Montag, 25. August 2014

10 Bücher, die ich nicht weggeben würde

Lieblinge ändern sich bei mir stetig. Deshalb könnte es durchaus sein, dass diese Liste in einigen Wochen oder Monaten schon wieder ein wenig anders aussehen würde. Doch als ich vor einigen Tagen den Blogbeitrag von sadfsh las, fand ich die Fragestellung so interessant, dass ich ebenfalls meinen Senf zu dem Thema abgegeben muss.

Insgesamt ist es mir schon wichtig, meine Bücher um mich zu haben. Sie aufgeben zu müssen, fiele mir unglaublich schwer (auch wenn Umzüge um einiges einfacher wären, wie mir momentan nur allzu bewusst wird). Deshalb heute glücklicherweise rein theoretisch: Welche zehn Bücher würde ich behalten, wenn ich mich denn entscheiden müsste?

Die meisten der gleich genannten Bücher sind emotional belastet. Das heißt, sie stehen für mehr als nur die darin erzählte Geschichte, nämlich außerdem für all das, was ich damit verbinde und was sie in mir hervorrufen. Manche mögen objektiv betrachtet vielleicht nicht einmal sonderlich literarisch wertvoll sein, trotzdem würde ich sie nicht mehr missen wollen.


"Harry Potter"-Reihe von Joanne K. Rowling
Ich weiß, das fängt ja gut an. Gleich eine gesamte Reihe. Aber Harry Potter ist für ein vollständiges Bücherregal einfach unerlässlich, zumindest meiner Meinung nach. Aber wenn ihr jetzt pampig werdet, weil ich sieben Bücher nicht als eines verkaufen darf, dann würde ich mich wohl für den vierten Band "Harry Potter und der Feuerkelch" entscheiden.


"In die Wildnis" von Jon Krakauer
Ich höre schon ein genervtes Aufstöhnen in den hinteren Leserreihen. Wie oft will sie denn noch über diese Geschichte reden? Deshalb halte ich mich kurz, verlinke euch meine Rezension dazu (mittlerweile besitze ich übrigens eine andere Ausgabe als damals) und erwähne nur noch kurz, dass "In die Wildnis" das Buch ist, das mich am meisten geprägt hat und der Anfang für eine ganze Reihe an Veränderungen in mir war. Allein wegen dieses hohen sentimentalen Wertes würde ich es nicht hergeben.


"Kafka am Strand" von Haruki Murakami
Dies war der erste Roman vom japanischen Schriftsteller Murakami, den ich jemals gelesen habe. Der konnte mich dann direkt so begeistern, dass ich mir den Namen "Kafka" schnappte, um mir darunter eine Identität zu erschaffen. Tut mir leid an alle, die dachten, der Name bezöge sich auf Franz Kafka. Denn, auch wenn ich den Herren ebenfalls schätze, mit ihm hat das ursprünglich nichts zu tun.


"Vincent" von Joey Goebel
Sollte ich dann und wann nach meinem Lieblingsbuch gefragt werden, kommt diese Geschichte immer wie aus der Pistole geschossen. Gesellschafts- und Medienkritik - was braucht es manchmal mehr, um mein Herz zu erobern? Nun gut, hier gesellen sich noch eine fantastische Schreibweise und Charaktere, mit denen ich mich auf die eine oder andere Art identifizieren kann, dazu.


"It's Kind Of A Funny Story" von Ned Vizzini
Dieses Buch hat mir durch eine schwere Zeit geholfen und wieder neuen Antrieb gegeben. Und auch heute hole ich es aus dem Regal, um Passagen daraus zu lesen, wenn es mir schlecht geht. Die Geschichte um den depressiven Teenager Craig, der sich selbst vom Suizid abhalten kann, indem er sich in eine psychiatrische Anstalt einweist, wo er allerlei schräge Personen kennenlernen soll, geht mir immer wieder ans Herz. Auch hierzu gibt es übrigens eine Rezension von mir.


"Die Prinzessinen von Bamar" von Gail Carson Levine
An den Tag meiner frühen Jugend, an dem ich dieses Buch zum Geburtstag auspackte, kann ich mich noch genau erinnern. Ich war maßlos darüber als Geschenk enttäuscht, denn ich wollte keine langweilige Fantasy-Liebesgeschichte lesen. Mittlerweile ist es mein meistgelesenes Buch, denn eigentlich geht es darin um Mut, Zusammenhalt und wie stark man sein kann, wenn man nur will - und eine Prise davon kann man schließlich immer gut gebrauchen.


"Charlie and the Chocolate Factory" von Roald Dahl
Den Klassiker kaufte ich mir letzes Jahr bei meinem ersten Trip nach London. Neben dem Wert als Mitbringsel steht er ebenfalls stellvertretend für meine Liebe und Faszination zu den britischen Inseln, der englischen Sprache und Kultur. Was sich wiederum in meinem Studium der Anglistik widerspiegelt, das einen großen Teil meiner Zeit und meines Lebens einnimmt. Braucht's noch mehr Begründungen? Ach ja, dazu lassen mir die Beschreibungen der Süßigkeiten absolut das Wasser im Mund zusammenlaufen. GIVE. ME. THAT.


"Wir Sind Helden - Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen"
Die deutsche Musikgruppe Wir Sind Helden gehört zu meiner Jugend. Punkt. Geniale Lieder, geniale Texte, geniale Menschen dahinter. Bei ihnen war ich damals sogar zu meinem ersten Konzert. Dieses Buch vereint den typischen Wir Sind Helden-Humor mit Einblicken hinter die Kulissen des Bandalltags, und war (und ist) daher genau mein Ding. Zwischenzeitlich bezeichnete ich es sogar als meine heilige Musikbibel. Wenn du mal 'ne Band hast, so musst du's machen. Aus dem Traum wird wohl nichts mehr, doch wahrscheinlich sollte man Projekte im Allgemeinen ähnlich angehen. Hart arbeiten, offen für Neues sein und sich selbst nicht immer so verdammt ernst nehmen.


"Persepolis" von Marjane Satrapi
Um ein wenig Abwechslung hineinzubringen, darf ein Graphic Novel nicht fehlen. Manchmal hat man nun einmal keine Lust auf reine Textbücher. Dieser Comicroman hat mich bisher mit großem Abstand am meisten beeindruckt, daher bleibt er schön, wo er ist.


"Das Vampirhandbuch" von Paul van Loon
Einer der wichtigsten Autoren meiner Kindheit mit einem Sachbuch über Vampire, als sie noch cool waren. Damals, als sie noch als gefährlich angesehen wurden und nicht glitzerten. Die Zeiten sind vorbei, aber mit dem Vampirhandbuch, das allerlei Vampirarten, deren richtige Bekämpfung sowie Vampire in Literatur und Film bespricht, ist für mich eine kleine Reise in die Vergangenheit drin.


Das waren auch schon meine Bücher, die ich nicht weggeben würde. Während ich bete, dass ich nie wirklich dazu gezwungen bin, mich auf zehn zu beschränken, könnt ihr mir gern verraten, von welchen eurer Bücher ihr euch nicht mehr trennen wollt.

Kommentare:

  1. Das ist so eine Sache, mit der ich mich auch gerade beschäftigen muss. Bald ziehe ich um und bereits mit der Hälfte meiner Bücher ist mein neues Bücherregal schon fast voll...früher konnte ich mir nie vorstellen meine geliebten Bücher wegzugeben, aber mittlerweile bin ich so weit, hauptsächlich die aufzuheben, die mir auch was bedeuten. Ich werde also weiter aussortieren.

    Lustigerweise würde auf meiner Liste auch Kafka am Strand stehen. Es war ebenso mein erster Murakami (ich fand den Titel interessant und hab das Buch einfach mal mitgenommen) und es hat mich einfach umgehauen, weil es so anders war als alles, was ich bis dahin gelesen hatte. Damit begann meine Liebe zur japanischen Literatur. Ich hab sogar meine Bachelorarbeit über dieses Buch geschrieben :)

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    1. Wie toll, dass du darüber sogar eine Bachelorarbeit geschrieben hast. Die würde mich ja voll interessieren. Und es ist total schön zu erfahren, dass anderen dasselbe Buch ebenfalls etwas bedeutet! :)

      Danke für deinen Kommentar!

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