Dienstag, 31. Dezember 2013

BUT I KNOW I'M NEVER GONNA GET YOU BACK AGAIN

Mittlerweile hängt wohl dem Ottonormalblogleser diese Flut an unzähligen Jahresrückblicken schon wieder zum Hals raus. Ich entschuldige mich schon im Voraus, denn auch ich komme dieses Jahr leider nicht daran vorbei.

Zusammengefasst war 2013 wunderbar! Ereignisreich, grundlegend verändernd, anstrengend und lehrreich. Ich habe viel erreicht und viel mehr erleben dürfen, als ich es mir am Anfang des Jahres hätte erträumen können. Die traurigen und niederschlagenden Momente schiebe ich dabei bewusst beiseite, denn daran möchte ich mich nicht erinnern.

Was ist 2013 bei mir passiert?

Ich habe meine Führerscheinprüfung bestanden.

Ich bin von Zuhause ausgezogen und habe nun meine eigene Wohnung in Leipzig, einer Stadt, die über 200 Kilometer von der alten Heimat entfernt ist.

Ich durfte mein Anglistikstudium beginnen.

Ich verbrachte im August drei tolle Tage in der von mir am meisten begehrten Stadt: London.

Ich bin in diesem Jahr selbst zu einem dieser Smartphone-Besitzer geworden.

Ich habe mir an zwei Abenden in einer Karaokebar mit Freunden die Seele aus dem Leib gesungen.

Ich durfte zum ersten Mal wählen gehen, wenn meine Stimme auch nicht den gewünschten Erfolg brachte.

Ich hatte eine unglaublich lehrreiche Zeit bei meinem Praktikum bei einer Tageszeitung.

Ich war mit Freunden im Heidepark und konnte endlich wieder Achterbahn fahren.

Ich bin zum ersten Mal allein mit dem Auto verreist, wo es mit Apfelkernchen ins schöne Stralsund ging.

Ich bin viel mehr auf die pflanzliche Ernährung umgestiegen, auch wenn ich mich noch nicht als Veganerin bezeichnen kann und möchte. Aber ich arbeite daran.

Ich habe an einem Wochenendkurs für Niederländisch teilgenommen, der mir nicht nur den Zugang zu einer tollen Sprache eröffnete, sondern in mir auch den Wunsch weckte, dort nächstes Jahr hinzufahren.

Ich war mit meinem Vater und kleinen Bruder im Februar im Winterurlaub, bei dem ich herausfinden sollte, dass Wintersport im Allgemeinen und Langlaufski im Speziellen nicht mein Ding sind.

Ich besuchte Konzerte von Edward Sharpe & The Magnetic Zeros, Devendra Banhart und gleich zwei von Placebo und hatte auf allen eine großartige Zeit.


Alben des Jahres
(laut last.fm am häufigsten gehört)
Kate Nash - Girl Talk
Edward Sharpe & The Magnetic Zeros - Edward Sharpe & The Magnetic Zeros
Placebo - Loud Like Love

Filme des Jahres
(2013 zum ersten Mal gesehen)
The Doors - When You're Strange
God Bless America
Kill Bill

Bücher des Jahres
(2013 zum ersten Mal gelesen)
"1Q84" (Band 1 & 2) von Haruki Murakami
"Ich gegen Osborne" von Joey Goebel
"Der große Trip" von Cheryl Strayed

Serien des Jahres
(2013 zum ersten Mal gesehen)
About:Kate
Firefly - Aufbruch der Serenity
Little Britain


Schön war's. Nächstes Jahr.

Freitag, 27. Dezember 2013

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty


TITEL l Das erstaunliche Leben des Walter Mitty
ORIGINALTITEL l The Secret Life of Walter Mitty
KINOSTART DEUTSCHLAND l 01.01.2014
GENRE l Abenteuerfilm, Komödie, Drama, Fantasyfilm
REGIE l Ben Stiller
BESETZUNG l Ben Stiller, Kristen Wiig, Shirley MacLaine, Sean Penn, Patton Oswalt

INHALT l Walter Mitty ist ein bescheidener Mann mittleren Alters, der ein zurückgezogenes Leben führt. Seit Jahren arbeitet er schon im Fotoarchiv des renommierten Life!-Magazins. Er versucht seinem grauen Alltag durch Tagträume zu entfliehen, in denen er heldenhafte Abenteuer erlebt und seine große Liebe findet. Aus diesen wird er aber schnell durch seinen Chef herausgerissen, denn die Gestaltung der letzten Printausgabe des Magazins steht an. Das Titelbild soll ein Werk des bekannten Fotografen Sean O'Connell zieren, doch ausgerechnet dieses Foto ist verschwunden. Walter nimmt seinen Mut zusammen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach der verschollenen Fotografie. Begleitet von Visionen, die nicht selten von seiner von ihm verehrten Kollegin Cheryl handeln, beginnt Walter langsam die Leerstellen seines bisherigen Lebens zu füllen.

FAZIT l Nach dem vielversprechenden Trailer hatte ich hohe Erwartungen an den Film, die - um die Spannung gleich zu nehmen - zum Glück nicht enttäuscht wurden. "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty" ist ein fantastischer Wohlfühlfilm, bei dem einem wirklich das Herz aufgeht. Großartig eingefangene Bilder, eindrucksvolle Szenerien und dank der Fantasiewelten konnten sich die Macher auch hier und da in Richtung Spezialeffekte austoben. Zwar bedient sich das Drehbuch durchaus dem einen oder anderen Abguss klischeegeladener Szenen, doch mit viel Witz und Charme und einem hervorragenden Soundtrack lässt sich das durchaus verzeihen.
Insgesamt macht der Film Lust auf Reisen, Lieben und Leben: meine Kinoempfehlung habt ihr!

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Kleine Weihnachtsnachlese

Der grobe Teil des Weihnachtsfestes liegt in unserem Hause bereits hinter uns. Nach all den Vorbereitungen, den Gedanken um Geschenke und Essen, dem Putzen und Saubermachen, dem Schmücken und Einkaufen liegt der eigentliche Heiligabend immer etwas hinter den Erwartungen zurück, so habe ich das Gefühl. Familienstreits standen uns zur Seite, wie sie es jedes Jahr tun, Genöle über die Musik oder den gerade laufenden Film, die Bescherung fällt bei uns mittlerweile vier Erwachsenen auch immer unspektakulärer aus und zudem haben wir nicht einmal ansatzweise so viel Essen in uns hineinschaufeln können, wie eigentlich geplant, aber nett war es trotzdem.


Etwas ganz Besonderes war für mich dieses Jahr das Blogger- und Youtuberwichteln von der lieben Chaosmacherin. Mein Geschenk kam zwar einige Tage früher hier an, aber ausgepackt wurde es natürlich erst am 24. Dezember. Mein Wichtel war übrigens Mina, die mir, weil ich mein Vögelchen beim Auszug in der alten Heimat zurücklassen musste, zum Trost Wellensittich-Fenster- beziehungsweise Fliesenaufkleber zugeschickt hat. Aww, so eine süße Geste! Vielen Dank, liebe Mina. Ich hoffe, du hattest ein schönes Fest und noch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Falls es solch ein Wichteln nächstes Jahr geben sollte, bin ich auf jeden Fall wieder mit von der Partie!


Im diesjährigen Advent habe ich es mir außerdem nicht durch die Lappen gehen lassen, mich bei den ganzen Adventsverlosungen zu versuchen und konnte bei einem Gewinnspiel auf dem Blog Tintenhain sogar etwas abstauben. Ewig schon habe ich nichts mehr gewonnen und dann gleich etwas so verdammt Tolles: ein Plätzchenausstecher in Buchform. Jetzt kann ich Buchplätzchen backen, ist das nicht genial? Ein großes Dankeschön also noch einmal auf diesem Weg.

Und schon sind wir beim letzten Tagesordnungspunkt angelangt, nämlich dem alljährlichen, mittlerweile traditionellen Weihnachtsvideo von Vegas. Dieses Jahr wurden Spenden gesammelt, die zum Schluss an drei unterschiedliche Organisationen gingen. Als großer Freund der neverlandranchigen Weihnachtsaktionen bin ich selbstverständlich mit dabei. Ihr dürft wieder gern raten, wo ich bin. Viel Spaß mit dem Video und schöne Restfeiertage!

Freitag, 13. Dezember 2013

Mein Weihnachtsmixtape

Momentan scheint hier alles drüber und drunter zu gehen, so viel will getan werden, haufenweise Unizeugs, Weihnachtsgeschenke für die Lieben und dabei funktioniert nichts so richtig, wie es eigentlich soll. Daher wird es Zeit, sich zu besinnen und den ganzen Stress mithilfe
vorweihnachtlicher Songs zumindest für einen kurzen Moment zur Seite zu schieben. Ich hab' da mal was vorbereitet. Was sind eure liebsten Weihnachtslieder (neben den üblichen Verdächtigen, die man normalerweise schon am ersten Advent nicht mehr hören kann)?

Mittwoch, 4. Dezember 2013

PLEASE!

Vorhin veröffentlichten Edward Sharpe and The Magnetic Zeros, nur zufällig eine meiner absoluten Lieblingsbands, ihr neues Musikvideo zum Song "Please!". Nun, das ist noch nicht die eigentliche Neuigkeit.
Denn bereits im August hatten die Hippiemusiker einen Aufruf gestartet, die Leute sollen doch Videos eben dafür einsenden, in denen sie zu dem Lied mitsingen, tanzen oder einfach zeigen, was Liebe für sie bedeutet. Gewieft wie ich bin, habe ich natürlich gleich die Gelegenheit ergriffen und mich vor die Kamera gestellt.
Da die gesamte Aktion jedoch schon so viele Monate zurücklag, hatte ich schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass überhaupt noch etwas daraus wird. Doch heute wurde ich überrascht und bin nun im neuen Musikvideo mit dabei. Juchee, yippieh!

Wenn ich auch damals nicht sonderlich viel Zeit hatte und deshalb keine große Aktion starten konnte, sondern im Endeffekt nur stupide mitgesungen habe, bin ich trotzdem immerhin dreimal ganz kurz zu sehen (beziehungsweise meine Hand). Man braucht zwar Adleraugen, aber ich bin zu sehen. Zwar nur ganz flüchtig, aber ich bin zu sehen. Man muss das Video fast schon pausieren, aber ich...ach, ihr wisst, worauf ich hinaus möchte.

Mittwoch, 27. November 2013

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblicke September & Oktober


42. Einen Flohmarkt besuchen
Abgehakt. Ursprünglich war mit einer Freundin sogar geplant, selbst einen Flohmarktstand zu veranstalten, doch unsere drei Anläufe wurden vereitelt. Also blieb es bei dem einen richtigen Besuch, der aber trotzdem schön war. Der Flohmarkt am Mauerpark in Berlin ist schon ein echtes Erlebnis, wo es zudem noch die besten veganen Burger gibt, die ich je gegessen habe.

61. Zu einem öffentlichen Bücherschrank gehen
Schon lange wollte ich mir die Telefonzellen in Berlin näher anschauen. Für einen Artikel der Zeitung machte ich mich schließlich auf den Weg und erkundete sogar drei.
Vielleicht kann ich darüber beizeiten noch in einem gesonderten Beitrag berichten, wenn das jemanden interessiert.

45. Ans Meer fahren
Zusammen mit einer Freundin machte ich mich relativ spontan auf nach Stralsund. Ich wollte dieses Jahr nicht ausklingen lassen, ohne wenigstens einmal am Meer gewesen zu sein. Auch wenn es nun nicht mehr warm genug war, um schwimmen zu gehen, machten der Road Trip und die Tage dort gut Laune und die Altstadt ist wirklich überraschend hübsch.
Außerdem gingen wir in Stralsund ins Ozeaneum, womit ich den Punkt 34 "Ein Museum besuchen" erfüllt habe.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Vier sind es insgesamt im September geworden, von denen "Harry Potter und der Orden des Phönix" auch den sechsundzwanzigsten Punkt "15 Bücher der beliebtesten Bücher der Deutschen lesen" abdeckte. Welche es ansonsten waren und wie ich sie fand, kann hier nachgelesen werden.

35. Häufiger ohne Ziel loslaufen und neue Orte entdecken
Um den Mietvertrag für meine Wohnung zu unterschreiben, fuhr ich für einen Tag runter nach Leipzig und nutzte gleich die Gelegenheit, mir die Uni anzuschauen und eine kleine Erkundungstour durch die Innenstadt zu machen.

Ansonsten probierte ich ein neues Rezept aus, indem ich diesen Kicherbsen-Oliven-Salat machte (76), lebte zwei Tage lang internetfrei (64), verschickte aus Stralsund eine Postkarte an meinen Vater (13), schrieb drei Blogbeiträge (92), klimperte neun Mal auf der Gitarre (66), traf mich sieben Mal mit Freunden (11), pflegte den Kontakt zu meinem Vater vier Mal (14) und zu meinem Opa zwei Mal (15).



01. Von Zuhause ausziehen
Been there, done that. Endlich, sollte ich noch hinzufügen. Manche mögen sich auch bis dreißig noch bei den Eltern wohlfühlen, für mich war die Zeit schon lange gekommen, in der ich auf eigenen Beinen stehen wollte.

07. Mit meinem Studium anfangen
Check! Mit dem ersten wohl einer meiner wichtigsten Punkte dieser Liste.

16. Bewusst auf Menschen zugehen und kennenlernen
Mir fällt es wegen meiner Schüchternheit fremden Personen gegenüber eigentlich immer eher schwer, neue Leute kennenzulernen. Doch dank der komplett anderen Lebensumstände blieb mir im Oktober letztendlich keine Wahl, wenn ich nicht als Eremit enden wollte. Ging daher zu einigen Ersti-Veranstaltungen, Vorträgen und Kneipentouren, auch wenn ich manchmal gar keine Lust darauf hatte und lieber Zuhause eine Tasse Tee trinken und Serien schauen wollte.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Immerhin drei, immerhin überhaupt welche. Hier die Übersicht.

10. Zwei alte Freundschaften wieder auferleben lassen
Mit einer ehemaligen Mitschülerin, die ich seit dem Abitur nicht mehr gesehen oder gesprochen habe, wurde jetzt wieder Kontakt aufgenommen. Nächstes Jahr wollen wir uns sogar wieder treffen, auch wenn sie mittlerweile am anderen Ende Deutschlands wohnt. Yay!

In der übrigen Zeit verfasste ich einen Blogbeitrag (92), traf mich drei Mal mit Freunden (11), trieb endlich wieder Sport, wenn auch nur zwei Mal (81), trug ich zwei Mal Nagellack (84), lebte ich aufgrund großer Vernetzungsschwierigkeiten im neuen Zuhause fünf Tage internetfrei (64), spielte ich einmal Gitarre (66), pflegte ich den Kontakt zu meinem Papa sechs Mal (14) und zu meinem Opa einmal (15).

Sonntag, 3. November 2013

Lesemonate September & Oktober

 September


"Untot - Lauf, solange du noch kannst" von Kirsty McKay
Zombie; 360 Seiten; Chicken House; 2012; "Undead"

Teenagerin Bobby hasst ihre neuen Mitschüler, die sie auf dem gemeinsamen Skiausflug zum Freak und Außenseiter degradiert haben. Auf der Heimreise wartet sie so lieber im Bus, als die Pause im Café mit den anderen zu verbringen. Aber die anderen kommen nicht mehr. Die anderen sind tot - Klassenzicke Alice hat es genau gesehen. Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus.

Meine erste Zombielektüre lässt leider ganz schön Luft nach oben. Autorin McKay hat scheinbar zwanghaft probiert, die Jugendlichen in ihrer Geschichte besonders authentisch klingen zu lassen, verrennt sich dabei jedoch in einer hoffnungslos peinlichen Jugendsprache. Dass hingegen an einigen Stellen wirklich Spannung aufkam, ist schön, dass das Buch mit einem mehr oder minder fiesen Cliffhanger endet, eher weniger. Es gibt bereits einen weiteren Teil, der dann wahrscheinlich an der Stelle weitermacht, wo dieser aufhört. Ich werde ihn jedenfalls nicht lesen, denn "Untot" ist insgesamt zwar ganz nett, aber absolut kein Must-Read.

"Harry Potter und der Orden des Phönix" von Joanne K. Rowling
Fantasy; 1021 Seiten; Carlsen Verlag; 2003; "Harry Potter and the Order of the Phoenix"

Es ist Harry Potter. Was soll man dazu noch sagen?

"Der alte Mann und das Meer" von Ernest Hemingway
Kurzroman; 144 Seiten; Rowohlt Taschenbuch Verlag; 2001; "The Old Man and the Sea"

Der greise Santiago fährt seit Wochen mit seinem alten Boot auf's Meer hinaus, ohnen einen Fang zu machen. Nach 84 Tagen, weit draußen im Golfstrom, beißt schließlich ein gewaltiger Schwertfisch an. Zwei Tage und Nächte kämpft Santiago mit dem Ungetüm, das länger ist als sein Boot.

Netterweise verriet man mir das Ende, als ich erzählte, ich würde gerade dieses Buch lesen. Somit war die Spannung und das Interesse am Lesen ein wenig verflogen. Nichtsdestotrotz eine wunderbar erzählte, bedeutende Geschichte. Möchte nun gerne mehr von Hemingway lesen.

"High Fidelity" von Nick Hornby
Roman; Musik; 332 Seiten; Kiepenheuer & Witsch; 1996; "High Fidelity"

Rob Fleming. 35 Jahre alt. Fanatischer Musikfreak. Besitzer eines kurz vor der Pleite stehenden Plattenladens. Gerade von seiner Freundin verlassen worden. Endlich darf er wieder ungestört in der Wohnung rauchen und in Ruhe seine Plattensammlung neu sortieren. Doch die Freude über die Rückkehr ins "Königreich der Singles" ist nur von kurzer Dauer. Rob beginnt über seine fünf schlimmsten Trennungen nachzudenken und möchte schließlich herausfinden, warum seine bisherigen Beziehungen alle in die Brüche gingen.

Wow! Ich hatte vorab schon den Film gesehen, von dem ich jedoch nur mäßig begeistert war. Das Buch hingegen konnte mich vollkommen überzeugen. Viel Gefühl, ohne kitschig zu werden, großartiger Humor und viele Zeilen über gute Musik. Gehört gelesen (Wortwitze for president).

Gelesene Bücher: 4
Gelesene Seiten: 1857
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 61



Oktober


"Pippi Langstrumpf in Taka-Tuka-Land" von Astrid Lindgren
Kinderbuch; 176 Seiten; Oetinger Verlag; 1999; "Pippi Langstrump pa de sju haven"

Hiermit bin ich schließlich durch mit dem dreiteiligen Pippi Langstrumpf-Schuber. Es war schön, sich wieder der ausgelassenen, durchgedrehten Welt des rothaarigen Mädchens zu widmen. Manche Geschichten kannte ich sogar noch gar nicht und hielten damit sogar einige Überraschungen für mich bereit. Astrid Lindgren bleibt einfach die Königin der Kinderbücher.


"Jadetöchter" von Hsu-Ming Teo
Roman; Familiengeschichte; 316 Seiten; Goldmann Verlag; 2002; "Love and Vertigo"

"Jadetöchter" ist die Geschichte von Grace Tay, die aus einer chinesischen Familie stammt, deren Wurzeln in Singapur liegen. Und es die Geschichte ihrer Mutter Pandora, nach deren Tod Grace in diese geheimnisvolle Stadt zurückkehrt. Aus der Auseinandersetzung mit ihrem eigenen Leben und dem ihrer Mutter und Großmutter entwickelt sich eine Familiengeschichte um die Suche nach Liebe, Sehnsucht und Tragik vor der Kulisse Singapurs.

Beim zweiten Lesen ist die Geschichte an manchen Stellen schon etwas langatmiger. Trotzdem beweist Hsu-Ming Teo einen wunderbar wortgewandten und Atmosphäre schaffenden Schreibstil. Traditionen und Umgangsformen der doch etwas anderen Kultur werden dabei oftmals mit einem zwinkernden Auge erzählt und in Frage gestellt. An manchen Stellen sogar richtig witzig, an anderen abgrundtief tragisch.

"Leben" von David Wagner
Roman; 285 Seiten; Rowohlt Verlag; 2013, Deutsche Originalausgabe

Der Anruf kommt um kurz nach zwei. Ein junger, sterbenskranker Mann geht ans Telefon, und eine Stimme sagt: "Wir haben ein passendes Spenderorgan für Sie."
Auf diesen Anruf hat er gewartet, diesen Anruf hat er gefürchtet. Er nimmt seine Tasche und läßt sich ins Berliner Virchow-Klinikum fahren. Seit der Jugend leidet der Protagonist an einer Autoimmunhepatitis, bei der sich sein Körper gegen die Zellen seiner eigenen Leber wehrt. Seitdem schluckt er Medikamente und ist in ständiger Behandlung. Dies ist die Geschichte und Vorgeschichte seiner Organtransplantation.

Es fiel mir den einen oder anderen Morgen auf nüchternen Magen wirklich schwer, dieses Buch ob seiner detaillierten Beschreibung der Wunden, Krankheitssymptome und der Vorgänge im Krankenhaus zu lesen. Es gibt dabei nicht nur einen Einblick in die Situation der Organtransplantation, sondern regt zudem zum Nachdenken an. Wie wichtig ist Organspende? Inwieweit lebt der Spender durch das Organ in einem weiter?
Zwischendurch fand ich manche Erzählungen und Anekdoten aus dem Leben der Hauptfigur ein wenig unnötig und uninteressant. Insgesamt schon ein lesenswertes Buch, bei dem ich die Gedanken, die man sich daraufhin macht, aber wohl noch am spannendsten finde.

Gelesene Bücher: 3
Gelesene Seiten: 777
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 25

Sonntag, 27. Oktober 2013

YOU MAY ASK YOURSELF, WELL, HOW DID I GET HERE?

Nun habe ich schon derart lange nichts Vernünftiges mehr mit diesem Blog angefangen, dass ich mittlerweile wirklich schon zu große Gewissensbisse habe, um mich überhaupt noch als Bloggerin zu betiteln. Aber das möchte ich mir mit regelmäßigeren Beiträgen wieder verdienen.

Langsam zieht in meinen neuen Alltag in Leipzig entfernt so etwas wie Routine ein, sodass ich nach und nach meine Hobbys wieder aufnehmen kann. Der Umzug nach Leipzig und gleichzeitige Auszug von Hotel Mama verlief soweit gut. Zwei Mal mit dem Auto von Berlin nach Leipzig gegondelt und die meisten sowie wichtigsten meiner Besitztümer waren transportiert. Die Wohnung ist ausreichend, mehr zumindest als ich mir für meine erste eigene Wohnung ausgemalt hätte. Momentan fehlt mir zwar noch ein wenig Stauraum, was zur Folge hat, dass viele Sachen durch die Gegend schwirren und von einer Oberfläche auf die nächste geworfen werden. Doch während der nächsten Wochen bringt mir meine Mutter vielleicht noch einen Schrank aus meinem alten Zimmer hierher, dann hätten wir das auch gelöst und ich kann mich dem nächsten Provisorium widmen. Zu Beginn noch als extrem seltsam erachtet, fange ich außerdem langsam an, das selbstständige Wohnen zu genießen. Die Wohnung ist rauchfrei, der Kühlschrank fleischfrei, ich kann den Müll trennen, wie ich will und überhaupt kann es hier so unordentlich, aufgeräumt, laut, leise, hell, dunkel und organisiert sein, wie es mir passt. Das ist ein befreiendes Gefühl. Inwieweit ich mir hier in Leipzig in den nächsten Jahren noch eine WG suche, wird sich zeigen, erstmal genieße ich die jetzige Situation.

Auch das Studium an der Uni ist ganz nach meinem Geschmack. Ob ich mit Anglistik absolut ins Schwarze getroffen habe, werde ich wohl ebenfalls auf längere Sicht dann herausfinden. Nach den grauenhaften "Lückenmonaten" direkt nach dem Abitur, bin ich jedenfalls endlich dort angekommen, wo ich sein wollte. Und sich soviel mit der englischen Sprache, Kultur und Literatur auseinandersetzen zu dürfen, halte ich nun fast schon für ein Privileg. Im Wahlbereich habe ich übrigens Buchwissenschaft belegt, was nach den ersten Einführungsseminaren ein interessantes Fach zu werden scheint.

Sozial gestaltet es sich natürlich noch ein bisschen schwierig. Leute lerne ich zwar zuhauf kennen, feste Freundschaften müssen sich aber langsam erst entwickeln. Den Kontakt zu den Lieben in der "alten Heimat" möchte ich gleichzeitig nicht abbrechen lassen, deshalb fahre ich demnächst hin und treffe mich hoffentlich gleich mit möglichst vielen Leuten.
Ob ich ansonsten einen Nebenjob annehme, weiß ich noch nicht so recht. Der Unterhalt meiner Eltern und das Kindergeld reichen im Prinzip aus, um das Nötigste abzudecken. Doch um sich ab und zu etwas leisten zu können, wäre ein bisschen Extrageld nicht schlecht.

Insgesamt bin ich hier sehr zufrieden und überaus froh, diesen Schritt gegangen zu sein und könnte es mir anders auch gar nicht vorstellen. Alles gut.

Samstag, 28. September 2013

Auf zu neuen Ufern

Ich glaube, es ist an langsam an der Zeit, dass ich den Blog auf den neuesten Stand bringe, was mein Leben momentan angeht. Wie der ein oder andere wissen mag, wollte ich eigentlich schon im vergangenen Jahr, direkt nach dem Abi, studieren. Leider bekam ich damals keinen Studienplatz ab und war mir zudem selbst noch nicht einmal sicher, was ich überhaupt machen wollte. Also veranstaltete ich diesen Sommer das Spielchen mit den Bewerbungen erneut und kann mich nun glücklich schätzen, an der Universität Leipzig Anglistik studieren zu dürfen. Auch wenn sie zunächst nicht meine Wunschuni war, bin ich nun doch äußerst zufrieden damit und freue mich schon sehr darauf.

In Sachsen zu studieren, bedeutet für mich natürlich ein Umzug, wenn ich nicht gerade jeden Tag zwischen Berlin und Leipzig pendeln möchte. Entfernung hielt mich zwar nie auf, mich deutschlandweit an zahlreichen Hochschulen zu bewerben, trotzdem wird mir umso mulmiger, je näher der Oktober rückt. Leipzig - eine Stadt, in der ich niemanden kenne und in der ich erst zwei Mal war. Das wird sicherlich eine Herausforderung.

Eine Wohnung vom Studentenwerk aus habe ich mir schon gesichert, in die ich bald einziehe. Sie ist zwar klein und bescheiden und alles andere luxuriös, aber bezahlbar. Es ist seltsam. Wenn man jung ist, will man so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen. Wenn es dann schließlich soweit ist, merkt man, dass es leider nicht nur Autofahren und Filme ab 18-Schauen ist. Sich selbst um Papierkram sowie Verträge kümmern, zusehen, wie man mit dem Geld auskommt, Behördengänge und Verantwortung übernehmen - das ist also dieses "Erwachsensein".

Bereits nächste Woche werde ich also die Menschen zurücklassen, die mich während der letzten zwanzig Jahre hier begleitet haben. Ich bin nicht der Typ für sentimentale Abschiede, aber gestern zum vorerst letzten Mal meine Mädels um mich zu haben, tat trotzdem verdammt gut. Morgen kommt dann meine Familie vorbei, mit der ich meine Zeit in der Stadt, die jahrelang mein Zuhause war, ausklingen lasse.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt für mich, dass ich mein Vögelchen nicht mitnehmen kann. Sie ist immerhin schon knapp zehn Jahre alt und wenn sie die Fahrt bis Leipzig nicht gut überstünde, würde ich mir das nie verzeihen. Naja, so hat meine Mutter zumindest die Gewissheit, dass ich regelmäßig wieder nach Hause komme - allein schon um zu sehen, wie es dem kleinen Fratz geht.

Eine Freundin fragte mich, ob ich Angst davor hätte, so weit wegzuziehen. In dem Moment war ich etwas perplex, so dass ich keine passende Antwort parat hatte. Mittlerweile muss ich mir eingestehen, dass ich wohl ein wenig Angst vor dem Ungewissen habe. Zu der Angst gesellt sich glücklicherweise auch Vorfreude, Hoffnung und Neugier. Was wird die Zukunft für mich bereit halten? Eines ist mir gewiss, ein kleiner Neuanfang kann gerade nicht schaden. Auf geht's zu neuen Ufern!

Freitag, 6. September 2013

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblick August


Die August zog so schnell an mir vorbei, wie wohl kaum ein anderer Monat in diesem Jahr. Viel getan, viel erlebt und auch den einen oder anderen Punkt der Liste konnte ich wieder abhaken.

73. Einen Kurs an der Volkshochschule besuchen & 71. Anfangen, eine neue Sprache zu lernen
Beim Stöbern durch das Kursangebot der Berliner Volkshochschulen wurde ich dank des Wochenendkurses Niederländisch fündig. Also flugs gebucht, die Lernmaterialien bestellt und so ging es über drei Tage in die deutsche Hauptstadt, um Grundlagen der Sprache zu lernen. Es hat wirklich Spaß gemacht und Niederländisch ist eine tolle Sprache. Deswegen hoffe ich, das bald fortführen zu können.

39. Ein Theaterstück besuchen
Zusammen mit meinem kleinen Bruder schaute ich mir im Berliner Ensemble das Stück "Peter Pan" an. Mit den Kostümen à la Tim Burton und der schönen Musik, die extra von der Band CocoRosie für diese Inszenierung geschrieben worden ist, hat es mir außerordentlich gut gefallen.

87. Nach London fahren
Das Wort "fahren" ist in diesem Punkt ungünstig gewählt, selbstverständlich sind wir geflogen. Doch war London schon lange ein Traum von mir und nachdem ich mir von der Stadt nun selbst ein Bild machen konnte, war dieser vollends gerechtfertigt. Es war großartig und ich muss unbedingt wieder hin, da drei Tage definitiv zu wenig Zeit hergaben.

13. Briefe & Postkarten schreiben
Es wurde aber auch langsam Zeit, dass ich mich dieser Aufgabe widme. So schrieb ich kurzerhand acht Postkarten aus London, die sogar gerade in Deutschland eintrudeln (immerhin nach über zweieinhalb Wochen).

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Insgesamt fünf Bücher las ich im August, von denen zwei gleichzeitig den Punkt 27 "Mehr englische Bücher lesen" abdecken. Die genaue Übersicht und meine Meinung gibt es hier.

53. 5 DIY-Projekte verwirklichen
Zum einen nahm ich mir meinen Rucksack vor, dessen Futter und Stoff sich innen schon seit langem verabschiedeten und auseinandertrennten. Also löste und schnitt ich das ganze Zeug heraus und nähte einen neuen Stoff ein, damit ich meine Sachen nun endlich schneller wiederfinden kann.
Zum anderen bastelte ich aus biegsamen Ästen, Wolle, Schnüren, Bändern und Perlen einen Traumfänger für eine Freundin zum Geburtstag. Einer für mich ist schon in Planung, denn ich fand ihn letztendlich so schön, dass ich ihn fast nicht abgeben wollte.

76. Neue Rezepte ausprobieren
Aus dem Kochbuch "Vegan for fit" probierte ich das Tofu-Rührei aus, welches zwar nicht schlecht war, jedoch insgesamt nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat. Obwohl es immerhin wie richtiges Rührei aussah.

Ansonsten buk ich einen veganen Kirsch-Streusel-Kuchen (77), hielt mich drei Tage lang vom Internet fern (64), trieb neun Mal Sport (81), schrieb einen Blogpost (92), übte zehn Mal Gitarre (66), traf mich vier Mal mit Freunden (11), tauschte mich vier Mal mit meinem Vater aus (14) und lief zwei Mal ohne Ziel los, um neue Orte zu entdecken (35).

Mittwoch, 4. September 2013

Lesemonat August

Nach einer Pause vom ganzen Bloggertrubel bin ich nun zurück. Und sogleich gibt es eine kleine Neuheit. Schon zu Beginn des Jahres hatte ich angefangen, meine monatlich gelesenen Bücher in Videos vorzustellen, aber wir wissen ja alle, was aus diesem Versuch geworden ist...ähem. Also habe ich mich dazu entschieden, das fortan schriftlich zu machen.

"Ich gegen Osborne" von Joey Goebel
Coming Of Age-Roman; 432 Seiten; Diogenes Verlag; 2013; "I Against Osbourne"

Ein ganz normaler Schultag an der Osborne Highschool. Protagonist ist der Außenseiter James Weinbach, der sich wieder der einzige verantwortungsbewusste Heranwachsende in einer sexbessessenen Gesellschaft zu sein. Er kann seine Mitschüler nicht ausstehen und nun scheint auch noch seine Angebetene Chloe während der Ferien ihre weibliche Seite entdeckt zu haben. Notgedrungen nimmt James den Kampf auf: Ich gegen Osborne!

Das neueste Werk von Joey Goebel strotzt wieder vor Gesellschaftskritik, wie man es von ihm gewohnt ist. Die ersten zwei Drittel haben mich echt umgehauen, so sehr konnte ich mich mit James Weinbach identifizieren. Zum Ende hin flaute die Geschichte ein wenig ab, denn ich fand manche Entwicklungen nicht so passend. Doch nichtsdestotrotz ein wunderbares Buch!

"Pippi Langstrumpf geht an Bord" von Astrid Lindgren
Kinderbuch; 207 Seiten; Oetinger Verlag; 1999; "Pippi Langstrump gar om bord"

Der zweite der insgesamt drei Pippi Langstrumpf-Bände bietet neun weitere Geschichten über das freche, starke Mädchen mit den roten Haaren und ihre Freunde Thomas und Annika.
Für Zwischendurch ist das wirklich die perfekte Lektüre, um für eine Weile in die Unbeschwertheit der eigenen Kindheit abzutauchen.

"Girl, Interrupted" von Susanna Kaysen
Psychiatriebericht, Biographie; 170 Seiten; Virago; 2002; Englisch

Im Alter von 18 Jahren wird Susanna Kaysen von einem Arzt, den sie noch nie zuvor gesehen hat und der sie nach ihren Angaben nur knapp eine halbe Stunde untersucht hat, in die psychiatrische Abteilung des McLean Hospitals eingewiesen. Die Symptome ihrer Persönlichkeitsstörung sind dabei so vage, dass sie sich bei fast jedem jungen Mädchen nachweisen lassen könnten. Zwei Jahre soll sie in der Anstalt verbringen, bevor sie ein neues Leben anfangen kann.
Ein beeindruckender, tragischer und zugleich philosophischer Bericht. Wo fängt Verrückheit überhaupt an und was ist überhaupt normal? Unbedingt lesenswert!

"Charlie and the Chocolate Factory" von Roald Dahl
Kinderbuch; Fantasy; 190 Seiten; Puffin Books; 2013; Englisch

Charlie Bucket lebt mit seinen Eltern und seinen vier Großeltern in ärmlichen Verhältnissen am Rande der Stadt. Einzig der Duft von Wonkas Schokoladenfabrik lässt Charlie ab und zu seinen Hunger vergessen. Eines Tages lässt Willy Wonka, der geheimnisvolle Besitzer der Fabrik, verlauten, dass er in fünf Tafeln der Wonkaschokolade goldene Tickets versteckt hat. Wer sie findet, soll die einmalige Chance erhalten, die sagenumwobene Fabrik von innen zu besichtigen.
Ich wünschte, ich hätte diese Geschichte schon als Kind gekannt. Ich habe so mit dem kleinen Charlie Bucket mitgefiebert und die vielen Beschreibungen der verrückten Süßigkeiten von Willy Wonka lassen einem wirklich das Wasser im Mund zusammenlaufen.

"Blade Runner" von Philip K. Dick
Science Fiction; 269 Seiten; Heyne Verlag; 2002; "Do Androids Dream Of Electric Sheep?"

Der Androidenjäger Rick Deckard übernimmt den Auftrag, sechs vom Mars auf die Erde geflüchtete Androiden aufzuspüren und zu eliminieren, denn diese haben auf ihrer Flucht mehrere Menschen umgebracht. Die Schwierigkeit seiner Aufgabe besteht darin, die Androiden zu identifizieren, da diese von den Menschen kaum mehr zu unterscheiden sind. Als er eine Affäre mit der Androidin Rachel Rosen beginnt, ändert sich seine Weltsicht. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt...

Auch wenn ich mir von diesem Klassiker ein wenig mehr erwartet hatte, ist dieses Science Fiction-Spektakel doch ideenreich und spannend inszeniert. Für Fans dieses Genres ein absolutes Muss!

Gelesene Bücher: 5
Gelesene Seiten: 1268
Durchschnittlich gelesene Seiten am Tag: 40

Montag, 5. August 2013

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblick Juli


Nach fünf Monaten, über 70 veröffentlichten Artikeln und drei - vom vielen Sitzen - zugenommenen Kilogramm habe ich mein Zeitungspraktikum im Juli schließlich beendet. Ich hatte eine schöne Zeit in der Redaktion. Ich habe nicht nur unglaublich viel gelernt, sondern musste auch jeden Tag erneut über meinen Schatten springen und lernte außerdem sehr nette Menschen kennen. Wenn Redakteur bei einer Tageszeitung zu sein, auch nicht mein Traumberuf geworden ist, habe ich doch eines für mich festgestellt: Ich möchte schreiben!
Im August werde ich mit meiner neugewonnenen Freiheit den Sommer in vollen Zügen genießen und mich hoffentlich wieder intensiver der Liste widmen können.

78. Mich einen Monat lang vegan ernähren
Für dieses Projekt habe ich mir den Juli ausgesucht. Zusätzlich zum Vegetarismus verzichtete ich also außerdem auf Eier, Milchprodukte und Honig. Wie es mir damit ergangen ist und wie es nun weitergehen wird, berichte ich in einem gesonderten Beitrag, der noch veröffentlicht wird.

18. Ein Adressbuch anlegen
Die wichtigsten Adressen sind mittlerweile eingetragen. Somit kann ich diesen Punkt abhaken.

81. Einmal pro Woche Sportübungen machen
Dass ich diesen Punkt sträflichst vernachlässige, ist irgendwie gar nicht mal so schön. Ursprünglich wollte ich nur ein bisschen fitter und stärker werden, doch jetzt kann ich mich gleich an die zusätzlichen Pfunde machen. Ab Ende Juli sind es immerhin drei Sporteleien geworden.

17. Meine Geburtstage feiern
Nachdem ich im zu meinem richtigen Geburtstagstag im Juni schon meine Familie zu einem gemütlichen Abendessen eingeladen hatte, gingen Freunde und ich im vergangenen Monat zur Feier des Tages in eine Karaokebar und hatten in unserer eigenen Kabine ordentlich Spaß beim Grölen.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
Insgesamt vier Bücher sind es geworden:
"Er ist wieder da" von Timur Vernes
"Pippi Langstrumpf" von Astrid Lindgren
"Mein Leben als Suchmaschine" von Horst Evers
"1Q84 (Buch 1 & 2)" von Haruki Murakami

Ansonsten traf ich mich vier Mal mit Freunden (11), probierte sieben neue Rezepte aus (76), befand mich vier Mal in Backlaune (77), übte sechs Mal Gitarre (66), veröffentlichte vier Blogeinträge (92), traf ein Mal meinen Opa (15) und telefonierte ein Mal mit meinem Vater (14).

Sonntag, 21. Juli 2013

Mein Sommerabend-Mixtape

Ich mag laue Sommerabende sehr gern. Wenn es nach dem hitzigen Tag wieder etwas kühler wird, man aber trotzdem noch keine Jacke benötigt. Wenn das Licht ganz warm wird, bevor sich die Sonne endgültig verabschiedet. Wenn man dem Zirpen der Grillen lauschen kann. Wenn der Geruch von Sonnencreme immer noch an der Haut haftet. Und wenn man im Idealfall mit geliebten Menschen draußen sitzen und sich über alles Mögliche austauschen kann. Eine geeignete musikalische Untermalung darf natürlich nicht fehlen, daher habe ich hiermit einige Lieder zusammengestellt, die bei mir gern in solchen Momenten laufen dürfen.
Welche Lieder klingen für euch nach Sommerabend?

Dienstag, 16. Juli 2013

WITH ONE GUITAR AND TWO DANCING FEET

Dass ich dieses Jahr bis zum Dienstag, dem 2. Juli, noch auf keinem Konzert war, ist eine Schmach. Dafür besuchte ich im Berliner Heimathafen Neukölln eine meiner absoluten Lieblingsbands Edward Sharpe & The Magnetic Zeros. Endlich wieder! Zum ersten Mal sah ich sie vor zwei Jahren und war damals schon hin und weg, wovon ich hier berichtete.

Auch dieses Konzert war wieder wundervoll, gerade weil es sich auch ein wenig anders gestaltete als das letzte. Aber rollen wir das Ganze doch von vorne auf. Im Heimathafen Neukölln war ich zuvor noch nicht, doch von den nicht allzu großen Raummaßen her war er angenehm. Einzig die Akustik empfand ich in den ersten Reihen als ungünstig. Ich kann selbstverständlich nicht sagen, inwieweit das andere Besucher störte, aber die Boxen sind an den Seiten so nach hinten angebracht, dass man zwar den Sänger vor sich sieht, der Gesang aber irgendwo hinter einem wahrzunehmen ist. Ich habe Gesagtes und Gesungenes in der zweiten Reihen zwar gut gehört, aber dadurch immer nur schwer verstanden.

Die Vorband, deren Namen ich trotz Recherche bis jetzt nicht herausgefunden habe, war ganz nett. In typischer Singer-Songwriter-Manier gaben sie die beiden Herren mit Akustik- und E-Gitarre. Sehr ruhig und zurückhaltend. Aber wozu bräuchte man auch einen Opening Act zum Anheizen, wenn einem bei Edward Sharpe & The Magnetic Zeros von der ersten Sekunde an der Schweiß steht? Eben. Und sobald die vielen Musiker der US-amerikanischen Band pünktlich um halb elf auf die Bühne hüpften, war die Euphorie im Saal trotz langer Wartezeiten förmlich greifbar.


Die Setlist war nicht dieselbe wie 2011, sodass ich glücklicherweise nicht das Gefühl hatte, das gleiche Konzert bereits erlebt zu haben. Obwohl die klassischen Stücke des ersten Albums wie "40 Day Dream", "Up From Below" und "Home" selbstverständlich mit von der Partie waren. Aber auch Lieder des zweiten Albums, "That's What's Up", "I Don't Wanna Pray" und "Man On Fire", sowie weitere unveröffentlichte Songs gab es auf die Ohren. Eine besondere Überraschung für mich war außerdem "Truth" vom Soloalbum des Sängers Alexander Ebert, das ich mir eigentlich auch schon beim letzten Konzert sehnlichst gewünscht hatte und dem ich nun in seiner ganzen Herrlichkeit lauschen durfte.


Musikalisch haben Edward Sharpe & The Magnetic Zeros ganz schön was auf dem Kasten, das kann man auf keinen Fall leugnen. Besonders interessant für mich ist es daher auch, den Musikern beim Spielen zuzuschauen. Manche sind ganz locker, manche schauen eher konzentriert. Gleichzeitig schaffen es aber alle, viel Spaß und Hingabe zum Musizieren zu zeigen. Das ist derartig ansteckend - selbst wenn einem eigentlich etwas auf der Seele liegt, kann man das für ein paar Stunden vergessen und trotzdem guter Laune sein.


Natürlich ließ Alex es sich nicht nehmen, wieder regelmäßig ins Publikum zu steigen. Ein kleines Tänzchen hier, ein paar Albernheiten dort. Wie man es von ihm auch nicht anders kennt und schätzt. Sogar Jade wagte sich einmal ins Getümmel. Ich kenne keine andere Musikgruppe, die sich so publikumsnah zeigt wie Edward Sharpe. Es gibt einfach so viel Interaktion, dass man sich wirklich erwünscht und willkommen fühlt.


Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass diesmal mehr Mitglieder der Gruppe zwischendurch im Mittelpunkt standen - ob sie ein Solo spielten, selbst eine Strophe oder gar ein ganzes Lied sangen. So lag die Aufmerksamkeit nicht die gesamte Zeit nur beim charismatischen Sänger. Natürlich ist es schwierig, alle irgendwie an die Reihe kommen zu lassen, weil über zehn Musiker auf der Bühne stehen, aber so waren sie als Band viel präsenter. Dass das nicht nur Statisten sind, sondern ebenfalls interessante Menschen mit eigenen Gedanken, Gefühlen und Ansichten, ging vorher oft verloren. So sehr ich Alex und Jade auch in Aktion sehe, ich hoffe, das weitet die Gruppe in Zukunft noch weiter aus.

Auch das Publikum empfand ich als extrem entspannt, kein Pöbeln, kein Schubsen oder Keifen oder was ich nicht schon alles erlebt habe. Hier wurde einfach der Moment genossen, getanzt, gejohlt und mitgesungen.


Insgesamt war das wieder ein großartiges Konzert. Auch wenn mein erstes Edward Sharpe-Konzert eine etwas größere Bedeutung für mich hat. Trotzdem gab es keine Sekunde, in der stillhalten konnte oder wollte und keine Sekunde, in der ich mit irgendetwas unzufrieden war. Eigentlich kann ich nur jedem empfehlen, zu einem der Auftritte der Hippiegruppe zu gehen, denn zu solch einem Erlebnis kommt man wohl so schnell nicht wieder. Und ich freue mich schon riesig auf's nächste, jawohl!

Samstag, 13. Juli 2013

101 Dinge in 1001 Tagen - Monatsrückblick Juni


Ein bisschen verspätet kommt nun mein Monatsrückblick Juni im Projekt "101 Dinge in 1001 Tagen". Aber wie heißt es so schön? Besser spät als nie.

02. Meinen Führerschein machen
Abgehakt! Endlich darf ich offiziell Auto fahren! Nachdem ich meine Theoriestunden schon im vergangenen Oktober hatte, meine theoretische Prüfung im Januar bestand und seither die Fahrstunden nahm, habe ich die praktische Prüfung im zweiten Anlauf Anfang Juni bestanden. Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit - oder so ähnlich.

48. Alle Gilmore Girls-Staffeln erneut ansehen
Auch mit dieser Aufgabe bin ich durch. Ach, war das schön, die Folgen alle wieder zu sehen. "Gilmore Girls" ist einfach meine absolute Lieblingsserie, die so schnell wohl auch nicht abgelöst werden kann, weil ich mit den Charakteren aus Stars Hollow einfach zu viel verbinde.

72. Meine Pflanzenkenntnisse verbessern & meinen grünen Daumen trainieren
Um mein Fensterbrett neu zu bestücken, wagte ich mich sogar in einen richtigen Pflanzenmarkt. So wohnen bei mir jetzt unter anderem ein Alpenveilchen und ein Hibiskus. Ganz bekomme ich das mit der richtigen Pflege jedoch noch nicht hin. Manchmal lassen sie die Köpfe hängen und wenn ich dann wieder gieße, fängt die Erde an zu schimmeln. Ob das noch was wird, weiß ich nicht...

85. Mehr trinken
In der ersten Juniwoche ereilte mich ein fieser Husten und um den loszuwerden, habe ich ungefähr an die zwei Liter am Tag getrunken. Bis zur Mitte des Monats habe ich das auch gut durchgehalten, doch leider hat sich das im Endeffekt wieder verloren. Ich habe schon immer zu wenig getrunken und kann mir das nur sehr schwer angewöhnen. Meistens schaffe ich mit Mühe und Not einen Liter am Tag, was definitiv zu wenig ist.

77. Viel backen
Der Juni war ein wirklicher Gebäckmonat. Sowohl Kinderschokoladenmuffins, Brownies als auch normale Schokoladenmuffins und die guten alten Apfel-Streusel-Muffuns waren bei meinen vier Backanfällen mit dabei.

76. Neue Rezepte ausprobieren
Drei der Backrezepte waren neu. Hinzu kommen außerdem ein Spinatflammkuchen und ein Weichkäse-Birnen-Salat, die beide wirklich gut geschmeckt haben und definitiv wieder auf dem Teller landen werden. Insgesamt sind also fünf neue Rezepte zu verzeichnen.

17. Meine Geburtstage feiern
Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob ich das beim Erstellen der Liste absichtlich gemacht habe oder ob es Zufall ist, dass dies Punkt 17 ist, wo ich doch am 17. Juni Geburtstag habe.
Wie dem auch sei, gefeiert habe ich schon in kleiner Runde mit meiner Familie. Eine Fete mit ein paar Freundinnen wird bald im Juli stattfinden.

29. Mehr als 100 Bücher lesen
"Simplify Your Life" von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert
"Das Licht der Phantasie" von Terry Pratchett

80. Neue Gemüse- bzw. Obstsorten zum ersten Mal selbst zubereiten oder probieren
Dieses Mal war die Artischocke an der Reihe. Habe ich vorher wirklich noch nie gegessen, doch sie war auf der Pizza gar nicht schlecht. 

18. Ein Adressbuch anlegen
Ich habe eins besorgt und auch schon die ersten Adressen eingetragen. Ein paar fehlen aber noch. Die werde ich hoffentlich im Laufe dieses Monats noch zusammenbekommen.

Ansonsten war ich bei einem Spieleabend mit dabei (50), habe ganze 31 Blogbeiträge veröffentlicht (92), habe mich fünf Mal mit Freunden getroffen (11), übte leider nur zwei Mal Gitarre (66) und habe meinen Vater und Opa jeweils drei Mal gesprochen (14 & 15).

Sonntag, 30. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Ein Buch meiner Wunschliste

Tag 30: Ein Buch, das ich mir gerade wünsche

Unglaublich, dass der Monat, und damit auch das Projekt "30 Tage - 30 Schätze", schon vorbei ist. Und noch viel unglaublicher finde ich, dass ich es wirklich durchgehalten habe, jeden Tag einen Beitrag zu veröffentlichen. Wenn es zugegebenermaßen auch nicht die ausführlichsten und eloquentesten waren - und ich, gegen aller Versprechungen, auch nicht nebenbei noch andere Artikel geschrieben habe. Doch ab sofort werde ich mich natürlich wieder dem anderen Kram widmen können. Insgesamt konnte ich mir damit gut beweisen, dass ich jeden Tag etwas schreiben und mich dem Blog widmen kann, wenn ich es denn nur möchte.

Kommen wir also nun zum letzten Thema. Eigentlich bin momentan ich mit meinem vollgepackten Nachttisch ganz gut bedient und brenne somit nicht darauf, mir dringend und unbedingt ein Buch anzuschaffen. Das kann ruhig noch ein paar Wochen oder gar Monate warten.
Ein Buch, das ich jedoch generell irgendwann noch lesen möchte, ist "Someday, Someday, Maybe" von Schauspielerin und Gilmore Girls-Darstellerin Lauren Graham. Ich mag sie total gern. Nicht nur als Lorelai Gilmore hat sie mich komplett überzeugt, auch in Interviews ist sie wunderbar witzig und schlagfertig. Nun hat sie einen Roman geschrieben und ich bin sehr gespannt darauf, wie sie schreibt und vor allem was sie schreibt und ob es gut ist und mir gefällt und es somit noch mehr Grund gibt, sie ein wenig anzuhimmeln.

Samstag, 29. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Kinderkram nach meinem Geschmack

Tag 29: Das ist eigentlich für Kinder, aber es gefällt auch mir


Seit ich vor kurzem über die Titelmelodie von Pippi Langstrumpf stolperte, bin ich dem von Astrid Lindgren erfundenen Charakter ein wenig verfallen. Was sich darin äußert, dass ich mir seither wieder die Filme mit Inger Nilsson angesehen habe und meine wahre Freude daran hatte. Außerdem habe ich mir gebraucht den Pippi Langstrumpf-Schuber mit allen drei Bänden zugelegt, der vor einigen Jahren zum fünfzigsten Jubiläum herausgebracht wurde. Den möchte ich unbedingt so bald wie möglich verschlingen. Auch die Lieder gehen mir von "Ich hab' ein Haus, ein kunterbuntes Haus" bis "Faul sein ist wunderschön" nicht mehr aus dem Kopf.
Natürlich sind die Geschichten für Kinder gemacht, aber selbst nach all der Zeit haben sie für mich ihren Charme nicht verloren und können mich noch genauso begeistern wie früher. Ach, wie schön es doch manchmal wäre, so wie Pippi in den Tag hinein zu leben und einfach alles zu machen, wonach einem der Sinn steht...

Freitag, 28. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Ein zum Glück verfilmtes Buch

Tag 28: Ein Buch, das zum Glück verfilmt wurde


Ich bin Chuck Palahniuk unendlich dankbar dafür, dass er "Fight Club" geschrieben hat. Denn ohne dieses Buch wäre wohl kaum eines der genialsten Meisterwerke überhaupt gedreht worden. Ich weiß gar nicht, wie oft ich den Film schon angesehen habe, aber eigentlich ist das auch ganz gleich, denn er ist jedes Mal auf's Neue unglaublich gut und beeindruckend.
Das Buch hingegen habe ich erst ein Mal gelesen und kann mich auch nur vage daran erinnern. Scheinbar hat es keinen großen Eindruck bei mir hinterlassen. Ob es also gut ist oder nicht, vermag ich nun gar nicht so genau zu beurteilen. Auf jeden Fall möchte ich es bald wieder lesen, um mir dann wirklich eine Meinung über die Filmvorlage bilden können.

Er ist jung und unauffällig, trägt Anzug und Krawatte. Sein ganzer Stolz ist sein Appartment, das mit Ikea-Möbeln eingerichtet ist. Sein Geld verdient er bei einer Versicherung. Dafür reist der Ich-Erzähler quer durch das ganze amerikanische Land, bis er eines Tages auf einem seiner unzähligen Flüge Tyler Durden kennenlernt. Tyler, wild und jähzornig, arbeitet als Kellner und Filmvorführer und würzt Speisen auf genauso unpassende Weise mit Dingen, die nicht ins Essen gehören, wie Familienfilme mit pornographischen Filmausschnitten. Der Ich-Erzähler ist fasziniert von Tyler, und als er sein Appartment von einem Brand zerstört vorfindet, zieht er kurzerhandbei ihm ein. Tyler weiht ihn in die Idee ein, einen "Fight Club" zu gründen: regelmäßige Treffen von Männern auf Parkplätzen oder großen Kellergewölben mit dem einzigen Ziel, mit bloßen Fäusten gegeneinander zu kämpfen.


 

Donnerstag, 27. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Nachttischblues

Tag 27: Das liegt auf meinem Nachttisch

 
Auf meinem Nachttisch häufen sich immer die Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Mein "SuB", wenn man so will.
Nach meinem Geburtstag letzte Woche, einem ausführlichen Bibliotheksrundgang und ein paar gebrauchten Schnäppchen, die ich in letzter Zeit machen konnte, sehen die Stapel darauf auch schon wieder gefährlich hoch aus.
Nun ist also Akkordlesen angesagt, bevor bei mir Nachschub einziehen darf. Ein Buch, das ich günstig ergattern konnte und auf das ich mich schon sehr freue, ist "Girl, Interrupted" von Susanna Kaysen. Den gleichnamigen Film (auch bekannt unter dem deutschen Titel "Durchgeknallt") schätze ich schon seit langem. Daher wird es doch endlich mal Zeit, die autobiographische Vorlage zu lesen.

Die 18-jährige Amerikanerin Susanna Kaysen fühlt sich niedergeschlagen, missverstanden und unschlüssig. Nach einem Selbstmordversuch wird die Heranwachsende, die mit Ängsten und Unsicherheiten zu kämpfen hat, von ihren konservativen Eltern in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Dort verliert sie sich mit drei anderen jungen Frauen in einer imaginären Welt. Erst mit Hilfe der leitenden Psychologin und einer handfesten Krankenschwester findet sie zurück in die Wirklichkeit. Nach zwei Jahren Anstalt kann sie ihr Leben neu beginnen.

Mittwoch, 26. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Das wollte ich sofort besitzen

Tag 26: Das habe ich gesehen und wollte es sofort besitzen

 
Vor ein paar Wochen schlenderte ich ganz gemütlich mit Freundinnen durch den Dussmann, als mich plötzlich fast der Schlag traf. BÄM! Ein mir unbekanntes Buch von Joey Goebel mit dem Titel "Ich gegen Osborne" lag mir nichts, dir nichts auf einem der Verkaufstische. Wie ein mancher vielleicht weißt, liebe ich seine Bücher und ich hüte auch alle seiner Romane stolz in meinem Besitz.
Da stand ich also nun in der Buchhandlung und war entsetzt. Hat der doch tatsächlich ein neues Buch geschrieben und herausgebracht, ohne mir Bescheid zu sagen. Eine Frechheit! Trotzdem war selbstverständlich schnell der Entschluss gefasst, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss. Und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie gut mir diese Geschichte von ihm gefallen wird.

Ein ganz normaler Schultag. Doch der schüchterne James hat Stress an seiner High School Osborne. Er, der im Anzug des gerade verstorbenen Vaters zur Schule geht, scheint der einzige verantwortungsbewusste Heranwachsende in einer haltlosen, sexbesessenen Gesellschaft zu sein. Er kann seine Mitschüler nicht ausstehen (was auf Gegenseitigkeit beruht), die cool sein wollen und doch nur gefühllos und vulgär sind und sich gegenseitig drangsalieren. Und nun scheint auch noch seine Angebetene, Chloe, die so tickt wie er, während der Ferien ihre weibliche Seite entdeckt zu haben - und das nicht zu knapp. Notgedrungen nimmt James den Kampf auf: Ich gegen Osborne!

Dienstag, 25. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Den Film habe ich abgebrochen

Tag 25: Das habe ich abgebrochen

Heute möchte ich wieder ein paar Worte zu einem Film verlieren. Obwohl ich ihn abgebrochen habe, finde ich "Mr. Nobody" keineswegs schlecht. Der Film ist wunderschön anzusehen, erzählt eine tolle Geschichte und regt dank tiefgründiger Worte auch noch zum Nachdenken an. Doch als ich vor ein paar Monaten angefangen habe, ihn anzuschauen, konnte ich nicht genug Konzentration für diesen doch recht langen Streifen aufbringen. Mir ging viel im Kopf herum, ich war unruhig und konnte einfach nicht still sitzen. Kurzum: die Zeit war noch nicht gekommen, um diesen großartigen Film ausreichend zu würdigen, deshalb musste ich ihn abbrechen. Aber mit dem Gewissen, "Mr. Nobody" ganz sicher bald erneut und dann auch bis zum Ende anzusehen. 

Montag, 24. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Am teuersten

Tag 24: Das Buch/der Film aus meinem Regal, was am teuersten war

Diese Vorgabe kann ich nicht eindeutig beantworten, da ich so gut wie gar keine teuren Bücher besitze. Meistens kaufe ich sie mir gebraucht, sodass selbst eigentlich hochpreisigere Bücher für mich vergleichsweise günstig waren.
Ich hätte hier jedoch ein paar Sachbücher zu stehen, wie Kochbücher oder alte Schulbücher, die sicher schon ein bisschen was gekostet haben. Doch diese ließ ich mir im Regelfall schenken. 
Ansonsten durfte vor kurzem der Graphic Novel "Blankets" von Craig Thompson bei mir einziehen, der neuwertig aktuell so bei um die 24 € liegt. Ich habe ihn gebraucht aber für gerade einmal die Hälfte erstanden. Außerdem ist natürlich mein wunderschöner "Die Tribute von Panem"-Schuber von Suzanne Collins nicht gerade ein Schnäppchen gewesen. Aber auch hier: ich habe ihn mir schenken lassen.
Also insgesamt hat meine Kollektion wohl keinen hohen finanziellen Wert, da es für mich letztendlich nicht darauf ankommt. Mit leichen Gebrauchsspuren und Leserillen kann ich sehr gut leben, daher kaufe ich mir gern Bücher aus zweiter Hand.

Sonntag, 23. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Das ist besonders kurz

Tag 23: Das ist besonders kurz


Kurz, aber deshalb nicht weniger gut als andere Bücher, ist "Schlaf" von Haruki Murakami, einem meiner Lieblingsschriftsteller. Bei dem Buch handelt es sich auch nicht um einen Roman, sondern um eine seiner Erzählungen. Und als wäre diese nicht schon wundervoll genug, wird sie auch noch ausgezeichnet durch die Illustrationen von Kat Menschik ergänzt.

"Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf." So beginnt diese Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage - aber auch gefährlicher.

Samstag, 22. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Am längsten ungelesen

Tag 22: Das Buch aus meinem Regal, das am längsten ungelesen darin steht


 Seit nunmehr Jahren  steht "20.000 Meilen unter dem Meer" von Jules Verne ungelesen in meinem Bücherregal. Bei meiner Ausmistaktion im letzten Jahr sind zwar viele ungelesene Bücher weggekommen, doch dieses durfte bleiben. Denn eigentlich finde ich die Romane von Jules Verne richtig gut. Ich kenne von ihm schon "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" und "In 80 Tagen um die Welt", die mich beide wirklich überzeugen konnten. Und ich bin mir sicher, dass ich diese Geschichte ebenfalls mögen würde - wenn ich sie denn mal läse. Mein Vorsatz steht hiermit fest,"20.000 Meilen unter dem Meer" noch in diesem Jahr zu lesen.

Auf der Suche nach einem rätselhaften Seeungeheuer, das die Weltmeere unsicher macht, schiffen sich der französische Forscher Pierre Arronax und sein Diener Conseil im Hafen von New York ein. Zu ihrer großen Überraschung entpuppt sich das geheimnisvolle Meereswesen als riesiges, mit allen technischen Finessen ausgestattetes Unterseebot - die "Nautilus". Deren ebenso faszinierender wie gefürchteter Kapitän Nemo nimmt die beiden mit auf abenteuerliche Fahrt durch die Tiefen der Ozeane - 20.000 Meilen unter dem Meer!

Freitag, 21. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Nervige Schullektüre

Tag 21: Ein Buch, das ich in der Schule lesen musste und das einfach nur blöd war

Die meisten Bücher, die ich in der Schule lesen musste, mochte ich eigentlich ganz gern. "Der Sandmann" von E. T. A. Hoffmann und "Furcht und Elend des Dritten Reiches" von Bertolt Brecht sind zum Beispiel schlichtweg als grandios zu bezeichnen. Da war ich wirklich sehr glücklich über die Auswahl meiner Lehrerin.
Meine meist verhasste Schullektüre ist und bleibt jedoch "Effi Briest" von Theodor Fontane. Also wirklich, dieses Buch wurde doch geschrieben, um den Leser zu quälen. Die Protagonistin, die zwischenzeitlich schon den Namen Steffi Biest verpasst bekam, hätte ich am liebsten in regelmäßigen Abständen erwürgt. Nachdem wir im Unterricht mit der Besprechung dieses Buches fertig waren, habe ich es auch sofort in die Altpapiertonne geworfen.

Die siebzehnjährige Effi von Briest wird mit dem doppelt so alten Landrat Baron von Innstetten verheiratet. Bald fühlt sie sich einsam und gelangweilt. Das ändert sich erst, als der leichtlebige und Prinzipien verachtende Major Crampas um sie wirbt, obwohl auch er verheiratet ist. Effi fühlt sich hin- und hergerissen zwischen den gesellschaftlichen Erwartungen und ihrer Sehnsucht nach romantischen Gefühlen. Wegen ihrer Schuldgefühle ist sie froh, als Innstetten Ministerialrat wird und mit ihr nach Berlin umziehen will, denn sie hofft, damit der Einsamkeit, Langeweile und der Versuchung durch von Crampas zu entkommen.

Donnerstag, 20. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Das gefällt jedem außer mir

Tag 20: Das hat eigentlich jedem gefallen, nur mir nicht

Zu dieser Aufgabe fällt mir sogar spontan ein Buch ein. Ihr könnt mich für diese Antwort lynchen und mit Mistgabeln aus dem Dorf jagen. Aber nachdem so ein riesiger Hype um das Buch gemacht wurde (und noch immer gemacht wird), stiegen meine Erwartungen an "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green ins Unermessliche an. Letztendlich wurde ich dann ziemlich enttäuscht.
Zu den beiden höchstpubertären Protagonisten habe ich einfach keinen Draht herstellen können. Daraus folgt, dass ich mit den beiden nicht mifühlen konnte und mir viele ihrer Handlungen sehr auf die Nerven gingen. Insgesamt ist es kein abgrundtief schlechtes Buch. Aber so großartig und genial, wie es angepriesen wird, kann ich es leider nicht finden, so sehr ich John Green auch mag.

„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit.

Mittwoch, 19. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Das habe ich noch nicht geschafft zu lesen

Tag 19: Das wollte ich immer schon lesen/sehen, habe es aber bisher nicht geschafft

Ich mag die Bücher von Jonathan Safran Foer ziemlich gern. So habe ich von ihm sowohl "Extrem laut und unglaublich nah" als auch "Tiere essen" förmlich verschlungen. Von beiden Büchern bin ich so angetan, dass er bei mir sogar schon das Potenzial hat, einer meiner Lieblingsautoren zu sein.
"Alles ist erleuchtet" steht bei mir aber leider nach wie vor auf der Liste der ungelesenen Bücher. Zum zweiten Mal habe ich es momentan aus der Bibliothek ausgeliehen und zum zweiten Mal läuft die Frist bald ab, sodass ich es leider ungelesen wieder zurückgeben muss. Ich habe es einfach noch nicht geschafft.

Der ukrainische Dolmetscher Alex liebt die Frauen und das Geld. Den Mann, den er später liebevoll seinen "Helden" nennen soll, kann er am Anfang nicht so richtig leiden. Der "Held" ist der amerikanische Jude Jonathan, der in die Ukraine gekommen ist, um seine eigene Vergangenheit und die seines Großvaters aufzuspüren versucht. Alex "bekümmert" den "verwöhnten Juden", fährt mit ihm im Schlepptau seines Großvaters und der Promenadenmischung Sammy Davis jr. jr. in einem klapprigen Auto durchs Land - und lernt ihn während dieser abenteuerlichen Fahrt als Freund und Kameraden kennen.

Dienstag, 18. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Mein erster Horrorroman

Tag 18: Mein erster Horrorroman/-film, den ich je gelesen/gesehen habe


Lassen wir alle Kindergruselbücher beseite, dann war "Das fünfte Kind" von Doris Lessing meiner erster Horrorroman. Ich schätze, ich habe ihn ungefähr im Alter von dreizehn oder vierzehn Jahren gelesen und ich weiß noch sehr genau, dass auf diese Lektüre viele furchtbare Albträume folgten.
Bezeiten werde ich den Roman sicherlich wieder lesen, um zu sehen, ob mich das überhaupt noch schockieren kann oder ob ich dazu mittlerweile vielleicht schon viel zu abgehärtet dafür bin.

Harriet und David Lovatt haben vier Kinder und gelten als vorbildliche Familie. Das ändert sich mit ihrem fünften Kind: Ben ist ein Monster, das Haustiere erwürgt und seine vier Geschwister bedroht. Er sieht wie ein bösartiger Troll aus und benimmt sich auch so. Bekannte, Freunde und Verwandte fühlen sich von ihm so abgestoßen, dass sie sich von David und Harriet zurückziehen. Harriet geht daran beinahe zugrunde und stimmt zu, Ben in ein Heim zu bringen, aber als sie die Verhältnisse dort sieht, holt sie ihn zurück...

Montag, 17. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Blind aus dem Regal gezogen

Tag 17: Das habe ich gerade blind aus dem Regal gezogen

Naja, komplett blind war das zugegebenermaßen nicht. Denn nachdem ich in den letzten Tagen meine Bücher umsortiert und neu in die Regale eingereiht habe, weiß ich zumindest ungefähr, welches Buch auf welchem Brett steht. Dass "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson nun dabei herauskommen würde, konnte ich dann aber doch nicht voraussagen.
An diese alte Reclam-Ausgabe von 1981 bin ich durch meinen Vater gekommen, nachdem er bei sich ordentlich aussortiert hatte. Gelesen habe ich es selbstverständlich schon und ich bin sehr von der Geschichte angetan. Diesen Klassiker sollte man, meiner Meinung nach, auch einfach einmal gelesen habe -  so dick ist er schließlich nicht.

Die Erzählung berichtet vom Sonntagsspaziergang des Notars Gabriel Utterson und seines Begleiters Richard Enfield, die dem unheimlichen, zwergwüchsigen Mr. Hyde begegnen. Dieser Mr. Hyde scheint in einem merkwürdigen Verhältnis zu dem honorigen Dr. Jekyll zu stehen. Der Verdacht tut sich auf, dass es sich bei dem Arzt und Mr. Hyde um die gleiche Person handelt. Doch wie kann das sein?

Sonntag, 16. Juni 2013

30 Tage - 30 Schätze: Ein Buch, bei dem ich weinen musste

Tag 16: Ein Buch/Film, bei dem ich weinen musste



Eigentlich ist "Emmas Glück" von Claudia Schreiber kein tieftrauriges Buch. Es ist hauptsächlich sogar eher als ausgesprochen humorvoll zu betrachten, aber an einer Stelle - ohne hier nun zu viel verraten - musste ich dann doch die ein oder andere Träne vergießen.

Ein Unfall führt sie zusammen: Emma, die allein und hoch verschuldet auf ihrem Bauernhof lebt, findet eines Nachts in einem schrottreifen Ferrari das, was ihr im Leben fehlte: einen Sack voll Geld und einen Mann. Der junge, aber todkranke Städter Max wollte eigentlich nach Mexiko verschwinden, als seine rasante Fahrt an einem Baum ihr abruptes Ende fand. Und nach einer Weile gesellt sich das Glück zu den beiden, wenn auch auf recht ungewöhnliche Weise...
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