Samstag, 22. Februar 2014

Hobbys minimalistisch gestalten

Zurückblickend stelle ich fest, dass ich besonders in Phasen mit viel Freizeit - seien es Ferien oder ein Brückenjahr - dazu neige, neue Freizeitaktivitäten auszuprobieren. So haben sich über die Jahre bis zum heutigen Tage einige Hobbys angesammelt. Darüber hinaus habe ich in letzter Zeit das immer pochendere Gefühl, dass es vielleicht zu viele geworden sind. Na, klingt das nicht nach einem ausgezeichneten First World Problem? Aber im Ernst: Abwechslung zu haben ist wundervoll, doch insgesamt betrachtet, schaffe ich es einfach nicht mehr, jedem meiner Hobbys gerecht zu werden. So wird alles nur oberflächlich behandelt, manches bleibt trotz aller Schuldgefühle gänzlich auf der Strecke.

Hier kamen meine Gedankengänge zum Minimalismus ins Spiel. Ist es nicht auch eine Form von Minimalismus, sich auf weniger Hobbys zu konzentrieren, denen man dafür mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen kann? Sich auf das besinnen, was einem wirklich liegt und Spaß macht, was einen persönlich weiterbringt. Ein Gebiet, auf dem man von einer ungefähren Ahnung zu einem Level aufsteigen kann, bei dem man mit viel Hintergrundwissen und Fähigkeiten brillieren kann. Ist es sinnig, einem Hobbys zuliebe, ein anderes Hobby bewusst aufzugeben, obwohl man es eigentlich mag? Diese Fragen beschäftigen mich seit einer Weile und bin noch zu keinem eindeutigen Schluss gekommen. Das Problem, das bleibt, ist die Angst vor Langeweile, vor zu wenig Abwechslung und vor allem davor, sich selbst mit diesem Schritt eine Tür zu schließen und somit sich selbst mögliche Optionen des Lebens zu nehmen.

So habe ich mir zwei Listen gemacht. Die erste zählte meine Hobbys auf, herabsteigend geordnet nach der Menge an Zeit, die ich dort momentan hineinstecke. Es handelt sich dabei jedoch wirklich nur um Tätigkeiten, die ich zu Hause allein machen kann, wofür es keinen festen Termin gibt (wie Konzerte) und es nicht zwangsweise eines anderen Menschen benötigt (wie Freunde treffen oder Spieleabende veranstalten).

1. Filme & Serien anschauen
2. Youtube-Videos ansehen
3. Musik hören
4. Bücher lesen
5. Gitarre spielen
6. Blogbeiträge schreiben
7. Blogs lesen
8. Sport machen

Was ich momentan gar nicht schaffe: Stricken, Ukulele spielen, Niederländisch lernen, Videos machen, Videospiele spielen

Bei der zweiten Liste habe ich mir überlegt, wie ich mir wünschte, dass die Reihenfolge eigentlich aussähe und was meine Prioritäten sind.

1. Blogbeiträge schreiben
2. Bücher lesen
3. Musik hören
4. Gitarre & Ukulele spielen
5. Filme & Serien anschauen
6. Blogs lesen
7. Videos machen
8. Stricken
9. Niederländisch lernen
10. Sport machen
11. Youtube-Videos ansehen
12. Videospiele spielen

Dank dieser Überlegung zeichnet sich schon ganz gut ab, was ich ändern könnte. Insgesamt möchte ich ein bisschen weg vom Konsum und hin zur eigenen Produktivität. Außerdem sehe ich, dass ich viel mehr Zeit und Energie verschwende, um mir Youtube-Videos anzusehen, als ich eigentlich möchte und es mir nützlich wäre. Neben mehr oder minder stupider Ablenkung oder ein wenig Wissen über das Leben anderer Menschen bringen mir die meisten Videos im Grunde gar nichts. Es ist seit Jahren höchstwahrscheinlich reine Gewohnheitssache, mich immer noch fast täglich durch meine Abonnements zu klicken. Das möchte ich definitiv drastisch einschränken und mir mein, vielleicht sogar schon suchtähnliches, Verhalten abgewöhnen. Entzug!

Außerdem scheint es mir nicht so viel auszumachen, dass ich momentan nicht dazu komme, Videospiele zu spielen. Ein Minimalist würde an dieser Stelle wohl dazu raten, den Nintendo DS sowie alle Spiele zu verkaufen oder verschenken. Weg mit dem Krempel, den du sowieso nicht benutzt. Doch woher soll ich wissen, ob ich nicht irgendwann wieder total Lust darauf habe, mit Professor Layton Rätsel zu lösen oder Pokémon zu trainieren? Mich jetzt davon zu trennen und es für immer aufzugeben, fiele mir verdammt schwer.

Doch selbst wenn ich nun diese zwei Freizeitaktivitäten für immer und bis in alle Ewigkeit striche, es wäre wohl nur die Spitze von dem Eisberg meines inneren Konflikts. Eventuell brauche ich ein ganz anderes Zeitmanagement, bei dem ich nicht alles gleichzeitig, sondern nur phasenweise intensiv betreibe. Vielleicht muss ich probieren, im Alltag weniger Zeit mit Nichtigkeiten zu verplempern, lernen, die Zeit anzuhalten oder einfach den 60-Stunden-Tag erfinden.

Eine Lösung habe ich also bisher noch nicht. Was sind eure Gedanken zu dem Thema? Habt ihr auch manchmal das Gefühl, zu viel um die Ohren zu haben und alles nur halbherzig zu schaffen? Oder habt ihr, im Gegenteil, überhaupt nur ein im Mittelpunkt stehendes Steckenpferd?

Freitag, 14. Februar 2014

Meine Top 5 Kurzfilme

Im direkten Vergleich zu Serien oder Spielfilmen schaue ich relativ selten Kurzfilme. Das mag daran liegen, dass man für diese eine komplett andere Konzentration braucht - schon zwei Sekunden nicht aufgepasst und du könntest eine elementare Handlung verpasst haben - doch kann der Grund ebenfalls sein, dass allgemein wenig über sie gesprochen wird und man nur selten über einen stolpert. Wie dem auch sei, wenn ich Kurzfilme schaue, bevorzuge ich animierte Werke. Was seltsam ist, denn bei allem anderen bin ich eher ein Freund von richtiger Schauspielkunst. Jedenfalls ist es immer wieder spannend zu sehen, wie die Macher zwar ihre gesamte Handlung in eine sehr kurze Zeitspanne packen müssen, sich dabei doch richtig austoben und dabei oft viel kreativer sind und mehr Liebe zum Detail beweisen als Macher von "Langfilmen".

Im Folgenden möchte ich meine fünf liebsten Kurzfilme vorstellen. Dabei werde ich nicht verraten, worum es in den einzelnen Filmen geht, da sie ohnehin so kurz sind. Dann noch etwas von der Geschichte vorweg zu nehmen, fände ich unangebracht. Wie immer, bin ich sehr neugierig zu erfahren, welche eure Lieblingskurzfilme sind (und dabei bitte nicht den Link vergessen).


Never Drive A Car When You're Dead
Diesen deutschen Film von 2009 habe ich zum ersten Mal vor ein paar Jahren am Tag der offenen Tür der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam Babelsberg gesehen, an der Macher Gregor Dashuber damit seinen Abschluss machte. Mit rotzigem Zeichenstil, handgemachter Musik vom Feinsten und der düsteren Geschichte hat mich "Never Drive A Car When You're Dead" sofort begeistert und er ist der von mir meistgeschaute Kurzfilm überhaupt. So düster und abgedreht lohnt sich mehrmaliges Ansehen auch definitiv, jedes Mal entdeckt man etwas Neues. Übrigens: unbedingt bis nach dem Abspann dran bleiben.



The Maker
Christopher Kezelos' Kurzfilm aus dem Jahr 2011 besticht durch handgemachtes Stop-Motion-Puppenhandwerk und einer Musik von Streichern, wie sie eindringlicher nicht sein könnte. Zwar haben mich zunächst die Zähne des Protagonisten ein wenig gegruselt, doch die magische und bittersüße Geschichte konnte mich dann doch vollends überzeugen.



Morgan M. Morgansen's Date With Destiny
Jawohl, ihr seht richtig, der Herr in der Hauptrolle ist der gute Joseph Gordon-Levitt. Gleichzeitig war er im Rahmen seines Projekts hitRECord 2010 maßgeblich an der Produktion des Kurzfilms beteiligt. Nur einer der Gründe, aus denen ich damals daran hängen geblieben bin. Fotos, Animationen und das Schauspiel ergeben eine kreative Collage im großartigen Vintage-Look. Dazu kommt das kleine humorvolle Augenzwinkern dahinter, die chansonhafte Musik und die eloquenten, bildhaften Beschreibungen des Erzählers, die ihn zu ziemlich lohnenswerten fünf Minuten machen.



The Girl And The Fox
Ein wenig kitschig ist die Geschichte aus dem Jahr 2011 ja schon, doch der Zeichenstil ist einfach so wunderbar niedlich und gleichzeitig sehr minimalistisch, dass ich den US-amerikanischen Streifen von Tyler J. Kupferer einfach nicht nicht mit in die Liste aufnehmen konnte. Vielleicht sogar fast unnötig, die Musik zu erwähnen, weil eine passende musikalische Untermalung für einen guten Kurzfilm sowieso ein Muss ist, doch ich tue es trotzdem: die Musik ist super!



Paperman
Diesen 2012 veröffentlichten Kurzfilm aus dem Hause Walt Disney dürften die meisten von euch wahrscheinlich sogar kennen, da er im Internet ein ausufernde Runde machte, soweit ich das mitbekommen habe. Zudem erhielt Regisseur John Kahrs dafür einen Oscar in der Kategorie Best Animated Short Film. Trotz, oder gerade wegen, der Mischung aus Computer- und traditioneller Animation hat "Paperman" seinen ganz eigenen Zauber.



Bei meiner Recherche bin ich außerdem auf zwei empfehlenswerte Seiten gestoßen, für Leute, die sich weitere Kurzfilme anschauen oder mehr darüber erfahren wollen.
Zunächst wäre da Short of the Week, wo regelmäßig zeitlich begrenzte Werke vorgestellt werden. Hier sind alle Kategorien und Genres vertreten und dazu gibt es auch sonstige Artikel und News zur Filmwelt.
Wer, wie ich, eher den animierten Kurzfilmen zugeneigt ist, findet sein Glück bei Amazing Animated Short Films. Auf dem Blog wurden bereits lange Listen eben dieser zusammengestellt und es werden stetig neue hinzugefügt.

Mittwoch, 12. Februar 2014

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke November, Dezember & Januar


November & Dezember

Endlich kann ich mit diesem Beitrag auch noch den letzten Rest aus dem vergangenem Jahr abhandeln, bevor ich mich wieder dem Hier und Jetzt widme. So unerfolgreich war ich insgesamt im ersten Jahr dieses Projekts gar nicht, würde ich sagen. Hätte besser sein können, doch ich bin durchaus optimistisch, noch eine Menge von der Liste schaffen zu können.

06. Geld für einen guten Zweck spenden
Weihnachten ist wohl die Zeit, in der die meisten Spenden aus jeglichen Ecken springen. Wie also konnte ich da nicht die Gelegenheit ergreifen, selbst zu spenden und damit diesen Punkt zu erfüllen? Ich bin dabei übrigens dem Aufruf von VegasFilms nachgekommen. Welche Summe dabei herauskam und an welche drei Organisationen dieses Geld ging, kann man in diesem Video nachschauen.

56. Einen Weihnachtsmarkt besuchen
Mit meinem älteren Bruder, der mich hier zum ersten Mal in Leipzig besuchte, ging ich auf den Weihnachtsmarkt in der Leipziger Innenstadt. Er ist zwar riesig und hat sogar einige ausgefallenere Stände, aber er ist insgesamt viel zu überfüllt und viel zu teuer. Es war aber trotzdem ganz nett. Habe zum ersten Mal Glühwein sowie Met probiert und mag beides nicht. Alkohol wird wohl nie mein Ding werden. Dafür war es aber umso schöner, meinen Bruder wiederzusehen.

13. Briefe und Postkarten schreiben
Sieben! Davon waren die meisten zwar Weihnachtsgrußkarten, aber immerhin. Es war schön, sich einfach nur gemütlich hinzusetzen und an die Empfänger handschriftlich ein paar persönliche Worte zu richten. Sollte ich wirklich häufiger machen. So simpel und doch so besonders.

63. Ein Bild zeichnen/malen
Eines von drei Bildern habe ich jetzt geschafft. Es war ein kleines Weihnachtsgeschenk für eine Freundin. Man braucht wahrscheinlich viel Fantasie, um zu sehen, dass das die Band Placebo sein soll...ähem. Und nachdem das getan ist, weiß ich nicht mehr so genau, warum ich mir die Aufgabe überhaupt gestellt habe. Ich bin so schlecht darin, dass es mir nicht unbedingt den größten Spaß macht. Aber naja, hier ging es um's Prinzip. Die Leute dürfen sich nicht nur immer von Kunststudenten Bilder wünschen, ha!

29. Mehr als 100 Bücher lesen
In den beiden Monaten habe ich fünf Bücher gelesen, wovon zwei auf Englisch waren und damit gleichzeitig auch für Punkt 27 "Mehr englische Bücher lesen" gelten. Welche es waren und meine Meinung darüber, gibt es hier.

50. Spieleabende veranstalten
Insgesamt fünf Spieleabende haben wir über die Weihnachtsferien hingekriegt. Mit Freunden, meinem Vater und Gesellschaft und mit Muttern und Gesellschaft. Dabei habe ich tolle, neue Spiele kennengelernt. Skat kann ich jetzt ansatzweise schon einmal, Scrabble Party macht sehr viel Bock und zwei Spiele, an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Über das Thema möchte ich irgendwann aber sowieso noch einen gesonderten Beitrag schreiben, bis dahin finde ich das heraus.

Ansonsten schnitt ich ein Video, das ebenfalls ein Geschenk war und deshalb nicht im Internet landen wird (30), traf mich elf Mal mit Freunden (11), schrieb ich sechs Blogbeiträge (92), klimperte ich 19 Mal auf der Gitarre (66), trieb dreimal Sport (81), pflegte den Kontakt zu meinem Vater sechs Mal (14) und zu meinem Opa zweimal (15).



Januar

Das Jahr fing für mich mit keinem besonderen Knallermonat an. Der Januar war sehr ermüdend, unilastig und ich hatte kaum Zeit für eine großartige Freizeitgestaltung, geschweige denn die Liste.

85. Mehr trinken (mindestens 1,5 Liter am Tag)
Den Punkt kann ich mittlerweile guten Gewissens abhaken. Über die letzten Monate habe ich mir angewöhnt, mindestens zwei Kannen Tee am Tag zu trinken, was ein wenig mehr als zwei Litern entspricht. An manchen Tagen, an denen ich unterwegs bin, klappt es noch nicht so gut, doch über die eineinhalb Liter komme ich eigentlich immer hinaus. Ich hätte nie gedacht, dass ich das in diesem Leben noch einmal hinbekomme, wo ich meine Kindheit und Jugend über oft nicht wenigstens einen Liter täglich geschafft habe.

35. An jeder Straßenbahnstation in Leipzig (Zone 110) aussteigen
Was diese Aufgabe betrifft, kann ich die Zahl, die ich bei den Änderungen genannt hatte, nachträglich noch nach unten korrigieren. Im Internet bin ich wohl auf eine gestoßen, in der die Bushaltestellen noch inbegriffen waren. Also bleiben mir nach eigener Zählung "nur" noch 228 Stationen übrig. Puh! An fünf davon bin ich im Januar bereits ausgestiegen.

76. Neue Rezepte ausprobieren
Ich habe noch nie zuvor Haferbrei, oder wie man es neumodisch eher nennt, "Porridge", probiert oder zubereitet. Aber es war sehr gut und wurde wiederholt. Und wiederholt. Und wiederholt.

36. Einhundert Gegenstände aussortieren
Eine weitere der neuen Aufgaben, die es erst seit diesem Jahr auf der Liste gibt. Gleich mit acht Dingen angefangen, wovon das meiste altes Kosmetikzeugs und Schreibkram war.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Eines habe ich geschafft. Und auch das war für die Uni. Meh! Es handelt sich dabei um "The Prime of Miss Jean Brodie" von Muriel Spark. Im nächsten Lesemonat, der Ende Februar kommt, werde ich darüber reden (wegen einem Buch einen Beitrag zu machen, lohnt sich nicht). Ach ja, außerdem war es wieder auf Englisch und zählt zugleich für Aufgabe 27 "Mehr englische Bücher lesen".

Außerdem schrieb ich einen Brief an eine liebe Freundin (13), veröffentlichte vier Blogposts (92), wovon einer eine Rezension war (94), übte 17 Mal Gitarre (66), sportelte einmal (81), traf mich drei Mal mit Freunden (11) und pflegte den Kontakt zu meinem Vater sowie zu meinem Opa nur einmal (14 & 15).

Montag, 10. Februar 2014

10 Fragen zum Thema Bloggen

Wie ging das mit dem Bloggen nochmal? Eine halbe Stunde einen Entwurf nach dem anderen beginnen und sich für kein Thema so richtig entscheiden können, ist jedenfalls nicht die richtige Methode. Also fange ich zur Aufwärmung mit einem Fragebogen an, den ich mir frech von der Zeitzeugin gemopst habe. Irgendwie ist dieses Stöckchenphänomen im Bloggeruniversum sowieso rar geworden. Man sieht es zumindest nicht mehr so oft, wie zu meiner Anfangszeit. Habe nur ich dieses Gefühl? Lassen wir das also heute, zumindest für einen kurzen Moment, wieder aufleben.

1. Inwiefern hat sich dein Leben verändert, seitdem du angefangen hast zu bloggen?
Aufgrund des Bloggens an sich hat sich keine große Wende in meinem Leben breitgemacht. Ich schreibe gern und kann das durch den Blog irgendwie immer praktizieren. Doch glaube ich, bin ich experimentierfreudiger geworden und probiere sehr gern neue Dinge aus, was besonders auch durch Bloggerprojekte, wie 101 Dinge in 1001 Tagen, angeregt wird.
Außerdem ist so ein Blog natürlich eine schöne Referenz, um Schreibaufträge zu bekommen. In diesem Fall meine ich mein damaliges Praktikum bei der Zeitung. Hätte ich nicht die stetige Übung gehabt, nach Formulierungen zu graben, wäre mir die Arbeit dort viel schwerer gefallen. Dadurch kann ich mir nun auch durchaus vorstellen, das Schreiben in irgendeiner Art und Weise zum Beruf zu machen.

2. Was war bisher deine schönste Erfahrung in deiner Zeit als Bloggerin?
Ganz klischeemäßig sollte man an dieser Stelle wahrscheinlich von den endlos vielen Menschen sprechen, die man kennengelernt hat. Doch so richtig privat tausche mich mit sehr wenigen Bloggern und Lesern aus. Vielleicht ändert sich das, wenn ich mich irgendwann überwinden kann, mal auf eines dieser mythenumrankten Bloggertreffen zu gehen?

Besonders schön finde ich es eher andersrum, dass ein im Echtleben von mir geschätzter Mensch ebenfalls anfing, Wortergüsse im Internet zu verbreiten. Fühl' dich am Ärmel gezupft, Apfelkernchen. Das kann manchmal von Vorteil sein, jemanden zu haben, der einem Rat und Meinung gibt, ohne dass man in Erwiderung ungläubiger Blicke erst einmal dieses Konzept eines "Internettagebuches" erklären muss.

Eine Besonderheit war für mich auch, als ich im Gedankendeponie Song Contest gewonnen habe. Schade, dass ich das jetzt nicht verlinken kann, da der Blog vom guten Konna leider nicht mehr existiert. Darüber habe ich mich wirklich gefreut. Vielleicht mehr als ich sollte.

3. Was war bisher deine absurdeste Kooperationsanfrage?
Nicht, dass ich damit überhäuft werde, aber leider zu oft kommen Kooperationsanfragen ins Postfach geflattert, die auf Kosmetik bezogen sind. Bei meinem Themenspektrum mag einiges dabei sein, aber über Kosmetikartikel als solche zu schreiben, reizt mich irgendwie nicht.

4. Wie gehst du mit beleidigenden Kommentaren um?
Ich wurde noch nie böse beleidigt. Einmal nannte man mich kaltherzig, als ich erwähnte, ich würde Hunden nicht viel abgewinnen können, aber das war es auch schon. Habe eher mit Spam zu kämpfen und den lösche ich einfach.

5. Wenn du noch einmal komplett von neuem starten könntest, was würdest du in/an deinem Blog anders machen?
Einmal habe ich ja tatsächlich den Reset-Button gedrückt und den Blog von vorn begonnen. Das hatte jedoch damit zu tun, dass ich immer in meinen Beiträgen fremdes Bildmaterial verwendet hatte und nicht irgendwann mit Lizenz- und Urheberrechtstrubel zu tun haben wollte.

Ansonsten nervt mich eigentlich der Name "One More Cup Of Tea" ein bisschen. Englisch passt hier nicht so gut hinein und außerdem geht es in den meisten Fällen nicht um Tee. Nach und nach probiere ich das ja zu "Karo Kafka" zu machen (siehe Blogadresse), weil mir etwas besseres, das hundertprozentig passt, auch nicht einfallen mag. Tja.

6. Wie viel Zeit investierst du in der Woche in deinen Blog?
Hui, schwer zu sagen. In Ruhephasen gar keine. Für einen Blogpost nehme ich mir schon Zeit (vielleicht auch, weil ich ewig grübele und zigmal Korrektur lese und umformuliere), da braucht's je nachdem schon eine bis zwei Stunden. Aufwendige Fotos findet man bei mir ja eher selten, dass nimmt also meist nicht viel Zeit in Anspruch.
Ich kann das also gar nicht herunterrechnen. Ich habe keine festen Zeiten, in denen ich mich nur dem Blog widme. Wenn ich Lust habe, kommt etwas und wenn nicht, dann nicht.

7. Wie wichtig sind die Meinungen deiner Leser?
Schon wichtig. Ohne Leser und den Austausch mit ihnen könnte ich den ganzen Schmarrn auch in eine leeres Notizbuch schreiben und danach verbrennen.
Dass im Endeffekt Meinungen an sich da sind und überhaupt Kommentare geschrieben werden, freut mich jedoch letztendlich mehr, als dass sie meinen Vorstellungen entsprechen müsste. Also eigene Meinungen sind super und ich lerne gern dazu, aber ich lasse mich dadurch nicht lenken. Ergibt das Sinn? Ist die Frage damit beantwortet?

8. Was müsste sich im Internet und auf Blogs grundlegend deiner Meinung nach ändern?
Ähm, virtuelle herabrieselnde Schneeflocken im Winter? Mehr Bloggerprojekte und Kommunikation untereinander fände ich immer schön. Ansonsten ist es in der Blogosphäre, die ich persönlich verfolge, gut so wie es ist. Da stößt mir jetzt nichts bitter auf.

9. Wie wichtig nimmst du die Social-Media-Kanäle Facebook, Twitter, Google+ etc.?
Google+ geht total an mir vorbei. Facebook und Twitter nutze ich gern, aber nicht für meinen Blog. Ich verlinke keine eigenen Beiträge und mache auch nicht dauernd Werbung. Ich nutze diese Plattformen privat, bin dort Mensch und kein Produkt.

10. Über welche Themen würdest du auf deinem Blog niemals schreiben und warum?
Ein absolutes Tabu sind selbstverständlich die Privatleben meiner Familie und Freunde. Darüber habe ich nicht zu schreiben und zu entscheiden, ob das jemanden etwas angeht. Manchmal finde ich es schon echt krass, wie Leute von ihren Mitmenschen beispielsweise Fotos hochladen, wo man offensichtlich merkt, dass derjenige nicht vorher informiert oder gar gefragt wurde. Ansonsten heißt es doch so schön, sag' niemals nie.
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