Sonntag, 14. Dezember 2014

Meine Wunschlistenbücher

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich zum letzten Mal wirklich einen Wunschzettel schrieb. Das muss zu Zeiten gewesen sein, in dem man diesen danach auch noch in einen Umschlag steckte und an den Weihnachtsmann "schickte" (ich bezweifle stark, dass meine Mutter diese Briefe wirklich jemals abgeschickt hat). Also ist es wohl ziemlich lange her. Nichtsdestotrotz kommt natürlich jedes Jahr zu Weihnachten wieder die gleiche Frage meiner Familie auf: Was wünschst du dir denn? Zwar enthielt mein Antwort dieses Jahr keine Buchtitel, trotzdem möchte ich an dieser Stelle - geklaut inspiriert vom Bücherei - die Bücher aufzählen, die ganz oben auf meiner Wunschliste stehen und die ich unbedingt in naher Zukunft lesen möchte. Vielleicht schaut hier ja doch noch ein potenzieller Mich-Beschenk-Woller rein.

Einige Bücher stehen bereits ziemlich lange auf meiner Wunschliste, was an meinem eigentlichen Plan liegt, zunächst die mir unbekannten Bücher zu lesen, die ich noch besitze. Das hat mich seither ziemlich gut davor bewahrt, wirklich selbst neue Bücher zu kaufen. Doch sie geschenkt zu bekommen, zählt ja nicht...irgendwie.


"Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf
Von Wolfgang Herrndorf habe ich bereits den Roman "Tschick" gelesen, der mir sehr gefallen hat. Seit der Diagnose Hirntumor schrieb der Autor auf dem Blog Arbeit und Struktur über sein Leben mit der tödlichen Krankheit. Diese Einträge wurden dann, nachdem er sich schließlich im August des letzten Jahres das Leben nahm, als Buch veröffentlicht.


"Sally Heathcote: Suffragette" von Mary M. Talbot
Ein Graphic Novel über die feministische Suffragist-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien. Genau genommen begleitet man in diesem Buch die Suffragette Sally Heathcote, einem Hausmädchen, das mit den vielen anderen Frauen gegen die Unterdrückung kämpft. Die Bewegung interessiert mich schon lange, deshalb hätte ich mit diesem Buch gern einen kleinen Einblick.


"The Art of Asking: How I Learned to Stop Worrying and Let People Help" von Amanda Palmer
Meine Liebe zu Amanda Palmer brachte ich bereits an mancher Stelle auf diesem Blog zum Ausdruck. Jetzt schrieb die Musikerin auch noch ein Buch und ich platze bald vor Aufregung, weil ich es unbedingt lesen möchte. Der Titel sagt eigentlich auch schon, worum es geht. Sie beschreibt ihre Erfahrungen damit, Leute um Hilfe zu bitten und warum daran, besonders als Künstler, gar nichts Schlimmes ist.


"Unheimliche Geschichten" von Edgar Allan Poe, illustriert von Benjamin Lacombe
Von dem französischen Illustrator schwärmte ich schon vor einiger Zeit, als ich seine Version des Märchens "Schneewittchen" las. Ich liebe seinen Zeichenstil einfach abgöttisch und zusammen mit Edgar Allan Poe kann das nur gut werden.


"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami
Letztes Jahr brachte Murakami, einer meiner Lieblingsautoren, dieses Buch heraus und noch immer bin ich nicht dazu gekommen, es zu lesen. Mittlerweile gibt es sogar wieder ein neues, deshalb muss ich mich nun wirklich sputen. Sonst hole ich nie auf. Herr Murakami, macht es Ihnen etwas aus, die nächsten Jahre nichts zu veröffentlichen, damit ich mit dem Lesen auch noch hinterherkomme? Bitte? Danke!


"Tree Of Codes" von Jonathan Safran Foer
Ebenfalls einer meiner Lieblingsautoren, jedoch ist dieses das einzige Buch, das mir von Foer noch fehlt. Die Herangehensweise bei "Tree of Codes" ist eine etwas andere. Und zwar nahm Foer sein Lieblingsbuch "The Street of Crocodiles" von Bruno Schulz, schnitt aus dem Text so lange Wörter und Passagen heraus, bis seine ganz eigene Geschichte dabei herauskam. Deshalb ist das Buch auch so teuer, denn man sieht auf den Seiten tatsächlich, wo etwas ausgeschnittenen wurde.


"Grau" von Jasper Fforde
Ich habe schon so viel Gutes über Jasper Fforde gehört, dass es höchste Zeit wird, endlich etwas von ihm zu lesen. Punkt. Dieses Buch steht dabei auf meiner Wunschliste, weil es (bisher) kein Teil einer Reihe ist und ich bei neuen Autoren lieber mit Einzelromanen beginne.


"Not That Kind of Girl: A Young Woman Tells You What She's Learned" von Lena Dunham
Seit ich die Serie "Girls", die von Lena Dunham erschaffen wurde, ausgerechnet in einer Prüfungsphase entdeckte und die ersten drei Staffeln innerhalb kürzester Zeit schauen musste, um mich danach wieder ordentlich auf meinen Lernstoff konzentrieren zu können, bin ich ein bisschen besessen von ihr. Lena Dunham ist einfach so witzig und authentisch und genau das verspreche ich mir auch von ihrem Buch, in dem sie über sich und ihr Leben geschrieben hat.

Kommentare:

  1. Die Suffragetten-Bewegung ist wirklich interessant. Leider habe ich erst davon erfahren als ich im Britischen Museum in London, den Penny mit deren Logo gesehen habe. In der Schule haben wir nie darüber gesprochen.
    Tree of Codes klingt sehr originell, besonders wenn man alle urprüngöichen Zusammenhänge kennt. Diese Art Buch hätte ich gerne von Harry Potter. Daraus könnte man bestimmt was tolles machen!

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    1. In der Schule haben wir auch nie von der Suffragetten-Bewegung gesprochen. Erst in meinem Anglistik-Studium kam es mal zur Sprache. Aber man deckt manchmal sowieso viel zu wenig, oder viel zu falsche Dinge in der Schule ab. Doch das ist nur meine Meinung und ich verzichte an dieser Stelle, da allzu weit auszuholen. ;)

      Das aus Harry Potter zu machen klingt sogar ziemlich spannend. Wie und ob man dann wohl all die Namen und Bezeichnungen unterbringt. Interessante Idee!

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  2. Was für ein Zufall :-) Gerade vor ein paar Tagen habe ich "Grau" von Jaspar Fforde angefangen zu lesen und die ersten paar Seiten gefallen mir ausgesprochen gut. Genau wie in der Thursday Next-Reihe ist der Weltentwurf so besonders und irgendwie abgefahren, dass ich mich frage, wie Fforde auf diese Ideen kommt.

    Das Buch von Amanda Palmer (auf die ich erst durch deinen Blog & deine Tweets aufmerksam geworden bin) möchte ich auch unheimlich gerne lesen, hoffentlich folgt die Bibliothek da meinem Anschaffungsvorschlag.

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    1. Krass, das ist ein bisschen gruselig. Hattest du das vielleicht irgendwo erwähnt, so dass das unterbewusst bei mir hängengeblieben ist? Aber dass dir die ersten Seiten gefallen, stachelt mich gerade nur noch mehr an. Von der Thursday-Next-Reihe hat meine Mitbewohnerin sogar einen Roman da, glaube ich. "Der Fall Jane Eyre", wenn ich mich richtig erinnere. Wollte ich mal zur Hand nehmen, wenn ich mit "Jane Eyre" durch bin. Hachja, dieser Autor verfolgt mich und ich bin nicht gewollt, das länger zu ignorieren. :D

      Das ist so unglaublich toll, dass ich dich mit Amanda Palmer infizieren konnte. Bei ihr ist das aber auch wirklich so ein Ding, entweder man liebt sie oder kennt sie nicht. Ich drücke dir die Daumen, dass deine Bibliothek das Buch in den Bestand aufnimmt!

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    2. Hallo Karo, vielleicht hast du es auf Twitter gesehen? Manchmal (das System hat sich mir noch nicht zu 100% erschlossen) twittert Goodreads automatisch, wenn ich ein Buch beginne oder bewerte oder so. Das Jane Eyre-Buch von Fforde kann man übrigens auch lesen ohne das Original zu kennen :-) Liebe Grüße!

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    3. Kann gut sein, dass ich das dort gelesen habe. ;)
      Natürlich könnte ich das Jane Eyre-Buch so lesen. Doch wenn ich mich mit dem Original gerade sowieso beschäftige und es angefangen habe, möchte ich das erst abschließen. Aber dann geht's los! :D

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  3. Die Auswahl gefällt mir. Tschick möchte ich schon lange lesen, ein Buch von Amanda Palmer ist natürlich auch immer ansprechend und mein Vorhaben seit Monaten ist es auch, endlich Herr Lehmann von Sven Regner zu lesen.

    Grau von Jasper Fforde habe ich vor vielleicht zwei Jahren mal im Radio gewonnen - aber eben als Hörbuch. Schon zwei mal habe ich angefangen, es zu hören und bin jedes mal nur bis ca CD 3 von 8 gekommen. Hörbücher sind einfach einschläfernd und unpraktisch. Vielleicht ziehe ich es jetzt mal durch, während ich parallel zum Hörbuch Weihnachtssachen bastle. Aber auch die Stimme des Sprechers ist ein bisschen einschläfernd.
    Die Geschichte und die Grundidee des Buches sind aber wirklich genial - ich habe ja nicht grundlos versucht, mich so oft durch das Hörbuch zu quälen.

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    1. Ich dachte, du kennst "Herr Lehmann" schon? Oder meinst du erneut lesen? Jetzt bin ich verwirrt.

      Dann scheine ich ja eine ganz gute Liste zusammengestellt zu haben - und dabei kenne ich nicht eines der Bücher. Vielleicht ist dies das große Geheimnis aller großen Bücherlistenzusammensteller! :D

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  4. Oh, da sind für mich einige Neuentdeckungen dabei. Danke für die Inspiration!

    Liebe Grüße
    Nicole

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  5. Salut, Karo.
    Die Geschichte der Suffragetten - als Bewegung wie einzelner ihrer Protagonistinnen - ist anmerkenswert, wiewohl auch noch für heutige Tage aktuell. Ihr Engagement, wie der vehemente Gegenschlag des damaligen Establishments, inspirierte viele der später berühmten & anerkannten Frauen.
    Ein interessierender Aspekt der Geschichte.

    bonté

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