Samstag, 26. April 2014

Das Huhn, das vom Fliegen träumte von Sun-Mi Hwang

AUTOR l Sun-Mi Hwang
TITEL l Das Huhn, das vom Fliegen träumte
ORIGINALTITEL l Madangeul naon amtak
GENRE l Fabel
VERLAG l Kein & Aber
SEITEN l 157
AUSGABE l Broschiert
AUSZUG l "Sprosse schaute gern in den Scheunenhof hinaus. Sie schaute sogar lieber zu, wie die Enten vor dem Hund flüchteten, als nach Futter zu picken. Sie schloss die Augen, stellte sich vor, frei durch die Gegend zu streifen und gab sich Tagträumen hin, in denen sie auf einem Nest ein Ei ausbrütete, sich mit dem Hahn auf die Felder hinauswagte oder den Enten folgte. Sie seufzte. Es war sinnlos, Träumen nachzuhängen, die sich doch nie erfüllen würden."

Mit einem Klick auf diesen Link kommt man zur LESEPROBE.

ANMERKUNG l Das Buch wurde mir im Rahmen der Internetseite "Blogg dein Buch" vom Verlag Kein & Aber zur Verfügung gestellt. Einzige Bedingung für den Erhalt ist eine schriftliche Rezension auf meinem Blog.

INHALT l Die Legehenne Sprosse hat den großen Wunsch, selbst ein Ei auszubrüten. Doch dieses Glück bleibt ihr in ihrem Käfig verwehrt, da ihr die Eier Tag für Tag vom Bauern weggenommen werden. Deprimiert und vor lauter Kummer hört sie bald auf, Nahrung zu sich zu nehmen und Eier zu legen.
Auf wundersame Weise gelingt Sprosse eines Tages der Ausbruch aus ihrem Gehege und sie soll erfahren, dass das Leben in Freiheit viel gefährlicher und unbarmherziger ist als vermutet.

REZENSION l Fange ich mit dem positiven Aspekt an. Die Aufmachung überzeugt mit einem hochwertig wirkenden Papiereinband und vielen wunderschönen Zeichnungen, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Hier sieht man wirklich die Liebe zum Detail, die es rein optisch schon zu einem kleinen Schmuckstück machen. Leider ist das, meiner Meinung nach, auch schon das Beste, was "Das Huhn, das vom Fliegen träumte" zu bieten hat.

Ich glaube dabei nicht, dass die Geschichte per se schlecht ist, da auch die ganzen Bewertungen und Rezensionen, die ich bisher überflogen habe, regelrechte Lobhymnen verkünden. Doch mich konnte sie absolut nicht packen. Sei es der Fakt, dass ich eine philosophischere, tiefgründigere Geschichte erwartet habe, ernsthafte gemeinte Geschichten für Erwachsene mit sprechenden Tieren immer schwierig finde oder ich mich nicht wirklich mit dem Wunsch, ein Ei auszubrüten (oder im übertragenen Sinne ein Kind zu bekommen) identifizieren kann. Mich ließ die Geschichte um das Huhn Sprosse ziemlich kalt. Teilweise nervte mich ihre Dummheit und Naivität sogar ein bisschen, muss ich zugeben. Ich weiß, ich weiß, es ist schließlich ein Henne. Doch es betonen alle, wie gut sich diese Geschichte auf die Welt der Menschen projizieren ließe, sodass man in dem Fall die ganze Zeit von einem nicht allzu hellen Menschen lesen würde.

Das einzig Praktische war daher für mich, dass das Buch ziemlich dünn ist und sich gut in einem Rutsch durchlesen ließ. Wenn jemand jedoch an dieser Stelle aufgeregt die Hände in die Luft reißen und schreien sollte "Was hat sie bloß für ein Problem? Sprechende und denkende Tiere, die Eier ausbrüten wollen, sind doch genial! Ich möchte gern den gesellschaftlichen Spiegel vorgehalten bekommen, indem ich eine Geschichte über eine freiheitsuchende Henne lese!", dann sollte derjenige wirklich dieses Buch zur Hand nehmen, weil er seine wahre Freude daran haben wird. Für mich ist es eine Geschichte, die einfach irgendwie irgendwann mal so da war, aber nichts wirklich hinterlassen konnte.

FAZIT l Eine nette, kleine Geschichte, die man sich für Zwischendurch antun kann, aber nicht unbedingt muss. An mir zumindest ging das Schicksal des Huhns emotional komplett vorbei.

1 Kommentar:

  1. hmm, ich glaube ich könnte mit der geschichte wenig anfangen. ein huhn... erregt nicht unbedingt mein interesse. auch wenn es um freiheit geht, ein sehr wichtiges thema. aber ein huhn?

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