Freitag, 26. Mai 2017

Musiktipps der Woche #13: At least I try to keep my cool when I'm thrown into a fire

Musikalisch ging es in den letzten Wochen richtig ab. Überzeugen konnten mich nicht nur zahlreiche Neuveröffentlichungen, auch entdecke ich allerhand ältere Musik für mich. Ich muss in den nächsten Wochen wieder vermehrt Musiktipps schreiben, sonst kriege ich das in meinen Empfehlungen gar nicht unter. Fangen wir diesmal mit ein paar sommerlichen Tunes an!



The Answer von Joss Stone
Bereits vor knapp zwei Jahren hat Joss Stone ihr siebtes Album Water For You Soul herausgebracht. Leider konnte ich mich nicht damit anfreunden. So war es das erste Album der englischen Sängerin, das ich mir nicht zulegte (was zugegeben auch minimalistische Gründe hatte). Die Reggae-geprägte Musik klingt im Verlauf des Albums eintönig. Der einzige Song, der für mich positiv herausstach, war The Answer. Er stellt quasi eine Explosion aus unterschiedlichen, kulturellen Einflüssen dar - afrikanische Trommelbeats, ein keltisches Geigenspiel und ein Gospelchor. Zusammen mit dem Video macht diese Single so gute Laune und vermittelt einfach Lebensfreude, was ich in letzter Zeit sehr gebraucht habe. Überhaupt bin ich ich momentan wieder im Joss Stone-Vibe und verfolge sehr gern ihre nach drei Jahren immer noch andauernde Total World Tour, auf der sie mit lokalen Künstlern verschiedenster Länder kollaboriert und musiziert.

find your strength, fight for peace
there's a light in your release
let love win, just give in
goodness is bright
so you can see the answer



Malibu von Miley Cyrus
Die alte Miley ist zurück, tönt es von vielen Fans. Das ist natürlich Quatsch. Selbst wenn sie Twerking, Drogen und die ewig herausgestreckte Zunge (vorerst) hinter sich lässt, wird sie jene Phase stark geprägt haben. Nun nimmt sie selbst Abstand davon, wie sie im Interview erzählt. Sie wolle bei ihrer Beerdigung nicht nur als Diejenige erinnert werden, die nackt auf einer Abrissbirne ritt. So schließt sich ein Kapitel und ein neues beginnt, mit dem ich mich soweit wieder besser identifizieren kann. Ihre neue Single Malibu ist sicher keine musikalische Erleuchtung, aber ich finde sie durchaus eingängig und hörenswert. Ich mag besonders, wie Dankbarkeit und Liebe darin zum Ausdruck kommen. Und wer sich einen Live-Version anhören möchte, dem sei Cyrus' Auftritt bei den Billboard Music Awards ans Herz gelegt, der sich mehr Richtung Country wagt.



After Laughter von Paramore
Auch die US-amerikanische Band Paramore haben ein neues Album herausgebracht. Bei den ganzen Wechseln der Mitglieder kommen die meisten sicher gar nicht mehr hinterher. Momentan sind es wieder drei, zwei aus der Originalbesetzung, so viel ist sicher. Mit After Laughter rücken Paramore dabei noch weiter vom Punk-Pop-Rock der ersten Veröffentlichungen weg und widmen sich einem eher synthigen Pop-Sound, der an manchen Stellen an die Talking Heads erinnert. Ich musste mich einige Male durch die Lieder hören, um mich daran zu gewöhnen. Insgesamt mag ich jedoch immer noch die Energie in der Musik und die persönlichen Texte, wenn ich mir auch einen größeren Wow-Effekt von den Songs gewünscht hätte. Im Juli werde ich trotzdem bei einem Termin der Tour dabei sein, das letzte Konzert von Paramore besuchte ich schließlich 2009, also vor acht Jahren. Es wird mal wieder Zeit.

Lieblingslieder: Pool // Told You So // Idle Worship

Dienstag, 9. Mai 2017

Meine Top 5 der Beiträge zum ESC 2017

Eigentlich bin ich mir noch nicht sicher, ob ich den Eurovision Song Contest 2017 werde schauen können. Grund dafür ist eine Geburtstagsfeier einer Freundin am dem Tag, von der ich es vielleicht nicht rechtzeitig zurückschaffe. Nichtsdestotrotz habe ich mich vorbereitet, nur für den Fall der Fälle. Ein wenig würde mir die zur Tradition gewordene Kommerz-Musikveranstaltung schon fehlen. Nein, es geht nicht um musikalische Qualität, schließlich gewinnt meist der Song mit dem geringsten Mainstream-Widerstand. Und ja, die Wertung dürfte auch nicht immer ganz fair ausfallen. Irgendwie hat es aber was, wenn Millionen Menschen aus Europa, mitunter sogar der ganzen Welt, zusammenkommen und die Musik feiern. Deshalb veröffentliche ich auch dieses Jahr wieder meine Top 5. Wie ich aus Erfahrung weiß, ist die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich einer meiner Favoriten gewinnt, sehr gering. Also gleichzeitig hiermit auch mein Beileid an die folgenden Songs, die meiner Meinung nach besten Beiträge des diesjährigen ESCs.


Mazedonien: Dance Alone von Jane Burčeska
Mazedonien liefert einen simplen, eingängigen Elektro-Popsong ab. Er erinnert mich vom Sound her an das Dignity-Album von Hilary Duff, das ich früher ziemlich mochte und aus Nostalgiegründen immer noch gern höre. Auch die Stimme von der ehemaligen Castingshow-Teilnehmerin passt in der Hinsicht. Keine aufregende Nummer, aber ich kann mir vorstellen, dass Dance Alone für gute Stimmung an dem Abend machen könnte und zum Tanzen einlädt. 




Armenien: Fly With Me von Artsvik
Ein wenig experimenteller geht es in dem Song der armenischen Sängerin zu. Also Elektro-Ethno-Popsong wird Fly With Me bezeichnet. Ich bin selbst ja ein großer Freund von etwas ausgefallenerer Musik, daher passt der Song genau in mein Beuteschema.



Portugal: Amar Pelos Dois von Salvador Sobral
Mein erster eindruck: Ach Gottchen! Wie kitschig dieser Auftritt doch wirkt mit den Streichern und dem lieb lächelnden Milchbubi. Insgesamt muss ich jedoch sagen, gefällt mir das Orchester und seine helle Stimme doch gut. Besonders im Vergleich mit dem anderen ewig gleichen Popgedudel sticht Amar Pelos Dois sehr heraus. Auch dass er in seiner Muttersprache Portugiesisch singt, macht den Beitrag für mich noch besser. Nein, dem Schmalz kann ich mich nicht enziehen. Im Gegensatz, ich bin darin ausgerutscht und mache nun selig Schmalzengel hinein.



Bulgarien: Beautiful Mess von Kristian Kostov
Kostov ist mit seinen siebzehn Jahren der jüngste Teilnehmer in diesem Jahr. Die Information ist für den Beitrag nicht wirklich relevant. Aber wenn jemand 2000, in Worten zweitausend, geboren wurde und trotzdem alt genug ist, beim ESC anzutreten, fühle ich mich echt alt. Ansonsten ist der Song eigentlich nach dem typischen Balladenschema aufgebaut. Aber besonders die Instrumentalisierung mit den zahlreichen, gleichzeitig nicht überladenden Tonspuren macht den Song interessant.



Finnland: Blackbird von Norma John
Ich tat mich schwer damit, einen fünften Song zu finden. Die ersten vier sind mir beim spontanen Durchhören gleich positiv aufgefallen. Viele weitere Lieder waren für mich furchtbar bis semi-gut, oder einfach nicht besonders genug. Rein musikalisch gesehen mag ich diese Ballade, weshalb ich mich für sie entschieden habe. Das Pochen im Hintergrund, das Düstere, Schwere spricht mich an. Wahrscheinlich wird Blackbird jedoch in dem großen Gewimmel und Tumult der Show ziemlich untergehen.

Montag, 17. April 2017

#pmdd22

Gestern stand wieder einmal der Picture My Day-Day an. Die Aktion findet jetzt schon seit einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig statt. Dabei geht es darum, dass Leute mit Blog, Twitter, Instagram oder einer anderen Plattform ihrer Wahl, einen Tag lang Bilder von ihrem Leben einfangen und sie anschließend hochladen. Endlich kann unsere Neugier bezüglich anderer Leute Privatleben ein wenig gestillt werden! Dieses Mal wurde der Picture My Day-Day von Guddy und Marcus von Fried Phoenix ausgerichet. Die Beiträge anderer Teilnehmer könnt ihr in diesem Überblick finden.

Meinen Tag habe ich nicht etwa umgeben von Familie verbracht. Irgendwie wird Ostern bei uns nicht strikt gefeiert. Stattdessen war ich in meiner Studentenbude in Leipzig mit meinem Freund aus Belgien, der mich momentan für eine Woche besucht. Zusammen haben wir die meiste Zeit gefaulenzt, was mir jedoch gar nichts ausgemacht hat. MAZ ab!



Moin!



Beschäftigen, während ich darauf warte, dass der Freund aufwacht.



Nach dem Aufstehen gleich eine Wäsche anstellen, um was von den unlieben Aufgaben des Tages hinter mich zu bringen.



Frühstück!



Osterpost lesen, die von meinem Papa im Briefkasten lag.



Mich nach vielem Bummeln endlich mal frisch machen.



Ein bisschen in Musikalben der letzten Zeit hineinhören. Ausgerechnet das abgebildete von Father John Misty hat mir nicht so gefallen, obwohl das ja momentan so gefeiert wird. Finde es klanglich zu langweilig.



Ein paar Videos laufen lassen. Hier eine meiner Lieblingsyoutuberinnen der letzten Monate Kathryn Morgan.



Fensterbrettkatze.



Lesen. Momentan ist das der Scheibenwelt-Roman Wachen! Wachen!, jedoch bin ich dabei ein wenig eingenickt.



Süßigkeiten füreinander verstecken, suchen, finden und verspeisen.



Simon and Martina-Videos anschauen.



Abwasch.



Zusammen Spaghetti mit Tomatensoße kochen. Wir sind beide nicht so die erfahrensten Köche, trotzdem hat es ziemlich gut geschmeckt.



Den Abend entspannt mit dem Film Robin Hood: Men In Tights, Süßigkeiten und Cider ausklingen lassen.



Bettzeit.

Freitag, 31. März 2017

Musiktipps der Woche #12: All I ever wanted was some love and peace and harmony

Wie die Zeit rast. In einem der letzten Beiträge hatte ich gerade das letzte Semester hinter mir, schon fängt in der kommenden Woche das neue an. Dabei habe ich in den vergangenen Wochen nicht so viel auf die Reihe bekommen, wie ich wollte. Auch nach drei Jahren als Studentin habe ich immer noch die größten Schwierigkeiten, mir meine Aufgaben und Zeit einzuteilen. Was ich jedoch angefangen habe, sind Ballettstunden. Im Januar hatte ich eine Phase, in der ich einfach nicht aufhören konnte, in jeder freien Minute Ballettvideos zu schauen und irgendwann wurde der Drang groß, das selbst auszuprobieren. Nachher geht es also schon zu meiner dritten Stunde. Ich habe nicht die Intention, unglaublich gut zu werden. Dafür beginne ich wohl auch gute zwanzig Jahre zu spät. Doch bereitet es mir Freude und schaden kann es meinem bislang kaum vorhanden Fitnesslevel und meiner Haltung nicht. Welche für euch neuen Dinge habt ihr zuletzt ausprobiert?
Reden wir aber nun über Musik.



Macy Gray
I'm feelin' da Macy Gray vibe again! Als Jugendliche bin ich eine Weile sehr auf die Sängerin mit der kratzigen Stimme abgefahren. Mir kommt gerade sogar eine ganz bestimmte Erinnerung mit ihr in den Sinn. An einem Morgen, noch vor der Schule, saß ich wie üblicherweise während des Frühstücks vor dem Fernseher. Plötzlich lief eine Übertragung des Macy Gray-Konzert in Las Vegas von 2005. Ich weiß noch, wie ich hin und weg war. Dieses rote Glitzerkleid, ihr riesiger Afro und eine Stimmung im Saal, die mich bannte. Sie ging total in ihren Liedern auf und sowohl die Musiker, Background-Sängerinnen als auch das Publikum strahlten so viel Wonne aus. Jedenfalls konnte und wollte ich mich nicht vom Bildschirm lösen und schaute das Konzert bis zum Ende an. Dadurch verpasste ich die erste Schulstunde. Jep, ganz richtig. Das einzige Mal, das ich je schwänzte, und ich mache Macy Gray dafür verantwortlich. Für mich gehört sie bis heute zu den ganz Großen und jeder sollte zumindest mal von ihr gehört haben.

Lieblingslieder: I Try // The Letter // Sweet Baby // Bang Bang // I've Commited Murder // Hands



Toothpaste Kisses von The Maccabees
Dieses Lied hat mir Spotify in die Abspielliste gespült. Ein wunderschönes Liebeslied mit einem sehr herzerwärmenden Songtext. Am Anfang erinnert es noch ein wenig an den typischen Gitarren-Strand-Sound von Jack Johnson, doch nach und nach baut es sich immer weiter auf und macht sein ganz eigenes Ding. Von The Maccabees habe ich bislang gar nichts gehört. Und überhaupt ist die Neuentdeckung wahrscheinlich einen Ticken zu spät, denn die Indie Rock-Band befindet sich momentan auf ihrer Abschiedstour und hören somit bald auf. Schade eigentlich.

Lay with me, I'll lay with you
We'll do the things that lovers do
Put the stars in our eyes
And with heart shaped bruises
And late night kisses, divine

Sonntag, 12. März 2017

Musiktipps der Woche #11: You're burning brightly and I need you to light me up

Das Bild stammt noch von meinem Besuch in Flandern bei meinem Freund. Ein kleines Schloss in einem kleinen Städtchen bei Sonnenuntergang. Eine sehr schöne Erinnerung. Mittlerweile bin ich wieder zurück und das Leben plätschert so vor sich hin. Aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.



Flyte
Die vier Burschen der Londoner Band machen bereits seit über drei Jahren Musik, haben jedoch noch immer kein Album herausgebracht. Es gibt immerhin schon einige Singles und EPs feinsten Indie-Pops. Die neueste Single Echoes hat mich wieder daran erinnert, wie sehr ich schon vorige Lieder von Flyte gemocht habe. Also - zack bumm - wieder hineingehört und seitdem laufen sie bei mir fast täglich. Besonders mein persönlicher Favorit Light Me Up konnte sein Dauerschleifen-Potenzial schon bestätigen.

Lieblingslieder: Light Me Up // Echoes // Please Eloise



La La Land Soundtrack
Zu La La Land muss man wahrscheinlich nicht mehr viel sagen. Bei dem Hype und natürlich spätestens nach dem Oscars-Fauxpas dürfte das Musical jedem ein Begriff sein. Ich habe den Film erst vor zwei Wochen, und damit relativ spät, gesehen und finde ihn ganz ausgezeichnet. Aber ist auch genau mein Genre. Besonders das Ende der Geschichte hat mich berührt und mich noch lange darüber grübeln lassen. Dem Soundtrack lauschte ich seither ständig, sodass ich die Melodien kaum mehr aus meinem Kopf bekomme. Einen Oscar hätte ich La La Land vielleicht auch nicht gegeben, trotzdem bleibt er auf mehreren Ebenen herausragend.

Lieblingslieder: A Lovely Night // Audition (The Fools Who Dream) // Planetarium

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