Dienstag, 29. Januar 2013

Kopfgrütze #5 - Beiträge, Videodreh, Smartphones

Ich habe das Gefühl, es ist schon viel zu lange her, dass ich einfach drauflos schrieb. Daher mach ich das hiermit. Ein wenig liegt das wahrscheinlich daran, dass ich dieses Jahr die Qualität meiner Beiträge ein wenig anheben wollte, nachdem es sich am Ende des letzten Jahres alles ein wenig schleppte. Mir ist das nicht unbedingt gelungen, wie ich finde. Es soll schließlich eine gewisse Anzahl an Blogposts kommen und gleichzeitig sollen sie es auch wert sein, gelesen zu werden. Wenn doch nur immer die Ideen und Muße da wären, um daran zu arbeiten. Es gab eine Zeit, allerdings ist das schon ewig her, da habe ich jeden Tag wenigstens ein bisschen an verschiedenen Beiträgen geschrieben und dahin würde ich am liebsten wieder zurück. Momentan schreibe ich nur, wenn ich denke, es wird aber langsam wieder Zeit, etwas zu veröffentlichen und dann ist das zwar wirklich eine Idee, die ich schon länger hatte, aber sie ist nicht so gut umgesetzt, wie sie es hätte sein können, hätte ich mich über einen längeren Zeitraum damit befasst. Ein kurzer Beitrag ist vielleicht auch besser als gar keiner und spontane Texte dürfen es gern sein, aber bitte nicht ausschließlich, liebe innere Faulheit. Um dies nicht zum Essay ausarten zu lassen, möchte ich nur noch kurz erwähnen, wie sehr ich Guddy von Zeitzeugin.net für ebenjene Eigenschaften bewundere, die ich scheinbar nicht besitze. Ihre perfekt pointierten, großartig eloquenten Artikel über die kreativsten Themen kommen alle paar Tage (oft sogar täglich!) und das macht mich wütend und auch traurig ganz schön neidisch, verdammichtnochmal. Aber alle paar Monate darüber zu jammern, ist schließlich auch eine Möglichkeit. Ha!

Ansonsten habe ich heute zum dritten Mal probiert, ein Video zu drehen. Ja genau, so richtig peinlich mit Vor-der-Kamera-sitzen-und-Quatsch-labern, aber das Universum möchte diesen Plan wohl vereiteln. Fortschreitende Dunkelheit, ein andauernd hereinplatzendes, weibliches Elterntier oder die eigene Person, die zu seltsam redet, als dass man das ordentlich zusammenschneiden könnte oder die vergisst, auf den Aufnahmeknopf zu drücken, sind die Ursachen dieses Dilemmas. Mittlerweile habe ich die Sätze schon so oft gesagt, dass sie wie aufgesagt klingen (und ich bin keine gute Schauspielerin), deshalb werde ich vielleicht erst nächste Woche einen weiteren, hoffentlich finalen Versuch starten.


Dritter Tagesordnungspunkt. Wahrscheinlich werde ich mich in ein paar Jahren, wenn ich selbst eines habe, im Nachhinein für diesen kleinen Aufreger auslachen, aber ich muss das einfach zur Sprache bringen: Ich hasse Smartphones! Ich sehe durchaus die Vorteile, die man dadurch hat. Wirklich. Doch geht es mir zunehmend auf die Nerven, dass der eigene Satz im Gespräch mit einem Schlaufonbesitzer immer durch das Aufflackern des Bildschirmlichts in seinem Gesicht unterbrochen wird. Ich hasse das! Wenn man zu viert zusammen sitzt und plötzlich merkt, dass sich zwei Personen schon seit Minuten dank ihrer Smartphones komplett ausgeklinkt haben und man sich genervte Blicke mit dem anscheinend einzig übrig gebliebenen Menschen am Tisch austauscht. Ich hasse das! Wenn die Omi neben mir in der Bahn nicht mehr an ihrem Schal strickt, sondern nun auf ihrem Smartphone irgendein vermaledeites Farmspiel spielt. Ich hasse das! Wie gesagt, ich nehme die Vorteile sicherlich wahr. Aber wie das soziale Miteinander von Angesicht zu Angesicht verkümmert, ist nicht mehr feierlich. Selbst Menschen, die das früher genauso aufgeregt hat, sind mittlerweile diesem Verhalten verfallen. Daraus resultierend wird es bei mir, wenn es soweit kommt und ich mir eines dieser Teil anschaffe, kaum anders sein. Doch momentan stehe ich da mit meiner lieben, alten Möhre, die mir immer treue Diense geleistet hat und bin entnervt. Und ich freue mich mittlerweile sogar schon, wenn ich mich mit Menschen treffe, die ebenfalls ein älteres Modell mit sich tragen und man tatsächlich ein durchgehend fünfminütiges Gespräch führen kann.
Und schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein, wenn es denn da heißt: "Diese brandneuen Transportmittel Flu...Flugzeuge sind übrigens total nicht gut für die Umwelt, dachte ich mir so." Juchee!

Kommentare:

  1. Ich kann deine Aversion gegen Smartphones gut nachvollziehen und sehe es genauso. Auf der anderen Seite habe ich auch so ein Teil. Jedoch nutze ich es nicht so wie die meisten. Zum einen habe ich mittels Hack, alles nicht benötigten Apss deinstalliert (Mail, FB, Twitter, etc.) und zum anderen habe ich kein Unterwegsinternetpaket. Das Telefon ist eigentlich nur ein vernünftiger MP3-Player und durchschnittliche Fotoknippse, mit Telefonfunktion für den Notfall.
    Und eine promte Reaktion auf das Gebimmel habe ich mir abgewöhnt. War schwer, aber jetzt ist es mir egal, ob's klingelt oder nicht. Ich geh nur ran, wenn's grade passt und ich Lust drauf habe.

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  2. Bin auch eine Schlaufonbesitzerin, muss aber glücklicherweise nicht immer das Teil in der Hand haben und Unhöflichkeit ausstrahlen.
    WENN ich es dann tue, dann mit einer demonstrativen Absicht: Du nervst, ich will nicht mit dir reden, ich beschäftige mich andererseits. Oder eben ich bin ohne Gesellschaft und möchte mich ablenken. Aber dafür gibt's ja auch noch Bücher. ;)

    Habe auch noch vor einen kleinen Post darüber zu verfassen..

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  3. Aaw wie lieb! <3 Aber das stimmt ja gar nicht, habe auch kreativlose Phasen und das nicht zu knapp teilweise!


    Viel Erfolg mit deiner Videogeschichte btw. :)

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