Freitag, 17. Februar 2017

Musiktipps der Woche #10: It's all gonna be magnificent

Endlich ist für mich die Prüfungszeit vorbei. Mir ist wieder aufgefallen, dass es als Student wirklich nicht viel Sinn macht, sich großartig Neujahrsvorsätze zu überlegen. Denn mindestens der Januar ist so durchs Lernen verplant, dass man kaum Kopf für etwas anderes hat. Doch nun stehen mir knapp zwei Monate offen. Mit der Recherche für meine Bachelor-Arbeit, Üben für ein Sprachzertifikat in Esperanto und Bewerbungen, die geschrieben werden wollen, habe ich immer noch Einiges zu tun. Die Zeit kann ich aber selbst einteilen und mir auch mal freinehmen. Außerdem stehen erfreuliche Ereignisse an, wie ein Besuch beim Freund in Belgien, einige Konzerte und die Leipziger Buchmesse. Und natürlich so viel Musik hören, wie ich nur möchte. Apropos... (I'm the Queen of Übergänge)



The Witcher 3: Wild Hunt Soundtrack
Ich habe das Videospiel nie selbst gespielt. Aber vor einer ganzen Weile las ich einmal, dass es beim Lernen, und konzentrierter Arbeit im Allgemeinen, hilfreich sein kann, Soundtracks von Videospielen zu hören. Denn die seien schließlich dafür geschaffen, sich auf etwas zu fokussieren, sich nicht ablenken zu lassen und möglichst lange dranzubleiben. Inwieweit das bei mir zutrifft oder ob ich einfach generell gut mit instrumentaler Musik zurecht komme, kann ich nicht genau sagen. Jedenfalls finde ich die Musik von The Witcher 3 großartig und habe ihn kürzlich besonders beim Lernen zum Einsatz kommen lassen. Ich habe auch in andere Videospiel-Soundtracks hineingehört, aber bislang reichte noch keiner an diesen heran. Zwar ist ab und zu Gesang dabei, aber soweit ich das recherchiert habe, ist der Text in Bulgarisch. Was ist nicht verstehe, lenkt mich auch nicht ab. Das Video beinhaltet diesmal übrigens keinen ausgewählten Song, sondern eine kurze Dokumentation darüber, wie die Geräusche und die Musik des Videospiels produziert und aufgenommen wurden. Es war nicht nur ein Orchester am Werk: An vielen Stellen wurden außerdem traditionelle Musikinstrumente, wie Laute oder das russische Saiteninstrument Gusli, benutzt. Sehr interessant!

Lieblingslieder: Go For It // The Tree When We Sat Once // Drink Up, There's More! // Eyes Of The Wolf



Little Fictions von Elbow
Ein wunderschönes Cover allein ist kein guter Grund, ein Album zu mögen. Aber ein wunderschönes Cover ist ein verdammt guter Grund, überhaupt erst neugierig auf ein Album zu werden. Dies war der Fall bei Elbows kürzlich veröffentlichten Album Little Fictions. In diesem Fall ein echter Glücksgriff, denn die Lieder der britischen Band aus Manchester gefielen mir auf Anhieb. Sie strahlen eine gewisse Ruhe und Wärme aus, ohne langweilig zu sein. Was sie für mich jedoch besonders hervorhebt, sind die Songtexte. Mit einer sehr bilderreichen, poetischen Sprache erzählen sie kleine Geschichten, die sich sofort im Kopf des Lauschenden entfalten. Absolut hörenswert!

This is where the echoes swell to nothing on the tide
And where a tiny pair of hands
Finds a sea-worn piece of glass
And sets it as a sapphire in her mind

Lieblingslieder: Magnificent (She Says) // Trust The Sun // All Disco



Alan Cumming Sings Sappy Songs: Live at the Cafe Carlyle von Alan Cumming
Im Jahre 2015 führte Alan Cumming die Premiere seiner Cabaret Show auf, mit der er seither durch die Welt tourt. Für all diejenigen, die sie leider noch nicht live genießen konnten, wurde der Abend aufgezeichnet und als Album veröffentlicht. Schande über mich, denn Alan Cumming war mir bis zur kürzlichen Entdeckung dieser Platte nur vage, wenn überhaupt, ein Begriff. Dabei kommt er mir sehr bekannt vor, trotzdem kann ich beim besten Willen nicht einordnen, warum oder woher. Soweit ich nun gelernt habe, ist er als Film- und TV-Schauspieler unterwegs, hat aber auch schon viel Varieté, Theater und Musicals gemacht. Da möchte ich mir gern noch einiges ansehen, weil Cumming einfach so verdammt sympathisch ist. Allein seinem schottischen Akzent könnte ich stundenlang zuhören. Zum Glück gibt es zwischen den sappy, also kitschigen, Liedern mit zahlreichen Anekdoten die Gelegenheit dazu. Das Programm hält alles parat, von brüllend komisch bis berührend. Und ich behaupte an dieser Stelle, man kann am Ende gar nicht anders, als Alan Cumming absolut großartig zu finden.

Lieblingslieder: Goodnight Saigon // Mother Glasgow // How Do Humans Live // And So It Goes

Sonntag, 5. Februar 2017

Musiktipps der Woche #9: God only knows what I'd be without you

Es ist momentan eine seltsame Zeit in meinem Leben. Mein Studium neigt sich mit dem Abschließen letzter Module und dem Beginn meiner Bachelor-Arbeit endlich dem Ende. Trotzdem stehen immer noch so viele Sachen offen. Was werde ich danach machen? Wohin wird es mich verschlagen? Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die sich gern einen Plan machen und immer ungefähr wissen, wohin die Reise geht. Leider kann ich das gerade gar nicht. Die Ungewissheit plagt mich. Aber hey, keine Zukunftsangst zu haben, wäre sicher auch ungewöhnlich in einer solchen Phase des Lebens. Also mache ich das Beste daraus und lenke mich so gut wie eben möglich mit dem Studium, meinen Liebsten und kulturellen Veranstaltungen ab. Und mit Musik natürlich.



Secretions von Garfunkel and Oates
Die beiden Frauen der Band, Kate Micucci und Riki Lindhome, kannte ich bis vor zwei Jahren nur aus kleinen Nebenrollen in Fernsehserien. Doch dann schaute ich die gleichnamige Serie der beiden (die mit einer Staffel leider viel zu kurz war) und war von ihrem unverblümten Humor positiv überrascht. Kürzlich nahm Netflix eine Bühnenshow Trying To Be Special von Garfunkel und Oates ins Programm, das mich wieder auf den Geschmack gebracht hat. Die Lieder des Comedy-Duos sind musikalisch gesehen sicher nicht allzu anspruchsvoll, aber die Texte amüsant und kurzweilig. Eignet sich super beim Abwasch oder anderer lästiger Hausarbeit. Für euch getestet. Ich finde die beiden total sympathisch und freue mich schon auf weitere Projekte.

Lieblingslieder: Such A Loser // Rainbow Connections // Sports Go Sports



God Only Knows
Ich bin nicht sicher, warum, doch plötzlich bekam ich den Song God Only Knows letzte Woche einfach nicht mehr aus dem Kopf. Der Klassiker von The Beach Boys dürfte den meisten sicher bekannt sein. Allein schon, weil er so häufig gecovert wurde. Genau aus dem Grund lernte ich dieses wunderschöne Liebeslied ursprünglich auch gar nicht in seiner originalen Version kennen. Als Joss Stone-Fan kamen ihr Cover und das von Claudine Longet (vom Soundtrack meiner Lieblingsserie Gilmore Girls) bei mir chronologisch an erster Stelle. Doch irgendwann beschäftigte ich mich näher mit The Beach Boys und muss mittlerweile sagen, dass das Original in diesem Fall immer noch unübertroffen ist. Die unverkennbaren Harmonien und ein berührender Text machen God Only Knows zu einem Meisterwerk. Im Anschluss habe ich Cover aufgelistet, die sich meiner Meinung nach aber auch hören lassen können. Welche ist eure liebste Version?

Coverversionen: The London Symphony Orchestra // Joss Stone // Claudine Longet // Jamie Cullum // Joe Grass

I may not always love you
But long as there are stars above you
You never need to doubt it
I'll make you so sure about it
God only knows what I'd be without you

Dienstag, 24. Januar 2017

Musiktipps der Woche #8: Remember when we used to speak between the stars

Die Musiktipps sind zurück! Hoffentlich, denn wie viele andere Mitstudenten stecke ich momentan in der Vorbereitungsphase für die Prüfungen. Musikalisch gesehen ist in der Zwischenzeit nicht allzu viel passiert. Ende Dezember war ich bei Coppelius' vorerst letztem Konzert. Wie auch die zwei Male davor war es wieder großartig. Die Band überspitzt und übertreibt, wo sie nur kann und es ist jedes Mal ein Fest.
Auch habe ich ein paar musikalische Vorsätze für das Jahr 2017 - die zwei Drittel überhaupt all meiner Vorsätze ausmachen. Zum einen möchte ich mich mehr mit klassischer Musik beschäftigen. Das klappt momentan schon ganz gut. Der zweite Vorsatz ist, ein Mal im Monat ein Konzert oder Theaterstück oder Ähnliches zu besuchen. Weil ich 2016 einige Monate im Ausland war, schaffte ich es nicht zu vielen Konzerten und misste es schmerzlich. Gleichzeitig breche ich damit schon wieder, weil ich es im Januar nicht auf die Reihe kriegen werde bei dem ganzen Trubel momentan. Doch für Februar habe ich schon zwei Konzertkarten. Das gleicht das Ganze wieder aus. Genug Geschwafel an dieser Stelle. Starten wir mit den Musiktipps der Woche.



Hang von Foxygen
Am vergangenen Freitag kam endlich das neue Album von Foxygen heraus, eine Band, die ich bereits seit einigen Jahren schätze. Ein wenig skeptisch war ich schon, denn ihre letzte Veröffentlichung ...And Star Power hielt zwar mein Lieblingslied von ihnen bereit, war aber insgesamt eher unterdurchschnittlich. Ich konnte mich gerade einmal mit der Hälfte der Lieder anfreunden. Jedoch wusste ich schon nach dem ersten Durchhören von Hang, dass der Band wieder ein Meisterwerk gelungen ist. Leute, das macht mich gerade so glücklich. Diesmal haben sie für das Album ein Orchester hinzugeholt, was mich sehr begeistert. Manchmal fühlt man sich wie mitten in einem Musical oder Varieté - wie toll ist das denn, bitte? Sam France und Jonathan Rado haben auf jeden Fall was drauf, wenn es um das Inszenieren von Musik geht. Und natürlich immer mit der nötigen Portion Ironie (ich sag' nur and we woke up in the coconut wind). Zum Glück habe ich mir schon ein Ticket für ihre kommende Tour geholt, bei der sie auch in Berlin Halt machen. Zwar war das letzte Konzert vor ein paar Jahren sehr chaotisch, trotzdem bin ich sehr gespannt, zu sehen, wie sie dieses Album auf die Bühne bringen.
Fazit: Hang ergänzt die ohnehin schon beeindruckende Diskographie von Foxygen wunderbar und ich kann das Album nur wärmstens empfehlen. Meine einzige Kritik wäre, dass es mit einer halben Stunden Laufzeit leider viel zu kurz ist.

Lieblingslieder: America // Avalon // Upon A Hill // Rise Up



Feel Your Feelings Fool! von The Regrettes
Die zweite Empfehlung ist ebenfalls eine Neuveröffentlichung. Nachdem die US-amerikanische Band im vergangenen Jahr bereits einige überzeugende Singles herausgehauen hat, gab es Mitte Januar schließlich das vollständige Album. The Regrettes - das sind drei Frauen plus ein Kerl am Schlagzeug - veröffentlichen damit ihr Debüt. Die Musik bewegt sich zwischen Punk und Garage Rock. Über die Texte lässt sich wohl streiten. Manchmal klingen mir diese etwas zu sehr nach wütenden Teenagern. Tunes kann die Gruppe jedoch und insgesamt möchte ich ein paar Songs von ihnen nicht mehr missen. Ich bin gespannt darauf, was wir von der Band noch erwarten dürfen.

Lieblingslieder: Seashore // A Living Human Girl // Pale Skin // Picture Perfect

Montag, 9. Januar 2017

Mein Kopf hoch-Mixtape

Erst habe ich probiert, klischeegeladenen Weisheiten niederzuschreiben, um eine schöne und inspirierende Einleitung für dieses Mixtape zu haben. Fakt ist jedoch, ich kämpfe momentan ziemlich Motivations- und Energielosigkeit. Besonders wenn noch Menschen im Umfeld mit gleichen Problemen hinzukommen, kann es schon manchmal darin ausarten, dass man sich gegenseitig noch weiter herunterzieht. Irgendwie möchte ich dem jedoch langsam ein Ende setzen und probieren, mit diesen Liedern einen Funken Hoffnung zu wecken. Auch in mir. Manchmal läuft das Leben nun mal nicht so, wie man es sich erhofft hatte. Aber irgendwie muss man da frontal durch, ob kriechend oder zumindest erhobenen Hauptes. Ach, da sind die Weisheiten ja doch. Schluss damit: hit it!




Es gibt natürlich auch wieder eine Youtube-Playlist.


Ben Howard - Keep Your Head Up
The Tallest Man On Earth - Troubles Will Be Gone
Paramore - Last Hope
Tom Petty and The Heartbreakers - I Won't Back Down
Jim Sturgess & Joe Anderson - With A Little Help From My Friends
Noah and The Whale - 5 Years Time
Rusted Root - Send Me On My Way
Frank Sinatra - Pick Yourself Up
Mama Cass Elliot - Make Your Own Kind Of Music
Nat King Cole - Smile

Sonntag, 27. November 2016

Meine ersten Schritte gen Zero Waste und To Do-Liste

Menschen, die sich schon mal mit ihrem ökologischen Fußabdruck beschäftigt haben, dürften vielleicht auch von Zero Waste gehört haben. Einer Bewegung, bei der versucht wird, die eigene private Müllproduktion so gut wie möglich einzuschränken. Eigentlich ja, gar keinen Müll mehr zu fabrizieren, aber das zero halte ich für utopisch und kann mir auch vorstellen, dass das viele abschreckt. Ich finde es bei solchen Themen generell wichtiger, mehr Leute zu animieren, kleine Schritte zu machen. Es muss nicht immer alles oder gar nichts sein. Kleine Schritte können in diesem Fall so viel dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und die Umwelt weniger zu belasten. Die Anregung, in Bezug auf Zero Waste selbst aktiv zu werden, kam von der diesjährigen Minimal Kon. Dort hielt Olga Kroll vom Projekt Zero Waste Lifestyle einen sehr inspirierenden Vortrag mit vielen einfachen Beispielen, wie man weniger Müll verursachen kann. Das motivierte mich ungemein, einige Sachen zu überdenken und zu ändern. Selbst habe ich den Eindruck, dass viele Leute bei Zero Waste zunächst bei ihrer Lebensmittelbeschaffung anfangen. Da ich jedoch in einer WG wohne, habe ich darauf nicht immer Einfluss und wollte erst mit meinem eigenen Müll loslegen.



Stofftaschentücher
Ich muss zugeben, ich bin eine Schniefnase. Selbst wenn ich keinen Schnupfen habe, verbrauche ich täglich um die drei bis sechs Papiertaschentücher. Da es dagegen eine so simple Lösung gibt, war das mein erstes Vorhaben Richtung Zero Waste. Ich erzählte meinem Freund davon und prompt schenkte er mir Winnie Puuh-Stofftaschentücher. Interessanterweise kennt solche das von Hause aus gar nicht anders und hat sie schon immer verwendet. Anstatt die Tücher wegzuschmeißen, kommen sie nach Benutzung einfach in die Waschmaschine und sind somit wiederverwendbar. Natürlich kann man sich auch andere Motive und schlichte Varianten holen, aber als großer Disney-Freund sind diese perfekt für mich. Auch wenn man sich die Geschenkübergabe ein wenig wie den Gilmore Girls-Dialog vorstellen kann, in dem Lorelai und Rory Lollipop-Ringe von Max bekommen.

MAX: One for you and one for you.
RORY: What are these?
MAX: Those are rings. And the diamond is actually candy so you can eat it.
LORELAI: Max, that's very sweet, but we're not eight.
(Lorelai and Rory excitedly switch rings behind Max's back)
LORELAI: What do you got?
RORY: Grape. Yours?
LORELAI: Red
RORY: Trade you!
LORELAI: Yes!

Jedenfalls ist es schon eine kleine Überwindung, plötzlich in Stoff zu schnauben, aber ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt. Nur unterwegs habe ich ab und zu mein Stofftaschentuch vergessen, sodass ich doch noch auf die Papiervariante zurückgreifen musst. Aber das kriege ich auch noch in den Griff. Sechs Tücher waren der Anfang und bald werde ich mir sicherlich noch mehr mit hübschen Motiven zulegen, um seltener waschen zu müssen. Diese halten bei mir ungefähr drei bis vier Wochen, weil sich auch pro "Durchgang" länger benutzbar sind als Papiertücher. Ich bin sehr froh über diesen Schritt und habe seitdem tatsächlich viel weniger Müll in meinem Papierkorb.


Ohrlöffel
Kommen wir zu einem etwas schwierigeren Thema für mich. Trotzdem ich weiß, dass man sie nicht für die Ohrreinigung verwenden soll, benutze ich gern Wattestäbchen. Vor einigen Jahren stieg ich bereits auf die Stäbchen mit Papierstiel um, damit ich nicht so viel Plastik mit meinem Konsum zu verbrauchen. Aber auch hier kann man den Abfall weiter einschränken. So bestellte ich mir einen Ohrlöffel. Ein gruselig aussehendes Ding aus Metall mit einer kleinen Schlaufe am Ende des Griffs. Medizinisch angeblich empfohlen, doch ich habe leider Schwierigkeiten, mein Ohr damit zu reinigen. Er ist mir zu unhandlich und holt nichts wirklich raus, auch wenn da was ist, wie mir ein Wattestäbchen später bestätigte. Sorry, falls TMI. Häufiger komme ich damit auch zu tief ins Ohr rein, was ziemlich weh tut. Zufrieden bin ich damit also überhaupt nicht. Leider keine Erfolgsstory. Vielleicht muss ich bloß besser üben, aber momentan kann ich mir leider nicht vorstellen, komplett auf Wattestäbchen zu verzichten.

Zu Verschenken-Kiste
Minimalismus sei dank bin ich immer mal wieder am Aussortieren. Doch vor allem mit dem eigentlichen Loswerden hat es in der Vergangenheit immer wieder gehapert. Ich kann mich nicht an das letzte Mal erinnern, an dem ich keine Kiste mit Büchern, CDs oder Ähnlichem in meinem Zimmer zu stehen hatte. Ich war gegenüber Kisten, die man einfach mit einem fetten Schriftzug Zu verschenken versieht, immer skeptisch. Aber letztendlich probierte ich es aus und es hat einwandfrei geklappt. Innerhalb von drei Tagen war bis auf zwei Sachen alles weg. Das ist auf jeden Fall wiederholenswert. Obwohl auch Oxfam noch auf meiner Liste steht, was das Weggeben mancher Dinge angeht. Was für eine gekonnte Überleitung zu meinem nächsten Punkt.


To Do-Liste
Wie gesagt, waren dies erst die initialen Schritte. Es gibt noch Einiges, das ich mir für die Zukunft vorgenommen habe. Zu den Punkten wäre ich um Erfahrungswerte und Tipps übrigens unendlich dankbar.

  • Seit Jahren legt mir Apfelkernchen bereits eine Menstruationstasse ans Herz. Aus irgendeinem Grund war ich dafür lange nicht bereit. Hiermit steht die Anschaffung jedoch auf der Liste. Neben der Müllvermeidung haben Menstruationstassen auch verschiedene andere Vorteile. Ich kann die beiden Blogbeiträge zu dem Thema auf Apfelkerne und Blanc et Noir empfehlen.
  • Bleiben wir bei der Hygiene untenrum. Statt Einweg-Slipeinlagen möchte ich mich definitiv nach waschbaren Stoffalternativen umschauen. Vielleicht lassen die sich sogar selbst nähen, wäre wohl preiswerter und einen Schönheitswettbewerb müssen die ja auch nicht gewinnen. Sieht schließlich niemand.
  • Ich würde zwar behaupten, dass ich nicht so viel Duschgel und Shampoo verbrauche wie andere, trotzdem kommen die bei mir immer noch in Plastikflaschen daher. Stattdessen möchte ich es mit Haarseife versuchen. Ich hatte schon einmal eine Haarseife, war aber sowohl von Konsistenz als auch von Geruch absolut nicht überzeugt. Außerdem fühlten sich meine Haare danach furchtbar an. Da muss es doch Besseres da draußen geben, oder?


Dinge, die ich sowieso schon mache
Beim Grübeln über meinen Weg Richtung Zero Waste sind mir auch durchaus Dinge eingefallen, die ich schon seit Jahren "vorbildlich" mache. Vielleicht ist davon ja etwas für jemanden dabei, da es ebenfalls Punkte sind, die sich einfach umsetzen lassen.

  • Eigene Stoffbeutel zum Einkaufen mitbringen, statt jedes Mal eine neue Plastiktüte zu kaufen.
  • Selfmade-Notizzettel aus alten einseitig bedruckten Blättern oder leeren Restseiten aus Heften machen. Ehrlich, ich glaube, ich werde die Dinge nie wieder kaufen müssen.
  • Zum Trinken für unterwegs eine Glasflasche immer wieder auffüllen und benutzen. Ich sehe es überhaupt nicht ein, Wasser in Plastikflaschen zu kaufen. Leitungswasser in Deutschland hat sowieso eine einwandfreie Qualität, da ist die notwendige Getränkebeschaffung also fast kostenfrei.
  • Beim Essen für unterwegs eine Brotdose statt Alufolie verwenden.
  • Kleidung immer erst probieren zu nähen oder reparieren, bevor man sie ersetzt. Ich trage manche Stücke vielleicht lächerlich lang, muss mir jedoch auch nur einige wenige Male im Jahr etwas Neues zulegen.
  • Strohhalme weglassen. Einfach. So. Unnötig. Warum?
  • Waschlappen statt Wattepads verwenden. Ich benutze mein Gesichtwasser nicht allzu oft und so reicht eine Packung Wattepads um die zwei Jahre. Auch wenn es natürlich auch in diesem Bereich Stoffalternativen gibt.
  • Unterwegs keine Flyer oder kostenlose Heftchen annehmen, wenn sie sowieso nicht interessieren.


Mein Fazit soweit: Es ist definitiv interessant, sich mal wieder in eine neue Richtung auszuprobieren. Ich muss seltener den Müll herunterbringen und werde auch endlich andere Dinge müllfrei los. Es gibt noch viel zu tun, aber das wird schon Stück für Stück.

Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Zero Waste beschäftigt? Kennt ihr vielleicht weitere und einfach umzusetzende Tipps?
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