Dienstag, 30. Dezember 2014

2014

Jahresrückblicke sind eigentlich sehr spannend, doch bei einer regelrechten Überschwemmung im Feedreader können sie auch schon mal zu einer Plage werden. Nach den ganzen Weihnachtsbeiträgen in der Blogosphäre dürftet ihr jedoch ausreichend abgehärtet sein. Daher möchte das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen, um ordentlich damit abzuschließen. Insgesamt war es nämlich, trotz eines kleinen Tiefs in der Mitte, äußerst lehr- und erlebnisreich.

Umzug
Das wichtigste Ereignis für mich war wohl mein Umzug. Aus meiner kleinen Bude im Studentenwerk am Rande der Stadt ging es in eine WG ins Zentrum zur besten Mitbewohnerin, die ich mir hätte wünschen können. Dadurch hat sich natürlich meine gesamte Lebenssituation verändert. Die Wohnung und mein Zimmer sind größer und vor allem endlich selbst eingerichtet (wenn auch noch nicht perfekt, zumindest viel besser als vorher), ich brauche weniger Zeit, um zur Universität zu kommen, habe endlich direkten Zugriff auf Ofen und Waschmaschine, Laminat im Zimmer, Fenster im Bad und eine gesellige Mitbewohnerin, in der ich eine gute Freundin fand. Mit dieser Veränderung in meinem Leben bin ich dieses Jahr mit Abstand am glücklichsten. Alles richtig gemacht.

Reisen
Auch dieses Jahr war ich wieder unterwegs, um mir einige unbekannte Ecken unserer Welt anzuschauen. So war ich im Frühjahr in der wundervollen Stadt Prag, schneezeltete im Schwarzwald, machte einen kleinen Abstecher nach Halle zu einer alten Schulfreundin, besuchte das Bloggertreffen in Köln, fuhr zum ersten Mal nach Jahren wieder mit der Familie weg, und zwar nach Wismar, wanderte am Bodensee entlang und verbrachte einmalige Tage in Amsterdam. Keinen dieser Ausflüge, so anstrengend er auch gewesen sein mochte, bereue ich, denn bei jedem konnte ich etwas Neues für mich mitnehmen und lernen. Ich hoffe, nächstes Jahr stehen in diesem Bereich wieder genauso schöne Momente an.



Konzerte
Sich richtig austoben, tanzen, singen, grölen, emotional von einem Lied zum nächsten getragen werden - manchmal gibt es nichts Schöneres. 2014 war ein wunderbares Konzertjahr. Neben Olli Schulz, der mich mit seinen ernsten, tiefgründigen Liedern stark beeindruckte, ging es zu Coppelius, Judith Holofernes, gleich zweimal zu Bonaparte und zu Foxygen. Mein Favorit ist jedoch definitiv der Abend bei The Drums gewesen. Perfekte Setlist, perfekte Stimmung, perfekte Begleitung und perfekter Auftritt der Band. Fun Fun Fun!

Gesundheit
Generell bin ich, zumindest körperlich, ein ziemlich gesunder Mensch. So war ich auch 2014 neben einigen Kreislaufproblemen keiner Krankheit ausgesetzt. Das darf bitte gern so bleiben.

Ernährung
Immer noch ernähre ich mich zu Hause ausschließlich vegan, unterwegs oder bei anderen zu Besuch nur vegetarisch. So richtig hat sich da im vergangenen Jahr nichts verändert, auch wenn ich für manche mit dieser Lebensweise zu "öko" und für andere wieder nicht konsequent genug bin. Wohin die Reise 2015 geht, werde ich einfach auf mich zukommen lassen.

Getränk des Jahres
Nach 21 Jahren entdeckte ich im vergangenen endlich ein alkoholisches Getränk, das mir richtig gut schmeckt. Nicht, dass es notwendig für mich ist, irgendeinen Alkohol zu trinken, doch es ist schön, vor allem unterwegs nicht nur die Auswahl zwischen Cola oder Ginger Ale zu haben. Das heilige Getränk nennt sich übrigens Cider, am liebsten den von Strongbow oder Bulmers.



Essen des Jahres
Abseits der süßen Geschmackserlebnisse, wie dem Süßgebäck Trdelník in Prag oder den Poffertjes in Amsterdam, hat es mir die vietnamesische Küche ganz besonders angetan. Sommerrollen und Tofu mit Erdnusssoße sind einfach nur fantastisch. Das Schlimmste, das ich übrigens essen musste, waren die Bertie Botts Bohnen in den Geschmacksrichtungen Erbrochenes und verfaulte Eier. Noch immer schauert es mich vor dem Zeug.

Feminismus
Als ich Caitlin Morans Buch "How To Be A Woman" las, hatte ich eine kleine Erleuchtung. Seitdem bezeichne ich mich als Feministin und machte mir in diesem Beitrag ein paar Gedanken zu dem Thema. Sowieso fing ich erst in diesem Jahr an, mich mit Feminismus zu beschäftigen und finde, es wurde auch wirklich Zeit.

Blog
Ich gebe es zu, es gab durchaus wieder Wochen, in denen ich ohne Ankündigung untertauchte und nichts von mir hören ließ. Manchmal steht einem der ganze Trubel einfach bis zum Hals oder es gibt Wichtigeres zu tun, sodass keine Muße für den Blog übrig bleibt. Daher kann ich auch nicht versprechen, dass das nächstes Jahr nicht erneut passieren wird. Doch insgesamt bereitet mir das Bloggen, das Erdenken und Tippen meiner Beiträge so viel Spaß, dass ich immer wieder zurückkommen werde.

Was war also 2014 auf dem Blog los? Zunächst führte ich  die neue Rubrik "Meine Top 5 ..." ein, für die ich noch ganze Seiten an Ideen besitze, das sollte für die nächsten Jahrzehnte reichen. Außerdem verabschiedete ich mich endgültig von dem Blognamen "One More Cup Of Tea", um zu "Karo Kafka" überzugehen. Ich besuchte das Bloggertreffen, wo ich derart tolle Menschen traf, dass ich bis heute erstaunt bin, was ich durch das Bloggen alles erleben durfte. Zu guter Letzt war mein kleiner Höhepunkt die Halloweenwoche. Daher möchte ich 2015 gern weitere Themenwochen veranstalten. Ich danke euch allen tausendmal für eure wunderbaren Kommentare und lieben Worte, für jedes Teilen der Beiträge und sonstige Unterstützung. Ach, ihr seid nett.



Alben des Jahres
(auf last.fm am häufigsten gehört)
Crash - Hardly Criminal
The Drums - Encyclopedia
Foxygen - ...And Star Power

Songs des Jahres
Die findet ihr auf meinem 2014-Mixtape.

Filme des Jahres
(2014 das erste Mal gesehen)
Grand Budapest Hotel
Das Leben des Brian
Memento

Serien des Jahres
Auch das behandelte ich schon im Beitrag über meine Serienentdeckungen des Jahres.

Bücher des Jahres
(2014 zum ersten Mal gelesen)
"635 Tage im Eis - Die Shackleton-Expedition" von Alfred Lansing
"Der unsichtbare Apfel" von Robert Gwisdek
"Herr Lehmann" von Sven Regener

Samstag, 27. Dezember 2014

Mein 2014-Mixtape

In musikalischer Hinsicht war 2014 ein tolles Jahr. Viele neue Alben wurden herausgebracht, die mich überzeugen konnten, einige Künstler verschlug es in unsere heimatlichen Gefilde, sodass ich sie mir live ansehen konnte und es gab eine Menge Lieder, die ich entdeckte und in die ich mich unheilbar verliebte. Aus letzterem habe ich dieses Mixtape zusammengestellt. Es ist unglaublich, wie sehr einem ein Song innerhalb eines so kurzen Zeitraums ans Herz wachsen kann. Nur manche davon kamen übrigens tatsächlich erst dieses Jahr heraus, die meisten Lieder sind bereits älter.

Ich bin außerdem dabei, mich nach einer Alternative beziehungsweise einer weiteren Option für meine Mixtapes umzusehen, weil es bei 8tracks immer wieder zu Macken kommt und manche die Playlisten nicht richtig abspielen können. Mit spotify bin ich bisher nicht wirklich zufrieden. Falls jemand also eine (kostenlose) Seite für solche Sachen empfehlen kann, gerne Bescheid sagen. Und jetzt viel Spaß mit meiner musikalischen Reise durch das Jahr 2014!



Bonaparte - Into The Wild
The Drums - Days
Sparks - Angst In My Pants
Broncho - It's On
The Deadly Syndrome - I Hope I Become A Ghost
Foxygen - How Can You Really
Wilco - How To Fight Loneliness
Mama Cass Elliot - Make Your Own Kind Of Music
Box Of Light - Falling
Crash - Motion Animal


Welche Lieder haben euch dieses Jahr viel bedeutet? Immer her mit den Musiktipps!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Meine Serienentdeckungen des Jahres

Ho ho ho! Fröhliche Weihnachten wünsche ich euch! Mit den Feiertagen dürftet ihr auch alle etwas Freizeit haben, was könnte an dieser Stelle also besser passen als ein paar Serientipps meinerseits? Obwohl ich nicht weiß, was genau die Definition von "Serienjunkie" ist oder ob ich mich selbst als solchen bezeichnen würde, schaute ich in den vergangenen Monaten wieder einiges an Serien. Die Crème de la Crème, die Top-Notch, die besten Serien, die ich dieses Jahr für mich entdeckte, stelle ich euch jetzt vor.


Miranda
Schon bei der ersten Folge dieser britischen Serie war ich verliebt. In "Miranda" geht es um Miranda, gespielt von Miranda Hart. Soweit recht gut zu merken. Miranda ist ziemlich groß und sehr tollpatschig, fällt oft hin, singt zu den ungünstigsten Gelegenheiten, schafft am laufenden Band, sich zu blamieren und versteht unter Spaß, Obst mit Augen zu bekleben oder durch die Gegend zu galoppieren. Insgesamt ein solch liebenswerter Charakter und vielleicht kann mich sogar etwas zu gut mit ihr identifizieren. Dazu kommt der fantastische Humor, nie langweilig werdende Running Gags, ständiges Brechen der vierten Wand und die vielen anderen wunderbaren Charaktere, die diese Serie ausmachen. Schaut euch "Miranda" unbedingt an! Am besten sofort!



Der Tatortreiniger
Generell bin ich ja eigentlich nicht der größte Fan deutscher Produktionen, doch diese Serie ist wirklich genial gemacht. Sie handelt vom Tatortreiniger Schotty, der bei seiner Arbeit immer wieder in kuriose Situationen gerät. Um die Kriminalfälle geht es dabei gar nicht so sehr, viel wichtiger sind die Begegnungen, die er mit den Hinterbliebenen hat. Mit viel Situationskomik und einem oft trockenem Humor eine Serie, die man sich gut anschauen kann.



Community
Hach, "Community". Eine Sitcom, die mich mit durchgeknallten Charakteren, zahlreichen Bezügen auf Popkulturthemen der verschiedensten Art, überraschenden Gastauftritten und einer Menge Kreativität komplett aus den Socken gehauen hat. Sie spielt an einem Community College, in dem sich unsere sechs Protagonisten finden und eine Lerngruppe starten und, so seltsam es unter diesen Gegebenheiten auch klingen mag, zusammen Abenteuer erleben. Das Setting des Colleges wird einfallsreich benutzt und ausgeschöpft, sodass man sich auch mal wegen einer Paintball-Schlacht im Wilden Westen befindet. So what, why not? Ich bin von jeder Folge aufs Neue begeistert gewesen und zähle "Community" deshalb offiziell zu meinen Lieblingsserien.



Orange Is The New Black
Als ich mich bei Netflix anmeldete, fing ich aus Mangel an Ideen, was ich als nächstes schauen könnte, kurzerhand mit dieser Serie an. Sie spielt in einem Frauengefängnis, in welches Protagonistin Piper gesteckt wird. In einer früheren Beziehung war sie mit Drogenschmuggel in Kontakt gekommen, nun holt sie diese Vergangenheit wieder ein. Das Gefängnis mit den vielen Insassinnen auf engem Raum bietet natürlich den perfekten Schauplatz für Konflikte. Ich hätte wirklich nie vermutet, dass mich "Orange Is The New Black" derart fesseln, berühren und mitnehmen könnte und doch verschlang ich die ersten beiden Staffeln in kürzester Zeit.




Girls
Die Zusammenfassung von "Girls" klingt wahrscheinlich ziemlich tussig, dabei ist das die Serie nicht wirklich. Darin begleiten wir vier Freundinnen in New York. Sie alle sind in ihren Mittzwanzigern und versuchen herauszufinden, wer sie eigentlich sind und was sie erreichen möchten. Weil ich genau inmitten dieser Fragestellungen hocke, mag ich diese Serie wahrscheinlich auch so gern. Es werden selbstverständlich Themen wie Freundschaften und Liebe behandelt, doch darüber hinaus auch Lebenskrisen und Tiefpunkte. Besonders charmant wird das Ganze durch Schauspielerin Lena Dunham, die nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch hinter den Kulissen maßgeblich an der Serie beteiligt ist. Diese Frau ist einfach so unglaublich witzig und sympathisch!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Kehraus 2014 - Halbzeit

Sich so viel für den Dezember vornehmen und daraufhin die erste Woche des Monats rein gar nichts auf die Reihe kriegen. Ich so. Das Wetter machte träge, die Motivation fehlte vollkommen. Dafür stand ich die letzten Tage umso mehr unter Strom, konnte vor Aktivitätsdrang und herumschwirrenden Gedanken kaum schlafen, war nur am Ackern und habe einiges geschafft, wenn natürlich auch nicht alles für den Kehraus war. Ein bisschen skeptisch bin ich ja schon, ob ich wirklich noch alles von der Liste werde packen können.


Studium
  • Hausarbeit noch aus dem letzten Semester beenden und abgeben
Mein größtes Sorgenkind momentan. Sehr bald ist Abgabe, ich habe seit Monaten schon nicht mehr daran gearbeitet und weiß somit nicht einmal, wo ich gerade stehe. Die nächsten Tage sind ausschließlich dafür reserviert.

  • Referat im Seminar Buchwissenschaft vorbereiten und halten
Die letzten Tage vorbereitet, heute gehalten. Damit ist das endlich geschafft!

  • Buch "Acts of Union and Disunion" von Linda Colley beenden
Abgehakt!


Persönliche Projekte
  • Mein "30 Tage lang jeden Tag Gitarre spielen"-Projekt beenden
Erfolgreich beendet. Es tat wirklich gut, sich jeden Tag ein bisschen Zeit dafür zu nehmen und sich musikalisch auszulassen.

  • Ein neues 30 Tage-Projekt anfangen
Überhaupt möchte ich von nun an probieren, Dinge, die mir nicht gefallen, in 30 Tagen-Projekten zu ändern. Dann ist das eine festgesetzte Herausforderung statt des ewigen Hätte/Könnte/Sollte. Zudem integriert man die Sache gleich in den Alltag. Kurz: Ein neues Projekt ist angefangen.

  • Weihnachtsgeschenke für alle besorgen oder selbst herstellen
Die Jagd nach Weihnachtsgeschenken hat begonnen. Die Geschenke, die gekauft werden mussten, sind soweit alle besorgt. Diejenigen, die selbst mache, sind leider noch nicht vollzählig. Aber ich bin dran.

  • Über den Leipziger Weihnachtsmarkt schlendern
Erinnert mich nächstes Jahr bitte daran, nicht am Wochenende auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. So. Viele. Menschen. Ansonsten ist der in Leipzig wirklich sehr hübsch.

  • Fünf Punkte der "101 Dinge in 1001 Tagen" bearbeiten/abhaken
Einen der vorgenommenen fünf Punkte kann ich bereits jetzt abhaken, die restlichen in Bearbeitung. Genaueres verrate ich jedoch erst am Ende. Ich bin zuversichtlich.

  • Zum Friseur gehen
Termin ist gemacht, also sollte dem nichts mehr im Weg stehen.

  • Mich vorsorglich schon um die Kündigung von meinem Handyvertrag nächstes Jahr kümmern
Da ich sowohl mit meinem Handy als auch mit meinem Anbieter unzufrieden bin, möchte ich im nächsten September gern beides wechseln. Um die Kündigungsfrist nicht zu versäumen, mache ich das lieber jetzt schon. Heute habe ich online gekündigt, morgen wird das zusätzlich noch per Telefonanruf bestätigt und die Sache ist vom Tisch.


Blog
  • Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde verschiedenen Blogaktivitäten widmen
Das funktioniert einigermaßen gut. Zwar musste ich manchmal eine halbe Stunde am nächsten Tag noch nachholen, weil ich es verschwitzte, doch das ist eher die Ausnahme.

  • Mindestens zwei Blogartikel die Woche veröffentlichen
In dem Bereich muss ich mich ranhalten.

  • Meinen überquellenden Entwurf-Ordner aufräumen
Dem ging ich schon an den Kragen. Einige langjährige Ideen, die mir mittlerweile doch nicht mehr zusagen, sind endlich gestrichen. Andere wiederum plane ich jetzt, weil ich endlich, eher früher als später, darüber bloggen möchte.



Zwischenfazit:
Von insgesamt 21 Aufgaben sind fünf abgeschlossen und weitere sieben in Arbeit. Da geht noch was! Wie läuft es bei euch?

Sonntag, 14. Dezember 2014

Meine Wunschlistenbücher

Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich zum letzten Mal wirklich einen Wunschzettel schrieb. Das muss zu Zeiten gewesen sein, in dem man diesen danach auch noch in einen Umschlag steckte und an den Weihnachtsmann "schickte" (ich bezweifle stark, dass meine Mutter diese Briefe wirklich jemals abgeschickt hat). Also ist es wohl ziemlich lange her. Nichtsdestotrotz kommt natürlich jedes Jahr zu Weihnachten wieder die gleiche Frage meiner Familie auf: Was wünschst du dir denn? Zwar enthielt mein Antwort dieses Jahr keine Buchtitel, trotzdem möchte ich an dieser Stelle - geklaut inspiriert vom Bücherei - die Bücher aufzählen, die ganz oben auf meiner Wunschliste stehen und die ich unbedingt in naher Zukunft lesen möchte. Vielleicht schaut hier ja doch noch ein potenzieller Mich-Beschenk-Woller rein.

Einige Bücher stehen bereits ziemlich lange auf meiner Wunschliste, was an meinem eigentlichen Plan liegt, zunächst die mir unbekannten Bücher zu lesen, die ich noch besitze. Das hat mich seither ziemlich gut davor bewahrt, wirklich selbst neue Bücher zu kaufen. Doch sie geschenkt zu bekommen, zählt ja nicht...irgendwie.


"Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf
Von Wolfgang Herrndorf habe ich bereits den Roman "Tschick" gelesen, der mir sehr gefallen hat. Seit der Diagnose Hirntumor schrieb der Autor auf dem Blog Arbeit und Struktur über sein Leben mit der tödlichen Krankheit. Diese Einträge wurden dann, nachdem er sich schließlich im August des letzten Jahres das Leben nahm, als Buch veröffentlicht.


"Sally Heathcote: Suffragette" von Mary M. Talbot
Ein Graphic Novel über die feministische Suffragist-Bewegung Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien. Genau genommen begleitet man in diesem Buch die Suffragette Sally Heathcote, einem Hausmädchen, das mit den vielen anderen Frauen gegen die Unterdrückung kämpft. Die Bewegung interessiert mich schon lange, deshalb hätte ich mit diesem Buch gern einen kleinen Einblick.


"The Art of Asking: How I Learned to Stop Worrying and Let People Help" von Amanda Palmer
Meine Liebe zu Amanda Palmer brachte ich bereits an mancher Stelle auf diesem Blog zum Ausdruck. Jetzt schrieb die Musikerin auch noch ein Buch und ich platze bald vor Aufregung, weil ich es unbedingt lesen möchte. Der Titel sagt eigentlich auch schon, worum es geht. Sie beschreibt ihre Erfahrungen damit, Leute um Hilfe zu bitten und warum daran, besonders als Künstler, gar nichts Schlimmes ist.


"Unheimliche Geschichten" von Edgar Allan Poe, illustriert von Benjamin Lacombe
Von dem französischen Illustrator schwärmte ich schon vor einiger Zeit, als ich seine Version des Märchens "Schneewittchen" las. Ich liebe seinen Zeichenstil einfach abgöttisch und zusammen mit Edgar Allan Poe kann das nur gut werden.


"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" von Haruki Murakami
Letztes Jahr brachte Murakami, einer meiner Lieblingsautoren, dieses Buch heraus und noch immer bin ich nicht dazu gekommen, es zu lesen. Mittlerweile gibt es sogar wieder ein neues, deshalb muss ich mich nun wirklich sputen. Sonst hole ich nie auf. Herr Murakami, macht es Ihnen etwas aus, die nächsten Jahre nichts zu veröffentlichen, damit ich mit dem Lesen auch noch hinterherkomme? Bitte? Danke!


"Tree Of Codes" von Jonathan Safran Foer
Ebenfalls einer meiner Lieblingsautoren, jedoch ist dieses das einzige Buch, das mir von Foer noch fehlt. Die Herangehensweise bei "Tree of Codes" ist eine etwas andere. Und zwar nahm Foer sein Lieblingsbuch "The Street of Crocodiles" von Bruno Schulz, schnitt aus dem Text so lange Wörter und Passagen heraus, bis seine ganz eigene Geschichte dabei herauskam. Deshalb ist das Buch auch so teuer, denn man sieht auf den Seiten tatsächlich, wo etwas ausgeschnittenen wurde.


"Grau" von Jasper Fforde
Ich habe schon so viel Gutes über Jasper Fforde gehört, dass es höchste Zeit wird, endlich etwas von ihm zu lesen. Punkt. Dieses Buch steht dabei auf meiner Wunschliste, weil es (bisher) kein Teil einer Reihe ist und ich bei neuen Autoren lieber mit Einzelromanen beginne.


"Not That Kind of Girl: A Young Woman Tells You What She's Learned" von Lena Dunham
Seit ich die Serie "Girls", die von Lena Dunham erschaffen wurde, ausgerechnet in einer Prüfungsphase entdeckte und die ersten drei Staffeln innerhalb kürzester Zeit schauen musste, um mich danach wieder ordentlich auf meinen Lernstoff konzentrieren zu können, bin ich ein bisschen besessen von ihr. Lena Dunham ist einfach so witzig und authentisch und genau das verspreche ich mir auch von ihrem Buch, in dem sie über sich und ihr Leben geschrieben hat.

Freitag, 12. Dezember 2014

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke Oktober & November


89. Ein Land bereisen, in dem ich noch nie war
Abgehakt! Schon seit ich vor ungefähr eineinhalb Jahren zum ersten Mal mit dem Lernen der niederländische Sprache begonnen habe, wollte ich auch in die Niederlanden reisen. Im Oktober war es endlich soweit. Hier berichtete über einige meiner Eindrücke.

05. Blutplasma spenden
Nach Ewigkeiten ging es wieder ins Blutspendezentrum. Da meine letzte Spende jedoch bereits so lange her war, konnte ich wieder kein Blutplasma, sondern "nur" Blut spenden. Und prompt klappte an diesem Tag mein Kreislauf zusammen und ich wurde ohnmächtig. Zum Glück befand ich mich noch im vor Ort, sodass ich mich ordentlich erholen konnte, bevor es wieder nach Hause ging. Einmal würde ich dieses Jahr gern noch hin und wirklich Blutplasma spenden. Inwieweit ich es aber schaffe, diese Aufgabe noch zu erfüllen, weiß ich noch nicht. Wird sich vor allem auch daran zeigen, wie gut ich die nächste Spende vertrage.

53. 5 DIY-Projekte verwirklichen
Mit diesem Punkt befinde ich mich gerade in der Bredouille. Ich weiß nicht mehr, was ich mir damals unter DIY-Projekten vorgestellt habe. Zählen Strick- und Nähwerke? Dann hätte ich den Punkt schon lange beendet. Nun, jedenfalls habe ich im November die Türknäufe meines Kleiderschranks mit knallrotem Nagellack lackiert (endlich war das Zeug wieder für etwas gut) und obwohl das nicht lange brauchte oder sonderlich schwierig war, ist es ein schöner Hingucker. Deshalb zähle ich dies an dieser Stelle als DIY-Projekt. Außerdem sollte ich mir überlegen, wie ich die letzten beiden Projekte gestalten möchte.

76. Neue Rezepte ausprobieren
Blumenkohlheißhunger hatte zur Folge, dass ich unbedingt die klassische Süß-Sauer-Soße meiner Mutter dazu nachkochen wollte. Problem bloß: Sie konnte mir kein genaues Rezept geben, weil sie immer alles nach Gefühl macht. So lieferten meine Versuche noch nicht das gewünschte Ergebnis. Doch ich werde nicht aufgeben!


66. Mindestens 3x pro Woche Gitarre üben
Im Oktober ließ ich den Punkt sträflichst schleifen, weshalb ich im November ein 30 Tage-Projekt daraus machte. Jeden Tag ein bisschen spielen, egal ob zehn Minuten oder drei Stunden. Einfach die Sache nicht wieder aus den Augen verlieren. So spielte ich in den beiden Monaten insgesamt nun doch 29 Mal und habe wieder ein paar neue Lieder im Repertoire.

31. Fiktive Geschichten schreiben
Mehrere Male versuchte ich seit Beginn der 1001 Tage mein Glück damit, doch es schien, als wäre Fiktion einfach nicht mein Ding. Im November nahm ich dann am Schriftstrom-Schreibmarathon teil und plötzlich waren da so viele Ideen für eine Geschichte. Leider schaffte ich es seitdem nicht wirklich, daran weiterzuschreiben. Doch ich möchte dranbleiben. Zwar habe ich mit der Aufgabe erst begonnen, aber immerhin bin ich zuversichtlicher als zuvor, dass daraus noch etwas wird.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
In den letzten Monaten las ich drei Bücher, wovon eines auf Englisch war und somit ebenfalls für Aufgabe 27 "Mehr englische Bücher lesen" zählt. Welche genau das gewesen sind, könnt ihr hier nachlesen.

Ansonsten traf ich mich dreizehn Mal mit Freunden (11), schrieb vierzehn Blogartikel (92), verlebte zwei Tage internetfrei (64), schrieb fünf Postkarten aus Amsterdam (13), tat einmal für jemanden ohne bestimmten Grund etwas Gutes (12), lernte neun Stunden Niederländisch (75), hatte einmal Kontakt zu meinem Vater (14) und erstellte ein Video zu Halloween (30).

Freitag, 5. Dezember 2014

10 Billion von Stephen Emmott

AUTOR l Stephen Emmott
TITEL l 10 Billion
DEUTSCHER TITEL l 10 Milliarden
GENRE l Sachbuch, Überbevökerung
VERLAG l Penguin Books (2013)
SEITEN l 198
AUSZUG l "Earth is home to millions of species. Just one dominates it. Us. Our cleverness, our inventiveness and our activities have modified almost every part of our planet. In fact, we are having a profound impact on it. Indeed, our cleverness, our inventiveness and our activities are now the drivers of every global problem we face. And every one of these problems is accelerating as we continue to grow towards a global population of ten billion.
In fact, I believe we can rightly call the situation we're in right now an emergency - an unprecedented planetary emergency.
This is the reason I have written this book."

Hier gibt es eine LESEPROBE der englischen Ausgabe.

INHALT l Für die Herstellung eines Burgers braucht man 3000 Liter Wasser. Wir produzieren in zwölf Monaten mehr Ruß als im gesamten Mittelalter und fliegen allein in diesem Jahr sechs Billionen Kilometer. Unsere Enkel werden sich die Erde mit zehn Milliarden Menschen teilen müssen. Haben wir überhaupt eine Zukunft?

REZENSION l Über das Thema Überbevölkerung habe ich schon einige Artikel gelesen. Um noch tiefer in die Materie einzudringen, griff ich also zu diesem Buch. Doch auf diese Erwartungshaltung folgt auch schon die meinerseits dringendste Frage: Wieso ist "10 Billion" überhaupt ein Buch? Die Seiten sind meistens nur halb bedruckt (wenn überhaupt), es gibt viele Leerzeilen und Absätze. Sogar Absätze bestehend aus einem Satz. Einfach nur nein! Absätze bestehen nicht aus einem Satz! Hinzu kommen zahlreiche unnötige Bilder - "Oh danke, für das Bild, mir ist ganz entfallen, wie Felder aussehen" - die noch nicht einmal kommentiert werden. Nicht zu vergessen, die endlosen Diagramme, die alle, alle, das Gleiche zeigen: eine Steile Kurve nach oben. Super illustriert! Ich hatte ja keine Ahnung, was das Wort "ansteigen" bedeutet! All diese Dinge geben mir das Gefühl, hier wurde auf Biegen und Brechen aus einem zehnseitigen Essay mit viel Mut zur Lücke und sinnlosen Bildern ein Buch gemacht, für das man auch einen Buchpreis berechnen und dementsprechend schön viel Geld scheffeln kann.

Aber hey, die Aufmachung wäre kein so großes Problem, wenn der Inhalt überzeugen könnte. Doch das tut er nicht. Der Schreibstil ist sehr primitiv, wiederholt sich ständig und wurde scheinbar für eine absolut unterbelichtete Zielgruppe konzipiert. Und wieso konnte sich Emmott nicht einmal bemühen, ein anderes Wort für "increased" zu finden. Ich verstehe, alles steigt an. Probiere doch trotzdem, das zur Abwechslung mal in andere Worte zu packen! Nehmen wir zur Veranschaulichung den Auszug, den ich oben hinschrieb. Schon allein die Wiederholungen in diesem kurzen Ausschnitt verdeutlichen hervorragend, was ich meine. Und haltet euch vor Augen, dass dies der Text von sechs Seiten ist (inklusive einer Doppelseite eines Schwarz-Weiß-Bildes)!

Durch die ganz kurzen Absätze schneidet er die Themen auch nur ziemlich oberflächlich an und schafft nicht, mir mehr Informationen zu bieten, als es die Zeitschriftenartikel vorher taten. Ein Armutszeugnis. Was mich zudem besonders nervt, ist die Panikmache, die er mit dem Buch betreibt. Die Debatte über dieses Thema soll und muss weitergeführt werden, denn es ist von größter Wichtigkeit. Doch einen Fakt zu nehmen und Statistiken hervorzukramen, deren Quellen Emmott nicht einmal benennt, die Hintergründe nicht zu erklären und dann quasi die morgige Apokalypse vorauszusagen, ist doch ein bisschen krass (Achtung: überspitzte Aussage).

Insgesamt frage ich mich ehrlich, wie dieses "Werk" zustande gekommen ist. Der Autor, das muss ich an dieser Stelle betonen, ist von Beruf Wissenschaftler und leitet ein Labor in Cambridge. So einfältig kann er also nicht sein, daher müsste er doch eigentlich wissen, wie man wissenschaftlich schreibt. Wenn ich jedoch dieses Buch morgen in der Universität abgäbe, würden sie mir das Ding um die Ohren hauen. Hat hier also der Verlag Hand angelegt, alles simplifizieren lassen, den Text künstlich aufgeplustert und die ganzen sinnlosen Bilder hingeklatscht, damit das auch jeder Idiot versteht? Oder konnte Emmott das Buch nur an den Mann bringen, wenn er es höchst primitiv und fast schon propagandistisch formuliert?

FAZIT l Insgesamt hat mich "10 Billion" beim Lesen ungemein frustriert. Aufgrund der Länge, oder sollte ich sagen Kürze, fühlte ich mich veräppelt, aufgrund der Schreibweise für dumm verkauft, aufgrund der Oberflächlichkeit vom Informationsgehalt her alles andere als befriedigt und aufgrund der überspitzten Panikmache verdrossen. Ein kompletter Reinfall!

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Lesemonate Oktober & November

Oktober


"Herr Lehmann" von Sven Regener
Roman; 285 Seiten; Goldmann Verlag; 2003; Deutsche Originalausgabe

Mit einem nüchternen Blick für die tragische Komik des Lebens bewegt sich der Wahlkreuzberger Lehmann durch den Alltag. Jahrelange, ausgefuchste Ausweichmanöver und heroische Trägheit haben ihn bisher erfolgreich vor den Ansprüchen von Eltern, Vermietern und Frauen verschont. Doch kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag - im Jahr des Mauerfalls - bricht ein unvorhergesehene Störung nach der anderen in seinen geliebten Alltagstrott.

Ich bin von "Herr Lehmann" absolut begeistert. Die fantastische Schreibweise, die Charaktere und der Humor - ich kann definitiv verstehen, wie dieses Buch seinen Status als Kultbuch erlangen konnte. Es gibt einfach so viele Szenen, die im Kopf bleiben, weil sie so schräg und besonders sind.

Gelesene Bücher: 1
Gelesene Seiten: 285
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 8


November


"The Tiny Book of Tiny Stories Volume I" von Joseph Gordon-Levitt & hitRECord
Minigeschichten; Illustrationen; 83 Seiten; hitRECord; 2011; Englische Originalausgabe

Die Minigeschichten, die sowohl von Gordon-Levitt als auch Benutzern der hitRECord-Plattform geschrieben wurden, bestehen oft nur aus einem, wenn überhaupt aus mehreren, Sätzen und jeweils einer Illustration. Und es ist unglaublich, wie viel Gefühl und Bedeutung man mit so wenig Text hervorbringen kann. Natürlich gefallen mir nicht alle Tiny Stories gleichermaßen gut, doch es finden sich einige echte Perlen darin. Ein tolles Buch für Zwischendurch oder auch als Geschenk.

"Amerika" von Franz Kafka
Roman; 355 Seiten; Diogenes Verlag; 2008; Deutsche Originalausgabe

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Karl Roßmann aus Prag, der wegen eines Verhältnisses mit dem Dienstmädchen von seinen Eltern nach Amerika geschickt wird und dem es dort nicht gelingt, sich in der entpersonalisierten, von Maschinen und Industrie geprägten Neuen Welt zurechtzufinden.

Mein erster richtiger Kafka-Roman (nach einigen Erzählungen und Briefen)! In den Schreibstil Kafkas muss ich mich jedes Mal auf's neue erst wieder hineinfinden, doch dann ist er grandios. Das Buch hat es mir sowieso angetan. Es ist einfach so gut beschrieben, wie verwirrend diese neue Umgebung für den Protagonisten ist, wie er eigentlich weniger aktiv handelt, ihm dafür umso mehr wiederfährt, das er alles nicht kontrollieren kann und wie er trotzdem versucht, sich in diese Gesellschaft einzugliedern.

Gelesene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 438
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 15

Sonntag, 30. November 2014

Kehraus 2014

Heute beginnt offiziell wieder die Adventszeit, eine Zeit, in der wir es uns mehr und mehr gemütlich machen, Plätzchen futtern und möglichst stressfrei auf die Feiertage hinfiebern. Ich möchte den Dezember jedoch nutzen, um angefangene Projekte zu beenden oder zumindest zu weiten Teilen weiterzuführen. Noch einmal im letzten Monat des Jahres so richtig viel anpacken und schaffen, um mit geebnetem Weg und einer leeren To Do-Liste ins neue Jahr zu starten. Ein Zwischenfazit wird es zur Halbzeit geben. Es folgen die Punkte, um die ich mich kümmern werde.


Studium
  • Hausarbeit noch aus dem letzten Semester beenden und abgeben
  • Essay zu "Jane Eyre" von Charlotte Brontë anfangen und beenden
  • Referat im Seminar Buchwissenschaft vorbereiten und halten
  • Bewerbung für das Auslandssemester schreiben
  • Mit dem Lernen für die mündliche Prüfung Ende Januar beginnen
  • Buch "Acts of Union and Disunion" von Linda Colley beenden


Persönliche Projekte
  • Mein "30 Tage lang jeden Tag Gitarre spielen"-Projekt beenden
  • Ein neues 30 Tage-Projekt anfangen
  • Weihnachtsgeschenke für alle besorgen oder selbst herstellen
  • Zur Blutplasmaspende gehen
  • Über den Leipziger Weihnachtsmarkt schlendern
  • Fünf Punkte der "101 Dinge in 1001 Tagen" bearbeiten/abhaken
  • Mich endlich für einen Nebenjob bewerben
  • Jane Austens "Sense & Sensibility" im dritten Anlauf endlich zu Ende lesen
  • An meinem Roman weiterschreiben
  • Zum Friseur gehen
  • Mich vorsorglich schon um die Kündigung von meinem Handyvertrag nächstes Jahr kümmern


Blog
  • Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde verschiedenen Blogaktivitäten widmen
  • Mindestens zwei Blogartikel die Woche veröffentlichen
  • Meinen überquellenden Entwurf-Ordner aufräumen
  • Den E-Course zum Thema Bloggen, den ich vor Monaten gebucht habe, endlich bearbeiten


Was nehmt ihr euch für den Dezember vor? Werdet ihr gen Jahresende eher entspannen oder noch einmal richtig durchpowern?

Mittwoch, 19. November 2014

Büchertausch der etwas anderen Art: Öffentliche Bücherschränke

Es ist bereits über ein Jahr her, seit ich einigen öffentlichen Bücherschränken in Berlin einen Besuch abstattete. Trotzdem habe ich es nie auf die Kette gekriegt, darüber auch einen Blogbeitrag zu schreiben. Bis jetzt. Es kann daher sein, dass sich die Bücherschränke, die ich damals besuchte und über die ich nun berichten werde, mittlerweile ein wenig verändert haben. Doch das Grundkonzept bleibt.

Das Motto ist denkbar simpel: "Bring ein Buch - nimm ein Buch - lies ein Buch". Die mittlerweile europaweit aufgestellten Bücherschränke schaffen nicht nur Abhilfe, wenn einem der Lesestoff ausgegangen ist, sondern auch, wenn man zu Hause in einem Berg ungewollter Bücher versinkt. Die etwas andere Art des Büchertauschs ist dabei nicht nur umwelfreundlich, sondern zudem für jeden Nutzer ohne jegliche Kosten verbunden. Einfach hingehen, stöbern, ein, zwei oder auch drei Bücher mitnehmen, eventuell eigens mitgebrachte Bücher zurücklassen und lesen. Ob man die herausgenommenen Bücher nach dem Lesen wieder zurückbringt, behält oder anderweitig weitertauscht, ist jedem selbst überlassen.


Berlin liegt mit über zehn verfügbaren Bücherschränken zahlenmäßig vorn. In Leipzig, wo ich momentan lebe, gibt es leider (noch?) keinen. An welcher Stelle ihr den nächsten in eurer Umgebung findet, könnt ihr dieser Liste öffentlicher Bücherschränke entnehmen. Die Bücherschränke, die ich unter die Lupe nahm, befinden sich in der deutschen Hauptstadt am Mierendorffplatz und in Prenzlauer Berg Ecke Kollwitzstraße/Sredzkistraße. Der dritte im Bürgeramt Spandau scheint in der Zwischenzeit abgeschafft worden zu sein. Gut besucht war keiner von ihnen. Nur bei der ausrangierten Telefonzelle auf dem Mierendorffplatz näherte sich einmal ein Mann, um das Angebot in Augenschein zu nehmen. Obwohl es für den Besucher nur von Vorteil ist, allein vor Ort zu sein, denn zum gemeinsamen Schmökern laden zumindest die engen Telefonzellen eher nicht ein.

An Quantität mangelte es bei allen drei öffentlichen Bücherschränken nicht. Mehrere Regalbretter sind meistens sogar zweireihig mit Büchern vollgestopft. Die Auswahl hängt dabei selbstverständlich von den Besuchern der Tauschbibliotheken ab. Man muss sich darauf einstellen, dass man im Normalfall keine neuen Bücher oder gar Bestseller abstauben wird. Doch mit ein bisschen Glück lassen sich durchaus einige Schätze ergattern. Ich wurde bei meinem Ausflug fünf alte Bücher los und ergatterte eine gut erhaltene, englische Penguin-Ausgabe von Robert Louis Stevensons "Dr Jekyl and Mr Hyde". Zumindest ein kleiner Erfolg.


Auch wenn ich an dem Tag zum ersten Mal dieser Idee des Büchertauschs begegnete, neu ist das Konzept nicht. Bereits Ende der 1990er Jahre wurden in Darmstadt und Hannover sogenannte "kostenlose Freiluft-Bibliotheken" realisiert und regen bis heute über die Landesgrenzen hinaus zum Nachahmen an. Falls man eines schönen Tages sowieso an einem der Bücherschränke vorbeikommen sollte, sind sie auf jeden Fall einen Besuch wert.

Habt ihr schon einmal einen öffentlichen Bücherschrank benutzt? Was haltet ihr von dem Prinzip?

Sonntag, 9. November 2014

THROUGH THE DOOR OF CONSCIOUSNESS, SAN FRANCISCO

Eine der musikalischen Neuentdeckungen der letzten Monate ist bei mir die Band Foxygen. Die Musik bewegt sich irgendwo zwischen "Psychdelic Rock" und "Indie Pop". Ich mag sie vor allem so sehr, weil sie so schön alt klingt (Einflüsse sind unter anderem The Velvet Underground, David Bowie oder The Rolling Stones) und nie langweilig wird, da ständig mitten im Lied einfach der Rhythmus, die Melodie oder auch alles geändert wird. Manchmal lässt sich nicht einmal Strophe und Refrain richtig zuordnen. Die Texte ergeben zeitweise anscheinend überhaupt gar keinen Sinn, was manchmal verwirrt, manchmal auch zum Nachdenken anregt. Die Lieder sind großartig, die Stimme fantastisch und überhaupt halte ich Sam France und Jonathan Rado für ziemlich genial.


Angesichts dieser Meinung ist es kein Wunder, dass ich mir das Konzert von Foxygen am vergangenen Mittwoch in Berlin natürlich unter keinen Umständen durch die Lappen gehen lassen durfte. Vorband war die kanadische Indie-Rock-Gruppe Alvvays, die zwar gute Musik lieferte, doch deren Mitglieder allesamt während des Auftritts solche langen Gesichter zogen (wie auf dem Foto oben erkennbar), als wären sie lieber in der ersten Reihe im Schützengraben, statt in diesem Club ihre Lieder spielend. So war es ein bisschen schwer, in Stimmung zu kommen. Trotzdem werde ich mir mehr von der Band anhören, denn, wie gesagt, die Musik war echt nicht schlecht.

Dann war es auch schon soweit und Foxygen kamen auf die Bühne...explodiert! Vier Musiker, ein Sänger und drei Backgroundsängerinnen aka-tänzerinnen aka Cheerleaderinnen. Zu Beginn spielten sie meinen momentanen Lieblingssong "How Can You Really", was ich in meiner Naivität natürlich persönlich nehme, deshalb möchte ich mich sehr für die tolle Überraschung bedanken.


Nichtsdestotrotz musste ich die ersten paar Songs fast komplett durchlachen. Da stehe ich also in diesem winzigen Club. Die etwas lustlose Vorband hat gerade die Bühne verlassen, da kommt eine relativ große Anzahl Menschen auf die Bühne, die sehr laut spielt, während das Mädel neben mir anfängt sich zu bewegen, als stünde es unter einem Voodoo-Zauber. Dem Sänger Sam France geht es wohl ähnlich, denn er beginnt, unkontrolliert zu tanzen, zu hüpfen, sich auf die Boxen zu stellen, die immer wieder unter seinen Füßen wegkippen. Er lässt sich dauernd auf den Hintern und die Knie fallen, bis eines davon blutig ist, kickt und boxt ins Publikum, was das Zeug hält, entleert flaschenweise Wasser über seinem Kopf, schmeißt ständig seinen Mikrofonständer um und steigt, irgendwann oberkörperfrei, des Öfteren in die Menge hinab. Währenddessen versuche ich darauf klarzukommen, was da gerade eigentlich passiert. Kleiner Spoiler: Dieses Gefühl dauerte bis nach dem Konzert an. Diese Aufgedrehtheit war so plötzlich, dass es surreal wirkte.

Der Gig dauerte eine gute Stunde, was ich bei dem Ticketpreis und dem Bekanntheitsgrad der Band in Ordnung finde. Dennoch war es erstaunlich, dass Sänger Sam France die ganze Zeit durchgepowert hat ohne umzukippen. Den krassen Bruch auf der Bühne machten die restlichen Musiker, die ihm keinerlei Beachtung schenkten, sondern einfach ihr Ding drehten. Irgendwie war es cool. Denn früher oder später war ich, ehrlich gesagt, ein wenig genervt von dem Herumgehampel und davon, dass ich dauernd seinem Mikrofonständer oder Körper ausweichen musste, weil ich, wie war ich doch leichtsinnig, natürlich in der ersten Reihe stand. Ich wollte lieber die grandiose Musik genießen, tanzen und den Musikern beim Spielen zusehen. Glücklicherweise stellte sich irgendwann jemand vor mich hin, damit war das endlich möglich.


Die Setlist war ansonsten super und bot viel Abwechslung. Sowohl alte Sachen - die Band veröffentlichte dieses Jahr immerhin schon ihr drittes Album - als auch neue. Von "Teenage Alien Blues" über "No Destruction", "On Blue Mountain" und "Shuggie" bis hin zu "Coulda Been My Love" waren viele meiner Lieblinge dabei und so machen Konzerte natürlich gleich doppelt Spaß.

Der einzige Nachteil ist und bleibt die exzentrische Freakshow, die France abziehen musste. Nicht nur, dass dies total von der Musik ablenkte, zudem gab er sich beim Singen kaum Mühe, was ich bis heute ziemlich schade finde, denn seine Stimme kann so wunderbar sein. Und eigentlich kann er auch gut tanzen. Ich verstehe gar nicht, warum er sich immer hat hinpacken müssen. Da fällt mir ein, dass er sich vor ungefähr einem Jahr sogar bei einem Auftritt einmal das Bein gebrochen hat. So gefährlich kann das nämlich ausgehen. Über die Unergründlichkeit des Sam France werde ich wohl mal einen Aufsatz schreiben müssen.

Jedenfalls bin ich nach wie vor froh, meine heißgeliebte Band tatsächlich live gesehen zu haben. Ich würde ihr sogar wieder einen Besuch abstatten, wenn ich mich dann auch gleich von Beginn an eher an die Seite stellen würde. Es war definitiv ein Abend ganz besonderer Art und eine Erfahrung, die ich nicht missen wollen würde. Und den Tinnitus, der mir seither im linken Ohr sitzt, trage ich mit Stolz. Fazit des Abends: "What the fuck did just happen?"

Dienstag, 4. November 2014

Wie sich Minimalismus bisher auf mein Leben auswirkte

Als eine Freundin vor einigen Wochen mein Zimmer in der neuen Wohnung betrat, entfuhr ihr der Satz: "Na, besonders minimalistisch sieht es bei dir ja nicht aus." Und sie hat recht. Sobald man sich die Wohnungen von Minimalisten vorstellt, hat man Bilder kahler, weißer Räume im Kopf. Mein Zimmer ist chaotisch wie eh und je. Dass ich mich darüber hinaus nicht als Minimalistin sehe, habe ich damals schon im Beitrag "Was ist Minimalismus? 11 Blogger antworten!" auf Einfach bewusst erwähnt. Ich interessiere mich lediglich für diesen Lebensstil und finde vieles sehr sinnig und erstrebenswert. Stetig arbeite ich daran, mein Leben einfacher und bewusster zu gestalten. Doch schafft man bloß ein paar Baustellen gleichzeitig, weshalb man immer nur Schritt für Schritt vorankommt. Zudem gibt es neben dem Minimalismus auch andere Bereiche im Leben, um die man sich kümmern muss. Nichtsdestotrotz wurde mein Leben in einigen Punkten durch Minimalismus beeinflusst. Ich habe auf meiner Reise viel darüber sowie davon gelernt und für mich mitnehmen können.


1) Ich bin einige hundert Gegenstände losgeworden, habe vieles verkauft und verschenkt und bin noch lange nicht fertig mit dem Aussortieren. Es entpuppt sich im Laufe der Zeit einfach mehr und mehr als überflüssig, bis eines Tages hoffentlich nur noch die essenziellsten Dinge übrig bleiben.

2) Qualität statt Quantität: Besonders was Gebrauchsgegenstände angeht, die mir lange von Nutzen sein sollen, wie Schuhe oder Technik, lege ich mittlerweile sehr viel Wert darauf, keinen Schrott zu kaufen, den ich spätestens in einem Jahr schon wieder ersetzen müsste.

3) Ich brauche Dinge konsequent auf und benutze Gegenstände bis zum bitteren Ende, bevor ich mir Neues hole. Klamotten müssen schon kaputt und regelrecht ausgewaschen sein, Technik nach endlosen Macken endgültig aufgeben. Momentan funktionieren beispielsweise meine Computerboxen, die mindestens zehn Jahre alt sind, nur noch, wenn der Regler an einer bestimmten Stelle steht. Trotzdem werde ich mir erst neue holen, wenn selbst dieser Trick nicht mehr funktioniert.

4) Es gibt bestimmte Sachen, bei denen ich für mich festgelegt habe, dass ich sie nie wieder kaufen werde. Zum Beispiel Lippenstift, Nagellack, Schmuck, DVDs und CDs. Auch diese Liste wird stetig erweitert.

5) Eine Sammlung erlaube ich mir trotzdem. Obwohl ich selbst bei meinen heißgeliebten Büchern nur diejenigen behalte, die ich wirklich mochte und wieder lesen möchte.

6) Minimalistische Reisen haben unglaublich an Reiz für mich gewonnen. Wie Wanderungen, bei denen man alles, was man für diese Tage benötigt, auf dem Rücken trägt.

7) Auch kostenlose Dinge bedeuten Aufwand. Flyer, Zeitschriften, Werbegeschenke? Nein, danke! Ich möchte mich ungern am Ende darum kümmern müssen, wie ich das Zeug wieder loswerde oder mein Zeit damit verschwenden, es zu pflegen. Von vornherein freundlich abzulehnen, ist so viel einfacher.

8) Ein alter Hut, doch trotzdem muss der auf die Liste: Erlebnisse sind wichtiger als Gegenstände. Besonders in Sachen Geschenke bevorzuge ich Gutscheine für eine gemeinsame Zeit statt sinnlosen Kram zu erhalten oder zu verschenken. Ein gemeinsamer Ausflug ist mehr wert als eine Vase. Punkt.

9) Auch wenn ich mich mit diesem Tipp am Anfang nicht anfreunden wollte, mittlerweile ist er sehr wichtig geworden. Dinge, deren einzige Aufgabe es ist, an etwas zu erinnern, werden bildlich festgehalten und dann weggegeben. Die Fotos reichen vollkommen aus, um den Gegenstand zu zeigen, mit dem man etwas verbindet.

10) Digitale Inhalte sind wichtiger geworden denn je. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich Musik und Filme digital zu beschaffen oder zu streamen, ich werde echt nie wieder Platz und Aufwand für CDs und DVDs verschwenden müssen. Der konsumierte Inhalt ist schließlich der gleiche und kann genauso berühren, schwelgen lassen sowie anregen.

11) Bei Anschaffungen reichen gebrauchte Gegenstände aus. Bücher, Klamotten, Möbel - das muss nicht immer alles unbenutzt sein. Gebrauchtes tut es oft genauso gut.

12) Spontaneinkäufe sind böse. Ich tätige nur sehr selten welche, aber wenn das doch vorkommen sollte, geht es schon das ein oder andere Mal in die Hose. Letztens kaufte ich mir zum Beispiel spontan hübsche Knäufe, mit denen ich meinen Kleiderschrank ein wenig aufpeppen wollte. Doch wie sich zu Hause dann herausstellte, kann man sie bei diesem Schrank gar nicht anbringen. Entweder ich bohre und säge, damit das noch was wird oder ich bringe sie zurück. So oder so wäre mir die zusätzliche Arbeit und der Ärger erspart geblieben, hätte ich mich vorher besser informiert.

13) Dekoration oder Gegenstände, die keine nützliche Aufgabe besitzen, sind bei mir nicht mehr willkommen.

14) Auch in Sachen Beziehungen gibt es Minimalismus. Es ist wichtig, sich nur mit den Menschen zu umgeben, die einem gut tun, einen nicht herunterziehen und bei denen sich die investierte Zeit auch lohnt, weil man etwas zurückbekommt. Das musste ich selbst vor kurzem lernen. Es war nicht einfach, doch es ist manchmal einfach besser so.

15) Zu guter Letzt: Auch digitaler Ballast ist Ballast. Ob Newsletter, die einem das Postfach überschwemmen oder Chaos auf der Festplatte - das alles ist ebenfalls überflüssiger Kram, der einem Zeit wegnimmt. Besonders meinem eigenen Desktop werde ich mich demnächst widmen müssen, da hinter vielen Ordnern noch Aufgaben auch mich lauern und ich kaum etwas wiederfinde. Baustelle.


Es gibt sicherlich weitere Punkte darüber, inwiefern Minimalismus einen Einfluss auf mich hatte. Doch die sind dann wahrscheinlich schon so in meinen Alltag übergegangen, dass ich sie gar nicht mehr bewusst wahrnehme. Welche minimalistischen Züge könnt ihr in eurem Leben wahrnehmen? Was hat sich bei euch dadurch verändert?

Freitag, 31. Oktober 2014

A Haunted Mind

Endlich ist es soweit. Die Nacht der Hexen, Geister und Untoten ist gekommen. Ich wünsche euch viel Spaß am heutigen Abend, egal ob ihr gemütlich zu Hause bleibt oder auf eine fette Party geht. Zum Abschluss meiner kleinen Halloween-Reihe gibt es ein Video von mir. Die Aufnahmen sind bereits vor zwei Jahren entstanden, doch war ich mit dem damaligen Ergebnis nie ganz zufrieden. So setzte ich mich nun noch einmal an das Projekt, habe hier und dort ein wenig umgeschnitten und eine neue Tonspur erstellt. So finde ich es zumindest besser. Hoffentlich gefällt es euch auch ein bisschen. 

Happy Halloween!


Donnerstag, 30. Oktober 2014

Meine Top 5 Filme für den Halloweenabend

Serienmörder, Folter, viel Blut und brutalste Gewalt, Jumpcuts, bei denen man sich zu Tode erschreckt, Menschen, die zusammengenäht, in einen Meer aus Spritzen geworfen oder zersägt werden - das alles ist nicht so meins. Was Harcore-Horror angeht, bin ich ein kleiner Angsthase. Ganz selten mal einen echten Splatterstreifen anzusehen, ist auch nur in Ordnung, solange ich nicht allein bin. Wobei ich auch nichts gegen Gewalt und Blut habe. Es darf nur nicht zu krank und angsteinflößend sein. Zu Halloween will deshalb entweder eine schaurig-dunkle Atmosphäre mit gerade dem richtigen Gruselfaktor, der mich ein bisschen schauern lässt. Charaktere, die tiefgründig genug sind, um mit ihnen mitfiebern zu können, wären auch nicht schlecht. Welche Filme mich genau zu begeistern vermögen, zeige ich euch im Folgenden.


Hexen hexen
Da hatte sich der gute Roald Dahl ja wieder etwas einfallen lassen. Vor diesem Film hat's mich als Kind schon gegruselt. Sogar Albträume bekam ich davon. Als ich ihn vor einigen Tagen erneut sah, konnte die Furcht erfolgreich wiederhergestellt werden. Dass das überhaupt als Kinderfilm vekauft wird, also echt. Besonders die Szene, in der die Hexen ihr wahres Ich entblößen, ist heftig gemacht. In "Hexen hexen" geht es um Luke, der mit seiner Großmutter in ein Hotel verreist. Dort trifft er zufällig auf Hexen, die auf einer großen Konferenz Pläne schmieden, wie sie alle Kinder endgültig eliminieren wollen. Da wird es für Luke ziemlich plötzlich ziemlich gefährlich.



Zombieland
Kommen wir zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich "Zombieland" schon gesehen habe. Das Szenario ist das bei Zombiefilmen Übliche: Durch einen Virus verwandeln sich Menschen reihenweise in Zombies und überfluten die Erde, um das ein oder andere Häppchen Menschenfleisch abzubekommen. Wir begleiten ein paar der übrig gebliebenen Personen, in diesem Fall Columbus, Tallahassee, Wichita und Little Rock. Der Film wartet dabei nicht nur mit ziemlich genialen Schauspielern auf, er trifft zudem genau meinen Humor, sodass ich beim Schauen aus dem Lachen gar nicht mehr herauskomme. Und ein bisschen Road Trip ist auch noch mit drin, also wie für mich gemacht. Man sollte "Zombieland" zumindest einmal gesehen haben, um Anspielungen auf die Überlebenstipps des Protagonisten zu verstehen. Wie ich feststellen musste, gibt es da noch gewaltige Bildungslücken!



Tucker and Dale vs Evil
Die Heimwerker Tucker und Dale haben sich eine kleine Hütte im Wald gekauft. Die wollen sie wieder auf Vordermann bringen, um dort Urlaub zu machen. Zeitgleich trifft mit ihnen eine Gruppe junger College-Studenten ein, die sich vom ersten Moment an vor den beiden fürchten. Unglücklicherweise kommt es zu Vorkommnissen, welche Tucker und Dale tatsächlich schlecht dastehen lassen. So nimmt das Übel seinen Lauf.
Dieser Streifen ist so albern, ich musste manchmal schon innehalten und mir darüber klar werden, dass das eigentlich ein brutaler Tod ist, über den ich da gerade herzhaft lache.



Sweeney Todd
Schon allein mit den Filmen von Tim Burton könnte ich eine Top 5 für den Halloweenabend machen. Seine Filme haben einfach immer die richtige Atmosphäre, das richtige Licht, die richtige Musik und die richtigen Kostüme dafür. Den Musicalfilm "Sweeney Todd" habe ich wahrscheinlich am häufigsten gesehen und liebe ihn nach wie vor. Eine solch düstere, tragische Geschichte, die mich immer wieder berührt. Darin geht es um einen Barbier, der nach langer Zeit wieder nach London zurückkehrt. Dort verlor er damals seine Frau und seine Tochter und sinnt nun auf Rache. Ich muss nur eine Warnung aussprechen, denn die Lieder haben einen sehr hohen Ohrwurmfaktor.



Black Swan
Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich damals aus dem Kinosaal kam. Komplett überwältigt wusste gar nicht, was da gerade passiert war. Der Film geht so auf die Psyche, dass ich ihn erst einmal verdauen musste.
In "Black Swan" geht es um die ehrgeizige Balletttänzerin Nina, die für die neue Version des Schwanensees die Hauptrolle bekommen hat. Ihrem Tanzlehrer zufolge gelinge ihr der weiße Schwan einwandfrei, nur für seinen dunklen Zwilling fehle ihr noch Gefühl. In ihrem Drang nach Perfektionismus setzt sich Nina schlimmer und schlimmer unter Druck, bis sie die Kontrolle verliert und die Linie zwischen Traum und Realität zu verschwimmen beginnt.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mein Halloweenmixtape

Falls ihr gerade mitten in den Vorbereitungen für eure Halloweenparty seid, haltet ein. Denn zumindest für eine knappe halbe Stunde eures Abends braucht ihr euch jetzt nicht mehr um die Musik zu kümmern. Ich hab da mal was vorbereitet. Beim Erstellen meines Halloween-Mixtapes versuchte ich, möglichst Lieder mit einer gewissen schaurigen, zwielichtigen Stimmung herauszusuchen. Manche haben zudem noch einen echt irren Songtext. Wahnsinn gehört für mich einfach auch zu Halloween. Welche Lieder würdet ihr zum Thema auflegen?


Alice Cooper - Welcome To My Nightmare
The Doors - Not To Touch The Earth
Joy Division - Heart And Soul
Napoleon XIV - They're Coming To Take Me Away Ha-Haaa!
The Frantics - Werewolf
Tito & Tarantula - After Dark
Screamin' Jay Hawkins - I Put A Spell On You
Ben Caplan & The Casual Smokers - Stranger
Tom Waits - Cemetery Polka
Nick Cave And The Bad Seeds - Red Right Hand

Dienstag, 28. Oktober 2014

Der ultimative Halloween-Episodenguide

Wenn ein Fest oder Feiertag vor der Tür steht, bekomme ich immer das unwiderstehliche Bedürfnis, die Folgen meiner Lieblingsserien anzuschauen, in denen der entsprechende Feiertag vorkommt. So auch bei Halloween. Daher habe ich schon vor einer ganzen Weile angefangen, solche Folgen herauszuschreiben, wenn ich beim Anschauen darüber stolpere. Bei anderen habe ich gezielt danach gesucht. Ich präsentiere euch heute also Halloween-Episoden aus Serien, die ich selbst ansehe oder Serien, bei denen ich weiß, dass sie eine Menge Leute mögen.

Falls euch noch eine Serie fehlt, könnt ihr Bescheid sagen, dann schaue ich nach, ob es da Halloween-Folgen gibt. Falls ihr selbst noch Halloween-Episoden kennt, könnt ihr sie mir gern schreiben. Die würde ich mit eurem Namen ergänzen und, wenn ihr möchtet, verlinke ich zu eurem Blog/Twitteraccount/Google+-Profil Youtube-Kanal. Weitere Feiertage werden im Laufe der Zeit übrigens noch kommen, das ist schon fest in Planung.

Die Folgen sind übrigens alphabetisch angeordnet und folgendermaßen beschriftet: "StaffelxEpisode Titel". Serien, die mit "The" beginnen, findet ihr nicht unter dem Buchstaben T, sondern unter dem Buchstaben, mit dem das erste Wort danach beginnt. Außerdem habe ich immer den Originaltitel statt der deutschen Serienbezeichnung verwendet. Ich hoffe, zumindest manchen bringt dieser kleine Episodenführer etwas. Viel Spaß beim Anschauen!


123

30 Rock
4x3 Stone Mountain


A

ALF
2x6 Some Enchanted Evening

Ally McBeal
4x2 Girls' Night Out

American Horror Story
1x4 Halloween (1)
1x5 Halloween (2)
 
Angel
5x5 Life Of The Party

B
 
Being Erica
1x10 Mi Casa, Su Casa Loma

The Big Bang Theory
1x6 The Middle Earth Paradigma
5x7 The Good Guy Fluctuation
6x5 The Holographic Excitation

Buffy The Vampire Slayer
2x6 Halloween
4x4 Fear, Itself
6x6 All The Way

C

Charmed
3x4 All Halliwell's Eve
8x6 Kill Billie: Vol. 1
 
Chuck
1x6 Chuck Versus The Sandworm
4x6 Chuck Versus The Aisle Of Terror

Community
1x7 Introduction To Statistics
2x6 Epidemiology
3x5 Horror Fiction In Seven Spooky Steps
4x2 Paranormal Parentage
 
The Cosby Show
2x6 Halloween
4x4 Cliff's Mistake

Cougar Town
2x6 You Don't Know How It Feels 

Curb Your Enthusiasm
2x3 Trick Or Treat
D

Dark Angel
2x5 Boo

Desperate Housewives
4x6 Now I Know, Don't Be Scared
7x6 Excited And Scared
8x6 Witch's Lament
 
Dexter
1x4 Let's Give The Boy A Hand

Dharma & Greg
2x6 A Closet Full Of Hell
3x6 The Very Grateful Dead
5x7 Used Karma
 
Dinosaurs
3x5 Littly Boy Boo

E

Emergency Room
3x5 Ghosts
5x5 Masquerade
9x5 A Hopeless Wound
15x5 Haunted
 
Everybody Loves Raymond
3x6 Halloween Candy

F
 
The Fresh Prince Of Bel-Air
1x8 Someday Your Prince Will Be In Effect (1)
1x9 Someday Your Prince Will Be In Effect (2)
4x7 Hex And The Single Guy

Friends
8x6 The One With The Halloween Party
 
Full House
2x3 It's Not My Job

G

Gilmore Girls
6x7 Twenty-One Is The Loneliest Number
 
Gossip Girl
1x6 The Handmaiden's Tale
3x7 How To Succeed In Bassness
 
Grey's Anatomy
4x5 Haunt You Every Day
10x7 Thriller

H

Happy Endings
2x5 Spooky Endings

Hart Of Dixie
1x6 The Undead & The Unsaid
2x5 Walkin' After Midnight
3x4 Help Me Make It Through The Night
 
Home Improvement
2x6 The Haunting Of Taylor House
3x6 Crazy For You
4x6 Borland Ambition
5x6 Let Them Eat Cake
6x7 I Was A Teenage Taylor
7x5 A Night To Dismember
8x6 Bewitched

How I Met Your Mother
1x6 Slutty Pumpkin
6x7 Canning Randy
7x8 The Slutty Pumpkin Returns

I

It's Always Sunny In Philadelphia
6x7 Who Got Dee Pregnant?

K

The King of Queens
4x6 Ticker Treat

M
 
Mad Men
3x11 The Gypsy And The Hobo
 
Malcolm In The Middle
2x2 Halloween Approximately
7x4 Halloween

Married... With Children
8x7 Take My Wife, Please
 
Mike & Molly
2x6 Happy Halloween

Monk
4x2 Mr. Monk Goes Home Again 

My Name Is Earl
4x8 Little Bad Voodoo Brother

N
 
New Girl
2x6 Halloween
3x6 Keaton

O
The Office (US)
2x5 Halloween
5x6 Employee Transfer
6x8 Koi Pond
7x6 Costume Test
8x5 Spooked
9x5 Here Comes Treble

P
 
Parenthood
2x6 Orange Altert

Pinky And The Brain
3x26 A Pinky And The Brain Halloween

Pushing Daisies
1x5 Girth

R

Roseanne
2x7 Booh!
3x7 Trick or Treat
4x6 Trick Me Up, Trick Me Down
5x7 Halloween IV
6x6 Halloween V
7x6 Skeleton In The Closet
8x5 Halloween: The Final Chapter
9x7 Satan, Darling

S

Sabrina, the Teenage Witch
(von FrauHeldin ergänzt)
1x5 A Halloween Story
2x7 A River of Candy Corn Runs Through It
3x6 Good Will Haunting
4x6 Episode LXXXI: The Phantom Menace
5x6 The Halloween Scene
6x4 Murder on the Halloween Express

Scrubs
2x6 My Big Brother

The Simpsons
2x3 Treehouse Of Horror
3x7 Treehouse Of Horror II
4x5 Treehouse Of Horror III
5x5 Treehouse Of Horror IV
6x6 Treehouse Of Horror V
7x6 Treehouse Of Horror VI
8x1 Treehouse Of Horror VII
9x4 Treehouse Of Horror VIII
10x4 Treehouse Of Horror IX
11x4 Treehouse Of Horror X
12x1 Treehouse Of Horror XI
13x1 Treehouse Of Horror XII
14x1 Treehouse Of Horror XIII
15x1 Treehouse Of Horror XIV
16x1 Treehouse Of Horror XV
17x4 Treehouse Of Horror XVI
18x4 Treehouse Of Horror XVII
19x5 Treehouse Of Horror XVIII
20x4 Treehouse Of Horror XIX
21x4 Treehouse Of Horror XX
22x4 Treehouse Of Horror XXI
23x3 Treehouse Of Horror XXII
24x2 Treehouse Of Horror XXIII
25x2 Treehouse Of Horror XXIV
26x4 Treehouse Of Horror XXV

Suburgatory
1x5 Halloween
2x2 The Witch Of East Chatwin
 
Supernatural
4x7 It's The Great Pumpkin, Sam Winchester

T
  
That '70s Show
2x5 Halloween
3x4 Too Old To Trick Or Treat, Too Young To Die

True Blood
4x12 And When I Die

V
 
Veronica Mars
3x5 President Evil

Montag, 27. Oktober 2014

BOYS AND GIRLS OF EVERY AGE, WOULDN'T YOU LIKE TO SEE SOMETHING STRANGE?

Liebe Freunde des Grusels und alle, die es werden möchten! Es ist wieder soweit: Das Fest der Untoten, Geister und Hexen rückt unaufhaltbar näher. Dieses Jahr soll mein Blog nicht davon verschont bleiben, weshalb es jeden Tag bis einschließlich zur eigentlichen Halloween-Nacht einen themenbezogenen Beitrag geben wird. Hiermit lade ich euch also ein, ein wenig mit mir zu zelebrieren. Tanzt bis eure Füße bluten und ihr tot umfallt. Oder so ähnlich.


Heute beginne ich mit einem Stöckchen, um euch über meine Hintergrundgeschichte mit dem Horrorfeiertag aufzuklären. Die Fragen habe ich mir teilweise selbst ausgedacht, teilweise aus dem Halloween-Video von der britischen Youtuberin Cherry Wallis geklaut. Ich würde mich freuen, wenn ihr selbst ein paar Fragen auf eurem Blog oder in den Kommentaren beantworten möchtet. Lasst bei ersterem unbedingt einen Link da. Also los geht's! Tschakka!

Was hältst du von Halloween?
Jaja, ich weiß. Halloween ist nur ein ausgedachtes, zu kommerzialisiertes Fest, das von den Amis zu uns herüber geschwappt ist. Halloween ist eigentlich gar kein Feiertag. Halloween hat nicht mal ein richtige Bedeutung. Blablabla! Ich mag Halloween trotzdem. Mir sind Horrorfilme zu krass und ich kann dem Aufwand von Kostümen meistens kaum etwas abgewinnen, doch es gibt schließlich auch noch seichtere Gruselfilme, schaurig-schöne Dekoration, ein bisschen Ablenkung, wenn es draußen gerade wieder dunkler und kälter wird und, allem voran, und eine Menge Süßigkeiten. Wie zur Hölle kann man das nicht mögen?

Wie feierst du Halloween?
Früher, als Halloween auch gerade in unseren Breitengraden bekannt wurde, bin ich für zwei oder drei Jahre tatsächlich mit Freunden um die Häuser gezogen und habe tütenweise Süßigkeiten eingesackt. Danach kamen weitere Jahre, in denen ich bei einer Freundin feierte, deren Eltern zu Halloween immer riesige Sausen für Jung und Alt schmissen. Mittlerweile lasse ich den Feiertag eher gemütlich angehen und auf Kostüme wird sowieso verzichtet. Dieses Halloween wird es darauf hinauslaufen, dass ich mich mit ein paar Freunden zusammensetze, Gruselfilme schaue und Kürbissuppe schlürfe.

Magst du den Geschmack von Kürbis?
Mögen? Nicht mögen, LIEBEN! Egal ob als Suppe, einfach zerkleinert und im Ofen erhitzt oder in Form eines Kürbiskuchen vom Apfelkernchen - himmlisch!

Welche ist deine liebste Süßigkeit zu Halloween?
Das ist wirklich eine schwere Frage. Generell bin ich eine Naschkatze und mag alles von Schokolade über Kekse bishin zu Chips. Für Halloween passen irgendwie Gummibärchen besonders gut, finde ich. Da werde ich mir definitiv ein paar (Packungen) ohne Gelatine gönnen.

Welche Kostüme hattest du zu Halloween schon an?
Diverse Hexen - die sind zahlenmäßig wirklich ganz vorn mit dabei - einmal ein Zombie, ein Cowgirl und ein maskiertes Monster. Alles eher Sachen, die einfach zu fabrizieren sind, da mir der Aufwand sonst zu groß ist. Meiner Meinung nach geht es einfach darum, abgewrackt auszusehen. Ein wenig Kunstblut (oder roter Lipgloss/rotes Flüssigrouge), schwarze Farbe auf die Zähne, Haare verstrubbeln, zack fertig. Schön, wenn Leute sich da mehr Mühe geben und Verkleidungen auf die Reihe kriegen, bei denen einem die Kinnlade herunterklappt. Nur diese ganze Schiene der sexy Halloween-Kostüme kann ich zum Beispiel überhaupt nicht ab.

Glaubst du an Geister und andere übernatürliche Phanömene?
Absolut nicht. Doch ich mag die Vorstellung irgendwie, dass es noch mehr zwischen Himmel und Hölle gibt, als wir sehen können. Deshalb ist gerade Halloween ja so spannend. Für mich ist das jedoch ein reines Fantasie-Grusel-Fest und hat nichts mit wirklicher Geisterbeschwörung zu tun.

Hast du jemals ein Ouija-Brett (Hexenbrett) benutzt?
Nein. Obwohl ich das durchaus ausprobieren würde. Auch wenn ich wieder nicht daran glaube, dass es funktioniert, ohne dass einer daran schiebt.

Wenn du ein übernatürliches Wesen sein könntest, was wärst du?
Zombies sind zwar cool, doch ein Zombie zu sein bestimmt nicht ganz so sehr. Man ist saulangsam, rafft nichts mehr und hat nur Heißhunger auf Gehirn und Menschenfleisch.
Vampire können nicht ins Sonnenlicht. Auch wenn dies meiner vornehmen Blässe wunderbar entgegen kommen würde, fände ich es irgendwann ganz schön deprimierend, nur im Dunkeln zu leben. Außerdem weiß man heutzutage nie, ob man am Ende nicht vielleicht glitzert. Nee, nee, so nicht.
Also bleibe ich altmodisch und wäre am liebsten eine Hexe. Ein bisschen auf dem Besen herumfliegen, kleine Kinder erschrecken und hexen können - klingt super. Vielleicht darf ich ja sogar doch noch nach Hogwarts!

Was ist das Gruseligste, das dir dieses Jahr passiert ist?
Was Grusel angeht, bin ich ein ganz schönes Weichei. Denn das Schaurigste aus diesem Jahr war ein Ereignis, in das ich mich freiwillig begab und das sogar vorausschaubar gruselig ist. Nämlich ein Besuch im Gruselbunker. Durch dunkle, unbekannte und vernebelte Räume laufen, dazu scheint dir buntes Licht direkt in die Augen, hinter jeder Ecken springen Monster hervor und fallen dich an: nicht schön. Wir sind da schleunigst durch und wieder raus. Ich wäre echt kein guter Darsteller in einem Horrorfilm, weil ich gleich an einem Herzinfarkt sterben würde. Oder durch Blutverlust, weil ich meine Stimmbänder so wund schreie. Ihr merkt, ich hege ein ambivalentes Verhältnis zu Horror und Grusel. In Maßen geht es in Ordnung, solange alles fiktiv ist und ich nicht wirklich um mein Leben fürchten muss. Waaah!

Samstag, 25. Oktober 2014

Meine geheimen Geheimtipps für Amsterdam

Schon lange trug ich den Wunsch im Herzen, einmal nach Amsterdam zu reisen. Vor ein paar Wochen war es endlich so weit und ich bin noch immer ganz hin und weg. Der Charme der niederländischen Hauptstadt konnte mich jedoch nicht sofort erobern, da ich bei unserer Ankunft von den vielen Menschen, dem ungestümen Straßenverkehr, der Hektik und vor allem dem eher schlechten Wetter mit Wind und Regen ziemlich abgelenkt und überwältigt war. Doch als sich irgendwann die Sonne blicken ließ und wir durch ruhigere Gegenden schlenderten, war die Schönheit nicht mehr zu bestreiten. Das ganz eigene Stadtbild dank engen Häusern, wunderschönen Hausfassaden, den zahlreichen Grachten, hinzu kommt die tolle Sprache und die unglaublich freundlichen Menschen - das alles ist definitiv einen Trip wert.


In diesem Blogbeitrag möchte ich euch ein wenig an meiner Reise teilhaben lassen und einige der Dinge, die wir unternommen haben, empfehlen, sollte es euch irgendwann selbst in die Gegend verschlagen. Ich bin übrigens zusammen mit dem Apfelkernchen verreist, das bereits am Montag in seinem Artikel "Komm, wir fahren nach Amsterdam!" unter anderem von dem Anne Frank-Haus (was mir persönlich mit am besten gefallen hat), Poffertjes und Waffeln sowie der Alten Kirche im Rotlichtviertel erzählte.

Wenn man zum ersten Mal in Amsterdam ist, sollte man stark in Erwägung ziehen, sich die I Amsterdam-Karte für einen oder mehrere Tage zu holen. So taten wir es und konnten nicht nur kostenlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sondern hatten zudem meistens freien, manchmal zumindest einen günstigeren Eintritt in Ausstellungen und Museen. Für meine nächste Reise dorthin würde ich sie jedoch schätzungsweise nicht erneut kaufen, da wir bereits ziemlich viel, oder zumindest das für mich Interessanteste, abgeklappert haben und ich außerdem plane, dann im Sommer hinzufahren. Da lohnt es sich nämlich auch, über Flohmärkte und durch den Vondelpark zu laufen oder sich sogar ein Fahrrad auszuleihen. Dafür braucht man die Karte schließlich nicht. So, jetzt aber genug geschwafelt, kommen wir zu meinen Tipps. 
 

Grachtenfahrt
Natürlich sollte man sich eine Fahrt durch die Grachten Amsterdams auf keinen Fall entgehen lassen. Apfelkernchen findet sie zwar "überbewertet", doch ich mochte sie sehr gern. Dadurch sieht man die Stadt noch einmal aus einem ganz anderen Winkel und man bekommt Viertel zu Gesicht, die man sonst sicherlich nicht besucht hätte. Außerdem fährt man an den ganzen Hausbooten vorbei, die mitunter ziemlich durchgeknallt und oft innovativ gebaut, eingerichtet und bepflanzt sind. Es gibt übrigens bereits derart viele davon, dass die Stadt eine Obergrenze setzen musste und es heutzutage eigentlich unmöglich und unbezahlbar ist, einen Anlegeplatz für ein Hausboot zu bekommen. Das habe ich bei ebenjener Kanalfahrt gelernt, denn auf Niederländisch, Englisch, Deutsch und Französisch werden einem dort allerlei Fakten um die Ohren gehauen.



Sugar & Spice Bakery
Mitten in der Innenstadt, von außen ganz unscheinbar, liegt ein urgemütliches, fabelhaft eingerichtetes kleines Café. Die Sugar & Spice Bakery hat mich ganz schön um den Finger gewickelt und ich bin so froh, dass wir es zufällig fanden. Hier bekommt man herzhafte Snacks wie Sandwiches oder Salate, und vor allem süßes Gebäck und Kaffee und Tee. Und alles schmeckte ziemlich genial. Wohlige Atmosphäre + nette Mitarbeiter + tolles Essen = Hachja, bitte gerne wieder! Seltsamerweise träume ich seitdem manchmal davon, selbst ein Café zu eröffnen und ich weiß gar nicht, wo der kleine Wunsch plötzlich herkommt, denn den hatte ich noch nie. Dabei habe ich wirklich gute Ideen für ein eigenes Café, doch davon ein andermal.

Adresse: Zeedijk 75; 1012 AS Amsterdam
Facebook: www.facebook.com/sugarspiceamsterdam
Website: www.sugarspiceamsterdam.com



De Hortus Botanicus
Für einen kleinen Abstecher und einen Moment der Ruhe lohnt es sich allemal, dem Botanischen Garten Amsterdams einen Besuch abzustatten. Dort gibt es beispielsweise die Riesenseerose Victoria, die wirklich riesig ist, Palmen, bunte Blumen, Gewächshäuser und - ganz besonders - ein Schmetterlingshaus. In letzterem gab es sogar durchsichtige Schmetterlinge! Durchsichtige! Voll cool! Auch wenn ich mich mit Pflanzen nicht gut auskenne und erst recht eine Niete darin bin, meine eigenen am Leben zu erhalten, ist es trotzdem unglaublich entspannend, durch Botanische Gärten zu flanieren.

Adresse: Plantage Middenlaan 2a, 1018 DD Amsterdam
Website: www.dehortus.nl



Kino
Da in den Niederlanden Filme in den Kinos generell in Originalsprache mit niederländischen Untertiteln gezeigt werden, kann man sich unbedingt auch als Tourist einen Film im Kino anschauen. Aufgepasst nur bei Kinderfilmen, die werden durchaus oft synchronisiert. Uns verschlug es gleich an zwei verschiedenen Abenden ins Kino und vor allem das älteste Kino der Niederlanden "Filmtheater de Uitkijk", welches lediglich einen einzigen Saal besitzt, konnte überzeugen. Übrigens gab es in beiden Kinos noch vor dem Saal eine Bar mit Sitzecken. Niederländer scheinen sich also gern noch vor dem Film einen hinter die Binde zu kippen und mit Freunden zu quatschen. So haben wir es dann auch gehalten, um die Wartezeit zu überbrücken, weil wir viel zu früh dran waren.

Adresse: Prinsengracht 452, 1017 KE Amsterdam
Website: www.uitkijk.nl



Eichholtz Delicatessen
Der Laden Eichholtz Delicatessen, an dem wir in den vier Tagen gleich mehrere Mal vorbeikamen, bietet Lebensmittel aus aller Welt an. Von Fertiggerichten über Saucen und Getränken bishin zu Süßigkeiten ist alles dabei. Natürlich importiert und daher preislich nicht allzu günstig. Doch wenn es etwas gibt, das man aus amerikanischen oder englischen Filmen und Serien kennt und schon immer probieren wollte, ist man hier richtig. Wir selbst haben uns Twinkies geholt sowie einen Schokofrosch und Bertie Bott's Beans in allen Geschmacksrichtungen, die uns die Rückfahrt...naja... versüßt haben...irgendwie.

Adresse: Leidsestraat 48, 1017 PC Amsterdam
Website: www.eichholtzdeli.nl


Ebenfalls interessant ist es, in anderen Ländern in Supermärkte zu gehen. Wir haben uns selbst versorgt, waren daher häufiger im guten alten Albert Heijn. Der Käse war gut, das Brot bei unserem verwöhnten deutschen Gaumen eher enttäuschend. Ach ja, und wusstet ihr, dass es in den Niederlanden keine 1- und 2-Centmünzen gibt? Preise werden einfach wild auf- und abgerundet. Die sind doch verrückt, die Niederländer, würde Obelix jetzt sagen. Wenn man drüber nachdenkt, ist es jedoch ziemlich praktisch und das Bezahlen geht definitiv schneller. Das waren sie jedenfalls schon, meine geheimen Geheimtipps. Mein Fazit: Das war sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich die niederländische Hauptstadt mit meiner Anwesenheit beehrt habe. Am liebsten würde ich gleich wieder hin. Naja, da muss ich mich wohl leider noch ein wenig gedulden. Doei!
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