Sonntag, 29. April 2012

Bucket List

Ich denke nicht oft an den Tod. Wenn ich mich an verstorbene Familienmitglieder erinnere oder von schrecklichen Naturkatastrophen erfahre, ist es wohl nicht vermeidbar, aber ich denke eigentlich nie an meinen Tod. Ich würde auch nicht sagen, ich hätte sonderlich Angst davor zu sterben. An ein Leben danach glaube ich nicht. Nicht an Himmel oder Hölle. Nicht an ein Paradies. Vorbei ist vorbei. Deshalb ist wohl das einzige, was ich nicht möchte, dass ich zu früh sterbe. Und nein, ich will bei weitem nicht uralt werden oder gar Johannes Heesters übertreffen. Wenn es soweit ist, würde ich einfach nur gern wissen wollen, dass ich das Beste aus meinem Leben gemacht habe, die Erfahrungen sammeln konnte, die ich sammeln wollte und ich möchte vor allem nichts bereuen müssen. Was sind jedoch die Dinge, die man unbedingt in seinem Leben einmal getan haben möchte? Manche fassen sie auf einer sogenannten "Bucket List" zusammen oder, wie es in dem Film "Das Beste kommt zum Schluss" übersetzt wurde, auf einer Löffelliste (von wegen "bevor man den Löffel abgibt"). Jedoch finde ich dieses Wort furchtbar, bleibe deshalb lieber bei dem englischen Begriff.
Seitdem ich vor ein paar Wochen die Seite "Before I Die" entdeckt habe, übernehme ich ab und an ein paar für mich sinnvolle und erstrebenswerte Dinge auf meine eigene Bucket List. Ich wandle manches ab und füge eigene Ideen hinzu und erarbeite mir so Schritt für Schritt, was ich ich wirklich erreichen will, was ich mir nicht entgehen lassen und einfach einmal ausprobieren möchte. Einige Punkte auf meiner Bucket List kann ich hier ja auflisten.

  •  Einen Roadtrip machen
  •  Klavier spielen lernen
  •  Ein Buch schreiben
  •  Nach Prag reisen
  •  Meine eigene Nahrung anbauen
  •  Meinen Nachnamen ändern
  •  Das Sherlock Holmes Museum besuchen
  •  Nach Südkorea reisen
  •  Vegan leben
  •  Auf einem Konzert ein Gitarrenplektrum fangen
  •  Mir ein Lippenpiercing stechen lassen
  •  Fließend Französisch sprechen können
  •  Von Zuhause ausziehen
  •  Auto fahren können
  •  Im Regen tanzen
  •  Ein Notizbuch vollständig ausfüllen
  •  Den Sonnenuntergang am Strand betrachten
  •  Dann den Sonnenaufgang am Strand betrachten
  •  Nach Paris reisen
  •  Alle Gerichte aus einem Kochbuch nachkochen
  •  Ukulele spielen lernen
  •  Ein Lied komponieren
  •  Helfen, Tiermisshandlung zu beenden
  •  Eine Rucksacktour durch Europa machen
  •  Jonglieren können
  •  Mich musizierend in die Fußgängerzone stellen & Geld in einem Hut sammeln
  •  Ein Festival besuchen
  •  Einen Trip nach Alaska unternehmen
  •  ...

Ich werde mich sicherlich nicht krampfhaft daran festhalten, doch ich mag die Idee einer solchen Bucket List. Man hat immer vor Augen, worauf man als nächstes hinarbeiten kann, man hat ein Ziel, Abwechslung, einen Antrieb. Generell möchte ich, neben den zahlreichen Neins, im Leben zu vielen Dinge "Ja" sagen. Denn im Endeffekt bereut man häufiger die Dinge, die man nicht getan hat.

Kommentare:

  1. Am schönsten find ich dieses "Nachnamen ändern." Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang du das meinst, aber ich verbinde es mit dem subtilen Wunsch heiraten zu wollen. Klingt irgendwie schöner, dieses "Nachnamen ändern", als " Ich will heiraten."

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    1. Du hast recht, das wäre eine schöne Umschreibung. Aber leider muss ich dich enttäuschen. Ich meine damit wirklich meinen Nachnamen ändern, besser gesagt möchte ich den Nachnamen meines Vaters annehmen. :)

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  2. Ich kann mich in vielen deinen Punkten wiederfinden (:

    Neben einer "to do" liste finde ich eine "not to do" liste jedoch auch ganz praktisch.

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    1. Gar keine schlechte Idee. Da werde ich mal drüber nachdenken. (^__^)

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    2. Muss hier drauf antworten, Blogger zeigt mir das Kommifeld nicht an! -__-"

      Ich finde sowieso, man sollte LEBEN. Ich möchte in einigen Jahren zurück gucken können und denken, ich habe zwar Fehler gemacht aber alles in allem habe ich gut gelebt.
      Deshalb lasse ich mich auch nich verbiegen und laufe so rum, wie ich es für richtig halte. Weil das wäre ein Punkt auf meiner Liste: Ich selbst sein.

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  3. Bucket list heißt das?! Ich hab auch eine, aber bei mir heißt sie Lebens-Wunschliste: http://ganzichselbst.blogspot.com/2010/10/to-do-list-of-my-life.html

    Genau die richtige Einstellung! Leben! Einfach machen! Wer weiß, wie lange wir tatsächlich auf dieser Erde haben?! Und das meiste ist gar nicht so teuer oder aufwändig, wie man meint.

    Einige deiner Punkte kommen mir sehr bekannt vor :) Eine Ukulele z. B. hab ich mir ja grad zugelegt, und das war gar nicht schwierig oder teuer (sie hat 35€ gekostet; eine Stagg US-60 S - Kauftipp ;)).

    Ich erfülle mir dieses Jahr eine Menge solcher Träume. Z. B. hab ich angefangen, in einem Background-Trio zu singen, nachdem ich Anfang dieses Jahres bei einem Konzert diesen Wunsch entwickelt habe. Die Ukulele war ein weiterer dieser Wünsche. Oder grad heute bin ich wieder über meinen Schatten geschubst worden und musste ein großes Auto durch den Stadtverkehr lenken. Hinterher war ich stolz auf mich, dass ich die "Angst" überwunden hab. Jetzt kann ich mir eher zutrauen, meinen Traum-VW-Bus oder -Van zu fahren. Wunschlisten-Punkte erfüllen macht also Spaß und glücklich!

    Das Jahr 2012 z. B. ist schon wieder halb rum: Ein ganz guter Zeitpunkt, um zu schauen, ob man schon Ziele für das Jahr und das Leben erreicht hat. Was meinst du?

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    1. Naja, Lebenswunschliste trifft es doch auch ziemlich genau.
      Ich schau gleich mal bei dir herein, würde mich ja schon interessieren, was da drauf steht.
      Wie schön, du hast eine Ukulele. Für 35€ geht das ja wirklich. Mal sehen, wann eine bei mir irgendwann einziehen darf! :)

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