Freitag, 14. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Ein nachdenkliches Buch

Tag 14: Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht 

Zwar habe ich es schon vor einiger Zeit gelesen, doch ist mir "Veronika beschließt zu sterben" von Paulo Coelho als sehr gutes Buch in Erinnerung geblieben. Und weil ich so angetan davon war, griff ich bei seinem Romans "Aleph" auch gleich zu, als es erschien. Darin fand ich jedoch so viel religiös-esoterisches Gesülze, dass meine Begeisterung für den brasilianischen Autor schnell verflog und sich bei mir Enttäuschung breitmachte. Ich selbst glaube nicht an Gott oder eine übernatürliche Macht, deshalb kann ich damit auch absolut nichts anfangen. Seither bin ich vorsichtig geworden, was die Bücher von Paulo Coelho angeht und ich weiß auch nicht, ob ich wieder eines von ihm lesen werde. Vor allem, da mir eine Freundin und bekennde Coelho-Schwärmerin erzählt hat, dass viele seiner Geschichten zumindest religiös angehaut sind. Von "Veronika beschließt zu sterben" hingegen war ich sehr angetan und es hat mir damals auch ordentlich Material zum Grübeln beschert. Trotz des düsteren Titels sprüht die Geschichte nur so vor Lebensbejahung und man beginnt darüber nachzudenken, was das eigene Leben für einen eigentlich so lebenswert macht, worin der Sinn besteht.

Slowenien? Wo das liegt? Verärgert über die Ignoranz eines ausländischen Zeitungsartikels beginnt die junge Slowenin Veronika, einen bitterbösen Antwortbrief an den Verfasser zu entwerfen. Fast hat sie über ihrem Zorn vergessen, dass sie gerade eine Überdosis Schlaftabletten eingenommen hat und eigentlich auf den nahen Tod wartete, als ihr neben dem Bett dieser Artikel ins Auge fiel. So viel Zeit muss sein. Die Wirkung hat noch nicht eingesetzt und Veronika begann sich ohnehin fast ein wenig zu langweilen, also schreibt sie. Dann schläft sie ein. Als sie wieder erwacht, befindet sie sich in Villete, dem berüchtigten Irrenhaus von Ljubljana. Hier prognostizieren die Ärzte ihr, dass sie innerhalb einer Woche an den Spätfolgen der Tablettenüberdosis sterben wird. Angesichts der ihr nur noch kurzen verbleibenden Zeit erlaubt sich Veronika endlich so zu sein, wie sie es für richtig erachtet.

Kommentare:

  1. Habs auch gelesen und es hat mir auch ganz gut gefallen, aber mir würde bei dem Thema z.B. eher Vielen Dank für das Leben" von Sibylle Berg einfallen oder andere schöne Geschichten.Coelho find ich auch zu esoterisch. Veronika und "11 Minuten" waren aber erträglich!

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    1. Meine Liste wird länger und länger... :P

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