Mittwoch, 19. Dezember 2012

Bye Bye - Mein Fazit

Wie angekündigt möchte ich nach dem Ende meines "Bye Bye"-Projekts noch ein kleines Fazit dazu ziehen. Insgesamt bin ich zunächst überhaupt froh, es dieses Jahr noch beendet zu haben, denn es hatte sich sowieso schon auf fast eineinhalb Jahre ausgedehnt und noch länger sollten sich die ursprünglichen 365 Tage des Wegwerfens wirklich nicht ziehen.

Jeden Tag sollte ein Gegenstand aussortiert werden und insgesamt habe ich sogar viel mehr geschafft, da an manchen Tagen mehrere Gegenstände wegkamen, wenn sie für mich auf irgendeine Art und Weise zusammengehörten. Aber irgendwie habe ich damit genau die richtigen Anzahl an Dingen für mich getroffen. Wenn ich momentan durch meine Schubladen und Fächer gehe - und einige davon sind nun sogar leer - sehe ich vorrangig Dinge, die ich wirklich mag oder die einen bestimmten Nutzen haben. Viel Kram und Firlefanz, den ich in den letzten Monaten loswurde, stammte noch aus meiner Kindheit oder Jugend. Die Dinge, die ich jedoch momentan besitze, repräsentieren, abgesehen natürlich von wenigen Erinnerungsstücken, größtenteils wirklich den Geschmack meines heutigen Ichs. Natürlich ist es möglich und sogar wahrscheinlich, dass schon in ein paar Wochen so manches des hier herumfliegenden Zeugs von mir wieder als unnötig erachtet wird, doch das sollte kein Problem darstellen. Denn wenn ich etwas aus diesem Projekt mitnehme, dann ist das wohl das regelmäßig Aussortieren, das ich auf jeden Fall fortsetzen möchte. 

Wenn ich mein Blick über die Fotos der ganzen Dinge schweifen lasse, fällt mir auf, da kommt schon ganz schön was zusammen. Beim Auszug von zu Hause, der früher oder später stattfinden wird, kann ich mir also die eine oder andere Kiste sparen. Auch ist mein Kleiderschrank seitdem Entrümpeln total aufgeräumt. Früher hielt die Ordentlichkeit darin maximal ein paar Tage, daher bin umso erstaunter, wie gut das nun funktioniert. Kein hastiges Suchen mehr nach Klamotten, die mir gefallen oder überhaupt noch passen und kein Zusammengeknautsche mehr wegen Zeitmangels. Von meinem Bücherregal, so wie es jetzt ist, bin ich ebenfalls angetan und es bietet nun sogar noch Platz für neue Bücher.

Den Minimalismusgedanken finde ich auch nach wie vor noch super und die Filme, die sich mit Gesellschaftskritik in dieser Hinsicht auseinandersetzen, wie "Fight Club" oder "Into The Wild", können mich immer noch begeistern. Allein die Vorstellung, seine ganzen Habseligkeiten in einen Rucksack zu bekommen, gefällt mir sehr. Doch so weit wird es bei mir wahrscheinlich nie kommen und, auch wenn dem mein Interesse gilt und ich mich immer daran orientieren möchte, so würde ich würde mich absolut nicht als Minimalist bezeichnen. Dafür hänge ich schon zu sehr an meinen Büchern und CDs. Insgesamt bin ich zufrieden, wie sich mein Kaufverhalten eingependelt hat. Ich hole mir wirklich Gebrauchsgegenstände, die ich unbedingt haben möchte und keinen Schnickschnack. Schon allein im Internet bekommt man mit, welche Ach-so-nützlichen Dinge von den Leuten gekauft werden, bei denen ich mir denke: "Dafür würde ich nie im Leben Geld ausgeben. Das würde ich nicht einmal geschenkt bekommen wollen, denn dann müsste ich mich ja darum kümmern, wie ich es wieder loswerde." Schlussendlich ist das aber auch gut so, glaube ich. Soll man sich doch totkaufen an dem, was ich nur als Plunder bezeichnen kann, der von einstaubender Dekoration über den tausendsten roten Lippenstift bis hin zur Erweiterung der Schuhsammlung reicht. Ich setze einfach andere Prioritäten, die sich auch dank dieses Projektes verändert und gefestigt haben.

Zum Abschluss hier noch eine Übersicht all meiner Beiträge, die dieses Projekt betreffen.

[When you have more than you think you need more space] [1-7] [8-15] [16-25] [26-35] [Erweiterungspack: Bücherregal] [36-55] [56-70] [71-81] [82-99] [100-109] [110-124] [125-141] [142-157] [158-205] [206-268] [269-324] [325-365]

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