Mittwoch, 27. November 2013

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke September & Oktober


42. Einen Flohmarkt besuchen
Abgehakt. Ursprünglich war mit einer Freundin sogar geplant, selbst einen Flohmarktstand zu veranstalten, doch unsere drei Anläufe wurden vereitelt. Also blieb es bei dem einen richtigen Besuch, der aber trotzdem schön war. Der Flohmarkt am Mauerpark in Berlin ist schon ein echtes Erlebnis, wo es zudem noch die besten veganen Burger gibt, die ich je gegessen habe.

61. Zu einem öffentlichen Bücherschrank gehen
Schon lange wollte ich mir die Telefonzellen in Berlin näher anschauen. Für einen Artikel der Zeitung machte ich mich schließlich auf den Weg und erkundete sogar drei.
Vielleicht kann ich darüber beizeiten noch in einem gesonderten Beitrag berichten, wenn das jemanden interessiert.

45. Ans Meer fahren
Zusammen mit einer Freundin machte ich mich relativ spontan auf nach Stralsund. Ich wollte dieses Jahr nicht ausklingen lassen, ohne wenigstens einmal am Meer gewesen zu sein. Auch wenn es nun nicht mehr warm genug war, um schwimmen zu gehen, machten der Road Trip und die Tage dort gut Laune und die Altstadt ist wirklich überraschend hübsch.
Außerdem gingen wir in Stralsund ins Ozeaneum, womit ich den Punkt 34 "Ein Museum besuchen" erfüllt habe.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Vier sind es insgesamt im September geworden, von denen "Harry Potter und der Orden des Phönix" auch den sechsundzwanzigsten Punkt "15 Bücher der beliebtesten Bücher der Deutschen lesen" abdeckte. Welche es ansonsten waren und wie ich sie fand, kann hier nachgelesen werden.

35. Häufiger ohne Ziel loslaufen und neue Orte entdecken
Um den Mietvertrag für meine Wohnung zu unterschreiben, fuhr ich für einen Tag runter nach Leipzig und nutzte gleich die Gelegenheit, mir die Uni anzuschauen und eine kleine Erkundungstour durch die Innenstadt zu machen.

Ansonsten probierte ich ein neues Rezept aus, indem ich diesen Kicherbsen-Oliven-Salat machte (76), lebte zwei Tage lang internetfrei (64), verschickte aus Stralsund eine Postkarte an meinen Vater (13), schrieb drei Blogbeiträge (92), klimperte neun Mal auf der Gitarre (66), traf mich sieben Mal mit Freunden (11), pflegte den Kontakt zu meinem Vater vier Mal (14) und zu meinem Opa zwei Mal (15).



01. Von Zuhause ausziehen
Been there, done that. Endlich, sollte ich noch hinzufügen. Manche mögen sich auch bis dreißig noch bei den Eltern wohlfühlen, für mich war die Zeit schon lange gekommen, in der ich auf eigenen Beinen stehen wollte.

07. Mit meinem Studium anfangen
Check! Mit dem ersten wohl einer meiner wichtigsten Punkte dieser Liste.

16. Bewusst auf Menschen zugehen und kennenlernen
Mir fällt es wegen meiner Schüchternheit fremden Personen gegenüber eigentlich immer eher schwer, neue Leute kennenzulernen. Doch dank der komplett anderen Lebensumstände blieb mir im Oktober letztendlich keine Wahl, wenn ich nicht als Eremit enden wollte. Ging daher zu einigen Ersti-Veranstaltungen, Vorträgen und Kneipentouren, auch wenn ich manchmal gar keine Lust darauf hatte und lieber Zuhause eine Tasse Tee trinken und Serien schauen wollte.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Immerhin drei, immerhin überhaupt welche. Hier die Übersicht.

10. Zwei alte Freundschaften wieder auferleben lassen
Mit einer ehemaligen Mitschülerin, die ich seit dem Abitur nicht mehr gesehen oder gesprochen habe, wurde jetzt wieder Kontakt aufgenommen. Nächstes Jahr wollen wir uns sogar wieder treffen, auch wenn sie mittlerweile am anderen Ende Deutschlands wohnt. Yay!

In der übrigen Zeit verfasste ich einen Blogbeitrag (92), traf mich drei Mal mit Freunden (11), trieb endlich wieder Sport, wenn auch nur zwei Mal (81), trug ich zwei Mal Nagellack (84), lebte ich aufgrund großer Vernetzungsschwierigkeiten im neuen Zuhause fünf Tage internetfrei (64), spielte ich einmal Gitarre (66), pflegte ich den Kontakt zu meinem Papa sechs Mal (14) und zu meinem Opa einmal (15).

Sonntag, 3. November 2013

Lesemonate September & Oktober

 September


"Untot - Lauf, solange du noch kannst" von Kirsty McKay
Zombie; 360 Seiten; Chicken House; 2012; "Undead"

Teenagerin Bobby hasst ihre neuen Mitschüler, die sie auf dem gemeinsamen Skiausflug zum Freak und Außenseiter degradiert haben. Auf der Heimreise wartet sie so lieber im Bus, als die Pause im Café mit den anderen zu verbringen. Aber die anderen kommen nicht mehr. Die anderen sind tot - Klassenzicke Alice hat es genau gesehen. Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus.

Meine erste Zombielektüre lässt leider ganz schön Luft nach oben. Autorin McKay hat scheinbar zwanghaft probiert, die Jugendlichen in ihrer Geschichte besonders authentisch klingen zu lassen, verrennt sich dabei jedoch in einer hoffnungslos peinlichen Jugendsprache. Dass hingegen an einigen Stellen wirklich Spannung aufkam, ist schön, dass das Buch mit einem mehr oder minder fiesen Cliffhanger endet, eher weniger. Es gibt bereits einen weiteren Teil, der dann wahrscheinlich an der Stelle weitermacht, wo dieser aufhört. Ich werde ihn jedenfalls nicht lesen, denn "Untot" ist insgesamt zwar ganz nett, aber absolut kein Must-Read.

"Harry Potter und der Orden des Phönix" von Joanne K. Rowling
Fantasy; 1021 Seiten; Carlsen Verlag; 2003; "Harry Potter and the Order of the Phoenix"

Es ist Harry Potter. Was soll man dazu noch sagen?

"Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway
Kurzroman; 144 Seiten; Rowohlt Taschenbuch Verlag; 2001; "The Old Man and the Sea"

Der greise Santiago fährt seit Wochen mit seinem alten Boot auf's Meer hinaus, ohnen einen Fang zu machen. Nach 84 Tagen, weit draußen im Golfstrom, beißt schließlich ein gewaltiger Schwertfisch an. Zwei Tage und Nächte kämpft Santiago mit dem Ungetüm, das länger ist als sein Boot.

Netterweise verriet man mir das Ende, als ich erzählte, ich würde gerade dieses Buch lesen. Somit war die Spannung und das Interesse am Lesen ein wenig verflogen. Nichtsdestotrotz eine wunderbar erzählte, bedeutende Geschichte. Möchte nun gerne mehr von Hemingway lesen.

"High Fidelity" von Nick Hornby
Roman; Musik; 332 Seiten; Kiepenheuer & Witsch; 1996; "High Fidelity"

Rob Fleming. 35 Jahre alt. Fanatischer Musikfreak. Besitzer eines kurz vor der Pleite stehenden Plattenladens. Gerade von seiner Freundin verlassen worden. Endlich darf er wieder ungestört in der Wohnung rauchen und in Ruhe seine Plattensammlung neu sortieren. Doch die Freude über die Rückkehr ins "Königreich der Singles" ist nur von kurzer Dauer. Rob beginnt über seine fünf schlimmsten Trennungen nachzudenken und möchte schließlich herausfinden, warum seine bisherigen Beziehungen alle in die Brüche gingen.

Wow! Ich hatte vorab schon den Film gesehen, von dem ich jedoch nur mäßig begeistert war. Das Buch hingegen konnte mich vollkommen überzeugen. Viel Gefühl, ohne kitschig zu werden, großartiger Humor und viele Zeilen über gute Musik. Gehört gelesen (Wortwitze for president).

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 1857
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 61



Oktober


"Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land" von Astrid Lindgren
Kinderbuch; 176 Seiten; Oetinger Verlag; 1999; "Pippi Langstrump pa de sju haven"

Hiermit bin ich schließlich durch mit dem dreiteiligen Pippi Langstrumpf-Schuber. Es war schön, sich wieder der ausgelassenen, durchgedrehten Welt des rothaarigen Mädchens zu widmen. Manche Geschichten kannte ich sogar noch gar nicht und hielten damit sogar einige Überraschungen für mich bereit. Astrid Lindgren bleibt einfach die Königin der Kinderbücher.


"Jadetöchter" von Hsu-Ming Teo
Roman; Familiengeschichte; 316 Seiten; Goldmann Verlag; 2002; "Love and Vertigo"

"Jadetöchter" ist die Geschichte von Grace Tay, die aus einer chinesischen Familie stammt, deren Wurzeln in Singapur liegen. Und es die Geschichte ihrer Mutter Pandora, nach deren Tod Grace in diese geheimnisvolle Stadt zurückkehrt. Aus der Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Leben und dem ihrer Mutter und Großmutter entwickelt sich eine Familiengeschichte um die Suche nach Liebe, Sehnsucht und Tragik vor der Kulisse Singapurs.

Beim zweiten Lesen ist die Geschichte an manchen Stellen schon etwas langatmiger. Trotzdem beweist Hsu-Ming Teo einen wunderbar wortgewandten und Atmosphäre schaffenden Schreibstil. Traditionen und Umgangsformen der doch etwas anderen Kultur werden dabei oftmals mit einem zwinkernden Auge erzählt und in Frage gestellt. An manchen Stellen sogar richtig witzig, an anderen abgrundtief tragisch.

"Leben" von David Wagner
Roman; 285 Seiten; Rowohlt Verlag; 2013, Deutsche Originalausgabe

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: "Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie."
Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren. Seit der Jugend leidet der Protagonist an einer Autoimmunhepatitis, bei der sich sein Körper gegen die Zellen seiner eigenen Leber wehrt. Seitdem schluckt er Medikamente und ist in ständiger Behandlung. Dies ist die Geschichte und Vorgeschichte seiner Organtransplantation.

Es fiel mir den einen oder anderen Morgen auf nüchternen Magen wirklich schwer, dieses Buch ob seiner detaillierten Beschreibung der Wunden, Krankheitssymptome und der Vorgänge im Krankenhaus zu lesen. Es gibt dabei nicht nur einen Einblick in die Situation der Organtransplantation, sondern regt zudem zum Nachdenken an. Wie wichtig ist Organspende? Inwieweit lebt der Spender durch das Organ in einem weiter?
Zwischendurch fand ich manche Erzählungen und Anekdoten aus dem Leben der Hauptfigur ein wenig unnötig und uninteressant. Insgesamt schon ein lesenswertes Buch, bei dem ich die Gedanken, die man sich daraufhin macht, aber wohl noch am spannendsten finde.

Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 777
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 25
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