Sonntag, 30. Dezember 2012

Lesestatistik 2. Halbjahr 2012

Und schon sind wir am Ende des Jahres 2012 angelangt. Da ich für das erste Halbjahr bereits eine Lesestatistik veröffentlicht habe, möchte ich mit diesem Beitrag auch noch die restlichen Monate auswerten und ein kleines Gesamtfazit ziehen. 
Am Anfang des Jahres hatte ich mir nur ein Ziel im Bezug auf Bücher gesteckt: ich wollte 52 Bücher lesen, also quasi jede Woche eines. Mit insgesamt 61 Büchern (& 2 Mangas) habe ich diesen kleinen Vorsatz also erreicht und sogar übertroffen.

Gelesene Bücher:
30. Sergej Lukianenko - Trix Solier - Odyssee im Orient (592 Seiten)
31. Jonas Jonasson - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (416 Seiten)
32. Anthony Burgess - Clockwork Orange (224 Seiten)
33. Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind (224 Seiten)
34. George Orwell - 1984 (288 Seiten)
35. John Green - Eine wie Alaska (304 Seiten)
36. Benedict Wells - Becks letzter Sommer (453 Seiten)
37. Michael Wigge - Ohne Geld bis ans Ende der Welt (216 Seiten)
38. einzlkind - Harold (224 Seiten)
39. Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt (301 Seiten)
40. Eric-Emmanuel Schmitt - Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (112 Seiten)
41. Ned Vizzini - It's kind of a funny story (444 Seiten)
42. Markus Zusak - Die Bücherdiebin (592 Seiten)
43. Daniela Meisel - Gegen einsam (216 Seiten)
44. Franka Potente - Zehn (176 Seiten)
45. Haruki Murakami - Mister Aufziehvogel (768 Seiten)
46. Christoph Koch - Ich bin dann mal offline - Ein Selbstversuch, Leben ohne Internet und Handy (288 Seiten)
47. Cornelia Funke - Tintenherz (576 Seiten)
48. Stephen Chbosky - The perks of being a wallflower (232 Seiten)
49. Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Stein der Weisen (336 Seiten)
50. Colin Higgins - Harold and Maude (144 Seiten)
51. Erin Morgenstern - Der Nachtzirkus (464 Seiten)
52. Haruki Murakami - Die Bäckereiüberfälle (80 Seiten)
53. Claudia Schreiber - Emmas Glück (192 Seiten)
54. Cornelia Funke - Tintenblut (707 Seiten)
55. John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter (285 Seiten)
56. Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte (125 Seiten)
57. Joanne K. Rowling - Harry Potter und die Kammer des Schreckens (352 Seiten)
58. Martin Suter - Allmen und die Libellen (208 Seiten)
59. Terry Pratchett - Die Farben der Magie (272 Seiten)
60. Muriel Barbery - Die Eleganz des Igel (364 Seiten)
61. Joanne K. Rowling - Harry Potter und der Gefangene von Askaban (448 Seiten)

~ 32 gelesene Bücher
~ durchschnittlich 5,3 Bücher im Monat
~ ingesamt 10623 gelesene Seiten
~ durchschnittlich 57,7 Seiten am Tag
~ durchschnittlich 331,9 Seiten pro Buch
~ 4 Bücher wurden bereits zum zweiten Mal gelesen
~ 3 englische Bücher waren dabei


Und wie auch schon beim letzten Mal, eine kleine Auswahl besonderer Bücher - ob nun im positiven oder negativen Sinne.

Lustigstes/fröhlichstes Buch: Jonassons "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" hatte auf jeden Fall die eine oder andere witzige Stelle und ist überhaupt auch sehr empfehlenswert. Ein Buch für alle, die auf abgefahrene Road Trips und Geschichte stehen, also Leute wie mich.

Traurigstes/bewegendstes Buch: Mein erstes Buch, welches ich je von John Green gelesen habe, war "Eine wie Alaska" und es hat mich sehr gepackt, daher muss ich es an dieser Stelle nennen. Den Begriff "Pipi in den Augen" finde ich zwar äußerst fragwürdig, doch traf er in diesem Fall auf mich zu.

Buch, das am meisten zum Nachdenken angeregt hat: Definitiv "1984" von George Orwell. Nach "Schöne Neue Welt" und "Die Tribute von Panem" hatte ich wieder Lust auf eine Dystopie und dieser Klassiker ist das Beste, was mir hätte in die Finger kommen können.

Überraschendstes Buch: Ein Buch, an das ich eigentlich keine hohe Erwartungen hatte, auf das ich jedoch trotzdem neugierig war und das mich letztendlich total überraschte, ist "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern. Allein die vielen Beschreibungen haben mich unglaublich verzaubert und selten wünschte ich mir so sehnlichst, in ein Buch wortwörtlich eintauchen zu können.

Enttäuschendstes Buch: Hier sehe ich mich gezwungen, gleich zwei Bücher zu erwähnen. Einmal wäre das "Mister Aufziehvogel" von Haruki Murakami. Eigentlich konnte ich bis dato immer sagen, dass ich alle Bücher von Murakami liebe, doch dieses Buch war der totale Reinfall. Viel zu ausufernd und zu viele unwichtige Nebengeschichten, sodass ich mich schon fast duchquälen musste.
Die andere Enttäuschung war John Greens "Das Schicksal ist ein mieser Verräter". Nach den ganzen überschwänglichen Kritiken hatte ich so viel mehr erwartet und war dann von dem mittelmäßigen Jugendbuch mit unsympathischen Charakteren und den gewollt lustigen Dialogen ganz und gar nicht angetan. Warum, John Green, warum?

Schwierigstes Buch: Nicht unbedingt äußerst schwierig, aber mit den vielen philosophischen Passagen war "Die Eleganz des Igels" wohl trotzdem eins der anspruchsvolleren Bücher des Jahres.

Spannendstes Buch: Momentan lese ich die "Harry Potter"-Reihe und die ist, wie allgemein bekannt, ziemlich toll und spannend. Ich habe vor etlichen Jahren zwar schon mal zwei oder drei Bände der Reihe gelesen, doch kann ich weder sagen, welche das waren, noch, was genau darin passiert ist, daher ist es nun umso interessanter zu lesen, inwiefern sich die Filme von den Büchern unterscheiden.

Langweiligstes Buch: Ebenfalls ein sehr gehyptes Buch und schließlich überhaupt nicht meins war "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer.

Schönste Liebesgeschichte: In diesem Halbjahr fällt mir die Entscheidung gar nicht schwer, denn die Geschichte mit Emma und Max in "Emmas Glück" von Claudia Schreiber ist wunderschön. Lustig, traurig und wunderschön.

Bestes Fantasywerk: Die "Harry Potter"-Bücher von Joanne K. Rowling und "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern. Außerdem habe ich meinen ersten Pratchett, nämlich "Die Farben der Magie" gelesen, der mir sehr gut gefallen hat und ich möchte unbedingt noch mehr Scheibenwelt-Romane lesen.

Bester Krimi/Thriller: Oh je, gar nicht mein Genre und deshalb hier auch nicht vertreten. Die lese ich wirklich nur, wenn ich total Lust drauf habe, was in den vergangenen Monaten scheinbar nicht der Fall war.

Bestes Fach-/Sachbuch: Das Buch "Ohne Geld bis ans Ende der Welt" von Michael Wigge ist ein Bericht seiner sehr spannenden Reise, hat wieder mein fernweh geweckt und ist allgemein empfehlenswert.

Bester Klassiker: "Clockwork Orange" von Anthony Burgess und "1984" von George Orwell.

Schönstes Cover: Das Cover von "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" finde ich ganz schön, auch wenn ich es nun nicht im Regal zu stehen habe.



Gesamtlesestatistik 2012

~ 61 gelesene Bücher (& 2 Mangas)
~ durchschnittlich 5 Bücher im Monat
~ insgesamt 18802 gelesene Seiten
~ durchschnittlich 51,3 gelesene Seiten am Tag
~ durchschnittlich 308,2 Seiten pro Buch
~ 12 Bücher davon wurden bereits zum zweiten Mal gelesen
~ 11 Bücher stammen aus dem Diogenes Verlag
~ 4 englische Bücher waren darunter
~ meistgelesene Autoren: Haruki Murakami (5), Suzanne Collins (3) & Joanne K. Rowling (3) 

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Picture My Day #12 - Impressionen meines Tages - Teil 3

Gestern war es also wieder soweit, der berühmt-berüchtigte Picture My Day-Day stand an. Diesmal wurde er von mint.network organisiert. Ich ließ mich natürlich nicht lumpen und nervte meine Umgebung ebenfalls mit häufigem, unangekündigtem Zücken des Fotoapparats. Bei Interesse an den anderen einemijoonmijaarden Beiträgen, gehe man hier entlang. Ansonsten, hochverehrtes Publikum, folgt mein 26. Dezember 2012.

Mittwochmorgen war ich kurz nach 0 Uhr wach und habe noch den einen oder anderen Eintrag in mein Zitatebuch geschrieben.

Letztendlich war ich aber doch müde und machte mich fertig für meinen so dringend benötigten Schönheitsschlaf.

Historisches Ereignis: Hit The Pan bei meinem aktuellen Lippenbalsam. Wohoo!

Und lesen bis mir die Augen zufallen.

Schon um kurz vor elf erhob ich mich dann wieder.

 Duschen.

 (Anziehen, Zähne putzen &) SCHMINKÖÖN!

Da am zweiten Feiertag das große Festmahl bei uns stattfand, nahm ich nur ein kleines und doch ausgewogenes Frühstück zu mir.

Noch schnell die Gelegenheit wahrnehmen, ein paar Videos anzuschauen, bevor die Gäste kommen.

 
Ein bisschen Weihnachtsmusik zusammenstellen, die wir beim Essen hören können.

 Das Festmahl!

Nach dem Essen und Plaudern verabschieden sich bald schon mein Bruder und seine Freundin und fahren wieder nach Hause.

 Gäste weg und ich hatte ich wieder meine Ruhe. Also konnte ich mich dem tollsten Geschenk aller Zeiten widmen - meiner Ukulele Edgar.
Ich habe im Internet eine Tabulatur für ein Theme aus der BBC-Serie Sherlock gefunden und möchte das unbedingt irgendwann können, also heißt's üben, üben und nochmals üben.

Eine Folge "My Name Is Earl" schauen.

Vogel headbangt.

Dann wurde das Strickzeug herausgekramt, denn...

...ich habe mir endlich den letzten Teil der Batman-Trilogie von Nolan angeschaut.

 Essen darf während der Feiertage natürlich absolut nicht vernachlässigt werden, ganz egal, wie satt man ist.

Nach dem Film wurde Musik angeschmissen...

...und noch eine Runde im Internet gestöbert. Blogposts lesen,...

...nach Albinotieren suchen (was man halt so macht :D),...

...und ein bisschen was für den Blog schreiben.

Die Stunden vergingen und ich wurde müde.

The same procedure as every day.

Da "Die Eleganz des Igels" ausgelesen war, konnte ich nun mit dem nächsten Harry Potter-Band anfangen. Gute Nacht!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Weihnachtliches Allerlei aus dem Hause Kafka

Beim Lilaeulenkind habe ich vor einigen Tagen ein Video mit einem weihnachtlichen Fragebogen entdeckt und nun beschlossen, diesen selbst auszufüllen, da ich die Fragen eigentlich ganz angenehm fand. Wer möchte, kann selbstverständlich gerne mitmachen und selbst seinen Senf dazugeben!

Magst du Weihnachten?
Im Prinzip schon. Wenn alles hübsch geschmückt ist, die Lichter überall brennen, ich keinen exorbitanten Weihnachtsgeschenkestress habe und die ganze Familie zusammen kommt, dann mag ich Weihnachten. Falls jedoch vorallem die letzten beiden Punkte entfallen, werde ich zum Grinch wie Dr. Bruce Banner zum Hulk.

Kam in deiner Kindheit das Christkind oder der Weihnachtsmann?
Bei uns kam immer der Weihnachtsmann. Obwohl "kam" übertrieben wäre, denn gesehen habe ich ihn nie, da sich nie jemand die Mühe gemacht hatte, sich zu verkleiden. Deswegen habe ich auch nie lange an ihn geglaubt, schätze ich. Wir Kinder mussten bloß immer für ein paar Minuten in unser Zimmer und wurden dann wieder in die Wohnstube geholt, wenn die Geschenke unter dem Baum platziert waren.

Was gibt es Heilig Abend bei euch zu essen?
Neben den Unmengen an Süßigkeiten, gehört unsere Familie zu der Fraktion, die am Weihnachtsabend Kartoffelsalat und Würstchen (wobei ich letzteres weglasse) isst und sich erst an den Weihnachtsfeiertagen so richtig den Bauch mit Kartoffeln, Rotkohl, Grünkohl und Braten (wobei ich letzteres ebenfalls weglasse) vollschlägt.

Schmückst du gern zu Weihnachten das Haus bzw. dein Zimmer?
So richtige Weihnachtsdekoration habe ich eigentlich gar nicht. Meine Mutter schmückt aber immer unsere Wohnung und wenn etwas davon entbehrlich ist, bekomme ich das für mein Zimmer. Dieses Jahr hängt bei mir dadurch ein Leuchtstern im Fenster. Und ich habe ein paar Papierschneeflockengirlanden gebastelt und in den Räumen verteilt.

Backst du gern Plätzchen?
Ja, ich mag Backen (und das anschließende Verspeisen des Gebäcks) allgemein recht gern und zu Weihnachten gehört das irgendwie dazu. Dieses Jahr habe ich zwei Mal Plätzchen gebacken. Einmal war das letztes Wochenende zusammen mit meinem kleinen Bruder und das andere Mal habe ich das heute wieder gemacht für die Weihnachtsgäste morgen.


Machst du dir Stress beim Geschenkekauf für deine Lieben?
Geschenke kaufen ist absoluter Stress für mich. Besonders natürlich, wenn ich keinen blassen Schimmer habe, was ich der Person schenken soll. Für meinen Opa ist es beispielsweise verdammt schwer, etwas zu finden. Kam in den letzten Jahren auch schon vor, dass ich am Tag vor Heilig Abend noch losgestiefelt, um etwas für ihn zu finden. Dieses Jahr habe ich die Geschenke glücklicherweise schon relativ früh zusammen gehabt, was ich allgemein sehr angenehm fand.

Deine Lieblingsweihnachtsnascherei?
Lebkuchen ohne Füllung und ohne Oblaten mag ich ganz gern. Schokolade oder Spekulatius sind aber auch nicht übel.

Machst du dir vorher Gedanken, was du zu Weihnachten anziehst? Machst du dich schick oder ziehst du dir "normale" Kleidung an?
Nein, ich mache mir generell wenig Gedanken, was ich an bestimmten Tagen anziehe. Wird wohl eher "normale" Kleidung werden, die ich anziehe, da ich aber auch einfach alles normal finde, was ich habe...

Dein liebster Weihnachtsduft?
Spontan fallen mir die Apfel-Zimt-Teelichter ein, die ich sehr gern abends anzünde. Die riechen unglaublich gut.

Schenkst du oder bekommst du lieber Geschenke?
Das hält sich bei mir die Waage. Vorausgesetzt natürlich, dass es sich dabei um tolle Geschenke handelt. Etwas zu verschenken, was dann gar nicht gut ankommt oder ein blödes Geschenk zu erhalten, ist irgendwie nicht so eine schöne Erfahrung.

Habt ihr einen Weihnachtsbaum? Wenn ja, echt oder Kunstbaum?
Tatsächlich haben meine Mutter und ich vor zwei Wochen die schwere Bürde auf uns genommen, einen verdammt schweren Weihnachtsbaum zu uns nach Hause zu schleppen. Er ist demzufolge echt und gestern haben wir ihn dann aufgestellt und geschmückt.

Dein Lieblingsweihnachtslied?
Ganz vorn ist bei mir immer noch John Lennons "Happy X-Mas (War Is Over)". Aber mit nur einem Weihnachtslied kommt man ja kaum durch die Advenszeit, deshalb höre ich mir auch gern "Christmas Wrapping" von The Waitresses an und dieses Jahr habe ich außerdem das Weihnachtsalbum "A Very She & Him Christmas" von She & Him kennen und lieben gelernt. Die Band Yes Sir Boss hat auch gerade noch ein Video mit dem Lied "Christmas Soldier" hochgeladen. Deren Musik könnte ich echt den ganzen Tag hören (wenn denn endlich mal das Album in Deutschland herauskommen würde), deshalb nenne ich das ebenfalls mal an dieser Stelle.


Das schönste Geschenk, das du jemals zu Weihnachten bekommen hast?
Ach, ich habe schon soviel unglaublich schöne Geschenke bekommen, da kann ich mich gar nicht festlegen. Letztes Jahr zum Beispiel habe ich von meinem Vater ein Karte für ein Konzert von Herman Van Veen bekommen, bei welchem wir gerade am 15. Dezember dieses Jahres waren. Ein super Geschenk, denn das Konzert war einfach nur wunderbar und sehr ergreifend und überhaupt großartig. Dieses Jahr werde ich eine Ukulele bekommen, das weiß ich schon, und darauf freue ich mich schon wahnsinnig.

Bist du aufgeregt an Heilig Abend?
Nein, nicht wirklich. Als Kind war Weihnachten natürlich immer aufregend, da die Geschenke da noch eine zentralere und wichtigere Rolle gespielt haben und ich es nicht erwarten konnte, bis endlich die Bescherung beginnt. Doch mittlerweile genießt man es doch einfach nur, mit der Familie zusammen zu sein. Und man ist vom Putzen der Wohnung und den ganzen anderen Vorbereitungen für die Feiertage zu kaputt, um sich noch irgendeiner lächerlichen Aufgeregtheit hinzugeben.

Gehst du gerne auf den Weihnachtsmarkt?
Weihnachtsmärkte sind nicht unbedingt die Ausflugsorte meiner Wahl. Zumindest wenn sie so überfüllt sind, dass sich die Leute im Schneckentempo nur gegenseitig von einem Stand zum nächsten schieben. Dieses Jahr habe ich einmal den Versuch gewagt und bin an der Menschenmasse verzweifelt. So macht das echt keinen Spaß.

Dein größter Wunsch zu Weihnachten?
Klingt vielleicht ein wenig banal für einen so heiligen Feiertag, doch ich wünsche mir eigentlich nur, dass sich unsere Familie nicht allzu schlimm in die Haare kriegt. Wir sind verdammt gut im Streiten, besonders zu solchen Anlässen. Ich brauche ansonsten wohl kaum zu erwähnen, dass ich mir wünsche, dass es meiner Familie und meinen Freunden allen gut geht und dieser ganze restliche kitschige Kram, denn das hoffe ich natürlich immer.

Abschließend wünsche ich euch allen angenehme Feiertage, wie auch immer sie ihr übersteht zelebriert und erinnere euch hiermit, dass am 26. Dezember wieder der "Picture My Day"-Day stattfindet. Da bin ich diesmal wieder mit von der Partie und hoffe natürlich auch auf eure Beiträge. Ho-ho-horio!

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Bye Bye - Mein Fazit

Wie angekündigt möchte ich nach dem Ende meines "Bye Bye"-Projekts noch ein kleines Fazit dazu ziehen. Insgesamt bin ich zunächst überhaupt froh, es dieses Jahr noch beendet zu haben, denn es hatte sich sowieso schon auf fast eineinhalb Jahre ausgedehnt und noch länger sollten sich die ursprünglichen 365 Tage des Wegwerfens wirklich nicht ziehen.

Jeden Tag sollte ein Gegenstand aussortiert werden und insgesamt habe ich sogar viel mehr geschafft, da an manchen Tagen mehrere Gegenstände wegkamen, wenn sie für mich auf irgendeine Art und Weise zusammengehörten. Aber irgendwie habe ich damit genau die richtigen Anzahl an Dingen für mich getroffen. Wenn ich momentan durch meine Schubladen und Fächer gehe - und einige davon sind nun sogar leer - sehe ich vorrangig Dinge, die ich wirklich mag oder die einen bestimmten Nutzen haben. Viel Kram und Firlefanz, den ich in den letzten Monaten loswurde, stammte noch aus meiner Kindheit oder Jugend. Die Dinge, die ich jedoch momentan besitze, repräsentieren, abgesehen natürlich von wenigen Erinnerungsstücken, größtenteils wirklich den Geschmack meines heutigen Ichs. Natürlich ist es möglich und sogar wahrscheinlich, dass schon in ein paar Wochen so manches des hier herumfliegenden Zeugs von mir wieder als unnötig erachtet wird, doch das sollte kein Problem darstellen. Denn wenn ich etwas aus diesem Projekt mitnehme, dann ist das wohl das regelmäßig Aussortieren, das ich auf jeden Fall fortsetzen möchte. 

Wenn ich mein Blick über die Fotos der ganzen Dinge schweifen lasse, fällt mir auf, da kommt schon ganz schön was zusammen. Beim Auszug von zu Hause, der früher oder später stattfinden wird, kann ich mir also die eine oder andere Kiste sparen. Auch ist mein Kleiderschrank seitdem Entrümpeln total aufgeräumt. Früher hielt die Ordentlichkeit darin maximal ein paar Tage, daher bin umso erstaunter, wie gut das nun funktioniert. Kein hastiges Suchen mehr nach Klamotten, die mir gefallen oder überhaupt noch passen und kein Zusammengeknautsche mehr wegen Zeitmangels. Von meinem Bücherregal, so wie es jetzt ist, bin ich ebenfalls angetan und es bietet nun sogar noch Platz für neue Bücher.

Den Minimalismusgedanken finde ich auch nach wie vor noch super und die Filme, die sich mit Gesellschaftskritik in dieser Hinsicht auseinandersetzen, wie "Fight Club" oder "Into The Wild", können mich immer noch begeistern. Allein die Vorstellung, seine ganzen Habseligkeiten in einen Rucksack zu bekommen, gefällt mir sehr. Doch so weit wird es bei mir wahrscheinlich nie kommen und, auch wenn dem mein Interesse gilt und ich mich immer daran orientieren möchte, so würde ich würde mich absolut nicht als Minimalist bezeichnen. Dafür hänge ich schon zu sehr an meinen Büchern und CDs. Insgesamt bin ich zufrieden, wie sich mein Kaufverhalten eingependelt hat. Ich hole mir wirklich Gebrauchsgegenstände, die ich unbedingt haben möchte und keinen Schnickschnack. Schon allein im Internet bekommt man mit, welche Ach-so-nützlichen Dinge von den Leuten gekauft werden, bei denen ich mir denke: "Dafür würde ich nie im Leben Geld ausgeben. Das würde ich nicht einmal geschenkt bekommen wollen, denn dann müsste ich mich ja darum kümmern, wie ich es wieder loswerde." Schlussendlich ist das aber auch gut so, glaube ich. Soll man sich doch totkaufen an dem, was ich nur als Plunder bezeichnen kann, der von einstaubender Dekoration über den tausendsten roten Lippenstift bis hin zur Erweiterung der Schuhsammlung reicht. Ich setze einfach andere Prioritäten, die sich auch dank dieses Projektes verändert und gefestigt haben.

Zum Abschluss hier noch eine Übersicht all meiner Beiträge, die dieses Projekt betreffen.

[When you have more than you think you need more space] [1-7] [8-15] [16-25] [26-35] [Erweiterungspack: Bücherregal] [36-55] [56-70] [71-81] [82-99] [100-109] [110-124] [125-141] [142-157] [158-205] [206-268] [269-324] [325-365]

Freitag, 7. Dezember 2012

Bye Bye 325-365/365

Ich trenne mich ein Jahr lang jeden Tag von einem der in meinem Umfeld angehäuften Dinge. Vorrangig sind dabei die Sachen, die man eigentlich überhaupt nicht mehr braucht, aber nur behält, weil sie irgendwann vielleicht doch mal nützlich sein könnten, was sie aber nicht sein werden und somit liegen sie ewig in/auf/unter/neben den Schränken. Schluss damit!

Wie bin ich doch erleichtert, dass ich es tatsächlich noch schaffe, das Bye Bye-Projekt in diesem Jahr noch zu beenden. Nächste Woche wird dann noch ein kleines Fazit folgen, doch zunächst zeige ich euch selbstverständlich die restlichen Dinge, die ich aussortiert habe.


Die Visitenkarten habe ich vor einigen Jahren von meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen. Es war natürlich lieb gemeint, aber was zur Hölle soll ich mit Visitenkarten? Bis heute habe ich keine einzige verteilt, da es für mich einfach keine Gelegenheit dafür gäbe. Nun können sie samt Etui endlich weg.

Von dem Placebo-Poster konnte ich mich schwerer trennen. Ich war schon mehrere Male kurz davor, es ins Projekt zu nehmen und habe es dann doch immer wieder herausgenommen. Denn letztens habe ich schon das Buch über Placebo verkauft und dann dieses Plakat. Irgendwie scheint es so, als ob ich die Band nicht mehr mag, was jedoch absolut nicht der Fall ist. Ich kann, und das muss ich mir doch selbst eingestehen, nur nicht viel mit Merchandise-Kram anfangen, da bevorzuge ich schon wirklich die Alben und Konzert-DVDs. Ich war zudem noch nie jemand, der sich Poster ins Zimmer hängt, daher lag dieses immer nur zusammengerollt in der Gegend herum.



Wie man unschwer erkennen kann, habe ich früher verdammt gern Armreifen getragen. Irgendwie habe ich das, glaube ich, wegen Joss Stone angefangen, die ja oft Armeifen trug und fand es todschick. Mittlerweile ist vor allem dieses Plastikzeug überhaupt nicht mehr mein Ding und ich finde, es ist auch allgemein einfach unpraktisch und unbequem. Armbänder mag ich immer noch ziemlich gern, jedoch können die Reifen langsam weg. Hatte sie in den letzten Monaten bei Kleiderkreisel angeboten, weil ich dachte, vielleicht findet jemand noch Gefallen an den Dingern, doch scheint das nie wirklich der Fall gewesen zu sein, deshalb werfe ich sie nun einfach weg.



Ach ja, ein bisschen Bastelkram, den ich in den letzten Jahren nie benutzt habe. Außerdem haben sich auch ein paar Gelstifte angesammelt, die ich wirklich nie benutze, weil ich doch immer lieber zu Kugelschreibern greife. Schuld ist unter anderem wohl das ewige Linkshänderproblem, bei dem man beim Schreiben mit der Hand über die Schrift fährt und alles verwischt.



Diese Körperbutter ist auch schon seit Längerem ein Ärgernis meinerseits. Sie riecht zwar unglaublich gut nach Schokolade, zieht jedoch überhaupt nicht in die Haut ein und hinterlässt nur einen Fettfilm auf der Haut. Der bleibt beim Anziehen an den Klamotten hängen und das war es dann mit der angeblichen Pflege. Eigentlich wollte ich sie leer machen, jedoch habe ich da einfach keine Lust drauf und da sie nun schon seit über einem Jahr im Schrank steht, werfe ich sie jetzt weg.



Und als letzten Gegenstand kommt nun dieses wunderschön hässliche Notizbuch in die Tonne, in der ich immer alles notierte, was auf irgendeine Art und Weise mit diesem Projekt zu tun hatte. Es hat seinen Job getan und nun werden wir getrennte Weg gehen. Bye Bye!

Mittwoch, 21. November 2012

Leseverhalten 2.0

Mir ist aufgefallen, das Internet ruiniert mein Leseverhalten! Ich tausche mich ziemlich gern über Bücher aus, empfehle welche, die mich begeistert haben und nehme selbst Empfehlungen entgegen. Ich lese Rezensionen und schaue Videos zum Thema Bücher und so wachsen meine Wunsch- und Merkliste nahezu täglich. Und ich bin sehr dankbar dafür, so viele mir unbekannte, tolle Bücher dadurch zu entdecken und lesen zu können. Bei den unzähligen Besprechungen ist es ja auch schön, die Bücher für sich herauszupicken, die einem gefallen könnten. Vor allem wenn man ungefähr weiß, was einen anspricht und was nicht. Und je mehr positive Stimmen es im Netz gibt, umso größer ist dabei auch die Wahrscheinlichkeit, dass das hoch gelobte Buch einem selbst zusagt. 
Doch was mir in letzter Zeit immer bewusster geworden ist, dass sich mein Leseverhalten seither drastisch verändert hat. Vor einigen Jahren noch habe ich einfach Bücher mitgenommen, die ich vom Cover und vom Klappentext spontan ansprechend fand, ohne großen Wert darauf zulegen, wieviele begeisterte Kritiken ich vorher schon darüber gelesen habe. 
Jedoch geht das heute gar nicht mehr, schließlich gibt es Listen über Listen und Merkzettel über Merkzettel, die "abgearbeitet" werden müssen, da bleibt keine Zeit für sonstige Bücher. Diese Scheuklappen haben mir gänzlich meine Neugier auf Bücher, von denen ich vorher noch nie ein Sterbenswörtchen gehört habe, vergessen lassen. Natürlich ist es schön, dass mir der Großteil der von mir gelesenen Bücher wirklich gefällt und es nur wenige Enttäuschungen gibt. Aber wann bin ich das letzte Mal durch eine Buchhandlung oder Bibliothek geschlendert und habe Bücher eingepackt, auf die ich neugierig war, ohne dass sie bereits jemand empfohlen hat? Wann habe ich mich das letzte Mal richtig auf ein Buch eingelassen, ohne zu wissen, was kommen wird und was mich erwartet? Vielleicht wird man dabei häufiger ein Buch dabei haben, was man nicht mag, doch auf diese Weise habe ich letztendlich auch viele Lieblingsbücher gefunden. Über diesen ganzen Bücherplausch im Internet mit den zahlreichen Rezensionen, Statistiken und Challenges wird das Lesen immer mehr zu Arbeit und Wettkampf, habe ich manchmal das Gefühl. Wer hat diesen Monat mehr gelesen, wie viele Bücher von dem Autoren kennst du schon und wie viele Seiten sind das dann überhaupt?
So fortschrittlich das alles sein mag, ich möchte wieder ein paar Schritte zurück machen und einfach ab und zu auf gut Glück Bücher in meinen Korb packen und mich ohne Erwartungen im Endeffekt überraschen oder enttäuschen lassen. Wieder neugierig sein, selbst ein paar Perlen entdecken und den Wettstreit und die Merklisten kurz beiseite schieben. Wäre das nicht schön?

Sonntag, 18. November 2012

Bye Bye 269-324/365

Ich trenne mich ein Jahr lang jeden Tag von einem der in meinem Umfeld angehäuften Dinge. Vorrangig sind dabei die Sachen, die man eigentlich überhaupt nicht mehr braucht, aber nur behält, weil sie irgendwann vielleicht doch mal nützlich sein könnten, was sie aber nicht sein werden und somit liegen sie ewig in/auf/unter/neben den Schränken. Schluss damit!

In den letzten Wochen dachte ich irrtümlicherwiese, dass es langsam schwieriger wird, Dinge zu finden, die ich loswerden könnte und dass ich vielleicht auch gar nicht genug Zeug zusammengekratzt bekomme, um dieses Projekt überhaupt zu beenden. Doch irgendwann wurde mir klar, dies ist nicht der Fall. Da ich einfach keine Kramnester mehr habe (wie zum Beispiel Schubladen voller Dekoartikel, die allesamt in die Tonne können) dauert es einfach nur länger, anscheinend nützliche Dinge, die sorgfältig verstaut sind, zu finden und als unnötig zu erklären. Ich gehe also ein zweites und drittes Mal durch die Schränke und finde jedes Mal etwas Neues, das ich aussortieren möchte. Sachen, von denen ich mich anfänglich nur schwer trennen konnte, landen irgendwann im Müll, ohne dass ich mit der Wimper zucke. Ich bin gespannt, wie lange das noch funktioniert.


Den Gymnastikball gab es einmal günstig im Supermarkt. Da es gut sein soll, am Schreibtisch auf so einem Ding zu hocken und man ja sowieso total tolle Sportübungen damit machen kann, kam er spontanerweise mit. Nachdem er aufgepumpt war, benutzte ich ihn genau eine Woche, bevor er aus Platzmangel nur noch von einer Ecke in die nächste geschoben wurde. Letztendlich habe ich die Luft wieder herausgelassen und ihn in den Schrank verbarrikadiert. Nun habe ich ihn meinem Vater gegeben. Soll er den Ball doch noch eine Woche benutzen, bevor dieser herumliegt, dann hatte er wenigstens zwei Wochen lang etwas zu tun gehabt.


Wenn man weniger Kram besitzt, braucht man auch weniger Aufbewahrungsgegenstände. Daher können ruhig ein paar Schachteln, Schatullen und sonstige Behältnisse weg. Auch schön.


Da ich kaum Schmuck trage - das höchste der Gefühle ist ab und zu ein paar Ohrringe oder ein Armband - kann ich in diesem Bereich auch ordentlich entsorgen. Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal einen Ring oder eine Kette getragen habe. Mit manchen Stücken verbinde ich zwar Erinnerungen, aber die habe ich hoffentlich auch noch, nachdem die materiellen Dinge verschwunden sind. Und wenn es manche Erinnerungen irgendwann nicht mehr gibt, waren sie es wahrscheinlich auch nicht wert.


Und plötzlich fand ich einen Schuhkarton voller alter CD-ROMs und Videospiele. Schade, dass das ganze Zeug nicht mehr zu gebrauchen ist, denn neugierig wäre ich ja schon, ob ich die Spiele heute noch genauso toll fände wie damals. Barbie Super Sport, Das große Krabbeln, 101 Dalmatiner, Die Sims und You Don't Know Jack - hachja, das waren Zeiten.


Endlich kann ich diese alten Turnschuhe weghauen, die ich in den letzten Jahre noch im Schulsport benutzte, obwohl sie schon ein wenig zu klein waren. Ein Hoch auf meine weitere schulsportfreie Zukunft und ein nachträgliches abschließendes "Fuck you"! Ich habe den Sport in der Schule gehasst (ja, ich weiß, dass das nur die kleinen, dicken Kinder sagen, die immer sauschlecht waren) und möchte schon allein deshalb NIE mein Leben "noch einmal leben können". 


Als ich den uralten Lockenstab hervorkramte und aus seiner Verpackung nahm, war er schon so von Haaren und irgendwelchen Produkten verklebt, die in den letzten Jahren zusätzlich schön angetrocknet sind, dass ich gar nicht weiß, ob man ihn je wieder sauber kriegen würde (für weitere appetitanregende Details kann man mich gern anschreiben). Jedenfalls lasse heute kaum noch Hitze an meine Haare und wenn ich alle paar Jubeljahre doch Lust auf wellige oder lockige Haare habe, kommt mein Glätteisen zum Einsatz, mit dem ich viel besser umgehen kann. Daher farewell, Lockenstab!
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