Mittwoch, 6. August 2014

Kalter Entzug: Mein Monat ohne YouTube

Einen gesamten Monat kein Video schauen. Für viele Menschen mag nichts weiter dabei sein, mich jedoch stellte dieses Vorhaben im Juli tatsächlich vor eine Herausforderung.


Die Vorgeschichte

Schon seit Beginn des Jahres gab es von meiner Seite mehrere Versuche, meinen YouTube-Konsum drastisch herunterzuschrauben. Mir fiel auf, dass ich nach langem, regelmäßigen Benutzen der Seite oft schon ganz unterbewusst auf den Button in meiner Lesezeichenleiste klickte und ein Video aus meinem Abonnements anschaltete. Mehrere Stunden gingen dahin, während mitunter wichtigere Dinge unerledigt blieben. Der Sog hatte mich fest im Griff.

Natürlich könnte man sagen, wenn ich schon keine Fernsehsendungen schaue und mir Videos anzuschauen Spaß macht, ist doch gar nichts dabei. Doch erreichte ich hin und wieder einen Punkt, an dem ich mich selbst nicht bremsen konnte, meine Abonnements durchklickte, um wieder auf den neuesten Stand zu kommen. Neuentdeckte Kanäle mit hunderten Videos wurden mal eben in zwei Tagen durchgeschaut, weil ich einfach nicht umhin konnte, weil ich sonst an nichts anderes denken wollte, weil ich es "abarbeiten" musste. Ob man das bereits als Sucht bezeichnen möchte oder nicht, fest steht, dass ich mir mit diesem über Jahre zur Gewohnheit gemachtem Verhalten selbst im Weg stand. Ich wollte keine Zeit mehr mit diesem Unsinn vertrödeln, bei dem man im im Großteil der Fälle sowieso nichts Wichtiges für sich mitnimmt. Also wurden erste Maßnahmen eingeleitet.


Bisherige Versuche

Zunächst schraubte ich die Zahl meiner Abonnements von knapp 200 auf genau 100 herunter. Viele der herausgeworfenden Kanäle waren von Musikern, die sowieso nur alle paar Monate etwas hochladen, sodass ich danach nicht viel weniger Zeit auf YouTube verbrachte.

Deshalb fing ich danach für eine Weile an, mir aufzuschreiben, wie viele Minuten lang ich Videos schaute. Das klappte sogar ganz gut. Ich wählte, um die Zeit möglichst niedrig zu halten, bewusst nur Videos, die mich wirklich interessierten und schaltete auch schon mal eines aus, wenn es doch nicht meinen Erwartungen entsprach oder spulte es zur Not vor, um zu sehen, ob es noch besser wird. Doch scheiterte dieses Vorhaben für mich, als ich den Zettel verlegte, und aus Frust die Videos durchschaute, die ich zuvor in meine Später Ansehen-Playlist geschoben hatte, nur um in jenem Moment die Minutenanzahl zu ersparen. Der Jojo-Effekt war gekommen und ich steckte wieder im alten Verhaltensmuster.

Der nächste Schritt fand eine Weile später statt. Wieder ging es einigen Abonnements an den Kragen. Dieses Mal blieben 44 Kanäle übrig - diejenigen, die ich zu dieses Zeit auf keinen Fall missen wollte. Wieder ging die verplemperte Zeit zurück, doch es gab noch immer einen Faktor, der mich störte: Ich klickte weiterhin regelmäßig, ohne darüber nachzudenken, auf den YouTube-Button, um zu sehen, ob es etwas Neues gibt. Und weiterhin hangelte ich mich durch unbekannte Kanäle und schaute "fremde" Videos. Seit mittlerweile sechs Monaten versuchte ich, etwas daran zu ändern, scheiterte aber kläglich an meiner eingefleischten Gewohnheit. Der Moment für einen radikaleren Schritt war gekommen.


Ein Monat ohne YouTube

Eigentlich kam mir dieses Projekt relativ spontan in den Sinn. Aufgrund von Unistress und den Vorbereitungen zu meiner Geburtstagsfeier war ich Ende Juni sowieso schon zwei Tage lang nicht zum Schauen gekommen, also entschloss ich mich kurzerhand, das für den gesamten Juli durchzuziehen.

Schritt 1:
Ausnahmslos ALLE Abos löschen, auch wenn es seltsamerweise in dem Moment ziemliche Überwindung gekostet hat.

Schritt 2:
Den Link zu Youtube aus meiner Lesezeichenliste entfernen, um nicht dauernd unterbewusst draufzuklicken.

Verboten waren sämtliche Videos auf YouTube! Außerdem hielt ich mich auch von den Videos aller anderen Plattformen fern. Also auch wenn ich sage "ohne YouTube", umfasst dies im Prinzip jegliche Videos.

Ausnahmen gab es trotzdem. Da ich monatlich dafür Geld bleche, waren Filme und Serien auf Watchever weiterhin erlaubt. Das schaue ich auch irgendwie kontrollierter und diese Medien haben einen anderen Nährwert für mich. Außerdem befand ich mich zu jener Zeit kurz vor meinen Prüfungen, weshalb ich mir vorbehielt, zu Prüfungsthemen Dokumentationen oder (im Falle eines Buches zum Mitlesen) Hörbücher auf YouTube zu benutzen. Die Bildung sollte schließlich nicht leiden. Im Endeffekt kam dies aber nur dreimal vor.


Notizen während dieser Zeit

Woche 1 l Ich befinde mich momentan in der Phase vor den Prüfungen und auch eine Präsentation muss demnächst noch gehalten werden, daher habe ich sowieso Wichtigeres und Dringenderes zu tun als YouTube. Damit halte ich mich beschäftigt und kann mich einigermaßen von dem Wunsch ablenken, Videos zu schauen.

Doch durch Twitter bekomme ich natürlich immer noch mit, wenn manche YouTuber, denen ich auch auf dieser Plattform folge, ein Video hochgeladen haben. Besonders fehlen mir folgende zwei Kanäle:
  • Michael Buchinger, ein Österreicher, der mich im Moment mit seinen urkomischen und sympathischen Videos gut von dem Stress ablenken würde. 
  • Eat Your Kimchi von meinen Lieblingsyoutubern Simon und Martina. Die beiden Kanadier sind vor einigen Jahren nach Südkorea ausgewandert und machen seither spannende, informationsgeladene und/oder witzige Videos zu ihren Erfahrungen vor Ort. Zu meiner großen Verzweiflung kündigten sie an, bald ein Café zu eröffnen und ich kann nicht auf dieser Reise mit dabei sein. Wer hat sich diesen Mist hier eigentlich ausgedacht?

Woche 2 l Meine To-Do-Listen-App erinnert mich weiterhin regelmäßig mit "NO FUCKING YT" an oberster Stelle daran, dass ich keine Videos schauen darf. Langsam habe ich keine Angst mehr, das Vorhaben aus Vergesslichkeit unabsichtlich abzubrechen. Es ist mir immer noch zu genau bewusst, dass ich nicht darf, also ist die Abstinenz noch nicht natürlich oder normal geworden. Dabei erhoffe ich mir, wenn ich es bloß lange genug nicht mehr gemacht habe, auch nicht mehr den Drang danach zu verspüren.

Wenn ich momentan keinen Kopf für irgendwas habe oder eine kurze Pause brauche, surfe ich auf Pinterest herum und pinne hübsche Bildchen an meine Boards. Eine nutzlose Angewohnheit durch die nächste nutzlose Angewohnheit ersetzen? Nicht sehr schlau, aber ich bin vorerst abgelenkt.

Mein Entzug wird außerdem gerade sehr erschwert, da meine Lieblingsband Edward Sharpe & The Magnetic Zeros ein neues Musikvideo hochgeladen haben. Ausgerechnet auch noch zu einem meiner Lieblingslieder vom letzten Album. Muss. Stark. Bleiben.


Woche 3 l Projekt gescheitert oder bloß eine weitere Ausnahme eingeführt? Ich habe mir zwei Liederplaylisten auf YouTube angehört. Wohlgemerkt bloß angehört und nebenbei etwas anderes gemacht. Ich brauchte einfach meine Dosis Disney. Ich gedenke, dies noch durchgehen zu lassen.

Ansonsten wird es momentan ein bisschen lächerlich, wie viele Videos ich in den letzten Tagen in meine Später ansehen-Playlist packe. Immer wenn ein irgendwo verlinktes Video oder eines, über das ich während meiner Recherche stolpere, interessant klingt, kommt es da hinein. Am Ende dann erst einmal Dutzende Videos zu schauen, ist nicht Sinn der Sache. Deshalb werde ich jetzt damit aufhören. Falls ich ein Video unbedingt sehen muss, werde ich mich auch nächsten Monat noch daran erinnern. Wenn nicht, kann es so wichtig nicht gewesen sein.


Wochen 4 & 5 l Mittlerweile ist sehr viel einfacher geworden, der Versuchung nicht zu nahe zu kommen. Wie heißt es so schön: Aus den Augen, aus dem Sinn. Trotzdem spiele ich mit dem Gedanken, mir danach wieder eine gewisse Anzahl an Abonnements zu genehmigen. Fünf oder doch zehn? Vielleicht mit dem Ziel, dass für jeden neuen Kanal ein anderer wieder weichen muss.

In der Zeit, die ich jetzt gewinne, widme ich mich tatsächlich produktiveren Dingen. Ich lerne für die Uni (zumindest bis zur letzten Prüfung in der vierten Woche), ich lese, spiele Ukulele, ich frische ein bisschen mein Französisch auf und lerne weiter Niederländisch. Ich habe wieder zahlreiche Ideen für den Blog und kann es kaum erwarten, bald mit dem Schreiben anzufangen. Wenn ich wirklich keinen Kopf für all den Kram habe, schaue ich gerne Serien. Ob das besser ist, als Videos zu schauen, ist mir noch nicht so ganz klar.


Fazit

Bis auf die beiden Liederplaylists und den Ausnahmen, die ich mir erlaubte (zwei Dokumentationen und Ausschnitte eines Hörbuches), hielt ich den Monat gnadenlos ohne Videos und YouTube durch. Man muss nur wollen. Im Nachhinein finde ich es schon ein bisschen erschreckend, wie schwer es mir am Anfang fiel, mich zurückzuhalten. Auch wenn einiges in diesem Beitrag für manche überdramatisch oder lächerlich klingen mag, glaube ich doch, dass man häufig schon unterschätzt, wie sehr einem Gewohnheiten ins Blut übergegangen sind. Und erst wenn man etwas ändern möchte, aber es einfach nicht auf die Reihe kriegt, dies auch zu tun, wird es unangenehm.

Mittlerweile darf ich seit sechs Tagen wieder offiziell Videos anschauen. Oder sollte ich lieber sagen "dürfte"? Ich habe YouTube durchaus benutzt, das muss ich gestehen. Über last.fm spiele ich gern direkt auf der Seite Musikstationen ab, die über YouTube laufen. Doch höre ich die Musik der Videos an und schaue diese nicht.

Ansonsten habe ich nur ein Video angeschaut. Nur eines. Nicht schlecht, wenn ich darüber nachdenke. Der Grund liegt darin, dass ich mit dieser ganzen Sache gerade nicht allzu warm werden möchte. Momentan verspüre ich keine Lust, Videos zu sehen und ich traue diesem Gefühl noch nicht so ganz. Nur die Ruhe vor dem Sturm? Mein Ziel ist es jedenfalls, dass, wenn ich wirklich das Verlangen danach haben sollte, ich die YouTube-Adresse eintippe (den direkten Button in meiner Lesezeichenliste werde ich von nun an weglassen), mir ganz bewusst ein paar Videos anschaue und dann ist es gut. So tat ich es mit dem einen Video, welches, wie konnte es anders sein, von meinem Lieblingskanal Eat Your Kimchi war. Ich genoss diese vier Minuten Albernheit, habe mich gefreut, die beiden mal "wiederzusehen" und dann reichte das auch und es war gut. Ich kann nur hoffen, das funktioniert in Zukunft, so wie ich es geplant habe. Wünscht mir Glück!


Wie sieht es bei euch aus? Wie gestaltet sich euer YouTube- bis Internetverhalten? Welche schlechten Angewohnheiten habt ihr in Bezug darauf? Würdet ihr sie loswerden wollen?

Kommentare:

  1. ein sehr spannender Bericht! Ich ahtte auch mal ne Phase, in der es mir zuviel wurde. Und mittlerweile bin ich konsequent: Ich muss nich jedes Vid eines YTers gucken, nur, weil er es veröffentlicht hat.

    Hören ist sowieso nich gucken xD

    Aber.. YT durch Pinterest usw. zu erstezen.. naja.... :-)

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    1. Ja, das mit Pinterest hat sich mittlerweile auch zum Glück wieder gelegt. Mehr als ein paar Tage Unterhaltung bringt die Seite irgendwie auch nicht, wenn man sich nicht zu Tode pinnen möchte. ;)

      Schön, dass du das so konsequent durchhältst. Ich hoffe, ich halte das auch so gut durch.

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  2. Hab ich nie drüber nachgedacht, aber diese "Sucht" hatte ich tatsächlich auch. Besonders zur Prüfungszeit und nach dem Examen dann sowieso. Angefangen hat es wohl, als ich den Fernseher rausschmiss, um damit nicht mehr soviel Zeit sinnlos zu vergeuden :-D Konnte richtige Youtube-Partys bis spät in die Nacht ganz mit mir alleine feiern. Jetzt hab ich ein Baby gekriegt, dann hat es von selber aufgehört mit YT. Manchmal guck ich jetzt noch zehn Videos hintereinander, aber dann wieder wochenlang gar nicht, weil ich einfach nicht dazu komme. Aber stimmt: hören ist nicht gucken, und du machst selbst die Regeln deines Verzichts! Schöne Grüße

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    1. Hey, Youtube im Speziellen hat bei mir auch angefangen, als ich aufhörte, fernzusehen. Das ist bestimmt schon fünf, sechs Jahr her. Scheint wohl zunächst eine guter Ersatz dafür zu sein. Und das Prinzip, sich selbst Inhalte zu jeder Zeit auszusuchen, mag ich auch gar nicht verteufeln. Man darf sich darin dann nur nicht so verlieren.

      Gut für dich, dass sich das bei dir ganz natürlich gelegt hat und du nicht so einen radikalen Schnitt zu machen brauchtest. :)

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  3. ich kenne das....bevor ich mit dem bloggen angefangen habe, war ich auch ein richtiger youtube junkie! ich habe nie ein video verpasst....richtig schlimm:D kennst du daaruum? Ich folge ihr schon seit sie ungefähr 30,000 Abbonenten hatte und habe wirklich alle videos von ihr und auch anderen "gesuchtet" ;D bin echt in weniger zeitnot, seit ich damit aufgehört habe;))) jetzt bin ich wahrscheinlich bloggingsüchtig ;DD naja....ein Laster braucht der mensch ;DDD
    liebe grüße
    deine LIMI

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    1. Haha, ja, irgendwie ist es immer einfacher, eine Angewohnheit durch die nächste zu ersetzen, statt sie ganz aufzugeben. Aber bei der Bloggingsucht bist du zumindest kreativ und produktiv, das ist doch toll! :D

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  4. Geht mir genauso. Aber ich tue nix dagegen. Meine Aboliste könnte ich aber mal säubern. Immerhin das. Und weißt du was dagegen hilft YouTube-Videos zu sehen? Selber welche zu drehen. :D

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    1. Uuhh, heißt das, du möchtest mir dem Videodrehen anfangen? *Augenbrauen immer wieder hoch und runter mach*

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  5. Wenn ich ehrlich bin, hab ich nach Deinem Kommentar zu meiner Facebookerfahrung gar nicht damit gerechnet, dass es SOLCHE Ausmaße bei Dir angenommen hatte. 200 Abonnements ist schon eine wirklich sehr große Menge, an die ich persönlich nicht mal zu 10 % heran käme. Trotzdem habe ich auch mal sehr viel Zeit auf YouTube verbracht. Inzwischen hat sich das von selbst geregelt. Mein Interessengebiet hat sich verlagert, ich hab ein paar Abos rausgeschmissen und generell zurzeit nicht so den Drang, mir Videos anzuschauen. Wenn ich bestimmte Lieder hören will mach ich meine Playlist an, versuche aber wieder mehr auf meine eigenen Dateien zurückzugreifen oder ein Internet Radio einzuschalten ^^
    Gruselig wird es, finde ich, wenn sich das eigene Kommentarverhalten auf YouTube so sehr der jeweiligen Community des YouTubers anpasst, dass man nur noch darauf abzielt, "gesehen" zu werden anstatt sinnvolle Kritik zu geben. Ich kommentiere jetzt nur noch bei den YouTubern, von denen ich weiß, dass sie es sehen, darauf eingehen und Kommentare schätzen. Es gibt sicher einige, bei denen ich gern mal wirklich konstruktiv etwas kommentieren würde, aber wenn man da schon vorher erkennen kann, wie engstirnig à la "Ist mir eh egal" reagiert wird, kann man sich das ja auch gleich sparen und nicht seine Zeit damit vergeuden.
    Ich drück Dir die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt und Du nicht rückfällig wirst ;)

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    1. Nicht den Drang zu haben, kann ich bei mir momentan (noch) nicht von mir behaupten. Wenn jetzt danach irgendwo auf einer sozialen Plattform ein neues Video angekündigt wird, schaue ich es mir schon meistens sofort an, insofern ich Zeit habe. Muss da langsam wirklich aufpassen, dass ich nicht rückfällig werde. Danke für die Daumen. :D

      Das mit dem Kommentarverhalten hängt auch wirklich von der Größe der Kanäle ab, habe ich das Gefühl. Daher mag ich oft auch kleinere Youtubekanäle, wo überhaupt noch so etwas wie eine Gemeinschaft mit Austausch besteht. Bei größeren kommentiere ich daher auch gar nicht, muss ich gestehen.

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  6. Bonjour, Karo.
    La dose fait le poison...es kommt wohl stets auf das passende Maß an. Vermutlich ist die Funktion "Abonnieren" die Krux, die einen kontinuierlich triezt. Das Erinnert werden als Wink des Dealers, "neuer Stoff!".

    Ein sehr humoriger Aspekt, daß Du Pinterest* quasi als Nikotinpflaster genutzt hast. :-)

    Ich würde sagen gute Serien sind immer eine Bereicherung; allein weil man/frau sich Zeit dafür nimmt. So besehen bietet U-tube eher Fastfood an. Häppchen-Optik, irgendwie.

    Meine Angewohnheiten?!
    Fängt wohl damit an, daß ich nix abonniere. Entweder betrachte ich die V-logs via Blog, oder habe die Adressen meiner (drei !) U-tube-Favoriten direkt bei den Lesezeichen untergebracht.
    Ansonsten laße ich mich bei Suchen aber gern interessieren...für Kathleen Hanna, für klassischen Irish Dance oder für den markanten Unterschied zwischen poliertem Musik-Clip & der vitaleren Live-Version von Rhondas "Camera".

    Fast denke ich, daß ich keine schlechten Angewohnheiten im Net pflege... :-)

    Mein Fazit: Je weiser Du Deine Interessen verteilst, umso mehr partizipieren wir Leser davon.

    bonté

    * mir ist der eigentliche Sinn (?) des Gepinnes noch nicht definitiv klar

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    1. Salut RoM!

      Sage mal, wie viele Sprachen beherrschst du eigentlich? :D

      Pinterest hat mich auch nicht allzu lang bei der Stange halten können. Aber es war eine Zeit lang zumindest beruhigend. Die Seite hat nicht allzu viel Sinn. Viele Boards bestehen nur aus hübschen Bildchen. Andererseits besitze ich auch welche, an denen wirklich Dinge gepinnt sind, die ich später noch einmal anschauen möchte, wie Zitate oder Rezepte. Dank Pinterest halte ich mir in den Kategorien meine Lesezeichen frei, weiter nichts.

      Tja, schlechte Angewohnheiten sind wohl bloß nur, was wir als schlechte Angewohnheiten ansehen. :P Vorerst nichts zu abonnieren, wird ein Schritt von mir bleiben (wobei es auch dort wieder eine Ausnahme gibt, da ich bei einer Nachwuchsband wirklich auf dem Laufenden bleiben und sie nicht aus den Augen verlieren möchte).

      Das stimmt, Serien macht man viel bewusster und mit einer ganz anderen Erwartungshaltung an. Bei deinem anscheinend unendlichem Fundus an Serien erhoffe ich mir in Zukunft übrigens noch weitere Tipps - nach und nach selbstverständlich, sonst komme ich mit dem Anschauen nicht mehr hinterher. :D

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    2. ..."beherrschen" ist ein relatives Wort. :-)
      Deutsch - als Muttersprache definitiv.
      Englisch - via DVDs & Filmmagazinen auf dem Laufenden gehalten.
      Latein - eingestaubt (tote Sprache eben!), aber noch immer nützlich für das Entziffern romanischer Wörter.
      Französisch - ein paar wenige Grundlagen nur, die ich mit Suchen im Netz (s.o.) aufpoliere. Lerneffekte inklusive.
      Japanisch - hier trifft mein Betreben, die Blogger nicht immer nur mit "Hallo" anzuschreiben, auf die kleine Freude einer japanisch Lernenden damit die Kommentare zu verzieren.
      Gälisch oder Elbisch nütze ich weiters nur zum "Servus"sagen.

      Ausnahmen sind das gesunde Verhältnis das man/frau zu einer Sache einnimmt, denke ich.

      Es wäre mir ein Vergnügen, Anregungen zu geben. Wann immer.
      ...aktuell liefe ja eine sehr feine britische Serie im TV - a b e r ich schweige still.

      bonté

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