Mittwoch, 21. November 2012

Leseverhalten 2.0

Mir ist aufgefallen, das Internet ruiniert mein Leseverhalten! Ich tausche mich ziemlich gern über Bücher aus, empfehle welche, die mich begeistert haben und nehme selbst Empfehlungen entgegen. Ich lese Rezensionen und schaue Videos zum Thema Bücher und so wachsen meine Wunsch- und Merkliste nahezu täglich. Und ich bin sehr dankbar dafür, so viele mir unbekannte, tolle Bücher dadurch zu entdecken und lesen zu können. Bei den unzähligen Besprechungen ist es ja auch schön, die Bücher für sich herauszupicken, die einem gefallen könnten. Vor allem wenn man ungefähr weiß, was einen anspricht und was nicht. Und je mehr positive Stimmen es im Netz gibt, umso größer ist dabei auch die Wahrscheinlichkeit, dass das hoch gelobte Buch einem selbst zusagt. 
Doch was mir in letzter Zeit immer bewusster geworden ist, dass sich mein Leseverhalten seither drastisch verändert hat. Vor einigen Jahren noch habe ich einfach Bücher mitgenommen, die ich vom Cover und vom Klappentext spontan ansprechend fand, ohne großen Wert darauf zulegen, wieviele begeisterte Kritiken ich vorher schon darüber gelesen habe. 
Jedoch geht das heute gar nicht mehr, schließlich gibt es Listen über Listen und Merkzettel über Merkzettel, die "abgearbeitet" werden müssen, da bleibt keine Zeit für sonstige Bücher. Diese Scheuklappen haben mir gänzlich meine Neugier auf Bücher, von denen ich vorher noch nie ein Sterbenswörtchen gehört habe, vergessen lassen. Natürlich ist es schön, dass mir der Großteil der von mir gelesenen Bücher wirklich gefällt und es nur wenige Enttäuschungen gibt. Aber wann bin ich das letzte Mal durch eine Buchhandlung oder Bibliothek geschlendert und habe Bücher eingepackt, auf die ich neugierig war, ohne dass sie bereits jemand empfohlen hat? Wann habe ich mich das letzte Mal richtig auf ein Buch eingelassen, ohne zu wissen, was kommen wird und was mich erwartet? Vielleicht wird man dabei häufiger ein Buch dabei haben, was man nicht mag, doch auf diese Weise habe ich letztendlich auch viele Lieblingsbücher gefunden. Über diesen ganzen Bücherplausch im Internet mit den zahlreichen Rezensionen, Statistiken und Challenges wird das Lesen immer mehr zu Arbeit und Wettkampf, habe ich manchmal das Gefühl. Wer hat diesen Monat mehr gelesen, wie viele Bücher von dem Autoren kennst du schon und wie viele Seiten sind das dann überhaupt?
So fortschrittlich das alles sein mag, ich möchte wieder ein paar Schritte zurück machen und einfach ab und zu auf gut Glück Bücher in meinen Korb packen und mich ohne Erwartungen im Endeffekt überraschen oder enttäuschen lassen. Wieder neugierig sein, selbst ein paar Perlen entdecken und den Wettstreit und die Merklisten kurz beiseite schieben. Wäre das nicht schön?

Sonntag, 18. November 2012

Bye Bye 269-324/365

Ich trenne mich ein Jahr lang jeden Tag von einem der in meinem Umfeld angehäuften Dinge. Vorrangig sind dabei die Sachen, die man eigentlich überhaupt nicht mehr braucht, aber nur behält, weil sie irgendwann vielleicht doch mal nützlich sein könnten, was sie aber nicht sein werden und somit liegen sie ewig in/auf/unter/neben den Schränken. Schluss damit!

In den letzten Wochen dachte ich irrtümlicherwiese, dass es langsam schwieriger wird, Dinge zu finden, die ich loswerden könnte und dass ich vielleicht auch gar nicht genug Zeug zusammengekratzt bekomme, um dieses Projekt überhaupt zu beenden. Doch irgendwann wurde mir klar, dies ist nicht der Fall. Da ich einfach keine Kramnester mehr habe (wie zum Beispiel Schubladen voller Dekoartikel, die allesamt in die Tonne können) dauert es einfach nur länger, anscheinend nützliche Dinge, die sorgfältig verstaut sind, zu finden und als unnötig zu erklären. Ich gehe also ein zweites und drittes Mal durch die Schränke und finde jedes Mal etwas Neues, das ich aussortieren möchte. Sachen, von denen ich mich anfänglich nur schwer trennen konnte, landen irgendwann im Müll, ohne dass ich mit der Wimper zucke. Ich bin gespannt, wie lange das noch funktioniert.


Den Gymnastikball gab es einmal günstig im Supermarkt. Da es gut sein soll, am Schreibtisch auf so einem Ding zu hocken und man ja sowieso total tolle Sportübungen damit machen kann, kam er spontanerweise mit. Nachdem er aufgepumpt war, benutzte ich ihn genau eine Woche, bevor er aus Platzmangel nur noch von einer Ecke in die nächste geschoben wurde. Letztendlich habe ich die Luft wieder herausgelassen und ihn in den Schrank verbarrikadiert. Nun habe ich ihn meinem Vater gegeben. Soll er den Ball doch noch eine Woche benutzen, bevor dieser herumliegt, dann hatte er wenigstens zwei Wochen lang etwas zu tun gehabt.


Wenn man weniger Kram besitzt, braucht man auch weniger Aufbewahrungsgegenstände. Daher können ruhig ein paar Schachteln, Schatullen und sonstige Behältnisse weg. Auch schön.


Da ich kaum Schmuck trage - das höchste der Gefühle ist ab und zu ein paar Ohrringe oder ein Armband - kann ich in diesem Bereich auch ordentlich entsorgen. Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal einen Ring oder eine Kette getragen habe. Mit manchen Stücken verbinde ich zwar Erinnerungen, aber die habe ich hoffentlich auch noch, nachdem die materiellen Dinge verschwunden sind. Und wenn es manche Erinnerungen irgendwann nicht mehr gibt, waren sie es wahrscheinlich auch nicht wert.


Und plötzlich fand ich einen Schuhkarton voller alter CD-ROMs und Videospiele. Schade, dass das ganze Zeug nicht mehr zu gebrauchen ist, denn neugierig wäre ich ja schon, ob ich die Spiele heute noch genauso toll fände wie damals. Barbie Super Sport, Das große Krabbeln, 101 Dalmatiner, Die Sims und You Don't Know Jack - hachja, das waren Zeiten.


Endlich kann ich diese alten Turnschuhe weghauen, die ich in den letzten Jahre noch im Schulsport benutzte, obwohl sie schon ein wenig zu klein waren. Ein Hoch auf meine weitere schulsportfreie Zukunft und ein nachträgliches abschließendes "Fuck you"! Ich habe den Sport in der Schule gehasst (ja, ich weiß, dass das nur die kleinen, dicken Kinder sagen, die immer sauschlecht waren) und möchte schon allein deshalb NIE mein Leben "noch einmal leben können". 


Als ich den uralten Lockenstab hervorkramte und aus seiner Verpackung nahm, war er schon so von Haaren und irgendwelchen Produkten verklebt, die in den letzten Jahren zusätzlich schön angetrocknet sind, dass ich gar nicht weiß, ob man ihn je wieder sauber kriegen würde (für weitere appetitanregende Details kann man mich gern anschreiben). Jedenfalls lasse heute kaum noch Hitze an meine Haare und wenn ich alle paar Jubeljahre doch Lust auf wellige oder lockige Haare habe, kommt mein Glätteisen zum Einsatz, mit dem ich viel besser umgehen kann. Daher farewell, Lockenstab!

Mittwoch, 14. November 2012

YOU'D BETTER LET THEM LOCK ME UP!

Heute habe ich nach längerem wieder Lust darauf, ein bisschen über Musik zu schreiben. Denn neben Liedern, in denen es auf ernsthafte Weise um Liebe, Trauer, Wut oder Glück geht, gibt es auch die Lieder, die ebenjene Themen mit einem gewissen, sehr beißenden Witz behandeln und dabei in eine eher makabere Richtung gehen. Lieder, die sich des so berühmten schwarzen Humors bedienen und deren Erzähler man oftmals schon als schwer gestört bezeichnen würde. Unter Kabarettisten, wie Georg Kreisler oder Bodo Wartke, kommen solche Texte häufiger vor, doch bei Bands stößt man seltener darauf. Daher bin ich jedes Mal sehr erfreut, wenn ich eine weitere dieser bitterbösen Perlen finde. Ein paar möchte ich an dieser Stelle vorstellen, damit deutlicher wird, was ich meine. 

Ein Paradebeispiel ist "Psycho", wie es der Name auch schon vermuten lässt. Eigentlich ist es von Leon Payne, doch ich liebe die Version von Amanda Palmer und Neil Gaiman. Grob zusammengefasst spricht der Erzähler in dem Lied zu seiner Mutter und erzählt dabei von den Morden, die er verübt und rät ihr, ihn wegschließen zu lassen.


i saw my ex again last night, mama
she was at the dance at miller's store
she was with that jackie white, mama
i killed them both 
and they're buried under jacob's sycamore

you think i'm psycho, don't you, mama
i didn't mean to break your cup
you think i'm psycho, don't you, mama
you'd better let them lock me up

Das nächste Lied steht ebenfalls in Verbindung mit Amanda Palmer, denn es ist von der Band "Evelyn Evelyn", in der sie Mitglied ist. Ich habe dem Song "You Only Want Me 'Cause You Want My Sister" in der Anfangszeit nie viel Beachtung geschenkt, da es für mich ein wenig nach Countrymusik klingt, mit der ich nicht viel anfangen kann. Doch irgendwann hörte ich genauer hin und achtete auf den Text. Der handelt nämlich von der Erzählerin, die befürchtet, dass sich ihr Schwarm nur wegen ihrer Schwester mit ihr abgibt. Da sie dies bereits mit anderen Typen hinter sich hat, möchte sie sich diesmal sicher sein und ermordet daher ihre Schwester, um zu sehen, wie es danach um die beiden steht und ob ihre Sorgen begründet waren.


 and if tomorrow you should die, my sister would not bat an eye
she doesn't even know your name, she's going with some other guy
as long as she is still around, i'll always have a trace of doubt
i need to know your love is real, but how?

In "Secret" von The Pierces hatte die Erzählerin ihrer Freundin ein Geheimnis anvertraut und vermutet nun, diese habe es weiterverraten. So kommt sie zu dem Schluss, dass zwei Menschen wohl nur ein Geheimnis für sich behalten können, wenn einer von ihnen tot ist...


 
got a secret, can you keep it?
 swear this one you'll save
better lock it in your pocket
taking this one to the grave

if i show you then i know you
won't tell what i said
'cause two can keep a secret
if one of them is dead

Das nächste Lied ist so offensichtlich irre, da brauche ich gar nicht mehr viel zu sagen. "They're coming to take me away" von Napoleon XIV heißt es und ich find's gut!


you thought it was a joke and so you laughed,
you laughed when i had said that
losing you would made me flip my lid, right?
i know you laughed, i heard you laugh, you laughed, you laughed and
laughed and then you left, but now you know i'm utterly mad

they're coming to take me away, ha-haa
they're coming to take me away, ho-ho, hee-hee, ha-haa
to the funny farm where life is beautiful all the time
and i'll be happy to see those nice young men in their clean white coats
and they're coming to take me away, ha-haa

Gut das waren vorerst alle Songs, die heute vorstellen wollte. Vielleicht mache irgendwann noch einen zweiten Teil, doch bis dahin würde ich es sehr genial finden, wenn ihr, falls ihr noch weitere solcher Lieder kennt, mir ein paar verraten würdet!

Sonntag, 11. November 2012

Ausgezeichnet

ROSAGOLDFISCH hat mir freundlicherweise eine Auszeichnung überreicht. Über diese nette Geste freue ich mich natürlich sehr, daher gebührt ihr mein Dank!
Den ganzen Award-Schnickschnack mit dem Faktenaufzählen und Fragenausdenken lasse ich an dieser Stelle aber weg. Auch werde ich den Award nicht weiterreichen, da die Blogs, die ich großartig finde, sowieso unter "Pflichtlektüre" aufgelistet sind. 
Doch eine der Regeln lasse ich nicht außer Acht und das ist das Beantworten der Fragen. Mal ganz ehrlich, wir lieben es doch, wenn wir Fragen gestellt bekommen und daraufhin unsere tiefgründigen Ansichten loswerden können. Nicht umsonst existieren im Internet gefühlte Abertausende von Aufrufen, in denen um Fragen gebeten wird, daher lasse ich diese Möglichkeit selbstverständlich nicht unergriffen und fühl' mich auch mal wichtig.

1) Wie viele Paare Schuhe besitzt du?
Meine Füße beglücke ich, mehr oder minder abwechselnd, mit 7 Paaren Schuhen, inklusive Flip Flops. Damit passe ich wohl nicht ganz ins Bild der schuhsüchtigen Ottonormalfrau, aber das ist auch gut so. Mehr brauche ich nicht, um von A nach B zu gelangen.

2) Was wolltest du werden, als du noch in der Grundschule warst?
Früher wollte ich mal Spionin werden. Heute weiß ich natürlich, dass das albern ist und wäre viel lieber Superheldin.

3) Was hältst du von Nicki Minaj?
Ich weiß absolut gar nichts über diese Dame und kenne ihre Lieder auch nicht, deshalb kann ich mich nicht zu ihr äußern.

4) Hast du ein Haustier? Wenn ja, welches?
Ja. Ich habe einen Wellensittich, wobei er bis vor kurzem noch einen Spielgefährten hatte, der leider verstorben ist. "Er" ist eigentlich eine Sie und hört auf den klangvollen Namen "Sweety" (was war ich vor sieben Jahren doch wieder mal ausgesprochen kreativ).

5) Alleine ins Kino, alleine Essen gehen oder in eine Bar - würdest du das machen?
Ich gehe nicht gern und nur allzu selten ins Kino, esse, seitdem ich vegetarisch lebe, auch lieber Selbstgekochtes, damit weiß, was drin ist und trinke keinen Alkohol. Also nein, diese Örtlichkeiten würde ich ohne fremdes Zutun wohl kaum allein aufsuchen. Doch, abgesehen davon, gehe ich durchaus auch mal alleine zu einem Konzert, wenn niemand sonst Zeit hat oder keiner etwas mit der Musik anfangen kann. Wobei es mit Begleitung natürlich mehr Spaß macht.

6) Gibt es ein Tier, vor dem du Angst hast oder dich ekelst (z.B. Spinnen oder Mäuse)? Wenn ja, welches?
Angst, bei der man zu schreien anfängt und panisch wegrennt, habe ich vor keinem Tier so wirklich. Ausreichend Respekt gegenüber fleischfressenden und giftigen Tieren ist jedoch vorhanden.

7) Warst du schonmal in einen deiner Lehrer verliebt?
Nein. Aber warum fragt eigentlich niemand nach den Lehrern, die man gehasst hat? Da kommen doch eigentlich die besseren Geschichten bei rum. Naja, Chance verpasst.

8) Wie findest du den Film "Black Swan"?
Den finde ich sehr gut. Bei "Black Swan" war ich damals sogar im Kino und ging ziemlich beeindruckt und gleichzeitig verstört aus der Vorstellung. Er bekam 8 von 10 Punkten von mir, um es in Zahlen auszudrücken.

9) Wohnst du noch bei deinen Eltern oder in einer eigenen Wohnung?
Ich wohne noch zu Hause, möchte aber unbedingt nächstes, allerspätestens übernächstes Jahr ausziehen und auf eigenen Beinen stehen.

10) Was ist dein Lieblingsobst?
Äpfel und Mandarinen. Getrocknet mag ich Datteln noch sehr gern.

11) Hast du schon mal etwas bei einem Teleshopping-Kanal gekauft?
Um Himmels willen, nein. Meine Mutter macht es beschämenderweise aber häufiger. Doch kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, die ganze Zeit diese Anpreisung ramschiger Dinge anzusehen, um diesen überteuerten Dreck danach auch noch zu kaufen.

Na, das war doch wieder interessant, oder nicht? Ach, nun hört schon auf, zu gähnen und euch den Schlaf aus den Augenwinkeln zu reiben, ich entlasse euch hiermit ja endlich.

Donnerstag, 8. November 2012

Kopfgrütze #4 - Ukulele, Frankenweenie, Vögel

Und jetzt ratet mal, wer nächsten März in Berlin ein Konzert gibt. Amanda Palmer! Schon wieder. Eigentlich ein viel zu kurzer Abstand für mich, um das bereits erneut mitzunehmen, aber das Konzert vor ein paar Wochen war schon sehr geil, sodass ich ernsthaft überlege, trotzdem wieder hinzugehen.
Doch kommen in den nächsten Monaten auch viele andere Künstler, sodass ich gar nicht weiß, wem ich überhaupt einen Besuch abstatten soll. Ewert And The Two Dragons, Ben Howard, Olli Schulz, Sigur Rós und eben Amanda Palmer. Da bedarf es noch reichlicher Überlegung, denn so gern ich auch zu allen gehen würde, ist es letztendlich finanziell nicht drin. Hach!

Ansonsten habe ich den perfekten Weihnachtswunsch für mich gefunden. Eine Ukulele! Langsam und stetig wuchs in den letzten Jahren der Wunsch in mir heran, dieses kleine Instrument spielen zu lernen. Nicht dass ich mit dem Keyboard, der Flöte, der Melodica und dem Glockenspiel, die hier herumliegen, nicht schon ausreichend Instrumente hätte, an die ich mich wagen könnte. Aber da mein Lieblingsinstrument nunmal die Gitarre ist, dürfte es hoffentlich auch keine Probleme bereiten, ein bisschen was auf der Ukulele zu lernen. Das wird toll, ich sag's euch! Und ich werde berichten.

Ich mach' hier noch ein wenig weiter mit dem Themenwechsel. Letzten Mittwoch war ich nämlich im Kino. Normalerweise keine große Sache, doch erstens gehe ich nicht häufig ins Kino und zweitens habe ich die Karten bei moviepilot gewonnen. Ziemlich cool. Zu sehen gab es den neuesten Burton-Film "Frankenweenie" in der Originalfassung, da er in Deutschland erst in ein paar Monaten in die Kinos kommt. Insgesamt war der Film besser, als ich es erwartet hatte. Ein netter Stop-Motion-Film mit Witz, Anspielungen auf klassische Horrorfilme, einer wundervoll gestalteten Welt und grandioser Musik, aber für meinen Geschmack wirklich ein wenig zu kitschig. 
Im Kino muss man ihn daher, meiner Meinung nach, nicht unbedingt anschauen, wenn man nicht besonderen Wert auf das 3D-Erlebnis legen sollte (von dem ich jedoch nach wie vor nicht so überzeugt bin), aber sonst ein durchaus sehenswertes Werk und für Tim Burton-Fans sowieso ein Muss.

So schön dieser Abend auch war, so traurig bin ich immernoch darüber, dass nur einige Tage später eines meiner Vögelchen verstorben ist. Ich kam am Abend nach Hause, da hing sie schon ganz schwach auf der Stange, wirkte unheimlich müde und würgte ab und an ein wenig Futter hervor. Es dauerte mich eine Weile, überhaupt einen Tierarzt ausfindig zu machen, der samstags behandelt, doch war alles letztendlich schon zu spät und auf dem Weg zur Praxis ist mein kleiner Albinowellensittich dann von uns gegangen. Das war ein ganz schöner Schlag ins Gesicht, da sie noch recht jung war und ich überhaupt nicht damit gerechnet hatte, dass so was passiert. Vor allem tut es mir aber momentan um meinen anderen Vogel leid, der nun allein ist. Ich probiere mich so gut wie möglich mit ihr zu beschäftigen, was sich als schwierig erweist, da sie nunmal nicht zahm ist. Andererseits bin ich mir auch nicht sicher, inwieweit es sich noch lohnen würde, einen neuen Partner für sie anzuschaffen, da das kleine Vögelchen schon eine alte Dame ist. Höchst egoistisch von mir, da Wellensittiche zu zweit gehalten werden sollen, ich sie aber wiederum auch nicht abgeben möchte. Wenn sie jedoch in einigen Jahren stirbt, müsste ich für den anderen Vogel wieder einen Partner suchen und so weiter und so fort. Und eigentlich möchte ich dieses Spielchen nicht ewig weiter führen. Ich möchte schließlich irgendwann ausziehen und sicherlich in einigen Jahren auch für längere Zeit verreisen, vielleicht sogar ein Jahr im Ausland verbringen, und das gestaltet sich mit einem Haustier scheinbar schlecht. Wahrscheinlich wird sie also allein bleiben müssen, weshalb ich mich momentan ziemlich schuldig fühle. Vielleicht fällt mir noch eine gute Lösung ein.

Samstag, 3. November 2012

In neuem Gewand

Spontan hatte ich gerade Lust, mein Blogdesign ein wenig zu verändern. Leider bin ich nicht der große HTML/CSS-Profi, sodass mein Möglichkeiten begrenzt sind. Inspiriert ist das neue Gewand vom Buch "Der Nachtzirkus", welches ich gerade lese. Dieses ganze Zirkusthema hat mich schon immer fasziniert und die vielen Beschreibungen in dieser Geschichte von dem Zirkus, der ganz und gar in schwarz und weiß gehalten ist, sprechen mich total an, daher also die "Farb"wahl. Ich weiß, dies ist keineswegs knallig oder besonders krass, doch wollte ich eigentlich auch nur weg von dem ganz schlichten, minimalistischen Weiß. So mag ich es jetzt ganz gern. Kann sein, dass ich in der nächsten Zeit noch hier und da ein paar winzige Veränderungen vornehme, doch sonst müsst ihr euch wohl vorerst damit begnügen.

 
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