Donnerstag, 21. Juli 2016

Musiktipps der Woche #2: You're so coo coo, I'm so coo coo

Vor einigen Wochen durfte ich im Publikum einer wundervollen Hommage an Édith Piaf sitzen. Akkordeonist Richard Galliano und Gitarrist Sylvain Luc boten eine etwas aufgejazzte, trotzdem wunderbare Vorführung im charmant eingerichteten Nikolaisaal in Potsdam. Und ich war sehr dankbar für diesen spontanen Ausflug, denn nachdem ich mich monatelang wieder mal nach einem Konzertbesuch sehnte, wurde jenes von The Last Shadow Puppets in Dresden leider abgesagt. Daher war das ein guter Trost. Wer Lust auf ein wenig Chanson-Feeling hat, kann sich mein Mixtape mit französischen Klassikern anhören.



Cheese von Stromae
Bleiben wir doch gleich bei französischem Gesang. Denn momentan läuft in unserem Haushalt Stromae wieder rauf und runter. Vornehmlich versuche ich, mir endlich sein Debütalbum Cheese genauer anzuhören. Ich mag es sehr gern, obwohl Racine Carrée, das drei Jahre später herauskam, für mich stärkere Songs hat. Deshalb läuft zum Frühstück häufiger die Konzertaufnahme aus Montreal mit Liedern von beiden Veröffentlichungen. Der Typ hat schon echt was drauf, so eingängige Songs mit teilweise sehr tiefgründigen und bewegenden Texten zu schreiben. Großartiger Künstler!
Lieblingslieder: Piece or Violence // Cheese // Dodo



Weaves von Weaves
Ansonsten fahre ich momentan total auf das Debütalbum der kanadischen Band Weaves ab, das im Juni herauskam. An meinem Geburtstag, um genau zu sein. Daher nehme ich das mal persönlich und bedanke mich für das großartige Geschenk. Irgendie rockig, irgendwie Alternative, irgendwie Richtung Pop. Sehr interessante Mischung und ich bin total verliebt.
Lieblingslieder: Two Oceans // Stress // Coo Coo

Montag, 11. Juli 2016

#pmdd21

Gestern fand wieder einmal der allseits beliebte Picture My Day-Day statt. Diesmal organisiert von Frau Margarete, vielen Dank dafür. Außerdem hier die Liste mit den Teilnehmern dieser Runde. Bei mir war der Sonntag ein unaufgeregter Faulenzertag mit dem Freund, der gerade zu Besuch in Leipzig ist. Ich glaube, ich habe noch nie so wenig Bilder an einem pmdd gemacht, aber sei's drum. Hoffe, es ist trotzdem nicht zu langweilig.



Mein Nintendo DS zeigt die falsche Uhrzeit, tatsächlich ist es kurz nach Mitternacht, als wir noch auf dem Weg sind, die besten Pokémon-Trainer der Welt zu werden. Oder wenigstens so tun.



Bettzeit.



Jep, das nenne ich mal ausschlafen beziehungsweise zu faul sein, um aus den Federn zu kommen. Irgendwann muss man dann aber doch aufzustehen.



Frühstück.



Und weiter geht's mit einem mehrstündigen Pokémon-Marathon. Natürlich hat mich Pokémon GO dazu angestiftet, meinen Nintendo herauszukramen. Auch wenn mir der Hype darum schon wieder fast anfängt auf die Senkel zu gehen. Aber hey. Wem kann man's eigentlich übel nehmen?



Ein wenig computern und dabei der wunderbaren Band Alabama Shakes lauschen.



Das momentane Strickprojekt herausholen.



Essen bestellen, weil ich Kohldampf auf Pizza und so gar keine Lust zu kochen habe.



Ein bisschen mit der App Music Maker Jam herumspielen, die ich heruntergeladen habe. Ach, was sage ich? Ich produziere hier fette Tunes, jo!



Zum Abschluss noch die beiden Little Witch Academia-Filme auf Netflix schauen. Ist in Ordnung, kann man machen. Danach geht's auch schon zurück ins Bett.

Dienstag, 21. Juni 2016

Mein Abendstimmung-Mixtape

An diesem lauwarmen Sommerabend weiß ich einfach nichts richtig mit mir anzufangen. Die Aufgaben der To Do-Liste sind abgehakt, gleichzeitig bin ich zu unmotiviert, ein neues Projekt anzufangen. Netflix und Youtube öden mich an. Zum Lesen fehlt mir die Konzentration. Zum Schlafen bin ich noch nicht müde genug. Also sitze ich hier und höre Musik. Und entschließe mich spontan, dieses Mixtape zu erstellen, das meine Stimmung am Abend der Sommersonnenwende festhält.


Hier geht's zur Youtube-Playlist.


The Lake Poets - Your Face
Jeff Buckley - I Know It's Over
Sam Phillips - Reflecting Light
José González - Heartbeats
Iwan Rheon - Diaries
The National - Runaway
Damien Rice - My Favourite Faded Fantasy
Keaton Henson - You Don't Know How Lucky You Are
The Doors - Yes, The River Knows
Ben Howard - Depth Over Distance

Montag, 20. Juni 2016

Musiktipps der Woche #1: One Hopeful Road

Ob neue Platten oder Klassiker - in dieser frisch geschlüpften Beitragsreihe möchte ich schlicht und einfach teilen, welche Musik ich momentan so höre und empfehlen kann. Mir ist wieder bewusst geworden, wie gern ich über Musik schreibe, deshalb möchte ich das verstärkt auch auf diesem Blog tun. Ich weiß noch nicht, ob ich das wirklich jede Woche durchziehen kann. Trotzdem möchte ich auf jeden Fall anfangen zu dokumentieren, wann ich was gehört habe, welche Lieder mir in gewissen Zeiträumen wichtig waren und welche Interpreten mich begleitet haben. Deshalb werde ich versuchen, das Segment zumindest so häufig wie möglich zu füllen.



The Last Shadow Puppets
Bevor das neueste Album Everything You've Come To Expect der zweiköpfigen Band herauskam und gefühlt jeder ein großes Trara darum machte, hatte ich mich nie mit der Band beschäftigt. Obwohl ich das Solozeug von Alex Turner als auch die Arctic Monkeys liebe. Also hineingehört, für gut befunden und prompt ein Ticket für den Dresden-Termin der aktuellen Tour geholt. Um mich ausreichend auf das Konzert vorzubereiten, ziehe ich mir momentan also regelmäßig die beiden Alben von The Last Shadow Puppets rein. Obwohl ich sagen muss, dass mir das Debüt The Age Of The Understatement sogar noch ein wenig besser gefällt. Insgesamt also wirklich solide Songs, die Alex Turner und Miles Kane da produzieren, einige sogar überdurchschnittlich. Außerdem bin ich ein großer Freund der oft eingesetzten Streicher und von Turners Stimme sowieso.

Lieblingslieder: Sweet Dreams, TN // Separate And Ever Deadly // Everything You've Come To Expect



Vintage Trouble
Letzte Woche schaute ich eine Zusammenfassung des diesjährigen Pinkpop Festivals und verknallte mich dabei spontan in die Musik und Energie der US-amerikanischen Gruppe Vintage Trouble. Was für ein verrückter Auftritt. Leadsänger Ty Taylor scheint ordentlich Feuer unterm Hintern zu haben, so wie er eigentlich überall herumspringt, bloß kaum auf der Bühne selbst. Konnte jetzt zwar nur ein Video aus Glastonbury finden, aber es zeigt trotzdem perfekt, was ich meine. Ich werde mir definitiv noch mehr Songs anhören müssen, auch wenn ich glaube, dass Vintage Trouble eine dieser Bands ist, die man besser live anschaut.



Telluric von Matt Corby
Zu guter Letzt höre ich im Moment immer noch gern das neueste Album Telluric vom australischen Singer-Songwriter Matt Corby. Entdeckt habe ich ihn vor einigen Monaten in einem Café im englischen Leamington Spa, Nähe Birmingham, das nicht nur mit grandiosem Victoria Sponge Cake und einer urig-zusammengewürfelten Einrichtung punkten konnte, sondern auch tolle Musik spielte. Seitdem führt mich das Album regelmäßig zu diesem schönen Ausflug zurück.

Lieblingslieder: Why Dream // Good To Be Alone // Wrong Man

Samstag, 28. Mai 2016

LEFT A CLOUDED MIND AND A HEAVY HEART

Plötzlich sind die vier Monate in England auch schon wieder vorbei. Wo ist die Zeit geblieben? Studiert habe ich nicht allzu hart, das muss ich zugeben. Die Kurse waren nicht so meins und andere Dinge einfach viel aufregender. Trotzdem habe ich viel gelernt. Über mich selbst vor allem. Über neue Art und Weisen. Ich bin viel selbstbewusster mit meinem Englisch, hatte ich schließlich keine andere Wahl, als Englisch zu sprechen, wenn ich mich verständigen wollte. Dass ich viel sozialer sein kann, wenn ich mir Mühe gebe. Dass darunter jedoch meine Kreativität leidet. Irgendwie werde ich in Zukunft eine bessere Balance finden müssen. Ich habe zahlreiche Ausflüge gemacht und bin viel gereist. Oxford, Bath, Edinburgh, Dublin. Die Welt zu erkunden gehört definitiv zu meinen Lieblingsaktivitäten. Ich habe meine Komfortzone oft verlassen. Und ich habe überlebt. Ich habe getanzt, ich habe gesungen, ich habe gelacht. Ich habe dumme Fehler gemacht, die mir sehr leidtun. Ich war manchmal frustriert und fertig mit der Welt. Ich habe gemerkt, wie sehr mir die Menschen fehlen, die ich in Deutschland hinter mich gelassen habe. Ich habe neue Freunde gefunden, von denen mir der Abschied unglaublich schwer fiel. Besonderes meiner lieben Freundin M. muss ich danken, die mit mir in den Monaten in Birmingham durch dick und dünn gegangen ist. Es ist hart, wenn man sich über einen Zeitraum so gut kennenlernt, sich fast jeden Tag sieht und plötzlich trennen einen wieder hunderte Kilometer voneinander.


Auch Liebe habe ich in England gefunden. Beziehungsweise meinen Belgier so lange mit meiner ansteckend charmanten Persönlichkeit genervt, bis er wohl keine andere Wahl mehr hatte. Ich möchte keinen Kotzreiz verursachen, aber ich hatte ja keine Ahnung, wie schön Liebe ist und wie sehr sie die Dinge in Perspektive setzen kann. Ich hoffe aus tiefstem Herzen, es klappt mit uns. Die Zeit wird es zeigen.
Morgen geht mein Flug zurück nach Deutschland, das erste Mal in all der Zeit, dass ich die Britischen Inseln verlasse. Ich freue mich unglaublich darauf, meine Familie, meine Freunde und mein Vögelchen wiederzusehen. Zurückzukehren zu meinem Leben und mit neuer Entschlossenheit, neuen Erkenntnissen und Zielen da weiterzumachen, wo ich vor einigen Monaten aufgehört habe. Dann ja, das Auslandssemester fühlte sich sehr nach Auszeit an. Auszeit von allem, von Nachrichten, von Problemen, von Zweifeln und Ängsten, von Verpflichtungen. Umso seltsamer war es, wenn ich davon hörte, wie das Leben in Deutschland einfach ohne mich weiterging. Doch ich bin bereit wieder einzusteigen!

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