Freitag, 3. Februar 2012

SOUS LE CIEL DE PARIS



Heute habe ich mir den Film "An Education" angeschaut. Weiß Gott, diesen Film muss man auf keinen Fall kaufen oder an einem gemeinsamen DVD-Abend anschauen, so spannend ist die Geschichte wirklich nicht. Aber die Atmosphäre in diesem Film hat mich ziemlich fasziniert. Er spielt in den 60er Jahren und alle tragen diese dafür typischen Kleider, außerdem hat er diesen wunderbaren englischen Charme, den ich in Filmen so liebe. Die Protagonistin ist frankophil, wie man so schön sagt, und verwendet in ihren Aussagen häufig französische Worte und hört französische Musik. Überhaupt hat mir dieses Zusammenspiel zwischen englischer Strenge und französischer Freiheit sehr gut gefallen, auch wenn es natürlich übertrieben und ein wenig an den Haaren herbeigezogen ist.
Mit Frankreich verbindet man zunächst wohl Wein, Baskenmützen und Chansons. Ich habe weiterhin noch diese Vorstellung von der Seine, auf die man einfach nur blickt und sich den Wind durch das Haar wehen lässt, bevor man auf dem Rasen vor dem Eiffelturm ein Picknick mit Croissants und Macarons veranstaltet. Und nachts sind überall kleine Lichter und man tappt barfuß durch die Gassen in einer leisen, schwülen Sommernacht. Wie man merkt, habe ich nicht viel Ahnung. Ich war bis jetzt nur zweimal in meinem Leben in Frankreich. Zunächst als Kleinkind in Paris, doch an diesen Aufenthalt kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern und später wieder, als ich 16 Jahre alt war, für einen kurzen Nachmittag in Straßburg, wo kleine französische Pâtisserien und Bistros wie aus dem Bilderbuch mein Herz eroberten und ich diese Klischees wohl weiter in meinem Kopf gesponnen habe.
Jedenfalls kann ich im Augenblick nicht aufhören, französische Chansons zu hören und mich nach Paris zu sehnen (auch wenn es dort momentan viel zu kalt ist, um barfuß durch die Nacht zu laufen). Ich war Frankreich schon immer angetan. Als wir uns damals in der Schule aussuchen konnten, welche zweite Fremdsprache wir lernen möchten, wusste ich, dass es Französisch sein musste. Russisch oder gar Spanisch kamen überhaupt nicht in Frage. Leider ist mein Französisch bis heute alles andere als gut und es fällt mir äußerst schwer, mich zu verständigen. Das Verstehen des Gegenübers stellt für mich ein noch größeres Problem dar. Warum muss mir diese wundervolle Sprache nur derart schwer fallen?
Ich nehme mir hier nun offiziell vor, mein Französisch zukünftig auszubauen und zu verbessern, dann kann ich wie die Protagonistin aus "An Education" irgendwann ebenfalls französische Worte in meine Sätze miteinfließen lassen. Das wäre doch très chic, n'est-ce pas?

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