Donnerstag, 30. August 2012

LIFE IS JUST A BIG OL' GAME TO ME

Schon seit ich ungefähr 13 Jahre alt bin, höre ich gern die Musik von Joss Stone. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie ich auf sie gestoßen bin, aber ich besaß jedes ihrer Alben und lernte alle Songs auswendig, stellte mich barfuß vor den Spiegel mit dem Klebestift in der Hand, der selbstverständlich als Mikrofon diente, und gab meiner Maus und meinem Vogel zahlreiche Soulkonzerte. Nun gut, mittlerweile hat sich mein Musikgeschmack von damals ganz schön verändert. Der meiste Popkram liegt lange hinter mir und an seiner Stelle zogen Rock und Folk ein, doch Joss Stone war in den sechs Jahren immer geblieben. Man kann also sagen, ich bin mit ihrer Musik aufgewachsen. Und genau aus diesen nostalgische Gründen höre ich ihre alten Platten so gern und genau aus diesen nostalgischen Gründen habe ich selbst ihre neuen Alben alle lieben gelernt. Immer hier und da, wenn mich die Lust packt, schalte ich ihre Lieder an und tauche ein in die Soulmusik mit der typisch rauchigen Stimme und dem englischen Akzent.

Am Montag verkündete Joss Stone dann auf ihrer Facebook-Seite folgendes: "Hi everyone in Berlin. I'm going to do a singing at 5:30 - 6:30 MediaMarkt (@mediamarkt) at Alexander platz. Hope to c u all there x".

Das konnte ich mir doch unmöglich entgehen lassen. Zwar habe ich mir auch schon eine Konzertkarte für den Berlinauftritt im September geholt, weil es einfach mal nicht sein kann, dass ich es in all den Jahren auch nie auf nur eines ihrer Konzerte geschafft habe, aber eine kleine Gesangseinlage zusätzlich kann man sich schließlich gönnen. Also düste ich zu gegebener Zeit schnell nach Berlin und stellte mich wartend vor die Bühne. Es waren gar nicht so viele Leute da wie gedacht, deshalb stand ich relativ weit vorn und freute mich schon auf den Auftritt. Long story short: das von ihr gemeinte "singing" war ein Schreibfehler. Wie auch die Plakate im und um das Alexa deutlich machten, war diese Veranstaltung eine Autogrammstunde, also eher ein "signing". Von Autogrammen halte ich eigentlich nicht viel, da mir ein Stück Papier mit einer kurz hingerotzten Unterschrift nichts bringt. Ich stehe dann doch mehr auf ein Foto mit dem jeweiligen Musiker und zückte auch schon gespannt meinen Fotoapparat, als die Veranstalter nach zehn Minuten plötzlich gemeinsame Fotos verboten haben. Wahrscheinlich weil das zu lange dauern würde, wenn sich jeder erst positioniert und auf diese Weise nicht mehr alle Leute nach vorne kämen. Trotzdem hat mich das schon geärgert. Ich gehe in der Erwartung dort hin, Joss Stone singen zu hören, anstatt bekomme ich eine Autogrammstunde, bei der ich nicht einmal ein Foto mit ihr machen darf. Gnaaah! Letztendlich kaufte ich mir ihr neuestes Album "The Soul Sessions Vol 2" und ließ sie darauf unterschreiben. So ist es wenigstens auf dem Cover und nicht auf einem Papierfetzen, der nur herumliegt.


Aber ich muss zugeben, es war es schon ziemlich cool, mit ihr zu reden, wenn auch nur sehr kurz. Ich war ganz schön aufgeregt, als ich dann vor ihr stand und sie so im richtigen Leben zu sehen bekam. Sie war auf jeden Fall viel dünner und größer, als es in Videos immer wirkt. Ich habe nicht viel zu sagen gewusst und beließ es bei einem "How's it going?". Naja. Mein Name sei zumindest "lovely" (wie der von jedem anderen Anwesenden wahrscheinlich auch, aber ignorieren wir das) und wir sehen uns dann am 13. September im Huxleys wieder.

Kommentare:

  1. Ohhh, ich freu mich für dich (: Ich kann mich auch noch erinnern, wie sehr ich mich mal darüber gefreut habe, einen gewissen Künstler in Berlin bei einer Autogrammstunde zu entdecken. ^^ Auch wenn es nie sehr persönlich ist, etwas einmaliges ist es dann doch (:
    Das Cover der CD sieht total schön aus! - Die Musik der guten Frau kenne ich leider gar nicht..

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    1. Jap, war schon nicht schlecht. Welchen Künstler hast du denn damals entdeckt? :)

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