Mittwoch, 30. Mai 2012

Der Teufel liest Bücher

Vor wenigen Tagen bin ich über dieses Video von Lilaeulenkind gestolpert und weil mir die Fragen ganz gut gefallen und ich sowieso schon seit längerem mal wieder Lust darauf habe, ein Stöckchen zu beantworten, tue ich dies doch einfach und präsentiere heute meine Antworten zu den Büchern der 7 Todsünden. 

HABGIER

Welches war dein günstigstes Buch?
Ich kaufe ziemlich oft gebrauchte Bücher, sei es in Bücherfundgruben, auf Flohmärkten oder bei medimops, da ich ungern massig an Geld dafür ausgebe und mir im Gegenzug Alterserscheinungen jeglicher Art nichts ausmachen. Die wohl günstigsten Bücher, die ich besitze, habe ich im April beim Verkauf unserer städtischen Bibliothek erstanden. "Die Teerose" von Jennifer Donnelly, "Per Anhalter durch die Galaxis (Alle 5 Romane in einem Band)" von Douglas Adams und "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami sind drei ziemlich dicke Schinken, haben mich aber jeweils nur 50 Cent gekostet. Wenn das mal kein Schnäppchen war.

Welches war dein teuerstes Buch?
Ich habe nicht wirklich viele teure Bücher. Selbst die meisten, die für den Originalpreis erstanden worden sind, habe ich mir schenken lassen. Wenn man Sachbücher mit einrechnen möchte, dann war mein Schulbuch Biologie für die Oberstufe mit rund 35 Euro verdammt teuer, wie ich finde. Obwohl wir damit wenigstens oft gearbeitet haben und ich immer gut damit lernen konnte. Unser Kursbuch in Geschichte war fast genauso teuer und wir haben es in zwei Jahren höchstens fünfmal genutzt, also war diese Ausgabe im Prinzip total umsonst.



ZORN

Für welches Buch empfindest zu Liebe und Hass zugleich?
Definitiv "Tiere Essen" von Jonathan Safran Foer. Einerseits liebe ich es, weil Foer soviel Recherche betrieben hat, einem damit viele Umstände bewusst macht und mich so in meiner Überzeugung, vegetarisch zu leben, bestärkt hat, andererseits hasse ich es, weil es mich einfach fertig macht, mich so intensiv mit dem Thema Massentierhaltung, Tierleiden etc. zu beschäftigen. Wozu Menschen teilweise in der Lage sind, ist unglaublich.


Welches Buch war am schwierigsten zu bekommen?
Ich musste noch nie einem Buch hinterherjagen, weil es nicht in Deutschland zu bekommen war oder solche Sachen. Dafür sind die Bücher auf meiner Wunschliste nicht außergewöhnlich genug. Aber als ich vor zehn Jahren mit meiner Familie bei dem Musical "Cats" war, wollte ich unbedingt den dort angebotenen Bildband haben. Eigentlich ist es kein richtiges Buch, sondern eher ein stabiles Magazin mit Hochglanzbildern von der Aufführung. Überteuert war es bestimmt ebenfalls, weshalb ich meine Mutter ewig anbetteln musste, bis sie mir es doch gekauft hat. Da musste von dem kleinen, verwöhnten Kind schon ordentlich Überzeugungsarbeit geleistet werden.


VÖLLEREI

Welches Buch macht dich hungrig?
Generell machen mich Bücher nur hungrig, wenn ich ein besonders gutes erwischt habe, welches ich nicht aufhören kann zu lesen und wenn es dabei dann sowieso früher oder später Zeit zum Futtern wird. Ansonsten ist es wohl am ehesten das Buch "Wachtel, Trüffel, Schokolade" von Waverley Root, in dem von der Aakerbeere bis zur Zwiebel zu zahlreichen Lebensmitteln die Herkunft und Geschichte erzählt wird, das bei mir Appetit auslöst.




TRÄGHEIT

Welches Buch ignorierst du zu lesen, weil du zu faul bist?
Ich ignoriere leider allgemein englische Bücher. Ich habe keine Ahnung, warum ich zu faul bin, sie zu lesen. Klar, dauert es etwas länger, aber eigentlich ist mein Englisch sonst gut genug, alles problemlos zu verstehen. Das Buch "The Adventures of Sherlock Holmes" stand bei mir bestimmt zwei Jahre im Regal, bevor ich mich vor ein paar Wochen doch dazu ermutigen konnte, es endlich zu lesen. Wenigstens kann ich mir nun ein neues englisches Buch kaufen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Vielleicht lese ich dieses ja dann schneller, nach diesem kleinen Erfolgserlebnis.

Welches Buch hat dein Leben beeinflusst?
Viele und keines. Irgendwie beeinflussen einen doch viele Bücher unbewusst, indem sie zum Nachdenken anregen und einen zu einem Entschluss kommen lassen. So richtig kann ich gerade aber keines nennen.


WOLLUST

Welches Buch hat den attraktivsten Helden?
Solange es sich nicht um ein Bilderbuch handelt, ist das Aussehen der dargestellten Personen doch sowieso der eigenen Fantasie überlassen. Wenn ich von Buchverfilmungen ausgehe, nenne ich einmal "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde", die zwar grottenschlecht ist, in der aber Brendan Fraser die Hauptrolle spielt und dann noch Rupert Grint als Ron Weasley aus den Harry Potter-Büchern.


NEID 

Welches Buch würdest du am liebsten geschenkt bekommen?
Ich hadere schon seit Ewigkeiten mit mir, ob ich nicht "Wie man sich die Welt erlebt" von Keri Smith kaufen sollte. Bei jeder Internetbestellung ist es mir letzten Endes immer etwas zu teuer für ein Buch, das verhältnismäßig dünn ist und bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es mir auch wirklich gefällt. Deshalb würde ich es gern geschenkt bekommen, damit ich meinem Geld im schlimmsten Falle nicht nachtrauern muss. Ich habe ja bald Geburtstag, vielleicht habe ich sogar Glück.




HOCHMUT

Auf welches Buch würdest du niemals etwas kommen lassen?
Eindeutig auf die Kinderbücher von Paul van Loon. Ich habe die Gruselbusreihe und das Vampirhandbuch damals verschlungen und denke bis heute, es gibt kaum bessere Gruselbücher für Kinder. Was waren sie toll! Ich habe leider nur ein Buch der Gruselbusreihe da, aber Band 1, 2, 3, 4 und 5 hole ich mir irgendwann bestimmt auch noch. Gruselig war für mich immer, dass der Vampir aus der Reihe genauso beschrieben wurde, wie der Autor van Loon selbst aussah. Das waren noch Zeiten, als noch keineswegs in der Sonne geglitzert wurde. Heutzutage muss man sich ja direkt schämen, wenn man sagt, dass man Vampire mag.

Sonntag, 27. Mai 2012

47/52 Sommer

Heute gibt es schon wieder Musik auf die Ohren, denn neben dem GSC möchte ich das "52 Songs"-Projekt selbstverständlich nicht vernachlässigen und reiche meinen Sommerhit noch knapp am letzten Tag ein. Doch zunächst kommen wir zum Preisverleih für die Lieder der vorigen Runde.

Favoriten Thema "Jugend"
Miss Ann Thropy: Wheatus - Teenage Dirtbag
Himbeerbels Dingsblog: Eric Burdon & The Animals - When I Was Young
Sir Donnerbolds Bagatellen: Linkin Park - Numb

Für das Thema der Woche, "Sommer", brauchte ich nicht einmal lange überlegen, denn es gibt schon seit längerem ein Lied, das ich mit dem Sommer verbinde. Es kommt eine Gitarre, ein Klavier und ein Glockenspiel zum Einsatz, es wird im Rhythmus mitgeklatscht, die Melodie ist ein regelrechter Ohrwurm und mit den ganzen Lala's (oder besser "Bada's") eignet es sich ausgezeichnet zum Mitsingen. Kurzum: es ist ein perfektes Sommerlied. Ich präsentiere "Neopolitan Dreams" von Lisa Mitchell.

Samstag, 26. Mai 2012

GSC 2012 - Ich bin Estland!

Dieses Jahr wird von Konna wieder der Gedankendeponie Song Contest gestartet, quasi als Gegenstück zum ESC, und fix wie ich bin, habe ich mir das Land Estland geschnappt, für welches ich einen Song beisteuern möchte. Ich hatte bis auf die Band "Malcolm Lincoln" noch keinerlei Erfahrung mit estnischer Musik, musste mich also auf die Suche nach etwas Passendem machen. Ich stolperte tatsächlich über viele gute Lieder und wollte schon fast einen Vorentscheid auf meinem Blog veranstalten, doch bei mehrmaligem Anhören kristallisierte sich letztendlich ein klarer Favorit heraus und was wäre, wenn ihr dann für ein anderen Song abgestimmt hättet? Dann hätte ich die Statistiken wohl oder übel fälschen müssen, was nicht ja ganz Sinn der Sache gewesen wäre, deshalb habe ich es doch gelassen. Diesen Favoriten schicke ich also nun ins Rennen und hoffe, dass er euch genauso begeistert wie mich. Die Band "Ewert And The Two Dragons" ist so großartig und wurde bereits in meine Musiksammlung hinzugefügt, ich empfehle sie euch daher wärmstens. HIER kommt ihr zu meinem finalen Beitrag zum GSC 2012! Viel Spaß damit.

Und hier auf dem Blog zeige ich euch die Lieder, die es fast in den Vorentscheid geschafft hätte, wäre der besagte Sieger meines Herzens nicht aufgetaucht. Vielleicht hat der ein oder andere von euch Lust, sich ein wenig durch Musik aus Estland zu hören. 


Metsatöll - Vaid Vaprust



Vaiko Eplik & Eliit - Pihtas Pohjas



August Hunt - Thomas Malthus on surnud, mu arm



Tenfold Rabbit - Oblivion


Und zu guter Letzt möchte ich euch noch ein Lied vorstellen, bei dem ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen soll, als ich es das erste Mal gehört habe. Dazu noch dieses "außergewöhnliche" Video und ich musste mich für das Lachen entscheiden. Es ist das wohl mit Abstand schlechteste Lied, das ich aus Estland gefunden habe und zwischenzeitlich spielte ich sogar mit dem Gedanken, es aus Gag einfach im GSC antreten zu lassen, doch schlussendlich wollte ich die Aktion damit nicht auf die Schippe nehmen.

Homme 18 - Pilvede embuses


Falls sich wirklich jemand durch die Songs gehört haben sollte, würde es mich natürlich brennend interessieren, ob ihr vielleicht sogar eines der hier vorgestellten Lieder besser findet, als das von mir ausgewählte für den GSC.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Gerade Kante

Beim Durchstöbern verschiedener Blogrolls bin ich vor ein paar Wochen auf einem Profil hängengeblieben, in dem sich die Person selbst als "Straight Edge" bezeichnete. Wie bitte? Was soll das denn sein? Also habe ich die Suchmaschine meines Vertrauens angeschmissen und bekam folgende Antwort auf meine Frage:

"Straight Edge bezeichnet eine Gegen- bzw. Jugendkultur aus dem Bereich des Hardcore Punk.  [...]  Zentral für den Straight-Edge-Gedanken sind der Verzicht auf Alkohol, Tabak und andere Drogen sowie auf häufig wechselnde Geschlechtspartner. Einige Straight Edger verzichten auch auf den Konsum von Coffein und/oder erweitern Straight Edge um Vegetarismus oder Veganismus."
(Quelle)

Abgesehen davon, dass ich mit Hardcore Punk nun nicht allzu viel am Hut habe, treffen doch die Aufführungen so ziemlich auf mich zu. Ich verzichte schon meine Leben lang auf Alkohol, Zigaretten oder sonstige Rauschmittel. Rauchen hat mich beispielsweise schon immer abgeschreckt. Ich habe noch nie an einer Zigarette gezogen und werde es wahrscheinlich auch nie tun. Ich sehe es einfach nicht ein, freiwillig zu stinken oder Geld dafür auszugeben, mir mein Leben eigenhändig (oder sollte ich sagen "eigenlungig"?) zu verkürzen. "Cool" ist die ganze Angelegenheit ebenfalls kein Stück, deshalb bekamen meine früheren Mitschüler immer zunächst ein paar Takte zu hören, wenn sie mir eine Zigarette angeboten haben.
Am Alkohol hingegen habe selbst ich schon genippt, doch schließlich schwor ich ihm ab, bevor ich nur auch ein Glas intus hatte. Erstens finde ich es widerlich (was nun Geschmackssache ist) und zweitens gefällt mir allgemein der Gedanke nicht, Substanzen zu mir zunehmen, die mich auf irgendeine Art und Weise verändern. Ich möchte möglichst absolute Kontrolle über meinen Körper haben, mich nicht in "andere Welten" versetzen lassen, für die nicht meine Fantasie, sondern irgendwelche Mittelchen verantwortlich sind und ich möchte meine Umgebung als die Person wahrnehmen, die ich bin, nicht als jemand, zu dem mich Alkohol oder Drogen machen würden.
Der nächste Punkt ist "Verzicht auf häufig wechselnde Geschlechtspartner" - darf ich mal lachen?
Weiterhin bin ich Vegetarier und konsumiere keinen Coffein (außer höchstens ein Glas Cola oder Eistee im Jahr, aber das ist quasi ein "Erweiterungspack" des Straight Edge-Daseins und wird wohl nicht so eng gesehen, schätze ich). Bin ich also ein Straight Edger? Die Geschichte der Bewegung werde ich noch ein wenig recherchieren, das finde ich zugegebenermaßen ziemlich interessant. Der Titel des Spiegelartikels ist schonmal sehr amüsant: "Straight-Edge-Szene: Die härtesten Weicheier der Welt". Also Leute, man lernt echt nie aus. Ich kann den Begriff "Straight Edge" wohl in die Beschreibung meiner Person mit aufnehmen! Ich hartes Weichei ich.

Habt ihr den Begriff bereits gekannt? Und würdet ihr euch als Angehörige dieser "Szene" bezeichnen?

Montag, 21. Mai 2012

Kopfgrütze #1 - Sommer, Flohmarkt, Gitarre, Musik

Noch bis Donnerstag warten, dann weiß ich ob ich in tiefe Depressionen verfallen oder dem Sommer gelassen gegenübertreten soll. Am Donnerstag werde ich nämlich die Bewertungen meiner Abiturprüfungen erfahren und damit ausrechnen können, wie ich nach drei Jahren der Plackerei stehe. Dann ist es vorbei. Keine Schule mehr. Nie wieder. Ein komisches Gefühl.
Obwohl - selbst wenn sich die Lernerei nachher nicht gelohnt hat und ich mit dem miesesten NC aller Zeiten dastehe, ich habe wenigstens einen langen Sommer, in dem ich mich ablenken und um mein Studienplatz kümmern kann. Anstatt des Abiballs, den ich mir aus guten Gründen nicht antun werde, gönne ich mir einen Trip nach Hamburg inklusive eines Besuchs des "König der Löwen"-Musicals. Darauf freue ich mich schon dermaßen, dass ich es kaum mehr abwarten kann. Weiterhin möchte ich möglichst viel an die hier umliegenden Seen fahren und schwimmen, ich möchte filmen und viel Gitarre spielen. Ich werde das jährliche Mittelalterfest hier in der Stadt besuchen, auf ein Konzert von "The Tallest Man On Earth" gehen und eine Paddeltour mit meinem Vater unternehmen. Ich freue mich schon so sehr darauf, meinen Vater bald wieder zu sehen. Seit Januar habe ich ihn nicht mehr getroffen und seit November nicht mehr länger als einige Stunden bei ihm verbracht. Solch ein langer Zeitraum lag noch nie zwischen unseren "Papa-Wochenenden". Wahnsinn!

Vergangenen Sonntag war ich auf dem Flohmarkt am Mauerpark in Berlin und ich muss sagen, er ist wirklich schön. Leider hatte ich so gut wie kein Geld dabei und musste all die tollen Sachen zurücklassen. Heißt, ich möchte erneut dort hin, jedoch mit Geld. Ich hatte ursprünglich nicht damit gerechnet, überhaupt etwas haben zu wollen, da ich bei meinen bisherigen Flohmarktbesuchen nur Schrott auf den Verkaufstischen gesehen habe oder zumindest Dinge, die ich als Schrott bezeichnen würde. Zugegeben ich war noch nicht oft auf Flohmärkten. Aber auf diesem gab es tolle Klamotten, interessante Bücher, bunte Taschen und Beutel, sogar Gitarren und Ukulelen und diverse andere Musikinstrumente! Die Atmosphäre hat mir einfach außerordentlich gut gefallen.


Apropos Gitarre, dieses Jahr strebe ich auch unbedingt noch den Kauf meiner ersten eigenen Gitarre an (jedoch nicht auf dem Flohmarkt). Seit ich angefangen habe, mir das Gitarrespielen selbst beizubringen, habe ich immer auf der alten von meinem Vater geübt, die er wahrscheinlich vor Jahrzehnten für wenige Mark erstanden hat. Sie ist zwar in Ordnung, aber seit ich schon auf anderen, richtig guten Gitarren gespielt habe, weiß ich, dass es eindeutig noch Luft nach oben gibt. Außerdem ist es einfach nicht meine, immer habe ich den Gedanken im Hinterkopf, dass ich sie irgendwann werde zurückgeben müssen, aber ich möchte einfach eine eigene Gitarre, die ich für immer behalten kann und die wirklich mir gehört. Macht das überhaupt Sinn? Egal, denn ich spare sowieso bereits fleißig und spätestens mit meinem Geburtstag im Juni dürfte ich ausreichend Geld zusammen bekommen, um mir diesen Wunsch endlich zu erfüllen.

Außerdem erblickte ich, als ich am heutigen Morgen die Tore Youtubes öffnete, ein Musikvideo, welches der Musiker David Shurr hochgeladen hat. Schon in den letzten Monaten veröffentlichte er nach und nach Lieder von seinem ersten Album und mit diesem Video hat er mich wieder daran erinnert, wie sehr ich seine Musik mag. Kurzerhand habe ich ihn unterstützt und sein Album erstanden. In einigen Tagen erwarte ich also Post aus Großbritannien, durfte mir aber mit dem Kauf vorher schon die Lieder im Internet herunterladen. Sie sind wirklich schön und gute Gitarrenmusik kann ja bekanntlich nie schaden.


Auch ans Gestalten für einen neuen Blogheader habe ich mich heute versucht, bin jedoch an den einfachsten Dingen kläglich gescheitert. Gnahh! Warum muss mir Zeichnen derart schwer fallen? Morgen ist ein neuer Tag, vielleicht läuft es dann besser. Und ich werde mich morgen ins Kino begeben. Ich bin schrecklich knauserig was Kinobesuche angehen, deshalb gehe ich meistens nur, wenn eine Vorstellung für 3€ angeboten wird. Diese gibt es jedoch nur Wochen, nachdem die Filme eigentlich gelaufen sind, ich werde somit als Letzte auf dieser Welt auch noch "Ziemlich beste Freunde" anschauen können und mich selbst davon überzeugen, wie gut er ist beziehungsweise ob er gut ist. Hohe Erwartungen habe ich schon nach den ganzen überschwänglich lobenden Kritiken. Wir werden sehen.
Mehr Grütze schwimmt mir gerade nicht im Kopf herum, deshalb verabschiede ich mich an dieser Stelle für heute. Man liest sich.

Freitag, 18. Mai 2012

45/52 Instrumental & 46/52 Jugend

Auferstanden aus den endlichen Weiten meiner letzten Abiturprüfung kann ich mich nun wieder der Pflege meines Blogs widmen und beginne zunächst mit dem Nachholen der letzten "52 Songs"-Themen, die ich verpasst hatte.

Favoriten Thema "Bus-/Zugfahrt"
wortmagie: Johnny Cash - City Of New Orleans
FM014: John Mayer - Stop This Train
FreeQnet: Darth Vegas - Ghost Train

Das Thema der letzten Woche verlangte einen instrumentalen Song und beim Stöbern durch meine Musiksammlung musste ich schnell feststellen, dass diese eine Minderheit bei mir darstellen. Keine Ausnahme, aber eine Minderheit. Scheinbar habe ich Gesang ganz gern.
Ziemlich am Anfang des Projektes hatte ich ein Lied von Eddie Vedder vorgestellt, welches er für den Film "Into The Wild" geschrieben hatte. Und erneut soll es um diesen meiner Lieblingsfilme gehen, denn nicht nur die Lieder von Vedder sind genial, auch der "Original Score" von Michael Brook verschafft mir jedes Mal aufs Neue eine Gänsehaut. Am häufigsten angehört habe ich wahrscheinlich das Lied "Best Unsaid"! Aufgrund des Titel sage ich nun nichts mehr dazu und ihr hört es euch am besten einfach an.



Favoriten Thema "Instrumental"
Ussels Funzel: The Crooked Fiddle Band - The Rom Rebellion
Ein Ostwestfale im Rheinland: Vangelis - Conquest Of Paradise
Himbeerbels Dingsblog: Marquis Of Kensington - Flash

Und zu guter Letzt krame ich, dank des dieswöchigen Themas, ein Lied aus meiner Jugend hervor. Mein damaliger Musikgeschmack bestand vor allem aus Soulmusik und diversen Disneyausgeburten. Aber weil ich ein netter Mensch bin, verschone ich euch mit Letzterem und erwähne heute einen Song von Joss Stone. Sie war wohl die erste Sängerin, die ich wirklich gern mochte und von der ich mir bewusst ein Album gewünscht habe. Irgendwie bewunderte ich ihr Selbstbewusstsein und ihre Ausstrahlung. Sie lief die meiste Zeit barfuß durch die Gegend, trug bunte Hippiekleider und färbte ihre Haare mit knalligen Farben. Außerdem machte sie jedes Lied zu ihrem Lied, selbst wenn es ein Cover war. Und noch heute mag ich Joss Stone sehr gern, sie ist eine der wenigen Musiker, von denen ich alle Platten besitze und rückblickend kommt es mir in der Tat komisch vor, dass ich noch nie auf einem ihrer Konzerte gewesen bin. Beim nächsten Mal, wenn sie hier in der Nähe vorbeischaut, muss ich das unbedingt noch nachholen. Spontan entscheide ich mich heute für ihren Song "Tell Me 'Bout It".

Mittwoch, 2. Mai 2012

WHY DON'T YOU DO SOMETHING?

Seit nun fast eineinhalb Jahren ernähre ich mich bereits vegetarisch. Zunächst rührte der Entschluss daher, dass ich mich genauer mit der Massentierhaltung beschäftigte und das nicht mehr unterstützen wollte. Mittlerweile finde ich den Gedanken nur noch erschreckend, ein Tier zu töten (bzw. töten zu lassen), um es zu essen. Zu ESSEN? Ein Tier!
Darum soll es aber eigentlich nicht gehen. Seitdem habe ich mich noch zu vielen weiteren Dingen entschlossen. Ich verwende keine kosmetischen Produkte von Firmen, die sich nicht gegen Tierversuche jeglicher Art aussprechen. Ich möchte möglichst keine Klamotten aus Läden, bei denen man den Gestank nach Kinderarbeit schon aus hundert Metern Entfernung riechen kann. Ich lehne blinden Konsum ab. Ich bewundere vegane und minimalistische Lebenseinstellungen. Zusammengefasst: Ich versuche stetig, mich zu verschiedenen Dingen zu informieren, bewusster zu leben und zu einem besseren Menschen zu werden.
In Gesprächen lässt sich manchmal nicht vermeiden, dass solche Themen zur Sprache kommen und bisher hatte ich auch gar keine Scheu, meine Meinung zu äußern. Doch mir geht die Einstellung derart auf die Nerven, welche ich ab jetzt "Ganz oder gar nicht"-Einstellung nennen werde. Zunächst reagiert der Mensch mit der "Ganz oder gar nicht"-Einstellung mit Zustimmung: "Du hast recht, Tierversuche für Schminke sind unnötig". Meist gefolgt wird diese von einem "Da müsste man wirklich etwas gegen tun", woraufhin ich beliebe zu fragen: "Und wieso unterstützt du es dann doch und entscheidest dich nicht dagegen?" An dieser Stelle bekommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Knallersatz zu hören. Der Satz haut bei mir so rein, dass ich an dieser Stelle zumeist das Gespräch beende, denn spätestens hier kann ich mir sicher sein, dass mein Gegenüber Anhänger der "Ganz oder gar nicht"-Einstellung ist. "Wenn man sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen würde, dann dürfte man eigentlich gar nichts mehr machen." Er kann auch in abgewandelter Form in Erscheinung treten "dann dürfte man gar nichts mehr essen/kaufen", "dann dürfte man sich gar nicht mehr schminken" und so weiter. Derjenige ist somit fein raus aus der Sache. Er isst weiterhin jeden Tag ein halbes Schwein, denn wenn man mal darüber nachdenken würde, was für die Lebensmittelherstellung alles veranstaltet wird, dann dürfte man gar nichts mehr essen. Oh man, wie ich diese Einstellung verabscheue. Wieso verschmähen so viele Leute grundsätzlich den Versuch, sich zumindest ein bisschen zu bessern? Ein paar Schritte in die richtige Richtung zu machen? Ich laufe nicht missionierend durch die Straßen, aber wenn mir in Gesprächen bei diesen Themen zugestimmt wird, gehe ich davon aus, dass derjenige auch für sich selbst Schlüsse zieht, wie er sich dementsprechend bessern könnte. Das ist jedoch alles nur heiße Luft. Diese Menschen haben gar nicht erst Lust, sich von ihrem [hier Volksverdummungsapparat ihrer Wahl einfügen] loszureißen und etwas in die Tat umzusetzen. Denn es geht dabei bei weitem nicht darum, perfekt zu sein. Kein Vegetarier oder Veganer lebt perfekt hundertprozentig ökologisch nachhaltig. Jedoch macht man dadurch einen ersten Schritt, man bekennt sich und unternimmt etwas.
Jemand, der sich bemüht, dabei nicht alles gleich richtig macht und nach und nach lernt, ist mir zumindest tausendmal lieber als jemand, der absichtlich ignorant durch diese Welt stolziert.
Wie oft musste ich mich schon allein mit meiner Mutter darüber streiten. Grundsätzlich stimmt sie mir zu, sie findet Tierversuche für Kosmetik und auch Massentierhaltung furchtbar. Aber verändert sie ihr Verhalten auch nur im Geringsten? Die Antwort dürftet ihr euch denken, denn ich schreibe den Kram hier ja nicht ohne Grund. Immer noch darf ich mir jeden einzelnen Tag mit ansehen, wie sie sich ein totes Tier nach dem anderen reinpfeift oder wie sie mich noch immer manchmal erstaunt ansieht, weil ich das Duschgel nicht benutzen werde.
Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich hoffe, nie damit aufzuhören, innerhalb meiner Möglichkeiten mein Bestes zu geben, um mich hingegen absichtlich für die ignorante Lebensweise zu entscheiden, weil man ja sonst gar nichts mehr machen dürfte.

Dienstag, 1. Mai 2012

44/52 Bus-/Zugfahrt

In der dreiundvierzigsten Runde des "52 Songs"-Projektes haben viele von euch ziemlich absurde Lieder herausgekramt. Bei einigen musste ich mir fassungslos an den Kopf fassen, andere haben mich tatsächlich zum Lachen gebracht.

Favoriten Thema "Lachflash"
Lordys Weblog: Helge Schneider - Das Mörchen Lied
leben-zwo-punkt-null: The Axis Of Awesome - 4 Chords
Sir Donnerbolds Bagatellen: Knorkator - Du nich

Heute widme ich mich der Bus- bzw. Zugfahrt. Bus bin ich, ehrlich gesagt, schon lange nicht mehr gefahren. Seit Beginn des Abiturs ist meine Schule in der gleichen Stadt und damit mit dem Fahrrad erreichbar, sodass ich mir das Busgeld sparen kann. Auch mit dem Zug bin ich bereits ewig nicht mehr gefahren. Und was macht man bei solch einem Demörti Dilemma? Richtig, man orientiert sich an Film und Fernsehen! Wie der ein oder andere vielleicht weiß, liebe ich Roadtrip-Filme oder generell Filme, in denen viel gereist wird und einer meiner Lieblinge unter diesen ist "Away We Go". Der ist so schön, Leute! Ich nehme also eines der Lieder des Soundtracks, das da heißt "All My Days" von Alexi Murdoch. In dem Film klappt damit die Untermalung der Reise (darunter ebenfalls eine Zugfahrt) wunderbar, wie gut es sich im echten Leben damit reisen lässt, werde ich definitiv bezeiten ausprobieren.

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