Sonntag, 27. Oktober 2013

YOU MAY ASK YOURSELF, WELL, HOW DID I GET HERE?

Nun habe ich schon derart lange nichts Vernünftiges mehr mit diesem Blog angefangen, dass ich mittlerweile wirklich schon zu große Gewissensbisse habe, um mich überhaupt noch als Bloggerin zu betiteln. Aber das möchte ich mir mit regelmäßigeren Beiträgen wieder verdienen.

Langsam zieht in meinen neuen Alltag in Leipzig entfernt so etwas wie Routine ein, sodass ich nach und nach meine Hobbys wieder aufnehmen kann. Der Umzug nach Leipzig und gleichzeitige Auszug von Hotel Mama verlief soweit gut. Zwei Mal mit dem Auto von Berlin nach Leipzig gegondelt und die meisten sowie wichtigsten meiner Besitztümer waren transportiert. Die Wohnung ist ausreichend, mehr zumindest als ich mir für meine erste eigene Wohnung ausgemalt hätte. Momentan fehlt mir zwar noch ein wenig Stauraum, was zur Folge hat, dass viele Sachen durch die Gegend schwirren und von einer Oberfläche auf die nächste geworfen werden. Doch während der nächsten Wochen bringt mir meine Mutter vielleicht noch einen Schrank aus meinem alten Zimmer hierher, dann hätten wir das auch gelöst und ich kann mich dem nächsten Provisorium widmen. Zu Beginn noch als extrem seltsam erachtet, fange ich außerdem langsam an, das selbstständige Wohnen zu genießen. Die Wohnung ist rauchfrei, der Kühlschrank fleischfrei, ich kann den Müll trennen, wie ich will und überhaupt kann es hier so unordentlich, aufgeräumt, laut, leise, hell, dunkel und organisiert sein, wie es mir passt. Das ist ein befreiendes Gefühl. Inwieweit ich mir hier in Leipzig in den nächsten Jahren noch eine WG suche, wird sich zeigen, erstmal genieße ich die jetzige Situation.

Auch das Studium an der Uni ist ganz nach meinem Geschmack. Ob ich mit Anglistik absolut ins Schwarze getroffen habe, werde ich wohl ebenfalls auf längere Sicht dann herausfinden. Nach den grauenhaften "Lückenmonaten" direkt nach dem Abitur, bin ich jedenfalls endlich dort angekommen, wo ich sein wollte. Und sich soviel mit der englischen Sprache, Kultur und Literatur auseinandersetzen zu dürfen, halte ich nun fast schon für ein Privileg. Im Wahlbereich habe ich übrigens Buchwissenschaft belegt, was nach den ersten Einführungsseminaren ein interessantes Fach zu werden scheint.

Sozial gestaltet es sich natürlich noch ein bisschen schwierig. Leute lerne ich zwar zuhauf kennen, feste Freundschaften müssen sich aber langsam erst entwickeln. Den Kontakt zu den Lieben in der "alten Heimat" möchte ich gleichzeitig nicht abbrechen lassen, deshalb fahre ich demnächst hin und treffe mich hoffentlich gleich mit möglichst vielen Leuten.
Ob ich ansonsten einen Nebenjob annehme, weiß ich noch nicht so recht. Der Unterhalt meiner Eltern und das Kindergeld reichen im Prinzip aus, um das Nötigste abzudecken. Doch um sich ab und zu etwas leisten zu können, wäre ein bisschen Extrageld nicht schlecht.

Insgesamt bin ich hier sehr zufrieden und überaus froh, diesen Schritt gegangen zu sein und könnte es mir anders auch gar nicht vorstellen. Alles gut.

Kommentare:

  1. Buchwissenschaften im Wahlbereich klingt ganz fantastisch! Sowas hätte ich auch zu gern gehabt.

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  2. Schön, mal wieder von Dir zu lesen :)
    Vorallem auch so gute Nachrichten!
    Ich weiß noch, wie es mir davor gruselte, meinen eigenen Haushalt führen zu müssen XD aber mittlerweile bin ich echt froh darüber und wünsche es mir zurück (hier in Dublin lebe ich ja in einer WG).
    Genieße die Zeit! Vorallem, wenn Dir Dein Studium auch noch so gut gefällt, wird es umso besser :)

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    1. Aber nicht, dass Du da auch noch mitmachst:
      http://www.blickfang-leipzig.de/aktuelles.html

      XD

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