Dienstag, 30. Oktober 2012

I'M SAYING IT NOW, I'M SAYING IT SO!

In den letzten Monaten habe ich mich durch so gut wie alle Projekte von Amanda Palmer gehört. The Dresden Dolls, dann Evelyn Evelyn und schließlich ihr Solozeugs. Dieses Jahr hat sie dann zusammen mit dem Grand Theft Orchestra eine neue Platte mit dem Titel "Theatre Is Evil" veröffentlicht und die Lieder gefallen mir mit Abstand am besten. Kein einzelner Song, keine Textzeile oder gar Note, die ich nicht genial finde. Obwohl es bei Amanda Palmer ja nicht mal nur um die gute Musik geht. Ihre Person, wie sie sich gibt, welche Kleidung sie trägt, worüber sie redet und vor allem wie sie das tut - alles ist geprägt von Einzigartigkeit und Mut, sodass man sie dafür einfach nur bewundern muss. Punkt.

Als ich erfahren hatte, dass sie in Berlin ein Konzert geben würde, hatte ich natürlich das sehr dringende Bedürfnis dorthin zu gehen. Das Problem war jedoch: ich war nicht die Einzige, die Interesse daran hatte und so war das Konzert bereits ausverkauft. Und im privaten Weiterverkauf waren die Preise schon auf das Doppelte angestiegen, was ich aber nicht bereit war, zu bezahlen. Fans so auszunehmen, finde ich kacke und deshalb unterstütze ich das nicht auch noch. Ich wollte aber unbedingt hin und so fing ich sogar schon an, mir zu überlegen, einfach auf gut Glück hinzufahren, um vielleicht vor Ort noch ein Ticket ergattern zu können. Lange Rede, kurzer Sinn. Letztendlich war das gar nicht nötig, denn meine Mutter hatte für mich noch eine Karte bekommen können, die nur ein paar Euro über dem Originalpreis lag. Und so ging es dann am letzten Sonntag, dem 28. Oktober, zu Amanda Fucking Palmer! Yeah!


Als ich vor dem C-Club ankam, stellte ich fest, ich war bei weitem nicht die Einzige, die dieses Konzert als perfekte Gelegenheit ansah, sich ein wenig ausgefallener zu kleiden. Vor einigen Wochen hatte ich mir ein schwarzes Tüllkleid gekauft, welches ich zu diesem Anlass anzog und einige andere Leute waren sogar ebenfalls in Tüll gehüllt, außerdem sichtete ich Glitzer en masse, Hüte und sogar eine Lolita. So freute ich mich schon auf ein ausgelassenes, entspanntes Publikum, doch leider war dies überhaupt nicht der Fall. Ich kann nicht sagen, ob das überall im Club der Fall war, doch die Leute um mich herum haben geschubst und gerempelt ohne Ende. Wenn sie dabei getanzt hätten, würde ich gar nichts sagen, aber die ganze Zeit nur lahm herumzustehen und nur ab und zu zu schubsen, um ein Zipfelchen mehr zu sehen, geht mir ganz schön auf die Nerven. Aber naja, man kann ja nicht alles haben und glücklicherweise vergesse ich solche Umstände nach Konzerten immer als erstes und ich erinnere mich im Nachhinein nur an die geilen Dinge.
Den Abend eröffnete der Bassist des Grand Theft Orchestras Jherek Bischoff, indem er mit einem Streichquartett einige Lieder von seinem eigenen Album spielte, soweit ich das verstanden habe. Fand ich durchaus ganz angenehm. Vorband #2 bestand dann aus dem Gitarristen des Grand Theft Orchestras, der mit seiner Band The Simple Pleasure übelsten Elektropop-Dreck ablieferte. Der Auftritt hat mir ganz und gar nicht gefallen, deshalb war ich sehr froh, als die irgendwann wieder von der Bühne verschwunden waren. Wo ich beim Joss Stone-Konzert im September mit Yes Sir Boss noch die beste Vorband meiner bisherigen Konzertgänge bestaunen durfte, war dies hier leider wirklich die schlechteste.


Als dann jedoch Amanda Palmer auf die Bühne kam, ist meine Laune natürlich gleich wieder schlagartig nach oben geschossen. Sie ist wirklich unendlich sympathisch, präsentierte sich als absolut aufgeschlossen und witzig und interagierte so viel mit dem Publikum, wie ich es noch nie auf einem Konzert erlebt habe. Und wie kann man die Deutschen am einfachsten auf seine Seite ziehen? Genau, man spricht Deutsch mit ihnen. Und sie handelte nicht nur einige Standardphrasen ab wie "Danke" oder "Ich habe Sauerkraut in meiner Unterhose" wie manch anderer Künstler, sondern konnte die Grundlagen scheinbar wirklich sprechen. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, war demnach positiv überrascht. Und als ob es nicht schon toll genug wäre, ihr einfach nur beim Singen und Spielen zuzuschauen, war die Show auch noch gespickt mit zahlreichen besonderen Momenten. Am Anfang wurden Blumen ins die Menge geworfen, beim The Dresden Doll-Song "Missed Me" tauschten alle Mitglieder mehrere Male die Instrumente und es gab einen sehr berührenden Moment, in dem Amanda kleine Zettel aus einem Kästchen zog und vorlas, auf denen vor dem Auftritt einige Leute die schlimmsten Geschehnisse in ihrem Leben aufgeschrieben hatten. Man, so einen dicken Kloß im Hals hatte ich schon lange nicht mehr.


Doch das genialste war, als sie sich mitten im Song "Bottomfeeder" plötzlich ins Publikum fallen ließ und eine Runde crowdsurfte. Da bin ich zuvor bereits auf 16 Konzerten gewesen und muss ernsthaft erst zu Amanda Palmer, um das mal zu erleben? Aber es war einfach saucool und ich konnte sie berühren und sie zog einen langen Schleier Stoff nach sich, der über die Köpfe wallte und WAHH! Habe ich schon erwähnt, wie toll das war?

Die Songauswahl hat mir ebenfalls wirklich gut gefallen. Ich mag es ja, wenn ich die Lieder kenne, im besten Fall sogar mitsingen kann und das war bei den meisten am Sonntag glücklicherweise der Fall, dadurch dass sie viele Songs vom neuesten Album und ein paar der bekanntesten The Dresden Dolls-Stücke gespielt hat. Es waren sogar zwei deutsche Lieder Bestandteil der Setlist, die ich vorher jedoch noch nicht kannte. Zum einen das Neue Deutsche Welle-Lied "Eisbär" und zum anderen "Seeräuber Jenny", zu dem sie gerade heute den Auftritt hochgeladen hat.

 

Für ihre Zugabe kramte Amanda dann ihre Ukulele heraus, stellte sich hinten auf eine Bar (vermute ich zumindest, denn ich hab nich genau gesehen, worauf sie stand) und spielte mein aktuelles Herzenslied, das Lied, das ich gerade am meisten auf meiner Gitarre übe und das ich total liebe, nämlich "Creep" von Radiohead. Es war magisch, wie alle zusammen diese Zeilen gesungen haben und spätestens da wurde mir klar, dass dies zwar mein erstes, jedoch hoffentlich nicht mein letztes Palmer-Konzert gewesen sein wird. An dieser Stelle höre ich endlich mit dieser ekelhaft kitschigen Schwärmerei auf, sonst kriege ich beim nächsten Mal erst recht keine Karte mehr ab, weil ihr auch alle hinstürmt. Oder so. Es war jedenfalls ein wunderbarer Abend, an den ich sehr gern zurück denken werde.

Montag, 29. Oktober 2012

Bye Bye 206-268/365

Ich trenne mich ein Jahr lang jeden Tag von einem der in meinem Umfeld angehäuften Dinge. Vorrangig sind dabei die Sachen, die man eigentlich überhaupt nicht mehr braucht, aber nur behält, weil sie irgendwann vielleicht doch mal nützlich sein könnten, was sie aber nicht sein werden und somit liegen sie ewig in/auf/unter/neben den Schränken. Schluss damit!

Also wenn ich mich ranhalte, könnte ich dieses Projekt dieses Jahr noch abschließen. Macht euch also noch auf ein paar Einträge in den nächsten Wochen gefasst.
Nun gut, zunächst kommt hier wieder ein Schwung Bücher, Nintendo DS-Spiele und CDs, die ich bei rebuy losgeworden bin. Ich zeige hiermit auch zum letzten Mal aussortierte Bücher, denn langsam dürften alle verstanden haben, dass ich in meinem Bücherregal radikal ausgemistet habe.



"Inkheart" habe ich vor allem deshalb weggegeben, weil ich das Lesen von englischen Büchern nur sinnig finde, wenn die Originalsprache auch Englisch ist. "Tintenherz" wurde jedoch auf Deutsch verfasst, daher habe ich mittlerweile auch die deutsche Ausgabe gelesen und brauche die englische nicht mehr (obwohl ich das Cover davon sehr mochte).



Das Nintendo DS-Lernspiel finde ich nun nicht per se schlecht, jedoch ist es für mich einfach nicht mehr lehrreich. Mein Englisch ist doch schon sehr gut und so habe ich die Übungen mit zu großer Leichtigkeit hinter mich bringen können, sodass ein Lerneffekt komplett ausblieb. Wenn es eine französische Version davon gäbe, könnte ich mir sogar vorstellen, mir diese zuzulegen.



Schon in meiner Rezension zu dieser Ausgabe von "In die Wildnis" hatte ich mich über die vielen Rechtschreibfehler beschwert. Das war echt schon nicht mehr zu überlesen. Dieses Buch gehört jedoch zu meinen Lieblingsbüchern und ich möchte es sicherlich noch einige Male lesen, was ich mit diesem aber nicht tun würde. Habe bereits eine andere Ausgabe geholt und hoffe, dass dieses Ärgernis dort nicht ebenfalls auftreten wird.



Mit diesem Verkauf bin ich auch endlich die letzten paar Gilmore Girls-Bücher losgeworden. Ich liebe die Serie wirklich total, jedoch geht das meistens ganz schön in die Hose, wenn man ein Buch zu einer Serie oder einem Film schreibt. Hier war es der Fall, daher bloß weg damit und lieber die Folgen schauen.



Auch Placebo ist eine meiner Lieblingsband, doch dieses Buch konnte ich einfach nicht lesen. Grund ist der ehemalige Schlagzeugspieler Steve Hewitt, den ich absolut nicht ausstehen kann. Mögen mich doch jahrelange Placebo-Fans zerfleischen, aber ich finde ihn derart unsympathisch, dass ich mich darüber schon in Rage reden könnte. Und ja, ich mag den neuen Drummer Steve Forrest tausendmal lieber und finde sein Schlagzeugspiel um einiges besser. 



Es folgen noch ein paar Kleidungsstücke, die ich aussortiert habe. Manche davon wurden weggeworfen, manche gespendet. Es ist nach der Ausmistaktion sehr schön, in den Kleiderschrank greifen zu können, ohne erst etliche Klamotten beiseite packen zu müssen, weil ich sie eigentlich nicht gern trage oder sie mir nicht mehr passen. Außerdem ist mein Kleiderschrank seitdem richtig ordentlich geworden. Davor sah es immer sehr chaotisch aus und nach wenigen Tagen lag schon nichts mehr zusammengefaltet drin, doch das hat sich geändert und es kann gern so bleiben!




Von dem Ottifanten-Stickeralbum konnte ich mich erst nach einiger Überwindung trennen. Nicht, dass darin so viele besondere Sticker waren, ganz und gar nicht. Aber es befand sich darin ein Otto-Autogramm, für das ich damals extra zu einer Autogrammstunde am Potsdamer Platz gerannt bin. Aber, rational gesehen, habe ich letztendlich einfach keine Verwendung dafür. Und so gern ich die ganz alten Otto-Filme schaue, so schlecht finde ich seine letzten Projekte wie "Ice Age" oder "7 Zwerge". Otto hat leider den Punkt verpasst, an dem es heißt, man solle aufhören, wenn es am schönsten ist. Für mich wird er nur unlustiger und ich gedenke lieber den alten Zeiten.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

LEAVE ME DREAMING ON THE BED

Vor einigen Jahren hatte ich oft die Vorstellung im Kopf, dass Musiker es wüssten, wenn irgendjemand auf der Welt ihre Musik hört, und sei dieser Jemand tausende Kilometer entfernt. Ich hatte keine Ahnung, woher sie es wüssten, aber ich dachte an ein warmes Gefühl, welches sie verspüren würden. Und je mehr der Zuhörer die Lieder mag, vielleicht sogar dazu tanzt oder mitsingt, oder je mehr Zuhörer es insgesamt auf Welt sind, umso stärker wäre diese Gefühl. Wenn man demnach ein Lied geschrieben hat, in das man besonders viele persönliche Gedanken und Gefühle hineingesteckt hat, kann man sich spätestens bei diesem warmen Gefühl sicher sein, dass es irgendwo da draußen Menschen gibt, die genau wissen, wovon man spricht und die einen verstehen. Ab und zu habe ich damals sogar versucht, meine Zuneigung zu einem Lieblingslied besonders zum Ausdruck zu bringen, um dem Musiker ein möglichst gutes, warmes Gefühl zu geben und ihm dadurch klar zu machen, wie sehr mich der Text oder die Melodie berührt. 
Natürlich ist das nur ein Hirngespinst, jedoch ist es mir heute wieder eingefallen und irgendwie mag ich den Gedanken daran.

Montag, 15. Oktober 2012

Visueller Blogschmuck

Wohin man auch klickt und blickt, Fotografieblogs gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Hier fotografiert jemand leidenschaftlich gern das heimische Haustier, dort bevorzugt einer lieber die Festhaltung vom kunterbunten Blumenbeet. Den Ausspruch "Every idiot with a camera thinks he's a photographer" wird oftmals von wutentbrannten "echten" Fotografen gestreut, um dieser gefährlichen Krankheit entgegenzusteuern. Aber warum eigentlich?
Es ist doch wunderbar, wenn man sich damit auseinandersetzt, eine bestimmte Stimmung und Kulisse auf einem Foto einzufangen, ob man sich dabei nun Fotograf nennt oder nicht.
Zugegeben stehe ich auch nicht drauf, wenn man vor lauter Scrollen gar keine Chance hat, noch zu den drei Zeilen Text zu gelangen, die sich unter den fünfhundert Fotos im Beitrag mancher Blogs befinden. Und zugegeben finde ich es albern, wenn man gleich zehn Bilder des gleichen Motivs veröffentlicht, die im Endeffekt auch noch alle gleich aussehen. Und zugegeben - ach, scheiß drauf - ich mag keine Fotografieblogs. Zumindest die meisten nicht. 
Man kann es im Groben doch folgendermaßen zusammenfassen: Entweder wird ein Fotografieblog von einem erfahrenen, langjährigen Fotografen verfasst, der nicht nur stumpf jedes Foto veröffentlicht, das auf dem Kameraspeicher war, sondern der radikal aussortiert und dem geneigten Leser nur die Crème de la crème seines Shootings präsentiert und der im Idealfall sogar noch Tipps, Tricks und Techniken preisgibt oder sich allgemein lesenswert über die Fotografie auslässt. Ihm gegenüber befinden sich die Fotografieblogs, und die stellen leider die Mehrheit dar, in denen ganze Fotobomben auf einen losgelassen werden mit so wenig Text und Beschreibung wie möglich. Ein 0815-Bild jagt das nächste und alles was in den Kommentare stehen kann, ist "Schöne Fotos". Pahh!
Am liebsten ist es mir immer noch, wenn jemand mit seinen Fotos explizit Dinge auf seinem Blog zeigt oder seine Texte geschickt veranschaulicht, ohne dass man davon regelrecht erschlagen wird. Also im Prinzip ganz "normale" Blogs.

Doch wer bin ich schon, mir hier das Recht herauszunehmen, Fotografieblogs zu verurteilen bewerten? Wo ich doch selbst nur alle paar Jubeljahre ein einigermaßen wertvolles Bild mit meiner Digitalkamera zustande bringe. Und selbst aus diesen könnte ein richtig guter Fotograf noch mehr herausholen, als ich es vermag. Aber im Endeffekt reicht mir das aus, um diesen Blog zu führen, der sich da keineswegs Fotografieblog nennt - noch nicht.


Zu guter Letzt - wo wir schon beim Thema sind - möchte ich hier noch eine Fotografin erwähnen, die mir wirklich sehr am Herzen liegt. Ihr Name ist Brooke Shaden und sie führt nicht nur den besten Fotografieblog, den ich bisher kennenlernen durfte, in dem sie Hintergründe zu der Entstehung ihrer Bilder und Wissen & Erfahrungen niederschreibt, sondern ihre Bilder sind auch die ersten, die ich wirklich als Kunst bezeichnen würde. Schön anzusehende Fotos können viele Menschen schießen, doch zum ersten Mal haben es Bilder geschafft, mich tief zu berühren und etwas in mir zu bewegen. Hier geht es zu ihrem wundervollen Portfolio! Vielleicht gefällt es dem einen oder anderen ja ebenfalls so gut wie mir.

Sonntag, 7. Oktober 2012

Meine 10 Angewohnheiten im Bezug auf Bücher

Vor einiger Zeit bin ich über diesen Beitrag von Cara gestolpert und habe heute spontan Lust dazu, meine 10 Angewohnheiten im Bezug auf Bücher niederzuschreiben. Eigentlich ist dies Teil des "Top Ten Thursday", aber ich hoffe, es hat niemand ein Problem damit, wenn ich das zum Stöckchen umfunktioniere. Es folgen also meine total crazy und unglaublich unterhaltsamen Buchmacken, yo!

1) Ich lese nie mehrere Bücher gleichzeitig. Ausnahmen können höchstens vorkommen, wenn es sich bei den beiden Büchern um einen Roman und ein Sachbuch handelt, aber ansonsten möchte ich mich vollkommen auf eine Geschichte konzentrieren, damit nicht im schlimmsten Fall irgendwelche Verwechslungen meinerseits vorkommen.

2) Ich lese Trilogien nur, wenn bereits alle drei Teile erschienen sind. Ich habe nämlich einfach keine Lust, ein Jahr oder länger auf den nächsten Band warten zu müssen. So ist die Geschichte noch frisch im Gedächtnis und bei besonders spannenden Trilogien kann man gleich zum nächsten Teil greifen.

3) Ich lese keine Buchreihen. Ausgenommen Harry Potter natürlich, aber sonst habe ich absolut kein Interesse daran, warum auch immer.

4) Ich habe erst vor einigen Monaten damit angefangen, Bücher zu kaufen. Vorher habe ich sie allenfalls geschenkt bekommen oder einfach ausgeliehen. Doch mittlerweile gefällt mir die Vorstellung total gut, irgendwann ein großes Bücherregal voll mit wunderbaren Büchern zu besitzen. Wobei ich aber auch nur Bücher behalte, die mir wirklich gut gefallen haben und die ich auf jeden Fall wieder lesen möchte. Der Rest wird aussortiert und weiterverschenkt oder wieder verkauft. 

5) Bücher sind für mich Gebrauchsgegenstände. Darin herumzumalen oder zu markieren geht natürlich überhaupt nicht, doch sonst stören mich Knicke oder sonstige Gebrauchsspuren nicht. Ich kaufe auch ziemlich oft gebrauchte Bücher, weil es mir nur darum geht, die Geschichte lesen zu können und nicht die Bücher anzustarren. Ich schnüffle auch nicht an Büchern (was bei Bibliotheksexemplaren sowieso nicht zu empfehlen ist), spreche mit ihnen oder streichle sie oder was manch anderer Buchfreund sonst so tut. Ich mag Bücher und ihre Geschichten wirklich gern, aber irgendwo gibt es für mich eine Grenze.

6) Ich nehme beim Lesen den Schutzumschlag grundsätzlich ab, sofern einer vorhanden ist.

7) Ich sortiere meine Bücher im Regal bisher noch nicht. Werde das aber zukünftig wohl nach Genre und dann nach Verlag und Autor aufstellen.

8) Wenn ich zu Hause lese, muss es absolut ruhig sein, damit ich mich konzentrieren kann. Nur beim Bahnfahren oder bei Autoreisen höre ich Musik, um mich von den Gesprächen und Geräuschen der Außenwelt abzuschirmen. Da klappt das auch super, obwohl mich daheim Musik zu sehr ablenken würde.

9) Bevor ich mit der eigentlichen Geschichte des Buches beginne, lese ich immer vorher in gleicher Reihenfolge den Klappentext auf der Rückseite, dann die Kurzbeschreibung vorn im Buch, dann die Autorenbeschreibung und dann die Widmung. Erst wenn das getan ist, kann ich mit der Geschichte anfangen, damit ich auch ja nichts vergesse zu lesen.

10) Ich lese mehr Bücher von männlichen Autoren. Eigentlich ungewollt, aber insgesamt finde ich im Allgemeinen die Geschichten, die von Männern erdacht wurden, ansprechender. Wobei es wundervolle Bücher von Frauen gibt, keine Frage. Meine momentane Schätzung ergibt, dass von sechs Büchern, die ich lese, nur eins von einer Frau geschrieben wurde. Da bin ich wohl nicht feministisch genug...
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