Mittwoch, 27. Juni 2012

52/52 Abschied

Nicht nur weil ich zum letzten Mal meine Lieblingslieder vorstelle, könnten einem die Tränen kommen. Das vorige Thema war so traurig.

Favoriten Thema "Trauer"
FM014: Thirteen Senses - The Loneliest Star (Acoustic)
Sir Donnerbolds Bagatellen: Frou Frou - Let Go
Apfelkerne: Johnny Cash - Hurt

Diese Woche wird die letzte Runde des "52 Songs"-Projekt eingeläutet und passend dazu sollen Songs zum Thema "Abschied" vorgestellt werden.
Mir fällt sogar das perfekte Lied ein. Habt ihr das auch manchmal, dass ihr alte Künstler für euch entdeckt, die lange schon nicht mehr leben und bei denen ihr deren Tod erst "verkraften" müsst? Ich liebe zum Beispiel Musiker wie Jeff Buckley, Ray Charles, John Lennon, Janis Joplin und so weiter, von denen ich die Musik für jeweils ein bestimmte Zeit rauf und runter gehört und über die ich viele Information gesammelt habe. Irgendwann komme ich immer an einem Punkt an, an dem ich ihren Tod zutiefst bedauere. Ich werde sie nie live auf einem Konzert sehen könne, ich werde nie Musik von ihnen hören können, die noch nicht aufgenommen wurde, was unglaublich schade ist. Genau das gleiche habe ich gerade mit Jim Morrison. Deshalb widme ich ihm meinen letzten Beitrag dieses Projektes mit "The End" von The Doors.



Schön war's, das Projekt. Danke an Konna für die tolle Idee und an alle Teilnehmer, die mir so viel gute Musik gezeigt haben. Im Prinzip würde ich bei der zweiten Staffel wieder meinen Senf abgeben, weil es echt Spaß gemacht hat, aber ich will mich nun neuen Dingen widmen. Horio!

Freitag, 22. Juni 2012

Stapelmutant

Wenn man ein Buch im ungelesenen Zustand besitzt, dann ist das ein ungelesenes Buch. Wenn man mehrere Bücher im ungelesenen Zustand besitzt, dann ist das ein sogenannter "Stapel ungelesener Bücher." Abgekürzt SuB. Eigentlich finde ich es schwachsinnig, dem einen Begriff zu geben. Stapel klingt nach nicht wenigen Büchern, daher hat sich das wahrscheinlich auch jemand ausgedacht, der eine ganze Menge ungelesener Bücher hatte.
Dabei finde ich es schrecklich sich Lektüre en masse anzuschaffen, nur damit diese dann ewig ungelesen herumliegen muss. Vor allem, wenn sich jemand im Monat mehrere riesige Buchbestellungen gibt, jedoch im Monat "nur" eine Handvoll davon liest ("nur", weil fünf im Monat nicht wenig, sondern bloß verhältnismäßig zu den Neuankömmlingen gering sind). Solch ein Verhalten zeugt dabei keineswegs von der Liebe zu Büchern, sondern weist lediglich einen Hang zum sinnlosen Sammeln und Horten auf. Trotz dieser Abscheu meinerseits, ist mein "Stapel ungelesener Bücher" immens angewachsen. Man schaut hier und dort bei reduzierten Buchverkäufen, schlendert ein wenig durch die Bibliothek und zack - ein Stapelmutant ist geboren.
Natürlich ist mein SuB noch human in Relation gesehen, bei anderen bewegt sich die Anzahl in dreistelligen Bereichen, aber ich bekomme trotzdem ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich auf meinen Nachttische schiele.


Das Rezensionsexemplar "Trix Solier" ist natürlich Pflicht und wird sofort begonnen, sobald ich mit meinem aktuell gelesenen Buch fertig bin. Jedoch habe ich mitbekommen, dass dies ein zweiter Teil ist. Bin mir daher unschlüssig, ob ich nicht erst noch den ersten Teil lesen sollte (den es sogar in unserer kleinen Stadtbibliothek gab) oder ob ich es als unabhängiges Buch rezensieren werde, denn so wäre natürlich schon ein dicker Schmöker weniger.
Ein großer Teil ist offensichtlich aus der Bibliothek und könnte einfach zurückgegeben werden, wenn ich ihn innerhalb der ausgeliehenen Zeit nicht schaffen sollte. Manche der Bücher habe ich auch irgendwann schon gelesen, fand sie gut und habe sie mir gekauft. Diese Exemplare lese ich trotzdem erneut, bevor sie ins Regal dürfen. Denn Lust hätte ich ja schon, ALLE zu lesen. Am liebsten gleichzeitig und sofort. Ich verkrieche mich vorerst also in die Welt der Bücher und komme irgendwann müffelnd und abgemagert zwischen meinen Bettlaken wieder hervorgekrochen. Nein, dieses Ding mit dem Stapel ungelesener Bücher ist absolut nicht meins. Zu viel Druck, der mit Gedanken wie "Wie soll ich das alles schaffen, ich muss doch nebenbei auch noch dies und das und das tun?" meinen Leseunmut fördert. Reizüberflutung. Kopfschmerzen. Müdigkeit. Ich seh's schon kommen.

Dienstag, 19. Juni 2012

51/52 Trauer

"Welches Lied verbessert einem die Laune?" wurde in der letzten Runde des "52 Songs"-Projektes gefragt. Ihr habt geantwortet und ich habe, wie üblich, meine Lieblinge herausgepickt.

Favoriten Thema "Launenverbesserung"
Chaosmacherin: Fred Astaire & Ginger Rogers - Cheek To Cheek
Momente des Lebens: Nice Little Penguins - Flying
Ussels Funzel: Amsterdam Klezmer Band - Op Een Goppe

In dieser vorletzten Woche widmen wir uns wieder der Gefühlsuntermalung, nämlich der der Trauer. Wenn ich wirklich traurig bin, gibt es natürlich zwei Möglichkeiten. Entweder ich höre fröhlichere Lieder, damit ich nicht mehr traurig bin, wobei das nicht oft funktioniert und ich sie meist in dem Moment furchtbar nervig finde. Oder ich höre mir dann traurige Musik an, damit ich mich ein bisschen ausheulen kann und mich selbst bemitleiden kann, bevor ich anfange, mich abzulenken. Im Selbstmitleid suhlen ist eben auch mal notwendig, um danach einfach weiterzumachen.
Einen Song, bei dem das wirklich gut geht, habe ich sogar durch dieses Musikprojekt kennen und lieben gelernt. Und zwar "Creep" von Radiohead.

Sonntag, 17. Juni 2012

GSC 2012 - And the winner is...

Heute wurden die Abstimmungen und das Ergebnis des Gedankendeponie Song Contests 2012 veröffentlicht, bei dem ich für Estland angetreten bin, wie ich bereits hier erzählte. Ich hatte den Song "Good Man Down" von Ewert And The Two Dragons gewählt und was staunte ich nicht schlecht, als ich mitbekam, dass dieser tatsächlich den Siegerplatz erobert hat. Ich hatte gehofft, nicht auf den letzten Platz zu kommen und mir gewünscht, vielleicht wenigstens die Top 10 zu erreichen (klar, mag das Lied ja selbst sehr gern, sonst hätte ich es nicht genommen), aber dass "Good Man Down" so vielen Leuten gefallen würde, hätte ich nicht gedacht. Bin sehr überrascht und freu' mich riesig darüber, symbolisch die Goldmedaille umgehängt zu bekommen. Danke schön!
Insgesamt hat Estland von 14 Ländern und dem Zuschauervoting Punkte bekommen und konnte sogar vier Mal die vollen 12 Punkte abstauben. Nicht schlecht, Herr Specht. Auf die Plätze zwei und drei haben es Frankreich und die Schweiz geschafft, für die beetFreeQ und Dany Lieder ausgewählt haben. Herzlichen Glückwunsch von meiner Seite an dieser Stelle. Überhaupt habe ich sehr tolle Lieder und Künstler durch den GSC entdeckt. Auch viele, welche überraschenderweise eher hinten in der Rangliste vertreten sind, finde ich echt gut.

Ich weiß, mit dem Sieg bekäme ich das Recht, nächstes Jahr den GSC auf meinem Blog zu veranstalten, doch würde ich darauf lieber verzichten und eher erneut als Kandidat teilnehmen. Aber falls du, Konna, einmal die Organisation an jemanden weitergeben möchtest, mir ist zu Ohren gekommen, dass Lordy nicht schlecht Lust dazu hätte.
Nun ja, ich höre jetzt auf, zu schwafeln, ahme noch ein bisschen die Grinsekatze nach und ihr könnt euch das Siegerlied aus Estland anhören, falls ihr es noch nicht kennt.

Samstag, 16. Juni 2012

Picture My Day #10 - Impressionen meines Tages 2.0

Mit einiger Verzögerung bekommt ihr doch noch meine bescheidenen Fotos zu sehen, die ich gestern im Rahmen des zehnten "Picture My Day"-Days gemacht habe. Überaus spannend ist das ganze diesmal bei mir nicht, da von mir gestern ein internetlastiger Gammeltag veranstaltet wurde (der auch noch Ähnlichkeit mit meinem letzten bebilderten Tag aufweist). Jeder andere Tag dieser Woche hätte wohl interessanteres Material zu bieten, aber man muss nehmen was man bekommt. Also los geht's!

Aufgrund der "Nach-Abitur"-Phase kann ich momentan immer gemütlich ausschlafen und habe mich demnach erst um kurz nach neun Uhr aus dem Bett gekugelt.

Warmduscher geht warm duschen.

Gemütliches Frühstück.

Während der Futterzufuhr habe ich mir eine Folge von der Serie "Desperate Housewives" angesehen, bei der ich gerade alle Staffeln durcharbeite. Erst war "Scrubs" an der Reihe, dann "Dharma & Greg" und in den letzten Wochen die verzweifelten Hausfrauen. Was danach kommt, weiß ich noch nicht.

Eine Runde aufhübschen.

Anfangen, mir die vielen, ungelesenen Blogbeiträge zu Gemüte zu führen...

...und dabei das neue Album von "Edward Sharpe & The Magnetic Zeros" einlegen, in das ich so verliebt bin.

Irgendwann kam eine Freundin dann für ein paar Stündchen vorbei, um zu plaudern...

...und mir ihre Gastfamilie zu zeigen, bei der sie ab August ein Jahr lang Au Pair sein wird.

 Später schwang ich mich auf's Fahrrad, um in die Stadt zu düsen. Es war schließlich Freitag und Freitag ist bei mir Bibliothekstag.

Dieses Buch hatte ich in der Bibliothek vorbestellt und nun konnte ich es abholen. Endlich kann ich "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" auch mal lesen.

Außerdem wurde das Material, welches in Hamburg entstand, von der Kamera auf meinen Computer übertragen. Zwei Stunden hat der Spaß gedauert.

Plötzlich klingelte es an der Haustüre und ein Paket ward gebracht. Neuer Lesestoff für mich = yay!

Daher machte ich mich an das Buch, das gerade auf meinem Nachttisch liegt, um noch hinterher zu kommen bei den ganzen ungelesenen Büchern, die hier ihr Dasein fristen.

Die Lektüre musste prompt unterbrochen werden, als Apfelkernchen unerwartet anrief...

...wobei dieses Telefonat auch wieder unterbrochen wurde, da unser Telefon kurzzeitig den Geist aufgab. Deshalb wurde das Gespräch via Skype fortgeführt.

 Was wäre ein Tag zu Hause, ohne meine süßen Vögelchen zu beobachten (was ich übrigens in rauen Mengen mache), daher steht ihnen dieses Foto hier zu.

Weiterhin ging es meinen Fingernägeln an den Kragen...

...und ich schaute mir nebenbei die Folge von "Das perfekte Dinner" an, in der Kim Wonderland dabei war. Ein Auftritt, der gerade Gesprächsthema No. 1 in der Veganszene ist.

 Im Laufe des Abends (natürlich nach dem Abendbrot) mampfte ich getrocknete Datteln...

...verfasste einen Blogpost...

...und schaute Videos an, bis ich mich ins Bett fallen ließ.


Et voilà, das war auch schon mein Freitag. Was andere an diesem Tag veranstaltet haben, könnt ihr HIER in Erfahrung bringen. Viel Spaß beim Stöbern!

Freitag, 15. Juni 2012

Werbung auf Blogs

Viele vertreten die Meinung, mit seinem Hobby Geld zu verdienen, ist völlig legitim. Für mich ist es genau an diesem Punkt jedoch kein reines Hobby mehr, sondern ein Geschäft. Wenn jemand Werbung schaltet, soll mich das im Normalfall nicht großartig jucken, da ich ein magisches Programm installiert habe, welches diese erfolgreich für mich ausblendet. Selbst wenn ich es trotzdem mitbekommen sollte, lehne ich diese Blogs nicht generell ab, aber ich bin skeptischer. Vielleicht empfinde ich es einfach nur persönlich als unsympathisch. Aber warum? Denn eigentlich unterscheidet es sich nicht viel von dem anderen Weg, sich zu bereichern, nämlich durch zur Verfügung gestellte Produkte wie Kosmetik, Bücher oder Lebensmittel. Obwohl es dabei viel mehr Grund gibt, skeptischer und misstrauischer zu sein, tendiere ich eher zu dieser Methode, was meinen eigenen Blog betrifft. Es wäre mir unangenehm, Geld für Beiträge zu bekommen, weil ich es nunmal als Hobby ansehe. Doch weiß man bei diesen eingeblendeten Werbebannern wenigstens, dass der Autor nicht zu dem Beworbenen steht. Bei Produktvorstellungen müsste man mehr Fragen stellen: "Schreibt derjenige die positiven Dinge nur, weil er dies und das geschenkt bekommen hat?" "Inwiefern hat er sich davon beeinflussen lassen, dass dies und das kostenlos für ihn war?" "Ist der angepriesene Artikel am Ende eigentlich sogar der größte Dreck?"

Ich selbst habe ein eher ruhiges Blogpostfach. Zwar erhalte ich schon ab und zu Anfragen, doch würde ich die meistens entweder als Spam oder als ominös einstufen. Ein Mal hat doch tatsächlich eine Firma gefragt, ob ich nicht einen vorgeschriebenen Artikel veröffentliche, dafür würden sie mich auf ihrer Seite verlinken. Es ging übrigens um Computerspiele. Nicht nur, dass ich selbstverständlich nur eigenes Schriftgut hier veröffentlichen möchte, auch das Thema "Computerspiele" wäre hier doch völlig aus dem Zusammenhang gegriffen. Also danke, aber NEIN DANKE!

Vor einigen Wochen bin ich dann plötzlich über die Seite "Blogg dein Buch" gestolpert. Eine Seite, die von verschiedenen Verlagen Bücher zur Verfügung stellt, für die man sich bewerben kann und wenn man Glück hat, bekommt man ein Exemplar zugeschickt. Im Gegenzug muss innerhalb von 30 Tagen eine Rezension verfasst werden. Im Prinzip die typische Produktvorstellung. Mit all der Skepsis und all den Fragen.
Und wieso habe ich mich dann trotzdem dazu entschieden, dort mitzumachen?
Erstens ist es für mich irgendwie die optimale Win-Win-Situation. Bewerber bekommen kostenlos Lesefutter und die Verlage und Bücher ein bisschen Werbung (ob nun positive oder negative). Zweitens wollte ich sowieso mehr Buchrezensionen schreiben und dachte, mit dieser Frist überwinde ich meine Faulheit, was diesen Bereich betrifft. Und drittens weiß ich ja von mir, dass ich keinen Schwachsinn schreibe und hier meine wirkliche, ehrliche Meinung kundtue. Tatsächlich wurde mir ein Buch zugeschickt, zu dem ich Anfang des Monats eine Rezension verfasst habe. Und wie wütend war ich, als dieses verflixte, verdammte Buch auch noch richtig gut war. Wie sollten mir die Leute denn glauben, dass ich nicht gekauft war, wenn ich es nicht in der Luft zerreißen würde? Und wie sollte ich gleichzeitig meine ehrliche Meinung sagen? Letztendlich habe ich mich für die ehrliche Meinung und nicht für das in-der-Luft-Zerreißen entschieden. Denn auch wenn ich dadurch gekauft oder bestochen wirke, wäre es gemein, das Buch herunterzumachen, in welches offensichtlich viel Mühe und Arbeit gesteckt wurde.

Seitdem hatte ich wieder Anfragen im Postfach. Die erste war eine der oft üblichen, ominösen "Kooperationsanfrage", die andere hingegen war von einem kleinen, noch eher unbekannten Verlag. Darüber habe ich mich tatsächlich gefreut, jedoch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich dort zusagen werde. Schließlich habe ich nicht vor, einen Buchblog aus "One More Cup Of Tea" werden zu lassen und mit eigenen Büchern, die ich noch vorstellen möchte und weiteren Büchern von "Blogg dein Buch" (ich konnte mich erneut erfolgreich für eines bewerben) und noch weiteren Rezensionsexemplaren von zig Verlagen würde mir das ein wenig zu sehr in Richtung Bücher ausarten.

Worauf möchte ich in dem endlos langen Beitrag eigentlich hinaus? Im Endeffekt würde ich mich wohl immer für Produkte entscheiden, was Werbung auf Blogs angeht. Da weiß man wenigstens, für was gut oder schlecht geworben wird und es hat nicht diesen geschäftlichen Charakter. Andererseits solltet ihr, liebe Kinder, auch nicht immer naiv und blind alles glauben, was zu Produkten geschrieben wird. Holt euch immer mehrere Meinungen und lest mehrere Rezensionen durch, die zahlreich im Internet herumschwirren. Und glaubt nicht mal einer selbst so liebenswürdigen und reizenden Person wie mir!

"Wahh! Was? Stimmt nach dem letzten Satz überhaupt noch das, was sie davor geschrieben hatte?"

Wer weiß... *dramatischer Abgang*

Donnerstag, 14. Juni 2012

Kopfgrütze #2 - Abizeugnis, Geburtstag, Piercing

Ich bin zurück aus Hamburg. Der Bericht über die zwei Tage ist auch schon in der Mache und wird wohl gegen Ende der Woche veröffentlicht werden. Aber soviel kann ich schonmal sagen: Es war super und das Musical "König der Löwen" ist mehr als genial! Als ich gestern Abend wiederkam, hat mich die Anzahl der von euch geschriebenen Beiträge ziemlich geschockt. Ganze 251 und bis ich überhaupt anfange, sie abzuarbeiten, kommen sicherlich noch weitere dazu. Puuuh!

Die Ereignisse dieser Woche sind mit dem Hamburg-Trip auch noch nicht abgeschlossen, denn am Samstag bekomme ich endlich meine Abiturzeugnis überreicht und kann somit anfangen, mich bei den ganzen Unis und Fachhochschulen zu bewerben. Ein Kleid für den "großen" Abend habe ich nicht gekauft, denn ich bin lasse den Abiball ausfallen und bin daher nur bei der Zeugnisvergabe mit von der Partie, da tut es auch irgendein ein Kleid aus meinem Kleiderschrank. Ich weiß nur noch nicht, welches. Wahrscheinlich werde ich auch wieder ein Heidenspaß dabei haben, die Mädels in ihren Hochzeits- und Ballkleidern zu beobachten. Nehmt es mir nicht übel, aber was manche für Geschütze zu solchen Anlässen auffahren, ist für mich so lächerlich. Wenn ich allein an meine Jugendweihe zurückdenke, wo bei manchen nur noch ein Schleier zum perfekten Brautkleid gefehlt hatte. Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen, jedoch war ich ebenfalls nie die Person, die solche Abende als überaus wichtig und "charakterprägend", wie eine Freundin es zu benennen pflegte, erachtet hat. Ich möchte eigentlich nur mein Zeugnis haben und dann fahre ich einfach wieder nach Hause.

Denn am nächsten Tag ist auch schon mein Geburtstag. Zwar feiere ich nicht großartig am Sonntag, aber wahrscheinlich schaut mein Großvater vorbei und wir essen ein bisschen Kuchen. Erst nächste Woche werde ich mich wohl mit meinen Mädels treffen, wobei ich mir auch da noch nicht sicher bin, was wir machen werden. Vielleicht fahren wir in einen Park, vielleicht an den See, mal sehen. Hauptsache wir können futtern und plaudern. Von meiner Familie habe ich mir jedenfalls nur Geld gewünscht, denn in den nächsten Wochen möchte ich mir ein langersehnten Wunsch erfüllen. Schon seit meinem 16. Lebensjahr möchte ich eines und als mein Kieferorhopäde mir letztens mitteilte, dass meine Behandlung dort nun endgültig abgeschlossen ist (musste das letzte Jahr nachts noch ein lose Zahnspange tragen), habe ich beschlossen, dass die Zeit gekommen ist, mir ein Lippenpiercing stechen zu lassen. Ich weiß, viele finden das überhaupt nicht schön, Freunde raten mir davon ab und meine Mutter ist ausgeflippt und rief: "Aber du warst doch sonst immer so vernünftig", aber ich will das wirklich schon so lange, da mache ich mir keine Sorgen, dass ich es nach ein paar Tagen wieder bereue. Ich freue mich schon sehr darauf.
Was haltet ihr von Piercings? Ich persönlich stehe wirklich nur auf Ohrringe und Piercings in Lippe oder Nasenflügel (da jedoch auch wiederum auf keinen Fall Glitzersteinchen), alles andere ist nicht so meins.


Übrigens wird morgen der zehnte "Picture My Day"-Day von der Chaosmacherin veranstaltet, also nicht vergessen und vorher noch fleißig das Akku des Fotoapparats aufladen. Ich werde mich auch endlich wieder daran beteiligen und ich möchte natürlich eure ganzen Beiträge anschauen können!

Montag, 11. Juni 2012

49/52 Soundtrack & 50/52 Launenbesserung

Mit großen Schritten nähern wir uns dem Ende des "52 Songs"-Projektes. Es soll wohl irgendwann noch einmal eine Neuauflage mit anderen Themen geben, also wenn jemand von euch Lust hat, ebenfalls wöchentlich einen Song vorzustellen, immer ran da. Ich werde mich danach vorerst anderen Dingen auf meinem Blog widmen und dieses Projekt abschließen. Doch noch ist ja nicht aller Tage Abend, deshalb präsentiere ich meine Lieblingslieder des Themas "Verrückt", wobei vereinzelt "verrückt" mit "schlecht" verwechselt wurde, wie ich gerade beim Durchhören feststellen musste.

Favoriten Thema "Verrückt"
Himbeerbels Dingsblog: Pink Floyd - The Trial
wortmagie: Corky & The Juice Pigs - I'm The Only Gay Eskimo
freeQnet: Venetian Snares - Welfare Wednesday

Das Thema der letzten Woche lautete "Soundtrack". Naja, ein paar Lieder, die ich im Laufe des Projekts vorgestellt habe, hätten eigentlich auch zu dieser Runde gepasst. Es waren bereits Lieder aus "Fight Club", "Lost In Translation", "Into The Wild", "Pocahontas", "Sucker Punch" und "Away We Go" dabei. Doch um diese Filme soll es heute nicht gehen, denn ich wende mich einem echten Klassiker zu. Einem "Kultfilm" wie er gern genannt wird, nämlich "Pulp Fiction". Nicht nur ein großartiger Film, nein, auch der Soundtrack ist phänomenal. Ich entscheide mich jedoch gegen das allseits bekannte Opening Theme "Miserlou" (das so schrecklich von den schwarzäugigen Erbsen verschandelt wurde) und nehme "Bullwinkle Part ll" von The Centurians.



Favoriten Thema "Soundtrack"
Das Leben ist kein Frotteeschlafanzug: Glen Hansard - Say It To Me Now
Apfelkerne: Pixies - Where Is My Mind
Himbeerbels Dingsblog: Muse - Supermassive Black Hole

Die fünfzigste Vorlage ist "Launenbesserung". Mmh, welches Lied macht mir bessere Laune? Dafür greife ich auf meinen good old Buddy Ray Charles zurück, der zwar so einige niederschmetternde, tieftraurige Lieder zu bieten hat, aber andere von ihm sind wiederum so beschwingt und positiv, dass sie mir schlagartig beim Hören gute oder zumindest bessere Laune verschaffen. Eines dieser Lieder heißt "Hallelujah I Love Her So".

Sonntag, 3. Juni 2012

48/52 Verrückt

Schon wieder kommt mein Beitrag für das "52 Songs"-Projekt ziemlich auf den letzten Drücker. Irgendwie muss ich mir das abgewöhnen und mich schon früher damit befassen, sonst wird nachher noch eine "Music Sunday"-Reihe daraus. Heute arbeiten wir erst wieder die Lieblingslieder der letzten Runde ab.

Favoriten Thema "Sommer"
wortmagie: Bob Marley - Three Little Birds
Das Leben ist kein Frotteeschlafanzug: Grouplove - Spun
Ussels Funzel: The Undertones - Here Comes The Summer

In dieser Woche geht's verrückt zu in der Bloggerwelt. Für dieses Thema habe ich eine ganz besondere Perle für euch herausgesucht. Ein wortwörtlich verrücktes Lied. Einen "Song, Interrupted" quasi, wenn ihr versteht. Mehr möchte ich dazu auch gar nicht sagen.
Ich präsentiere "They're Coming To Take Me Away, Ha-Haaa!" von Napoleon XIV.

Samstag, 2. Juni 2012

Sternhagelglücklich von Christoph Koch

AUTOR l Christoph Koch
TITEL l Sternhagelglücklich - Wie ich versuchte, der zufriedenste Mensch der Welt zu werden
GENRE l Ratgeber, Selbstversuch, Glück
VERLAG l Blanvalet Verlag (2012)
SEITEN l 288
AUSGABE l Broschiert
AUSZUG l "Doch welche anderen Rezepte gibt es für ein glückliches Leben - abgesehen davon, die richtige Person zu heiraten und allein schon dieses Glück mit anderen zu teilen? Die Reihen der Ratschläge, der Studien, der Ratgeberbücher und Fernsehsendungen, die sich dem Thema widmen sind endlos. [...] Natürlich kann niemand jeden Glücksratschlag ausprobieren - schon allein, weil es scheint, als kämen täglich fünf neue dazu. Ich habe mir für dieses Buch aber vorgenommen, zumindest von den Glückrezepten, die mir sinnvoll erscheinen, so viele wie möglich auszuprobieren."
Hier entlang zur LESEPROBE.

ANMERKUNG l Das Buch wurde mir im Rahmen der Internetseite "Blogg dein Buch" vom Blanvalet Verlag zur Verfügung gestellt. Einzige Bedingung für den Erhalt war eine schriftliche Rezension auf meinem Blog.

INHALT l Wir alle wünschen uns ein glückliches Leben, wissen jedoch nicht immer, was dafür nötig ist. Wir jagen Glücksversprechen hinterher und treten am Ende doch auf der Stelle. Ist Glück am Ende eine Frage des Schicksals - oder kann man es tatsächlich beeinflussen? Erzeugen? Erlernen? Journalist und Autor Christoph Koch hat sich ein Jahr lang auf die Suche nach dem Glück begeben, in dem er viele unterschiedliche Methoden am eigenen Leib austestete. Die Ergebnisse beschreibt er in "Sternhagelglücklich". 

REZENSION l Eigentlich bin ich kein großer Freund von Sachbüchern oder Ratgebern - dachte ich immer. Von den rund ein Dutzend Sachbüchern, die ich gelesen habe, kann ich diejenigen, die mir gefallen haben, an einer Hand abzählen. Aber nach "Sternhagelglücklich" werde ich in Zukunft wohl vermehrt danach greifen, doch fangen wir von vorn an.
Das Buch ist in Kapitel eingeteilt, die sich nach den Monaten des Jahres richten, in dem dieser Selbstversuch stattfand. Am Kapitelanfang steht nicht nur der Name des jeweiligen Monats, sondern es sind zusätzlich ein paar Stichpunkte aufgelistet sind, die einen auf die folgenden Themen einstimmen mit einem passenden Zitat von berühmten Persönlichkeiten, aus TV-Serien, Liedtexten oder Ähnlichem. Am Ende eines jeden Kapitels findet sich eine Seite mit zehn kleinen Glücksmomenten aus Kochs Erfahrungsschatz. Bei manchen musste ich sogar schmunzeln, wenn ich genau diesen Situationen selbst schon einmal begegnet bin. All diese Zitate und Glücksmomente überzeugen mich von der Aufmachung, da es wirklich so wirkt, als ob man sich ernsthaft Mühe und Gedanken gemacht hat, wie man das Buch noch auflockern und interessanter gestalten kann.
Ansonsten begleitet man Koch natürlich bei den verschiedenen Experimenten und findet mit ihm heraus, ob Geld, Hilfsbereitschaft, Sport, Singen, Psychopharmaka, Meditation, Lachyoga und Heiraten einem zum Glück verhelfen können. Er reiste nach Indien, Detroit und New York, schaukelte und hopste, er gewann sogar im Lotto - all diese oft humorvoll geschriebenen Anekdoten wechseln sich ab mit häufigen Beschreibungen von Studien und psychologischen Ansätzen, die sich mit dem Glücklichsein oder -werden beschäftigt haben. Der Autor hat sich also nicht nur auf sich und sein unmittelbares Glücksprojekt konzentriert, sondern sich rechts und links noch viel angelesen und recherchiert, viele Fakten herangeschafft, die er auf gekonnt amüsant erzählerische Weise vermittelt. Natürlich gibt es auch in diesem Buch kein ultimatives Geheimrezept für das große Glück und was für Christoph Koch funktioniert muss nicht für andere funktionieren, jedoch gibt es genug Denkanstöße und Anregungen, sich selbst auf die Suche nach den Dingen zu machen, die einen glücklich machen und sein Leben angenehmer zu gestalten. Ich habe mit "Sternhagelglücklich" ziemlich Gefallen an Büchern über Selbstversuche gefunden und werde ich mir sicherlich beizeiten auch das andere Buch von Christoph Koch "Ich bin dann mal offline" zu Gemüte führen.

FAZIT l Ein rundum gelungener Erfahrungsbericht für Leute, die sich mit dem Streben nach Glück beschäftigen wollen, aber keine eindeutige Antwort erwarten, sondern eher Denkanstöße für ein zufriedeneres Leben möchten. Wer sich schon länger mit dem Thema "Glück" beschäftigt, muss dieses Buch wohl nicht auch noch mitnehmen, obwohl es sich schon allein aufgrund der sympathischen Anekdoten zu lesen lohnt. "Sternhagelglücklich" bekommt von mir fünf von fünf möglichen Teekannen.

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