Mittwoch, 4. Juli 2012

Lesestatistik 1. Halbjahr 2012

Die erste Hälfte des Jahres liegt bereits hinter uns. Diesen Anlass nutze ich heute, um die Bücher, die ich bisher 2012 gelesen habe, ein wenig auszuwerten. Insgesamt hatte ich mir das Ziel gesteckt, am Ende des Jahres 52 Bücher, also im Durchschnitt eines in der Woche, gelesen zu haben. Trotz zweier mittelgroßer Leseflauten liege ich ganz gut im Rennen, könnte es also noch schaffen.

Gelesene Mangas:
01. Lynn Okamoto - Elfen Lied Bd. 2
02. Nam & Tram Nguyen - Delilah's Mystery
(nur der Vollständigkeit halber, darauf werde ich nicht näher eingehen)

Gelesene Bücher:
01. Franz Kafka - Die Verwandlung (99 Seiten)
02. E.T.A. Hoffmann - Das Fräulein von Scuderi (79 Seiten)
03. Paulo Coelho - Veronika beschließt zu sterben (223 Seiten)
04. Haruki Murakami - Tanz mit dem Schafsmann (461 Seiten)
05. Benedict Wells - Fast genial (336 Seiten)
06. Jon Krakauer - In die Wildnis - Allein nach Alaska (320 Seiten)
07. Alessandro Baricco - Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten (80 Seiten)
08. Sebastian Fitzek - Amokspiel (448 Seiten)
09. Kim Frank - 27 (256 Seiten)
10. Joey Goebel - Freaks (192 Seiten)
11. Haruki Murakami - Schlaf (78 Seiten)
12. Haruki Murakami - Gefährliche Geliebte (224 Seiten)
13. Joey Goebel - Vincent (431 Seiten)
14. Wolfgang Herrndorf - Tschick (256 Seiten)
15. Suzanne Collins - Die Tribute von Panem Bd. 1 - Tödliche Spiele (414 Seiten)
16. Suzanne Collins - Die Tribute von Panem Bd. 2 - Gefährliche Liebe (431 Seiten)
17. Suzanne Collins - Die Tribute von Panem Bd. 3 - Flammender Zorn (430 Seiten)
18. Bernhard Schlink - Der Vorleser (208 Seiten)
19. Ursula Poznanski - Saeculum (496 Seiten)
20. F. Scott Fitzgerald - Der seltsame Fall des Benjamin Button (70 Seiten)
21. Sir Arthur Conan Doyle - The Adventures of Sherlock Holmes (302 Seiten)
22. Walter Moers - Ensel und Krete - Ein Märchen aus Zamonien (254 Seiten)
23. Paulo Coelho - Aleph (309 Seiten)
24. David Nicholls - Zwei an einem Tag (560 Seiten)
25. Siobhan Dowd & Patrick Ness - Sieben Minuten nach Mitternacht (216 Seiten)
26. Christoph Koch - Sternhagelglücklich (288 Seiten)
27. Eric-Emmanuel Schmitt - Oskar und die Dame in Rosa (112 Seiten)
28. Martin Suter - Small World (336 Seiten)
29. J.D. Salinger - Der Fänger im Roggen (269 Seiten)

~ 29 gelesene Bücher
~ durchschnittlich 4,8 Bücher im Monat
~ insgesamt 8179 gelesene Seiten
~ durchschnittlich 44,9 Seiten am Tag
~ durchschnittlich 282 Seiten pro Buch
~ 8 Bücher wurden bereits zum zweiten Mal gelesen
~ 9 Bücher stammen aus dem Diogenes Verlag (der zufällig mein Lieblingsverlag ist)

Bei der Halbjahresstatistik vom Lilaeulenkind habe ich mir die Kategorieneinteilung für die herausstechendsten Bücher geklaut. Finde ich persönlich sehr interessant, um den Buchgeschmack noch besser einschätzen zu können.

Lustigstes/fröhlichstes Buch: Wie man unschwer erkennen kann, lese ich nicht gerade viele lustige oder heitere Bücher. Aber "Freaks" von Joey Goebel ist äußerst skurril und hat ziemlich witzige Dialoge.

Traurigstes/bewegendstes Buch: Keines der Bücher hat mich zum Weinen gebracht, soweit ich mich erinnern kann. "In die Wildnis" von Jon Krakauer bewegt mich jedoch sehr. Es lässt mich einerseits das Schicksal von McCandless bedauern, andererseits motiviert es ungemein. Letzteres zählt für mich irgendwie auch zu "bewegend".

Buch, das am meisten zum Nachdenken angeregt hat: Ich liebe Murakami und der zwingt einen irgendwie immer, über etwas nachzudenken. Mir zumindest gehen seine Geschichten nach dem Lesen noch lange im Kopf herum. Von den Büchern, die ich dieses Jahr von ihm gelesen habe, gefiel "Tanz mit dem Schafsmann" am besten, darum entscheide ich mich dafür. 

Überraschendstes Buch: Das war tatsächlich "27" von Kim Frank. Ich war ziemlich skeptisch, ob der ehemalige Echt-Sänger Bücher schreiben kann, aber in der Tat, er kann es. Der Titel bezieht sich auf den Klub 27, der bekanntlich Musiker zusammenfasst, die im Alter von 27 gestorben sind, wie Kurt Cobain, Janis Joplin oder Jim Morrison. Der Protagonist im Buch beschäftigt sich damit, bis er eines Tages selbst berühmter Musiker wird und befürchtet, das gleiche Schicksal zu erleiden. Kann ich wirklich empfehlen.

Enttäuschendstes Buch: Eindeutig "Aleph" von Paulo Coelho. Nachdem ich "Veronika beschließt zu sterben" gelesen habe und auch eine Freundin mir weitere seiner Bücher ans Herz gelegt hat, war ich begeistert und wollte am liebsten alle lesen, doch "Aleph" hat dem einen starken Dämpfer verpasst. Für mich Atheistin, in seltenen Fällen auch Agnostikerin, beinhaltet dieses Buch nur religiöses, esoterisches Geschwafel, mit dem ich rein gar nichts anfangen kann. Andere Bücher sollen ähnlich sein, da Coelho nunmal ein sehr gläubiger Mensch ist, daher weiß ich nicht, ob ich noch weitere von ihm lesen werde.

Schwierigstes Buch: Von Kafkas "Die Verwandlung" war ich nicht so angetan. Vielleicht ist mir diese ganze Metaphorik zu hoch und ich hab es einfach nicht verstanden. Daher nenne ich das an dieser Stelle.

Spannendstes Buch: Ganz eindeutig "Die Tribute von Panem". Diese Trilogie ist verdammt spannend, daher habe ich sie dieses Jahr schon zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Tolle Bücher! 

Langweiligstes Buch: Ebenfalls "Aleph" von Paulo Coelho. Die anderen waren nicht schlimm langweilig.

Schönste Liebesgeschichte: Ich lese offensichtlich nicht viele typische Liebesromane. "Zwei an einem Tag" zielt am ehesten in die Richtung einer romantischen Komödie und hat mir auch wirklich ganz gut gefallen. 

Bestes Fantasywerk: Auch "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins.

Bester Krimi/Thriller: Ich bin kein großer Freund von Thrillern und lese wirklich nur selten welche. Krimis hingegen noch viel seltener, also fast nie. Trotzdem habe ich jeweils einen gelesen im letzten halben Jahr. Fitzeks "Amokspiel", was okay war und "The Adventures Of Sherlock Holmes" von Sir Arthur Conan Doyle. Hach, ich liebe Sherlock Holmes! Das ist der einzige Krimi, den ich mit großen Freuden lese. 

Bestes Fach-/Sachbuch: "Sternhagelglücklich" von Christoph Koch. Dazu habe ich auch eine Rezension verfasst. 

Bester Klassiker: "Der Fänger im Roggen" ist doch ein Klassiker, oder? War ein solides, gutes Buch, jedoch bei weitem nicht herausragend. Hatte mir irgendwie etwas anderes darunter vorgestellt. Ansonsten auch hier "The Adventures Of Sherlock Holmes".

Schönstes Cover: Ich lese gar nicht so nach Covern. Im Allgemeinen gefällt mir die Aufmachung der Diogenes-Bücher total und gelesen habe ich aus dem Verlag letztes Halbjahr ja einige (s.o.). Ganz stolz bin ich auf meinen wunderhübschen "Die Tribute von Panem"-Schuber.

Kommentare:

  1. Kafkas "Verwandlung" gehört für mich zu den Büchern, die man beim Lesen nicht unbedingt mag und sich in die Länge zählen. Wenn man es aber fertig hat, ist man irgendwie fasziniert und spürt, dass man etwas Großes gelesen hat.

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  2. So eine Statistik mach ich nächsten Monat. Das ist dann aber eine Jahresauswertung. Ich freu mich schon drauf. :D Wir haben relativ ähnlichen Büchergeschmack (habe 11 Bücher davon gelesen und von einigen noch die Hörbücher gehört) und Diogenes ist auch mein absoluter Lieblingsverlag! Die publizieren einfach keine schlechten Bücher. Unglaublich.

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    1. Ja, ist mir auch bereits aufgefallen, dass wir einen ähnlichen Geschmack haben, was Bücher angeht. Freue mich schon auf deine Statistik, da werde ich mir sicher noch gute Empfehlungen holen können. ;)

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  3. Ich muss sagen ich fand diese Halbjahresstaistik sehr interessant!:)
    Vielleicht mac ich das auch:)

    tihi das lilaeulenkind kenen ich auch von youtube:D

    Ja einen Bericht vom Fetsival wirds mit ziemlicher Sicherheit geben!:)

    Liebe Grüße!

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  4. als ich den fänger im roggen damals im englisch lk gelesen habe, habe ich dieses buch geliebt! :)
    und, ich lese übrigens gerne nach covern... lasse mcih davon schon beeindrucken, grins.

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