Dienstag, 30. Dezember 2014

2014

Jahresrückblicke sind eigentlich sehr spannend, doch bei einer regelrechten Überschwemmung im Feedreader können sie auch schon mal zu einer Plage werden. Nach den ganzen Weihnachtsbeiträgen in der Blogosphäre dürftet ihr jedoch ausreichend abgehärtet sein. Daher möchte das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen, um ordentlich damit abzuschließen. Insgesamt war es nämlich, trotz eines kleinen Tiefs in der Mitte, äußerst lehr- und erlebnisreich.

Umzug
Das wichtigste Ereignis für mich war wohl mein Umzug. Aus meiner kleinen Bude im Studentenwerk am Rande der Stadt ging es in eine WG ins Zentrum zur besten Mitbewohnerin, die ich mir hätte wünschen können. Dadurch hat sich natürlich meine gesamte Lebenssituation verändert. Die Wohnung und mein Zimmer sind größer und vor allem endlich selbst eingerichtet (wenn auch noch nicht perfekt, zumindest viel besser als vorher), ich brauche weniger Zeit, um zur Universität zu kommen, habe endlich direkten Zugriff auf Ofen und Waschmaschine, Laminat im Zimmer, Fenster im Bad und eine gesellige Mitbewohnerin, in der ich eine gute Freundin fand. Mit dieser Veränderung in meinem Leben bin ich dieses Jahr mit Abstand am glücklichsten. Alles richtig gemacht.

Reisen
Auch dieses Jahr war ich wieder unterwegs, um mir einige unbekannte Ecken unserer Welt anzuschauen. So war ich im Frühjahr in der wundervollen Stadt Prag, schneezeltete im Schwarzwald, machte einen kleinen Abstecher nach Halle zu einer alten Schulfreundin, besuchte das Bloggertreffen in Köln, fuhr zum ersten Mal nach Jahren wieder mit der Familie weg, und zwar nach Wismar, wanderte am Bodensee entlang und verbrachte einmalige Tage in Amsterdam. Keinen dieser Ausflüge, so anstrengend er auch gewesen sein mochte, bereue ich, denn bei jedem konnte ich etwas Neues für mich mitnehmen und lernen. Ich hoffe, nächstes Jahr stehen in diesem Bereich wieder genauso schöne Momente an.



Konzerte
Sich richtig austoben, tanzen, singen, grölen, emotional von einem Lied zum nächsten getragen werden - manchmal gibt es nichts Schöneres. 2014 war ein wunderbares Konzertjahr. Neben Olli Schulz, der mich mit seinen ernsten, tiefgründigen Liedern stark beeindruckte, ging es zu Coppelius, Judith Holofernes, gleich zweimal zu Bonaparte und zu Foxygen. Mein Favorit ist jedoch definitiv der Abend bei The Drums gewesen. Perfekte Setlist, perfekte Stimmung, perfekte Begleitung und perfekter Auftritt der Band. Fun Fun Fun!

Gesundheit
Generell bin ich, zumindest körperlich, ein ziemlich gesunder Mensch. So war ich auch 2014 neben einigen Kreislaufproblemen keiner Krankheit ausgesetzt. Das darf bitte gern so bleiben.

Ernährung
Immer noch ernähre ich mich zu Hause ausschließlich vegan, unterwegs oder bei anderen zu Besuch nur vegetarisch. So richtig hat sich da im vergangenen Jahr nichts verändert, auch wenn ich für manche mit dieser Lebensweise zu "öko" und für andere wieder nicht konsequent genug bin. Wohin die Reise 2015 geht, werde ich einfach auf mich zukommen lassen.

Getränk des Jahres
Nach 21 Jahren entdeckte ich im vergangenen endlich ein alkoholisches Getränk, das mir richtig gut schmeckt. Nicht, dass es notwendig für mich ist, irgendeinen Alkohol zu trinken, doch es ist schön, vor allem unterwegs nicht nur die Auswahl zwischen Cola oder Ginger Ale zu haben. Das heilige Getränk nennt sich übrigens Cider, am liebsten den von Strongbow oder Bulmers.



Essen des Jahres
Abseits der süßen Geschmackserlebnisse, wie dem Süßgebäck Trdelník in Prag oder den Poffertjes in Amsterdam, hat es mir die vietnamesische Küche ganz besonders angetan. Sommerrollen und Tofu mit Erdnusssoße sind einfach nur fantastisch. Das Schlimmste, das ich übrigens essen musste, waren die Bertie Botts Bohnen in den Geschmacksrichtungen Erbrochenes und verfaulte Eier. Noch immer schauert es mich vor dem Zeug.

Feminismus
Als ich Caitlin Morans Buch "How To Be A Woman" las, hatte ich eine kleine Erleuchtung. Seitdem bezeichne ich mich als Feministin und machte mir in diesem Beitrag ein paar Gedanken zu dem Thema. Sowieso fing ich erst in diesem Jahr an, mich mit Feminismus zu beschäftigen und finde, es wurde auch wirklich Zeit.

Blog
Ich gebe es zu, es gab durchaus wieder Wochen, in denen ich ohne Ankündigung untertauchte und nichts von mir hören ließ. Manchmal steht einem der ganze Trubel einfach bis zum Hals oder es gibt Wichtigeres zu tun, sodass keine Muße für den Blog übrig bleibt. Daher kann ich auch nicht versprechen, dass das nächstes Jahr nicht erneut passieren wird. Doch insgesamt bereitet mir das Bloggen, das Erdenken und Tippen meiner Beiträge so viel Spaß, dass ich immer wieder zurückkommen werde.

Was war also 2014 auf dem Blog los? Zunächst führte ich  die neue Rubrik "Meine Top 5 ..." ein, für die ich noch ganze Seiten an Ideen besitze, das sollte für die nächsten Jahrzehnte reichen. Außerdem verabschiedete ich mich endgültig von dem Blognamen "One More Cup Of Tea", um zu "Karo Kafka" überzugehen. Ich besuchte das Bloggertreffen, wo ich derart tolle Menschen traf, dass ich bis heute erstaunt bin, was ich durch das Bloggen alles erleben durfte. Zu guter Letzt war mein kleiner Höhepunkt die Halloweenwoche. Daher möchte ich 2015 gern weitere Themenwochen veranstalten. Ich danke euch allen tausendmal für eure wunderbaren Kommentare und lieben Worte, für jedes Teilen der Beiträge und sonstige Unterstützung. Ach, ihr seid nett.



Alben des Jahres
(auf last.fm am häufigsten gehört)
Crash - Hardly Criminal
The Drums - Encyclopedia
Foxygen - ...And Star Power

Songs des Jahres
Die findet ihr auf meinem 2014-Mixtape.

Filme des Jahres
(2014 das erste Mal gesehen)
Grand Budapest Hotel
Das Leben des Brian
Memento

Serien des Jahres
Auch das behandelte ich schon im Beitrag über meine Serienentdeckungen des Jahres.

Bücher des Jahres
(2014 zum ersten Mal gelesen)
"635 Tage im Eis - Die Shackleton-Expedition" von Alfred Lansing
"Der unsichtbare Apfel" von Robert Gwisdek
"Herr Lehmann" von Sven Regener

Kommentare:

  1. Die vietnamesische Küche besteht oft auf Fleisch, aber die vegetarischen Versionen sind bestimmt auch nicht schlecht. Sommerrollen liebe ich auch total. Die wird ja üblicherweise mit Fischsoße serviert. Woraus besteht die vegetarische Variante?

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    1. Au au au, da fragst du was. Ehrlich gesagt, habe ich da nicht nachgefragt und nicht gewusst, dass da Fischsoße drin ist. Schön blöd. :/ Bei den selbstgemachten Sommerrollen haben wir einfach Sojasoße genommen.

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  2. Schon erstaunlich, was in einem einzigen Jahr alles so passieren kann ^^
    Du hattest echt verdammtes Glück, eine so tolle Mitbewohnerin zu finden! Das kann ja oft ziemlich ins Auge gehen, leider :/
    Dein Beitrag zum Feminismus ging bei mir völlig unter, da werd ich gleich mal reinschauen.

    So verbleibe ich mir mit einem fröhlichen: Frohes Neues! :)

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    1. Ja, da hatten wir, meine Mitbewohnerin und ich, verdammtes Glück. Es klappt auch einfach so gut, weil wir beide nicht auf Dramen stehen. Wenn etwas nicht gefällt, spricht man es offen an und gut ist. Soweit hatten wir auch noch keinen Streit.

      Dir auch ein frohes, neues Jahr! (Und ja, ich bin dezent spät mit dieser Antwort). :D

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