ist, gibt es wieder eine gute Mischung aus niedergeschriebenen Erfahrungen im Selbstversuch mit passend recherchierten Faktenhäppchen.

Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten: 1599
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 51

Dienstag, 1. April 2014

Chromosom XX ungelöst

Soeben beendete ich das zuletzt veröffentlichte Buch von Christoph Koch, das da den Titel "Chromosom XY ungelöst" trägt. Darin probiert der Journalist und Autor zu ergründen, was eigentlich Männlichkeit ausmacht und wagt sich an einige typisch männliche Aktivitäten wie ein Fußball-Fan sein, in den Boxring steigen, nach Meeresforellen angeln, Motoren genauer unter die Lupe nehmen oder sich mit Extremsportarten auseinandersetzen. Genau wie seine Werke davor war das Buch wieder äußerst unterhaltsam und eine gute Mischung aus niedergeschriebenen Erfahrungen im Selbstversuch und recherchierten Faktenhäppchen. Anders als Kochs bisherige Werke, konnte ich für mich, letztendlich kein Mann, nicht ganz so viel mitnehmen.

Also habe kurzerhand darüber nachgedacht, quasi einen Gegenversuch zu starten. Zu ergründen, was besonders fraulich und typisch weiblich ist. Doch angesichts der Aktivitäten und Eigenschaften, die ausschließlich oder zumindest vorrangig dem weiblichen Geschlecht nachgesagt werden, vergeht mir darauf ein bisschen die Lust. Im Folgenden meine ersten Assoziationen (kursiv markiert sind dabei die Dinge, die bei mir persönlich zutreffen).

  • Gern Kochen und Backen
  • Sportarten wie Yoga oder Pilates treiben
  • Sich für Kosmetikprodukte und Modetrends interessieren
  • Eine große Sammlung von Kosmetikprodukten/Klamotten/Schuhen/Handtaschen besitzen
  • Häufig shoppen gehen und der Meinung sein, Shopping sei ein ernstzunehmendes Hobby
  • Serien wie "Sex and the City", "Gossip Girl" oder "Pretty Little Liars" schauen
  • Regelmäßig Finger- und Fußnägel lackieren und sich sogar an Muster und Designs versuchen
  • Gern zum Friseur gehen
  • Sich mit Vorliebe romantische Liebeskomödien ansehen
  • Häkeln, stricken und/oder nähen können
  • Auch anderweitig gern basteln und Do It Yourself-Anleitungen befolgen (bevorzugt für die eigene Inneneinrichtung)
  • Mehr (Duft-)Kerzen haben, als man tatsächlich braucht
  • Sich für die Farben Rosa, Pink und Lila begeistern
  • Kitsch super finden
  • Romantisch veranlagt sein
  • Lieber in den Wellness-Urlaub fahren, als neue Orte zu erkunden
  • Pferde mögen und selbst reiten (können)
  • Kinderlieb sein und sogar selbst welche bekommen wollen/haben
  • Tierlieb sein
  • Chicklit-Romane lesen
  • Sich mit der eigenen Ernährung und der Gesundheit und Wohlbefinden des eigenen Körpers auseinandersetzen
  • Sich die Haare tönen oder färben
  • Schuhe mit Absatz tragen
  • Oft über Oberflächlichkeiten nachdenken
  • Über das Aussehen anderer Menschen urteilen und lästern
  • Sich für das Privatleben von Stars interessieren
  • Cocktails trinken
  • Röcke und Kleider anziehen
  • Besonders gefühlvoll sein und seine Emotionen bei jeder sich bietenden Gelegenheit herauslassen
  • Überhaupt viel reden
  • Gern Sprachen lernen
  • Feministin sein

Vielleicht bin ich einfach nicht die typische Frau, aber das meiste davon juckt mich überhaupt nicht. Ich bin dann doch eher an Sachen interessiert, die mehr Abenteuer und Erfahrungen versprechen. Da ahme ich doch lieber Christoph Koch nach und besuche die Highland Games in Schottland, als anzufangen, in High Heels durch die Gegend zu stöckeln. Auch würde ich ein Rangertraining in Südafrika allemal einem Wellness-Urlaub vorziehen. Daher begrabe ich den Gedanken vorerst wieder, ein Selbstexperiment zu starten, bei dem ich mich auf die Suche nach meiner inneren Weiblichkeit mache und bleibe lieber ein verschrobenes Wesen, das irgendwo zwischen den Klischees wabert. Außer, ja, außer einer von euch hat noch spannendere, weniger vorurteilgeladene Vorschläge und Ideen zu dem Thema!
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